In eigener Sache: Belagern uns Ich-AGs?

Sonntag, 19. Juli 2009

Ich kann nur für mich sprechen, bin aber relativ sicher, dass von mir geschätzte Kollegen, die ihre Energien ebenso aufwenden, sich des Wahnsinns unserer Zeit schreibend entgegenzustellen, ähnliche Erfahrungen in den letzten Wochen gemacht haben. Seit geraumer Zeit kommentieren hier Leute, die im aggressiven Tone am Inhalt meines Schreiben Anstoß nehmen. Da ich bekanntlich zensiere, wird hiervon wenig in diesen Räumen gelesen - daher teile ich es auf diesem Wege mit.

Inhaltliche Kritik ist natürlich immer erlaubt, wenn sie sinnvoll ist, wenn sie nicht an den Grundfesten von Aufklärung und Humanität rüttelt und meint, sie müsse mit zynischem Kalkül Widerlichkeiten zur freien Meinung krönen. Auch kritische Worte zur stilistischen Aufmachung meiner Zeilen sind machbar, auch wenn es mich zuweilen ärgert, wenn man sich an solchen Nebensächlichkeiten aufhängt. Doch was sich aber seit Tagen und Wochen hier immer wieder ergießt, ist ein aggressiver Ton der Beschwichtigung, der alle Inhalte, all meine Empörung über Mißstände, meine ehrliche Entrüstung am real Gegebenen, zu einer Übertreibung herabmindern will. Weder würden Arbeitslose so leiden, noch würde die Bundeswehr unehrenhaft handeln und auch der Roma würde weniger angstvoll leben müssen, wie man das gemeinhin wahrnimmt, wie ich das gemeinhin wahrnehme. Besonders infam unterstellt man mir "Hetze von der anderen Seite", weil ich eigentlich lebenswerte Zustände in Grund und Boden schrübe, wenngleich natürlich wenig talentiert und stilistisch zum Haareraufen.

Vor geraumer Zeit meldeten die NachDenkSeiten, dass es sowas wie Berufskommentatoren gäbe, die in Foren und Blogs kritische Meinungen entkräften und niederschreiben sollen. Es soll sich also dabei um eine Art intellektuelles Hurengewerbe handeln - ich entschuldige mich bei dem ehrenhaften Berufsstand der Hure! -, bei dem man tippend seine Beine spreizt, das heißt, eigentlich zwischen die gespreizten Beine der Machthaber klettert, um den vielversprechenden Weg des Erfolges, hindurch durch därmische Labyrinthe, vorbei an hinabgleitenden Nahrungsabfall, zu durchkriechen. Ich weiß nicht, ob mich solcherlei anale Charaktere, diese begnadeten Kletterspezialisten beehren, denn eigentlich fühle ich mich zu nichtig dazu. Doch überraschend ist es allemal, dass sich nun in Zeiten, in denen Alternativmeinungen einen Weg bahnen könnten, solche Freunde geglätteter Wogen, die alle Mißstände als relativ lebenswerte Zustände beschrieben wissen wollen, solcherlei Schönschreiber hier treffen - oder sind es journalistische Ich-AGs, die in diversen Blogs, Foren und anderen Plattformen, einige Groschen verdienen?

Es gibt kein allgemeingültiges Abbild der Welt. Jeder sieht die Welt, wie er sie sehen will. So besehen gibt es nicht eine Welt, sondern viele verschiedene Weltentwürfe. Was es aber gibt ist die Tendenz einer Welt, eine Richtung, in welche uns der Alltag abzugleiten droht. Darüber scheint es einen breiten Konsens zu geben, der über die Sphären der schreibenden Aufklärer hinausgeht, auch oftmals in den Alltagen der Menschen Niederschlag gefunden hat. Vielleicht stellt sich für mich das Los vieler Menschen tragischer dar, als für andere Menschen - vielleicht liegt es daran, dass ich es für unerträglich halte, wenn auch nur einer kleinen Anzahl von Menschen Unrecht widerfährt, während vielleicht die Mehrheit gerecht behandelt wird. Dass aber Unrecht eine Konstante ist, dass der Mensch davon lebt, "stündlich den Menschen zu peinigen, auszuziehen, anzufallen, abzuwürgen und zu fressen", dies läßt sich eigentlich nicht leugnen - Kritiker könnten vieles anmerken an meinem Tun, aber so zu tun, als seien die Zustände halbwegs idyllisch, das halte ich nicht nur für dumm, nicht nur für ein geschäftliches Handeln irgendwelcher fadenscheiniger Berufsentkräfter auf Ich-AG-Basis, sondern für ein Verbrechen an der Menschlichkeit.

Ich werde diese Art von Kritik, diese Kritik der Entkräftung, die meiner Meinung nach dazu verwendet wird, allzu kritische Gedanken als Spinnerei entlarven zu wollen, auch weiterhin nicht dulden. Und ich rufe meine Kollegen auf, ein Auge auf kritische Kommentare zu werfen, die sich nicht an bestimmten Positionen stoßen, sondern eine verkappte think positive-Mentalität erkennen lassen. Wir dürfen unsere Sichtweise der Dinge nicht pathologisieren lassen! Denn darauf zielt diese Form der Kritik ab; sie ist liberale Kritik, weil sie alles so belassen will, wie es ist.

41 Kommentare:

Anonym 19. Juli 2009 um 03:48  

Lieber Roberto!

