Naturbursche Henkel

Mittwoch, 5. August 2009

Wir haben es mal wieder mit einem jener Anthropologen zu tun, die es sich zum Sport gemacht haben, vorurteilsfrei an ihre Vorurteile heranzutreten, um soziale und gesellschaftliche Mißstände ins menschliche Wesen zu verlagern. Hans-Olaf Henkel ist ein solcher Forscher, der sich nicht zu peinlich ist, seine und seiner Kollegen Gier als menschliche Wesensart zu entlarven. Der homo sapiens, jener nach Jared Diamond dritter Schimpanse, ist demnach ein von Natur aus gieriges Wesen. Zu jener Zeit also, als Henkel selbst noch von Ast zu Ast schwang, war das Erteilen von Provisionen und Erfolgsprämien, das Einschieben von gigantischen Abfindungen und das Einkassieren monströser Jahressalärs schon im Wesen des noch größtenteils immateriell lebenden Vormenschen angelegt.

Nun ist es immer gefährlich, wenn uns wissenschaftlich passionierte Gestalten dazu anregen wollen, die Teufeleien des Menschen in seiner Gattungsart anzusiedeln. Es ist gefährlich, weil erstmal zur conditio humana erklärt, die Missetat gerechtfertigt, reingewaschen, zum Kavaliersdelikt menschlicher Eigenart verklärt wird. Eine solche Sichtweise ist nicht nur gefährlich, sie ist letztlich mörderisch. Sie entzieht dem Menschen den freien Willen, degradiert ihn zur triebgesteuerten Kreatur, die demnach nicht einmal mit ihren Mit-Primaten konkurrieren könnte, weil selbige weniger triebgesteuert sind, als man das gemeinhin annimmt. Zwar gibt es in Schimpansenhorden auch Mord, wie man mittlerweile nachweisen konnte, aber das Teilen, Zueinanderhalten, familiäre Strukturen über direkte Blutsverwandtschaft hinaus, sind dort ebenso anzutreffen. Anders gesagt, es treffen sich dort, wo Gattungen natürlicher leben als wir, schlechte Eigenarten ebenso, wie vermeintlich gute. Man könnte demnach die Nächstenliebe genauso zur menschlichen Wesensart ernennen. Aber der Anthropologe Henkel weiß davon wenig, wahrscheinlich gar nichts, denn darum geht es ihm nicht. Er will sein eigenes Verhalten, und das seiner Kollegen, vom Makel der Verantwortlichkeit entkleiden, um es einer transzendenten Natürlichkeit in die Schuhe zu schieben. Schließlich kann keiner von seinem Mitmenschen verlangen, sich unmenschlich, das heißt: nicht gierig, zu verhalten. Eine solche Forderung wäre geradezu anmaßend.

Henkel verknappt menschliches Verhalten auf natürliche Wurzeln. Er macht das nicht einmal besonders geschickt, dafür aber mit gezielter Aggressivität, seinem Interviewer fast abkanzelnd, weil dieser ihn mit kommunistischen Aussagen belästige. Wenn er schon Anhänger dieses abgeschnittenen und verstümmelten Behaviorismus wäre, dann hätte er auch anderes menschliches Verhalten zu seinen natürliche Ursprüngen geleiten müssen. Was ist mit den Massen von Menschen, die von der Gier einer selbstherrlichen Kaste genug haben? Was ist mit diesen Menschen, die die Nase gestrichen voll haben? Mit denen, die Henkel und seine Kaste als Neidhammel verunglimpft? Wäre der Herr Anthropologe konsequent, würde er seine eigene These selbst glauben, so müßte er dem Neid auch ein Porträt in der Galerie menschlicher Natureigenschaften malen. Wenn die Gier sich diese Welt erschaffen hat, in der das freche Abkassieren zum natürlichen Gewohnheitsrecht erklärt wurde, dann müßte sich Henkel wertneutral verhalten, wenn der Neid sich eine Welt schafft, in der die Abkassierer neidisch sanktioniert werden. Beides wären dann henkelsche Welten, die im Wesen des Menschen ihren Urgrund fänden. Jedoch weit gefehlt! Sein marktschreierischer Auftritt steht im Diensten der Gier, nicht des Neides. Die Gier ist menschlich, der Neid aber ist ein krankhaftes Eifern, eine Verfehlung, ja fast ein unmenschliches Verhalten.

Mit einigen Sätzen hat Henkel sein gesamtes Weltbild herausgekehrt. Das ist keine Kunst, viel Weltbild vereint er in sich nicht. Es ist die typische Verknappung der Lebensrealität, mit der halbgebildete Koryphäen deutschen Konservatismus immer versucht haben, sich selbst zu rechtfertigen. Das Weltbild in ein Naturkonzept zu packen, hat seit Anfang des 20. Jahrhunderts, vielleicht schon etwas früher, eine lange Tradition. Ganz andere Ideologien haben ihr Weltbild auch schon zum Naturgesetz erklärt. Er ist demnach kein Vordenker, sondern einer, der immer noch nachplappert, was schon vor Jahrzehnten als unverbrüchliche Wahrheit galt. So besehen ist er ein Naturforscher aus einer anderen Zeit, er kraxelt noch immer sich kratzend und grunzend durch Baumkronen, während die heutige Forschung, Eigenschaften wie Gier oder Neid bestenfalls als Produkt sozio-ökonomischer Ursachen betrachtet. Natürlich ist der Mensch darauf programmiert, Gier und Neid empfinden und ausleben zu können, aber sie sind keine apriorischen Eigenschaften des homo sapiens. Sie können auftreten, sie müssen es aber nicht, sie sind Möglichkeiten, keine natürlichen Verpflichtungen. Wäre dem so, wäre jede Justiz sinnlos geworden, weil der Mensch fern von freiem Willen agierte. Neid indes ist behebbar, wenn die Gier verschwindet - und Anspruchsdenken, welches Gier entstehen läßt, selbst wenn man materiellen Wohlstand genießt, ist ebenso keine Unausweichlichkeit menschlicher Begrenztheit.

