Anamnese eines Patienten

Sonntag, 14. September 2008

Der deutsche Journalismus fühlt sich nicht nur unwohl, leidet nicht nur dann und wann unter Bauch- und Magenschmerzen (verursacht sowieso vielmehr selbige beim Leser, Zuhörer und -seher), sondern scheint endgültig ernsthaft erkrankt, vielleicht sogar - auch wenn man noch an ein Wunder glauben möchte - in den letzten Todeszuckungen darniederzuliegen. Zumindest muß man das annehmen, wenn man die wöchentlichen Therapiestunden verfolgt, die in erster Reihe, öffentlich-rechtlich bei der ARD, ausgestrahlt werden. Sonntäglich sitzt man beisammen, schmeißt mit seinem journalistischem Wissen - und solchem, was man für Wissen halten könnte - um sich, erklärt dem Zuschauer die politische Welt und mimt ein wenig demokratisch-pluralistischen Meinungsaustausch, der freilich gar nicht so pluralistisch ist, vielmehr nur einen solchen Anstrich haben soll.

Denn bewegt wird sich vornehmlich in einem Gebäude aus Axiomen und vorgebastelten Plattitüden. Unumstößlich scheinen Botschaften, wie eben jene bekannte, immer wieder vorgebetete, dass wir in einer "demographischen Falle sitzen", daher - man will ja dem Zusehenden logische Schlußfolgerungen anbieten! - eine "private Rentenversicherung" die Rettung aus der Misere sei oder eben, damit wir auch dem aktuellen öffentlichen Diskurs gerecht werden, dass die "Agenda 2010 ein Erfolg" sei, der aber schnell Geschichte sein könnte, wenn man die "Anreize um Arbeit anzunehmen" nicht schnellstens erhöht, was dann soviel heißt wie "Senkung des Hartz IV-Regelsatzes" - Erhöhung durch Senkung! So gestaltet sich der allwöchentliche "Presseclub" als Bauchpinseln am Zeitgeist, kritiklos, nachplappernd und in der Hülle angeblich unabhängiger Berichterstattung.

Auch heute, zwar keine aufsehenerregende Sendung, aber dennoch beispielhaft, den "kranken Mann Journalismus" zu entlarven. Und genau das ist eben die ganze Tragik: Diese Krankheit vollzieht sich heimlich, ohne Aufsehen zu erregen, macht es einem fast unmöglich, das Leiden dieser Branche zu enttarnen, weil es so still vonstatten geht. Wenn es doch mit einem großen Knall vollzogen würde - man würde es erkennen. Aber in dieser Heimlichkeit?
Da saß also heute ein gewisser Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, mit einigen Kollegen zusammen und erzählte ungeniert davon, dass in Lafontaine der Mörder der Demokratie lauere, denn eine Demokratie töte man nicht mit Waffen, wohl aber mit Worten. Und da Lafontaine ein beispielloser Demagoge ist, der verspricht und ködert, der also mit Worten Wähler fängt - wie machen es eigentlich die Vertreter anderer Parteien? -, ist er der potenzielle Meuchelmörder dieser Demokratie. Der Journalismus, so muß man nach dieser Philippika festhalten, redet also schon im Fieberwahn, sieht schon Gespenster. Als dann etwas später eine Branchenkollegin das Wort ergriff, eine Frau Ulrike Herrmann von der TAZ, als diese darlegte, dass die Agenda 2010 einen gigantischen Niedriglohnsektor geschaffen habe, der auch Arbeitnehmer in Normalarbeitsverhältnissen zu sinkenden Löhnen verhalf, da ergriff das Fieber erneut Besitz über den Patienten. Da wurde Tichy regelrecht böse, glaubte in dieser Art von Schlechtmacherei die Wurzel allen Übels zu erkennen, welche diese Republik immer schlechter mache, als sie in Wirklichkeit sei. Immerhin 1,7 Millionen Arbeitsplätze habe die Politik mit ihrem Mut zu Reformen geschaffen; 1,7 Millionen Arbeitsplätze, von denen nur wenige im Niedriglohnsektor anzusiedeln sind und die dank der Agenda 2010 - ich meinte, dabei eine angedeutete Verneigung Richtung Schröder gesehen zu haben! - erst ermöglicht wurden.

