Gefressene Kinder

Samstag, 25. Juli 2009

Als die Christen zur Gefahr für das römische Reich wurden - sie waren weniger Gefahr als verletzte Eitelkeit des Kaisertums -, wurde das Gerücht in die damals bekannte Welt gesetzt, Christen würden mit Vorliebe Kinderblut trinken. Das Christentum war lernbegierig und übernahm später, als es zur Weltmacht expandieren wollte, im Mittelalter also, diese Praxis, unterstellte den Juden, sie würden das Blut von Christenkindern verarbeiten, daraus ungesäuertes Brot backen. Jeder der sich den Allmachtsansprüchen dieser einzigen und wahren Kirche in den Weg stellte, hatte unter viele anderen Vorwürfen, auch immer damit zu kämpfen, als Kinderfresser verschrien zu sein - so auch Katharer und Waldenser, denen man den rituellen Kindermord in die Schuhe schob, damit die Öffentlichkeit mit spöttischer Genugtuung dem lodernden Scheiterhaufen zusah. Natürlich mußten Moslems aller Art, ob Mauren in Spanien, Sarazenen auf Sizilien und in Süditalien oder später auch die Türken des osmanischen Reiches, mit ähnlichen Vorwürfen leben. Jahrhunderte danach, der Erste Weltkrieg tobte unter den Grasnarben Europas, animierte die US-amerikanische Propaganda das Volk zum Kriegseintritt, indem sie mit Pickelhauben ausgestattete Preußensoldaten auf Kinoleinwände (es gab seinerzeit noch weniger Kinos als Nickelodeons) bannte, die Frauen vergewaltigten und mit freudiger Fratze Kinder aufspießten. Dass Kommunisten bekanntlich leidenschaftliche Kinderfresser seien, haben wir leise noch im Ohr.

Es mag tief im Menschen verankert sein, sich dieses Motivs anzunehmen. In grauen Vorzeiten, auch noch danach in der Antike, war das Leben des Kindes nicht immer sicher. Im Judentum wurde das erste Kind geopfert, bis dies durch mosaisches Gesetz verboten wurde. In Sparta wurden "unwerte Kinder" in Schluchten geworfen - was, zynisch gesprochen, eine Art Fortschritt darstellte, weil das Kind nicht mehr geopfert, sondern ökonomisch-militärischen Zwecken zum Opfer fiel, nicht mehr metaphysisch gemeuchelt, sondern aus materiellem Antrieb heraus entsorgt wurde. Sollte es eine Art kollektives Gedächtnis der Menschheit geben, so ließe sich der Drang, Andersdenkenden und -handelnden die Kinderfresserei zu unterstellen, psychologisch erklärbar machen. Aber das alleine reicht als Erklärung nicht aus, nicht nur, weil wir nicht wissen, ob es ein kollektives Menschheitsgedächtnis gibt, sondern weil wir aus dem aktuellen Zeitgeschehen heraus wissen, dass der Vorwurf, man hätte ein Kind zu Schaden gebracht, immer auf fruchtbaren Boden fällt. Immer dann, wenn man härtere Strafen fordert - als sei die lebenslange Haft, die sich als Strafe von 15 Jahren bemisst, ein Pappenstiel -, wenn man sich lauthals für die Todesstrafe ausspricht, bemüht man den Kinderschänder. So widerlich die Tat ist, so unverzeihlich aus Sicht der Opfer (die Gesellschaft muß verzeihen und Zweitchancen einräumen), so instrumentalisiert ist es doch, wenn man ausgerechnet immer solche Verbrecher vorführt, die Kinder geschändet oder gemordet haben, wenn wieder einmal um Strafverschärfungen debattiert wird. Mit dem zu Schaden gekommen Kind läßt sich auch heute noch vortrefflich polarisieren - was nicht heißt, dass es schmählich wäre, Gewalt an Kindern zu thematisieren. Doch wenn man als Freund der Kerkerhaft Stimmung machen will, dann gelingt dies nur mit dem Kinderschänder, denn der Steuerhinterzieher nährt nur wenig Hass.

Den Anderen, der anderen Seite, Andersdenkenden, anders Organisierten, Teilen anderer Weltregionen, die mit dem Westen nichts gemein haben, das Kinderfressen zu unterstellen, liegt der Menschheit, so könnte man vermuten, im Wesen. Nicht nur Kindererziehung ist politisch, so wie Ulrike Meinhof das einst formulierte, auch der angebliche Umgang mit Kindern, vorallem aber der angeblich schlechte Umgang Anderer mit deren Kindern, ist eine hochpolitische Angelegenheit. Wer seine Kinder, die Kinder seiner Gesellschaft schlecht behandelt, der verwirkt jegliches Recht, jegliches Mitgefühl - da erwächst eine sich empörende Berechtigung einzuschreiten. Und in dieser Weise darf man es auch deuten, wenn dieser Tage gemeldet wird, Nordkorea würde Giftgas an Kindern testen. Nicht, dass dies nicht möglich sein könnte - alles ist machbar auf dieser Welt. Aber die Erfahrung, die uns ein mögliches Kollektivgedächtnis der Menschheit verliehen hat, sollte uns doch zweifeln lassen an solchen Meldungen. Wenn Revolutionen ihre eigenen Kinder fressen, dann lassen ideologische Gefechte und ökonomische Kriege deren, des Gegners Kinder fressen.

Erneut zeigt sich, dass alte Propagandamaschen zeitlos sind. Man ködert die Massen immer noch mit zweifelhaften Geschichten der Kinderfresserei, trimmt sie auf Zeitgeist, läßt das Kinderblut weg, macht daraus Giftgas - aber die Botschaft bleibt: wer Kinder so behandelt, kann kein Mensch sein. Und wer kein Mensch ist, den kann man gedankenlos umbringen. So weit sind wir im Falle Nordkoreas (noch) nicht - aber mit solchen Nachrichten verunmöglicht man Nordkorea in der Welt, macht es angreifbar. Mit solchen Bestien will die Welt nichts zu tun haben. Natürlich können die Vorwürfe zutreffen, aber ein wenig mehr Geschichtsbewusstsein und beinahe jede Nachricht aus diesen Tagen wird zweifelhaft. Wenn der größte Teil der Welt vergessen hat, wie oft Kinderblut schon Vorwurf war, dann hat diese sonderbare Nachricht aus Nordkorea durchaus die Chance, als Wahrheit in die Geschichte einzugehen. Zumindest als eine geschichtliche Wahrheit für die nächsten fünfzig bis hundert Jahre - danach kommt die Wahrheit sicherlich zu ihrem Recht, denn die zukünftige Welt will schließlich in ihrer Fortschrittlichkeit glänzen und dazu bedarf es einer schlechten Vergangenheit, die voller Lügen und Unfassbarkeiten ist. Und dann verlachen unsere Nachfahren uns, wie wir heute unsere Ahnen verspotten, dann sind wir zu Zeitgenossen tiefsten Mittelalters geworden, gutgläubige Trottel, dumm und rückständig. Gut, dass wir das nicht erleben müssen; gut, dass wir nicht erleben müssen, wie sich diese Zukünftigen neue Kinderfresser ersinnen...

65 Kommentare:

Michel 25. Juli 2009 um 01:20  

In den britischen Eliteuniversitäten wird von den britischen Oberklasse-Sprösslingen, also der zukünftigen Herrschaftsklasse, übrigens sehr oft Geschichte studiert, gerne auch solche als eher "nutzlos" angesehen Fächer wie Politik oder sogar Kunst.

Da lernt man dann am anschaulichen Beispiel, wie man regiert und die Eliteunis sozialisieren ihre Studenten gleich so, dass diese niemals auf die Idee kommen, die (falschen/) richtigen Fragen zu stellen:
"[...] Zweitens, so Orwell, lernt man im Rahmen des Erziehungs- und Ausbildungssystems der Elite, zum Beispiel an renommierten Universitäten wie der von Oxford, daß es gewisse Dinge gibt, die man besser nicht erwähnt, daß es gewisse Gedanken gibt, die man besser nicht zuläßt. Damit meint er die sozialisierende Rolle der Eliteinstitutionen: Wenn man sich hier nicht anpaßt, hat man in der Regel schon verloren.[...] "
http://chomskyarchiv.de/vortrage/document.2007-10-19.1648147001
Und genau wegen dieser Sch**ße ändert sich auch nix. Sprich: den Herrschenden fällt seit Jahrtausenden nix neues ein und die Beherrschten fallen seit Jahrtausenden drauf rein, und das trotz Humanismus, Aufklärung und (noch weitgehend) kostenlosem Bildungssystem.


Ratet übrigens mal, wer auch gerne mal Bücher verbrannt hat?
Nicht nur die Nazis und ähnliche Faschisten, sondern auch Christen! Die haben nämlich, als das Christentum im röm. Imperium Staatsreligion wurde, als erstes die philosophischen und astronomischen Werke der röm. und griech. Antike als sogenannte "Zauberbücher" verbrannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung
Wo man auch hinguckt, nix neues.

Anonym 25. Juli 2009 um 03:51  

Als ich die Schlagzeile grade gelesen habe, habe ich genau nach solch einem Beitrag gesucht der mir meine Zweifel bestätigt.

antiferengi 25. Juli 2009 um 11:58  

Wer nicht raucht frisst kleine Kinder.
Hat schon mein Vater gesagt.

Mal im Ernst, - ist es nicht verwunderlich wenn trotz gnadenloser Niveauisierung (was für ein Wort ;-) von alles und jedem, die Grundschemen hinter allem die gleichen bleiben? Uralte Angstbilder und Reaktionen der Zeit angepasst, und aus dem Blickwinkel des Neusprech gesehen, lassen daran zweifeln ob es jemals eine echte Weiterentwicklung im geistigen, bzw. auch sozialen Sinne geben wird.

pillo 25. Juli 2009 um 12:04  

Im Falle Nordkoreas sehe ich solche Meldungen als Puzzlesteine die irgendwann das 'moralische' Fundament für einen Angriffskrieg bilden sollen.

Perfekt funktioniert hat die Masche mit den "kinderschändenden Monstern" 1990/91 im Irak. Wir erinnern uns sicher alle noch an die Lügengeschichte von den bösen irakischen Soldaten, die angeblich kuwaitische Säuglinge aus ihren Brutkästen rissen, um sie anschließend auf dem kalten Fußboden krepieren zu lassen. Nichts an dieser Story war wahr. Alles eine große Inszenierung. Ihren Zweck erfüllte sie aber zur vollsten Zufriedenheit ihrer Auftraggeber. Gab es in den westlichen Gesellschaften bis dato noch viele Zweifler, ob man den Irak wirklich militärisch attackieren sollte, so kippte die Stimmung nun eindeutig hin zu pro Krieg.

Übrigens, irgendwann (nach dem Krieg, versteht sich) wurde es ja publik, daß das Ganze eine einzige Schmierenkomödie war. Wurden die Verantwortlichen damals zur Rechenschaft gezogen? Ich meine, NEIN.

Die Mehrheit der Bevölkerung hat ja nicht einmal etwas gelernt aus dieser Geschichte, so das uns die Kriegstreiber einige Jahre später etwas von KZ's in Bosnien und einem Hufeisenplan im Kosovo erzählen konnten, ohne dabei auf allzu großes Mißtrauen zu stoßen.

