Der brave Christ?

Montag, 7. Juni 2010

Was für ein Segen, dass es in diesem Land kaum von Religiosität berauschte Menschen gibt! Das ist ein Glücksfall, den uns die Säkularisierung einhandelte. Ein zufälliges Glück, wenn man das so salopp festhalten darf - und ein Glück auch für eine Studie, die nun ihren langen Weg durch die Vorzimmer und Institutionen der Vierten Gewalt nimmt, die von jungen Muslimen behauptet: je gläubiger, desto brutaler. Und noch etwas weiß die Studie zu erzählen: Junge Christen mit steigender Religiosität begehen weniger Straftaten. Das Christentum als Hort der Lämmer - der Islam: ein heulendes Wolfsrudel?

Leben, die regelmäßig mit Ideologie unterspritzt werden, pflegen stets einen Hang zur Gewalt. Dabei ist die Beschaffenheit der Ideologie unerheblich - ob profane Ideenlehren, ob Kommunismus oder Kapitalismus, Progressivismus oder Konservatismus: erst zum Gedankengebäude errichtet, zum Sockel für die Lebensplanung, wohnt dem -Ismus immerzu die Brechstange, das brachiale Stemmeisen inne. Den sakralen Ideologien ergeht es da kaum anders: wer sein Leben zwischen die Gebote, Vorgaben, Engstirnigkeiten einer strikten Religionsauslegung quetscht, inhaliert die Gewaltbereitschaft mit, selbst wenn sich diese oftmals zunächst im rüden Wort oder nur im barschen Vorurteil gegen Andersglaubende artikuliert. Die Gebote und Dogmen von Ideologien für lose Empfehlungen zu halten, nicht für Patentrezepte und imperative Instruktionen: das läßt Gewaltpotenzial schwinden; wo sich starre Lehrsätze und verbindliche Dekrete lockern, da löst sich auch die Gewaltwilligkeit aus ihrer fortwährenden Alarmbereitschaft.

Und genau dies ist das Glück jener Länder, die in den Genuss der philosophischen Aufklärung kamen. Zwar haben die Aufklärer dereinst die Religion nicht zertrümmert - was ohnehin ein aussichtsloses und unmenschliches Unterfangen gewesen wäre, weil die sakrale und transzendente Idee eine allgemeine Bedingung des Menschseins ist -, aber sie haben bewirkt, dass die zwanghafte Haltung zum Christentum, zum Katholizismus ebenso wie zum Protestantismus, abgelegt werden konnte. Dies jedoch nur einerseits, denn indirekt hat die Aufklärung, die später in einer bürgerlichen Revolution (1789 bis 1799) gipfeln sollte, eine Verlagerung des Sakralen verordnet. Gott war insofern tot - schon lange vor Nietzsche -, später kurzzeitig unter Robbespierre durch ein nebulöses Höchstes Wesen ersetzt und dekretiert, aber die Inbrunst, die theokratische Aufwallung, sie verlagerte sich aufs Irdische - die Profanisierung der Spiritualität stattete die ideologischen Kodizes stammend aus religiöseren Tagen mit einem neuen Überbau aus, zerrte die Glaubensbereitschaft zu Boden, materialisierte die Glaubenswilligkeit, verlagerte sie dorthin, wo die Bourgeoisie auch etwas davon hatte - ins schöne neue irdische Himmelreich der Arbeit.

Schon damals erklangen viele Stimmen, die von der Revolution mehr als enttäuscht waren. Sie hätte nicht befreit, wäre die Revolution feiner Damen und Herren, nicht der Sansculotten gewesen; hätte die starren Rituale der Kirchen profanisiert, hinübergerettet ins bürgerliche Interessenslager, die langsam ins Rollen kommende ökonomische Umstrukturierung der Gesellschaft zu einer Form neuen religiösen Wahns gemacht. Paul Lafargue erläuterte, dass die Siebentagewoche von den Revolutionären durch eine Zehntagewoche ersetzt wurde, damit der Bauer und Arbeiter neun anstatt sechs Tage seiner Pflicht nachkommen dürfe - gleichwohl wurde die endlose Litanei an katholischen Feiertagen aufgehoben, die gut ein Drittel des Jahres die Arbeit verbot. Und natürlich: es wurde ein Recht auf Arbeit postuliert, ein Menschenrecht, welches - nochmals mit Lafargue gesprochen - nichts weiter als ein Recht auf Elend sei, weil es Menschen nicht befreit, sondern in Abhängigkeit drängt. Die zur Ideologie verkommene Programmatik von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit pickte sich die Rosinen der kränkelnden sakralen Ideologien heraus, riss sie ins Profane und überhöhte die eigenen Dogmen zu fast schon religiösen Lehrmeinungen.