Erstmal tausend Dank für deine Arbeit! Ich bin seit langem begeisterte Leserin deines Bloges.

In der tat, mir ist seit einiger Zeit seltsame Kommentare sowohl bei dir als auch bei deinen Kollegen aufgeffalen, wo ich mir gedacht habe, dass es hier um "gekaufte" Schreiber handelt.

Viele Grüße . Natalia

Michel 19. Juli 2009 um 04:02  

Ja, könnte sein. Beim Spiegelfechter kamen zu einem Zensursula-Artikel auch sehr merkwürdige, sehr uneinsichtige Kommentatoren, die mit schwachen Argumenten aber dafür umso pompöser auftraten. SF bewahrte die Ruhe.

Überhaupt wird in den Online-Zeitungen ja schon zensiert, indem meist diejenigen Kommentatoren kommentarlos und lautlos gelöscht werden, die nicht in die vertretene Ideologie passen.

beobachter 19. Juli 2009 um 05:45  

für mich zeichnet sich da ziemlich deutlich ab, daß gewisse kreise an der "lufthoheit" in dieser relativ neuen sparte der medien interessiert sind. so, wei du diese neue art "kritiker" beschreibst, dürfte es sich kaum um tumbe bild fanatiker noch um den um seinen restwohlstand zitternden normalbürger handeln, die sich da zu worte melden. und in zeiten, wo immer mehr bürger den verarschungsmedien kritisch gegenüberstehen, würde das auch einen sinn ergeben. vielleicht solltest du einmal den prozentsatz (veränderung) beobachten, das könnte ja einen trend aufzeigen. gruß und weiter so!

persiana 19. Juli 2009 um 09:05  

Das ist doch mal eine gute Nachricht!

Wie oft habe ich mir schon gedacht, wie schade es ist, dass Sie nur so wenig Zugriffe haben. Ungefähr 1000 Zugriffe am Tag klingen viel, aber verglichen mit den Massen an Menschen, die die Mainstream-Medien erreichen, ist das ja noch gar nichts.

Wenn dieses Missverhältnis noch nicht reicht, und man Sie auch noch systematisch belästigen muss, dann bewirken sie mit Ihren Zeilen vielleicht mehr als Sie glauben.

Ich denke hier ausdrücklich positiv!

Diese Wortverdreher haben es mit ihrer Orwell'schen Wortverdreherei (denn was die mit "think positiv" meinen ist ja das Negieren von Realitäten) schon fast geschaft, einem den Optimismus abzugewöhnen.

(Und überhaupt ist die Misshandlung unserer Sprache und ihrer Bedeutung auch so ein Thema, dass einem richtig Angst machen kann...)

Also ich meine: Think positiv! Und machen Sie weiter so...

Mel 19. Juli 2009 um 09:06  

Den Eindruck kann ich nur bestätigen. Selbst in meinem Winzblog, in dem zwischen Katzencontent und Foodporn ab und an mal ein kritischer Artikel erscheint bekomm ich das mit.

Da versuchen einige Pappnasen mich nach dem Motto "Wenn Du nix positives zu berichten weist, dann schreib lieber garnix!" zu zensieren. Auf meinem eigenem Blog. Die Dreistigkeit ist echt atemberaubend.

Anonym 19. Juli 2009 um 09:17  

"[...]Ich werde diese Art von Kritik, diese Kritik der Entkräftung, die meiner Meinung nach dazu verwendet wird, allzu kritische Gedanken als Spinnerei entlarven zu wollen, auch weiterhin nicht dulden. Und ich rufe meine Kollegen auf, ein Auge auf kritische Kommentare zu werfen, die sich nicht an bestimmten Positionen stoßen, sondern eine verkappte think positive-Mentalität erkennen lassen. Wir dürfen unsere Sichtweise der Dinge nicht pathologisieren lassen! Denn darauf zielt diese Form der Kritik ab; sie ist liberale Kritik, weil sie alles so belassen will, wie es ist.[...]"

Hallo Roberto J. de Lapuente,

wenn wir auch gegensätzlicher Auffassung sind - manchmal - ich lese deinen Blog immer wieder gerne, und hoffe, dass du dich von den "Berufsschreiberlingen" aus der neoliberalen Ecke nicht unterkriegen läßt.

Eines stimmt allerdings nur bedingt, die "Berufsschreiberlinge" gab es schon früher, wer schon einmal in Arbeitslosenforen - ja, die gibt es auch - total Pro-HartzIV-Linge, von Anfang an der Hartz-"Reformen", erlebt hat, wie ich, der weiß was ich meine.

Diese Art Mensch schreibt so lange positiv, beschwert sich über gegensätzliche Ansichten bei der Forenredaktion - es wurde aufgrund einer solchen Beschwerde auf "Erwerbslos.de" sogar vor Jahren ein Forum geschlossen - bis es keine kritische Meinung mehr gibt, zu den "Reformen".

Das aktuellste Beispiel für die Auftragsschreiberlinge sind nicht Internetforen sondern Leserbriefe:

http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2009/07/leserbriefe-fur-die-atomlobby

...ich hab diesen Punkt bereits Nachdenkseiten empfohlen, ebenso wie LobbyControl selbst, da dies eine Seite ist, die auch Nachdenkseiten so manchen Hinweis liefert.

Anscheinend entwickelt sich Deutschland - auch medial - immer mehr zur korrupten Republik - Der Begriff der "Meinungshure" paßt da wirklich wie die Faust auf's Auge.

