Deutsche dem Deutschland!

Samstag, 9. November 2013

Wieder mal zu wenig. Immer noch nur ein Ganzes und zwei Fünftel Kinder pro Frau und Leben. Einfach nicht ausreichend. Da ist bald kein Staat mehr zu machen. Das scheint von Jahr zu Jahr und von Jahresstatistik zu Jahresstatistik immer offizieller zu werden.

Betretene Mienen, als neulich die geschlossenen Anstalten, die sich öffentlich-rechtliche Anstalten nennen, darüber sprachen. Die Französinnen werfen immerhin zwei Komma zwei Kinder, sagte man dort. Die sterben schon mal nicht aus. Na ja: Weniger schnell. Und hier bemühen sich Fertilitätspolitiker parteiübergreifend um bessere Wurfbedingungen und ernten keine Früchte. Kitas haben sie ausgebaut, Elterngeld eingeführt, jetzt gehe es darum, den schulischen Ganztagsvollzug zu sichern, sagte eine familienpolitische Sprecherin. Ob die wohl schon mal geworfen hat? Ein Ganzes oder nur zwei Fünftel? Und es liegt wohl auch an den Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt, wusste eine Stimme aus dem Off. Nichts Genaus weiß man aber nicht. Die familienpolitische Sprecherin, die versprach, auch bald den Arbeitsmarkt so zu bestellen, dass Sicherheiten Elterngefühle wecken, hatte wahrscheinlich gerade Mittagspause.

Bekommt doch endlich wieder mehr Kinder! Deutsche dem Deutschland! Wegen der Rente? Quatsch. Um die geht es schon lange nicht mehr. Wir haben uns damit abgefunden, dass Rente ein Privatvergnügen zu werden hat.

Aber wer soll denn noch einkaufen gehen, wenn es immer weniger Menschen gibt? McDonalds braucht Laufkundschaft. Und es wäre doch schlimm, wenn die Tafeln schließen müssten, weil die Kundschaft ausbleibt. Überhaupt muss doch auch irgendwer die Hosenscheißer der verbliebenen Eliten kutschieren, waschen, abwischen, in den Schlaf rütteln, überbemuttern, betreuen und füttern. Außerdem gehen Pöstchen verloren und dann gibt es keine familienpolitischen Sprecherinnen mehr. Das wäre besonders schade. Und wer soll denn sonst in Zukunft abgehört werden? Geheimdienste brauchen eine konstante Masse an potenziellen Terroristen. Und Jauch abendliches Massenpublikum. Sonst zahlen die Sponsoren weniger. Und dann würde auch er weniger erhalten und langsam verarmen. Wir brauchen dringend eine zahlreiche Hälfte der Armen, die die andere zahlreiche Hälfte der Armen in Schach hält.

Wenn doch die deutsche Mutter wenigstens zwei Fünftel Kind mehr aus ihren Lenden pressen würde. Da wäre uns doch schon geholfen. Die Wirtschaft wächst und wir haben mitzuwachsen. Kann man die Fertilitätsrate nicht per Gesetz an die Wachstumsraten koppeln? Wir leben doch im Wirtschaftswunder, liest man allethalben. Die guten Indizes müssen doch irgendwie ins Bett zu bekommen sein.

Aber die Überbevölkerung ist ein Problem. Es bekommen nämlich die falschen Leute Kinder. Neger und so. Leute, die kaum bei McDonalds essen, die nur relativ wenig Geld in unsere Fußgängerzonen tragen. Wir brauchen Menschen, mit denen wir was anfangen können. Sieben Milliarden sind endgültig genug. Besonders, weil sie keine Deutschen sind.


11 Kommentare:

Sledgehammer 9. November 2013 um 11:59  

In globaler Zeit, in der den reichsten "10%" beinahe die Eigner der Welt sind und deren Vordenker definitiv wissen, dass deren Ressourcen und die daraus zu erzielenden Gewinne endlich sind, ist man verdeckt bemüht, den "nutzlosen" Teil der Weltbevölkerung zielführend, sukzessive zu reduzieren.
Ob nun der Deutsche, das Deutsche, seine sprichwörtlichen Allroundeigenschaften und seine Alleignung für gegenläufige Aufforstungsbemühungen prädestiniert ist, darf vermutet werden, doch fehlt letztlich der alles erhellende Einblick in das (ent)sprechende Strategiepapier.

Anonym 9. November 2013 um 12:30  

Ehrlich geschrieben, als Deutscher, bin ich eher dafür eine nichtdeutsche Frau zu ehelichen - Die Gründe dafür liegen nicht nur in der Politik. Jede andere Frau, in Europa und weltweit, ist besser als eine typisch dt. obrigkeitshörige Frau, und ja, ich fände es nicht schlecht wenn Deutschland aussterben würde - ist nach 1945 ein Riesenfehler gewesen Deutschland wieder auf die Landkarte zu setzen.....wie man jetzt, dank wirtschaftsmäßigem dt. Größenwahn wohl immer mehr erkennt....als Agrarland hätte es Deutschland auch getan, wie einst W. Churchill vorgeschlagen haben soll....