Zurück zur Aussage der Studie. Sie erklärt, dass gläubige Jungchristen weniger Straftaten begehen, während bekennende Jungmuslime sich radikalisierten. Ginge man von der oben vertretenen These aus, dass glühend verfochtene Ideologien sich aus Gewaltfreude speisen, so muß etwas mit dem hiesigen Christentum, so wie es heute praktiziert wird, nicht ganz stimmen. Und tatsächlich mangelt es hierzulande wahrscheinlich an religiöser Ernsthaftigkeit. Man jubelt senilen Kirchenoberhäuptern zu, die sich hinter Panzerglas schützen lassen, obgleich sie Gottvertrauen predigen; man feiert diese durch die Gegend fahrenden Anachronismen dafür, dass sie Verhütung gleichso verdammen wie vorehelichen Sex; feiert rauschende Feste mit Millionen Mitgläubigen und kürt Religion für chic, Glauben für voll im Trend - Popchristentum, Schönwettergläubige, SMS-Betschwestern: das ist Glaubenseifer der Voll-geil- oder Voll-krass-Generation. Das stille Kämmerlein, in dem die Zwiesprache mit Gott gesucht werden soll: es ist schlichtweg ungeeignet für eine Glaubensmentalität, die sich nicht für sich begreift, aus dem selbstbestimmen Bedürfnis nach Spiritualität nährt - im Kämmerlein wird man nicht gesehen, im Kämmerlein bewundert man das eifrig sich bußfertig gebende Schäfchen ja nicht. Wie soll man Gott im dunklen Kämmerlein finden? Dunkel ist es dort und ob der Herr die Langeweile bevorzugt, muß arg bezweifelt werden - nein, er liebt wohl eher das große Zeremoniell, die gigantische Massenparty! Da findet man ihn heute in Europa eher: im Happening, im Spektakel, beim Gottesdienst-Event - und danach strömen die Schäfchen zurück in ihr irdisches Dasein, haben genug Himmelreich für heute, halten Ausschau nach weiteren Großkundgebungen, nach weiteren Himmelreichsparteitagen unter dem gekreuzten Logo, dem Wiedererkennungseffekt des Herrn.

Nicht verwunderlich also, dass das, was sich heute Christ nennt, keinen Hang zur Gewaltausübung kennt. Der mitteleuropäische Christ, jedenfalls der durchschnittliche Typus, ist nurmehr Wrack seiner Ahnen im Geiste, kennt weder Bußfertigkeift noch Leidensfreude, nimmt Krankheit und Todeserfahrung nicht mehr stoisch und gottergeben hin, mit Houellebecq gesprochen: ist seines allumfassenden, allordnenden Regulativums enteignet, vorgestossen in eine rein materielle, rein ökonomische, rein entmenschlichte Welt. Das heute gelebte Christentum ist keine Ideologie mehr, es ist ein Trümmerhaufen, der zum Pop-Stil mutierte, zum trendy Fetisch, zum rauschenden Massenbesäufnis. Und das brennende Schwert, Zeichen für einen wehrhaften Glauben, oder das Autodafé, Mahnung an Andersglaubende: der moderne Christ kennt dies - Gott oder wem auch immer sei dank! - freilich überhaupt nicht mehr. Jene christlichen Gruppen, die von den Auswüchsen der Aufklärung und der Gegenreformation in die Neue Welt flüchteten, konnten sich ihren Enthusiasmus hingegen bewahren. Für evangelikale Gruppen in den Vereinigten Staaten ist das flammende Schwert heute kein Fremdwort - nie gewesen. Da wird mit der üblichen Penetranz bibelfester Naivlinge gegen Schwule und Alleinerziehende gemosert, da werden Schwangerschaftsabbrüche mit Kieferbrüchen vergolten und manches Lotterleben unter die Erde gebracht. Der europäische Christ kennt solche Zudringlichkeiten kaum noch, wenn doch, dann in sehr gemäßigter, beinahe schon niedlicher Variante: Das ist das Glück Mitteleuropas! Und es ist gleichzeitig das Pech von ebenda!

Denn der christliche Gott tötet nicht mehr, er zürnt nicht mal mehr. Ein ausgetrocknetes Wesen ist er, undefinierbar, stets nach Nischen schnüffelnd, in die er vielleicht sein müdes Fleisch ablegen kann, um dort drinnen möglicherweise nochmals eine kleine, bescheidene Renaissance zu erleben. Nein, Kreuzzüge sind nicht mehr der letzte Schrei - aber die Welt ist nicht besser geworden. Das ideologische Hardlinertum, so hieß es weiter oben ja schon, habe in der bürgerlichen Welt, die mal mit Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ihren Anfang nahm, Fuß gefasst. Von dort zog es in die Welt - als Kanonenboot. Mit gleichnamiger Politik, im Namen des heutigen Gottes, des Profits; mit Unterstützung und Beratung seines Klerus, von Nadelstreifen tragenden Wirtschaftspriestern, hat die Gewaltbereitschaft der totalen gesellschaftlichen Durchidealisierung überlebt. Heute töten nicht mehr Christen, heute morden Wirtschaftsdelegierte, die zufällig Christen sein können, von ihren Schreibtischen aus, Kunden meucheln aus dem Supermarkt heraus, Angestellte töten für Salär und die Gesellschaft, die sich etwas abstrakt Staat nennt, läßt von Soldatenhand verstümmeln. Das stolze Europa, großspurig, weil es die Gewalt aus der Religion forttrug, es macht sich selbst diese Reife nur vor: die Gewalt ist nicht entschwunden, der Europäer nicht reifer geworden - er hat sie nur dem irdischen Treiben, der ökonomischen Ideologie überschrieben.

