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Dienstag, 7. September 2010

… da hatte ich einen seltsamen Traum.

Ein Gastbeitrag von Stefan Rose.

Thilo Sarrazin redet gerade zum soundsovielten Male auf irgendeiner Veranstaltung über seine kruden, nationalistischen, zwischen Buchdeckel gepressten Vereinfachungen über Muslime, Unterschichtler, und Gutmenschen, garniert mit Äußerungen zur jüdischen Genetik. Alles ist wie gewohnt: Ein Teil des Saales jubelt enthemmt über jeden einzelnen seiner Sätze, als spräche der Erlöser persönlich. Die Übrigen schauen entweder angewidert oder wohlwollend zu. Plötzlich steht Sarrazin auf, tritt vor den Tisch, an dem er saß, zieht sein Jackett gerade und lockert die Krawatte ein wenig. Seine Züge entspannen sich und seine Mundpartie wird gerade, sodass er plötzlich aussieht wie ein freundlicher älterer Herr. Er greift zum Mikrofon, räuspert sich, schaut noch einmal endlos lange Sekunden in die Runde der Anwesenden und beginnt dann mit überraschend weicher, hörbar bewegter Stimme zu sprechen:

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, gleich welcher Herkunft, Hautfarbe und Religion. Mein Experiment ist beendet. Die letzten Jahre waren eine Eulenspiegelei, eine Wallraffiade. Und jetzt ist Schluss.

Ich bin alter Sozialdemokrat und bleibe es. Ich glaube an Solidarität unter den Menschen, an Respekt, an Chancengleichheit, Bildung für alle und staatliche Eingriffe in die Wirtschaft, wenn sie der Gerechtigkeit einer Gesellschaft dienen. Ich verabscheue von jeher Ausgrenzung, Rassismus, Faschismus und Ausbeutung. Mit einem Wort – das gilt vor allem jenen, die mir eben noch zugejubelt haben – ich bin ein Gutmensch und stolz darauf.
Ich komme aus dem Ruhrgebiet und meine Eltern ermöglichten es mir, das Abitur zu machen und zu studieren. Dafür bin ich noch heute dankbar. Einen großen Teil meiner weiteren Karriere habe ich meiner Mitgliedschaft in der SPD zu verdanken und der Unterstützung, die ich dort erfahren habe. Auch dafür bin ich sehr dankbar.

Als Finanzsenator in Berlin begann ich mich bald zu langweilen. Nicht, dass ich nichts zu arbeiten gehabt hätte, im Gegenteil, doch der Posten füllte mich nicht recht aus. Ich studierte mehr als zuvor die Zeitungen und verfolgte die Berichterstattung in anderen Medien. Ich sah und sehe mit Sorge, wie sich in vielen europäischen Ländern rechtspopulistische Positionen immer weiter ausbreiten und ihren Weg in die Parlamente finden. Gleichzeitig war ich erleichtert, dass es so etwas in Deutschland nicht zu geben schien.

Aber ich traute der Sache nicht und beschloss, mir einen kleinen Spaß zu machen. Rechtspopulisten tun nichts anderes als gezielt mit den Ängsten einer Gesellschaft zu arbeiten. Die beiden schlimmsten Ängste in diesem schienen mir die der Mittelschicht vor dem sozialen Abstieg und die vor der so genannten Überfremdung zu sein.

Zunächst wendete ich mich gegen Hartz-IV-Empfänger. Ich streute zunächst hier und da ein paar kleine Stammtischparolen – Sie erinnern sich: Pullover statt Heizung und der Ernährungsplan – und wartete, was passierte. Eigentlich hatte ich erwartet, dass man mich sehr schnell aus dem Amt und zum Teufel jagen würde. Angst davor hatte ich nicht, denn ich war damals bereits über sechzig.

Ich war überrascht und beschämt über das Ausmaß an Zustimmung, das ich aus großen Kreisen der Bevölkerung erfahren habe. Jeder schien plötzlich seinen kritischen Verstand abgeschaltet zu haben und jemanden zu kennen, der Hartz IV bezieht und nur eine ruhige Kugel auf Kosten aller schiebt. So einfach war das also.

Danach begann ich, gezielte Provokationen in Richtung der hier lebenden muslimischen Migranten zu streuen. Auch hier brauchte ich nur als derjenige zu inszenieren, der gegen die so genannte ‚Politische Korrektheit‘ endlich einmal Wahrheiten ausspricht. Widerständen begegnete ich, indem ich meine Gegner als Sozialromantiker oder naive Verblendete lächerlich machte, die Realitäten einfach nicht sehen wollten. Oder ich berief mich auf das Grundrecht der Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, aber sie bedeutet eben nicht Narrenfreiheit und erst recht nicht Schutz vor Kritik. Und sie muss geschützt werden.

