Keinerlei Schamgrenzen mehr

Montag, 1. Februar 2010

Was der SWR qua "streng vertraulich" eingestuftem Papier will, nämlich den Einfang der "Bürgerlichen Mitte", welche "keinen Information-Overload" wünscht, um vor dieser "zu hohen Komplexität" nicht zurückschrecken zu müssen, weswegen als Folge "Infotainment und unterhaltsame Formen" im Trend lägen - was also der SWR möchte, das kann der BR schon lange. Dies wurde erst kürzlich untermauert, als in der Münchner Runde mal wieder seriös und hochanständig, aber ohne "Informations-Overload" und "zu hohe Komplexität", dafür aber "stark an Witz und Humor orientiert", das beinahe schon volkstümliche Thema, Hartz IV mitsamt desolatem Jubiläum, erörtert wurde. Um der streitbaren Materie auf den Grund gehen zu können, konfrontierte man geachtete Mitglieder dieser ehrenwerten Gesellschaft, mit einem Mann, der vermutlich seit dreißig Jahren arbeitslos ist und für den Arbeit - so sagt er selbst - keine Alternative sei, weil sie einen Zeitvertreib für Blöde darstelle.

Während in Stuttgart noch "neue, witzige Humor-Formate" erträumt werden, die überdies auch noch "sketchbasiert, bodenständig und lustig" sein sollen, vermengt man in München bereits bodenständigen Journalismus mit spaßiger Situationskomik, hat demnach zukunftsträchtiges Infotainment entworfen. Denn da saßen mit Henkel und Blome zwei passionierte Befürworter der Armenverwaltung in ihren Sesseln, verbreiteten ihre haarsträubenden Märchen von fehlenden Beschäftigungsanreizen und prächtig alimentierter Faulenzerei, all das vor den Augen und Ohren eines Alg II-Beziehers - und dann stellt sich letztlich heraus, dass dieser Erwerbslose, der quasi als Stellvertreter für Millionen von Leidensgenossen im Studio Platz nahm, nichts weiter als eine billige Karikatur war. Das Spottbild eines Arbeitslosen, so wie ihn sich die Massenmedien seit Jahren herbeigeschrieben haben, als arroganten, überheblichen Abzocker, der ganz ungeniert ausspricht und vorlebt, was sowieso nahezu alle dieser minderwertigen Sorte Mensch denken und nachleben wollen.

Dies wäre insofern noch erträglich, wenn man eine solche Sendung als Satiregipfel kennzeichnen würde, wenn im oberen linken Eck eingeblendet wäre, dass es sich um eine Dauersatiresendung handelte. Um eine Verquickung von Ernsthaftigkeit und Kuriositätenkabinett, um die Marktanteile im Milieu der bürgerlichen Mitte kassieren zu können, ein Milieu, das "weniger an intellektueller Satire" interessiert sei, womit auch die Plumpheit und der Stumpfsinn solcher Veranstaltungen erklärbar wird. Denn wo intellektuelle Satire nicht erwünscht ist, da braucht es Rampensäue, grobe Derbheiten, den unmittelbaren Schenkelklopfer, um das Publikum aus der bürgerlichen Mitte zu erreichen und zu befriedigen. Keine filigrane Komik, die zunächst gesucht und durchdacht werden muß, sondern Grobiane mit rauhem Witz, mit ungeschlachten Charme und ungeschliffener Clownerie. Nicht dass ein anderes Exemplar Faulpelz, eines berstend vor Arbeitseifer und arbeitssuchender Strebsamkeit, eines, das immer noch reichlich (dumm) mit Zuversicht und Naivität ausgestattet ist, dem ganzen Zauber einen Anstrich von Seriosität verliehen hätte. Solche hockten dort auch schon im Studio und unterstrichen sklavenmoralistisch nur, was als These sowieso schon feststand: das Arbeitslosengeld II sei einfach zu hoch, Beschäftigungsanreize würden durch die Dimension der Regelsätze erstickt. Auch in solchen Fällen nahm die Komödie überhand, wütete die Ernsthaftigkeit mit derselben makaberen Leidenschaft, mit der ein Komatöser Liebesstellungen durchexerziert.

Aber dass das sowieso schon unterirdische Niveau eines Stammtisches wie jener Münchner Runde, nochmals unterschritten werden kann,
das letzte Bißchen an Schamgrenze auch noch fallengelassen wird, indem man einen klischeebeladenen Sonderling einlädt, der als Repräsentant der Hartz IV-Empfängerschaft zu fungieren hat, hätten selbst Schwarzseher - Pessimisten ebenso wie jene, die die Rundfunkgebühren nicht bezahlen wollen - nicht für möglich gehalten. Unmögliches möglich machen - irgendwie war das immer schon ein Motto des Bürgertums. Hemdsärmel hoch, anpacken, malochen und schuften, sparen und Asket sein und letztlich: möglich machen! Kein Wunder, dass man auf dieses bürgerliche Konzept zurückgreift, um die bürgerliche Mitte für sich zu gewinnen, dass man Berge versetzt und miserable Plauderkreise nochmals qualitativ abwertet, sie derart plump und durchschaubar gestaltet, sodass auch der letzte Esel aus Bürgermitten versteht, wo sein Todfeind, sein Parasit und Blutsauger sich schadlos hält. Die bürgerliche Mitte will keine "zu hohen Komplexität", deshalb muß man es ihr so einfach wie möglich machen, das zu erkennen, was sie erkennen soll.

Die Dritten Programme haben sich deshalb "stärker an Gesprächs- und Nutzwert [zu] orientieren", schließlich soll der Zuschauer einen Wert vermittelt bekommen, wenn man ihm Hassobjekte, wie jenen Arbeitslosen aus der Münchner Runde, vor die Nase setzt. Werte, die auch denen etwas wert sind, die unter anderem mit am Tisch saßen, solchen wie Henkel und Blome. Journalismus soll Werte schaffen - Mehrwerte für die einen, Unwerte für die anderen. Unwerte wie aufgeriebene Solidarität, wie Pogromstimmung, wie geschürter Hass, wie zersetzte Mitmenschlichkeit - der Unwert schafft Mehrwert. Ohne Umschweife schafft man ein solches Klima nur, wenn man Sonderlinge wie jenen agent provocateur präsentiert und loslegen läßt. So einer stachelt an, so einer läßt das empörte Blut wallen und fließen, läßt zürnen und verabscheuen, eine ganze Gesellschaftsgruppe ins Abseits gleiten. So einer macht dem erlahmten Reformwillen dieser Tage wieder Beine. Egal ob jener Erwerblose, der ganz keck erzählte, Arbeitsangebote seien ihm einerlei, wirklich ist oder nicht - dieser plumpe Entwurf eines Erwerbslosen dient dazu, gerade jetzt da das Urteil des Bundesverfassungsgericht bezüglich Kinderregelsätze ansteht, eine ganze gesellschaftliche Schicht zu brandmarken, damit in Zukunft neue Maßnahmen von der Öffentlichkeit toleriert werden, die dem Opfer der Sozialpolitik neue Fesseln anlegen sollen. Wenn die Regelsätze womöglich schon höchstrichterlich abgesegnet und damit unantastbar werden, dann muß es die Sanktionswut richten, dann muß gesperrt und drangsaliert werden können, bis der Regelsatz auf ein Minimum verstümmelt ist.

