Kairo und das digitale Ende der Menschlichkeit

Sonntag, 18. August 2013

Fabian Köhler über die unmenschliche "Islamisierung" der Geschehnisse in Ägypten.

Hunderte Menschen starben in den letzten Tagen in Ägypten. Zwischen Islamisten und Militär Stellung zu beziehen, fällt auch in Deutschland vielen schwer. Dabei braucht es zur Positionierung gegen Gewalt nur eines: Menschlichkeit. Ein Appell.

Es gibt entspanntere Zeiten in der Online-Redaktion, als jene, in denen islamische Länder in Gewalt versinken. Nicht weil die Nachrichten über Tote und Verletzte kein Ende zu nehmen scheinen. Es ist die Menschenverachtung der Meinungsäußerungen in User-Kommentaren, die frustriert.

7 Kommentare:

Troptard 18. August 2013 um 13:57  

Widersprüche aushalten, das trifft es!
Wie so oft besteht das Bedürfnis, für eine Seite Partei ergreifen zu müssen.

Die Schubladen für's einsortieren sind von den Meinungsbildnern schon vorgedacht.
Nur allzu bereitwillig schlüpft der "unabhängige Geist" in diese Schablonen.

Einfach mal Schweigen nicht möglich.

Anonym 18. August 2013 um 14:32  

Freigesetzter schreibt:
Wie sagte Himmler noch in seiner berüchtigten Rede am 4. Oktober 1943 in Posen: "Und dann kommen sie alle an, die braven 80 Millionen Deutschen, und jeder hat seinen anständigen Juden. Es ist ja klar, die anderen sind Schweine, aber dieser eine ist ein prima Jude."
Heute kann man problemlos den Moslem einsetzen oder Hartz4 Empfänger.
Ja, sicher, Tante Ulrike ist schuldlos in Not geraten, einfach wegrationalisiert, und Ali, den kenn ich doch schon 20 Jahre, der betet nur so zum Schein. Aber den Rest ab ins Arbeitslager !
Nichts ändert sich in dieser verdammten Welt, NICHTS. Solange man dem Menschen andere Menschen als Sündenbock zum Fraß vorwerfen kann, können sich Despoten und marktkonforme Demokraten in Sicherheit wiegen.

Sledgehammer 18. August 2013 um 15:23  

Nachdem der "Kampf der Kulturen" die beabsichtigte Fahrt aufgenommen hat, steht es uns nur bedingt frei, komfortabel aus der Ferne, Position zu beziehen.
Ohne fundierte kulturelle Kenntnisse und der Befähigung zur Einordnung der Geschehnisse, lediglich in der perfiden Absicht zu diffamieren und sich hämisch über Leben und Tod dieser Menschen zu stellen, fallen wir in Kleingeitigkeit und Barbarei zurück, sollten in diesem sich abzeichnenden Dilemma besser einmal mehr als weniger schweigen.

Anonym 18. August 2013 um 19:52  

Die Gegenüberstellung von „Islamisten“ und „Militär“ ist schon sonderbar. Als seien die Militärs in Ägypten anderen Glaubens und alles andere als Islamisten. Das ist schon eine große Leistung. Na, Hut ab. Was bezeichnet aber denn der Begriff Islamist? Hat er eine soziale Komponente?
Kurzum: die permanente Gehirnwäsche seitens der gängigsten Medien funktioniert prächtig.

Hartmut B. 19. August 2013 um 05:51  

ein sehr einfühlsamer Artikel....

Damit Roberto hast Du mal wieder meine seit Jahren bestehende Überzeugung bestätigt, dass Du ein großartiger Humanist bist....

Immer wieder bin ich überrascht über Deine perfekten zur Menschlichkeit drängenden Worte...

Danke !

Roberto De Lapuente 19. August 2013 um 06:33  

Danke, Hartmut. Aber lob mal Fabian Köhler, der hat es geschrieben. Schade, das Lob hätte mir auch gefallen ;)

Hartmut B 19. August 2013 um 12:26  

Ja dann geht dieser Lob in Umleitung an Fabian Köhler (ist mir schon ein wenig peinlich, dass ich so ungenau gelesen hab....) ich denke hier spielen viele Faktoren eine Rolle...

aber beziehe diesen Lob auch ruhig mal auf Dich - allein, dass Du den Artikel veröffentlicht hast....

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