Und ob das, was Henkel als Neidmentalität definiert, wirklich Neid ist, ist damit noch nicht einmal thematisiert... vielleicht ist es einfach nur ein klein wenig Vernunft. Daran mangelt es ihm und den Seinen ganz offenbar.

34 Kommentare:

Anonym 5. August 2009 um 18:02  

"[...]Und ob das, was Henkel als Neidmentalität definiert, wirklich Neid ist, ist damit noch nicht einmal thematisiert... vielleicht ist es einfach nur ein klein wenig Vernunft. Daran mangelt es ihm und den Seinen ganz offenbar.[...]"

Sehr zutreffend formuliert, Herr Henkel sollte sich mal mit der neuesten Forschung vertraut machen - nicht einmal Darwinisten (im positiven Sinne) wie Dawkins - vertreten mehr die These von der angeblichen Naturgegebenheit des "gierigen Menschen".

Herr Henkel sollte einfach weniger wichtigtun, und sich in die neueste Forschung reinlesen.

Gibt ja mit der "Bild der Wissenschaft" treffende Zeitschriften, um nur eine zu nennen, die nicht mit der Bild-Zeitung des Springer-Verlages verwandt ist, die die neuesten Forschungsergebnisse präsentieren.

Ich bin jedoch pessimistisch, ob Managertypen vom Sozial"darwinismus", der längst von Vorvorgestern ist, und den, so neue Erkenntnisse nicht einmal Darwin selbst vertrat, wegkommen.

Man sollte denen einmal sagen, dass Charles Darwins "Überleben des Stärksten" auf einem einfachen Übersetzungsfehler aus dem Englischen, mit fatalen Folgen für den Rest der Welt, bestand - Darwin redete immer von den Bestangepassten, was impliziert, dass eben die Natur kein Kampfplatz ist wo nur der Stärkste und Mächtigste überlebt.

Jedoch bei solchen Ratgebern von Managern:

http://hpd.de/node/7564

...aus der esoterischen Ecke, um nur einen zu nennen, dürfte es noch einige Zeit dauern bis aus gestandenen Managertypen Humanisten, im positiven Sinne der Aufklärung, werden :-(

Gruß
Nachdenkseiten-Leser
(Der echte!)

Anonym 5. August 2009 um 18:36  

Für die eine oder andere "Leseratte" hier.

Es gibt einen Buchladen im Netz, wo man die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft regelmäßig in Buchform bestellen kann:

http://www.denkladen.de

...die religionskritische Literatur dort meine ich nicht, sondern die Werke moderner Wissenschaft....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

klaus baum 5. August 2009 um 19:37  

Hans-Olaf, kurz HO genannt, also der Henkel soll dem Vernehmen nach ein Anhänger der Schellingschen Philosophie sei. Manfred Frank, der Schelling-Kenner aus Tübingen, schrieb einst ein Schelling-Buch mit dem Titel: Der unendliche Mangel an Sein. Henkel denkt das dann weiter im Rahmen seiner Welt, und aus dem Sein wird flugs das Geld.

Systemfrager 5. August 2009 um 19:54  

Wieder einmal fantastisch verfasst und mit einer nicht weniger gelungenen Schlussfolgerung:

Aber der Anthropologe Henkel weiß davon wenig, wahrscheinlich gar nichts, denn darum geht es ihm nicht. Er will sein eigenes Verhalten, und das seiner Kollegen, vom Makel der Verantwortlichkeit entkleiden, um es einer transzendenten Natürlichkeit in die Schuhe zu schieben. Schließlich kann keiner von seinem Mitmenschen verlangen, sich unmenschlich, das heißt: nicht gierig, zu verhalten. Eine solche Forderung wäre geradezu anmaßend.

Etwas mehr über die angebliche „menschliche Natur“ und die satanische „neoliberale Seele“ hier:

http://www.forum-systemfrage.de/Aufbau/ba/42d/ba42d.php?df_name=baDF40&tbch=ba&schp=neolib&ordner=42d

Anonym 6. August 2009 um 00:23  

@Nachdenkseiten-Leser:

Der Kernpunkt der Debatte Darwinismus (ist weder positiv noch negativ) vs. Sozialdarwinismus ist ganz einfach: Darwin sprach von der Anpassung von ARTEN an die Umgebung. Die Sozialdarwinisten sprechen vom angeblich vorteilhaften Egoismus der Individuen.

Also etwas, das mit Darwin selbst gar nichts zu tun hat. Wie man ja inzwischen weiß ist Altruismus bei den meisten Tierarten vorhanden, weil es der Art (!) nützt, auch wenn es dem Individuum nichts einbringt, vielleicht sogar schadet. U.a. nachzulesen bei Dawkins.

Sozialdarwinisten gab es schon zu Lebzeiten Darwins. Sie picken sich aus Darwins Lehre heraus was ihnen nützlich erscheint, biegen es sich zurecht, den Rest ignorieren sie. Und heraus kommt das Faustrecht, das Recht des Stärkeren, im pseudowissenschaftlichen Gewand! Definitiv zum Nachteil unserer Spezies!

Gruß

Tantalos

mo 6. August 2009 um 01:32  

zum thema sei nur dieser artikel empfohlen:

Chicago-Gangster oder Gemeinschaftswesen?