Je gläubiger, desto brutaler, verkündigt die Studie. Grundsätzlich richtig - nicht nur für jene Moslems, die engstirnig an Glaubenssätzen haften. Je intensiver dem Marktglauben gehuldigt wird, desto beschwingter schreitet die Glaubensgemeinschaft zur Gewalt, desto brutaler vertritt sie ihren einzigen und wahren Glauben. Dem Islam, sofern man ihn bewusst und rein vorschriftsmäßig lebt, dabei jene Suren tilgt, die von Nächstenliebe und Respekt erzählen (so wie viele Evangelikale ebenfalls nur das aus der Bibel herauspicken, was sie für ihre Betonköpfigkeit benötigen), einen besonderen Hang zur Brutalität zu unterstellen, ist schon ein dreistes Stück - denn er ist fundamentalistisch praktiziert ebenso gewaltsam wie jeder profane oder religiöse Fundamentalismus auf dieser Welt. Jene Studie hätte sich mit der Bedeutung vom heutigen Christentum auseinandersetzen müssen - und sie dürfte nicht so daherkommen, als sei Christentum tendenziell gewaltarm, der Islam hingegen gewaltbereit. Beide sind gewaltsam, beide wären es, wenn sie radikalisiert gelebt würden - was beide in vielen Teilen der Welt tun. Das europäische Christentum wird jedoch so nicht mehr gelebt, weil es sein Gewaltpotenzial in die Ökonomie schickte - was einst der Terror der Inquisition war, ist heute - frei nach Viviane Forrester - der Terror der Ökonomie.

Ein Segen also, dass das Fundament des europäischen Christentums derart mürbe, derart unterhöhlt ist. Und nebenher: dass die hier lebenden Moslems zum Großteil aus solchen Ländern stammen, die einst dem Osmanischen Reich unterstellt waren, das eine Form von aufgeklärten, weltoffenen Islam - (historische Nähe der Hohen Pforte zu Frankreich, später Tanzimat) - seinen Nachfolgestaaten vererbte, letztlich somit selbst eine verwässerte Religion ausüben, soll hier nur als Fußnote erwähnt werden. Als Fußnote auch dafür, dass religiöse Gewaltausbrüche, wenn überhaupt, heute nurmehr als Surrogat für sozio-ökonomische Notstände herhalten müssen - in den radikalen islamischen Republiken und Diktaturen ist nicht der Islam der Agitator: es sind die äußeren Einflüsse, der freie Welthandel, der frei nur für die großen Industrienationen ist, die den Mullahs Personal an die Brust treiben. Hatte der Islam Anfang des 20. Jahrhunderts beinahe schon verspielt, durch Nationalismus und Autonomiebestrebung abgewirtschaftet, wäre fast einem progressiven Modernisierungswillen erlegen, so erfuhr er durch äußeren Druck der Welthandelsmächte eine Wiedergeburt - die einzige Chance für das Christentum wäre es demnach, wenn Europa von einer ökonomischen Allmacht gegängelt und jahrelang unterdrückt würde. Dann radikalisierten sich auch Christen, würden zurück zu ihren Wurzeln kriechen. Nur: dann wäre es auch nicht das Christentum, das per se gewaltbereit wäre - es stünden sozio-ökonomische Gründe dahinter.

24 Kommentare:

gerdos 7. Juni 2010 um 10:17  

".......wohnt dem -Ismus immerzu die Brechstange, das brachiale Stemmeisen inne." Das ist zu dogmatisch und allgemein. Was ist denn mit Humanismus, ethisch motiviertem Vegetarismus/Veganismus und Altruismus? Sonst hätte ich an diesem Text nichts auszusetzen.

persiana451 7. Juni 2010 um 10:35  

Es wäre nicht schlecht, wenn sich das Christentum mal wieder auf das Zinsverbot besinnen würde. Kriege werden heute allzu häufig mittels der Herrschaft über das Geld geführt. Der Zinsmechanismus führt zu einem überproportional anwachsendem Reichtum einiger weniger, die mittels Erpressung die politischen Vorgänge bestimmen. Früher wurde das Zinsverbot wohl eingehalten, weil ein Staat unter letztendlich dem Herrscher "von Gottes Ganden" gehörte und der wollte sich natürlich nicht in der Schuldenfalle verfangen.

Jetzt wo ein Staat dem "Volk" gehört und den Herrschern das Geld, mit dem sie fröhlich mitspekulieren und sich bereichern können, ist das egal, da braucht man natürlich kein Zinsverbot mehr. Es gehört immer noch alles dem Adel, heute nicht mehr von "Gottes" sondern von Geldes Gnaden.

Aber darüber redet ja niemand. 300.000 Menschen sind für die Ökumene auf die Straße gegangen, und dort hat man unter anderem für "die Armen" gebetet. Ich wünschte mir, mal gegen Hartz IV (absolut unchristlich!), gegen Krieg oder die immer mehr um sich greifende Überwachung auch nur einen Bruchteil davon zusammen zu bringen - das kann aber nicht gelingen, weil die meisten Menschen immer noch Schäflein sind - wenn nicht irgendein "Führer" ihnen sagt, sie sollen da und da hingehen, dies und das lesen oder tun, tun sie es nicht. Und nachdenken tun sie schon gar nicht.

Religion ist noch nie etwas anderes gewesen, als ein Mittel, um Untertanen zu manipulieren. Manchmal wurde sie durch andere Bekenntnisse ersetzt (z.B. durch den Kommunistischen "Glauben" an eine Diktatur des Proletariats oder den "Glauben" an den "American Dream", den "Glauben" an die "anthropogene Klimaerwärmung" usw.)