Ängste schüren, Gegner diffamieren, auf einen Sündenbock einschlagen, Demokratie mit ihren eigenen Mitteln aushebeln und für komplexe Probleme einfache Lösungen anbieten. So funktioniert Faschismus, meine Damen und Herren. Und es funktioniert immer noch beängstigend gut. Eigentlich war ich der Naive, denn ich hatte gedacht, dass diese Gesellschaft einmal eine wichtige Lektion gelernt hat.

Wieder geschah mir nichts. Im Gegenteil: Weil man nicht so recht wusste, wie man mit mir umgehen sollte, bekam ich zum Dank einen Vorstandssitz bei der Bundesbank. So viel zu dem Thema, dass Unbequeme in diesem Land von einem linken Mainstream unbarmherzig verfolgt und diskriminiert werden! Da beschloss ich, das Spiel auf die Spitze zu treiben und ein Buch zu schreiben. Ein Verleger war schnell gefunden, weil ich zum einen bereits eine gewisse Prominenz erlangt hatte und zum anderen glaubhaft machen konnte, dass kein finanzielles Risiko drohte. Es kam schlimmer als erwartet: Mein Machwerk landete sofort ganz oben auf den Bestsellerlisten und die Zustimmung wuchs und wuchs. Keine Meinungsumfrage, bei der ich nicht 80 oder 90 Prozent Zustimmung erhalten hätte.

In das Buch habe ich übrigens absichtlich ein paar schwere Widersprüche eingebaut. So zum Beispiel die Bemerkung weiter hinten, dass es eigentlich unmöglich sei, die weitere Zukunft mithilfe einer hoch gerechneten Gegenwart vorauszusagen. Das ist Statistik erstes Semester und stellt eigentlich alles, was ich bis dahin geschrieben habe, in Frage. Oder denken Sie an das Interview in der Süddeutschen Zeitung, in dem ich offen eingeräumt habe, mir die Studien und Statistiken, auf die ich mich berufe, teilweise ausgedacht zu haben. Einige wenige wiesen darauf hin, wurden aber sofort niedergebrüllt. Sogar an meinen unverhohlenen Rückgriffen auf und Spenglers Der Untergang des Abendlandes und sogar auf Mein Kampf nahm die Mehrzahl der Feuilletonisten kaum Anstoss. Ganz zu schweigen davon, dass ich im Buch ein Menschenbild vertrete, das den Menschen allein auf seine ökonomische Verwertbarkeit reduziert.

Ich fürchte, die Bild am Sonntag hat recht: Würde ich jetzt, im September 2010, aus der SPD austreten und eine Partei gründen, dann würde diese Partei bei den nächsten Wahlen aus dem Stand wohl 15 bis 20 Prozent erreichen und wir hätten bald auch im Deutschland ein rechtspopulistisches Lager im Bundestag. Was mich an all dem so erschrickt, ist nicht der Beifall aus den Reihen der NPD und ihr mehr oder minder nahestehenden Kreisen. Damit war zu rechnen. Schlimm ist, dass mir inzwischen Menschen aus beinahe dem gesamten politischen und gesellschaftlichen Spektrum zuzujubeln scheinen. Daher beende ich mein Experiment jetzt, bevor noch Schlimmeres passiert.

Meine Damen und Herren, Deutschland scheint tatsächlich dümmer zu werden. Aber nicht wegen der Unterschicht oder der Migranten, sondern wegen Kleingeistern und Spießbürgern wie Ihnen und Ihren Ängsten. Wegen derjenigen selbst ernannten Bürgerlichen, die meinen, sie seien schon gebildet, weil sie ein paar Halbwahrheiten im Kopf haben und öffentlich-rechtliches anstatt privates Fernsehen schauen. In der Tat, es gibt Grund zur Sorge um dieses Land.

Das wäre es, was ich zu sagen habe. Gestatten Sie mir bitte zum Schluss noch einige Bemerkungen in eigener Sache:

Dass die Bundesbank mich so schnell wie möglich meines Postens entheben will, halte ich für selbstverständlich und richtig. Wäre ich in verantwortlicher Position, ich hätte jemanden wie mich schon längst aus dem Amt entfernt. Daher werde ich morgen dem Präsidenten der Bundesbank mein Rücktrittsgesuch überreichen.

Dann möchte ich mich von Herzen bei allen entschuldigen, die während der letzten Jahre provoziert oder auch beleidigt habe. Es tut mir leid. Aber ich hoffe, Sie sehen, wie es gemeint war und verzeihen mir. Schließlich teile ich mit, dass ich die absurd hohen Honorare aus dem Verkauf meines Buches für einen wohltätigen Zweck spenden werde, den ich in Kürze bekannt geben werde.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Geduld.“

Mit diesen Worten verlässt Sarrazin ohne ein weiteres Wort den Raum, in dem es mucksmäuschenstill ist, und schließt leise die Tür hinter sich. Und da geschieht das Wunder: Einige derer, die ihm noch zu Beginn der Veranstaltung applaudiert und zugejubelt haben, wirken sehr nachdenklich. Einige wenige scheinen sich sogar zu schämen. Dann setzt, zaghaft erst, Applaus ein, der sich immer weiter steigert.