Bevor der Amtsmann walten kann, müssen die Sender ans Werk - der BR war schon fleißig und ist es alltäglich erneut. Es braucht keine Kampagnen, die hie und da gestartet werden. Was not tut ist ein dauerhaftes Klima der leichten Unterhaltung, durchsetzt mit Informationen, die halbwahr und ideologisch aufbereitet sind, die sich letztlich "stärker an Gesprächs- und Nutzwert [zu] orientieren" haben. Objektive Berichterstattung, der Wahrheit verschrieben zu sein, zu hinterfragen und anzuzweifeln - das sind in der locker-flockigen, flapsigen Medienwelt keine Nutzwerte. Ganz im Gegenteil!

42 Kommentare:

Ajax 1. Februar 2010 um 07:33  

Ich weiß nicht wer das Wort Realsatire erfunden und angewandt hat. Ich weiß auch nicht, ob ich von allein darauf kam, das diese Kreaturen eine Karikatur ihrer selbst seien.

(Doch ich weiß genau, daß ich den Beamtenbundsvorsitzenden Krause mal spontan als Karikatur eines Menschen bezeichnete. Nach Krause war und ist es ja heute noch das höchste Gut, das niemand von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt werden darf, aber das nur so nebenbei. Der Mann hat(te) (abendländisch christliche) Werte!)

Was da abläuft ist eine gigantische Realsatire, vor dem Hintergrund der Clownerien der Koalition (aber die wirtschaften ab!). Und wenn man es auch hier vielleicht nicht mehr hören mag? Das können die Akteure sich doch nicht bewußt ausdenken.

Das ist doch ein Fall für den Irrenarzt. Das ist doch Pension Schöller wia im richtigen Leben.

Ralf-zwei.null 1. Februar 2010 um 09:41  

Ich vermag keine Satire in diesem schmierigen Spiel erkennen, im Gegenteil, alles bitterer Ernst. Alles Absicht.
Irgendwie habe ich sie kommen sehen, die Häufung der Kampagnenbeiträge gegen die Hartz-IV-Empfänger im Vorfeld der Urteilsfindung der Verfassungshüter. Wer möchte schon gegen die öffentliche Meinung "Recht" sprechen und sich den Volkszorn zuziehen? Unabhängige Justiz? Sicher...

Anonym 1. Februar 2010 um 10:01  

"Wenn die Regelsätze womöglich schon höchstrichterlich abgesegnet und damit unantastbar werden, dann muß es die Sanktionswut richten, dann muß gesperrt und drangsaliert werden können, bis der Regelsatz auf ein Minimum verstümmelt ist."

Öhm....das geht dann nicht mehr. Sollte das Bundesverfassungsgericht tatsächlich einen Betrag festlegen, sei es einen festen mit regelmäßigem Inflationsaufgleich oder beruhend auf eine Formel, so ist eine Kürzung dieses Betrages verfassungswidrig. Damit wäre die komplette <sanktionspraxis auf einen Schlag gekippt. Und das wäre ja noch nicht alles an Folgen, die so ein Urteil mit sich brächte.

Die viel größere Auswirkung bezöge sich auf den Niedriglohnsektor - und das ist der Grund warum alle momentan dermassen hetzen. Es wird dann sicherlich viele geben, die nicht mehr 8 Stunden arbeiten gehen, um dafür einen (Sklaven-)Lohn in Höhe der SGBII Regelsätze zu erhalten. Das würde allerdings bedeuten, dass auf den Staat immense Kosten zukämen. Dieser hat dann eigentlich - auch auf Grund der "Schuldenbremse" (schön wie sich dieses Staatsausverkaufgesetz gegen die Initiatoren wendet ;)) - nur die Möglichkeit, einen Mindestlohn einzuführen, der dann tatsächlich einen wirklichen Anreiz bildet um eben diesen Kosten entgegenzutreten.

Fraglich ist allerdings, ob das Bundesverfasungsgericht - welches sich der Konsequenzen wohl durchaus bewußt sein wird - wirklich für die Menschen entscheiden wird.

Tagebuch eines Überlebenden 1. Februar 2010 um 10:55  

Wie Ralf-zwei.null vermag ich ebenfalls keine Satire zu erkennen.

Ich muß gerade an den Film "Jud Süß" denken. Gezielt wird eine Person, Herr Oppenheimer, negativ dargestellt um damit das ganze Judentum schlecht zu machen und das Volk auf die weitere Verfolgung der Juden einzustimmen.

Denken wir noch mal daran, wie der zweite Weltkrieg begann. Offiziell hieß es, das die Polen den Sender Gleiwitz überfallen hätten. In Wirklichkeit steckte die deutsche SS dahinter.

So wie damals gegen die Juden, Polen und andere Stimmung gemacht wurde, so macht man heute gegen die Arbeitslosen Stimmung.

Die Frage ist nur noch, wie weit sich die Verfolgung der heutigen Arbeitslosen noch verschärfen wird. Ich befürchte das Schlimmste.

Peinhard 1. Februar 2010 um 11:32  

Ein weiteres Lehrbeispiel in Sachen 'divide et impera' brachte dann folgerichtig die ARD gestern abend bei Annbritt Willner - diesmal 'Normalrentner' gegen 'Pensionäre'.

Aber wie heisst es doch in diesem Interview am Ende ganz richtig:

"Ich glaube nicht, dass es zu großen sozialen Unruhen kommt. Es ist viel banaler: In einem konsequent neoliberalen System ist es wie im Dschungel. Das Motto: fressen und gefressen werden. Große Aufstände finden nicht statt, da sie niemand organisiert. Und das System ist durchaus lebens- und überlebensfähig. Es führt nur zu vielen Verlierern und einigen wenigen Gewinnern."

Anonym 1. Februar 2010 um 11:55  

Ich möchte an dieser Stelle nur darauf hinweisen, dass dieser Herr "Dübel" kürzlich auch schon mit dem gleichen "Programm" bei der ARD(Anne Will) vorgeführt wurde.
Sicher wird er auch noch bei vielen anderen Sendern damit auftauchen.
Hoffen wir, dass er dafür wwenigstens gut bezahlt wird!

Andreas 1. Februar 2010 um 12:09  

@Anonym von 10:01

Das BVerfG wird keinen Regelsatz festlegen. Es wird lediglich das Zustandekommen der Regelsatzhöhe bemängeln. Und selbst wenn es einen Regelsatz festlegen würde (wie gesagt, das wird es tunlichst NICHT machen), dann ist eine Kürzung damit nicht automatisch ausgeschlossen.

Ich teile allerdings auch nicht die Auffassung von Roberto, die Regelsätze könnten als verfassungskonform abgesegnet werden, denn es geht nur indirekt um deren Höhe. Zu klären ist unter anderem, ob die Regelsatzhöhe der Menschenwürde entspricht, darauf hat der Senat in der Vorverhandlung hingewiesen. Selbst wenn das BVerfG zu dem Schluss käme, die Höhe gehe mit §1 GG konform, so bliebe immer noch die Kritik an der "Berechnung" des Regelsatzes. Hier wird das BVerfG eine nachvollziehbare und transparente Lösung fordern, was aufgrund der von den Regierungsvertretern nicht wirklich erklärbaren Sätze automatisch zu einer Regelsatzerhöhung führen müsste.