Mag schon sein, dass Angehörige des muslimischen Glaubens gewaltbereiter sind als andere. Ich zweifle es zwar an, auch wenn diese Studie behauptet, das "bewiesen" zu haben - aber selbst wenn es so wäre, müsste man es im Kontext sehen zu den weltweit agierenden angeblichen Angehörigen des christlichen Glaubens, die die Welt mittels ihres im Christentum eigentlich verbotenen Zinsmechanismus auf brutalste Weise ausplündern...

Daniel Limberger 7. Juni 2010 um 11:17  

Lieber Roberto,

cih stimme Dir fast vollständig zu, der Religion sind in Europa die Zähne gezogen worden - nun muss sich die Macht (der Staat) nicht mehr nahc religiösen Maßstäben messen lassen und gleichzeitig bleiben die Gläubigen durch ihren Glauben GUTE UNTERTANEN.
Was ich allerdings für einen Fehler halte ist Deine Äußerung, wonach "die sakrale und transzendente Idee eine allgemeine Bedingung des Menschseins ist".
Darin liegt meines Erachtens ein Fehlurteil, denn Du solltest eines bedenken: Warum haben 300 Jahre Aufklärung den religiösen Wahn nicht beseitigen können? Weil die Gesellschaft immer noch so eingerichtet ist, dass die Interessen des Einzelnen KEINE Berücksichtigung finden, sondern in der Eigenverantwortung liegen. Und da diese Interessen bei den meisten, den Verlierern, nicht zum Zuge kommen, eben scheitern, deshalb suchen sich die Menschen einen "Sinn im Leben" - weil das Leid sonst viel unerträglicher wäre. Sie möchten aber ihren Schaden und ihr Leid SINNVOLL interpretieren, also suchen sie Gott oder etwas Transzendentales, das ihrem Leiden einen Sinn verleiht.
NEIN! Ihre Leiden IST sinnlos - die materiellen Bedürfnisse ALLER Menschen wären heute zu befriedigen, natürlich nicht im Kapitalismus, nicht in einer Ordnung des Privateigentums, nicht in einer Geldwirtschaft, nicht in Verhältnissen von Macht und Herrschaft - sondern nur in einer planvollen Produktionsweise, in der ALLE Bedürfnisse berücksichtigt werden und die Arbeit gleichmäßig und rotierend aufgeteilt wird. Wie denn sonst?
Und dann gibt es keinen Grund mehr, religiösem oder transzendentalem Wahn nachzuhängen.

Einerseits macht der Glauben das Leben auch nicht einfacher – die Menschen haben die alltäglichen Sorgen dennoch, die sie zu erledigen haben – dazu aber auch noch einen Gott über sich, dessen Geboten sie zu folgen haben.
Und andererseits dient die Religion dazu, Herrschaft zu legitimieren. Wovon faseln die Gläubigen? Von einem GUTEN HERRN – und so stellen sie sich dann auch die weltliche Herrschaft als IDEAL vor: einen GUTEN HERRSCHER müsste man haben. Auf die Idee der Schädlichkeit von Herrschaft überhaupt kommen solche Gesellen dann nicht mehr.
Übrigens, entweder Gott wäre die Güte in Person – dann wäre er aber ziemlich machtlos angesichts des Elends in der Welt – oder aber Gott IST allmächtig, dann ist es aber angesichts des Elends mit seiner Güte nicht weit her. Oder aber, dritte Variante, er ist gütig und allmächtig, hat den Menschen aber die tolle Freiheit gegeben, sich gegenseitig das Leben zur Hölle zu machen – dann wäre Gott ein furchtbarer Zyniker. So kann man den Gläubigen doch auch mal kommen, um ihnen ihre DUMMHEIT vor Augen zu führen.
Noch was, die Moral: die wird ja immerzu eingefordert, eben WEIL sie nicht in der Wirklichkeit zum Tragen kommt – der kapitalistische Wahnsinn, ja der ruft die Moralprediger auf den Plan – denn es müsste ja alles nicht sein so schlimm. Von wegen, das gehört dazu. Und die karitativ im Namen der Moral Tätigen sind dann die - übrigens immer viel zu kleinen - Trostpflaster für die Schäden einer Konkurrenzwirtschaft, die diesen Planeten zur Hölle auf Erden macht.
Mein Standpunkt ist nicht als Beleidigung Gläubiger gedacht, er ist nicht persönlich gemeint – er soll nur die Dummheit der Urteile religiöser Menschen über die Welt aufzeigen.

Mehr dazu weiß der GegenStandpunkt zu sagen, z. B.

- „Der Tod des Papstes – eine fundamentalistische Feier der herrschenden Moral“ (12.05.2005, Bremen, Jonas Köper) (DIREKT HIER: http://doku.argudiss.de/?Kategorie=all)

Liebe Grüßle

Daniel

„Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten,
sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“
(Theodor W. Adorno)

Marti 7. Juni 2010 um 11:21  

Woher kommt die Gewalt von Muslimen?

Nach klassischem islamischen Recht sind "Blut" (dam) und "Gut" (mal) von Nichtmuslimen nicht geschützt. Ihr Blut darf sünd- und straflos vergossen werden, ihr Gut darf ihnen von Muslimen genommen werden.