Anonym 25. Juli 2009 um 12:16  

@Michel

"[...]Ratet übrigens mal, wer auch gerne mal Bücher verbrannt hat?
Nicht nur die Nazis und ähnliche Faschisten, sondern auch Christen! Die haben nämlich, als das Christentum im röm. Imperium Staatsreligion wurde, als erstes die philosophischen und astronomischen Werke der röm. und griech. Antike als sogenannte "Zauberbücher" verbrannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung
Wo man auch hinguckt, nix neues.[...]"

Hast recht - Übrigens, nicht einmal die Geschichtsfälschung ist neu, die haben auch schon die ersten Christen betrieben.

Mehr dazu hier:

Überschrift: "Selbst Roms Soldaten werden zu Sendboten des Heils" von Gerd Lüdemann - Theologe, der von den Evangelischen gemaßregelt wurde:

http://www.welt.de/kultur/article4175638/Evangelist-Lukas-hat-die-Geschichte-Jesu-entstellt.html

....soviel zu den Christen, aber die Römer waren auch nicht besser, wenn die die Geschichte aus der Perspektive der Sieger geschrieben haben.

Z.b. Cäsars der "Gallische Krieg"...

Tipp: Karlheinz Deschner - was das Christentum angeht - lesen....ein Theologe, der in seiner "Kriminalgeschichte des Christentums" den Opfern der Christen eine Stimme verleiht, da er die Geschichte aus der Perspektive der Besiegten schreibt....

Wirklich lesenswert, und ich wünschte mir es gäbe so eine Geschichtsschreibung auch allgemein, da ja meistens die Sieger, oder vermeintlichen Sieger (1991 die Kapitalisten als der Kommunismus endete) ihre Version der Geschichte schreiben :-(

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 25. Juli 2009 um 12:19  

Lieber Roberto J. de Lapuente,

als bekennender Agnostiker liegt es mir wirklich fern die Christen zu verteidigen, aber es gab solche Vorwürfe, wie du die schilderst - von den römischen "Heiden" - auch gegen die ersten Christen (z.B. Kannibalismus, Blut trinken etc.)

Tragisch war, dass die Christen aus diesen Vorurteilen der alten Römer nix gelernt haben, sondern diese via Antisemitismus beinahe 1:1 auf ihre jüd. Zeitgenossen übertragen haben....

...mit furchtbaren Folgen bis zur Shoa....

Mein trauriges Fazit:

Die menschliche Natur ist wohl doch beeinflussbarer für Vorurteile - bei Besiegten und Siegern - als wir beide gerne hätten :-(

Nachdenklicher
Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 25. Juli 2009 um 12:32  

Noch was:

Man sollte jedoch nicht vergessen, gerade als in Deutschland lebender Mensch, dass Deutsche vor 65 Jahren tatsächlich Kinder gemordet haben - nicht allein "Schindlers Liste" berichtet darüber.

Ist mir so eben als Ergänzung nur so eingefallen, um mitzuteilen, dass es eben beides gibt:

Legenden über angebliche Kindermorde (meist gegen jüd. Mitbürger - Antisemitismus; in Osteuropa heute teilweise immer noch solche Legenden gegen jüd. Mitbürger) und Morde an Kindern in großer Zahl in NS-Deutschland, insofern diese jüdischen Glaubens waren.

Meines Wissens ist Deutschland das einzige Land, dass dies so massenhaft praktiziert hat, und leider unwiderlegbar bewiesen - Im Gegensatz zu den angeblichen Kindesmorden eines gewissen Herodes in der Bibel.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 25. Juli 2009 um 13:12  

Hallo Michel, was lernen denn die Schüler tatsächlich über die Gesellschaft in unseren noch kostenlosen Schulen?
Ob Haupt- Realschule oder Gymnasium, dass allgemeine Bildungsniveau sehr vieler dieser Schüler ist auch nach bestandenen Abschlüssen oft unter aller Sau!
Und warum? Weil es den Herrschenden so am Besten passt, die "Schmutzarbeit" leisten dabei die staatlich gut durchgefütterten, gemäßteten "Bildungsminister", Schulämter und - last not least - Lehrer- SCHERGEN bei ihrer vorsätzlichen Verblödung der heranwachsenden Generation.
Alles ist eine Frage der bestehenden Machtverhältnisse!
Die Menschen sind sehr wohl in der Lage zu lernen, zu erkennen, aber eben sehr schwer unter der faktischen, fast übermächtigen DIKTATUR DES KAPITALS und seiner zahllosen kleinen, mittleren und vor allem charakterlosen und schmutzigen Helferleins.
D a s ist der wahre Grund für die heutige Zustände und die angebliche Lern- "Renitenz" so vieler Menschen.
Das heutige perfekte Unterdrückungssystem benötigt keine Bücherverbrennungen mehr, denn: Wie viele können Bücher überhaupt noch mit Gewinn lesen?
Den logischen Weitergang dieser Gedanken überlasse ich den Lesern...

Gruß á tous, Hansi

Gordon 25. Juli 2009 um 14:11  

Berichtet wird über diese Untaten jedoch nur, wenn es in das zurechtgebastelte Weltbild passt. Nordkorea - böse, Westen - lieb.

Dass die Uranmunition, die ja liebend gerne benutzt wird, gerade von Amerikanern, gerade für Kinder enorm gefährlich sein kann, wird hierzulande absolut totgeschwiegen. NICHTS liest man darüber, gar nichts. Möglicherweise sind irakische/afghanische Kinder einfach nicht soviel wert wie koreanische. Daran muss es wohl liegen.

Anonym 25. Juli 2009 um 14:49  

@Hansi

Ich schrieb ja bereits weiter unten, dass die Massenverblödung heute via "Infomüll" läuft, d.h. man wird dermaßen mit gegensätzlichen Positionen zu jedem Sch.... zugemüllt, dass man gar nicht mehr weiß, oder noch schlimmer wissen will, wie es realiter wirklich ist/war.

Dazu benötigst du nicht einmal politisch umstrittene Themen, versuch's mal mit dem Thema Ernährung und Diät....sogar in diesem, eigentlich politisch völlig unbelasteten Feld, wirst du mit Infos nur so zugemüllt, dass es kracht....

Du schreibst daher völlig richtig:

"[...]Das heutige perfekte Unterdrückungssystem benötigt keine Bücherverbrennungen mehr, denn: Wie viele können Bücher überhaupt noch mit Gewinn lesen?
Den logischen Weitergang dieser Gedanken überlasse ich den Lesern...
[...]"

Wobei einem natürlich auch - via gesellschaftlichem Druck - beim Bücherlesen das Lesen madig gemacht wird.

Heute bist du "in", wenn Du Klassiker liest - so vor kurzem beim Verblödungssender RTL....

Die Masse konsumiert RTL, Bild und Co. und merkt nicht einmal wie die manipuliert wird, von einzelnen, wie uns mal abgesehen....

Is leider so....

Übrigens, als eifriger Sachbuch-Leser biste nach RTL gleich unten durch.....Verblödung ist ergo erwünscht....

Wobei ich einschränkend noch relativieren muss, nicht jedes Buch ist lesenswert, aber dazu erfährst du natürlich auch nix, dass manche Autoren (z.B. Prof. Dr. Sinn) fremdgesteuert (INSM) sind.....

Leser hinterfragen solche, und weniger eindeutige Manipulationsversuche, mal abgesehen von uns hier, gleich gar nicht, weil die eben nicht gerne lesen, und wenn ist es so ein Infomüll, dass man sich die Haare raufen könnte....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 25. Juli 2009 um 14:50  

@Gordon

Du sagst es, auch heutige Verbrechen an Kindern, werden, wenn die real sind, totgeschwiegen....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 25. Juli 2009 um 16:39  

Schon bei der Einleitung fallen die kleinen Tricks:
...Das kommunistische Regime im abgeschotteten Nordkorea ...

Warum fehlt dann in allen Artikeln über unsere Bundesregierung das Wort kapitalistisch? ^^

z.B. Das kapitalistische Regime im verglobalten Deutschland...

Michel 25. Juli 2009 um 17:17  

@ Hansi

So einseitig die Lehrer abzustempeln, ... gefällt mir nicht.

Trage aber gerne etwas wissenswertes dazu bei:

SCHON IMMER gab es in der Lehrerausbildung eine gewisse Differenzierung, will heißen, Gym-Lehrer haben tatsächlich die bessere Ausbildung (mehr Anforderungen im Studium, längeres Studium) als Realschul- oder Hauptschullehrer.
Und die Umstellung auf Bachelor-Master erhält diese Differenzierung aufrecht UND baut sie sogar noch aus. Dazu kommt noch, dass Bachelor-Master i.d.R. keine Generalisten mehr unter den Lehrern produziert, sondern nur noch Spezialisten für recht eingeschränkte Fachgebiete.

Habe während meines Studiums eine Lehramtsstudentin getroffen, die allen Ernstes stinksauer war, als ich sie bat, zu begründen, warum es wichtig sei, mit der Materie nicht bekannte, also fachfremde Menschen beim Thema Stammzellforschung mitentscheiden zu lassen. Wenn ich ein Auto bauen will, frage ich ja auch nicht den Bäcker um Rat. Aber das war dann zuviel Intellektualität für die gute Dame.

Wer Dummköpfe ausbildet, bekommt genau das - Dummköpfe. Wir waren da schon mal weiter...

Dazu kommt noch die zunehmenden Mittelkürzungen in Stadtbibliotheken und die zunehmende Verschlechterung des Bücherangebotes. Mal ernsthaft, Stefanie Meyers "Biss zum Morgengrauen" (engl. Twilight) bleibt Welten hinter anderen Vampir-Klassikern zurück (Anne Rice).

Da kommt leider zuviel Schrott auf uns zu und auch sprachlich merkt man das deutlich.

Hingegen werden sogar in Universitätsbuchhandlungen die wissenschaftsabteilungen verkleinert. ;-(

SAD SAD SAD


Wer wird eigentlich momentan des Kinderfressens beschuldigt? (Aka: wer wird wohl von den Amis als nächstes einen auf den Deckel kriegen?)

Iran?
Pakistan? Afghanistan?

Anonym 25. Juli 2009 um 18:35  

"[...]Da kommt leider zuviel Schrott auf uns zu und auch sprachlich merkt man das deutlich.[...]"

Man merkt solche Verblödung sogar in der eigenen Verwandschaft - Ich erwähnte heute Abend, beim Thema abnehmen, dass ich, gerade wegen dem berühmten Jo-Jo-Effekt auf eine Diät verzichte, und bekam prompt eine von meiner jüngsten Nichte auf den Deckel - sachlich richtig war es nicht, aber ich beließ es dabei.

Meine Schwester war noch stolz auf ihre Tochter "Die hat's dir aber gegeben!"

Toll, ich bin zwar immer noch anderer Meinung, aber lassen wir denen ihre Freude - auf ihre Verblödung.

Übrigens, die war der Ansicht, den Jo-Jo-Effekt gäbe es gar nicht.....

Fazit:

Wie oben erwähnt, sogar bei politisch völlig unbelasteten Themen merkt man die allgemeine Verblödung in Deutschland.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Robert Reich 25. Juli 2009 um 20:55  

Der Theologe und Schriftsteller Richard Schröder, zuletzt Gast in Peter Voß's "Bühler Begegnungen" weis es aber ganz genau: Atheisten sind die größten Massenmörder! Als Beweis dienten ihm Stalin, Pol Pot und Mao. Tja so fresse eben die "Ungläubigen" ihre Kinder.

