Die neue Partei der Heimatlosen

Montag, 13. September 2010

Da kugelt die Maske endgültig vom Gesicht! Jetzt, ausgerechnet jetzt, da landauf landab von einer neuen konservativen Partei salbadert wird, deren geistigen Vorsitz ein Chefideologe namens Sarrazin innehaben soll, mag sich auch Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, eine solche neue Partei vorstellen. Inspiriert haben sie diejenigen dazu, die sie für ihre Äußerungen zur Mobilmachung Polens schalten, die aus der Vertriebenenpräsidentin gerne eine vertriebene Präsidentin gemacht hätten. Unverstanden wie sie sich nun fühlt, jetzt auch noch heimatlos geworden auf dem politischen Parkett, giert sie nach einer neuen politischen Heimat, in der "Töne der linken Schickeria" nicht vernehmbar sind.

Zweierlei Gebrechen, an denen der deutsche Elitedünkel darniederliegt, werden an Erika Steinbachs Verhalten sichtbar: Erstens, glaubt sie an einen allgemeinen linken Zeitgeist und, zweitens, bezeichnet man radikale Positionen, rassistische und relativistische Ansichten heute wieder ganz schamlos als Konservatismus. Dass man immer wieder lesen muß, der linke Zeitgeist sei in Mode, das ist man mittlerweile ja gewohnt - wie Sozialabbau, kriegerische Auslandseinsätze oder das Publizieren von sozialeugenischen Hirngespinsten in eine solche linke Mode hineinpassen, wird in der Regel nicht erläutert. Und dass ausgerechnet solche, die von Parasiten und Schmarotzern kündeten, so wie einst Clement oder nun im "wissenschaftlichen" Gepräge Sarrazin, als Köpfe des Konservatismus gezeichnet werden, wirft schon ein trauriges Licht, eine dustere Funzel auf die politische und wirtschaftliche Blüte dieses Landes.

Überraschend ist indes nicht Steinbachs Geschichtsvergessenheit, die nicht historisch beseelt, sondern relativierend motiviert war; und auch ihr beleidigtes Gehabe ist es nicht: man kennt Steinbach ja schon lange genug, kannte ihre Eskapaden und fehlende Feinfühligkeit mit Polen - was nicht verwundert, hat sie doch damals - 1991 war es - als Bundestagsabgeordnete gegen eine Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze, gegen den Deutsch-polnischen Nachbarschafts- und Grenzvertrag gestimmt. "Man kann nicht für einen Vertrag stimmen", sagte sie, "der einen Teil unserer Heimat abtrennt." Und genau hier, in Fragen der Heimat, das was Steinbach als Heimat definiert, lugt hervor, mit welcher Motivation diese Dame in Diensten steht. Wenn man weiß, woher sie stammt, wenn man weiß, was für sie Heimat bedeutet, dann muß man keinerlei Skandale dieser Person kennen, um zu ertasten, wess Geistes Kind sie ist.

Der obersten Heimatvertriebenen angebliche Heimat, war ursprünglich die Heimat anderer Vertriebener. Sie wurde 1943 im kurzlebigen Reichsgau Danzig-Westpreußen geboren - als Tochter eines hessischen Feldwebels der Luftwaffe, der 1939 ins besetzte Polen beordert wurde. Vier Jahre vor klein Erikas Geburt, lebten Polen und Juden dort, wo jetzt deutsche Besatzungssoldaten und deutsche Herrenmenschen hausten. Die Heimat, aus der Steinbach nach dem Krieg vertrieben wurde, war kurz zuvor noch die Heimat anderer, heimatlos gewordener, ums Leben gebrachter Menschen. Die Familie Steinbachs als Integrationswunder! Sie hatten sich in der Fremde schnell heimisch gefühlt, schnell integriert - vielleicht auch daher der Drang, im Kielwasser aktueller Integrationsdebatten, als deren erlesener Experte Sarrazin auserkoren wurde, eine neue Partei zu fordern, die dann konservativ wie sie wäre, dafür Sorge zu tragen hätte, dass sich Türken und Araber hier so schnell heimisch fühlen sollen, wie weiland die Steinbachs im besetzten Polen.