Wenn sie den Muslimen demütig eine Kopfsteuer (dschizya) zahlen, können sich sich für ein Jahr ein Recht auf Schutz erkaufen.

Nur Juden und Christen haben diese Möglichkeit. Atheisten, Polytheisten, Dualisten und andere, wie etwa Buddhisten, haben diese Möglichkeit nicht.

Die Normen sind nach feststehenden und stringenten Regeln (usul al-fiqh) aus der göttlichen Offenbarung (Koran und Sunna) abgeleitet und gelten als gottgegeben und unveränderlich.

Eine Unterscheidung zwischen Recht und Moral kennt der orthodoxe Islam nicht. Die oben genannten Gesetzesregeln sind folglich gleichzeitig auch moralische Richtlinien.

christophe 7. Juni 2010 um 12:28  

Sicher, im Vergleich zu den USA mutet der militante Christianismus in Europa eher bescheiden an. Aber Vorsicht! Erst kürzlich verprügelte ein Trupp junger Katholiken zwei Schwule, die sich in der Nähe von Notre Dame geküsst hatten. Historisch war es schon immer so, dass mit der ökonomischen Krise abstruse Ideen neue Anhänger fanden. Noch sind es kleine sektiererische Grüppchen, die mit dem Versprechen, zur kommenden Elite zu gehören, einige Deklassierte betören. Aber mit zunehmendem Druck sind wieder die einfachen Erklärungen gefragt. Auch das europäische Christentum ist noch ein fruchtbarer Schoß für solche Bewegungen. Das wäre vor allem dann fatal, wenn der herrschende Geldadel zum Bündnispartner wird.

He-Ka-Te 7. Juni 2010 um 12:44  

Ein First-Class Artikel! *thumbs up*

Roberto J. De Lapuente 7. Juni 2010 um 13:00  

Der Humanismus mag tatsächlich eine Ausnahme sein, die die Regel erst zur Regel macht - aber gerade die Militanz mancher Vegetarier und Veganer, die Fleischesser zu Mördern machen, zeigt doch deutlich, wohin -Ismus führt. Wird aus einer Lebensweise erst ein -Ismus, wird es gefährlich...

Anonym 7. Juni 2010 um 13:01  

Lewis Mumford hat mit dem „Mythos der Maschine“ die Grundlage gelegt für eine radikale Religionskritik der modernen Gesellschaft. Er datiert dort die Renaissance des altägyptischen Sonnenkultes als hegemoniale Religion in Europa auf die Ersetzung des geozentrischen Weltbildes durch das heliozentrische Weltbild. Die Gewaltexzesse der Moderne, etwa die maschinell industrialisierte Massenvernichtung in zwei Weltkriegen, sind konkrete Realisierungen dieser fürchterlichen Religion, welche später sowohl im kapitalistischen Westen wie auch im sozialistischen Osten in Form des atomaren Wettrüstens ausgiebig praktiziert wurde.

Ein Monotheismus, der den Namen verdient, begreift den Sonnenkult - hier in Gestalt des naturwissenschaftlichen Weltbildes als universale Welterklärung - historisch mit dem Exodus aus Ägypten als definitiv erledigte Götzenanbetung.

Die Akzeptanz der Evolutionstheorie kann hier als Nagelprobe dienen und bestätigt Robertos Befund: In den USA wird Monotheismus in Gestalt des Evangelikalismus häufiger praktiziert als in Europa und erklärt die umgekehrte Neigung zur Gewalttätigkeit – aber auch nur, solange die unter der Ägide des staatlichen Gewaltmonopols durchexerzierten Exzesse, beispielsweise in der ausufernden Gefängnisindustrie, nicht als Gewalt deklariert werden, sondern als in naturwissenschaftlicher Vernunft – und damit der Sonnenanbetung - begründeten Normalzustand begriffen werden.

Anonym 7. Juni 2010 um 13:09  

@ persiana451

Hartz IV IST zutiefst christlich.

Bitte nicht deren ausgefeilten Marketingstrategie aufsitzen.

Anonym 7. Juni 2010 um 13:54  

Ich stimme zu, dass sich der religiöse Fundamentalismus in die Wirtschaft verlagert hat. Dort wird das Heil und die Erlösung mittels Geld und Güter gesucht. Ach aber ach - selbst wenn jemand es geschafft hat, wirklich viel Geld anzuhäufen, erlöst ihn das keineswegs vom Alter und dem Tod. Also nehme ich an, dass selbst die reichsten Menschen dieser Welt sich irgendein "religiöses" Szenario zurechtlegen, was nach ihrem Tod passiert.

In den Kommentaren wird auf etwas sehr naive Art und Weise Christenbashing betrieben. Vielleicht sollte man sich bewusst machen, was ein Christ eigentlich ist... Eigentlich ist es ein erlöster Mensch, ein von äußeren Bedingungen unabhängiger, souveräner Mensch, so wie z.B. Jesus es selbt im NT, das sicher entschärft wurde, mehrmals sagte. So gesehen gibt es wahrscheinlich nicht einen einzigen Christen auf dieser Welt.

Abgesehen davon, scheint der heutige zahme Katholizismus Einigen immer noch zu offensiv zu sein:

Oberammergauer Passionsspiele werden vom christlichen Ihnalt bereinigt

Übrigens: Auch der Humanismus ist nicht erstrebenswert. Alle ...ismen sind Gruppierungen, die Anführer haben. Und da beginnt das Elend....