Anonym 25. Juli 2009 um 22:57  

Imperium Staatsreligion wurde, als erstes die philosophischen und astronomischen Werke der röm. und griech. Antike als sogenannte "Zauberbücher" verbrannt.

Wer die Bibel ernst nehmen möchte, das sei jedem erlaubt in der Religionsfreiheit, der wird auch verstehen wieso das passierte. Denn wer Gott anbetet, kann nicht umhin seine Gebote zu befolgen. So wie ein Angestellter die Kleidung zu tragen hat, die dem Unternehmen entspricht, wird auch der Christ, der seine Religion ernst nimmt, die Gebote wider den Spiritismus und gegen den Götzendienst und "andere Götter" ernst nehmen.

Das das an einer nicht religiösen Person, die den etwaigen Wissensverlust beklagt abprallen kann, ist so logisch wie das Bemühen die für als richtig befundenen Gebote einzuhalten und Literatur, die zu "unreiner Anbetung" führt zu verbrennen.

Es ist mitnichten dasselbe, wenn ein Staat Bücher innerhalb eines "Buch-Pogroms" verbrennt, um seine eigene totalitären Machtansprüche zu unterstreichen, oder eine Religion VON IHREN EIGENEN MITGLIEDERN (sonst hat sie natürlich nicht das Recht dazu!) fordert, solches Material zu verbrennen.
Nun ist natürlich während vieler Jahrhunderte die kath. Kirche in unseren Breitengraden auch Rechtsinstitut gewesen, sagen wir "katholische Sharia" mit einer "Fiqh", die nun auch für das bürgerliche Leben verbindlich war.
Damit verschwimmt aber auch die gesetzliche Regelung für Gläubige und die reguläre Gesetzgebung. Damit verschwimmt die Unterscheidung zwischen König und religiöser Führung.

Wir sollten einmal auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Die "gottlose Gesellschaft" hat seit Ende der Macht der Kirchen um das 1900 Jahrhundert mit steigender Wissenschaftsmacht, säkularisierten Gesellschaften immerhin mehr Kriegstote produziert als die Kirchen in 1500 Jahren produzieren konnten.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich will ganz sicher nicht die kath. Kirche in Schutz nehmen, aber ich möchte einfach das mal bei Religionskritischen Fragen diese unsägliche Simplifizierung gesellschaftlicher Zusammenhänge und daraus resultierende billige Hetze eine Grenze erfährt.

Zum Topic

Den Gegner schlecht machen, entmenschlichen und zum Verbrecher machen ist nun nichts neues, der Artkel bringt es aber aus einer schönen Perspektive auf den Punkt.

Saddams Brutkästenlüge wäre schon noch schön untergebracht gewesen.

Danke für die vielen Artikel.

PS: Hast du noch andere Hobbies? Soviele Artikel da bleibt doch kaum noch Zeit :-D

Danke

Thomas R. 26. Juli 2009 um 03:42  

Für "dumm und rückständig" wird man uns in der Zukunft halten ?

Nun, mit beidem wird man dann recht haben.

Anonym 26. Juli 2009 um 10:59  

@Robert Reich, anonym

Ihr schreibt gegen die Atheisten an, weil die doch angeblich für alle Übel der Welt verantwortlich sind.

Sagt mal?

Merkt ihr eigenlich nicht, dass ihr den gleichen Fehler macht wie die Atheisten, die meinen aus ihrem Atheismus eine Religion zu machen?

Als Beispiel sei hier nur einmal Stalin genannt, der gute war kein Atheist, da er auf eine quasi-religiöse Verehrung seiner Person bestand.

Über Hitler braucht man gar nicht zu schreiben, den der erste Staat, der den gläubigen Katholiken Hitler anerkannte war der Vatikan, d.h. die röm.-kath. Kirche hat alle Faschisten, von Mussolini über Hitler bis zu heutigen,z.B. in Honduras die Putschisten, immer schon unterstützt.

Da empfehle ich dir mal den Theologen, und Schriftsteller - auch dt. Voltaire genannt, Karlheinz Deschner zu lesen, zeitgleich zu diesem:

"[...]Der Theologe und Schriftsteller Richard Schröder, zuletzt Gast in Peter Voß's "Bühler Begegnungen" weis es aber ganz genau: Atheisten sind die größten Massenmörder! Als Beweis dienten ihm Stalin, Pol Pot und Mao. Tja so fresse eben die "Ungläubigen" ihre Kinder.[...]"

Oder Michael Schmidt-Salomon.

Die Verteufelung von Atheisten/Agnostikern - auch durch solche Theologen - erinnert mich wieder einmal fatal daran, dass in Rom ein Großinquisitor, und Deutscher, als Papst die Rolle rückwärts probiert, wie kritische Christen neuerdings auch meinen.

Wie lange eigentlich noch, bis atheistische/agnostische/freidenkerische Bücher brennen? Wann werden wieder, dank dt. Papst, der die Geschichte fälscht, und die Inquistion als "heilsame Instanz" verteidigen will, Ketzer verbrannt?

Übrigens, Hitlers Anhänger wollten keinen Atheismus sondern eine eigen "nordische Religion" für Arier. Gibt das nicht zu denken?

Was PolPot und Mao angeht:

Ich bin sicher, bei entsprechender Recherche - in Richtung keine Atheismus sondern Religion - wirst du auch bei beiden fündig.

Wer sich mit Ikonen, und pseudo-religiösen Dingen verehren läßt ist kein Atheist.

Atheisten benötigen keine Götzenbilder, weder weltliche noch sonstige....

Mehr übrigens zum ewig, mittlerweile, dank immer mehr Zunahme von Atheismus/Agnostizismus in Deutschland, kannste auch hier nachrecherchieren:

http://hpd.de

...dort stand vor kurzem auch folgender Artikel über Stalin:

"[...]Der heilige Stalin

Eine Ikone mit dem Abbild des Diktators stört die russische Orthodoxie wenig - andere schon
Da herrschte Aufregung unter den Besuchern einer russisch-orthodoxen Kirche in Strelna bei St. Petersburg. Der Vorsteher der Kirche der heiligen Fürstin Olga hatte eine Ikone im Gotteshaus angebracht, auf der der Sowjetdiktator Stalin abgebildet ist. Die Gläubigen verlangten die Entfernung der Ikone, doch der Priester Jewstafi weigerte sich, er gab ihr nur einen weniger sichtbaren Platz in der Kirche.[...]"

Quelle und kompletter Text:

http://hpd.de/node/5863

Wäre Stalin wirklich ein Atheist/Agnostiker gewesen, da bin ich sicher, dem würde die Kirche in Russland keine Ikone spendieren.

Es gibt übrigens auch noch eine Menge anderer Artikel, die ich religiösen ans Herz legen kann, um ihre Märchen über Atheisten/Agnostiker zu überdenken.

Dafür reicht der Platz nicht aus, aber der "Humanistische Pressedienst" (HPD) reicht hier völlig - ist eine Art Nachdenkseiten für Konfessionslose, Agnostiker, Atheisten und andere, auch Gläubige, die Religionskritik interessiert, und die gerne die moderne Wissenschaft verfolgen.

Ein Atheist/Agnostiker benötigt eben keine Geschichtsfälschung und keinen blinden Glauben (egal an was), daher heißt es ja auch Freidenker.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 26. Juli 2009 um 11:00  

@Thomas R.

Ja, wenn ich mir hier so die Kommentare von Menschen durchlese, die sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt sehen, und dabei die Fehler machen, die Roberto so gut beschreibt, dann wirst du leider richtig liegen.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 26. Juli 2009 um 11:17  

"[...]Wir sollten einmal auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Die "gottlose Gesellschaft" hat seit Ende der Macht der Kirchen um das 1900 Jahrhundert mit steigender Wissenschaftsmacht, säkularisierten Gesellschaften immerhin mehr Kriegstote produziert als die Kirchen in 1500 Jahren produzieren konnten. [...]"

Zur Heilung empfehle ich Ihnen dringend einmal die "Kriminalgeschichte des Christentums" - Ihre Logik geht nur auf, wenn Sie die NS-Verbrechen als "gottlose Verbrechen" titulieren, und dabei fallen Sie auf einen "rückständigen Papst" (Benedikt XVI im Urteil von kritischen Christen so tituliert) voll herein, der in Auschwitz die NS-Verbrechen so verharmloste, dass nicht nur "gottlose" Organisationen in Deutschland, sondern sogar der Zentralrat der Juden Deutschlands entschieden gegen diese päpstliche Geschichtsfälschung protestiert haben. Die Kirche, auch die evangelische, war nämlich keineswegs der Teil des Widerstand als den ihn so manche geschichtsverfälschend heute wieder hätten, im Gegenteil - seit 1933 waren beide Kirchen in Deutschland Mitläufer von Antisemiten und Massenmördern bis daher ungeahnten Ausmaßes.

Ist aber kein rein dt. Phänomen, in Kroatien gab es ein KZ, dass von Franziskaner-Mönchen geleitet wurde "Jasenovac", und die Ustascha war so grausam, dass sogar die SS, die zurückpfeiffen mußte, der Vatikan schwieg zu den Vorgängen in Kroatien....

...man muss sich diesen unsäglichen Vorgang in Kroatien einmal vorstellen...sogar die massenmörderische SS war weniger grausam als Ustascha-Schergen in einem kroatischen KZ....

Was übrigens Ihre Verharmlosung angeht, die erzählen Sie einmal in Mittel- und Lateinamerika - Dort ist nicht ohne Grund die Befreiungstheologie deswegen entstanden, weil eben Christen zu tausenden Menschen mordeten, wer die Menschheitsverbrechen natürlich erst 1900 anfangen läßt, der will es nicht wissen, was vorher war.....Stimmt's?

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Michel 26. Juli 2009 um 16:52  

"Es ist mitnichten dasselbe, wenn ein Staat Bücher innerhalb eines "Buch-Pogroms" verbrennt, um seine eigene totalitären Machtansprüche zu unterstreichen, oder eine Religion VON IHREN EIGENEN MITGLIEDERN (sonst hat sie natürlich nicht das Recht dazu!) fordert, solches Material zu verbrennen."


- *Grins*
Willst du allen ernstes begründen, dass Religionen wissenschaftliche Werke, die ihre Glaubenssätze in Frage stellen, verbrennen dürfen?
Genau das haben die Christen gemacht: Mathematik- und Philosophiebücher verbrannt.

Es ist übrigens genau dasselbe und untrennbar verbunden, wenn ein Staat mit Staatsideologie oder -religion, wie das röm. Imperium und seine christliche Staatsreligion, anfangen, Bücher zu verbrennen.


"Nun ist natürlich während vieler Jahrhunderte die kath. Kirche in unseren Breitengraden auch Rechtsinstitut gewesen, sagen wir "katholische Sharia" mit einer "Fiqh", die nun auch für das bürgerliche Leben verbindlich war.
Damit verschwimmt aber auch die gesetzliche Regelung für Gläubige und die reguläre Gesetzgebung. Damit verschwimmt die Unterscheidung zwischen König und religiöser Führung."

- Die Unterscheidung wurde vielfach bewusst aufgehoben, Kirche und König haben gemeinsames Spiel mit dem Volk getrieben: die einen haben von Armut gepredit, der andere hat die Armut der Bevölkerung vorangetrieben.