Allerdings muss man befürchten, dass die Bundesregierung erfindungsreich sein wird, wenn es darum geht, den Regelsatz wieder zurecht zu stutzen.

Das jedenfalls ist meine Einschätzung als juristischer Laie.

Ajax 1. Februar 2010 um 12:14  

Also ich vertrete auch die Ansicht, das die Erwerbslosen faktisch so behandelt werden wie "neue ...". Aber ich kann den Gedanken, daß dies so gezielt erfolgt, wie im 3. Reich (noch) nicht nachvollziehen.

Vielleicht erfolgt das heute tatsächlich systemgerecht. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, das man bewußt die Fakten so verdrehen kann und meine, das irgendwas bei diesen Verdrehern nicht stimmt. Kann natürlich auch sein, das die an das glauben was sie sagen.

Man muß auch bedenken, diese Lügen können verbreitet werden. Da kann doch auch was nicht stimmen. Viele sind doch selbst gefährdet und stimmen in die Hetze ein. Aber ich habs schon öfter angesprochen, kanns nicht lösen und wills jetzt gut sein lassen.

klaus baum 1. Februar 2010 um 12:26  

ich lade jetzt mal auf meinem blog ein foto hoch, das ein werbeplakat der FDP zur wahl zeigt. darauf steht: arbeit muß sich wieder lohnen. ich lese daraus, dass arbeit sich nur lohnt, wenn man zumindest davon leben kann und noch etwas zum sparen übrigbleibt.

www.klaus-baum.info

Anonym 1. Februar 2010 um 12:31  

Eine nette Kolumne zu einen Leitungsversager:

http://www.fr-online.de/top_news/2247152_Kolumne-Lieber-Florian-Gerster.html

Er ist ja sehr kompetent in der Lohnentwicklung.

anna 1. Februar 2010 um 13:52  

Es ist doch äusserst skurril, was in der Politik, Wissenschaft und Religion abläuft und - es ist leicht durchschaubar. Eine Gruppe will die Macht und damit die Pfründe behalten und die große Mehrheit lässt dies zu - aus Angst, aus Ohnmacht, aus Ignoranz...

Wie wäre es einmal mit selber denken? Wie wäre es einmal, mit selber entscheiden? Wie wäre es einmal mit selber wahrnehmen?

Wer das nicht tut, wird immer ein Opfer sein, das Opfer der Familie, der Kirchen, der Politik, der Wissenschaft oder gar von "Mehrheiten" und muss dumpf glauben, was ihm die Massenmedien präsentieren. In Wirklichkeit ist er ein Opfer seiner eigenen Ignoranz...

Heute im Zeitalter des Internets kann man sich sehr gut informieren und muss nicht jeden von z.B. Politikern daher geplapperten Schwachsinn glauben. Außerdem hat jeder Mensch seine eigenen "mentalen Werkzeuge". Wer sie nicht endlich gebraucht, kann auch nicht jammern...

Der Einzelne schuldet weder dem Staat, der eine Maschine ist, höchste Treue, noch der Gemeinschaft, die nur ein Teil des Lebens und nicht das ganze Leben ist. Seine Lehnspflicht muss der Wahrheit gehören, dem Selbst, dem Geiste, dem Göttlichen in sich und in allen: Sein wirkliches Daseinsziel darf nicht darin bestehen, sich der Masse unterzuordnen oder sich in ihr zu verlieren, sondern diese Wahrheit des Seins in sich selbst zu finden und auszudrücken und hilft dadurch der Gemeinschaft, der Menschheit, ihre eigene Wahrheit und Fülle des Seins zu finden. Sri Aurobindo

Anonym 1. Februar 2010 um 14:35  

"Arno Dübel und Jud`Süß"...
Dass der heutige neoliberale Wirtschaftsfaschismus Langzeitarbeitslose zu "Schmarotzern" und "Parasiten" stempelt entspricht der gleichen Logik wie einst das Abstempeln von Mitbürgern jüdischen Glaubens und anderer unliebsamer "Elemente" zu "Schmarotzern", "Parasiten" oder "Volksschädlingen".
Mit den "Nürnberger Rassengesetzen"(1935) und den Hartz 4 Gesetzen(2005) wurden diesem abscheulichen menschenverachtenden Treiben nur die notwendigen gesetzlichen Weihen gegebeben. Damals wie heute zunächst durchgepeitscht von der Politik und deren Hintermännern.
Und die Aufgabe der nachgeordneten "Juristerei" bestand damals und besteht heute darin diese Gesetze punktgenau auf die Gesellschaft anzuwenden, sie wirksam "greifen" zu lassen, sie damit noch weiter zu legitimieren auf das die Gesellschaft sich an diese Schande mehr und mehr gewöhnt, diese einen quasi "normativen" Charakter bekommt.
Hört daher auf, im Zusammenhang mit dem zu erwarteten Urteil des BSG an irgend welche Wunder zu glauben, gar von richterlich befohlenen(!) Hartz 4 Aufstockungen zu träumen.
Bedankt euch lieber artig bei CDU/CSU/SPD/FDP/Grünen und nicht zuletzt auch bei deren WÄHLERN für die heutigen Verhältnisse.
Möge nun keiner entrüstet kommen mit einer angeblichen "Schieflage" dieses Vergleiches, denn der in den Tiefen jeder bürgerlichen Gesellschaft permanent schlummernde Faschismus ist zumindest in puncto Menschenverachtung und Volksverhetzung immer und überall vergleichbar.
Dieses Reservoir brodelt zur Zeit in vielen Ländern wieder mal mächtig, manifestiert sich in vielerlei Gestalt und unterschiedlichen nationalen Ausprägungen.
Wir alle müssen wachsam bleiben!

Bakunin

Peinhard 1. Februar 2010 um 15:52  

"Bedankt euch lieber artig bei CDU/CSU/SPD/FDP/Grünen und nicht zuletzt auch bei deren WÄHLERN für die heutigen Verhältnisse."

Ich sehe aber auch die - ohnehin eher spärlichen - Gründe, den LINKEn eine grundsätzlich andere Politik zuzutrauen, immer weiter schwinden. In einem kapitalistischen Umfeld muss nun einmal zuallererst das Kapital und seine weitere Akkumulation gewindelt und gepudert werden, ansonsten es nämlich schlicht und einfach 'streikt' - wobei es im übrigen und im Gegensatz zur Gegenseite auch keinerlei gesetzlichen Beschränkungen unterliegt. Das ist ja ua das Schöne am Kapitalismus, dass man neben einer intakten Brotfabrik verhungern kann, wenn dem Besitzer selbiger die Rendite einfach zu mager ist. Die LINKE aber befindet sich derweil schon eher am Übergang sozialdemokratisch zu sozialliberal, als noch ernsthaft und nicht nur am Rande 'die Verhältnisse' in Frage zu stellen...