Steinbachs Heimat, die sie so grässlich aufgeben musste, war eine Heimat, die schon vormals ihre Beheimateten verloren hatte. Sie selbst hat dort keine zwei Jahre gelebt - sich aber derart heimisch gefühlt, dass sie heute noch Anspruch auf dort vorhandenes familiäres Eigentum stellt. Kurz gesagt, Steinbach ist eine Lobbyistin, denn um Heimatgefühle kann es ihr nicht gehen - wäre dem so, triebe sie immer noch die verlorene Heimat an, die sie als Säugling verlassen musste, die nicht die historische Heimat ihrer Familie war, sonder die eroberte, so müsste man sie nach ihrer Integrationswilligkeit befragen. Doch das tut keiner! Wie überhaupt wenig Fragen zu dieser Dame gestellt werden. Was ist ihr Movens, könnte man fragen. Woher kommt sie, wäre auch so eine Frage. Stattdessen geistert sie zuweilen als streitbare Dame durch die Journaille, als Eskapaden-Madame, die leider immer falsch verstanden wird - dass sie jedoch keine Vertriebene im Sinne dessen ist, was man naiverweise darunter verstehen könnte, ist allerdings von wenig Interesse.

Bei diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass sie in Tagen, da viel von einer neuen Partei um Sarrazin, Clement und Merz phantasiert wird, auch eine Erika Steinbach mitmischt. Jene Herren gefallen ihr gut - sie stellen nämlich das dar, was sie gerne geworden wäre, wenn man sie nicht zur Heimatlosen vertrieben hätte: Gutsherrin! Junkerin! Indem sie sich freudig in die Aufbruchsstimmung zur Gründung einer neuen Partei hineingeworfen hat, hat sie sich das letzte Stück kaschierender Maske abgerissen. Mit Wahrheitsjüngern und Herrenmenschen im Bunde zu stehen, um Gutsherrin zu werden: das ist doch nicht das Schlechteste! Steinbach ist eben nicht die leicht schrullige Frau, die unbedarft schnell mal den Polen die Kriegsschuld zuschustert; sie ist auch nicht die integere und relativ untadelige Person, die ein trauriges Martyrium ihr Leben nennt: Steinbach, die vorsitzende Lobbyistin für Vermögensansprüche im Ausland, sie kalkuliert genau, mit wem sie ihre Interessen durchsetzen kann und mit wem nicht. Sarrazin und Konsorten, mit ihrem ganzen haarsträubenden Weltbild: das sind Burschen, mit denen zurückgeschossen werden kann!



21 Kommentare:

klaus baum 13. September 2010 um 08:12  

wie kommt es, dass beiträge punkt 8 erscheinen?

Anonym 13. September 2010 um 10:17  

Eine neue Partei der "Heimatlosen"?
Welche "Heimatlose" eigentlich? Wer oder was bezahlt diesen Typen denn ihr üppiges Leben? Der Mars? Der Mond? Oder nicht doch ihr heiß-geliebtes "Deutschland"?
Und da soll sich jemand "heimatlos" fühlen?
Das ist lächerlich!
Dieses ganze sozial-rassistische, neoliberale, bräunlich-faschistoide, meist kleinbürgerlich-karrieregeile Pack, was sich da seit Jahrzehnten in praktisch allen "staatstragenden" Parteien angesammelt hat, von miefigen Ortsgruppen-Stammtischen bis hinein in die Parteizentralen, was wäre es denn jenseits allen bla, bla, bla ohne die vielen vielen netten Staatspöstchen, von den Kommunen über die Länder bis zum Regierungsapparat?, welche man eben nur als Mitglied einer dieser steuergeldergesponserten Polit-Haufen ergattern kann?
Man schaue sich alle diese schmierigen Typen doch an, ihre "beruflichen Wege" und insbesondere ihre "Anwartschaften" auf alle möglichen Bezüge aus zunächst(!) allen möglichen staatlichen Töpfen- und zunehmend "aufstockenden" Mittelchen aus der "Wirtschaft"!
Das Gefeilsche des Herrn Sarrazin um 1000 EURO mehr an Pension ganz aktuell zeigt doch jeden, mit was für schmierigen Abgreifer-Typen wir es hier bei diesen "Konservativen", "Aufrüttlern" in Wahrheit zu tun haben.
Deren "Drohung" mit dem Aufmachen eines neuen "konservativen" Vereins rechts von der CDU/CSU, wie mag sich diese praktisch darstellen, wenn es um ganz handfeste Pfründe gehen soll?
Bedenken wir, dass es sich bei allen diesen Typen noch immer vornehmlich um wild entschlossene Steuernverfresser handelt.
Ich bin überzeugt, dass diese Typen allen jenseits ihrer medial vorgegaukelten "Überzeugungen" vor allem weiter davon überzeugt sind und bleiben werden, sich um keinen Preis von den wohlgefüllten vornehmlich staatlichen Fleischtöpfen zu trennen.
Alles echte Asoziale eben...
Keine Sorge Roberto, so lange dieses Pack mit der politischen Tarnkappe als "SPDler", "CDUler", "CSUler", "FDPler" und "Grüne" weiter Dank hoher staatlicher "Transfers" seine schmarotzende Existenz weiterführen kann, so lange wird es bei den meisten bei dumpfen "Drohungen" bleiben.
Und D A S ist - nebenbei gesagt - in Wahrheit auch das ganze Dilemma von NPD oder Reps, dass sie bei aller politischen Nähe zu nicht gerade wenigen Mitgliedern der "staatstrgenden" Parteien eben keine oder kaum Staatspöstchen zu vergeben haben!
Wer will da schon trotz aller politischen "Nähe" mitmachen so ohne jede Aussichten auf Karrieren?