"Wir sollten einmal auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Die "gottlose Gesellschaft" hat seit Ende der Macht der Kirchen um das 1900 Jahrhundert mit steigender Wissenschaftsmacht, säkularisierten Gesellschaften immerhin mehr Kriegstote produziert als die Kirchen in 1500 Jahren produzieren konnten."

- Liegt das daran, dass den damals Kirchen die Mittel fehlten oder daran, dass die säkularisierten, verwissenschaftlichen Gesellschaften das Böse im Blut liegt?

Übrigens liegst du falsch: der 30jährige Krieg dürfte gemessen an der Qualität durchaus mit 1. und 2. Weltkrieg mithalten können.

Auch die von Missionierung begleitete Kolonialisierung der Welt steht in Grausamkeit recht weit vorn.

Die kath. Kirche hat IMMER mit äußerster Macht ihren Einflussbereich verteidigt und zwar gegen bessere Argumente, gegen Wissenschaft, gegen mehr Gleichberechtigung und Humanität. Und stets hat die kath. Kirche ALLE ihr zur Verfügung stehenden Mittel angewandt, sei es Propaganda, Kriege, Allianzen mit Massenmördern, Giftmorde und politische Schweinereien.

Rechnet man richtig, dürfte gerade die kath. Kirche einer der größten Massenmörder der Geschichte sein, denn wer Kreuzzüge, Kolonialisierung, HIV-Verbreitung, Sklavenhandel, Leibeigenschaft, Ungleichheit, Mord mit Ablasshandel und finanziellen Neokolonialismus rechtfertigt und unterstützt, ist schuldig.

Anonym 26. Juli 2009 um 18:42  

@Michel

Hervorragend ausgedrückt, ich selbst hätte es nicht besser ausdrücken können.

Übrigens, die ausgeprägte Wissenschaftsfeindlichkeit des Christentums von Anfang an hat dazu geführt, dass die wichtige Werke der antiken griech. und röm. Aufklärer verbrannt bzw. vernichtet haben.

So, dass die Menschheit für 400 - 500 Jahre - zumindest was das mittelalt. Europa angeht - in eine dunkle, unwissende Periode verfiel.

Erst als die Wiederaufklärung begann entdeckte man, dass eine Religion - die heute leider zu den Fundamentalisten gehört - der Islam bzw. die Moslems die Werke der griech. und röm. Aufklärer, nicht alle aber einige wichtige, gerettet hat.

Eine Ironie der Geschichte, die beweist, entgegen aller heutiger Islamfeindlichkeit, auch der Islam hatte schon einmal eine Blütezeit der modernen Wissenschaften, während wir im Sumpf des Mittelalters - eben gerade wegen der von dir geschilderten Verbrechen der röm.-kath. Kirche feststeckten.

Ich rede jetzt mal nur von Europa, mir ist noch ein Bild in den Sinn gekommen, aber das würde das Thema wohl sprengen, denn überall wo die röm.-kath. Kirche missioniert hat hat die aufklärerische Werke der "Heiden" vernichtet.

Der Verlust ist ebenso schlimm wie die tausende von Menschenleben, die von Christen hingemordet wurden - Wer weiß wieviel an Kulturschätzen durch diese christl. Barbarei des Mittelalters/Frühchristentums verloren gegangen ist? Der Verlust ist unwiederbringlich weg :-(

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Robert Reich 26. Juli 2009 um 19:34  

@anonym und alle Blogleser,
ich spreche nicht gegen Atheisten oder Glaubensrichtungen, mit meinem Hinweis Richard Schröder wollte ich nur zeigen: es gibt immer Jemanden, der irgendeinem Anderen die Schuld für Verbrechen zuweist. Wird da nicht oft von eigenem Versagen abgelenkt???

Mit freundlichen Grüssen

Robert Reich

Anonym 26. Juli 2009 um 21:19  

[i]Wie lange eigentlich noch, bis atheistische/agnostische/freidenkerische Bücher brennen? Wann werden wieder, dank dt. Papst, der die Geschichte fälscht, und die Inquistion als "heilsame Instanz" verteidigen will, Ketzer verbrannt? [/i]

Richtig. Und hier im Rahmen der Kath. Kirche verschwimmt auch Religion und Weltlichkeit. Also wo ist das Problem, wenn dann ein religiöser Staatsführer dasselbe verantstaltet, wie ein angeblich weltlicher Staatsträger, der eben nicht auf Gott sondern auf Werte wie z.B. Demokratie und andere volksverdummende Ideologien sein Werk begründet?
Es gibt hier eben kaum noch einen Unterschied.
Geschichtsklitterung ist derzeit in Deutschland doch gang und gäbe, in diesem Blog sollte das nicht zu den Verschwörungstheorien zählen :-)


[i]Übrigens, Hitlers Anhänger wollten keinen Atheismus sondern eine eigen "nordische Religion" für Arier. Gibt das nicht zu denken? [/i]

Ja, da gibts eine schöne Dokumentation bzw. Buch zu http://www.amazon.de/Schwarze-Entfesselung-Mi%C3%9Fbrauch-Nationalsozialismus-Esoterik/dp/3451052059
So wie Staaten auch Metapher für Götzen sind. Wo ist eigentlich das Problem, religiöse Muster zu erkennen? Die sind so offensichtlich und fangen nun einmal überall dort an, wo Menschen tätig sind und soziale Systeme schaffen und mit Dingen oder Tätigkeiten in Kontakt kommen. Der „Markt als Gott“ ein weiteres Beispiel. Wieviele Massenmord und Tod und Elend hat der Markt schon zu verantworten? Wieviele Kriege gehen und werden noch auf seinen Bedarf nach neuen Märkten und Rohstoffreservoirs gehen?

Ich persönlich sehe aus meiner Perspektive einfach keinen Unterschied zwischen direkt als religiös betiltes Handeln und zwischen dem, was indirekt religiösen Handlungsmustern identisch ist, auch wenn es so nicht bezeichnet wird.

Der Mensch ist von seiner Veranlagung her ein religiöses Wesen und wer diesen Teil in sich leugnet, ist schlicht blind und will die Faktenlage nicht sehen und für sich ganz persönlich in der Regel einfach nicht wahrhaben.


[i]Atheisten benötigen keine Götzenbilder, weder weltliche noch sonstige.... [/i]

Sie haben aber trotzdem welche. Das fängt bei der eigenen Profilneurose an und führt zu Selbstverehrung, sehr populär heutzutage. Das geht über Materialismus als Religion über Demokratieanhängerschaft zur Anbetung weltlicher Institutionen und über den Glauben an die Evolutionstheroie, die Ersatzreligion für Atheisten ;->

[i]Ein Atheist/Agnostiker benötigt eben keine Geschichtsfälschung und keinen blinden Glauben (egal an was), daher heißt es ja auch Freidenker. [/i]

Haha, dann gilt der Erkenntnisshorizont für den Atheisten und Agnostiker schon einmal nicht mehr und er stellt sich ausserhalb der sozialen Systeme in denen er lebt?
Träumen Sie weiter. Der Atheist/Agnostiker leidet zumindest darunter, selbst ein Ideologe zu sein und Glaubenssätze zu formulieren. Auch wenn er dies vehement von sich weist:
Die nichtbeweisbare Nichtexistenz Gottes als Grundlage für den eigenen Glauben, daß Gott nicht existiert ist eine klassisch religiöse Auffassung.
Denn der Atheist muss dies Glauben. Auch wenn er meint, daß er dies auf Erkenntniss stützt, so kann er diese Thesen nicht als Tatsachen verkaufen und sich dahinter verstecken. Nichtglauben ist das eine, die Nichtexistenz Gottes zu postulieren das andere. Erstere lassen die Möglichkeiten zu, wie sie sind. Zweiterer ist der Ansicht, das es Gott nicht gäbe, wie auch immer er darauf kommt und baut darauf schon seine Weltsicht und Handlungsgesetze auf.
Atheisten sind religiöser als die meisten Kirchgänger, wage ich zu behaupten :-D

Den weiteren Argumenten möchte ich einfach vorschlagen, die Trennung von Kirche und Gesellschaft im Mittelalter einmal aufzuheben. Die gab es so nämlich einfach nicht. Kirche und Glauben war die Gesellschaft.

endless.good.news 27. Juli 2009 um 07:16  

Was mich dabei aufregt ist das folgende. Nur die direkten Morde werden bestraft. Wo werden Firmen bestraft die Kinder in Fabriken vergiften. Wo der Reiche der mit seiner Steuerhinterziehung dafür sorgt, dass zum Beispiel kein Geld für Entwicklungshilfe da ist und Kinder verhungern. Wo wir alle die wir zulassen das unsere Armee in einem fremden Land Befreier spielt? Das alles sind verbrechen, aber das eine mal sind sie klein und begreiflich, dass andere zu groß um sie zu fassen. Wer immer höhere Strafen fordert sollte erst mal in die Geschichte schauen. Drakon hat es in Griechenland bewiesen, dass man dadurch keinen Blumentopf gewinnt. Ich würde sagen, dass über 90% der Verbrechen eine gesellschaftliche Ursache haben (Armut, Unterdrückung, Intoleranz, etc.). Der Rest resultiert aus psychologischen Ursachen und aus dem Affekt heraus. Beim ersten kann die Gesellschaft etwas tun. Beim zweiten nützen hohe Strafen gar nichts, da der oder diejenige nicht in der Lage ist in dem Moment nachzudenken.

romano 27. Juli 2009 um 11:20  

die armen Kinder. Es gibt genug skrupellose Leute, die sich an systemischer Ausbeutung von Kindern beteiligen. Das pöhse Nordkorea ist wohl leider keine Ausnahme, wenngleich der Diskurs über Nordkorea hochgradig gesteuert sein mag und somit Zweifel anzumelden sind, ob diese Vorgänge in Nordkorea überhaupt stattgefunden haben. Überdies liefert solche Propganda, falls es eine ist, immer auch einen Einblick in die möglichen Handlungsfelder der Propagandisten. Indes gab es im herrlichen Westen dies: http://www.radio-utopie.de/2009/07/27/pharmaindustrie-grausame-medikamentenversuche-unter-dem-motto-kinder-sind-unsere-goldene-zukunft/#more-3826
Der Diebstahl der Kindheit der Kinder durch ihre Verinstrumentaliserung in die Aneignung von angeblich marktrelevanten Wissensbröckchen ist unblutig, aber trotzdem unmenschlich.

Übrigens. Die A-Theisten leben ja in der Negation des Deus. Den Deus brauchen sie aber wohl, wenn auch im Negativ.
Die Agnostiker leben aber in einer Spannung, wohl wissend, dass man leicht in die Vollendung eines Sensemes rutscht, in dem man in sich die Erzeugung eines Seienden sieht, das Gott heißt, um das herum man Beweisgelage veranstaltet. Der Agnostiker wird deswegen bemüht sein, sich dem Vollzug dieser Erzeugung entgegenzustemmen und somit in die Absolvenz von Sinn (auch Wissen genannt) zu finden. Was dann übrig bleibt, ist in Schweigen zu hüllen. Wem das zu wenig ist, der muss sich das Seiende Gott erzeugen lassen und dann in wie immer gelagerte Beweisketten abrutschen.