politisch angewidert 9. November 2013 um 12:32  

Ob wirklich nur die Falschen Kinder bekommen, muss bezweifelt werden.

http://imageshack.us/a/img838/4268/gtev.jpg

http://imageshack.us/a/img94/1861/dt9c.jpg

DirtyDickDaddy 9. November 2013 um 14:06  

Ich pflanze mich vorsätzlich nicht fort, weil Fortpflanzung - heutzutage und unter den gegebenen Umständen - meineserachtens verantwortungslos ist. Auch sähe ich dir freie Entfaltung eventueller Nachkommen als gefährdet, schlichthin als unmöglich an. Adoption ware sicherlich eine Alternative, da es genügend Kinder gibt, die sich nach einer schützenden und liebenden Hand sehnen. Aber beim Kinderwunsch und anschließendem Gebärvorgang handelt es sich bei den meisten Paaren wohl eher um einen Akt der Selbstbefriedigung, welcher weniger mit Liebe, als vielmehr mit Zucht von Klonen zu tun hat - woher sollte die Liebe auch kommen? Ich sterbe gerne aus und beende meinen Stammbaum der Schande freiwillig. Möge mir eine Reinkarnation erspart bleiben. Auf diese Freakshow hier, kann ich dankend verzichten. :)

Maburek 9. November 2013 um 15:14  

Ein großer Unterschied zwischen der Wahrnehmung des Flüchtlingsstroms vor dem "Asylkompromiss" von 1993 und dem, der heute hierher kommt, ist, dass es damals eine politische Debatte gab. Heute wird allseits beschwiegen, beschwichtigt und so getan, als ob es nur um humanitäre Aspekte gehe.
Damals erhob sich wenigstens noch die ein oder andere Stimme, die vor den Folgen warnte oder die Sache auf den Punkt brachte: dass nämlich die Verfassung mitsamt den darin garantierten Rechten einem tatsächlich existierenden Staat zugehöre - und nicht der Insel der Seligen.

Anonym 9. November 2013 um 19:11  

Da gibt es offenbar einige regionale Unterschiede - ganz unabhängig vom Verkehr. In Dresden bemüht sich demnächst also eine neue Generation politisch schwarzbrauner Menschen um neue Führerqualitäten.

Gisela Weber 9. November 2013 um 22:51  

Der gesellschaftspolitischen Analyse stimme ich weitestgehend zu.

Leider stört mich an dem Text, der Begriff "werfen", der einer Entmenschlichung gleichkommt. Jede Geburt ist eine Grenzerfahrung zwischen Leben und Tod und kostet Kraft, Schmerzen, Schweiß und Blut. Der Geburtsvorgang mag für Unbeteiligte unbedeutend sein, ist aber, für die Betroffenen kein Spaziergang, sondern höchste Anstrengung. (So ist z.B. die Müttersterblichkeit, während der Geburt, in den USA, im Vergleich zu den Industrienationen, am höchsten - trotz höchster medizinischer Standards).

Die familienpolitischen Angebote, zwecks Steigerung der Geburtenrate, gleichen die familiären/mütterlichen Investitionen in die Erziehungsleistung - im Vergleich zu der beruflichen Leistung - bei Weitem, nicht aus. Wenn Kinderwunsch zum Existenzproblem wird, dann läuft was schief. Denn, ohne Nachwuchs, entsteht/besteht ebenfalls ein Existenzproblem.

Die Instrumentalisierung der Mutterschaft zu gesellschaftspolitischen Zwecken kann nicht zukunftsweisend sein, denn auch Mutterschaft ist kein Endlos-Generativitäts-Kontinuum, erst recht nicht, trotz allgemein-patriarchaler Lebensfeindlichkeit, patriarchaler Mütterfeindlichkeit, Matriphobie, ökonomischer Entwertung der Mutterschaft und patriarchaler Maßlosigkeit. Der Mangel an: Vitalität, Fruchtbarkeit und Generativität führt zum Verlust von: Zwischenmenschlichkeit, Empathie, Gemeinschaftsfähigkeit und Lebensbejahung.

Anonym 10. November 2013 um 13:02  

Jeder Furz ist Markt® und jeder Lebensbereich, bis in die kleinste Ecke muss Markt® werden, komme was da wolle.

Mir ist schon wieder zum kotzen, aber eins zwei drei, im Sauseschritt ....

In Frankreich wird was für die Familie und deren Planung getan und nicht erst seit kurzem. In diesem Land wird darüber in diversen Laber-, nein Talkshows nur von "Experten" viel rumgefaselt und nix gemacht.

Anonym 10. November 2013 um 13:16  

In der DDR gab es für die Familienplanung zinslose Kredite, die mit sich mit der Kinderzahl auch auf Null reduzierten.

Die DDR-Kinderbetreuung war dort, auch die meinige, gut organisiert und erlebnisreich gestaltet worden.
Zudem lebte ich noch behütet auf dem Lande und das möchte ich nicht missen.

Anonym 10. November 2013 um 15:52  

Das beste was der Welt passieren kann, ist, dass der deutsche ausstirbt.

Roberto De Lapuente 10. November 2013 um 16:31  

@ anonym von 15:52: So ein Unsinn.

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