In dieser Frage ganz COOLE Grüße von
Bakunin

Anonym 13. September 2010 um 10:26  

klaus baum hat gesagt...
"wie kommt es, dass beiträge punkt 8 erscheinen?"

13. September 2010 08:12


Wahrscheinlich passionierter Frühaufsteher!
MfG Bakunin

Anonym 13. September 2010 um 10:54  

@ klaus baum: sicherlich am vortag geschrieben.

rofl 13. September 2010 um 11:55  

"[...]wirft schon ein trauriges Licht, eine dustere Funzel auf die politische und wirtschaftliche Blüte dieses Landes."

Klasse Formulierung mit der Funzel! Ich denke zwar düstere wäre richtiger (*klugscheiss), aber ich finds wirklich amüsant!

OT: Was will man schon von einer Frau erwarten, die sich bezüglich der Rückgängigmachung der rechtwidrigen Nazilandnahme in Polen als "Vertriebene" darstellen will?
Oder was soll man ganz allgemein von einem Verein halten, der so eine Frau zur Gallionsfigur kürt?

Ich überlass die Antwort mal dem geneigten Leser ;)

Peinhart 13. September 2010 um 12:28  

"Das Gefeilsche des Herrn Sarrazin um 1000 EURO mehr an Pension..."

Und er bekommt sie, sogar auf allerhöchste Vermittlung, obwohl er offenbar Resourcen der Bundesbank für seine 'Recherchen' genutzt hat. Pfandbons fallen einem ein, Maultaschen und aufgeladene Handys. Aber vor dem Gesetz...

Lutz Hausstein 13. September 2010 um 12:40  

Wenn dieser Frau Steinbach wirklich soviel an "ihrer Heimat" liegt, was hindert sie eigentlich daran, in "ihre Heimat" zu gehen und dann die polnische Staatsbürgerschaft zu beantragen? Dann wäre sie doch in "ihrer Heimat", die sie so über alles liebt. Sie bräuchte auch nicht mehr versuchen, diese "heim ins Reich" zu holen.

Denn Heimat hat ja vor allem mit regionaler Verwurzelung zu tun, nicht mit der Zugehörigkeit zu einen bestimmten Staat. Oder wöllte man etwa einem DDR-Bürger, der sich vor 1990 in Sachsen oder Thüringen heimisch fühlte, nach 1990, als dann "seine Heimat" Teil einer Bundesrepublik wurde, plötzlich diese heimatliche Verbundenheit absprechen?

Dieses ganze Gesülze von Vertriebenen geht mir mächtig auf die Nerven. Sind denn die Millionen Menschen, die nach 1990 zwangsweise aus Ostdeutschland wegziehen mussten, weil sie dort plötzlich keine Arbeit mehr fanden, dann nicht auch Vertriebene? Denn gern oder freiwillig sind die wenigsten davon weggezogen. Was ist mit all den Nachkommen der Vertriebenen all jener Völker, die vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden von germanischen Horden (oder wahlweise auch von anderen Völkern) aus ihrer jeweiligen Heimat vertrieben wurden?