Anonym 27. Juli 2009 um 16:36  

Ich bestreite nicht, dass es auch Atheismus gab, der sich, leider, zu einem neuen Glauben entwickelt hat - Buddha soll z.B. Atheist gewesen sein. Seine Anhänger haben daraus eine Religion gemacht. Fazit: Weltliche, politische und himmlische Religionen lehne ich als Atheist/Agnostiker ab, dazu gehört auch, dass, was ich nicht abstreite, manche Atheisten eben aus ihrem Atheismus eine Religion machen - Dort hört für mich aber der echte Atheismus (Gottlosigkeit) völlig auf, d.h. es sind keine lupenreinen Atheisten, die aus ihrem Atheismus eine eigenständige Religion schaffen wollen. Beispiele eben Stalin, da lese ich gerade ein interessantes Buch, dass "Kommunismus" als Religion sieht - Der autoritäre Staatskommunismus hat alle Kennzeichen einer Religion, die ich hier nicht im einzelnen aufzählen will.

Das Menschen eine Veranlagung haben religiös zu sein halte ich übrigens für ein Märchen von Anhängern der Vererbungslehre (Genetik). Erinnert stark daran, dass man früher mit dieser Lehre sogar Kriminelle sehen wollte, wo es keine gibt, daher lehne ich es ab.

Sie halten Atheisten/Agnostiker als für dumm? Und wie erklären Sie mir, dass zumeist Freidenker aus den "Eliten" der Gesellschaft stammen? Ehemalige Theologen z.B., die je tiefer sie in die Materie einstiegen, umso mehr ahnten was für einen Unfug die predigten, und eben durch das Studium der "Heiligen Schriften" zu Atheisten/Agnostikern mutiert sind? Beispiele gibt es übrigens weltweit dafür, zu hunderten - Es sei als Beispiel nur ein Pfarrer genannt, der auf seinem Sterbebett seinen Atheismus erst gestand: Abbe Meslier.

Ja, klar, Atheist/Agnostiker ist man nur mit Ideologie und eigenen Glaubenssätzen? Wer glaubt ihnen dies? Da hätte ich doch gerne mehr Begründung für ihre Ansicht.

Mir ist noch kein religiöser Atheist begegnet - Und das schreibe ich, der ich vor kurzem selbst der IBKA e.V. angehört habe, die aus Konfessionslosen, Atheisten, und Agnostikern bestand.

Was übrigens ihre Vorgehensweise angeht, ein Atheist benötigt keinen Glauben, da es eben keinen Gott gibt, und ein Agnostiker weiß nicht, ob Gott existiert, da er....salopp ausgedrückt ihm noch nie begegnet ist....

Ihr Versuch Atheisten Glauben zu unterstellen, ist übrigens hanebüchen, da es einen Unterschied zum Glauben und Wissen gibt, Glauben und Wissenschaft sind schon aus einem Grund unvereinbar: Sie setzten von vorneherein fest "Gott existiert", und alle anderen haben Unrecht. Wissenschaft setzt eben nicht von vorneherein fest, dass ein "Gott extistiert" sondern versucht mit wissenschaftlichem Vorgehen die Existenz Gottes zu beweisen, und soweit mir bekannt ist hat noch kein Wissenschaftler zu 100%, nach rein wissenschaftlichem Vorgehen, bewiesen, dass eine ominöse Person namens "Gott"; "Allah"; "Jahwe" oder wie auch immer existiert.

Das ist eben das "Elend der Theologie", nach rein strengem wissenschaftlichem Vorgehen ist Theologie keine Wissenschaft, sondern blinder Glaube, da man eben das Ergebnis schon glaubt "Gott existiert".

Nach reiner Erkenntnislehre, und wissenschaftlichem Vorgehen - verifizieren und falsifizieren - hat noch keiner s. o. "Gott" bewiesen.

Was die angebliche Unmoral von Atheisten/Agnostikern angeht, da kenne ich leider mehr Unmoralität bei gläubigen Menschen, die sich nicht einmal an die eigenen Gebote ihrer Religionen halten.

Würden z.B. Christen sich an die 10 Gebote halten, rein wörtlich, wie ursprünglich auch gedacht, dann gäbe es weder Verleumdung, Mord, Kriege noch Totschlag.

Im 21. Jahrhundert, dem Jahrhundert eines neuen Religionskrieges zwischen Islam und Christentum - wird zwar immer wieder geleugnet ist aber wohl leider doch so, auf beiden Seiten -sehe ich allein im Atheismus/Agnostizismus die Chance das unser Planet weiterexistiert.

Man denke sich nur - ohne Religion - hätte es nie einen 11. September 2001 gegeben.

Darüber, in Zeiten des religiösen Fanatismus, schon nachgedacht?

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 27. Juli 2009 um 16:40  

@romano

Ich halte Atheisten/Agnostiker keineswegs für bessere Menschen, aber die Religiösen sind heuchlerischer. Auch heute noch, was man vor allem daran sieht, dass eine gewisse Partei mit einem "C" - als Beispiel - unsozial ist, aber sich als christlich-sozial verkauft.

Genau dies war übrigens der Grund für mich, nicht nur die CDU/CSU betreffend meinen Glauben zu verlieren - Christen sind in der Mehrzahl, sobald die Macht haben, reine Heuchler.

Haben die keine Macht, dann sind Christen natürlich auf Seiten der Normalbürger, und er Unterschichten, aber sobald die Christen/Kirchen Macht haben sieht es so aus, dass die "Elite" gegen die ganz Unten unterstützt wird.

Is leider so....

Hochaktuelles, außereurop. Beispiel Honduras, die Kirche ist mit den Putschisten, und nicht mit dem gestürzten Präsidenten, der mehr Rechte für die Normalbürger und Unterschichten in Honduras wollte.

Frei nach dem angeblichen Jesus-Spruch: "Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist...."

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 27. Juli 2009 um 16:54  

Lieber atheistenfressender/agnostizistenfressender Anonym,

eines interessiert mich doch noch:

Wieso folgst du nicht einfach meinen Hinweisen, und vertiefst dich mal in Agnostizismus/Atheismus?
Brauchst ja nicht gleich überzutreten, aber ein bißchen offener als Atheisten/Agnostiker mit unhaltbaren Behauptungen zu überziehen fände ich schon nett von dir ;-)

Oder hast Du Angst deinen Glauben zu verlieren? Eine Sache, die mir, als per se Nichtglaubendem, eben nicht passieren kann - Ich kann hunderte von christlichen Büchern lesen, und trete deswegen nicht gleich in die Kirche ein bzw. glaube wieder an ein Kindermärchen namens "Gott".

Umgekehrt ist dieser Schritt nicht so einfach, Sie wären nicht der erste, der über die Lektüre diverser atheistischer/agnostizistischer Literatur den Glauben endgültig verliert - Es reicht auch, wenn Sie, als Theologe z.B., die angeblich unfehlbare Wahrheit der Bibel hinterfragen.

Schon dies macht Sie, wenn auch nicht gleich zum Atheisten/Agnostiker so doch zum Religionskritiker, und der Schritt von dort zum Agnostiker (jemand, der weiß, dass man Gott eben rein wissenschaftlich nicht beweisen kann) ist ein winziger.

Ergo vergessen Sie meinen Tipp, ich will Sie nicht missionieren, umgekehrt bin ich mir bei Ihnen da nicht so sicher....

Ich verspreche Ihnen aber eines, es wird Ihnen nicht gelingen, aus einem vom röm.-kath. Glauben zum Agnostiker konvertierten einen Wiedergläubigen Katholiken/Protestanten zu erschaffen. Ebensowenig wie ich Sie missionieren will/kann....

Adieu
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 28. Juli 2009 um 01:01  

Im 21. Jahrhundert, dem Jahrhundert eines neuen Religionskrieges zwischen Islam und Christentum - wird zwar immer wieder geleugnet ist aber wohl leider doch so, auf beiden Seiten -sehe ich allein im Atheismus/Agnostizismus die Chance das unser Planet weiterexistiert.

Man denke sich nur - ohne Religion - hätte es nie einen 11. September 2001 gegeben.

Ahja. Clash of Zivilisations.

Natürlich passiert das NUR UND AUSSCHLIESSLICH weil sich ein paar religiöse Fanatiker nicht einigen können, Markt und Kapitalismus, Geldgier und Rohstoffhunger haben damit NICHT DAS GERINGSTE zu tun ... und es sind auch nicht die Raffzähne im Westen mit ihrer Propagandamaschine die diesen Konflikt befeuert, nein natürlich nicht. Das machen die depperten religiösen Fundamentalisten...

Und über den 11.09.01 informieren Sie sich erstmal bevor Sie das öffentliche Märchen von Ali Osama und seinen Räubern verbreiten.

Ihr vehementes Abstreiten der Ersatzreligion „Atheismus“ finde ich amüsant.

__


Ich kann hunderte von christlichen Büchern lesen, und trete deswegen nicht gleich in die Kirche ein bzw. glaube wieder an ein Kindermärchen namens "Gott".

Kindermärchen gibts bei den Evolutionistenpredigern :-D

Bei Büchern und ihren Inhalten geht es um eine Qualität der geistigen Werte, die darin vermittelt werden. Gedanken haben Kraft, sie formen die Vorstellung und Erinnerung. Worte sind Gedanken und mit den Worten in Büchern werden komplexe Gedanken, also ganze Gedankenkomplexe übermittelt.
Wenn ein Christ (oder andere Religiöse Menschen mit anspruch) sich nicht jeden Dreck in den Rachen wirft, dann hat er seine Gründe in der geistigen Reinhaltung. Interessant ist, daß die moderne Kognitionspsychologie und Neuropsychologie bestimmte Thesen anbietet, welche eben die Ablehnung bestimmter Inhalte und Botschaften zur geistigen Reinerhaltung eher stützen.

„Sag mir mit wem du verkehrst und ich sage dir wer du bist!“

„Sag mir womit du deine Sinne füllst, und ich sage dir wer du bist!“

In diesem Sinne ist es nur logisch, daß bestimmte Inhalte von Religionen abgelehnt werden, wie auch andere soziale Gruppen bestimmte Inhalte propagieren oder ablehnen.

Vielleicht ist es jetzt für den einen oder anderen verständlicher, wieso nicht jede Information für jeden gleich Wissen ist.

Ergo vergessen Sie meinen Tipp, ich will Sie nicht missionieren, umgekehrt bin ich mir bei Ihnen da nicht so sicher....