Ergo noch einmal, laß dich nicht unterkriegen, die "Berufsschreiberlinge" enttarnen sich meist selbst, und außerdem sind kritische Blogs, wie deiner, hocherwünscht.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

PS: Sogar bei Amazon, oder anderen Internetbuchhandlungen sind "Berufsschreiberlinge" unterwegs, die neoliberalismuskritische, oder überhaupt gesellschafts- und geschichtskritische Werke negativ zensieren - Die Auftraggeber wechseln, aber die Tendenz zeigt sich auch hier durch die eigenen Worte der "Berufsrezensenten". Übrigens auch bei Nachdenkseiten, und einem Blog nachzulesen, der über den Rechtsextremismus dort aufklären will:

http://npd-blog.info/2009/06/05/npd-bloginfo-ab-sofort-ohne-amazon

Übrigens, es geht hier darum, dass Amazon, als kap. Plattform, Geld mit der NPD verdienen will - nach Amazon, aber es verhindert eben auch nicht, dass Lesermeinungen zu Büchern, nazi-kritischen, von der NPD bewertet werden. Keiner kann den Buchbewertern in die Hirne schauen, aber der Bewertungstext spricht für sich allein - zum Glück.

christophe 19. Juli 2009 um 09:33  

Dass Blogs inzwischen dazu genutzt werden, die politische Meinungsbildung im Sinne der vorherrschenden Ideologie zu beeinflussen, ist evident. Ebenso ist aber auch klar, dass es viele unbezahlte Schreiber gibt, die den innigen Wunsch verspüren, dem 'mainstream' möglichst nahe zu stehen. Diese haben nicht unbedingt eine Überzeugung, wollen aber ein (vielleicht einmal wichtiger) Teil des großen Ganzen sein. Eitelkeit, aber auch Minderwertigkeitsgefühle spielen da eine nicht zu unterschätzende Rolle. In einer Gesellschaft, die auf so viele verzichten kann, halten etliche mit dem Mut der Verzweiflung das Schildchen "Ich bin wichtig" in die Höhe. Wozu das im (bislang) extremsten Fall führen kann, sieht man seit zwei Jahren in Frankreich. Dort kauft der Präsident reihenweise stramme Sozialisten zum Spottpreis auf, die sonst in der gesellschaftlichen Bedeutungslosigkeit versunken wären.

Anonym 19. Juli 2009 um 10:05  

Hallo Roberto,

ich nehme mal diesen Beitrag zum Anlass, dir sozusagen kurz und knapp ein wenig „Honig ums Maul zu schmieren“.

Ich lese bei „ad sinistram“ gerne und oft, auch bei einigen deiner Kollegen, und, wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege (ja, es gibt den Wiedererkennungswert), vermisse ich deine - klassenkämpferischen - Beiträge in einem anderen Forum, welches in der Zwischenzeit nur noch vor sich hin dümpelt, schon sehr geraume Zeit schmerzlich.

LG

Roberto J. De Lapuente 19. Juli 2009 um 10:15  

@ Anonym vom 10:05 Uhr:
Ich stehe vor einem Rätsel. Welches Forum? Wäre eine Mitteilung per Mail möglich?

@ Mel:
Laß doch einen Link für Deinen Winzblog hier zurück. Damit die Ich-AGs Dich schneller finden...

Anonym 19. Juli 2009 um 10:23  

@christophe

"[...]Wozu das im (bislang) extremsten Fall führen kann, sieht man seit zwei Jahren in Frankreich. Dort kauft der Präsident reihenweise stramme Sozialisten zum Spottpreis auf, die sonst in der gesellschaftlichen Bedeutungslosigkeit versunken wären.
[...]"

Danke für den Hinweis, aber auch dieses Phänomen gibt es - weltweit - schon länger.

Ist es nicht so, dass man als eifriger Neubekehrter am vehementesten bekämpft was man einst als "seine Wahrheit" ansieht?

Franz. Beispiel "Schwarzbuch Kommunismus" des Ex-Kommunisten(Maoisten?) Stephane Courtois im Verein mit Guido Knopp (War der auch mal ein Sozialist? Wundern würde es mich nicht).

Extrembeispiel aus Deutschland Horst Mahler (Ex-RAF-Anwalt und nun NPD-Aktivist).

Ich denke weitere Beispiele gibt es zuhauf, und ich brauche nicht jedes einzelne aufzuzählen.

Interessant ist daran, dass dieses Phänomen zuerst nicht bei Ideologien, sondern bei Neureligionen auftrat - auch so eine Parallele zwischen Kapitalismus und Religion.

So haben frühe Christen die Juden verteufelt, und waren einmal selbst Juden - Jesus war Jude, der von Römern auf angebliches Betreiben seiner jüdischen Landsleute gekreuzigt wurde - Folgen dieses Märchens für Neubekehrte: Furchtbarer Judenhaß und Ausrottung von "Heiden", die sich nicht missionieren ließen, und zu denen man evtl. selbst einmal gehört hat - So nachzulesen in der "Kriminalgeschichte des Christentums" des "dt. Voltaire" Karlheinz Deschner.

Interessant in dieser Hinsicht noch, dass Freidenker, wie ich, eben auch in punkto Politik- und Wirtschaftsideologie die neoliberal-fundamentalistischen Lügen - auch ohne darüber nachzulesen - sofort als solche erkannt haben.