Wie wäre es mit HRK: http://www.youtube.com/watch?v=kP0Gl34xcCI

Anonym 13. September 2010 um 13:05  

Sie werden immer grotesker, die bunten medialen Ablenkungs-Säue, die da so hektisch in immer schnellerer Reihenfolge auf das Wahl-Lese- und Fernsehvolk losgelassen werden.
Nach den muslimischen und Terrorgefahren und genetischen Gefahren für unser geliebtes Deutsches Volk nun auch noch die polnische Mobilmachung vom März 1939!
Wird es schon nächste Woche ein eindruckvoll-beängstigendes Spiegel-Cover geben mit einem grimmig dreinblickenden hoch zu Roß sitzenden polnischen Kavalleristen mit riesenlange Lanze im Anschlag versus "Reichsgrenze"?
Wir müssen uns auf alles gefasst machnen, gewappnet sein für alle gerade jetzt "uns" so "bewegenden" Themen!

Spannende Grüße an alle Erregten von Bakunin

Daniel Limberger 13. September 2010 um 16:09  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Daniel Limberger 13. September 2010 um 16:11  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Kurt 13. September 2010 um 16:54  

Die Landsmannschaften erhalten großzügig finanzielle Unterstützung von der Bundesregierung. Sie sind also kein "Unfall" der westdeutschen Geschichte, sondern integrierter Bestandteil der Politik in Gegenwart und Vergangenheit. Erinnern möchte ich daran, dass hochrangige politische Promis bei diesen Landsmannschaftstreffen mit Reden auftreten, die schon mal diplomatische Verwicklungen auslösen können. Es hat auch keinen Sinn, eine Begründung für Steinbachs Führerschaft im Ort ihrer zufälligen Geburt zu suchen. Sie wäre auch Vorsitzende des Gruselvereins, wenn sie in Berlin-Charlottenburg geboren worden wäre und keinerlei "Heimatgefühle" aufweisen würde. Es geht um das Wachhalten von aggressiven revanchistischen Forderungen bei den Deutschen gegenüber anderen Ländern. Aber dass die Dame Steinbach sich eventuell in einer neugegründeten, noch rechteren Partei als der CDU wiederfinden könnte, zeigt doch nur die Kontinuität der deutschen Eroberungspolitik.

Anonym 13. September 2010 um 17:45  

Daniel, der GegenStandpunkt sagen:

""Die Krisenwahl 2009 demonstriert die Leistung der Demokratie: Bürger wählen die Opfer, die Staat und Kapital von ihnen verlangen" (Do., 24.9.2009, Nürnberg, Dr. Peter Decker) > http://doku.argudiss.de/?Kategorie=all#294"...

Hi Daniel, das ist im Prinzip völlig richtig. Eine wirkliche Wahl darüber, ob Staat bzw. Steuerzahler, d.h die große MASSE der Bürger ÜBERHAUPT für die Verluste von Banken, Großaktionären, Firmen oder sonstigen Reichen, Wohlhabenden einstehen sollten, stand NIEMALS zur Debatte!
Es ging auch bei dieser "Krisenwahl" nur darum, welches Personal, welche Polit-Strolche von welchem staatstragenden Polit-Haufen diese "wichtige Aufgabe" ausführen sollten, wer von denen dies "besser" könne, besser der "Öffentlichkeit" "verkaufen" kann.
Die Resultate kennen wir inzwischen alle(siehe jünste Sparbeschlüsse, neue HRE-Garantien...)!
Dennoch dürfen wir nicht übsehen, dass bei dieser Schein-Wahl nur noch ca. 52% aller Wahlberechtigten bereit waren, im Sinne dieser Pseudo-Demokratie abzustimmen.
Der Rest wählte anders oder gar nicht.
Ganz konkret: Es war praktisch in großen Teilen nur noch die ominöse "Mitte" dieser Gesellschaft, welche ihr dickes staatstragendes JA zu allen "Krisenbewältigungen" in der Wahlkabine kundtat, darunter natürlich auch und noch immer - sollte einem das noch wirklich wundern? - Legionen kleiner und großer "Gewerkschafter", angefangen von den kleinen stillen, um ihre Jobs zitternde Karteileichen, einschließlich der während der Export-Krise mit Kurzarbeitergeld bestochenen "Stammarbeiter"(ein ganz klarer Fall von Wahlstimmen-Kauf gerade durch die SPD!) bis hin zu dem ganzen parasitären Funktionärspack aller Ebenen(insgesamt schon seit Jahrzehnten DIE stramme SPD-Wählerschaft!).
Und der "Dank" des Kapitals an gerade DIESE Wählerschaft? Seit dem allmählichen Anspringen des "Exports" in einigen Wirtschaftszweigen wieder jede Menge neuer Leiharbeiter in den Betrieben zu den "üblichen" Konditionen - anstatt normal angestellten, normal-tariflich entlohnen Arbeitnehmern!
Diese verlogene "Demokratie" wird also ganz streng rechnerisch gerademal noch von der Hälfte des wahlberechtigten Wahlvolkes "getragen", ein zumindest in meinen Augen beachtlicher Fortschritt zu allen vorangegangenen Bundestags- "Wahlen", oder nicht?