(eine kommentierte fassung gibt´s hier)

und einige mögliche zusammenhänge zwischen der ideologie von der gier und der (mafia-)"ehre" noch obendrauf.

Michel 6. August 2009 um 05:30  

Jaja, bei Henkel ist dann der allerletzt neoliberale pseudowissenschaftliche Schrott auch langsam angekommen, siehe:

http://www.hintergrund.de/20090630416/politik/inland/gierdebatte-gef%C3%A4hrliches-gebr%C3%A4u.html

"Gierdebatte: Gefährliches Gebräu
Drucken E-Mail
Die „7 Thesen des Frankfurter Zukunftsrates zur Neuroökonomie“ - Politikvorschläge, die auf krudem Biologismus beruhen -

von THOMAS WAGNER, 30. Juni 2009 -

Der Schlüssel zur Bewältigung der weltumspannenden Finanz- und Wirtschaftskrise liegt in den Händen der Gen- und der Hirnforschung. Das suggerieren jedenfalls eine ganze Reihe von Artikeln in auflagenstarken Zeitungen.
„Gier nach Geld auch genbedingt“ , heißt es etwa in der Berliner Zeitung (17.06.2009) und die Potsdamer Neueste Nachrichten (19.06.09) verkünden: „Gentest für Führungskräfte gefordert. Studien belegen: Gier ist angeboren“. (1) Die Quelle dieser Nachrichten sind 7 Thesen des Frankfurter Zukunftsrates zur Neuroökonomie. Der 2008 gegründete Think Tank mit Sitz in Frankfurt am Main ließ dieselben als Presseerklärung (17.06.09) (2) per dpa-Meldung und in Form eines Gastkommentars in Springers Tageszeitung Die Welt (3) verbreiten . (4) ... "


Nix neues von der Front...

Schaeffler sitzt übrigens auch im Frankfurter Zukunftsrat.

Yep, lesenswert 6. August 2009 um 05:35  

"(...)Was das konkret heißen kann, deuten sie in These 7 zumindest an: „Leitungsgremien sollten ohne genbedingte „Finanzgier“ eingestellt werden.“

„Platte Biologismen, Hirnforschung und manipulative Verdummung gehen in der Krise eben Hand in Hand“, kommentiert Susanne Schultz vom Gen-Ethischen-Netzwerk mit Sitz in Berlin. (11)

Tatsächlich leistet das Thesenpapier des Frankfurter Zukunftsrates einem biologischen Reduktionismus Vorschub, der schon erkenntnistheoretisch nicht zulässig ist. Komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge werden auf eine molekularbiologische Mikroebene zurückführt, die vollkommen anderen Gesetzmäßigkeiten gehorcht als die Makroökonomie.

Menschliches Handeln erscheint genetisch determiniert. Banker und Investoren kommen als vernunftbegabte Kultur-Wesen gar nicht erst in Betracht. Sie agieren als bloße Sklaven ihrer vererbten Anlagen, die ihrer Gier nach immer mehr Profit nicht Herr werden können.

Die Gierdiskussion ist ein Manöver, mit dem seit Beginn der Finanzmarkt- und Weltwirtschaftskrise von ihren systemischen Ursachen und Lösungsmöglichkeiten abgelenkt wird.(...)"

http://www.hintergrund.de/20090630416/politik/inland/gierdebatte-gef%C3%A4hrliches-gebr%C3%A4u.html

Michel 6. August 2009 um 06:04  

Angesichts der Geldmengen, die die Finanzoligarchie schluckt, sind diese "Finanzgier-Gen-Theorien" wirklich nur Ablenkung UND gleichzeitig Rechtfertigung für ein scheinbar "naturgegebenes" und vor allem gerade weil naturgegeben auch alternativloses menschliches Schmarotzer-Verhalten.


"(...)
Was könnte man mit den 33 Mrd. Dollar, die für Boni für die Wall Street Mafia vergeudet werden, nicht alles anfangen! Die Summe ist um ein Drittel höher, als das Haushaltsdefizit Kaliforniens, das in dem bevölkerungsreichsten Staat der USA umfangreiche Kürzungen, unbezahlte Kurzarbeit und die Streichung wichtiger sozialer Leistungen für Millionen notwendig machte.

Einer Untersuchung zufolge wird die gesamte Lohnsumme bei den neun Banken dieses Jahr, d.h. 2009, schätzungsweise 156 Mrd. Dollar erreichen. Das ist mehr als die erwarteten Haushaltsdefizite aller fünfzig Bundesstaaten in Höhe von 139,2 Mrd. Dollar für das Haushaltsjahr, das am 1. Juli begonnen hat. Diese Studie geht davon aus, dass die Nettoeinnahmen dieser neun Firmen von 255 Mrd. Dollar in 2006 auf 211 Mrd. Dollar dieses Jahr zurückgehen werden, ihre addierte Summe für Gehälter aber von 142 Mrd. auf 156 Mrd. Dollar ansteigen wird.

Mit anderen Worten, das persönliche Einkommen der Wall Street Elite wird steigen, obwohl die Einnahmen ihrer Institute sinken und die gesamte Wirtschaft in eine tiefe Rezession stürzt. Diese schmale soziale Schicht, die an den finanziellen Schalthebeln der Macht sitzt, steht also jeder vernünftigen Verwendung des gesellschaftlichen Reichtums im Wege. In ihrer blinden Gier und Selbstbereicherung unterhöhlen sie sogar die Lebensfähigkeit der Firmen, die sie leiten.
(...)"

http://www.hintergrund.de/20090804454/wirtschaft/finanzwelt/milliarden-boni-f%C3%BCr-banker-mit-steuergeldern-bezahlt.html


Tja, gelle, da dachten wir, wir wären die Aristokraten und Oligarchien los und da sind sie wieder.