Kritisches Denken ist also nicht krankhaft, sondern das Gegenteil, das "Think Positive", das sogar aus der esoterischen Ecke des New Age stammt, und dass man nicht mit einer positiven Grundeinstellung zum Leben verwechseln sollte.

Dale Carnegie, Napoleon Hill und andere Eso-Prediger waren die ersten, die diese hirnrissige Ideologie des "Positiv Denkens" unters Volk in den USA brachten, dass nun zu uns rüberschwappt, und dank Aufklärung in Europa als esoterischer Humbug enttarnt wurde.

Systemfrager 19. Juli 2009 um 10:32  

Lieber Roberto,

was in den „letzten Wochen“ (buchstäblich verstanden) geschah, weiß ich nicht. Ist aber egal - dies nur vorweg.

Die andere Seite hat Angst - eine panische Angst. Es ist mittlerweile auch den braven und zahmen Bürgern klar geworden, dass unsere Experten, Wissenseliten, Wirtschaftsweisen, ... entweder schon immer absolut dumm oder uneingeschränkt verlogen sind - oder sogar beides. Eigentlich hat der Westen seine Glaubwürdigkeit in der ganzen Welt verloren. Auch der ehemalige Ostblock ist ideologisch verloren. (Ich komme mit meinen Sprachkenntnissen zwischen unserer östlichen Grenze bis Kamtschatka zurecht.) O, ja! Das wissen unsere habgierigen, rücksichtslosen und verlogenen „Eliten“ sehr gut.

Vorgestern wollte ich z.B. - zum ersten Mal - einen Kommentar bei Welt-ONLINE schreiben. Nach 1 Minute war ich weg und dann dasselbe noch 3 Mal. Verstanden: Ich bin ungewünscht. Das ist die Meinungsfreiheit, so wie sie sich unsere habgierigen, rücksichtslosen und verlogenen „Eliten“ vorstellen. Ich dachte mir: Gott sei dank, dass es das Internet gibt.

Also dein Aufsatz war ein bisschen zu gut gemeint und vor allem zu lang. Hast du doch schon mit einem einzigen Satz wirklich alles gesagt:

„Ich entschuldige mich bei dem ehrenhaften Berufsstand der Hure!“

Anonym 19. Juli 2009 um 11:05  

Weiter unten ließ ich übrigens auch einmal etwas kritisches über den von der FDP-Stiftung Friedrich-Nauman-Stiftung medial unterstützten Putsch in Honduras los, mit Link-Hinweisen, und prompt kam so eine "Meinungshure" und meinte ob ich meine Infos von der Bild-Zeitung hätte.

Irgendwie lächerlich, dass Neoliberale, auch im privaten Umfeld mit einem verwandten Versicherungsheini passiert, meinen, dass man seine neoliberalismuskritischen Positionen aus einer neoliberalen Zeitung - der Bild-Zeitung - bezieht. Der Kommentar blieb aus, da die offensichtliche FDP Meinungshure von mir die Antwort erhielt: "Du beziehst deine FDP-Meinung wohl selbst aus Bild, während die Glotze läuft und du Bier säufst".

Fazit:

Neoliberale beziehen ihre eigenen Lebensstile auf Menschen, die sie zu Feinden ihres Fundamentalismus erklärt haben.

Foxxi 19. Juli 2009 um 11:06  

Sind es wirklich "nur" die (wahrlich existenten) Berufskommentatoren oder auch "normale" Kommentatoren, die einfach nur Angst haben und sich die Welt schönreden müssen.

Auch mein Blog ist zu unbedeutend für ein größeres Kommentaraufkommen. Ich stelle jedoch zunehmend fest, dass wenn ich kritische Themen auch außerhalb von Bloggersdorf anspreche mir vermehrt Menschen entgegentreten, die schlichtweg Angst haben dass an meinen Ausführungen etwas dran sei. Die Gegenrede ist meistens nicht sehr fundiert dafür umso aggressiver und genau so wie Du schreibst "...allzu kritische Gedanken als Spinnerei entlarven zu wollen...". Manchmal kommt mir der Gedanke an ein "Angstbeißen".

klaus baum 19. Juli 2009 um 11:27  

komisch, meine kritiker bekomme ich nicht zu gesicht, ich meine damit die extrem geringe leserbeteiligung in meinem blog. vielleicht bin ich zu harmlos.

epikur 19. Juli 2009 um 11:37  

In unserem Blog gibt es das auch hin und wieder. Meistens entlarven sich diese Kommentatoren jedoch selbst. Ein etwas älteres, aber irgendwie auch erheiterndes Beispiel ist hier zu finden.

Rene 19. Juli 2009 um 12:02  

Liebes ad sinistram!

Wenn ich so die vorigen Kommentare durchsehe, so fällt mir auf, dass sie alle ermunternd, zustimmend, positiv sind. Kann das sein? Wirkt hier deine Zensur? Oder, auch das halte ich für möglich, ignorieren dich die, die anderer Meinung sind? Das möchte ich gerne wissen.

Was die Inhalte angeht, so ist der Mensch von Natur aus im schlechten Sinne konservativ. Jede Änderung, alles Fremde, jede Kritik an unserem Leben verwirrt uns zunächst einmal. Gelernt ist gelernt, und Umlernen kostet Energie. Wenn nun einer daher kommt, und die Zustände so schildert, wie du sie schilderst, dann braucht er sich zunächst einmal über Ignoranz, Ablehnung, ja Feindschaft, nicht zu wundern. Das ist zuerst einmal der Hauptgrund für die Kommentare, deren Eintreffen du hier beklagst. Kein Grund, dahinter eine Verschwörung zu vermuten. Auch ist die Welt nicht schlechter geworden.