Überhaupt Tichy: Dieser Mann hangelt sich von Sendung zu Sendung, ist bei ARD und ZDF ebenso häufig zu sehen, wie im Bayerischen Fernsehen - womöglich auch in den Dritten Programmen anderer Landesrundfunkanstalten. Da sitzt er meist wortstark, hat den Löffel mit dem er seine Weisheit gefressen hat, sinnbildlich vor sich liegen und palavert die üblichen Floskeln vor sich her. Freilich immer mit dem Finger in jener Wunde, die ja diese Floskeln erst entstehen lassen: die Knappheit der staatlichen Mittel. Und genau deswegen, so führt er im aktuellen "Presseclub" aus, könne man Arbeitslose nicht auf Dauer alimentieren, müsse also Anreize schaffen und dergleichen Wiederholungen mehr. Mutig formuliert von einem Mann, der sich mittels Auftritte in öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten schadlos hält. Oder tritt er idealistischerweise ohne Aufwandsentschädigungen auf? Aber um denen, die sowieso nichts haben, Wasser zu predigen, muß Tichy freilich den Wein in Anspruch nehmen, den man ihm eingießt. Anders: Seine Weintrinkerei ist ein Akt des Mitgefühls und der Mitmenschlichkeit, denn er tritt nur öffentlich auf, um den Menschen etwas vom "Gürtel-enger-schnallen" zu predigen, damit es ihnen irgendwann einmal besser geht. Er tritt ja nicht für sich auf, sondern für die Gesellschaft, will sie um Wissen bereichern.

Thema dieser aktuellen Ausgabe des "Presseclubs" war, um es nicht unter den Tisch fallen zu lassen, der Kampf der SPD mit sich selbst. Wenig verwunderlich: Lafontaine sei demnach jenes Übel, das der SPD soviel Leid zufügt. Bloß nicht die Agenda 2010! - Wo denken wir hin? Diese sei ja das einzig Erwähnenswerte der letzten Jahre gewesen. Und gäbe es eben die LINKE nicht, da würde die SPD ihrer Rolle wieder gerecht, wahrscheinlich auch, weil die Wähler der LINKEN einfach nicht zur Wahlurne gingen und dann die SPD mit Hilfe einer 55 Prozent-Wahlbeteiligung vielleicht doch noch 30 Prozent aller abgegebenen Stimmen erreichen würde. Dass Lafontaine und die LINKE aber eine Reaktion auf die inhaltslose Sozialdemokratie der letzten Jahre sind, darauf kommen die Tichys dieses Landes natürlich nicht - dürfen und wollen sie gar nicht kommen. Denn das würde ja bedeuten, dass die Agenda 2010 als Mißerfolg in Szene gerückt werden müßte - aber gerade das ist sie ja nicht gewesen. Daher heißt es Ursache und Wirkung vertauschen und eine neue Realität erschaffen.

Fieberschübe und Schüttelfrost begleitet das Krankheitsbild des deutschen Journalismus, da hilft auch keine allwöchentliche Gruppentherapie bei der ARD mehr, eher scheint es sogar so, als würde diese Maßnahme einem möglichen Heilungsprozess im Wege stehen. Aber wer glaubt denn ernsthaft noch daran, dass diesem Patienten wirklich zu helfen ist? Zu sehr haben ihn gesundheitsgefährdende Parasiten ergriffen - solche die mit ihren Kapitalinteressen den journalistischen Organismus beeinträchtigen, nicht auskurieren lassen und ihn unheilbar infiziert haben. Uns wird wohl nichts weiter übrigbleiben, als den hiesigen Journalismus machtlos bis zu seinem Ableben zu begleiten. Dennoch sollte man immer noch hoffen, ein Wunder nicht vollständig aus seinem Denken verbannen...

28 Kommentare:

Anonym 14. September 2008 um 15:45  

"keine aufsehenerregende Sendung"? Sorry, dem muss ich widersprechen.

Tichy darf eine Stunde lang lügen wie gedruckt, und keiner widerspricht ihm. Bruns und Schwennicke stimmen ihm gar zu, während Frau Herrmann noch nicht mal ausreden darf.
Das käme mir ja alles bekannt vor, aber die Beleidigungen der arroganten Meinungsmacher haben m. E. ein neues Höchstmass erreicht. "Demagogen", "anti-demokratische Lügner", "Rattenfänger". Und das alles im wunderschönen Konsens der versammelten deutschen Presse vor laufender Kamera.
Wobei eigentlich könnte man die Bezeichnungen durchaus gelten lassen - so wenn denn die versammelten Journalisten sich selbst gemeint hätten!

Roberto J. De Lapuente 14. September 2008 um 16:19  

Aufsehenerregend deshalb nicht, weil wir sowas schon tausendfach gehabt haben und weil es heute mittlerweile zum guten Stil der Branche gehört, jedwedes oppositionelle Denken am Zeitgeist im Keime zu ersticken. Es ist im Grunde die Normalität des heutigen Journalismus gewesen, welcher uns hier begegnete. Das soll mit "nicht aufsehenerregend" gemeint sein.

Ansonsten muß man natürlich vollkommen zustimmen. Es ist wirklich "unter aller Sau", was sich hier an antidemokratischen Musterdemokraten versammelt hat und wohl weiterhin, gerade jetzt in Zeiten einer erstarkenden LINKEN, versammeln wird.