Aber das ist natürlich nur ein Traum.



36 Kommentare:

Michael Stepper 7. September 2010 um 08:53  

Großartige Idee, die - aufgrund ihres idealistischen Grundgedankens - glatt von Hans Weingartner verfilmt werden könnte. Vielleicht ein bisschen zu schön, um wahr zu sein. Aber hey, man wird ja noch träumen dürfen.

ninjaturkey 7. September 2010 um 08:54  

Sehr schöner Traum, danke.

Ich kauf´die Filmrechte!

Roland 7. September 2010 um 09:30  

Ist ja wirklich nett gemeint, Robert, aber ich weiß bei all den Widersprüchen gar nicht mal, wo ich zuerst ansetzen soll.

Vielleicht damit: Die Klimapolitik beruht auf Prognosen für die nächsten 50 bis 100 Jahre. Und die Gegenwart in die Zukunft fortzurechnen macht Zustände der Gegenwart anschaulich. Das ist nichts besonderes.

Gabriel Z 7. September 2010 um 09:43  

Was in den Anfangsjahren der Republik richtig und notwendig war – die Prüfung alles Deutschen auf seine mögliche NS-Geneigtheit – ist halt inzwischen zum Kampfmittel verkommen nach dem Motto: Wenn es gelingt, den Gegner in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken, hat man gewonnen und muss sich mit seine Argumenten nicht mehr auseinandersetzen.

Fest steht aber auch, dass Einschüchterungen durch das publizistische Maßnahmen und Drohungen mit dem gesellschaftlichen Abseits nicht mehr funktionieren.
Ist das ein Gewinn oder Verlust?

andi 7. September 2010 um 11:06  

Wie gerne würde ich diesen Text dem Herrn Sarrazin auf den Schreibtisch legen.
Man wird ja noch träumen dürfen.

hexe 7. September 2010 um 11:23  

aber ein schöner!

Das wäre eine tolle Entwicklung aus diesem Drama. Beim Lesen habe ich gemerkt wie gerne ich möchte, dass diese Geschichte wahr ist und nicht nur erfunden.

Viele Grüße!

Roberto J. De Lapuente 7. September 2010 um 11:42  

Entschuldigung Gabriel Z., aber wenn ich das lese, was z.B. Dohnanyi von sich gab:

"Klaus von Dohnanyi – gehobener Herkunft wie Thilo Sarrazin, den er verteidigt – spricht von “Soziale Rassen”, die bestimmte gemeinsame Eigenschaften hätten. Dazu gehöre ein bestimmter Intelligenzquotient und eine bestimmte Fruchtbarkeitsquote. Man dürfe nicht “gedankenfeige” sein und solle sich nicht scheuen Worte wie “Rasse” zu benutzen und darüber nachzudenken. Natürlich nicht in einer “rassistischen” Weise. Definieren Sie Rassismus, Herr Dohnanyi."

Wenn ich also das lese, dann geht es nicht mehr darum, jemanden in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Das ist nicht nur Nähe, das ist in seiner ganzen Vererbbarkeitslehre mit dem NS deckungsgleich.

Hier geht es nicht mehr um Deutung, was Sie und viele viele andere Bürger in einem plötzlichen Anflug von Liberalität gegen Querdenker gerne zu Bedenken geben - hier geht es darum, dass Positionen die Agenda bestimmen, die weder wissenschaftlich noch humanistisch haltbar sind.

Dann von Einschüchterungen zu sprechen, nur weil man sich wehrt, eine Problematik anzusprechen, die a) so nicht gegeben ist, b) von der die breite Masse gar keine Ahnung hat und c) die immer mit Schaum vorm Mund aufs Tapet kommt, ist schon ein dreistes Stück.

Und dann auch noch erklären, dass dieses Drohen gesellschaftlich ins Abseits zu stellen nicht mehr funktionieren sollte, ist so geschichtsvergessen, dass es einen graust. Mit Verlaub, wer bekommt denn rege Unterstützung seitens des Feuilletons? Der Trommler! Er ist kein Märtyrer... kein Jesus... mir scheint aber, es herrscht derzeit das Bedürfnis nach einem neuen Jesulein, so resistent wie die Jünger dieses Herrn aus ihren Löchern kriechen...