Anonym 1. Februar 2010 um 15:54  

Lieber Roberto,

ich habe zwar kein Fernsehen und bin oft sehr froh darüber, denn ich glaube, es würde meinen Blutdruck gefährlich in die Höhe treiben, wenn ich mir solche Sendungen ankucken müsste! Dass Du Dir das tatsächlich antust, bewundere ich NEIDLOS.
Aaaber: Ich habe eben mal nach Arno Dübel gegoogelt – und siehe da, er taucht dort immerhin 15.100 mal auf, mal als „Deutschlands frechster...“, mal als „Deutschlands glücklichster Arbeitsloser“, mal nur als „HartIV-Abzocker“. Auch bei YOUTUBE findet man mehrere Filmchen von und mit ihm.
Offensichtlich macht er das hauptberuflich: Den Nichtarbeitswilligen mimen und so gekonnt die Wut und den Hass der echten Armen und Ausgebeuteten auf sich ziehen. (Er ist allerdings kein begnadeter Schauspieler; manchmal muss er offenbar einfach loslachen, wenn sein Text gar zu gestelzt klingt).
Einmal verplappert er sich tatsächlich – mit der Behauptung, das Amt zahle neben der Miete auch die „HEW“ (Hamburgische Electricitätswerke): Strom, Gas und Warmwasser müssen „normale“ ALGII-Bezieher bekanntlich aus dem Regelsatz bezahlen. Ein Lapsus im Drehbuch? Oder bare Ahnungslosigkeit, weil in Wirklichkeit ein Fernsehsender ihm die „Stütze“ bezahlt?
Cui bono? Na, das liegt doch auf der Hand: Damit die echten Mega-Schmarotzer unbehelligt bleiben. Deswegen billigt man ihm wohl auch von Amts wegen eine gewisse Narrenfreiheit zu – während anderen, weniger telegenen „arbeitsfähigen Hilfsbedürftigen“ schon aus lächerlichen Gründen der gesamte Lebensunterhalt wegsanktioniert wird.
Übrigens: Laut einem Forumsbeitrag bei tacheles-sozialhilfe.de kann man ihn bei der Agentur POOL POSITION MANAGEMENT GmbH eigens für Talkshows buchen (auf deren Website habe ich ihn allerdings nicht finden können).

Liebe Grüße - Saby

Anonym 1. Februar 2010 um 16:03  

In Namibia wurde das Bedingungslose Grundeinkommen zwei Jahre lang getestet.
Entgegen den Behauptungen der weissen Farmer hat es die Menschen nicht faul gemacht.

In Deutschland macht die Stuttgarter Breuninger Stiftung nun einen Versuch.
800 Euro. Mal sehen.

http://www.wdr.de/themen/politik/1/grundeinkommen/100131.jhtml?rubrikenstyle=politik

lebowski 1. Februar 2010 um 16:07  

"der vermutlich seit dreißig Jahren arbeitslos ist und für den Arbeit - so sagt er selbst - keine Alternative sei, weil sie einen Zeitvertreib für Blöde darstelle."

Öhm, ich stehe jetzt seit 8 Jahren ununterbrochen im Arbeitsleben und kann dem Mann nur Recht geben, sollte er das wirklich gesagt haben.
Die meiste Arbeit ist tatsächlich Zeitvertreib für Blöde.

Roberto J. De Lapuente 1. Februar 2010 um 16:10  

Liebe Saby,

ich sehe mir sowas nicht an, ich werfe manchmal einen Blick drauf via Internet, zappe quasi kurz rein und wenn es zu dämlich wird, schalte ich gleich wieder ab. Ich ertrage diesen ganzen Dreck nur schwer, cholerischer Anfall nicht ausgeschlossen.

Das wollte ich nur mal klarstellen, nicht dass hier ein falscher Eindruck von mir entsteht - viel darf man mir nachsagen, meinethalben, dass ich ein blöder Arsch bin. Damit kann ich noch leben - aber wenn man mir nachsagt, ich gucke so einen Scheiß, dann muß ich intervenieren...

Anonym 1. Februar 2010 um 16:55  

@Roberto J. de Lapuente

Dazu passend heute die Nachricht: Frau Von der Leiharbeit will Hartz IV umbenennen lassen.

Ein Kommentar dazu hier:

"[...]Kommentar Hartz IV

Hilfe für Frau von der Leyen

Von Stephan Hebel

Eines hat unsere Arbeitslosenministerin mit ihrer millionenfachen Klientel gemeinsam: Sie hält es nicht mehr aus mit Hartz IV. Logische Folge: Sie will das Wort auf Dauer nicht mehr hören. Klingt einfach zu negativ. Da sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, gefordert (nicht gefördert): Helfen Sie Ursula von der Leyen! Finden Sie ein richtig positives, superchices Wort für satte 359 Euro im Monat!

"Es ist ein absolut wünschenswertes Ziel, dass auf die Dauer das Wort Hartz IV verschwindet. Der Begriff ist so negativ besetzt, dass er eine differenzierte gesellschaftliche Debatte über Langzeitarbeitslosigkeit behindert." So die mutige Ministerin heute in der "Welt". Zunächst kamen bei mir leise Zweifel auf. Ob das Problem nicht doch die Sache sei statt ihrer Bezeichnung[...]"

Quelle und kompletter Text:

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2257866_Kommentar-Hartz-IV-Hilfe-fuer-Frau-von-der-Leyen.html

Übrigens Victor Klemperer hat in "LTI" schon einmal so eine Strategie beschrieben - für die Vorstufe zum Holocaust von 1933 - 1941. Begriffe wie "Umsiedlung"; "Sonderbehandlung"; "Betreuung" (ja auch der!) sollten den geplanten millionenfachen Mord an Juden kaschieren.

Ich denke nicht, dass die Regierung vorhat die dt. Arbeitslosen zu ermorden, dafür hat man heute subtilere Methoden - auch sozialer Tod genannt, unter dem insbesondere Arbeitslose nach 1Jahr leiden - auch Hartz IV genannt.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 1. Februar 2010 um 17:08  

Lieber Roberto,

da bin ich beruhigt! Es ist für die körperliche, geistige und seelische Gesundheit bestimmt besser, diesen Dreck, wie Du solche "Shows" mit Recht nennst, weitgehend zu ignorieren. Ich wollte Dir auch nicht unterstellen, dass Du das womöglich zum Vergnügen tust, sondern vermutete nur, dass Du Dich gewissermaßen von Berufs wegen opferst... Reinzappen per Internet, nunja, das tue ich selbst auch hin und wieder, das schadet nicht so sehr (es ist die Dosis, die die Medizin vom Gift unterscheidet, wie schon Galen erkannt hat).

Liebe Grüße nochmal
Saby

Anonym 1. Februar 2010 um 17:19  

@Bakunin

Stimme dir völlig zu, siehe mein Hinweis an Roberto J. de Lapuente -die heutigen Faschisten benötigen weder Arbeits- noch sonstige KZs, der soziale Tod bzw. das soziale Aus des Anderstickenden reicht denen völlig. Es soll ja in Deutschland immer noch Menschen geben, die Hartz IV nicht für ein Instrument zur Zivilisierung von Normalarbeitnehmern halten, denen halte ich immer vor wie schnell 1 Jahr rum ist, und nach 1 Jahr heißt es neuerdings Hartz IV statt Arbeitslosenhilfe. Allein schon deswegen stimmt es nicht, wenn man einen schmarotzenden HartzIV-Empfänger hinstellt - Das hat vielleicht einmal zu Arbeitslosenhilfe-Zeiten gegolten, aber auch nur für einen kleinen Teil der Betroffenen.