Roberto J. De Lapuente 14. September 2008 um 16:23  

Anzumerken sei noch: Der freche Ton, mit dem man nun die LINKE bekämpft, ist ebensowenig neu, sondern bester BILD-Stil, Tichy prädestiniert für den Posten des dortigen Chefredakteurs. Wenn man betrachtet was im Hause BILD sein Wochen gegen LINKE und nun gegen Arbeitslose geschleudert wird, dann fühlt man sich um etwa 75 Jahre zurückbeordert.

Hokey 14. September 2008 um 17:00  

Ein schöner Beitrag, der gut das wiedergibt, was ich beim Hören im Radio gedacht habe. Die Moderation war grauenhaft parteiisch und das Abbügeln der Anrufer in der letzten Viertelstunde souveränen Journalisten unangemessen. Seine Zuschauer auszulachen zeugt von keinem guten Stil.

Klaus Baum 14. September 2008 um 17:10  

Du schreibst: "weil es heute mittlerweile zum guten Stil der Branche gehört, jedwedes oppositionelle Denken am Zeitgeist im Keime zu ersticken."
Eben, das ist der Totalitarismus, den ich überall spüre.
Sie schicken die Arbeitslosen auf eine Reise nach Jerusalem, wobei mehr als nur ein Stuhl fehlt. Und denen, die keinen Platz finden, wollen sie die Lebensgrundlagen entziehen. Survival of the strongest.
Man sollte sie zur Hölle schicken.

Anonym 14. September 2008 um 17:12  

Die Krankheit ist diagnostiziert — aber was ist die Ursache? Herman/Chomsky erklären schlüssig die Rolle der Privatmedien, herrschende Interessen zu verfechten; aber wie kommt es, daß den öffentlich-rechtlichen so wenig am öffentlichen Interesse gelegen ist? Ist es die Zusammensetzung des Rundfunkrats?

Bitte noch korrigieren:
"in vollen Tragik"
"mittels Auftritte"
"den Wein, dem man ihm eingießt."

Anonym 14. September 2008 um 17:30  

Die Diagnose stimmt, aber was ist die Krankheitsursache? Herman/Chomsky erklären schlüssig, warum Privatmedien mächtige Interessen vertreten, aber wieso passiert dasselbe bei ÖR? Liegt es an der Zusammensetzung des Rundfunkrats? Unter welcher demokratischen Kontrolle steht die ARD?

Noch korrigieren?
"in vollen Tragik"
"mittels Auftritte"
"den Wein, dem man ihm eingießt"

Anonym 14. September 2008 um 18:59  

Nachdenkseiten-Leser:

Die Vorgehensweise gegen Oskar Lafontaine, und mit ihm die Linkspartei, ist uralt. Kommt man sachlich nicht mehr an die Person - in diesem Fall Oskar Lafontaine - heran, dann wird man persönlich "diffamierend".

Übrigens, mir ging es schon vor 5 Jahren so, als ich die Wirkungen der Agenda2010 - insbesondere HartzIV - vorhersagte. Da wurde mir auch an den Kopf geworfen - in einer Internetdiskussion ich wäre "linksextremistisch" bzw. später sogar "rechtsextremistisch". Es scheint so, dass die Nerven damals schon blank lagen - bei den Marktradikalen - und wenn die eben sachlich an einem nicht rankommen, dann wird man persönlich. Ich wünsche Oskar Lafontaine, dass er die Strategie gut abwehrt, die ist nämlich längst überholt - die neoliberalen Ideologen predigen doch immer, dass man von gestern wäre, wenn man die komplette Agenda2010 in Bausch und Bogen verdammt - anzumerken ist, dass "Neo"Liberale die wahren Ewiggestrigen sind. Die "Reform" ist nämlich bei denen ein Rückschritt in die Zeit vor Bismarck bzw. ins 19. Jahrhundert - wenn das modern sein soll, dann weiß ich auch nicht....

stefanolix 15. September 2008 um 09:47  

Von Oskar Lafontaine gibt es das sehr beängstigende Zitat von den Fremdarbeitern (Chemnitz, Wahlkampfauftritt) und das haben sich ja nun nicht seine Gegner ausgedacht. Das ist keineswegs »links«, das ist so zutiefst populistisch wie mir persönlich der ganze Politiker Lafontaine vorkommt. Da kann ich aus meiner Sicht als Liberaler andere Linke menschlich und politisch ernster nehmen.

Thomas-Simon Berth 15. September 2008 um 11:02  

Der Redaktion (und ins Gästebuch) des Presseblubbs habe ich Folgendes geschrieben:

Wie kann der jämmerliche Herres es wagen, die Hasstiraden von Tichy unwidersprochen über den Sender laufen zu lassen?! Beide haben sich selbst disqualifiziert! Schon die vielfach einseitige Zusammensetzung der Diskutanten lässt zu wünschen übrig. Das komplette Konzept der Sendung sollte dringend überdacht werden! Im Moment ist der Presseclub Sprachrohr derjenigen, die für eine gescheiterte Politik.