Anmerkung abermals: auch auf diesen Gastbeitrag haben einige kommentierend versucht, Sarrazin als Opfer, als armen Tropf zu stilisieren - er habe nur Wahrheiten ver... achwas, man weiß ja, was solche Leute von sich geben. Kurzum: man spare sich die Mühe, mir hier ausgiebige Kommentare zu senden, die hier nicht publiziert werden. Die NPD freut sich, besagte Herrschaften in ihrem Forum begrüßen zu dürfen...

antiferengi 7. September 2010 um 11:45  

Grandios. Ohne Worte. Einfach nur grandios.

Berggeist1963 7. September 2010 um 12:00  

Ein wunderschöner Traum, durchaus. Und tatsächlich wohl auch viel zu schön um wirklich wahr zu werden. Ich befürchte fast, der Alptraum einer Koch-Merz-Clement-Sarrazin-Buschkowsky-und-Konsorten-Partei, die "aus dem Stand" heraus 20% plus X erreicht, könnte da schon eher Realität werden. Unsere "aufrechten Bürger" neigen eben seit jeher dazu, lieber Alpträume zu verwirklichen.

kopfnicker 7. September 2010 um 14:05  

Das ist SO großartig!

Anonym 7. September 2010 um 14:22  

hat jetzt der optimismus bei ad sinistram einzug gehalten? von de lapuente sind wir daß nicht gewöhnt.

Anonym 7. September 2010 um 14:37  

@Roberto J. de Lapuente

Finde ich völlig richtig, die mit dem Sarrazin-Bart hier rauszuschmeißen.

Bei Weissgarnix kann man nachlesen zu was für abstrusen Aussagen solche fähig sind.

Du würdest dort, wie ich, doch glatt als Verschwörungstheoretiker durchgehen, und zwar nur darum, weil man gegen Sarrazins sozialrassistische Äußerungen ist, und anmerkt, dass eine solche Debatte den herrschenden Kreisen ja gerade recht kommt.

Während alles konzentriert auf Sarrazin start hat Frau Merkel, wie es ihre Art ist, in aller Öffentlichkeit ein asoziales Sparpaket und einen Atomkompromiß auf den Weg gebracht.

Allein weil ich dies so thematisiert habe, wurde mir der Vorwurf "Verschwörungstheoretiker" gemacht.

Die Sache hätte ja noch Hand und Fuß hätte ich behauptet, dass Merkel und Sarrazin beim Kaffeekränzchen....ich schrieb aber lediglich, dass den "Eliten" aus Wirtschaft, Politik und Medien diese Debatte gerade recht kam, um von anderen Debatten, die ebenso wichtig sind abzulenken.

Wer redet den derzeit von Neuer Weltwirtschaftskrise, der Aufschwung-Lüge und der Finanzkrise? Keiner, alle reden in der Öffentlichkeit von Sarrazin....

...die anderen Themen zweitrangig....

...genau darauf wollte ich hinaus, ich alter Verschwörungstheoretiker....

Übrigens, ein schöner Traum, der sich mit vielem deckt was ich über unsere "Eliten" so annehmen.

Gruß
Bernie

Anonym 7. September 2010 um 14:40  

Übrigens, der türkischstämmige Kabarettist Serdar Somuncu hat von mir die Empfehlung erhalten auch einmal den Text von Sarrazin & Konsorten zu verreißen.

Mit Hitlers "Mein Kampf", dass sich streckenweise tatsächlich so anhört wie Sarrazins Buch, hat Serdar Somuncu es ja bereits getan.

Gruß
Bernie

PS: Auch Adolf Hitler hat geklaut wo es nur ging, keine Quellen angegeben, und Statistiken gefälscht - in "Mein Kampf" - Alles nachzulesen bei Serdar Somuncu. Sarrazin ist ergo ein geistiger Ziehsohn Hitlers, weil er genauso verfährt wie Hitler bei der Auflage von "Mein Kampf" - keine Quellenangaben, gefälschte Statistiken und geklaute Thesen.

Anonym 7. September 2010 um 15:50  

Da waren die 68er viel weiter in der Diskussion.

"Ich stimme
sowohl mit dem Philosophen Theodor W. Adorno, der sich wesentlich auf die
westlichen Gesellschaften, und mit dem Schriftsteller Imre Kertész, der sich
wesentlich auf die Gesellschaften des Ostblocks bezieht, darin überein, das das
Subjekt in der Gesellschaft im Allgemeinen maschinenhaft assimiliert und vernutzt
und also genau nicht integriert wird. Wir alle sind – infolge der ungeheuren Macht,
die der Wirtschaftsapparat über uns hat – nicht integriert, sondern eben bloss
assimiliert. Um genau dies zu verdrängen, ist "Workfare" ein probates Mittel."

Kurt Wyss

Jutta Rydzewski 7. September 2010 um 16:10  

Aber natürlich, ohne zu träumen ist das Leben gar nicht zu ertragen. Das wusste schon Mark Twain: Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du zwar weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.