"(...)
Die Bush-Regierung im vergangenen Jahr und die Obama-Regierung heute sind die politischen Diener dieser korrupten, parasitären gesellschaftlichen Schicht. Um die Interessen einiger hundert Milliardäre und einiger Tausend Wall-Street-Banker und Händler zu schützen, taten sich Demokraten und Republikaner letztes Jahr zusammen, um das 700 Mrd. Dollar Rettungsprogramm durchzudrücken. Es war nur der erste einer ganzen Reihe von Raubzügen, mit denen die Staatsfinanzen geplündert wurde. Praktisch der gesamte Reichtum des Landes ist an die Finanzoligarchie verpfändet worden.(...)"


Sorry für die langen Zitate, aber die Artikel sind einfach zu schön und illustrieren den Hintergrund dessen, was Herr de Lapuente so hervorragend

(DAAAANKEEE!!!!!)

beschreibt:

Scheinbar genetisch bedingtes Verhalten einiger weniger ist in sich gerechtfertigt, auch wenn es Milliarden Menschen ins eine wirtschaftliche Abwärtsspirale zwängt, die langfristig gesehen auch diese kleine, sich in Sicherheit wiegende Elite mitreißen wird.

Warum sind noch mal die Imperien (ägyptisches, griechisches, römisches, Mohammeds, Karls des Großen...) untergegangen?
eine sich bereichernde Oberschicht, Bildungsniedergang, verarmende Unterschicht...

Wieso kommt mir das alles nur so bekannt vor?

otti 6. August 2009 um 11:00  

Nicht dem Menschen, dem Unmensch redet die Person das Wort.

Lada 6. August 2009 um 14:22  

Ist es nicht auch erstaunlich, dass der Herr Henkel, der ja die Gier als "Natur des Menschen" rauslässt 2 Seiten später wiederrum behauptet, dass die meisten Manager in der Realwirtschaft nicht von Gier getrieben sind?
Sollen wir demnächst also die Manager verteufeln, weil sie NICHT der Natur des Menschen folgen?

@ anonym: Danke für die Anmerkungen zu Darwin!

Knut Aktuell 6. August 2009 um 15:13  

Neid ist aber auch eine Art von Gier. Denn wer neidisch ist gönnt dem anderen nicht den Gewinn den der andere hatte, weil er den selst einstecken wollte.
Es gibt also nur den Unterschied, das der eine mehr hat wie der andere. Ob der Gewinn jetzt richtig verteilt ist liegt in der Perspektive des Betrachters.

Knut

pillo 6. August 2009 um 15:36  

H.O. Henkel ist sicher eines der widerwärtigsten Exemplare seiner Gattung, aber eben nicht das Einzige. Er gehört halt zu denen, die aussprechen, was viele andere seiner Art nur denken bzw. bestenfalls in vertrauter Runde von sich geben. Henkel macht aus seinen neofaschistischen Gedanken keinen Hehl. Dafür sollte man ihm fast schon wieder dankbar sein. Kaum ein anderer Vertreter seiner Zunft gewährt uns so freimütig Einblick in die menschenverachtende Denkweise und den pseudowissenschaftlichen Sozialdarwinismus der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten.

Mit dem Argument der 'menschlichen Natur' bauen die Neoliberalen eine zweite Verteidigungssäule für ihr inhumanes Handeln auf. Wenn das Argument des Marktes versagt (der ja angeblich alles regelt und dem man sich unterzuordnen habe), kann man sich auf die 'menschliche Natur' zurückziehen. Nach dem Motto: "Selbst wenn wir anders agieren wollten, könnten wir garnicht, denn unser Denken und Handeln ist schließlich genetisch vorprogrammiert." Das ist im Grunde alter Wein in neuen Schläuchen. Früher hieß es, der Reichtum und die Macht sei einzelnen Individuen eben von Gott in die Wiege gelegt worden. Der neue Gott heißt heute entweder 'der Markt' oder wahlweise 'die Gene'.

Systemfrager 6. August 2009 um 16:17  

@ Knut
„Ob der Gewinn jetzt richtig verteilt ist liegt in der Perspektive des Betrachters.“

Du meist besonders schlau zu sein. Nicht wahr?

Wie unterscheiden sich Menschen nach ihren Fähigkeiten? Misst man IQ, 20% von oben würden nur 40% über den Durchschnitt auf die Waage legen. Mit allen anderen Fähigkeiten sieht es nicht viel anders aus. Und wie sieht es mit der Verteilung des Reichtums aus? Warum besitzen 20% von oben zwischen 80-90%? Und zu diesen gehören keine Menschen, über die irgendwann später die Kindern lernen werden und sagen: „Diese Herren haben etwas für die Menschheit getan.“ Nein, die Reichen sind alle Pfeifen!!!!!!!!!!!!!

Aber die Dummheit würde man keinem verübeln. Die heutige Ungleichheit ist ein reiner Raub - ein legalisierter Raub. Die Reichen sind reine Kriminelle, die durch Gesetze und mit der Polizei und den korrupten, sich bei ihnen geistig prostituierten „Experten“, das verdienen, was sie verdienen.