Wie erreicht man nun die Menschen mit einer Botschaft, wie sie hier verkündet wird? Ich glaube, das geht nur von Angesicht zu Angesicht. Der Türke, den man kennt, wird zum Nächsten, zum freundlichen Nachbarn. Die Roma, die auch ich nur als Bettler kenne, und mit denen ich noch nie gesprochen habe, sind des Teufels. Afrika oder Indien sind weit weg, der Supermarkt ist um die Ecke. Der globale Kapitalismus ist undurchschaubar, aber den Abgeordnete an meinem Stammtisch, den kenne ich. So funktionieren die Menschen.

Dein Stil reflektiert den Zorn über diese Haltung, die du Gleichgültigkeit nennst, und die doch nur ein Schutz des Ich vor den Untiefen und Gefahren des Dort ist.

Mach weiter so, vielleicht mit ein wenig weniger Zorn, aber mit genauso klarem Blick.

Frank F. 19. Juli 2009 um 12:11  

Es wird wohl so sein, aber was macht es für einen Unterschied? Es ist gut und richtig, das mal anzusprechen. So dass der Leser auch im Bilde ist, was so alles an Unsichtbarem hinter den Kulissen geschieht. Aber eigentlich ist es Verschwendung an Zeit und v.a. Kraft, sich zu sehr darüber Gedanken zu machen.

Die Flut von Gegenmeinungen bis hin zu Empörungen, der man sich als Rufer in der Wüste im Alltag ohnehin ausgesetzt sieht, sollte einem in dem Punkt Gelassenheit lehren. Speziell auch wenn man bedenkt, dass die andere Seite seit langem eifrig an ganz anderen 'Geschützen' bastelt...

Was ich mal einwerfen bzw. anregen möchte, ist die einfache und vage Idee, ob es nicht doch Sinn machen würde, dass sich interessierte Blogger und Leser aus dem hiesigen Umfeld mal zu einem Treffen 'aufraffen'. Wobei hiesig nicht als geografische Dimension zu begreifen ist, sondern als gedanklich auf ähnlicher Wellenlänge liegende.

(SCHALL & RAUCH machen es auf ihrer {nicht gar so weit entfernten} Wellenlänge mehrmals im Jahr vor.)

Eines der Hauptthemen eines solchen Treffens könnte lauten: WEGE AUS DEM NISCHENDASEIN.

Nun gut, vielleicht liege ich ja auch falsch.

Viktor 19. Juli 2009 um 12:14  

Sind gar nicht 'mal unbedingt "Ich-AGs", oft direkt aus den Konzernen oder Politkzentralen:
http://www.heise.de/newsticker/Atomindustrie-kontra-Umweltaktivisten-in-der-Wikipedia--/meldung/142203

Denen geht tatsächlich die Meinungshoheit flöten; und insbesondere deswegen sehe ich die Internetsperren so kritisch. Auf lange Sicht geht es nämlich um etwas anderes, als immer behauptet wird.

Die Kommentare sind da nur ein Notnagel.

Gruß,
Viktor

klaus baum 19. Juli 2009 um 12:32  

Diejenigen, die anderen eine realistische Sicht der Welt zum Vorwurf machen, gleichen jenen, die mit dem Rücken zum Lager Auschwitz stehen und die Schönheit des Sonnenuntergangs preisen.
Die Lektüre von Adornos "Minima Moralia" könnte Deine Sicht der Dinge bestärken.

antiferengi 19. Juli 2009 um 12:36  

Dem Angstbeißen von @foxxi kann ich nur zustimmen. Privates Ansprechen und emails bei i.d.R. kleinbürgerlichen Umfeldern bei denen blogs durch Klatsch und Tratsch weitergereicht werden, als auch ganz normale Gespräche haben mittlerweile in ihrer Pauschalität und Aggressivität etwas Panikartiges an sich.
Dass bekannte blogs, und auch blogs mit hohem Potential auf Bekanntheitsgrade, (wozu ich Roberto hinzuzähle), und ganz besonders die welche sich mehr als online-zeitung verstehen, Zielgruppen für freiwillige, oder bezahlte Weichkocher sind, sollte aber keine Vermutung mehr sondern Gewissheit sein. Ich glaube auf lobbycontrol muss ich hier gar nicht erst verweisen, und trifft auch nicht das ganze Spektrum der Möglichkeiten. Die ICH AG's sind nur ein Anteil davon. Den Traum vom unabhängigen Internet-Arbeitsplatz daheim haben viele, und die wenigsten sind wählerisch dabei.
Letztendlich ist es nur das Produkt eines Marktes der auf dem Internet genauso präsent ist wie ausserhalb. Und auch Teile derjenigen welche berechtigterweise für Meinungsfreiheit auf dem Internet kämpfen haben leider auch durchaus selber ihre eigenen Probleme damit.
@Frank.F - Du liegts überhaupt nicht falsch.
(Hi @systemfrager, - gott hab ich dich vermisst :-)

klaus baum 19. Juli 2009 um 12:37  

Vielleicht hilft mein Vortrag über Beckett vom April 2009 schon weiter:

http://www.klaus-baum.info/anmerkungen-zu-samuel-beckett-vortrag-ii-april-2009/

Systemfrager 19. Juli 2009 um 12:57  

@ epikur

Klasse! Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte. Diesmal ganz bestimmt! Ich empfehle jedem, dass sich das Bild anschaut:
http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/wahlplakate-2009-teil-1/

flatter 19. Juli 2009 um 13:06  

Ich sehe das ganz unaufgeregt. Ich zensiere ebenfalls, vor allem Erstkommentatoren, die gleich pöbeln, bleiben draußen. Ansonsten kann meinetwegen auch jemand, der merkwürdige Ansichten hat, solche äußern. Ich selbst und die Leser, die wirklich an meinem Blog interessiert sind, pflügen so etwas locker unter. Und sollte ein massiver Absturm von Lobbyisten stattfinden, dann sicher nicht unbemerkt - so etwas geht nur nach hinten los.
Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, weil ich die besseren Argumente habe.

Anonym 19. Juli 2009 um 14:09  

@Rene

"[...]Kein Grund, dahinter eine Verschwörung zu vermuten.[...]"

Roberto J. de Lapuente ist also deiner Ansicht nach ein Verschwörungstheoretiker? So einer wie Albrecht Müller von Nachdenkseiten?

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 19. Juli 2009 um 18:07  

Danke für diesen Hinweis:

http://www.klaus-baum.info/2009/07/19/ich-wiederhole-mich-mal-wieder

Hier verteidigt jemand Robertos angebliche "negative Sicht der Welt".

Ich denke übrigens auch, dass jede menschliche Errungenschaft eben nicht durch sture Ja-Sager, die Roberto kritisieren entstanden ist, sondern durch Kritiker.

Ironiemodus an, die "Ja-Sager, die Roberto kritisieren...." Fällt euch was auf? Die die Kritik kritisieren sind selbst Kritiker *grins*

Dumm gelaufen für die Roberto J. de Lapuente-Kritiker, und wirklich zum Lachen, wenn Ja-Sager ihre krude Weltsicht immer wieder selbst ad absurdum führen *lol*

Alexander Tetzlaf 19. Juli 2009 um 19:48  

Derart abwertende Kommentatoren nehme ich stets zum Anlass noch jedem Mitlesenden das Gegenteil eben dieser Sichtweise zu BEWEISEN. In der Regel liefern diese Leute hierfür Steilvorlagen zuhauf. Bei Blog.de wird eine solche Ambition jemandem nachgesagt, dass ich schlicht nicht glauben kann, dass sich die sonst so subtil Manipulierenden derart dilettantisch anstellen sollen. Aber vermutlich ist man tatsächlich noch dilettant im Netz. Die Beratungsresistenz, seine Beharrlichkeit, die Beständigkeit seiner verlautbarten Dummheiten, lassen dann aber tatsächlich Derartiges vermuten. Wie ein Endloslaufband immer wieder Hetze gegen Arbeitslose, gegen Linke, gegen Andersdenkende, gegen Aufklärer. Absolut monoton und unbeirrbar. Aber eben total primitiv, schlicht und arm. Ganz BILD. Haha.

Egal.

Übrigens bist Du nicht unbedeutend. Du bist eine große Gefahr, Du bist eine der größten Gefahren. Du bist ein Aufklärer. Intelligent, objektiv, sachlich und sicherlich auch schon mit Wirkungskreis.

Pass gut auf, dass Du nicht bald abgeholt wirst. Mit riet mal ein Kripobeamter, der gut findet, was ich tue, mich zu organisieren, weil da sonst nämlich kein Hahn nach kräht.

Alles Gute.

Robert Reich 19. Juli 2009 um 20:32  

Hallo Roberto,
guck doch mal hier, was es alles geben kann/könnte:
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57577?PHPSESSID=r5n20sseb8tj1cpon6ag98dns0

Viele Grüße von Robert Reich

Franktireur 19. Juli 2009 um 20:56  

Finger in die Wunden derer legen, die sich a) alles schön reden (warum? Vielleicht vor Angst?) und b)die gleichgültig bleiben oder geworden sind - um diese mal ein wenig wachzurütteln, das ist eine der vornehmsten Aufgaben eines Denkers, Philosophen und Kritikers. Auch wenn ich bei manchem Beitrag auch dachte, 'oh nein, heute nicht' oder 'ach nicht dieses Thema schon wieder' weiß ich doch zugleich, wie notwendig es ist, daß immer einer drüber schreibt. Von daher: meine Unterstützung hast du weiterhin.

Anonym 19. Juli 2009 um 23:01  

D'accord. Ein großer Nachteil der Demokratie ist, daß sie alle politischen Richtungen gebären und an die Macht bringen kann. Am gefährlichsten sind dabei immer die Verkleideten, die im äußeren Gewand der Demokratie die häßliche Fratze des Faschismus in sich tragen - aktuell ja sehr gut zu beobachten...