Uschi Basfeld 7. Juni 2010 um 14:07  

Whow! Einen fetten Applaus, Du Sprachkünstler!

Lutz 7. Juni 2010 um 15:07  

Schön ausgearbeitet im Beitrag fand ich die (Schein)heiligkeit unseres europäischen Christentums. Warum Menschen auch heute noch an Götter glauben kann man nicht rational erklären. Das ist der Mensch mit all seinen oft unerklärbaren Handeln, Denken und Fühlen. Diesen religiösen Unsinn werden wir noch Jahrhunderte oder Jahrtausende ertragen müssen, wie immer die Gesellschaftsform heißt, in der wir leben. Die angesprochene „Studie“ zu jungen Muslimen und ihre Gewaltbereitschaft ist wieder mal nur ein weiterer Baustein um Volksgruppen und Menschen gegeneinander auszuspielen. Dieses Konzept funktioniert mindestens seit Bestehen der sogenannten „Zivilisation“. Nicht mal eine Schulbildung für alle konnte daran etwas Grundlegendes ändern. Wobei Bildung wohl das falsche Wort ist. Es ist mehr eine AUSbildung für den Gott „Markt“. Allerdings wird auch keiner daran gehindert sich darüber hinaus Wissen anzueignen um sein Umfeld besser Beurteilen zu können, das muss man fairerweise auch mal sagen.

Traurig finde ich Ihre „Ismus“ Phobie. Ein Teil der Kommentare hier passt dann leider auch dazu. Dieses „Blockade“ ist ein Kontra zu ihren oft sehr schönen und tiefsinnigen Beiträgen. Denn leider bleiben sie damit nur ein Träumer, der an den Realitäten dieser Welt zerbrechen wird. Im Kampf gegen Kapitalismus und Marktmacht sind sie leider kein Hilfe. Mit Ihnen kann man dabei nicht rechnen. Das ist schade.
MfG Lutz

Anonym 7. Juni 2010 um 16:28  

Zu den Irrlehren in -ismus gesellt inzwischen auch der Journalismus (diese Theorie wird täglich erneut bewiesen und gestützt).


Anhänger des 04.08.1789

Anonym 7. Juni 2010 um 21:34  

Lieber Roberto J. de Lapuente,

du hast aber völlig vergessen, dass das Christentum auch nur ein Teil der Marktwirtschaft geworden ist.

Man tanzt heute, als Beispiel, auch im Vatikan nur ums Goldene Kalb - neues Werk, dass hier aufschlußreiche Erkenntnisse bringt in Buchform: "Die Vatikan AG".

Es soll direkt aus Kirchenkreisen, und eben nicht von Kritikern stammen.

Mehr dazu hier:

"[...]Die schmutzigen Geschäfte der VATIKAN AG[...]"

Quelle und kompletter Text - eine Art Nachdenkseiten für Konfessionsfreie, Atheisten und sonstige Religionskritiker:

http://hpd.de/node/9505


...der Humanistische Pressedienst...

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

PS: Die protestantische Fraktion ist sicher nicht besser als die katholische, da bin ich mir fast sicher...aber hier geht es um den Vatikan & dessen Verstrickung in - sagen wir mal so unethische Geschäfte....

Anonym 7. Juni 2010 um 21:37  

Noch was:

Irgendwo las ich einmal, dass der Islam eine reine Händlerreligion wäre (Mohammed soll Händler gewesen sein), und die Konkurrenz zwischen Neoliberalismus und Islam so sogar eine marktreligiöse Seite hat....

...Frei nach Highlander:

"Es kann nur eine Marktreligion geben...."

Sollte man einmal darüber nachdenken, und zwar ohne Denkblockade...

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

PS: Die Rivalität unter Verwandten ist doch am Schlimmsten, wieso soll es da zwischen Islam und Neoliberalismus nicht auch so sein?

Anonym 7. Juni 2010 um 22:04  

"Braver Christ" und böser Muslim?
Klar, Feindbilder oder Sündenböcke braucht die Gesellschaft!
http://www.newdeal20.org/2010/06/07/the-g20-votes-for-global-depression-11750/

Christian Klotz 8. Juni 2010 um 13:18  

Lieber Roberto,
mach mir nicht den Autismus und den Aktivismus... schlecht. Sonst machst du Dich mit dem BND gemein.

Zum Übergehen zur praktisch werdenden "Brachialitäterei" gehört nämlich schon noch, daß man mit dem Rücken zur Wand zu stehen glaubt.
Wenn das mit der christlich verordneten Alternativlosigkeit so christlich weiter geht, dann gnade uns Gott auch weiterhin vor den guten Christen!
Ansonsten ist der Zusammenhang von Ideellem und seiner Wucht aus der sozio-ökonischen Situation heraus gut herausgearbeitet.
Gruß
Christian

Anonym 9. Juni 2010 um 14:29  

"Das ist zu dogmatisch und allgemein. Was ist denn mit Humanismus,"

Nein, es ist treffend. Sie wollen nur nicht sehen, das auch SIE, also auch ICH, jeder jederzeit ein Fanatiker sein kann. Denn selbst ein Humanismus ohne Schranken führt nach Guantanamo und in den Krieg und schafft sich dadurch selbst ab, weil er auf Erhalt seiner Grundsätze mit Macht besteht.