Aber nun doch noch etwas aus dem wahren Leben eines 82-jährigen Greises, der tatsächlich immer noch meint Sozialdemokrat zu sein. Klaus von Dohnanyi hat sich selbst zum Verteidiger von Thilo Sarrazin ernannt, und bereits Kostproben seiner Verteidigungsstrategie in die Öffentlichkeit gekotzt. Obwohl Sarrazin offenbar noch gar nichts so richtig wirklich von seinem "Verteidiger" wusste, er möchte zunächst mit ihm reden, stürzt sich die versammelte Bewusstseinsindustrie, inclusive Heute-Journal mit Illner, auf den Bräunling mit SPD-Parteibuch.

Vor dem Hintergrund des Holocausts scheuten die Deutschen Debatten und Worte, die bei anderen Völkern "gang und gäbe" seien.

Ich habe mehrmals lesen müssen, bevor ich überhaupt bereit war zu realisieren, zu welch einer Ungeheuerlichkeit sich diese Type hat hinreißen lassen. Das kann auch nicht durch sein hohes Alter entschuldigt werden, denn schließlich hat ihn das auch nicht davon abgehalten, alles zu tun, um endlich mal wieder in der Öffentlichkeit zu erscheinen. Alter schützt offenbar nicht vor weit überzogener Eitelkeit und Selbstdarstellungswahn. Dohnanyi muss wohl daran erinnert werden, dass der Holocaust ein singuläres Menschheitsverbrechen war, für dass Deutschland und die Deutschen, auf immer ewig, die geschichtliche Verantwortung zu tragen haben. Gott sei Dank, Herr Klaus von Dohnanyi, trifft diese "Scheu", die Sie so beklagen, (noch) auf die Mehrheit der Deutschen zu, und hoffentlich wird diese Scheu und auch die Mehrheit für alle Zeiten so bleiben. Zur Erinnerung, Herr Klaus von Dohnanyi, die bestialische, viehische und industrielle Vernichtung von 6,5 Millionen Menschen, von der geistigen Planung bis zur unglaublich menschenverachtenden praktischen Ausführung, das wird, Herr Klaus von Dohnanyi, Shoa oder auch Holocaust genannt. Diese beispiellosen Verbrechen, mit einer unvorstellbaren Menschenverachtung, waren auch nicht bei anderen Völkern, Herr Klaus von Dohnanyi, sondern bei uns in Deutschland "gang und gäbe". Sie bedienen mit diesen erbärmlichen Äußerungen eine Klientel, die es, leider, leider, immer noch oder schon wieder in diesem Lande gibt, im Land der Täter, Herr Klaus von Dohnanyi. Wer so redet wie Sie offenbart eine abartige Gesinnung, und sollte sich nicht als Verteidiger der Meinungsfreiheit aufspielen, sondern in Grund und Boden schämen. Aber vermutlich haben Sie, genau wie ihr Parteifreund, Helmut Schmidt, vom der abscheulichen Vernichtungsmaschinerie des Naziterrors gegen die Juden, nix mitbekommen, nix gehört, nix gesehen und natürlich auch nix gewusst. Sie passen, Herr Klaus von Dohnanyi, zu allen Möglichen oder auch Unmöglichen zeitgeistigen Trends und Richtungen, aber in der Partei eines Willy Brandts, sind Sie genauso ein Fremdkörper wie die Sarrazine, Schröders, Müntefreings, Clements und Co., denen die Parteiinteressen ebenfalls am Arsch vorbeigingen und -gehen. Allerdings hat die heutige so genannte SPD, mit der Brandt-SPD, wenn überhaupt, nur noch sehr wenig Gemeinsames. Und genau das wird durch Parteiglieder wie Sie, Sarrazin und Co. mehr als deutlich. Dieser so genannten SPD, die vorgeblich wieder Boden unter den Füßen hat, ist wahrlich nicht mehr zu helfen. Unglaublich, dass gerade in dieser Partei so viel braunes Gedankengut anzutreffen ist. Was dem Clement sein Schily (war), könnte dem Sarrazin (wenn er dann wirklich möchte) sein von Dohnanyi werden.

mfg
Jutta Rydzewski

Anonym 7. September 2010 um 16:22  

Das Prinzip, dass die soziale Existenz, unabhängig von
einer Schuldfrage, zu sichern ist, hat bei uns aus guten Gründen Verfassungsrang bekommen. Im Nationalsozialismus wurden Teile der Bevölkerung von der Regierung willkürlich zu Schuldhaften erklärt mit der Folge, dass man sie aller Rechte und eben auch des Rechts auf eine würdige Existenz berauben konnte.

Um sich zu integrieren und in der Gesellschaft mit anderen zu agieren braucht man Geld.