Ich fürchte mich sicher nicht beim Lesen unterschiedlicher Standpunkte vom Glauben abzufallen.
Und nein auch mir gehts nicht um Missionierung. Mich kotzt nur die ungleiche Behandlung der beiden sozialen Gruppen von Gläubigen und Nichtgläubigen an.
Den Religiösen werden die Verbrechen jedes Pfaffen im Mittelalter zur Last gelegt (egal welcher Religion sie angehören), den Gottlosen Ideologen wird im Gegenzug nicht ihre Schuld seit Darwin und der Geburtsstunde des Sozialdarwinismus und den Errungenschaften der Eugenik inklusive aller folgender Verbrechen der Wissenschaft von Atombombe bis hin zu Menschenversuchen unterstellt. Auch ist der Atheist niemals ein genauso schändlicher Mafiosi wie der Papst und seine Gefolgsmänner und niemals ist er ein schändlicher Massenmörder, der für seine Werte Menschen metzeln geht. Nein, der ‚Atheist hat im Kopf des Atheisten natürlich immer eine weiße Weste und seine Thesen sind die Rettung der Welt aus der Unmündigkeit. Was heißt das eigentlich? Das demnächst alle nur noch Sozialdarwinismus nachplappern, vom egoistischen Gen faseln und Evolution die einzig gültige Wahrheit ist? Und bist du nicht willig daran zu glauben ... ja was? Kommt dann die Gewalt?
Es ist eine unfaire Diskussion und das ärgert mich, deshalb kommentiere ich solche provokanten religionsfeindlichen Kommentare gerne. Wofür ich, wie so oft schon, bei Roberto um entschuldigung bitte :-D


Lieben Gruß

otti 28. Juli 2009 um 20:34  

Aus vergangener Zeit:
Hugo Friedländers "Interessante Kriminalprozesse", hier "Der Knabenmord in Xanten"(1891).
http://www.zeno.org/Kulturgeschichte/M/Friedl%C3%A4nder,+Hugo/Interessante+Kriminalprozesse/Der+Knabenmord+in+Xanten

Anonym 28. Juli 2009 um 21:23  

"[...]Ich fürchte mich sicher nicht beim Lesen unterschiedlicher Standpunkte vom Glauben abzufallen.
Und nein auch mir gehts nicht um Missionierung. Mich kotzt nur die ungleiche Behandlung der beiden sozialen Gruppen von Gläubigen und Nichtgläubigen an.
Den Religiösen werden die Verbrechen jedes Pfaffen im Mittelalter zur Last gelegt (egal welcher Religion sie angehören), den Gottlosen Ideologen wird im Gegenzug nicht ihre Schuld seit Darwin und der Geburtsstunde des Sozialdarwinismus und den Errungenschaften der Eugenik inklusive aller folgender Verbrechen der Wissenschaft von Atombombe bis hin zu Menschenversuchen unterstellt. Auch ist der Atheist niemals ein genauso schändlicher Mafiosi wie der Papst und seine Gefolgsmänner und niemals ist er ein schändlicher Massenmörder, der für seine Werte Menschen metzeln geht. Nein, der ‚Atheist hat im Kopf des Atheisten natürlich immer eine weiße Weste und seine Thesen sind die Rettung der Welt aus der Unmündigkeit. Was heißt das eigentlich? Das demnächst alle nur noch Sozialdarwinismus nachplappern, vom egoistischen Gen faseln und Evolution die einzig gültige Wahrheit ist? Und bist du nicht willig daran zu glauben ... ja was? Kommt dann die Gewalt?
Es ist eine unfaire Diskussion und das ärgert mich, deshalb kommentiere ich solche provokanten religionsfeindlichen Kommentare gerne. Wofür ich, wie so oft schon, bei Roberto um entschuldigung bitte :-D
[...]"

Wissen Sie, auf Ihre Ergüsse lasse ich mich nicht näher ein, da Sie einfach unverbesserlich sind - Ich bleibe dabei Atheismus benötigt keinen Glauben, und Ihre Relativierung des 11. September 2001 ist eine Beleidung der Opfer dieses - auch - religiösen Wahns.

Oder ist Osama Bin Laden ein Atheist gewesen? Zu Ihrer Behauptung, dass ich nix über den 11. September 2001 weiß, dass stimmt so nicht, und ich bin da einer Ansicht mit dem Friedensforscher Galtung:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=4092#h22

Punkt 22

Insbesonsere, dass es sich beim Konflikt Taliban - Osama Bin Laden - George W. Bush um einen Religionskrieg handelt.

Ihre diversen Verschwörungstheorien kommentiere ich lieber mal nicht, die Sie mir ans Herz legen...ich bleibe da lieber bei der Realität, die US-Behörden nach dem 11. September 2001 einwanfrei festgestellt haben....

Oder halten Sie Obama für einen Verschwörungstheoretiker? Gar gescheiter als der intelligenteste US-Präsident seit langem? So wie ich hier Ihre religiöse Arroganz, die Vorurteile usw. sehe denke ich schon, dass Sie an typisch religiösem Größenwahn leiden....

Man sieht ja wohin der führt, wieder einmal seit kurzem....

Mehr nicht, da dies kein Religionsforum ist, da können Sie weiter gegen Atheisten/Agnostiker hetzen wie Sie wollen - Meinetwegen sogar gegen Brad Pitt, der sich als Agnostiker/Atheist "geoutet" hat:

http://hpd.de/node/7512

Was Ihre unhaltbaren Behauptungen über Gottlose angeht, da hat es ja vor kurzem eine Buskampagne von intelligenten Atheisten/Agnostikern/Religionskritikern und Konfessionslosen gegeben.

Ein Homepage-Hinweis, den Sie sicher nicht befolgen, da hier Ihre obigen Vorurteile einzeln enttarnt werden - als unhaltbare Behauptungen, und typisch religiöses Haßpredigen gegen Gottlose:

http://www.gottlos-glücklich.de

Werden Sie glücklich damit ;-)

Amüsierte Grüße
und Themenende
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 29. Juli 2009 um 00:04  

"[...]Es ist eine unfaire Diskussion und das ärgert mich, deshalb kommentiere ich solche provokanten religionsfeindlichen Kommentare gerne. Wofür ich, wie so oft schon, bei Roberto um entschuldigung bitte :-D[...]"

Was verstehen Sie unter "unfairer Diskussion"? Was ärgert Sie daran, dass Menschen etwas gegen Religionen, aber nicht gegen Religiöse haben - die Trennung von Kirche und Staat auch in Deutschland halte ich für eine gute Idee.

Sie können vor mir aus glauben was Sie wollen, aber Religionen für moralischer als Atheismus zu halten, dass hat schon immer zu unethischen Handlungen - siehe ihre Ergüsse hier - von Fanatikern gegen Gottlose und Religionskritiker (zu denen ich auch Martin Luther zähle) geführt.

Ich finde der Nachdenkseiten-Leser liegt richtig, wie Ihre Ergüsse hier beweisen, die absolut unhaltbar, voller Vorurteile und Behauptungen sind, dass nervt keinen Atheisten, dass ist nur noch lächerlich, da Sie eben den religiösen Fanatismus - mit eigenen Worten - entlarven, den Sie doch angeblich nicht haben wollen.

Gute Nacht
ein Ketzer

Anonym 29. Juli 2009 um 01:52  

Ein Homepage-Hinweis, den Sie sicher nicht befolgen, da hier Ihre obigen Vorurteile einzeln enttarnt werden - als unhaltbare Behauptungen, und typisch religiöses Haßpredigen gegen Gottlose:

Sie fabulieren gerne, nicht wahr? Vor allem sind sie selbst ein Hassprediger. Ihnen speit ja schon die Wut über Religionen aus jeder Pore.
Das Sie mich nicht verstehen können oder wollen, ist für mich absolut in Ordnung. Das Sie aber vehement jede Gegenrede und jedes meiner versöhnlich gesprochenen Argumente als verbrämte Hasspredigt? gegen IHRE ERFÜLLENDE HEILSLEHRE der Gottlosigkeit darstellen müssen, ist schon ein starkes Stück und zeigt wess geistes Kind Sie selbst sind.

Beileiben ist wer die offizielle Version des 9.11. für einen Tatsachenbericht hält, schon sehr leichtgläubig.

Lieben Gruß bis zum nächsten Mal

Danke für die Links

Anonym 29. Juli 2009 um 02:05  

Also Ottili, die meisten Mörder sind entweder konfessionslos oder gehören einer Religion an. Was ist das nun für eine Aussage?

Will irgend ein Depp allen ernstes Behaupten und unterstellen, daß nur der religiöse Mensch mordet oder kriminell ist? Warscheinlich ist bei euch im Kopf sogar die Religion der Auslöser dafür *lach

Wie zerschossen sind die Köpfe der Menschen eigentlich? Ist das Denken denn völlig abhanden gekommen und begnügt man sich nur noch mit dem Rezitieren irgendwelcher Vorurteile, Urteile, fremdgedachter Inhalte oder reinen Legenden?

Seht das mal einfach relaxter, total verbissen dieser Atheismus heutzutage :->

Lebensphilosophien sind schlicht austauschbar und sollten es auch sein. Religion ist Lebensphilosophie. Es hieß einmal in der Aufklärungszeit jeder nach seiner Fasson, gilt das nicht mehr?

Noch einen lieben Gruß

Anonym 30. Juli 2009 um 19:36  

"[...]Lebensphilosophien sind schlicht austauschbar und sollten es auch sein. Religion ist Lebensphilosophie. Es hieß einmal in der Aufklärungszeit jeder nach seiner Fasson, gilt das nicht mehr?[...]"

Das gilt schon - danke für den Hinweis - auch aus meiner Sicht, aber ob unser religiöser Fanatiker hier drauf eingeht, halte ich für fraglich.

Für den sind alle Gottlosen des Teufels, um es mal mit seinen Worten zu schreiben, und außerdem sind religiöse die besseren Menschen, die haben noch nie Menschen verbrannt, erschossen, erschlagen und vergast weil die entweder eine andere Meinung hatten oder eben die falsche Religion - Siehe hierzu meine Hinweise auf Auschwitz und Jasenovac. Entgegen der Geschichtsfälscherei der Päpstlichen waren sehr wohl die katholische Religion, der römisch-katholischen Ausprägung, die Auslöser für Hitlers Judenhass und die Shoa.

Wer das leugnet, wie unser Atheisten- und Agnostikerhasser hier, der macht sich mitschuldig, wenn es mal wieder soweit sein dürfte, dass man wegen "Gotteslästerung" verfolgt wird - im Namen seiner Religion, und seiner Geschichtsfälscherei hier.

Danke übrigens für den Hinweis auf HPD - hier fand ich die Aussage weiter oben bestätigt, Religion hat die römisch-antike Kultur vernichtet, wer dies leugnet...siehe oben.

Hier der Hinweis, den unser lieber Agnostiker- und Atheistenhasser geflissentlich ignorieren wird, wage ich vorauszusagen, und stattdessen eben wieder mit seinen haltlosen Vorurteilen gegen jegliche Kritiker von Religionen (eben nicht alles Atheisten und Agnostiker) lospoltern wird - Wer es interessiert, der darf es lesen:

"Requiem für die antike Kultur" - Text dazu: http://hpd.de/node/7530

Sehr aufschlussreich, weil er auch heute noch anzutreffende Methoden von Religionsfanatikern, in- und außerhalb des Internets beschreibt.

Gute Nacht
Ein Ketzer

Anonym 30. Juli 2009 um 19:39  

"[...]Beileiben ist wer die offizielle Version des 9.11. für einen Tatsachenbericht hält, schon sehr leichtgläubig.[...]"

Und? Sie haben wohl Ihre Weisheit mit Löffeln gefressen - Sie Verschwörungstheoretiker.

Was die anderen Vorwürfe angeht, die halte ich für eben Ihre typischen Vorurteile, die Sie gerne an KritikerInnen heranwerfen, die aber völlig haltlos sind und eben deshalb an mir abprallen - weil es Geschw.... ist.

Ein angeblich religiöser Gottloser - Ihre Aussage enttarnt sich selbst, mit Ihren eigenen Worten, als unqualifiziertes Geschwätz.

Anonym 31. Juli 2009 um 23:32  

Entgegen der Geschichtsfälscherei der Päpstlichen waren sehr wohl die katholische Religion, der römisch-katholischen Ausprägung, die Auslöser für Hitlers Judenhass und die Shoa.

Ich habe nicht viel für den Katholizismus übrig. Aber ist klar das die Religionshasser den Katholizismus und nicht den Darwinismus für die Entwicklung verantwortlich machen.