Mein Vorschlag: setzt einen starken Journalisten, wie z. B. Herrn Zudeick, als Moderator in den Presseclub, dann würden Dummschwaller und Volksverhetzer wie Tichy gar nicht erst kommen.

Und noch eins: Tichy sollte bei nächster Gelegenheit zu einer Entschuldigung aufgefordert werden!

Ich lasse mich nicht als "Ratte" beschimpfen, nur weil ich die Partei wähle, die meine Vorstellungen vertritt.

Die wahren Landratten sind doch diejenigen, die seit Jahren den Menschen versprechen, dass sie verzichten müssen, damit es allen bald besser geht. Wo das Geld gelandet ist, wissen wir ja nun.

Und genau dieses Pack bezeichnet diejenigen mit dem politischen Gegenentwurf als "Rattenfänger" und halten das Wahlvolk für dumm. Verarschen kann ich mich selbst, Tichy! Fürchten Sie sich lieber!

Anonym 15. September 2008 um 11:23  

@Stefanolix
Beängstigend ist vielmehr, was und wie über diese Wahlkampfrede berichtet wurde. Auch Sie sind ein Opfer dieser Desinformation geworden.
Es ging übrigens nicht um Fremdarbeiter, sondern um Lohndumping (mittels Rumänen auf einem bayrischen Schlachthof).
Das Video ist im Internet ergooglebar. Wichtig sind ausserdem die 5 Sekunden VOR dem Wort "Fremdarbeiter".

Achso...zum Presseclub:
Da saßen Vertreter privater Medien.
Im "Kapital" von Marx steht:
Das Kapital kann nicht anders, als die revolutionäre Situation und damit seinen Untergang selbst herbeizuführen. Das gebietet das Streben des Kapitals nach Profit und Mehrwert.

rainer11 15. September 2008 um 12:02  

Herr Tichy: der Goebbels der Hundts und Ackermanns in dieser Republik.
Rainer

Anonym 15. September 2008 um 14:48  

Zu dem Fremdarbeiter-Vorwurf an Lafontaine:

1. Dies ist natürlich ein Fehler gewesen. Noch dazu in einer Zeit, in der potentielle NPD-Fans sich der Linken anschließen wollten.
2. Da diese Formulierung seitdem jedoch nicht mehr wiederholt wurde, hat man wohl den Fehler eingesehen. Insbesondere da Lafontaine von vielen anderen seiner Partei dafür offen kritisiert wurde.
3. Der Begriff Fremdarbeiter ist eigentlich weitaus harmloser als es den Anschein hat. Man findet ihn in vielen SPD-Texten. Kürzlich hat ihn sogar ein SPD-Mann in der Phoenix-Runde verwendet, und niemand käme auf die Idee, daran einen Anstoß zu nehmen.
4. Der Vorfall ist nun mehr als drei Jahre her. Es verwundert doch sehr, dass unseren Demokratie-begeisterten Medienvertretern keine neue Story einfällt.
5. Was genau will man uns mit der Sache eigentlich sagen? Lafontaine ist ein rechter Populist? Aber was sind dann Leute wie Koch, Wagner und Oettinger, die vor laufender Kamera immer und immer wieder NPD-Sprüche bringen, Ausländer unter Generalverdacht stellen oder Nazis als Widerstandskämpfer deklarieren?

Der "Fremdarbeiter" war ein Fehler Lafontaines. Aber deswegen ist man noch lange kein Rechter. Dies sind wahrlich andere Leute bei uns im Land - und die dürfen sogar Ministerpräsident werden!

Anonym 15. September 2008 um 15:00  

Nachdenkseiten-Leser:

Ja lieber stefanolix,

wenn zwei das gleiche meinen, dass ist auch wieder so eine typische Hetzmasche, die ich erwähnt habe, sachlich kann man Oskar Lafontaine nicht das Wasser reichen, aber persönlich, sogar wikipedia fällt drauf rein - fairer Weise behandelt die den Begriff "Fremdarbeiter" aber als Begriff, dem lange nach dem II. Weltkrieg (Vorsicht Ironie: Wegen Vergesslichkeit der Westdeutschen vielleicht?) nichts anrüchiges nachzusagen war: http://de.wikipedia.org/wiki/Fremdarbeiter.

Übrigens, Dein Beispiel ist interessant und wurde bei Nachdenkseiten schon einmal unter - "Wenn zwei das gleiche Ausdrücken" kommentiert:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=625#more-625

Lies es, bevor du antwortest.

Übrigens, ich bin auch schon einmal der Ansicht gewesen, dass man eine Totalentnazifizierung der deutschen Sprache anstreben sollte, gerade weil ich "LTI" von Victor Klemperer gelesen habe, aber - wir Deutschen sind bequem - denn ansonsten bräuchten wir nicht nur eine Rechtschreib"reform". Oder wußtest Du, dass sogar das Wort "Betreeung" ebenso wie "asozial" oder "Parasiten" (Zitat: Wolfgang Clement) Originalnaziwörter sind.