Wer Löhne und die Sozialhilfe unter das Existenzminimum drückt verhindert Intregation.

Jeder Gegner von Mindestlöhnen und Befürworter der Senkung von Sozialleistungen ist damit auch ein Gegner der Integration.

Sarrazin lehnt Mindestlöhne ab und ist ein Befürworter der Kürzung der Sozialhilfe.

Sarrazin verhindert die Integration.

War das genug Dreisatz?

Anonym 7. September 2010 um 16:35  

Die Sarrazin-Befürworter kommen mir wie der alte zynische dt. Spruch vor "Und willst Du nicht mein Freund sein, dann schlag Ich Dir den Schädel ein!"

Daniel Limberger 7. September 2010 um 17:12  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Gabriel Z 7. September 2010 um 17:53  

Roberto, leider wird Sarrazin mittlerweile auch von der Wissenschaft bestätigt.

In der FAZ bestätigen heute die Entwicklungspsychologen Detlef Rost und Heiner Rindermann, auf deren Forschungsergebnisse sich Sarrazin in seinem Buch oft bezieht, seine fünf intelligenz- und bildungsbezogene Hauptthesen und stellen fest, dass sie "im Großen und Ganzen mit dem Kenntnisstand der modernen psychologischen Forschung vereinbar" sind.

Da heißt es auch "Wir wissen, dass sich Intelligenzunterschiede von Menschen zu fünfzig bis achtzig Prozent durch genetische Faktoren aufklären lassen."

Das mag ja alles nicht "hilfreich" sein, aber Sarrazins Thesen fast ausschließlich auf dem Weg der Polemik auseinanderzunehmen, wie das hier geschieht, ist nur Wasser auf die Mühlen seiner Befürworter.
Nur wissen seine Kritiker hier fachlich eben noch weniger Bescheid über das, was im Buch steht, als der Verfasser.
Kann man vielleicht nicht mehr kundige Autoren hier für das Blog gewinnen?

Gabriel Z 7. September 2010 um 17:59  

Lieber Anonym, die Vorwürfe "keine Quellenangaben" und "gefälschte Statistik" sind stark anfechtbar. Mit diesen Vorwürfen nimmt sich die Kritik an Sarrazin den Wind aus den Segeln, es ist also _nicht_ hilfreich.

"Stichprobenartig haben wir im Buch abgedruckte Tabellen mit den jeweiligen Quellen verglichen und Sarrazins Berechnungen nachgeprüft; nennenswerte Fehler konnten wir in diesen Stichproben nicht finden. Obwohl fachfremd, scheint Sarrazin das, was er in psychologischen Fachbüchern gelesen hat, im Wesentlichen verstanden zu haben."

(die Entwicklungspsychologen und Begabungsforscher Heiner Rindermann und Detlef Rost in der FAZ heute)

Roberto J. De Lapuente 7. September 2010 um 18:33  

Entschuldigung, der eine Herr namens Detlef Rost, hat stark berufliches Interesse an Hochbegabtenprojekten - ob jemand unabhängig forschen kann, wenn er dort tätig ist, bleibt fraglich. Der andere, Heiner Rindermann, ist bereits vor drei Jahren als negativ aufgefallen, als er von genetischen Unterschieden zwischen den Rassen sprach. Zudem hat man ihm damals auch unterstellt, er würde die Genetik vereinfachend betreiben.

Zwei Experten, die fadenscheinig sind - und die im Gros der Evolutionswissenschaft ziemlich alleine dastehen. Zudem bleibt die generelle Kritik bestehen, die Evolutionsforscher immer wieder an der Genforschung üben: ohne evolutionäre Bezugnahme ist die Genetik ein relativ totes Fach. Jedenfalls dann, wenn sie Entwicklungen beschreiben will...

Und Personalfragen bezüglich Blog, stehen Ihnen, Gabriele Z., nicht zu... den letzten Satz halte ich für eine Frechheit...

PS: Sie erzählen viel von der FAZ und deren Experten... schreiben Sie doch dort Kommentare... die freuen sich. Und ich mich auch!

Anonym 7. September 2010 um 18:34  

Lieber Stefan, eigentlich ist ja in den Kommentaren hier schon alles gesagt zu dem schönen Traum, den Du uns präsentiertst. Ich schreibe aber trotzdem noch, weil ich es damit unterstreichen möchte. Du hast eine wirklich tolle Arbeit abgeliefert mit dem „Traumbericht“. Hoffentlich merken die Menschen im Land, wie leicht verführbar sie sind in dieser Medienlandschaft. Danke für Deinen Anstoß zum wach werden in dieser Hinsicht.

Gruß Herbert

Anonym 7. September 2010 um 19:51  

@ Gabriel Z.