Anonym 20. Juli 2009 um 10:58  

Es ist gut, daß endlich jemand diese Vorgänge anspricht - nämlich den Angriff der "Mainstream-Meinungsmacher" auf das "Social Networking".
Mir ist anhand öffentlicher Foren schon länger aufgefallen, dass offenbar eine ganze Flut "freiberuflicher" Hilfskräfte - unermüdlich und rund um die Uhr! - unter diversen Nicks alle kritischen Forenthemen mit neoliberalen und rechten "Meinungsäusserungen" regelrecht zumüllt, und das z.T. noch in höchst durchsichtiger Weise durch penetrant wiederholte, kaum modifizierte, vorfabrizierte "Textbausteine".
Ganz so, wie bei "Produktbewertungen" und Bücher-Rezensionen im einschlägigen Internethandel.
So sehen offenbar die "neuen Jobs" zum Ende dieses Jahrzehnts aus: nicht nur "werden Sie Produkttester", sondern: "werden Sie Meinungsmacher" - von zu Hause aus!

Wolf-Dieter 20. Juli 2009 um 11:17  

Roberto,

dass du dir zu nichtig vorkommst, ist nicht Kriterium. Sondern das du gelesen wirst, und dass dir eine Meinungsführerschaft unterstellt wird.

Ich lese dein Blog mit Freuden. Wenn ich was zu kritisieren hätte, so höchstens die Textlänge (ich selbst bevorzuge kurze Texte). Inhaltlich habe ich bis dato nichts zu kritisieren gefunden.

Weiter so, und Kompliment.

Gruß, Wolf-Dieter

Rainer 20. Juli 2009 um 12:19  

Siehs doch mal so: "viel Feind, viel Ehr"

Roberto J. De Lapuente 20. Juli 2009 um 16:13  

Nur mal zwischendurch, weil es sich gerade wieder ergibt: Ich weise im Text darauf hin, dass ich zensiere. Also, liebe Kletterspezialisten, macht Euch keine Mühe, Eure Diffamierungen und Euer versuchter Rufmord an meiner Person, den ich hier natürlich nicht wiederholen werde, werde ich nicht mit meiner Erlaubnis honorieren. Geht dahin, wo man Euch lieb hat, FDP-Forum, beim Spiegel, bei der BILD...

Anonym 20. Juli 2009 um 16:22  

Tja, es gibt halt Leute, die sind der Auffassung, dass niemandem etwas geschenkt werden dürfe. Darauf beruht deren simples Weltbild. Auf Grund dessen wollen diese Leute Schwache ausgrenzen und die Gesellschaft spalten, wo es nur geht. Der tiefere Grund dessen ist meistens, dass es sich bei dieser Art von Menschen um traumatisierte Persönlichkeiten handelt, denen auch nie etwas geschenkt wurde. Sie projizieren somit die erfahrene Herzlosigkeit wie besessen auf andere. Es ist klar, dass dies pathologisch ist.

otti 20. Juli 2009 um 18:19  

An solchem Geschreibsel des marktradikal-neoliberalen Auswurfs könnte und sollte auch einmal unter Zuhilfenahme einzelner Aussagen dargestellt werden, wie Propaganda auf persönlicher oder sachlich-inhaltlicher Ebene funktioniert. Dass solchen Leuten dabei jedes Mittel recht ist, um Sie zu verunsichern und unglaubwürdig zu machen, steht außer Frage.
'Hängen' bleibt immer etwas - und wenn es nur in Ihrem Unterbewusstsein ist!

Treten Sie weiterhein für Menschlichkeit ein, denn daran fehlt es den Machthabern in Täuschland.

Früher gab es einen Propagandaminister; heute gibt es PR - und Lügen.
Alles ist 'besser' geworden - und subtiler.

Anonym 20. Juli 2009 um 21:16  

lieber roberto,

seit ca zwei jahren lese ich immer wieder deinen blog, und bin dir sehr dankbar dafür, das du dir die arbeit machst, deine gedanken einer grösseren leserschicht weiterzugeben ...

ich persönlich halte dich für einen sehr reflektierenden menschen, der nichts einfach mal so hintippt ohne pro und kontra dabei noch abzuwägen und einzubringen, ausser es ist für dich eine klare sache ...
dafür bin ich dir dankbar.

ich stelle dich mir als einen humanisten vor, der sein schreiberisches talent nutzt, um andere menschen zu berühren, sie zum nachdenken zu bewegen, aber auch um einfach mal luft abzulassen was jedem zusteht...

ich bin dir ebenfalls dankbar, das du mich manchmal erschreckst mit dem was du denkst, schreibst, da es in mancher hinsicht meinen eigenen gedanken und vielleicht befürchtungen gleicht, weshalb ich auch mal tage und wochen deinem blog fernbleibe ( weshalb ich manchmal alte artikel kommentiere ) ...

nach allem was ich von dir gelesen habe kann ich nur eines sagen; pessimistisch ist es oftmals, doch dqas ist nicht schlimm...
schlimm finde ich es, wenn andere versuchen deine meinung zu relativieren, und an der stelle würde auch ich anfangen zu zensieren, auch wenn ich davon kein freund bin, da ich in meinem herzen es immer wichtig finde miteinander zu "reden" um verständniss zu erreichen ...



so,
nachdem ich dir nun meine aufwartung gemacht habe, mag ich einfach mal spekulieren weshalb es leute gibt die bei dir kommentare hinterlassen um deine meinung zu relativieren, zb:
- denen passt deine meinung nicht.
- sie fühlen sich ( in ihrem weltbild ) angegriffen.
- du wirst gelesen, und da muss man(n) dagegen halten.



ich denke, obwohl ich die von dir zensierten texte nicht gelesen habe/(lesen konnte ), das du aus gutem grund zensiert und mit recht dir luft gemacht hast, und das steht dir zu.