Ich weiß von was ich rede, da ich zwar derzeit nicht von Hartz IV lebe, aber die Verhältnisse unter der Arbeitslosenhilfe, die auch kein Zuckerschlecken waren, kenne - Schon damals wollten die meisten Arbeitslosen daraus raus, und auf eigenen Füßen stehen, d.h. die wählten, wie ich 1998 Gerhard Schröder/Oskar Lafontaine in der Hoffnung, dass nun endlich für die "kleinen Leute" reformiert würde.

Nichts wurde draus, im Gegenteil, die Großbonzen regieren das Land, hinterziehen millionenfach Steuern - siehe heute bei Nachdenkseiten den entsprechenden Hinweis - unter Punkt 2:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=4490#h02

...aber über die Peantus bei solchen angeblichen Hartz IV-Empfängern, die seltsamer Weise immer alle gleich aussehen in den Talkrunden, wird sofort ein Gesetz über strengere Sanktionen beschlossen - Dieser Hinweis zeigt mir persönlich übrigens, dass Merkel Deutschland nicht regiert sondern Ackermann & Konsorten.

Dank Antiterrorgesetzen, die neuerdings eben auch für Nicht-Islamisten gelten, ist es friedhofsruhig in Deutschland - Es ist nicht nur das "Teile und herrsche" Merkel kann Osama Bin Laden dankbar für den 11. September 2001 sein. Wäre dieser Tag nicht gewesen hätten die Neoliberalen Deutschland nie so "reformiert", wie geschehen und immer noch geschieht.

Ich hab mich übrigens einmal dreimal bei einer gewissen Behörde beworden als ich arbeislos war - für einen Bürojob bzw. sogar eine Ausbilung im gehobenen nichttechnischen Dienst. Welche? Heute heißt die Bundesagentur für Arbeit. Meine Arbeitsbereitschaft war hochmotiviert. Wißt ihr die Antwort der BA? Nein? Ich wüßte ja wie mies es auf dem Arbeitsmarkt aussehen würde, und außerdem, als ausgebildeter Kommunalangestellter wüße ich ja auch, dass man zuerst die eigenen Lehrling übernehmen müsse....nach meinem Vorstellungstermin auf eine Initiativbewerbung, die ich selbst, freiwillig, an die Arbeitsagentur geschickt hatte.....ich reg mich heute noch darüber auf....Wer weiß wie mein Leben verlaufen wäre, wenn die mir die oben erwähnten Chancen gegeben hätten...Übrigens, ein schwacher Trost ist, dass es heute sogar Bewerbungstrainerinen für Arbeitslose gibt, die nach einem Jahr selbst in Bewerbungstrainings sitzen - Nein, nicht als Dozenten sondern als Arbeitslose.....Verrückte Welt im Lande von TINA Merkel.....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 1. Februar 2010 um 17:32  

@lebowski

Ich finde die Strategie des "Teile und herrsche" zwischen Arbeitslosen und Arbeitnehmern ist auch aus einem anderen Grund völlig falsch. Die meisten Arbeitnehmer drehen sich doch auch im Laufrad, und sind, sorry für die harten Worte, auch nicht gerade Weltmeister in dem was unsere "Eliten" (die sowieso nicht, die übertragen doch nur die eigene Faulheit auf Arbeitslose - Deren Motto war doch bis zur Finanzkrise: "Geld arbeitet, wir nicht!") predigen: Eben der Arbeit.

Ich weiß noch, dass ich immer wieder denke, wenn ich auf die Bank gehe: Arbeiten die eigentlich was? Wenn ich die sehe stehen die meist rum, und als Kunde kommt man sich vor als würde man gerade stören....Ich denke solche Beispiele gibt es auch Zuhauf, aber eine PR-Kampagne "Der faulste Normalarbeitnehmer" wird wohl nie bei Bild laufen. Oder doch? Wenn z.B. der letzte Hartz IV Empfänger zu Tode "reformiert" wurde - nicht wörtlich nehmen, soll heißen, die Thematik Hartz IV ist erledigt, die Normalarbeitnehmer sind jetzt dran - kommen bei der Hetz-Zeitung Bild sicher Berichte mit "den faulsten Arbeitnehmern" in Deutschland. Einen Vorgeschmack durfte man bei Anne Will am Sonntag erleben, da waren die "faulen Beamten" mal wieder dran. Ein Sprung in Richtung Normalarbeitnehmer kommt sicher auch noch, und ich wage diese Prophezeiung weil ich weiß, dass gerade in Krisenzeiten verständlicher Weise die Motivation bei Normalarbeitnehmer auf dem Nullpunkt ist. Wen soll man noch unterstützen, wenn es egal ist wie fleißig man ist, und morgen schon auf der Straße stehen kann?

Ich denke diese Tatsache wird immer mehr Normalarbeitnehmern bewußt, und hoffe, dass die durchschaubare Strategie des "teile und herrsche", die seit Gerhard Schröder (SPD) besteht, nicht mehr so einfach fortgeführt werden kann wie bisher.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 1. Februar 2010 um 17:42  

Hallo Roberto und Saby, auch ich schaue mir nur noch selten diese gestellten Laber-Runden im TV an, sie sind einfach nur eine Zumutung.
Bei diesem Arno Dübel machte ich aber gleich nach einem ersten Hineinzeppen bei Anne Will mal seit langer Zeit wieder eine Ausnahme.
Der Grund hierfür war, dass dieser Kerl auf mich so unfreiwillig komisch wirkte, sein ganzes "provokantes" Autreten, irgendwie noch schlechter als die schlechtesten deutschen Filme mit ihren oft so miesen Darstellern.
Dieser Darsteller ist zwar extrem mies, wirkt aber dabei ebenso extrem komisch, fast schon eine Parodie seiner selbst!.
Als dieser Tingelbruder nun ausplauderte, dass er auch den Strom "vom Amt" bezahlt bekäme war mir sofort klar das er nur einem Drehbuch folgte, dieser Lapsus aber sicher nicht vorgesehen war.
Am nächsten Morgen erzählte ich gleich einigen Kollegen von dieser Sendung und diesem Lapsus darin, und wir alle waren uns sofort darüber im Klaren, dass dieser Kerl für diesen Auftritt nur gekauft war.
Nun lese ich hier dass man ihn gar BUCHEN(!) kann!
Besten Dank für diesen wertvollen Hinweis, den ich auch gleich in meinem Umkreis weiterverbreiten werde.
Diese absolut dümmliche Hetze mit billigsten Methoden ist ja schon lange nichts neues, aber manche Zeitgenossen nehmen diesen Schmarrn noch immer ernst, weil "es ja" in der heiligen, quasi "amtlichen" ARD kommt.

mfg, Bakunin

klaus baum 1. Februar 2010 um 17:45  

damit die negative sicht auf eine bestimmte art von arbeit nicht an einem hartz-IV-empfänger hängenbleibt, hier ein zitat von friedrich von schiller, der infolge seiner außerordentlichen literarischen leistung zu lebzeiten geadelt wurde, deshalb das "von".