MfG Bakunin

Die Katze aus dem Sack 13. September 2010 um 22:37  

Die Heimatlosen sollen in ihre Pässe schauen, wenn sie sich nicht so ganz sicher sind. Oder ist Heimat da wo das Herz ist? Irgendwo dazwischen vielleicht?

Bewahren und Erhalten (Konservativ?), des Grundgesetzes (Verfassung?) ist doch Staatspflicht, oder? Wir brauchen also keine zusätzliche Partei der sogenannten 'Konservativen'. Es genügt doch völlig, wenn Regierung, das Parlament sowie der Bundesrat endlich ihren Auftrag erfüllten, was sie jedoch nicht tun. Die Änderungen innerhalb der Deutschen Verfassung (Grundgesetz) sprechen für sich selbst, sind Ausdruck der politischen Zielführung.

Erstaunlich, dass der Verfassungsschutz nur ständig der "linken Schickeria" hinterherschnüffelt. Wieder ein Berufsbild, das zwar seine Arbeit macht, aber den Auftrag nicht erfüllt. Schützt der Verfassungsschutz tatsächlich die Verfassung? Bisher hat er mehr als 50 Mal versagt (Suchmaschine: Grundgesetzänderungen).

Habe ich das alles richtig verstanden? Oder was wollen die Konservativen so alles konservieren, erhalten und bewahren? Werte vielleicht? Welche? Die rücken nie so recht heraus mit der Sprache, was deren Intention ist, finde ich.

Libero 13. September 2010 um 22:40  

Danke für die erregten Grüße, Bakunin, ich bin völlig entspannt.

Daniel Limberger 14. September 2010 um 01:28  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym 14. September 2010 um 09:34  

Hallo Daniel, noch ein kleiner Nachtrag.

Die ganze Weltfremdheit, Abgehobenheit, elitäre Besserwisserei von nicht wenigen "Linken", "Marxisten" zeigt sich zum Beispiel ganz konkret schon dort, wo - wenn denn überhaupt mal in diesem Lande! - Arbeitnehmer streiken um z.B. eine geplante Werksstillegung zu verhindern, sie so glauben, ihre Arbeitsplätze "retten" zu können.
Da erscheinen dann mitunter "linke" Agitatoren vor den Werkstoren und empfehlen den Arbeitern, das Werk zu besetzen und die Produktion in "eigener Regie" fortzusetzen - OHNE ihnen sagen zu können, WIE das gehen soll, wenn anschließend die Banken diesem Betrieb den Geldhahn zudrehen, Zulieferer keine benötigten Teile mehr anliefern!
Die Arbeiter sollen also mit bloßem "guten Willen" und leeren Händen einfach weiter wie bisger produzieren!
Oder einfach nur das Werk besetzen, welches ohnehin ja stillgelegt werden soll?
Natürlich könnten sie das in solchen Fällen tun, nur: Wer zahlt ihnen anschließend die Löhne ?
Wovon sollen sie anschließend ohne Lohn ihr Leben finanzieren?
Für nicht wenige dieser "linken" oder "Marxisten" natürlich alles ganz "nebensächliche" Fragen, die mit ganz viel "politischen Bewusstsein" ..."überwunden" werden können, einem politischen Bewusstsein, welches "leider" der Gerichtsvollzieher, der irgendwann nach 2 oder 3 Monaten zwecks Zwangsräumung auftaucht (noch?)nicht hat......

MfG Bakunin

Anonym 14. September 2010 um 10:43  

Ich hatte zunächst "Die Partei der Hirnlosen" gelesen - vielleicht möchten Sie den Titel Ihres Artikels ja noch entsprechend anpassen;-)?