Wo bleibt da die (berechtigte) Aufregung? Oder ist es wirklich etwas anderes wenn Schily, Clement, Müntefering & Co. etwas sagen als wenn Oskar Lafontaine die selben (Un-)begriffe verwendet?

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

PS: Heute steht auch was tolles über Phrasen in Nachdenkseiten.de - trifft den Nagel auf den Kopf was den Presseclub, und andere PublicRelationsaktivitäten der dt. Mainstream-Medien angeht: http://www.nachdenkseiten.de/?p=3455

Rudi Blitzableiter 15. September 2008 um 15:06  

"Media Control" von Noam Chomsky

http://www.mensch-zuerst.de/mensch/noam%20chomsky-wie%20die%20medien%20uns%20manipulieren-2003.pdf

Zum reinschnuppern ab Seite 30 "Demokratie für Zuschauer"

Klaus Baum 15. September 2008 um 16:27  

Lafontaine und das Wort Fremdarbeiter.
Als ich Ende der fünfziger Jahre in Kassel in einer reinen Fabrik- und Arbeitgegend eine Lehre absolvierte, begegneten einem damals - und das war eine neue Erfahrung in jener Zeit für mich - eine Menge ausländische Menschen, die man Fremdarbeiter nannte, weil sie aus der Fremde kamen. Dann nannte man sie Gastarbeiter, weil man sich keine Blöße geben und sich als menschenfreundlich geben wollte.
Das Fremde war bei Kleinbürgern damals noch stark negativ besetzt. Als ich 62 nach Paris reisen wollte, waren meine Erziehungsberechtigten strikt dagegen, und zwar mit der Begründung, ich sollte erst einmal die deutsche Heimat kennenlernen.

Daß ein Politiker etwas Falsches sagt, ist eine Sache, die andere aber ist die, wie dieser Fehler für die politische Propaganda ausgeschlachtet wird. Im Sinne des neulich von Roberto zitierten lateinischen Sprichwortes - etwas bleibt immer hängen -, ist die Schmäh gegenüber Lafontaine zu sehen. Die Angriffe auf seine Person zielen auf kritische Einsichten hinsichtlich der neoliberalen Ideologie, die immer stärker alle Lebensbereiche bestimmt. Jegliche Begrenzung und Einschränkung neoliberaler Macht wird als Gefahr gesehen, und jene, von denen diese Gefahr ausgeht, werden verteufelt. Und je exponierter und einflussreicher ihre Stellung, desto heftiger die Angriffe. So wird Lafontaine stärker angegriffen als Albrecht Müller oder Wolfgang Lieb.
PS.: Was den Populismusvorwurf anbetrifft, so gibt es zweierlei dazu zu sagen: populus heißt lateinisch Volk. Was spricht also dagegen, wenn in einer Demokratie das Volk angesprochen wird. So wird zum Beispiel behauptet, daß die Mehrheit hierzulande für Gerechtigkeit ist (Brot für die Welt macht momentan dafür Werbung). Wenn also Lafontaine sich ebenfalls für mehr Gerechtigkeit ausspricht, kann das kein negativ zu berwertender Populismus sein. Den negativen Populismus betreiben hingegen die, und das wäre die zweite Variante des Begriffs Populismus, also die, die Vorurteile im großen Stil schüren, wie Bild.
Die Propaganda-Populisten werfen dem Aufklärer-Populisten Populismus vor.

Anonym 15. September 2008 um 16:53  

@Klaus Baum

Nachdenkseiten-Leser:

Du schreibst:

"[...] Jegliche Begrenzung und Einschränkung neoliberaler Macht wird als Gefahr gesehen, und jene, von denen diese Gefahr ausgeht, werden verteufelt. Und je exponierter und einflussreicher ihre Stellung, desto heftiger die Angriffe. [...]"

Du sagst es, aber ich denke die Angriffe gehen nach hinten los - sogar international - siehe z.B. Naomi Klein "Die Schocktherapie", die der Jurist Wolfgang Lieb für 1:1 auf Deutschland übertragbar hält. Der neue Faschismus ist die neoliberale Ideologie, so das Fazit des Juristen Wolfgang Lieb, dass ich teile.

Die Skinheads sind dagegen Kleinkinder, die neoliberalen Faschisten haben ja bereits in Pinoquets Chile gewütet, gegen alles Andersdenkende bzw. "Linke".

Davon haben unsere Neoliberalen eben gelernt, d.h. von einem echten Diktatoren und Massenmörder Pinoquet eben...

Darüber sollten die einmal nachdenken, bevor die Lafontaine verteufeln - der Schuss geht nämlich ganz schnell nach hinten los, wenn man über die wahren Nazi-Verdächtigen in Deutschland (in allen anderen Parteien - außer der Linkspartei) recherchiert. Eine einfache Internetrecherche z.B. Öttinger und Filbinger eingeben reicht hier schon, um die CDU/CSU in die Nazi-Ecke zu stellen. Oder ist die NPD in Sachsen, die von der dortigen CDU hofiert wird, etwa keine demokratieverachende, rechtsextreme Partei?