Sie verfolgen wohl nur Berichte und Interviews, die Ihren Argumenten dienlich sind. Roberto hat ja glücklicherweise die beiden Herren Wissenschafter uns näher vorgestellt.

ABER: Selbst die Lernforscherin Elisabeth Stern hat unmissverständlich klargemacht was sie von den Aussagen im Buch hält.

Übrigens man hätte Sarazzin bereits in dieser unsäglichen Talkshow "Hart aber Fair" argumentationstechnisch das Handwerk legen können, undzwar ohne einmal polemisch oder persönlich zu werden. Ich habe die Sendung gesehen und ich bin mir sicher der Mann hat durch diese Sendung noch mehr Sympathien erhalten. Keiner der Gäste (Friedman!Asli Sevindim usw)und eben auch nicht der Moderator konnten ihn in den wichtigsten Punkten festnageln. Stattdessen haben die einfach geschäumt vor Wut, vor allem die türkische Journalistin. Dadurch sahen sich natürlich die Fans und Sympathisanten Sarra`s in ihren "Rassenvorurteilen" bestätigt(Youtube-kommentare).

Kalle 7. September 2010 um 20:07  

Die Welle!

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Welle_(2008)

Anonym 7. September 2010 um 20:09  

Genial, dieser Artikel!

Erinnert mich an Charlie Chaplins ergreifende Rede - als jüdischer Friseur im "Großen Diktator".
Weckt in mir die Hoffnung, dass es diesen angeblichen Sarrazin gar nicht gibt.

Also, reißen wir ihm die Perücke und den falschen Schnurrbart runter, und siehe da! Es ist Günter Wallraff, der uns hier als Undercover-Agent die braunen Schlieren in der blassrosa SPD-Sauce zeigt... (und nein, es ist KEINE Schokolade!).

Naja. Wäre wohl wirklich zu schön, um wahr zu sein.

Liebe Grüße
Saby

Anonym 7. September 2010 um 23:01  

@Roberto J. de Lapuente

Seh ich genauso, zumal der Rassismusvorwurf, von 2007, an einen der beiden Forscher immer noch so im Internet zu finden ist -einfaches googeln reicht da schon.

Übrigens, dass es auch Pseudowissenschaftler gibt, zumal gerade in Deutschland, dürfte eigentlich auch immer mehr klar werden ;-)

Gibt sogar ein ganzes Buch zum Thema gekaufte Wissenschaftler - hab mal irgendwo so eines in einer Bücherrei gesehen.

Soll heißen, die Wissenschaft hat auch keinen Heiligenschein, ganz im Gegenteil, wie jedes andere Fach gibt es dort auch die unterschiedlichsten Glaubensrichtungen, die sich bekämpfen:

Bei der Gentechnik z.B. die Kreationisten (z.B. Evangelikale wie unser BP Wulff, die gerne sieht), und die Wissenschaftsgläubigen, die auf dem Stand der Gentechnik von vor 1933 stehen (z.B. die Stichwortgeber von Sarrazins Buch).

Da halte ich mich doch lieber an den Wissenschaftsjournalisten Jörg Blech, der hochaktuell herausgefunden hat, dass Gene eben nicht alles sind, und sich gegen eine neue eugnische Genreligion verwahrt. Übrigens, schon Monate vor der Sarrazin-Debatte.

Schlechte Nachrichten für jene, die Wissenschaft als Bestätigung ihres WissenschaftsGLAUBENS sehen wollen, wie der/die gewisse Gabriel Z./Gabriele Z.

Gruß
Bernie
(Skeptiker und Atheist)

antiferengi 7. September 2010 um 23:57  

@Gabriel Z
Das glaub ich jetzt nicht. Du willst die größten Bertelsmann-Sklaven und ThinkTank Forscher aller Zeiten; Detlef Rost und Heiner Rindermann tatsächlich als Wissenschaftler bezeichnen? Ich dachte, ihr Sarrazinösen seid so gegen das Establishment?
Heiner Rindermann ist einfach nur eine Kopie von Sarrazin.
Allerdings. Was Detlef Rost betrifft. Der hat auch bewiesen, das Linksliberale schlauer als Konservative sind. *gnnng*
Durchschnitts IQ 95. Boaah. Das ist schwach. Die Religiösen schaffen sogar zwei Punkte mehr. Ups.

Anonym 8. September 2010 um 01:17  

Die Story ist wohl vom Film "Inception" inspiriert. Ein Traum im Traum, in dem sich hier kollektiv befunden wird - weit weg von den realen Zuständen da draußen.

Droisner 8. September 2010 um 03:22  

All die Dutzenden von sogenannten Denkern, Wissenschaftlern, die sich zu dem Thema zu Wort melden und in irgendeiner Form anfangen zu differenzieren, sie haben alle nicht begriffen, nicht verstanden!
Es gibt diesem Thema nicht das geringste abzugewinnen, es muss weg, weg!