>>Das schöne Ganze menschlicher Natur wird durch jede Arbeit augenblicklich und durch ein arbeitendes Leben anhaltend zerstört.<< (Irgendwo in Schillers Aufsatz über Naive und Sentimentalische Dichtung)

die neoliberalen sind vor allem auch die neoprimitiven. auf einer dissertation zu adorno war einst auf dem cover zu lesen: unerhörtes geschieht, und es ist immer wieder dasselbe. die neoprimitiven erzählen immer wieder den selben scheiss.

Killroy 1. Februar 2010 um 18:21  

Was soll denn die Aufregung. Es war doch klar, das irgendeiner die Kosten der Krise bezahlen muss. Die Krisenverursacher werden das mit Sicherheit nicht sein, sondern die "Sozialschmarotzer" , also Arbeitslose, kleinen Arbeiter, Rentner.
Wer die Sendung bis zum Schluss verfolgt hat (ich weiss das war schwer), da hat der Musterfaule Hartz4 noch von sich gegeben, das er sich eventuell nun um Arbeit bemühen wird, worauf der Bildvertreter der Runde von sich gab, er würde ihm dabei helfen. Den Job hat er nun ja heute in der Bild, passend daneben die Hetzbriefe (Leserbriefe) der bürgerlichen Mehrheit.

River Tam 1. Februar 2010 um 19:22  

Haben nicht zwei Spiegelreporter aus der Zeit als das noch kein neoliberales Kampfblatt war ein Buch mit dem Titel "Die Globalisierungsfalle" veröffentlicht, in dem die zunehmende Verdummung via TV unter dem Schlagwort "Tittytainment" als zukünftige "Volksmassenberuhigungsstrategie" der Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums dargestellt wurde? Das war vor ungefähr 15 Jahren. Sieht aus als wäre diese Zukunft jetzt Gegenwart...
Im Übrigen: dort wird auch geschrieben, dass eine "Zwei-Drittel-Gesellschaft" noch sozial ist - immerhin fällt "nur" ein Drittel aus der Gesellschaft heraus. Möglich (und womöglich avisiert) ist eine 20-80 Gesellschaft, bei der 80% eigentlich "überflüssig" sind...
Als ich das damals gelesen habe, dachte ich an einen schlechten Scherz. Heute fange ich an zu glauben.

Anonym 1. Februar 2010 um 20:39  

"So einer stachelt an, so einer läßt das empörte Blut wallen" (ZE)

Meine Mutter rief mich am Montag Abend völlig aufgelöst und stocksauer an, weil sie gerade die Münchner Runde gesehen hatte. Dazu muss man anmerken, dass sie bisher immer bestritten hatte, dass wir alle einer einseitigen - gegen Hartz-IV-Empfänger und anderen "Minderleistern" (was für ein Scheißwort) gerichteten - PROPAGANDA ausgesetzt sind.

ENDLICH ist sie auch dieser Ansicht, weil die Propanganda für sie so offensichtlich war, dass man das als Normalbürger mit normalen Kontakten zur Außenwelt nicht mehr ignorieren kann, weil die Differenz zur erlebten Wirklichkeit einfach so diametral verschieden ist zur veröffentlichten Meinung.

You can fool some people sometimes but you can't fool all the people all the time!!!!

Sie wird als bisherige SPD-Wählerin in Zukunft die Linke wählen! Das ist doch ein schöner Erfolg! Mein stetiges Bohren und die Propaganda des BR haben Wirkung gezeigt!

DANKE BAYERISCHER RUNDFUNK!

Kassandra 1. Februar 2010 um 20:51  

@ Saby und Bakunin:

Arno Dübel, der Teflon-Mann, gibt "denen" und "uns" den Schwejk - ob authentisch und satirisch oder unabsichtlich oder gekauft.

Auf jeden Fall ist er eine erfrischende temporäre Satire auf die üblichen Talk-Show-hoppenden Hartz-IV-EmpfängerInnen, die ihre Angst, ihren Zorn und ihre Verzweiflung artig und höflich in den Talk-Sesseln absitzen anstatt den so und so etablierten Talk-KollegInnen mal karthatisch-verbales Feuer unter dem Hintern zu machen und dadurch bei sich Gallensteine und Co. zu vermeiden.
Aber vermutlich wird auch dieses Szenario bald von den FernsehmacherInnen eingekauft werden, um die Zuschauer-Quoten zu erhöhen.

Anonym 1. Februar 2010 um 21:10  

Ein ReBranding von 'Hartz-IV'?

Hier ein paar (zugegeben: nicht ernst gemeinte) spontane Vorschläge hierzu:

- Neue Heimat

- Der Jakobsweg reloaded

- Aktion Sorgenmensch

- "Weil ich es mir wert bin"

- A... m... f

- MacStaat

- Aktion Schutzschild (für die "Etablierten")

- Lohndumpingsbeschleunigungsgesetz

- (Fr)Iss die Hälfte!

- Wohlfahrtsförderungsprogramm

- Ablenkungsmanöver

- ... .

Robert Reich 1. Februar 2010 um 21:22  

Das Dumme ist nur, das die Dauerhetze gegen HartzIV-Opfer Früchte trägt. Ob im Bekanntenkreis oder allgemein ind der Öffentlichkeit, diese medialen Gülleergüsse werden doch von vielen Zeitgenossen für bare Münze genommen. Fäkal-Journalismus kommt mir da als treffende Bezeichnung in den Sinn. Und in der Art und Weise der Vorführung solcher Dinge/Personen im Fernsehen, eben verstärkt in letzter Zeit auch bei den ÖR, sehe ich schon gewisse Parallelen zu dunklen Kapiteln deutscher Propaganda und Politik.
In der MDR-Sendung "Fakt ist...", das war vielleicht auch schon eine Satireform, wurde festgestellt, das es nur sowenig HartIV-Sanktionen geben würde, weil ARGE-Mitarbeiter nicht konsequent genug seien....!
Sollten man Dummschwätzer nicht Dummschwätzer nennen dürfen?

Anonym 1. Februar 2010 um 21:42  

Ich hoffe , dass ein genialer Filmemacher sich des Hartz IV Gesetzgebungsprozesses annimmt.
Niemand von den Politikern hat eigentlich gewusst was er da tut.
Hombach war derjenige, der Schröder flächendeckende Kombilöhne vorschlug.
Als dann nachgerechnet wurde, wieviel dies Kosten würde, musste Clement den ALG2 - Satz so tief drücken , wie es nur ging.

M.A. Verick 1. Februar 2010 um 22:30  

Ob das alles dann noch dem "Programmauftrag und -grundsätzen" des SWR entspricht? Bestimmt, denn Aufträge und Grundsätze lassen sich umschreiben, genau wie Gesetze auch. Was sich weitaus schwieriger umschreiben lässt als geduldiges Papier- und Regelwerk? Klischees! Wie Tinte in Papier übergeht, so geht das eingefahrene Denkschema in Fleisch und Blut über - prägt sich in die Gehirnzellen, wird so zum Denkmuster. Schwierig dies wieder zu lösen.