Ich denke eben, wie oben bereits erwähnt, dass der Schuss gegen Lafontaine die Pistoleros selbst trifft. Einzig seltsam finde ich, dass die Linkspartei nicht instrumentalisiert wo die wahren Nazis in den anderen Parteien sitzen. Oder hoffen Lafontaine & Co., dass die sich selbst enttarnen? Wenn ja, dann ist Ihnen dies bisher fulminant gelungen....

otti 15. September 2008 um 17:59  

Kommentar beim Presseclub:
15.09.2008 15:00 Uhr schrieb 34j
Ratten (fänger), Lump(en), Lügner, Demagogen, Amokläufer, Stalin-Hitler-Lafontaine Vergleiche.. Was kommt denn noch? Menschen-Ungeziefer Vergleiche?

15.09.2008 14:07 Uhr schrieb AgendaFreiwild (59 J)
Kampagnen- Journalismus der allerfeinsten Sorte. Unsachlich, unfair, beleidigen und dümmliche "Fakten". Karl- Eduard würde neidisch werden!

Parasiten hatten wir ja schon!

Karl-Eduard Schnitzler? Ach was! Einfach Propaganda!

Der Kapitalismus in seiner Gier, der verreckt jetzt hier!

Die Linke? Jetzt erst recht!

Anonym 15. September 2008 um 18:38  

@otti:

"[...]Parasiten hatten wir ja schon![...]"

Du sagst es, aber ob unseren selbst ernannten "Eliten" eigentlich bewußt ist, warum manche diesen Begriff auch judenfeindlich bzw. antisemitisch nennen?

Ich würde nämlich sagen, dass der berühmt-berüchtigte "Geist des Kapitalismus" auch antisemitisch ist.

Man unterstellte den Juden nämlich "Schmarotzer" und "Parasiten im Volkskörper" - so im Nazi-Hetzfilm "Jud Süß" zu sein, und um die Gemeinheit noch abzurunden bzw. vom Antisemitismusgehalt im Kapitalismus selbst abzulenken auch angebliche "jüdische" Raffgier und "jüdischen" Kapitalismus. Treffend formuliert, da für mich hier der Beweis klar erbracht ist, der Kapitalismus ist von Anfang an - auch nach der protestantischen Arbeitsethik - auf Judenfeindschaft angelegt.

Gegenthesen sind gerne erwünscht, aber ich glaube die findet man nicht....

Mein Fazit:

Die die nun gegen Arbeitslose (HartzIV-Empfänger, AlGI-Empfänger, Ausländer, Deutsche, Juden und Nichtjuden) hetzen sind die wahren Nazis im Land bzw. Ausland - ergo Merkel, Steini (fragt mal Murat Kurnaz der unschulig wegen Steinmeier im KZ Guantanamo einsitzen durfte), Sarkozy, Bush usw. usf....

kgruber 15. September 2008 um 20:50  

@otti

OT:
Der Redaktion von K.-E. würde in der heutigen Zeit so übermäßig viel Material zur Verfügung stehen, dass es mindestens zu vier Sendungen mit doppelter Länge pro Woche gereicht hätte.

Zurück zum Thema: Mir läuft es nur noch kalt den Rücken runter.

mfg
grubi

Anonym 16. September 2008 um 05:22  

@Klaus Baum und andere
Ich sehe es im Bezug auf den Populismus-Begriff ähnlich. Ich bin Amerikaner, und bei uns ist dieser Begriff ganz anders besetzt, nämlich als Politik für den Populus, also das Volk. Einige amerikanische Journalisten, wie z.B. Paul Krugman empfehlen den demokratischen Kandidaten eine populistischere Politik. Ich kann es aber angesichts des Missbrauchs des Populismus im Dritten Reich schon verstehen, warum dieser Begriff in Europa negativ besetzt ist.

Als NachDenkSeiten-Leser und gelegentlich auch Schreiber sehe ich die ganze Hetze gegen die Linke als eine Kampagne, Stimmen gegen die neoliberale Agenda stummzuschalten. Siehe dazu einen Artikel von 2005 in den NDS: http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=39&idart=800

Herzlichen Gruß
Roger Strassburg

Anonym 16. September 2008 um 05:27  

@Klaus Baum
Eins habe ich vergessen zu sagen: Ich bin auch der Meinung, dass das, was Naomi Klein über den Kreuzzug des Neoliberalismus schreibt, auch auf Deutschland übertragbar ist.

Herzlichen Gruß
Roger Strassburgt

Dominik Hennig 16. September 2008 um 17:49  

Wer wie Tichy neben Rainer "Calli" Calmund in einer schlecht abgekupferten US-Doku-Spoap mitspielt, handelt als Journalist grob standeswidrig und schließt sich damit von jeder weiteren Debatte aus!