Es ist treffend und muss bis in die letzte Konsequenz festgehalten werden.

Insbesondere Veganismus möchte ich einmal auf die tiefe Menschenverachtung dieser Klientel hinweisen, die Tiere auf die Stufe von Menschen hebt und Menschen auf die Stufe von Tieren und in aller Regel sogar noch weit darunter stellt.

Wer also seinen eigenen -Ismus vom Fanatismus freisprechen will, ist dem längst verfallen und nicht in der Lage selbstkritisch zu blicken.

MFG

Anonym 9. Juni 2010 um 15:08  

"die sakrale und transzendente Idee eine allgemeine Bedingung des Menschseins ist"

Natürlich ist Religiösität ein Grundbedürfniss für Menschen. Daraus erwächst für den Menschen eben auch die religiöse Hingabe an Dinge (Götzen) oder Ideen. Selbst der Markt und die Nationen gelten als quasi Religion.

Betrachten Sie aus einer Verhaltensorientierten Bedürfnissbefridiegung. Sie liegen nicht falsch, Gläubige geben Verantwortung ab an ihre Idee, an ihre Götze, werden dadurch zu Werkzeugen dieser Ideen und Götzen, der Nation, der sie gerade zufällig angehören oder der sie möglichst gerne angehören wollen.
Je nach dem wie die Definitionen und Begriffsbestimmungen ausfallen, kann man das natürlich auch anders auslegen, aber es passt wunderbar.
Der Religiöse Wahn ist übrigens eine Art der Zwangshandlung unter Zu Hilfe nahme von religiösen Ideengebilden. Aber nicht ein allein stehender Begriff. Religion ist dermaßen im Bewußtsein des Menschen verankert, Hingabe und Dienen ist dermaßen entscheidend in der Geistesstruktur des Menschen, das das, woran er sich hingibt, immer sein ganzes Wesen mitprägt.
Es (Seine Religiöse, Quasireligiöse Hingabe Objekt) nimmt seine Aufmerksamkeit, seine Zuneigung in Anspruch. Er (der "Gläubige")unterwirft sich und führt sein Leben innerhalb eines Wertekanons, das die Mitbestimmung seiner religiösen und quasireligiösen Objekte beinhaltet.

So gesehen kann ein Mensch nicht ohne Religion leben, wenn man Religion nicht einfach als ein "pillepalle zweimal im Jahr Gotteshausbesuch" versteht, sondern Religion wie es im urchristentum war, als eine Lebensweise und entsprechende Lebenshaltung begreift, was ja auch den heutigen Konflikt zwischen Islam und Christenheit häufig erklärt. Während der Islam eher ein Lebensmaßstab für den Alltag ist, ist das Christentum zu einer reinen Showveranstaltung am Sockel der Gesellschaft verkommen.

Also, der Mensch braucht Werte, um sein eigenes Handeln auszurichten. Das ist definitiv so. Woher soll er diese Werte nehmen? Wenn sie Allgemeingültigkeit haben sollen, muss es eine Institution sein, die diese Werte bestimmen kann und der Mensch muss diese Werte verinnerlichen. Es bringt in diesem Sinne nichts, wenn Religion zur Show eigener Selbstherrlichkeit wird.
Leider fehlt mir die Zeit es noch genauer darzulegen, aber prinzipiell sollte es verständlich geworden sein.

Anonym 9. Juni 2010 um 15:18  

"der Humanistische Pressedienst"

Ein schönes Beispiel für Humanisten, die im Gewand des Atheismus, mit radikaler Propaganda, die sich nicht vor den Instrumentalisierungen oder Verleumdungen, Simplifizierungen üblicher Propaganda abgrenzt. Ein Haufen Nichtgläubiger, die ihren Nichtglauben zum Glauben erhoben hat und als eigentlich völlig Unbeteiligte das Thema abhaken sollten, es aber nicht können. Sie kämpfen gegen die Religion, nicht weil sie mehr auf dem Kerbholz hätte, sondern weil sie den Beweis brauchen das sie Recht haben und Religion die Wurzel allen Übels sei.

typisches Scheuklappendenken von Fanatikern.

MFG

Anonym 9. Juni 2010 um 18:52  

"[...]typisches Scheuklappendenken von Fanatikern[...]"

Gutgemeiner Rat von mir:

Lesen Sie Ihre Äußerungen über Atheisten, Humanisten, Konfessionslose und Religionskritiker noch einmal, und denken Sie das nächste Mal nach über was Sie schreiben, bevor Sie sich selbst als scheuklappendenkender Fanatiker outen - mit Ihren eigenen Worten, wo Sie von sich auf andere schließen wollen.

Das Selbstverständnis des "Humanistischen Pressedienstes" finden Sie hier:

http://hpd.de/ueber

...nur für den Fall, dass Sie es auch lesen wollen, und nicht weiter mit Scheuklappen herumrennen, wenn nicht sofort das Wort Atheist, oder Humanist, fällt.

Wer übrigens Atheisten, oder auch nur Religionskritikern, keine Moral unterstellt, der findet es wohl auch normal, dass die Religionen Moral predigen, aber sich gegenüber Schutzlosen amoralisch verhalten...Stimmt's?