ich würde mir wünschen, das du trotz dieser "unpassenden" kommentare weitermachst, auch wenn ich mir vorstellen kann das es sehr viel emotionale kraft kostet, von menschen gebremst zu werden die eben nicht fähig sind zu einem konstruktiven dialog ( ich rate mal ) ...
lass dich bitte nicht verunsichern, zumindest ein paar deiner leser finden das was du schreibst vielleicht sogar schrecklich, aber richtig...



daher,
alles gute weiterhin,
von jemandem der es selber nicht auf die reihe bekommt, seinen eigenen blog mit der sorgfalt zu pflegen wie du ...

lg,
e

Rainer 20. Juli 2009 um 21:17  

Hey Du, gib mir mal so einen Text - zum probieren wie das schmeckt.

aebby 20. Juli 2009 um 21:33  

Um ganz ehrlich zu sein ich erinnere mich an zwei Deiner Beiträge bei denen ich auch dachte "so schlimm ist es doch nicht" (Werbegeschenke von Vereinen und Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit beim Bücherlesen). Das gehört aber zum Geschäft, dass man gelegentlich unterschiedliche Wahrnehmungen hat. In den meisten anderen Themen haben wir eine sehr ähnliche Wahrnehmung. Was die Schreiberlinge angeht, kommt bei mir nur wenig und wenn kommt es per Mail. Dafür habe ich schon mehrere DOS Angriffe hinter mir - die Auseinandersetzung um die Meinungshoheit wird möglicherweise zum Kampf.

Lesefuchs 21. Juli 2009 um 12:01  

Es ist zwar pervers was geschieht, aber ich sehe das als gutes Zeichen!
Man kann doch an solchen Aktionen ablesen, dass es meist wahr ist was Du und viele andere Blogs schreiben. Denn die WAHRHEIT ist meist unbequem für bestimmte Gesellschaftsschichten! Man kann deutlich die Angst spüren. Die Angst, dass immer mehr im Volk die Wahrheit erkennen und Konsequenzen ziehen.
Warum denn jetzt diese plötzliche Kinderpornografieerkenntnis? Das Internet, mit allen Sauereien, gibt es schon seit etlichen Jahren! Wie viele Frauen, deren Not ausgenutzt wird, werden wohl im Internet (ebenfalls seit etlichen Jahren) pornografisch präsentiert?
Leider WOLLEN aber viele die Wahrheit gar nicht sehen oder wissen, da sie sich hinter ihrem Ohrensessel bequem und sicher fühlen.
Dieses Gefühl hatte ich letzte Woche als ich im Flughafen Köln den Buchhandel durchbummelte. Einer der größten Stapel, also wenig gekauft, war das Buch "Die verblödete Republik". Ich denke man kann am Titel recht gut ablesen was drin steht. Lassen es vielleicht viele lieber liegen, um nicht in den Spiegel sehen zu müssen, oder weil sie einfach Angst vor der Präsentation der Wahrheit haben?
Die 8,50€ sollte sich jeder antun der auch Kritisches in unserer Zeit erkennt!
PS: Ich kenne den Schreiber nicht persönlich und stehe auch in keinerlei Verhältnis zu ihm !!!

Perspektive2010 21. Juli 2009 um 13:46  

Tja, es ist Wahlkampf und da schwärmen vor allem die Meinungskampftruppen von Schwarz-Gelb wieder aus um zu trollen, zu denunzieren und Diskussionen zu zerstören. Teils handelt es sichdabeiwohl um Praktikanten von PR-Agenturen oder vom Steuerzahler bezahlte (Jung-) Politiker, die das während der "Arbeitszeit" machen, teils sind es inoffizielle Gruppierungen, die einfach im Status Quo sehr gut ohne Arbeit leben und dafür hetzen, stänkern und wettern, dass sie es weiter so können. Das kannst Du ganz einfach testen. Schreib mal einen Artikel zum Spitzensteuersatz, höherer Erschaftssteuer, Vermögenssteuer oder den gesetzlichen Mindestlohn, dann kannst Du förmlich die Schleimströme aus en Parteizentralen von CDU / CSU und FDP bei Dir vorbeiziehen hören. Was da auch gut hilft, ähnliche wie bei Wiki-Manipulationen: Löse die IP-Adressen auf und veröffentliche den Host, wenn er eindeutig aus dene Reihen von Parteien, einschlägigen Unternehmen oder PR-Agenturen kommen. Postings von anonymen Proxies natürlich gleich Akismet zu futtern geben.

Gruß & nicht entmutigen lassen

romano 21. Juli 2009 um 21:21  

es tut ein Katalog not, in denen die Argumentsequenzen solcher Kommentatoren zerpflückt und schematisch auseinandergelegt werden. Eine Satzweise Dekonstruktion. Ihre Rückführung in die ideologische Herkunft, geblendet mit dem Spiegel aller schillernden Begriffe wie Emanzipation, Fortschritt, Selbstbestimmung, Gerechtigkeit und das dauervergewaltigte Wort Freiheit. Dass jeder Versuch im Ansatz mit einem Katalogparagraph zerfleddert werden kann, dass ihnen jeder Denkschritt keinen Halt mehr geben kann, es keine Persuasion mehr geben kann, die nicht synchron der Manipulation überführt würde, der Ideologie und des subtilen Knechtungsversuchs im Ansatz, bis die Kraft nachläßt und diese Welt in die hermetische Ferne der Vergangenheit entgleitet wäre.

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