Was anders sind also Reiche, wenn ihnen Gerechtigkeit fehlt, als große Räuberbanden? Sind doch auch Räuberbanden nichts anders als kleine Reiche. Auch da ist eine schar von Menschen, die unter Befehl eines Anführers steht, sich durch Verabredung zu einer Gemeinschaft zusammenschließt und nach fester Übereinkunft die Beute teilt. Wenn dies üble Gebilde durch Zuzug verkommen Menschen so ins Große wächst, daß Ortschaften besetzt, Niederlassungen gegründet, Städte erobert, Völker unterworfen werden, nimmt es ohne weiteres den Namen Reich an, den ihm offenkundig nicht etwa hingeschwundene Habgier, sondern erlangte Straflosigkeit erwirbt. Treffend und wahrheitsgemäß war darum die antwort, die einst ein aufgegriffener Seeräuber Alexander dem Großen gab. Denn als der König den Mann fragte, was ihm einfalle, daß er das Meer unsicher mache, erwiderte er mit freimütigem Trotz: Und was fällt dir ein, daß du das Erdreich unsicher machst? Freilich, weil ich’s mit einem leinen Fahrzeug tue, heiße ich Räuber. Du tust’s mit einer großen Flotte und heißt Imperator.“ Augustinus, Vom Gottesstaat

Anonym 6. August 2009 um 16:32  

@pillo

Nur dumm, dass Henkel mit "der menschlichen Natur" nicht durchkommt, da eben immer noch zuviel in Deutschland gebildet sind, und den Stand der neuesten Forschungen mitverfolgen, die besagen Herr Henkel ist ein Vorvorgestriger was den Darwinismus (im negativen Sinne) angeht.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Manul 6. August 2009 um 17:30  

Bei solchen Aussagen muss man schon unfreiwillig lachen, so komisch wirken die Versuche moralische Verkommenheit auf irgendeine plausible Weise zu erklären. Leute wie Henkel sind aber letztlich doch nur beschränkte Ideologen, die ihr Missverhalten als natürlich erklären wollen, ohne im gleichen Satz zu sagen, dass unser gesamtes Wirtschaftssystem widernatürlich ist - und damit eigentlich nix Natürliches mehr enthalten kann. Schlimmer noch, Ideologen wie er sprechen Millionen Menschen auf dieser Welt ein normales 'menschliches' Leben ab, vergessen aber, dass diese Assozialität, die ihre Ideologie propagiert, uns niemals dazu gemacht hätte, was wir sind, denn die Menschen sind insgesamt eigentlich soziale Wesen und gerade Naturvölker, die noch unseren Ahnen in der Lebensweise ähnlich sind, pflegen ein ausgesprochen soziales Leben.

Man biegt sich aber heute alles so zurecht, wie es einem passt, lässt Jahrzehnte alte Erkenntnisse in Vergessenheit geraten, denn man muss ja das Rad immer neu erfinden, wenn es darum geht die letztliche wirklich natürliche Quelle dieses Gier-Neid-Spiels zu drosseln, nämlich den Egoismus, der tatsächlich jeden von uns mehr oder weniger steuert. Dieser ist auch in verschiedenen Ausprägungen in den Gesellschaften zu finden, ob es die Milliardäre sind, die den normalen Menschen nicht mal das Schwarze unter den Nägeln gönnen, oder die Nationalisten, die vor lauter Patriotismus nicht merken, dass die Welt nicht hinter ihren Landesgrenzen endet, oder der kleine Reihenhausbesitzer, der jedesmal beinahe gelb im Gesicht wird, wenn sein türkischer Nachbar mit einem schicken Wagen vorfährt, dabei aber ausblendet, dass der Mann jeden Tag arbeiten geht, noch bevor er überhaupt daran denkt aufzustehen. Man wird so etwas auch nie ausrotten können, aber wie Du das auch treffend geschrieben hast, man kann asoziales und egoistisches Verhalten sanktionieren. Nur leider sind sind wir da zur Zeit Lichtjahre von entfernt, auch dank Menschen wie Henkel.

Knut Aktuell 6. August 2009 um 18:49  

Die Fähigkeit viel zu bekommen liest man nicht am IQ, sondern am Kontoauszug. Aber es gehört ein gewisser IQ und eine Portion Gier dazu, das was man hat auch zu behalten und zu vermehren.

Wenn man diesen gewissen IQ + G nicht hat, ist man sein Vermögen sehr schnell wieder los, und schaut nur wieder Neidisch auf den, der einem die Kohle wieder abgenommen hat.

Jeder hat diesen Triumpf der Gier schon mal erlebt, oder wird Ihn erleben. Und die meisten erleben auch das Gefühl des Neides wenn es wieder anders herum geht. Aber die Größe dieses auch zuzugeben haben die wenigsten. Aber DAS ist die Voraussetzung dafür, um sich das zu holen, was einem im Leben zusteht.
Ich nenne das Ehrlichkeit zu sich selbst. Denn es beinhaltet auch, für sich Verantwortung zu übernehmen. Das ist bei den sogenannten Armen aber nicht sonderlich gefragt!

Die jammern und beschweren sich lieber über Ihr ach so schweres Los, und versuchen Ihre Verantwortung jemand anderem zuzuschieben.
Das klappt nur nicht. Und deshalb bleiben Sie Arm

Anonym 6. August 2009 um 21:03  

"[...]Die jammern und beschweren sich lieber über Ihr ach so schweres Los, und versuchen Ihre Verantwortung jemand anderem zuzuschieben.
Das klappt nur nicht. Und deshalb bleiben Sie Arm
[...]"

Danke für die typisch marktfundamentalistishce Sicht der Welt - Mehr nicht dazu!

Knut Aktuell 7. August 2009 um 00:17  

"Danke für die typisch marktfundamentalistishce Sicht der Welt - Mehr nicht dazu!"
Das ist Schade! Denn nur wenn wir Augen und Ohren offen halten können wir verstehen was rund um uns passiert. Das so zu tun ist legitim, aber es verschließt uns andere Wege zu finden. Und auch darin liegt unsere Verantwortung.