Aber Schwamm drüber. Passt doch alles prima zusammen. Ein dickes 'Dankeschön' von mir, nicht nur an die Medienvertreter! Weiter so! Auftrag/Job erledigt -> Anerkennung/Geld verdient -> die/der Nächste bitte. In dieser Manier weitergemacht, ist es in etwa so, als würde die Titanic auf dem Weg zum Eisberg nochmal ordentlich Dampf in die Kessel bringen. Volle Fahrt voraus - dann geht es nur noch schneller.

philgeland 1. Februar 2010 um 23:40  

Auszug aus dem Brief eines soeben erfundenen HartzIV-Empfängers an Herrn Henkel:
"Herr Henkel, ich hab's mir gedacht: Leute wie ich sollen mal wieder der Geherda sein. Sie denken sich einen Idealstaat aus, aber wir sollen ihn schaffen. Wir sind die Ausführenden, sie bleiben die Führenden, wie? Unser Opfer soll die Wirtschaft oder von mir aus direkt die ganze Menschheit retten, aber wer ist das? Das sind Leute wie Sie."
(Frei nach "Flüchtlingsgespräche", B. Brecht)

gerhard 2. Februar 2010 um 09:33  

Jutta Ditfurth hat in ihrem Buch "Zeit des Zorns" behauptet, wir leben in einem System des Faschismus in Lauerstellung. Ich stimme ihr zu und erlebe, wie sich dieses System millimeterweise in diese Richtung bewegt. Müntfering hat gesagt: "Wer nicht arbeitet, soll auich nicht essen!". Das ist staatlich organisierter Hungermord, der sich in der totalen Streichung von Hartz IV als Sanktion für Missverhalten niederschlägt. Es ist noch nicht einmal nötig, den Vergleich mit "Jud Süß" heranzuziehen, denn es gab bei den Nazis ja auch die organisierte Verfolgung der sogenannten "Asozialen", darunter auch der Arbeitsscheuen.

All diese Apologeten der protestantischen Arbeitsehtik "Der Mensch erfährt duch Lohnarbeit erst seinen Wert" sollen doch dankbar sein, dass Arno Dübel und andere glückliche Arbeitslose nicht als Konkurrenten um einen freien Arbeitsplatz werben.

Ich empfehle zu diesem Thema das Buch der Gruppe KRISIS "Feierabend". Elf Attacken gegen die Arbeit.

Ajax 2. Februar 2010 um 09:47  

Ich wollte es gestern auf sich beruhen lassen.

Aber heute morgen sah ich in der Google Seitenleiste folgende Schlagzeilen:

"Zehntausende Hartz IV Empfänger unter Verdacht". Die zweite lautet "Missbrauch bei Hartz IV nimmt zu".

Als ich las Zehntausende unter Verdacht, dachte ich, mein Gott was haben die angestellt. Ich dachte tatsächlich es wäre etwas "Außergewöhnliches". Aber ich bin soweit zunächst "reingefallen". Es ist alles wie gehabt, es wurde schon zigfach kommentiert.

Im Text steht dann etwa: 160000 hätten falsche Angaben gemacht, 1,8% mehr als im Vorjahr.
Die Gesamtquote (worunter auch leichte Ordnungswidrigkeiten fielen) beim Mißbrauch liege unter 2%.

Also wenn wir immer nur 1,8% Inflation bei der Bundesbahn oder woanders hätten könnten wir froh sein.

Wie wäre folgende Schlagzeile, wenn überhaupt. Mißbrauch bei Hartz IV, nimmt nur leicht zu.
Also es sieht wirklich so aus, als wenn eine Kampagne läuft, die die Reduzierung (was naheliegt bei geplünderten Staatskassen) der Leistungen vorbereiten und schmackhaft machen soll. Die Frage ist nur welche Grenzen das Gericht setzen wird. Dann müßten eventuell neue Gesetze zum Kürzen erarbeitet werden.

Ich denke das die 'Basideologien' nicht voll bewußt produziert oder vertreten werden noch weniger
bewußt erfolgt die Aufnahme der Basisideologien durch die 'Masse'.

Aber ist auch eindeutig, das gezielte Kampagnen laufen.

Martin 2. Februar 2010 um 10:48  

Bei meinem Mail-Anbieter(!) prangte auch die Schlagzeile mit der Zunahme des H4-Missbrauchs ganz oben.

Ein deutlicheres Zeichen, dass hier die ganz große Stimmungsmache läuft, gibt es wohl nicht.

Einfach nur noch erbärmlich.

Anonym 2. Februar 2010 um 11:08  

"[...]Aber ist auch eindeutig, das gezielte Kampagnen laufen[...]"

Denke ich auch.

Ist hier eigentlich jemand des Englischen mächtig? Warum? Der Tipp mit dem "genialen Filmemacher" ist nicht schlecht.

Mir schwebt da ein Brief an Michael Moore, den US-Dokufilmkritiker vor.

Michael Moore würde Schröder, Clement, Merkel, Westerwelle, Söder, Schäuble & Co. sicher auseinandernehmen.

Einen Titel sollten wir dem neuen Film von Michael Moore auch schenken, wenn er sich der Thematik annehmen würde.

Wie wäre es mit "Sonderbehandlung von deutschen Arbeitslosen"?

Übrigens, "Sonderbehandlung" war der Begriff den im NS-Deutschland die Nazis für den millionenfachen Mord an jüdischen Mitbürgern prägten - wie bereits erwähnt, so extrem wird es nicht kommen, aber die Situation an heute erinnert mich irgendwie an die Vorstufe zur Judenvernichtung von 1933 - 1941.

Juden wurden zunächst als "Unmenschen" diffamiert, um die besser vernichten zu können. Die Parallele zu heute? Arbeitslose werden zunächst als "Unmenschen" tituliert, um die besser.....sozial ermorden zu können....

Ich bleib dabei, heute benötigt man keine KZs und Vernichtungslager mehr, da man, wenn man nicht zur neuen dt. "Elite" gehört in einem großen KZ namens Deutschland lebt, ganz Unten - Mit Denunzianten, Blockwarten und allem anderen, dass jüdischen Mitbürgern bestens seit 1933 bekannt sein dürfte.

Insofern hat der Neoliberalismus, auch Marktreligion genannt, sogar eine schizophrene Seite.

Für alle ab einem gewissen Einkommen "Freiheit", für alle anderen darunter ein Riesen-Kzs bzw. totalitärer Staat mit Zügen des faschistischen Deutschland, und leider auch, was das Negative angeht, der Ex-DDR (erinnert sei an Stasi 2.0).

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 2. Februar 2010 um 12:57  

"Für alle ab einem gewissen Einkommen "Freiheit", für alle anderen darunter ein Riesen-Kzs bzw. totalitärer Staat "... der NDS-leser.

Oder: "Weltmeister im Reisen" plus steuerlich noch begünstigten Immobilienerwerb auf allen Kontinenten für alle Reichen,Wohlhabenden,fetten ausrangierten Rentner oder Pensionäre und Polit-Rentner und - im Gegensatz zu dieser Freiheit - "Residenzpflicht" für alle Arbeitslosen unter Androhung von "Sanktionen" gegen diese UND ihre Familien- bzw. Bedarfsgemeinschaftsmitglieder = SIPPENHAFT!