Dagmar HEnn 8. September 2010 um 11:13  

Die Grundidee gibt es schon als Film. Heißt "Die Welle" und spielt an einem US-College...

Bedauerlich nur, dass dies nie geschehen wird. Und die hiesige Krisenbewältigung, die auf scharfem Nationalismus basiert, die Tendenzen in Richtung Sarrazin noch verstärken wird. Denn schließlich werden die Anderen schuld sein, wenn der nächste Krisenschub hierzulande aufschlägt.

Anonym 8. September 2010 um 15:59  

Leider ist der "Nationalismus" in Europa wieder Realität. Die Paralellen zu den dreissiger Jahren sind mehr als erschreckend.
Und was machen die Mainstreammedien?
Sie spielen dieses verdammte Spiel wieder mit.
Auch heute gibt es zwar wieder "Tucholskys" und "Ossitzkis" aber vermutlich werden auch diese wieder erst in 30 Jahren gewürdigt.
Absolut lernresistent, diese Menschheit.
Klaus H

Anonym 8. September 2010 um 16:06  

Ein ausgesprochen schöner Sommernachtstraum in eiseskalt asozialer Winternacht.

Die Herrschaft lässt ihren Knecht Wind säen, aber der Sturm wird auch sie treffen.
Brot und Spiele gewähren die Machthaber und das führ- und verführbare Volk frisst wie immer schon. Immerhin, die Juden - und deren Gene - sind unantastbar, Freiwild dagegen ist heute die Unterschicht. Die Mittelschicht sollte nicht erwarten, dass sie von dieser Entwicklung verschont bleiben wird.

Unser Unglück waren und sind nicht Juden oder die Unterschicht und Migranten.
Ausgeplündert werden wir alle von der Oberschicht. Die und ihre willfährigen politischen Helfershelfer sind unser Unglück. Für deren Finanzverbrechen werden noch unsere Kindeskinder bezahlen müssen.
Der ehemalige Finanzsenator und jetzige Bundesbanker weiß das, aber darüber hört man von ihm nichts. Stattdessen werden von ihm selbst türkische Mädchen demagogisch missbraucht.

Oben sitzt unser Feind. Dort werden die Fäden gezogen. Vorgeführt werden Marionetten.

Unsichtbar bleibt das Große Geld(GG), auf der Strecke das Grundgesetz(GG).

Alle Macht geht vom Großen Geld(GG) aus. Der Souverän ist in dem Schurkenstück ausgeplünderter Statist.
kaha

Anonym 8. September 2010 um 17:14  

Wie hier gemeinsam an Illusionen gestrickt wird, um sich nur ja nicht mit Realitäten auseinanderzustzen, ist allemal genug Studienstoff für eine Doktorarbeit.

Wissenschaftlern wird nach gusto und ohne jede Fachkenntnis Relevanz zu- oder abgesprochen und Indizien subjektiv gewichtet, bis man sich einig ist, sich in einer anderen Realität zu befinden - in der "wahren" natürlich.

Anonym 8. September 2010 um 20:42  

Einen Kommentar zur "Wissenschaftlichkeit" der Theorien findet sich bei

In fast allen Fachbereichen gibt es doch mittlerweile gegnerische Lager. Jeder darf also die Thesen vertreten, die ihm am besten ins Konzept passen. (Damit haben wir es geschafft, aus Wissenschaft Glaubensrichtungen zu machen. Hurra!)

Man kann nun argumentieren, das T.S eine Minderheitsmeinung übernommen hat. Das ist aber peinlich, weil wir doch auch eine Minderheit sind, oder?

T.S. wird also nicht verurteilt, da er die "wissenschaftlichen Arbeiten" korrekt zitiert hat. Das er sich nur die Arbeiten aussucht, die seine Theorien stützen, das ist doch in der heutigen Zeit Usus.

Schade, ich wünschte es wäre anders.

Yusuf Zenj 8. September 2010 um 20:56  

Jede Nennung des Namens T.S.s sorgt fuer mehr Popularitaet im internet und sonstwo sowieso.
Nehmen wir mal meine Mutter (82)
"Ich hab mir nun dat Boch vom Schlingersif bestellt, der is ja nu tot und dann will ich noch dat Boch von dem Sara.., Sarize, sach ens, wie hesch de noch? Da sind ja su vill Luek (Leute) dafuer!"

Anonym 11. September 2010 um 02:41  

Kaum 2 Wochen nach Beginn des Sarrazin-Taumels kehrt die Wirtschaftskrise zurück in die Leitartikel. Damit ist also mal den Forderungen zahlreicher Kommentaroren Genüge getan, die jetzt wieder Licht für das Aufatmen am Ende des Tunnels sehen. So muß es weitergehen!

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