Dominik Hennig 16. September 2008 um 17:58  

Wobei Naomi Klein bei Lichte besehen ja eigentlich sehr scharfsinnig den Korporatismus diagnostiziert, und dafür jede Menge Unterstützung von (links-)libertärer Seite erhält, siehe bspw. Christian Hoffmann von Paxx.tv in den "Schweizer Monatsheften"! Die Welt ist bunt!

Der abgegriffene Demagogie-Vorwurf gegen Lafontaine mag in der Sache zutreffen, ist aber irrelevant, da so ziemlich alles, was die Protagonisten der middle-of-the-road-policy uns seit dem 11. September 2001 über die Welt erzählen, scham- und zügellose Demagogie ist, die weder von Roten noch von Braunen noch von Islamgrünen überboten werden kann. Meine 2 anarcho-libertären Cents dazu. Und jetzt haut mich! ;-)

Anonym 16. September 2008 um 19:00  

Nachdenkseiten-Leser:

Die Sache wird immer absurder, da vergleicht man die Linkspartei einmal mit der DDR, und nun, da dieser Vergleich nicht mehr zieht - der Kommunismus ist mausetot - fährt man die NPD-Masche, d.h. Die Linke = NPD.

Zum Vergleich:

http://www.welt.de/politik/article2452826/SPD-Politiker-sieht-Linke-auf-einer-Stufe-mit-NPD.html.

Interessant an dieser Meinungsmache ist, dass man nie bei der Linkspartei direkt nachsieht:

http://die-linke.de/presse/presseerklaerungen/detail/zurueck/presserklaerungen/artikel/keinen-fussbreit-den-faschisten-nirgendwo-der-rassistenkongress-muss-blockiert-werden

Faschisten ist übrigens bei "Linken" das Wort für NPD, DVU, REPS und Konsorten....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

PS: Die SPD muß aufpassen, dass die Vergleiche nicht auf sie selbst zurückfallen. Ist dies vielleicht der Grund warum die CDU/CSU/FDP, die Konservativen also, die SPD "schwätzen" läßt? Es gibt ja bereits Gerüchte, dass z.B. die CDU Nordsachsen eine Zusammenarbeit mit der NPD plant. Übrigens als jemand der einen CDUler als Onkel hat kann ich nur bestätigen, dass Konservative näher an Adolf Nazi sind als sämtliche Lafontaines dieser Welt....

Anonym 17. September 2008 um 10:33  

Hatten wir Antisemitismus schon ?
LAFO hat doch sicher mal was israelkritisches von sich gegeben, notfalls reicht auch ein Satz über Wallstreetbanker.
Der Demagogievorwurf ist wirklich wizig, besonders dann, wenn er von den Blindgängern kommt, die wenige Tage vorher bei Will oder sonstwo HartzV-Empfänger als Schmarotzer diffamierten.

Dominik Hennig 17. September 2008 um 17:12  

Hier die CH-Kolumne auf die ich oben gerade verwiesen hatte:

Christian P. Hoffmann:
Big Business und Big Government
Mit dem Staat gemeinsame Sache zu machen, ist durchaus profitabel – für einige wenige. Das tun auch solche, die sich selbst «Unternehmer» nennen. Wie der Korporatismus funktioniert, zeigt Kultautorin Naomi Klein in ihrem neuen Buch. Eine Entgegnung an Roland Baader.*

Die kanadische Globalisierungskritikerin Naomi Klein gehört zu den an wenigen Fingern abzuzählenden Menschen der Gattung erfolgreicher Sachbuchautorinnen. Wie schon ihr Bestseller «No Logo», trifft auch ihr neuestes Werk «Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus» auf erhebliche öffentliche Resonanz. Der Ökonom Roland Baader warnte in der letzten Ausgabe der «Schweizer Monatshefte» vor antikapitalistischen Reflexen in Kleins Argumentation: «Wie bei allem, was als Kult daherkommt, ist auch beim neuen Buch von Naomi Klein Skepsis angebracht.» Doch möglicherweise lässt sich diese Weisheit auch umdrehen: Wie bei allen kulturellen Erzeugnissen, die auf breite Zustimmung stossen, enthält auch das neue Buch von Naomi Klein einen bedenkenswerten Kern. Denn anders als von Baader kritisiert, ist es nicht die Marktwirtschaft, die Klein so entschieden angeht, es ist vielmehr der Korporatismus. Oder wie die Autorin selbst in einem TV-Interview sagte: «This collusion between big government and big business, this trading of favours between the two. You could call it crony capitalism, you could call it corporatism, but it’s certainly not the free market.»