Wieso teilt ihr euch nicht die Verantwortung? Wieso nimmt nicht jede Gesellschaftliche Gruppe der damaligen Zeit einfach wahr, das sie mmitschuld hatte?

Ekelhaft diese Haltung, abstoßend und ekelhaft.

Roberto J. De Lapuente 1. August 2009 um 08:20  

"Wieso teilt ihr euch nicht die Verantwortung?"

Ich bin selbst Atheist, aber den Kirchen die Alleinschuld zuzusprechen, halte ich für falsch. Auch Darwins Entdeckungen kann man kaum Verantwortung zu schieben, denn sonst könnte man auch Thomas Edison moralisch verurteilen, weil dessen Glühlampen SS-Folterkeller beleuchteten.

Aber natürlich fiel der nationalsozialistische Judenhass auf fruchtbaren Boden, weil pervertierte Auslegungen aller möglichen Lehren vorher säuberlich die Erde gelockert haben. Gerade die Katholische Kirche, gerade ja auch der heilige Stuhl ist zur NS-Zeit eine doppeldeutige Angelegenheit. Einerseits schwieg der Papst, andererseits wurden Roms Juden in Schutz genommen; einerseits richtete man Rattenlinien ein, andererseits wurden Klöster benutzt, um vom Faschismus Verfolgten Obdach zu gewähren.

Es ist die ewig gleich unnötige Frage, ob nun Atheisten Mörder seien oder ob es Religiösen zukommt, diese blutige Rolle zu spielen. Aber der Mord läßt sich ja nicht von Religion oder Nicht-Religion leiten. Es gab religiöse Mörder und atheistische, und beiderseits auch Menschen, die nicht mordeten. Es ist unerheblich, ob die Religion aus dem Leben der Menschen verschwindet. Solange sie so gelebt wird, dass sie niemanden bekehren oder belehren will, solange sie eine philosophische Schule für die Bewältigung des eigenen Alltags bleibt, ist sie begrüßenswert. Sie gibt Menschen einen Anhaltspunkt, sofern sie nicht in der Lage sind, sich einen anderen Anhaltspunkt ohne Gott zu suchen.

Jegliche sozialistische Wichtigtuerei, die die Religion verdammt, hat darüber vergessen, dass der Drang des Menschen, sich einen Götzen zu schaffen, keine Produkt der Herrschaftsverhältnisse ist, sondern ein atavistisches Relikt der Kreatur Mensch. Es liegt uns also im Blut, uns einen Gott zu machen; es ist Teil der conditio humana. Das bedeutet nicht, dass man das Muss, weil es quasi menschlich ist - aber es bedeutet, dass man nicht voreilig gegenüber Religiösität agitieren sollte.

Was aber die alten Herren betrifft, die gerade im Vatikan eine geordnete Religion betreiben, die am Menschen vorbeigeht, die im Reichtum planscht: da ist Kritik beinahe Pflicht.

Anonym 1. August 2009 um 22:03  

Solange sie so gelebt wird, dass sie niemanden bekehren oder belehren will, solange sie eine philosophische Schule für die Bewältigung des eigenen Alltags bleibt, ist sie begrüßenswert.

Naja ich würde Mitglieder bzw. Glaubensanhänger Werbung nun von dem Standpunkt sehen, die jede kulturelle Gruppe auszeichnet: Sie versucht sich zu vergrößern.

Entscheidend ist, daß das Werben Beitritt und Austritt ohne weitere Folgen für Mitglieder ist und eine Religion nach gängigen gesellschaftlichen Maßstäben akzeptabel bleibt.

ob unser religiöser Fanatiker hier drauf eingeht, halte ich für fraglich.

Dasselbe gilt auch für fanatische Demokraten (die ja sogar für ihre Überzeugungen in fremden Ländern morden gehen), fanatische Anhänger des Marktliberalismus (der übrigens massiv Todesopfer forder)

Wo ist das Problem? Damit leben wir auch, ohne täglich darüber zu diskutieren, wie viel FDP für ein aufgeklärtes Land überhaupt zumutbar sein darf.

Im Gegenteil. Befleissigen sich doch seit neuestem die angeblich ach so gemäßigten Kräfte des Westens der Panikpropaganda gegen den Iran. Die Angst geht um vor den Atomwaffen, die Angst wird geschürt vor dem Terrorismus. Das neue Feindbild, konturlos und allgegenwärtig, überall vermutet und jedes noch so kleine Geplänkel wird medial ausgeschlachtet zum Terrorakt.
Anstatt zu beschwichtigen und real zu bleiben, sind atheistische Gesellschaften ihrem Marktgott verfallen und jeder der sich nicht beugt und gegen die Ausbeutung protestiert, der vielleicht sogar davon träumt den Petrodollar abzuschaffen, der hat sein Dasein verwirkt. Schon kommt in bester Orwellmanier das Friedenserhaltungskampfbombergeschwader angeflogen.

Erzählen Sie also nicht das die Religion die Wurzel allen übels ist. Sämtliche Pfeiler menschlicher Gesellschaften sind wacklige Konstrukte. Das gilt denn auch für Religionen und atheistische Clubs.

Zu dem Text im Link
http://hpd.de/node/7530

Nur eine in sich selbst marode und kaputte Gesellschaft bzw. Kultur kann von einem neuen kulturellen Geist dermaßen assimiliert werden.
Im übrigen weiß ich nicht wieso der Größenwahn eines Roms unbedingt erhaltenswürdig gewesen sein soll? Ein kleines Land lebt und labt sich auf Kosten vom Rest der Welt?
Ich glaube nicht, daß das Leben in der Antike so unterhaltsam war, wenn man z.B. nicht Römer war. Da kümmerten auch die kulturellen Errungenschaften die Menschen wenig. Das war m.E. kein Gewinn für den Einzelnen, sondern selbsterhaltender Moloch für Verwaltung und Bewachung neuer Kolonien und die waren sicher nicht froh über den Abfluß von Eigentum sondern eher ungehalten über die Einmischung durch eine fremde Kultur.

Denken sie das nächste mal darüber nach, wenn sie wieder davon lesen wie die westlichen Nationen Stammeskulturen zerstören. So oder ähnlich dürfte der Einfluss Roms auf Europäische Stammeskulturen gewesen sein.

In der Glorifizierung der angeblichen Blütezeiten alter Kulturen liegt ein Denkfehler. Denn für die unterjochten Gegner waren es Sklavenzeiten.

Anonym 2. August 2009 um 14:12  

@Roberto J. de Lapuente

Ich seh's fast genauso, bis auf eine Ausnahme: Mich nervt, und das müßtest du als Mit-Atheist eigentlich auch nervig finden, dass man Atheisten & andere Nicht-Religiöse für so jede moralische Untat der religiösen Sozialisten/Kommunisten verantwortlich macht. Gäbe es die übrigens nicht, die gescheiterte sozialistische Ideologie, dann müßten Atheisten-Fresser die erfinden, denn gerade der angeblich atheistische Staatskommunismus liefert denen, ebenso wie der angebliche Nationalsozialismus, die Munition von den eigenen Fehlern abzulenken.

Atheistmus ist weder Ideologie, noch sonst etwas, sondern ebenso wie Religion eine Lebenseinstellung - wie du als Mit-Atheist sicher auch weißt.

Übrigens, als Atheist hätte ich keine Probleme mit Religion, wenn die im privaten Bereich ausgeübt werden würde, ohne Beeinflussung fast aller Lebensbereicht - sogar solcher an die wir beide gar nicht erst denken, z.B. die Medien, die, dank dem dt. Papst schon fast als kritikloser Kirchensender funktionieren.

Ansonsten völlige Übereinstimmung.;-)

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 2. August 2009 um 14:19  

"[...]In der Glorifizierung der angeblichen Blütezeiten alter Kulturen liegt ein Denkfehler. Denn für die unterjochten Gegner waren es Sklavenzeiten.[...]"

Nett aus der Verantwortung gewunden, den Machern des Textes geht es nicht darum Rom zu glorifizieren, sondern darum aufzuzeigen wie seit dem Staatschristentum so ziemlich jede antike Errungenschaft (nicht allein die römische, die hier nur als Beispiel herhalten muss für christliche Kulturzerstörung und Bildersturm) auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet ist - Rom war eben nicht allein Krieg und Sklaverei, wie so mancher Geschichtsferne meint.

Nein, "Rom" war auch eine Gesellschaftsform, die die Menschheit bereichert hat - mit Cicero, Seneca & anderen philosoph. Größen.

Für die ersten Christen waren dies Heiden, deren Werke vernichtet gehören, und deren Ruf auf Jahrtausende zerstört werden soll, so geschehen mit dem röm. Cäsar Julian, der den Heiland am Kreuz als Skandal ansah und zurück zur alten röm. Staatsreligion wollte. Er regierte nur 2 Jahre (vielleicht umgebracht?), die Christen, die doch angeblich so liebevoll und tolerant sein sollen haben seinen Ruf ruiniert, und ihn somit ein zweites Mal ermordet.

Übrigens:

Einen ähnlichen Fanatismus erlebte man bis vor kurzem nur mit den Buddhastatuen in Afghanistan - dort hießen die religiösen Fanatiker aber nicht Christen sondern "Taliban".

Und Buddhisten willst du doch nicht auf eine Stufe mit Rom stellen? Oder?

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 2. August 2009 um 14:21  

@Roberto J. de Lapuente

Das evtl. ein neuer Glaubenskrieg zwischen Atheisten/Religionskritikern/Agnostikern/Darwinisten und der Gegenseite toben soll, dass hätte die Kirche gerne.

Europa ist da zum Glück noch meilenweit von US-Zuständen entfernt, denn da würden wir beide - als Atheisten - alt aussehen.

Obwohl? Vielleicht ändert Obama da was zum Positiven? Hat er nicht bei seiner Antrittsrede auch ausdrücklich von einer Versöhnung "mit denen die nicht glauben" gesprochen?

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 2. August 2009 um 15:40  

"[...]Anstatt zu beschwichtigen und real zu bleiben, sind atheistische Gesellschaften ihrem Marktgott verfallen und jeder der sich nicht beugt und gegen die Ausbeutung protestiert, der vielleicht sogar davon träumt den Petrodollar abzuschaffen, der hat sein Dasein verwirkt. [...]"

Sie halten die USA also für eine "atheistische Gesellschaft"? Merken Sie eigentlich, dass Sie sich selbst widersprechen, wenn Sie folgendes schreiben:

"[...]Marktgott verfallen[...]"

Echte Atheisten sind Gottlos, d.h. die benötigen weder einen ominösen "Marktgott" noch sonst irgend ein überirdisches Wesen, dass die Richtung vorgibt, sei es nun ein "Marktgott" oder ein ominöser "Gott der Vernunft" (Zitat: Robespierre). "Gottlos" sagt doch eigentlich schon das Wort was einen echten Atheisten ausmacht? Oder wollen sie etwas anderes behaupten?

Bevor Sie mir aber in die andere Ecke stellen wollen, es gibt auch keinen "kommunistischen Gott" für echte Gottlose.

Tschö

Anonym 2. August 2009 um 15:47  

"[...]Ekelhaft diese Haltung, abstoßend und ekelhaft.[...]"

Stimmt genauso ekelhaft wie alle Schuld und Unmoral im Atheismus zu sehen, obwohl Adolf Nazi ein erklärter römisch-katholischer Katholik war, und Pius XII ein erklärter Antisemit (=Judenhasser).