Das hat im übrigen nichts mit marktfundamentalistishce Sicht zu tun. Wenn du immer nur machst was du jetzt tust wirst du nie erfahren zu was du fähig bist. Und das wäre doch sehr schade!

Andreas 7. August 2009 um 08:17  

"Das ist bei den sogenannten Armen aber nicht sonderlich gefragt!

Die jammern und beschweren sich lieber über Ihr ach so schweres Los, und versuchen Ihre Verantwortung jemand anderem zuzuschieben.
Das klappt nur nicht. Und deshalb bleiben Sie Arm"

Blöde Sprüche dieser Art sind mit wenigen, nackten Zahlen zu widerlegen. Armut ist meist eine Folge von Arbeitslosigkeit, der Arbeitnehmer ist in der Wertschöpfungskette das schwächste Glied. Bei einem dermaßen großen Ungleichgewicht von freien Stellen zu Erwerbslosen, noch dazu in einer Wirtschaftskrise, kann man noch soviel "Verantwortung" zeigen und dennoch auf der Strecke bleiben.

Systemfrager 7. August 2009 um 09:45  

@ Andreas
„Blöde Sprüche dieser Art sind mit wenigen, nackten Zahlen zu widerlegen. Armut ist meist eine Folge von Arbeitslosigkeit.“

Es ist falsch aber vor allem hast du nicht begriffen, was „Knut“ sagen will. Er kokettiert mit Max Stirner (1806-1856) - naja: ist schon in Ordnung. Der Reiche sei nach Stirner derjenige, der - egal wie - die anderen ausraubt. Und das sei sein gutes Recht, wenn die anderen so blöd wären, das mit sich machen zu lassen. Punkt.

Ich wäre so froh, wenn „Knut“ die CDU und FDP überredet, dass sie dies offen sagen und sich so politisch profilieren. Aber dann wären sie die Dummen. Das werden sie niet tun. Das müssen WIR tun. Zu jammern, wir sind die Opfer der Arbeitslosigkeit ist also nur oberflächlich richtig. Im Grunde ist dies falsch. Die Arbeitslosigkeit haben unsere raffgierigen, rücksichtslosen und verlogen „Eliten“ künstlich produziert, um die arbeitende Bevölkerung Deutschland so auszupressen, wie es in keinem andren EU-Staat der Fall ist. Punkt.

Peinhard 7. August 2009 um 09:48  

Dummerweise ist die Armut auf der einen die Voraussetzung für den Reichtum auf der anderen Seite. Nur sich selbst 'erfolgreich' auf diese andere Seite zu schlagen, ändert an dem grundsätzlichen Dilemma rein gar nichts. Eine tatsächliche 'Verantwortung, die über den primitiv-kurzsichtigen Egoismus einer reinen 'Eigenverantwortung' hinausginge, hätte daher genau dort anzusetzen...

Roberto J. De Lapuente 7. August 2009 um 10:11  

Ich wiederhole mich, aber dennoch: Bekanntlich zensiere ich hier, wenn Marktidioten meinen, sie müßten ihre sozialdarwinistischen Scheißdreck zum Besten geben. Knut habe ich nicht zensiert, genau aus dem Grund, nämlich weil er den Stirner gibt. Das klingt sicher abgehoben und arrogant, aber die Botschaft, dass man die Armut beenden könnte, wenn man sich den Reichtum nicht mehr gefallen ließe, ist unantastbar und sollte immer über unseren Gedanken schweben.

Peinhard 7. August 2009 um 11:31  

Die Arbeitslosigkeit ist aber weitgehend auch nur insoweit 'künstlich' produziert, wie das ganze System der abstrakten Reichtumsproduktion künstlich ist - auch wenn die 'Eliten' der 'BRD' es mit ihrer fatalen Exportfixierung noch mal ganz besonders arg treibt. Die grundsätzliche Entwicklung findet sich aber in allen 'Zentren' - von der 'Peripherie' ganz zu schweigen. Sie ist 'systemimmanent'.

Anonym 7. August 2009 um 12:25  

@Peinhard

Die wollen ja jetzt, dass die Exporte die "Neue Weltwirtschaftskrise" (Zitat: Paul Krugman - Wirtschaftsnobelpreisträger) beendet.

Ergo: Die sind schon dabei, deine Ansicht über den Export umzusetzen.

Die nächste Blase kommt bestimmt, da neoliberale Betonköpfe einfach weiter machen als hätten wir keine globale Weltwirtschaftskrise.

Die selben Analysten, die die Krise nicht vorausgesehen haben, jubeln nun vom Ende der Rezession, und Guttenberg macht den Grüßaugust dazu.

Wie tief ist unser Land gesunken?

Geht's noch tiefer?

Nach der Wahl werden wir es wohl wissen ;-)

Gruß
Nachdenkseiten-Leser
(Der echte!)

Knut Aktuell 7. August 2009 um 12:43  

Das es Arm und Reich geben muss ist ja kein Naturgesetz. Aber wenn man etwas mehr vom Kuchen bekommen will muss man etwas dafür tun, und sollte statt zu jammern sich etwas einfallen lassen. Wenn es nur nach Masse und Kraft gänge würden ja Heute noch die Dinosaurier leben. Aber ohne Intelligenz nützt nun mal die größte Kampfkraft nicht aus.