Eine Gemeinsamkeit von Religionen und Neoliberalen - Die Opfer sind schuld, nicht die die die Opfer erst in deren Status gebracht haben (=Täter). Einziger Unterschied, die Neoliberalen haben von den Kirchen gelernt, und betreiben dies erst seit kurzem, während die Religionen diese Praxis seit Anbeginn betreiben...und dann noch von Moral reden....schämt euch....

Wer übrigens Humanisten und Atheisten, auch so ein beliebtes Vorurteil, Glauben unterstellt, der weiß nicht was Gottlosigkeit in der Praxis bedeutet, und schreibt über etwas, dass er nicht kennt, und daher....auch wieder typisch christlich...verteufelt....

Lachhaft, die bösen Atheisten......und die Humanisten erst.....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 10. Juni 2010 um 12:59  

"Das Selbstverständnis des "Humanistischen Pressedienstes" "

Das Selbstverständniss bei Fanatikern ist immer eines, das das eigene Bild zum Recht verklärt.

Ich brauche nur die Zeichnungen und die Propaganda anschauen und sie mit fanatischer Propaganda vergleichen. Die Texte sind genauso lüstern an der Hasstreiberei.

HPD will nicht aufklären, sondern einen Keil zwischen Menschen treiben. Die Köpfe der neuen Atheistenclubs sind häufig selbst Menschen, die unter heuchlerischer Religion gelitten haben, ich werfe diese Haltung niemandem vor. Sie müssen dieselbe aber auch nicht abstreiten wenn sie sich durch das, was dieser selbsternannte humanistenclub so tut und vor allem wie er es tut.

Ihre eigene radikalität kommt jedoch zum Ausdruck, alleine schon weil sie auf jede meiner Äußerungen wie ein Biest aufspringen, sie zersetzen wollen, sie zerreißen und mit einer Vehemenz gegen jede Versöhnlichkeit in Ton und Schrift opponieren.

Eine Verhaltensanalyse können sie nicht abschaffen. Wer sich hinter Ideen versteckt und diese im Kampf gegen die Religösen Ideen als Schutzschild seiner selbst und seiner eigenen Gerechtigkeit darstellt, wer so handelt ist offensichtlich ein Fanatiker und handelt genauso wie ein Religöser Mensch.
Das sie behaupten, der Atheismus mit seinem Glauben an etwas das er nicht beweisen kann, sei kein Glauben, der offenbart schlicht mit dieser Haltung seine mangelnde Einsichtsfähigkeit.

Ich bin nur Beobachter in meinen Darstellungen.

Wer übrigens Atheisten, oder auch nur Religionskritikern, keine Moral unterstellt, der findet es wohl auch normal, dass die Religionen Moral predigen, aber sich gegenüber Schutzlosen amoralisch verhalten...Stimmt's?

Alleine mit diesem Satz outen Sie sich definitiv als tumber Manipulateur. Sie unterstellen mir etwas, was aus meinen Texten gar nicht hervorgehen kann. Weiterhin unterstellen sie der Religion die alleine Schuld für eine Sache, die am Ende nicht nur an der Religion, sondern auch am Zeitgeist hing und einige andere Komponenten hatte. Natürlich stimme ich Ihnen zu, daß es im Falle der heuchlerischen Religion eine Doppelmoral ist, aber ist es das nicht auch wenn ein staatlich bestimmter Kinderbetreuer oder Eltern sich an Kinder vergreifen, die ja auch Schutzbefohlene in ihren Händen halten? Es ist also nicht in erster Linie das Verbrechen der Institution, sondern der Einzelperson. Die Institution macht sich darüber hinaus schuldig, klar.
Merken Sie also wieder einmal nicht, daß sie selbst blind sind für ihren eigenen Fanatismus?

Anonym 10. Juni 2010 um 15:59  

Obwohl ich die Beiträge auf dieser Seite gerne lese, finde ich es sehr schade, dass hier wieder mal auf Veganern rumgehackt wird. Deshalb fühle ich mich genötigt, kurz etwas klarzustellen.

Es ist überhaupt nicht menschenverachtend, vegan zu leben - ganz im Gegenteil: Es könnten viel mehr Menschen ernährt werden, wenn man auf den Umweg der tierischen Produkte verzichten würde (man bedenke, dass TÄGLICH mehrere zehntausend Menschen verhungern). Von den ökologischen Folgen der Fleischproduktion ganz zu schweigen (sie ist schlimmer für die Umwelt und das Klima als der gesamte globale Fahrzeug-/Flugverkehr).

Ich persönlich setze die "Menschen" keinesfalls auf die Stufe der "Tiere", sondern ich will möglichst viel unnötiges Leid und Blutvergiessen verhindern.

Dass es auch Misanthropen unter den Veganern gibt, spricht nicht gegen den Veganismus als solchen.

Anonym 10. Juni 2010 um 22:50  

Es tut mir leid, daß ich selbst in dem kurzen Kommentar nicht ausreichend auf Differenzierung geachtet habe.

Eines zeigt allerdings auch Ihr Kommentar: Eine unglaublich naive Weltsicht durch Veganer.

Wer einfach Tierleid vermeiden möchte, soll das tun, für sich, in der stillen Kammer ohne das pharisäerhafte Auftreten in der Öffentlichkeit.

MFG

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