Naomi Klein diskutiert in ihrem Werk die Strategie, politische und ökonomische Krisen zu nutzen, um staatliche Beteiligungen und Aktivitäten zu privatisieren. Natürlich klingt «Privatisierung» in liberalen Ohren dabei erst einmal sympathisch. Doch Klein erwirbt sich das Verdienst, genauer hinzuschauen und diese Strategie der Privatisierung am Beispiel etwa der USA, Russlands und Chiles unter die Lupe zu nehmen.

Dabei stellt sie fest, dass es in der Regel eine kleine Gruppe staatsnaher Investoren ist, die von den «Privatisierungen» im Rahmen der «Schock-Strategie» profitieren. Ihre Verbündeten in Politik und Verwaltung nutzen im Krisenfall schlicht die Gunst der Stunde, um hinter dem Rücken einer abgelenkten Öffentlichkeit staatliche Beteiligungen, oft unter Wert, zu verschachern – ein ausgesprochen profitables Geschäft für die Beteiligten. Und ein ausgesprochen anstössiger Fall staatlicher Privilegienwirtschaft.

Das hässliche Gesicht eben dieses Korporatismus ist es auch, das Naomi Klein kritisiert, wenn sie beschreibt, wie die heutige US-Regierung den Betrieb des Irak-Krieges «privatisierte». Im Rahmen dieser Privatisierung wurde tatsächlich kein Cent der beträchtlichen Militärbudgets eingespart – neu fliessen sie jedoch in die Taschen «privater» Unternehmen, wie Halliburton und Blackwater. Nicht zufällig zwei Unternehmen, die der Regierung personell eng verbunden sind. Kann es verwundern, dass diese Art des Geschäftsgebarens auf öffentliche Kritik stösst? Ein anderes Beispiel solcher «Privatisierungen» stellt das Russland der Nachwendezeit dar. In kürzester Zeit wurden hier Staatsunternehmen – in der Regel noch im Rahmen monopolistischer Strukturen – in die Hände staatsnaher Privilegienträger gereicht. Viele der so zu Vermögen gelangten Oligarchen können nur mit viel Phantasie als «Unternehmer» im herkömmlichen Sinne bezeichnet werden. Und tatsächlich findet sich dasselbe korporatistische Muster der Scheinprivatisierung an unzähligen weiteren Stellen – nicht zuletzt auch im heutigen China.

Naomi Kleins Kritik an der «Schock-Strategie» ist zwar berechtigt, doch ist sie alles andere als neu. Es ist seit langem bekannt (und in der Literatur auch belegt), dass Staatsführer Krisensituationen ausnutzen, um hinter dem Rücken der Öffentlichkeit politisch unpopuläre Projekte durchzusetzen – meist mit dem Ziel einer Ausweitung staatlicher Macht und Privilegien. Schon 1918 schrieb der amerikanische Publizist Randolph Bourne: «War is the health of the state.» Wie auch Baader feststellt, sind es daher vor allem «Libertarians», die mit Entschiedenheit die dem Muster der «Schock-Strategie» folgenden Massnahmen der US-Regierung im Nachgang zu 9/11 kritisieren. Dies ist nur konsequent; denn das Anliegen des entschiedenen Liberalismus – der von staatlicher Manipulation befreite Markt – ist das mächtigste Instrument zur Abschaffung und Kontrolle einseitiger Privilegien. Die korrekte Antwort auf Korporatismus und Privilegienwirtschaft kann daher nur lauten: persönliche Freiheit und Markt.

Liberale sollten nicht den Fehler begehen, Korporatismus als eine Art Variante der Marktwirtschaft zu verniedlichen. Letztlich kann es «ein bisschen Markt» so wenig geben wie «ein bisschen schwanger». Wenn also Naomi Klein mit vielen weiteren hellsichtigen Beobachtern die real existierenden Auswüchse und Exzesse des allgegenwärtigen Korporatismus kritisiert, dann tun Freunde der Marktwirtschaft ihrerseits gut daran, «antisozialistische Reflexe» abzulegen und diese Kritik zu unterstützen.

*Roland Baader: «Sie geben falschen Alarm, Naomi Klein». Schweizer Monatshefte, Nr. 962, S. 6–7.

Christan P. Hoffmann, geboren 1978, ist promovierter Ökonom und Assistent an der Universität St. Gallen.

H 8. Juni 2009 um 16:19  

Erst jetzt bin ich auf diese Seite gestossen, aber an die Sendung kann ich mich noch genau erinnern. Nachdem ich telefonisch nicht durchkam, habe ich mich beim SPIEGEL ueber Schwennickes Begriff "Rattenfaenger" beschwert und ausdruecklich eine Antwort verlangt. Ergebnis: keinerlei Reaktion.

Es faellt mir trotzdem noch schwer, den SPIEGEL total zu ignorieren; deshalb mein Rat an alle in der gleichen Situation. Jaehrlich kuendigen und neu abonnieren, dann bekommt ihr 75 bis 100 € Rabatt; das ist ja wohl das ersehnte marktwirtschaftliche Verhalten.

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