Knut Aktuell 7. August 2009 um 12:59  

"Eine tatsächliche 'Verantwortung, die über den primitiv-kurzsichtigen Egoismus einer reinen 'Eigenverantwortung' hinausginge, hätte daher genau dort anzusetzen"

Dieser Satz ist sehr richtig. Aber um dieses tun zu können sollte man zuerst mal sein eigenes Leben im Griff haben. Das meine ich auch nicht materielll, sondern als Persönlichkeit. Arbeitslosigkeit z.B. kann heute jeden treffen. Und da kommt man dann mit Egoismus oder Neid und Gier nicht weiter, sondern meist nur mit vielen Kontaktpersonen und einer gesunden Portion Selbstbewußtsein.

Deshalb ist Eigenverantwortung die Voraussetzung dafür, das man anderen Menschen überhaupt helfen kann. Und genau das ist es, was uns in diesem Land zur Zeit fehlt.

Anonym 7. August 2009 um 15:50  

"[...]Deshalb ist Eigenverantwortung die Voraussetzung dafür, das man anderen Menschen überhaupt helfen kann. Und genau das ist es, was uns in diesem Land zur Zeit fehlt.[...]"

Es fehlt leider nicht die neoliberale Version von "Eigenverantwortung", d.h. eigenverantwortlich zu verhungern ist erlaubt, aber eigenverantwortlich für seine Rechte einzustehen, und die "Eliten" als das zu benennen was die sind nicht.

Dazu kommt noch, dass eine andere Form der "Eigenverantwortung" wohl in Deutschland nie so richtig ausgeprägt war - die neoliberalen "Reformen" in den USA sind ja gerade deswegen nicht so brutal, weil es angeblich ein breites Bürgerengagement von Ehrenamtlichen gibt.

In Deutschland, Fehlanzeige - Schon bei der Einführung von HartzIV war dieser Geburtsfehler klar erkennbar, aber leider wurde dieses menschenverachtende Werk dann doch in Gesetzesform gegossen.

"Die Tafeln e.V." benötigt man z.B. in den USA nicht, da die Kirchen schon immer die ärmsten der Armen gespeist haben.

Sollte ich mich irren, dann korrigiere man mich, aber derzeit sehe ich es so - Deutschland war schon immer ein Land, dass von einer egoistischen "Elite" regiert wurde, aber eben der Wohlfahrtsstaat verhinderte - noch vor Sozialraub im Rahmen der Agenda2010, dass dies so auffiel.

Die USA hingegen haben eben schon immer, obwohl Stichwortgeber für neoliberale "Reformen", ein breites Feld der gegenseitigen Hilfe, auch ohne Wohlfahrtsstaat, gehabt - In dieser Hinsicht ist übrigens interessant, dass Deutschlands Marktradikale, auch Neoliberale genannt, nur solche Dinge aus den USA als "Reform" übernehmen/-nahmen, die FÜR sie selbst von VORTEIL sind. Die anderen Dinge aus den USA, die für dt. Neoliberale angeblich schadhaft sind wurden/werden nicht übernommen - Weiß jemand, außer der Linkspartei, dass die USA schon immer zweigleisig fuhren, zwischen Angebots (=neoliberale) und Nachfrage (keynsche) Theorie, und dass unsere neoliberalen "Experten" in Deutschland nur die Angebotstheorie aus den USA umsetzen?

Wie schon erwähnt, dies ist meine Ansicht, und ich lasse mich gerne korrigieren, sollte ich da was verkehrt sehen.

lupo cattivo 10. August 2009 um 01:04  

Unser auf der FED-Gründung besierendes System von "DEMOKRATIE" und "KAPITALISMUS" ist pervers konstruiert - mit voller Absicht.
Während im Film und in kontrollierten Medien der beruhigende Anschein vermittelt wird, das Gute siege zuletzt immer .... ist seit 1913 das Böse und Schlechte auf dem Vormarsch. Henkel und Ackermann, Madoff oder Knobloch sind deshalb erfolgreich, weil sie verstanden haben oder es verstehen "mussten" (analog Eichmann) , dass in diesem System die eigentlich negativ besetzten "Werte" Neid, Gier, Eitelkeit etc. die "guten" i.e. nützlichen Werte sind.

Solange wir nicht das System als Ganzes vom Kopf auf die Füsse stellen, macht es wenig Sinn, sich über die einzelnen Symptome des Systems zu ereifern.
Da das System jedoch von Zionisten erdacht wurde und kontrolliert wird, die vorgeben Mitglieder der von ihnen selbst gesetzlich geschützten jüdischen Religion zu sein, scheint es den meisten unmöglich, das System anzugreifen.

Da mosert man halt lieber und kuscht vor der Antisemitismus-Knute.

Wer diese Geschichte nicht begreifen will, hat gar nichts begriffen.

Anonym 10. August 2009 um 11:31  

"[...]Wer diese Geschichte nicht begreifen will, hat gar nichts begriffen.
[...]"

Du meinst wohl deine Version der Geschichte? Von wegen Antisemitismus-Keule und so ;-)

Ja, ja, die "bösen Juden".....

Schon einmal darüber nachgedacht, dass die angebliche Antisemitismus-Keule keine ist, und Antizionismus nur eine andere Version des uralten Antisemitismus darstellt?

Hier erfährst du mehr darüber:

http://www.hagalil.com

Übrigens, ich glaube auch nicht, dass es am Gier-Gen, oder so liegt, sondern einfach am kapitalistischen System selbst, der nach Max Weber eine protestantische, und keine jüdische, Erfindung sein dürfte.