Roberta Blanko(70er Jahre Hit), ein wenig frei interpretiert: Ein bischen Klassengesellschaft muss sein...,la,la,la la,la...,dann ist die Welt von Sonnenschein....

Lustig, nicht wahr,könnte doch direkt so von CDU/CSU/FDP/SPD/GRünen ersonnen sein,oder?

mfg Bakunin

Kohlhaas 2. Februar 2010 um 13:05  

Zur unsäglichen Schlagzeile "Missbrauch nimmt zu" finde ich folgenden Kommentar auf den entsprechenden Artikel in der "Süddeutschen" ausgesprochen interessant:


"02.02.2010 11:48:56
sajoh: Dringende Frage an die SZ-Redaktion


Lt. dem Artikel liegt Ihnen die Jahresbilanz 2009 der BA vor, aus welcher die angegebenen Zahlen stammen. Es wird durchwegs von STEIGERUNGEN gegenüber dem Vorjahr gesprochen.
Wenn Sie nun in den veröffentlichten Geschäftsbericht 2008 der BA schauen, finden sie allerdings folgende Zahlen:


Eingeleitete Verfahren wegen Verdachts auf Ordnungswidrigkeit/Straftat 2008:
198.877 (2009 lt. Artikel: 165.000)


Weitergeleitete Fälle wegen Verdachts auf Schwarzarbeit 2008:
42.869 (2009 lt. Artikel: 39.000)


Ermittlungen Staatsanwaltschaft wegen begründetem Straftatsverdacht 2008:
14.182 (2009 lt. Artikel: 13.000)


Missbrauchsquote/Sanktionsquote 2008:
2,5% (2009 lt. Artikel: 1,9%)


Quelle: arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Intern/Geschaeftsbericht-2008.pdf


Es liegen in diesen Punkten offensichtlich RÜCKGÄNGE vor - also könnten Sie mir bitte mitteilen, WIE SIE ZU IHREN ZAHLEN UND DEN ANGEBLICHEN STEIGERUNGEN GEKOMMEN SIND?"


Die gleiche Frage wurde zuvor bereits von einem anderen Poster gestellt. Beide sind bis jetzt unbeantwortet...

Anonym 2. Februar 2010 um 19:22  

@all

Wie wäre es, wenn wir die ARGE-Mitarbeiter nach Haiti schicken würden - zum Lebensmittel verteilen.

Wie ich drauf komme? Ich sah gerade einen Bericht, wo der dt. Kommentator sich so anhörte als wäre er gerade als Mitarbeiter einer ARGE zum Journalistenberuf gekommen.

Was mich daran aufregt?

Es wurden Menschen beim Lebensmittel abholen gefilmt - Der Kommentar dazu: Es gibt auch welche die keine Hilfe nötig haben und dennoch anstehen, aber es ist problematisch zu entscheiden wer HILFE erhält und WER NICHT.

Der Kommentator entblödete sich nicht die Gruppen aufzuzählen, und zu erwähnen, dass es auch auf Haiti Menschen gibt die nie arbeiten wollen.....

Das war der entscheidende Satz, der bei mir das Faß zum Überlaufen brachte.....

Man sollte einmal der Heute-Redaktion vom ZDF einen Brandbrief schicken und die nach deren Moralvorstellungen, die sich meilenweit von Nächstenliebe in Richtung Neoliberalismus bewegt hat, siehe mein Hinweis oben, behandeln.

Anonym 2. Februar 2010 um 22:30  

"Der Kommentator entblödete sich nicht die Gruppen aufzuzählen, und zu erwähnen, dass es auch auf Haiti Menschen gibt die nie arbeiten wollen.....", so berichtet der letzte Kommentator hier, einen ZDF Bericht wiedergebend.

Tja, wenn dem so ist, dass es auch auf Haiti "Leute gibt, die nie arbeiten wollen" - also genau wie bei uns viele viele Arbeitslose(siehe die "entrüsteten" Aussagen von Schröder, Clement, Sarrazin, Koch u.v.a.!) - so liegt es doch auf der Hand, was den Haitianern trotz oder auch gerade wegen des Erdbebens am meisten fehlt: Eine "mutige" deutsche SPD mit einem "mutigen Reform-Kanzler" mit einer noch mutigeren "Agenda 20??- Reform".
Sollte dieser einstige SPD - Kanzler nicht doch noch einmal politisch reanimiert werden? Clement, Sarrazin, Buschkowski, Steinmeier, Gabriel, Nahles & Co. könnten ihm bei dieser "Entwicklungshilfe" sicher mit Rat und Tat beistehen!
Am Deutschen (SPD)Wesen soll....

mfg Bakunin

Anonym 4. Februar 2010 um 12:38  

ich habe die sendung selbst nicht gesehen, nur ausschnitte via internet.

jemand wie herr dübel weckt bei mir höchstes mißtrauen in bezug auf seine echtheit.

es gibt nicht einen arbeitslosen in deutschland, der sein 30-jähriges jubiläum feiern kann.

weiß man irgendwie mehr über diesen herrn? alleine schon ein einmaliges auftreten und behaupten, er lehne jede arbeit ab, reicht aus, um hartz4 seit jahren nicht mehr beziehen zu können.

oder bezieht er gar kein hartz4 im sinne des erfinders und ist ein ehemaliger sozialhilfebezieher, der vielleicht aufgrund einer behinderung oder erkrankung gar nicht arbeitsfähig (im sinne von hartz4 = mindestens 3 stunden pro tag) ist?

weiß jemand mehr? ist das jemals tatsächlich recherchiert worden?

gerhard (62) 5. Februar 2010 um 09:45  

Ich weiss nicht, wie lange dieses Thema hier noch lebendig bleibt, aber die aktuelle Hatz auf Hartz-IV-Empfänger in den Medien hält an. Aktuell sah ich gestern (wirklich ausnahmsweise mal!!!!!) die Kerner-Show auf Sat1 und es übertraf meine negativen Erwartungen. Kerner gebärdete sich gegenüber Herrn Dübel wie ein Grossinquisitor und spulte alle bekannten Klischees ab. Das war Schmierenjournalismus erster Güte. Amüsiert hat mich aber, wie Arno Dübel die ganze versammelte Blase mit naiv-lustigen Kommentaren und Antworten an sich abprallen liess.

Beispiel:
Als der ebenfalls eingeladene Motivationstrainer und berufsmässige Positivdenker Herrn Dübel vorschlug, sein angeblich negatives Vorbild doch in ein positives Image umzuwandeln, indem er der Öffentlichkeit beweise, dass es auch nach 30 Jahren Arbeitslosigkeit für einen über 50-jährigen Hartz-IV-Empfänmger noch etwas zu tun gäbe, meinte Arno Dübel empört: "Aber dann würde ich mich doch verschlechern!"

Nach F. Plasberg steht JB Kerner nun auf Platz 2 meiner Hassliste.

  © Free Blogger Templates Columnus by Ourblogtemplates.com 2008

Back to TOP