Anonym 14. September 2010 um 13:03  

Hallo Daniel, meinem Nachtrag hatte ich einen längeren Beitrag vorausgeschickt, der wohl irgendwie hängen geblieben oder sonstwie verschollen ist, da wieder die Meldung mit der zu langen URL auftauchte...
Darin hatte ich dir versucht zu erklären, dass es keinesfalls ausreicht, die Leute über die jetzigen Verhältnisse einfach nur aufzuklären sondern dass man ihn en auch konkrete Alternativen aufzeigen muss.
Auch bildet die jetzige Linke in all ihrer Zersplitterung einen erbärmlichen Anblick, welcher kaum bei den angesprochenen Menschen Vertrauen in deren Vorstellungen über eine mögliche bessere Zukunft hervorzurufen mag...., untereinander heillos zerstritten, sich oft gegenseitig bekämpfend...., die offizielle Linkspartei zunehmend revisionistisch und opportunistisch, vor allem auf Staatsämter schielend....
Unter diesen Umständen behalten die Leute dann doch lieber die dürre Taube fest und ängstlich in der Hand als dass sie nach möglichst fetten gebratenen Trauben greifen, dafür kämpfen möchten.
Ich denke, dass zu allererst mal eine richtige, echte sozialistische Partei geschaffen werden müsste mit möglichst breiter Verankerung besonders bei den Lohnabhängigen, politisch völlig unabhängig von allen anderen Parteien, wie sie sich auch immer nennen mögen.
Ohne diese Voraussetzung wird sonst wohl alles nichts werden in diesem Lande, außer viel noch schlimmer als schon ist.

MfG Bakunin

Daniel Limberger 14. September 2010 um 15:57  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym 14. September 2010 um 18:18  

Meinung, (respektive Glauben) wird in dieser Welt von den Medien gemacht.
Sie zerstören jede noch so gut gemeinte Diskussion mit Halbwahrheiten, Schlagwörtern und bewusstem Verschweigen.
Die politische "BILD-Dung" ist noch schlechter als in den zwanziger Jahren.
Wir haben die "Tucholskys" und die "Ossietzkys" im Netz, aber diese werden wohl erst in 20 Jahren wieder gewürdigt.
Klaus H

dootschi 15. September 2010 um 10:24  

Hallo Roberto,
hallo alle miteinander.

Ich versuche es mal hier:

Sehr geehrte Frau Steinbach,
Einer meiner Vorfahren arbeitete in einer Mine im Ural, Nähe Ufa. Den Weg dahin nahm er über Stalingrad. Er ging zu Fuß zurück nach Deutschland. Dazu benötigte er etwa 7 Monate.
Nach altem germanischem Brauch hat er wie eben auch germanische Wölfe sein Gebiet gekennzeichnet.
Wo kann ich meine Rechte geltend machen.
1. Das Recht auf einen Anteil an der heutigen Uran-Mine?
2. Das Recht auf das gekennzeichnete Land?
Übrigens habe ich noch einen Kumpel, dessen Vorfahren (langhaarige Kuttenträger - also eher Sozi) Ihr Gerbiet zu Fuß rund um das Mittelmeer absteckten.
Auch er will den Balkan und Spanien zurückhaben.
Ein Kollege aus Italien möchte wissen ob er den Grenzzaun zu seinem Besitz (Limes) von der EU instandgesetzt bekommen könnte und die Schäden auf seinem Land von der EU repaiert werden. Insbesondere besteht er auf die Entfernung von Atomkraftwerken)
Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Liebe Denkenden. Solange es Lebewesen gibt, die der Meinung sind, sie können Land besitzen, gibt es Kriege, Mord und Totschlag. (die beiden letzteren heute eleganter durch enteignung und Zwangsversteigerung ersetzt).
Land gehört niemand. Für die Gläubigen dieser Welt: Wir dürfen Land nutzen, nicht besetzen.
Wenn schon Land - dann Staatseigentum. Jeder kann pachten - und die Pacht entspricht der Steuer. Ein bisschen Bakunin, ein bisschen Kant, die Jurakonföderation in ihrem Ursprung, das Leben kann wieder Leben werden.

Den Blödsinn der Mächtigen hab ich versucht aufzuzeigen:
Wenns erlaubt ist hier meine Frust-Seite.
http://satirisch-gut.de/index.php?id=Land_preiswert&forward=Nachrichten

Gruß aus Baden.

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