Für Antisemiten:

Warum wohl wurden die Juden im NS-Staat doppelt verfolgt? Weil die Parasiten waren, und zwar im doppelten Sinne, die armen Juden haben vom NS-Wohlfahrtsstaat schmarotzt, die reichen Juden haben die Wirtschaft angeblich ruiniert - so nachzulesen bei Hagalil, der jüdischen Homepage im Netz.

Kein Wunder übrigens, dass gerade in Deutschland beide Versionen des Antisemitismus noch in den Köpfen der Menschen, nicht allein der Unterschichten, rumwuseln, und auf andere nicht-jüdische Bevölkerungsgruppen angewendet werden, z.B. HartzIV-EmpfängerInnen, die man schon clementinisch als "Parasiten" brandmarken wollte.

Sinnsches wurde natürlich gleich aus Tätern, der Finanzkrise, Opfer kreiiert, dies kennt man ja vom recht(sextremen) Hessen Roland Koch, und seinen versteckten "jüdischen Vermächtnissen".

Wahrlich der typisch dt. Antisemitismus/-zionismus hat viele Facetten - Mehr bei der jüdischen Homepage Hagalil.com.

lupo cattivo 10. August 2009 um 12:15  

@ anonym

Hagalil als Nachweis für den "uralten" Antisemitismus ?
Schon mal darüber nachgedacht, dass europäische Juden bis zum 1. Weltkrieg glücklich, geachtet und zufrieden in Europa lebten und sich gar nicht als "böse Juden" fühlten ?

Schon mal darüber nachgedacht, dass A.H. seine antijüdischen Ideen vom Amerikaner Henry Ford hatte, den er sehr bewunderte , dass die Wallstreet+COL-Zionisten um Rothschild Hitlers Machtergreifung mit Millionen (entspräche heute dem Wert von Milliarden) sponsorten?
Dass sie an Aufrüstung und Holocaust lustig mitverdienten ?
Dass es ihnen sehr recht war, dass die friedensfreundlichen europäischen Juden endlich dezimiert wurden, weil dadurch das Über-Gewicht der Zionisten innerhalb der jüdischen Religion erreicht wurde ?

Steht das alles auch bei Hagalil und wenn nein, warum nicht ?

Anonym 10. August 2009 um 18:18  

@lupo cattivo

"[...]Steht das alles auch bei Hagalil und wenn nein, warum nicht ?
[...]"

Schau doch selbst nach, und wenn der Wust von Vorurteilen, die du über die "jüdischen Zionisten" verbreitest dort nicht stehen sollte, dann sicher bei jeder anderen anti-antisemitisch-zionistischen Seite.

Vielleicht beim Zentralrat der Juden in Deutschland? Soll ich die Seite hier mal melden?

Nein. Diesen Gefallen tue ich Roberto J. de Lapuente nicht, denn seine Seite ist gut. Was mich nervt ist, dass hier - wieder einmal - eine antizionistisch-antijüdische Diskussion angezettelt werden soll, und diesen Gefallen, lieber lupo cattivo, oder wie auch immer du dich nennst, tue ich dir nicht.

Behalt deine Vorurteile gegen die Juden, und ich meine positiven, und manchmal auch negativen, Erfahrungen mit jüdischen Mitbürgern - in- und außerhalb des Netzes.

@Roberto J. de Lapuente

Keine Sorge, ich melde die Seite hier nicht, da ich was gegen Internetzensur & Denunziantentum habe, aber ich wollte nur darauf hinweisen, dass es die Möglichkeit gibt Antisemitismus zu melden:

http://www.nazis-im-internet.de

!!!: Wie schon gesagt, lupo cattivo, ich melde hier nix, wollte nur mal mit dem Zaunpfahl winken....

Anonym 10. August 2009 um 18:25  

Zusatz zu Frage:

"[...]Steht das alles auch bei Hagalil und wenn nein, warum nicht ?[...]"

Hier ein Beispiel von vielen, und ein sehr treffendes Zitat daraus:

"[...]Nein. Es gibt keinen Anti-Zionismus und keinen Anti-Israelismus. Es gibt nur Antisemitismus, auch wenn er heute anders genannt wird.
[...]"

Aus dem Text bei Hagalil mit der Überschrift:"

[...] "Antisemitismus oder Antizionismus:
Dasselbe Problem, nur mit einem anderen Namen[...]"

http://www.hagalil.com/archiv/2007/02/juden.htm

!!!: Wie schon gesagt, ich melde hier nix, wollte nur mal darauf hinweisen vorsichtig zu sein, wenn man vom Antizionismus, dem Text nach der uralte Antisemitismus nur unter anderem Namen (=Antizionismus) schreibt, lupo cattivo.

Vielleicht überdenkst du deinen Hass gegen Juden einmal?

lupo cattivo 10. August 2009 um 20:48  

@ anonym
Zitat: "Vielleicht überdenkst du deinen Hass gegen Juden einmal?"

Woher nimmst Du, anonym, die Frechheit, mir Hass gegen Juden zu unterstellen?
Wer lesen kann, wird feststellen, dass ich den Zionisten diesen Hass auf die wirklichen Juden unterstelle (und mich wundere, dass diese sich nicht mehr Gehör verschaffen können)

Meine Wut (nicht Hass) richtet sich -ausschliesslich- gegen das verbrecherische Rothschildsche System, das uns mit dem Antisemitismus-Joch "aufgedrückt" wurde, das die Weltgeschichte seit 100 Jahren bestimmt und die Völker der Erde seit 100 Jahren beraubt und ins Elend stürzt.

Ein solches Verhalten ist verbrecherisch und zwar unabhängig davon, welche Religion der Verbrecher vorgibt zu besitzen.

Und mit Deinen Drohungen, anonym, willst Du diese Verbrechensbekämpfung mundtot machen ?

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