Da haben sich zwei getroffen, beim Reichskonkordat Vatikan - NS-Staat, dass - jetzt wird es wirklich ekelhaft - für die Rüstungsschmiede Vatikan auch heute noch bindend ist, wie neueste Nachrichten eindrucksvoll belegen.

Ekelhaft finde ich es übrigens, Charles Darwin in eine Ecke mit den Nazis zu stellen. Darwin konnte nichts für den Mißbrauch seiner Lehre, die auch heute wieder völlig mißverständlich zitiert wird - von erklärten religiösen neoliberalen Darwinisten - Noch einmal: Es war ein Übersetzungsfehler, und neueste Erkenntnisse sprechen Darwin davon frei der Ideengeber für die Ideen der Nazis gewesen zu sein. Bei Darwins Jüngern in Deutschland, den selbsterklärten, müssen Sie suchen, die aus "dem Überleben der Angepassten" den "brutalen Kampf ums Dasein" kreiirt haben, an den eben so manche Ewiggestrige hier in Deutschland immer noch g l a u b e n, auch wenn die Wissenschaft Darwin längst freigesprochen hat.

Wirklich ekelhaft, und typisch christlich, dass Andenken eines Verstorbenen so zu schänden.

Da bleibe ich doch lieber Atheist, der keine - noch so fadenscheinige - Rechtfertigung für seinen Atheismus benötigt.

Christen benötigen dies wohl eher? Oder? Es geht ja sogar soweit, dass Christen sich nicht einmal an die eigenen "göttlichen Regeln" halten, und dabei jegliche Unmoral den Atheisten zuschieben wollen.

Dies ist, wie bereits erwähnt, das wirklich ekelhafte an christlichen Fanatikern, die 10 Gebote zählen für die nichts - in ihrer Scheinheiligkeit. Siehe hochaktuelle Nachrichten - egal über welche Konfession....

Anonym 2. August 2009 um 20:29  

Übrigens, als Atheist hätte ich keine Probleme mit Religion, wenn die im privaten Bereich ausgeübt werden würde, ohne Beeinflussung fast aller Lebensbereicht

Der Sinn von Religion ist sicher nicht sich im Wohnzimmer zu verziehen und diese dort auszuleben. Religion als Lebenseinstellung, ist auch eine Haltung die in die Welt hinausgeht und dort ihre Meinung kundtut, so wie es jeder dürfte in einer Meinungsfreiengesellschft. Es ist auch völlig normal, daß Religionen Normen haben und diese Normen versuchen umzusetzen. Das diese Umsetzung immer lückenhaft sein wird, ist das Faktum des "unvollkommenen" Menschen.

Darwin konnte nichts für den Mißbrauch seiner Lehre,

Na Klasse! Dann sind wir ja mal einer Meinung.
Gott und Jesus Christus insert your Religion here konnten auch nichts für den Mißbrauch ihrer Lehre.
Davon rede ich ja. Nur die engstirnigen Atheisten schaffen die Trennung von Religionsanhänger und Religionslehre nicht. Nur weil Einer oder Mehrere oder die Meisten etwas völlig falsch angehen, ist nicht die Sache an sich verkehrt, sondern die Umsetzung gescheitert.

Da bleibe ich doch lieber Atheist, der keine - noch so fadenscheinige - Rechtfertigung für seinen Atheismus benötigt.

Wenn Sie ihren Atheismus nicht wissenschaftlich untermauen können, dann geben Sie also zu das sie daran GLAUBEN? :-D


Siehe hochaktuelle Nachrichten - egal über welche Konfession....

In den Nachrichten dieser Welt werden Sie immer lesen, was sie besonders interessiert. Sie werden immer sehen, was sie besonders erwarten. Dazu gehört, daß heute insbesondere Islam sehr schlecht wegkommt und Religionen überhaupt. Weil sie auch gegen jede Wertelosigkeit in der Gesellschaft eingestellt sind und der Meinung sind, mit der modernen Wissenschaft im übrigen, daß die Menschen auch konservative Richtlinien brauchen, die Familie, Zusammenleben und sozialen Umgang. Das diese Diskussion nicht fair abläuft, kann man in den Grundtönen schon der Diskussion hier entnehmen.
Warum ist das so? Ich würde sagen, daß hier eine tiefe Enttäuschung des Atheisten von Religion vorliegt und dies zu einem Konflikt führt, die den Atheisten anfeuert den Religionsentwürfen paroli zu bieten :-D

Echte Atheisten sind Gottlos, d.h. die benötigen weder einen ominösen "Marktgott" noch sonst irgend ein überirdisches Wesen, dass die Richtung vorgibt, sei es nun ein "Marktgott" oder ein ominöser "Gott der Vernunft" (Zitat: Robespierre). "Gottlos" sagt doch eigentlich schon das Wort was einen echten Atheisten ausmacht? Oder wollen sie etwas anderes behaupten?

Das können sie noch tausendmal wiederholen, die Realität ist eine andere. Menschen schaffen sich ihre Götzen, bewußt oder unbewußt, weil sie mit diesen bestimmte kognitive Prozesse verbinden können. Das ist schlicht menschlich und daher kann sich da auch keiner rausreden.
http://www.br-online.de/br-alpha/geist-und-gehirn-manfred-spitzer-gehirnforschung-ID1214990691121.xml

Sie halten die USA also für eine "atheistische Gesellschaft"?

Oh mein Gott. Sie glauben wirklich das die Politik der USA sich aus religiösen Motiven beruft? Ich glaub Sie legen sich die Welt einfach so zurecht, wie sie Ihnen gefällt.

Anonym 2. August 2009 um 20:29  

Nachdenkseiten-Leser

Kriegen Sie es eigentlich irgendwann hin, das System Mensch mit seinen Bedürfnissen nach Glauben und Spiritualität zu akzeptieren und darauf aufbauend den Hang der Gesellschaftssysteme nach Religion zu begreifen?
Die Welt trennt sich nicht in NICHTgläubige und Gläubige, weil die angeblich NICHTgläubigen eine neue Religion schaffen, die sie dann Darwinismus Überleben des Stärkeren, Selbstverwirklichung, Markt als ominöses System, das alle Probleme der Welt regeln wird, Supranationale Einrichtungen, die die Weltprobleme lösen werden usw usw.

Es geht nicht anders, der MENSCH MUSS GLAUBEN UM LEBEN ZU KÖNNEN!
Und selbst wenn Sie glauben müssen, das Ihre Einstellung die bessere ist, unterliegen Sie damit schon demselben Prozess.

Ich fülle für mich persönlich diese Lücke mit meinem Glauben, was sie in diese Leere stopfen ist ja auch ok, aber die Welt sich so zurechtzulegen, das IHRE EINZIGE Wahrheit nur noch Gültigkeit hat, damit sind sie endgültig zu dem geworden, was sie zu bekämpfen vorgeben. Ein fanatischer Anhänger IHRES Glaubens.

Anonym 2. August 2009 um 20:50  

"[...]Dies ist, wie bereits erwähnt, das wirklich ekelhafte an christlichen Fanatikern, die 10 Gebote zählen für die nichts - in ihrer Scheinheiligkeit. Siehe hochaktuelle Nachrichten - egal über welche Konfession....[...]"

Die hochaktuelle Nachricht ist, dass die Vatikan-Bank fleißig im internationalen Waffenhandel mitmischt - so diese Woche im ARD und ZDF-Bildschirmtext nachzulesen, was bei der Kirchentreue des TV schon ein kleines Wunder ist.

Ach, seit Kaiser Konstantion dem Großen sind die Kirchen die treuesten Anhänger der Soldaten gewesen - ein Christ hört so etwas nicht gerne, aber dem ist leider so.

Auf den Koppelschlössern unserer Soldaten stand noch vor 64 Jahren der Satz: "Gott mit uns", und die Kirchen waren damals kein Hort des Pazifismus, ganz im Gegenteil.

Man braucht übrigens nicht so weit fortzugehen in der Vergangenheit - Mir ist noch ein Bild in unguter Erinnerung, dass beim Krieg Kroatien - Serbien, vor über 10 Jahren, über die Bildschirme flimmerte.

Welches? Ein, offensichtlich katholischer Priester, segnete kroatische Panzer kurz vor dem Kampf.

Soviel zum Christentum, dass sich nicht einmal an die eigenen Gebote, hier "du sollst nicht töten", hält.

Anonym 2. August 2009 um 22:17  

Und deshalb sind die Kirchen und ihre Anhänger jetzt schlechtere Menschen, weil sie genau dasselbe machen wie es alle anderen auch tun, die nicht religiös sind?
Übrigens gibt es die Pfaffen bei der Armee, weil die Militärs die Wichtigkeit des Glaubens erkannt haben und diese Tatsache zur Truppenmoral ausnutzen.

Das die Kirche da politisch mitspielt, liegt am Macht- und Interessengeflecht im Gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang.

Die Waffengeschäfte der alten Knacker aus dem Vatikan sind doch ein alter Hut. Ist halt wie überall: Das Kapital sucht sich immer die beste Rendite.

Ich glaube sie haben als unerfahrener Mann mal an den "Weihnachtsmann" geglaubt, also das die Kirchen heilige Institutionen seien und sind heute bitter enttäuscht das es doch nur Menschen sind wie du und ich.

Wenn sie aufrichtig Gott finden wollen, dann suchen sie einfach weiter. Vielleicht ist die Antwort einfach eine andere, als die sie sich bisher erhofft haben?


Soviel zum Christentum, dass sich nicht einmal an die eigenen Gebote, hier "du sollst nicht töten", hält.

Mag sein. Was für einen Hemmschuh hat ein schlechter Christ mit einer Waffe in der Hand?
Wieviele Hemmungen hat ein Mensch, der keinem anderen als sich selbst mehr verpflichtet ist? Ein Atheist zum Beispiel?
Ein sehr gläubiger Mensch sagte einmal zu mir, das es ihm lieber wäre alle Menschen hätten eine schlechte Religion, die aber immerhin noch versucht an das Gute und Moralische in Ihnen zu appellieren, als gar keine, denn dann ist eine weitere moralische Instanz für Menschen verloren.


Lieben christlichen Gruß

Anonym 3. August 2009 um 12:08  

Wissen Sie, lassen wir das Thema, sie sind einfach uneinsichtig, von sicher von kath.net angestiftet hier gegen Atheisten/Agnostiker Vorurteile, unsachliche Behauptungen und Angriffe zu starten, die weder Hand noch Fuß haben.

Wie ich drauf komme?

Hier der hochaktuelle Aufruf von Kath.net:

"[...]kath.net
3 Aug 2009 Nr. 7548

Allianzkonferenz: Aufruf zum Kampf gegen den Atheismus
(...) Bad Blankenburg (kath.net/idea) Zum Kampf gegen den Atheismus hat der Vorsitzende der Europäischen Evangelischen Allianz, der Tscheche Jiri Unger (Prag), aufgerufen. In einem Seminar der Allianz-Konferenz im thüringischen Kurort Bad Blankenburg bezeichnete er am 30. Juli den Atheismus als die am schnellsten wachsende Weltanschauung in Europa.

Ein Grund sei, dass viele Christen nicht mehr von der Tragfähigkeit ihres Glaubens überzeugt seien. (...) Laut Unger braucht Europa eine neue Generation von gut ausgebildeten Christen, die intellektuell auf den Kampf der Ideologien vorbereitet seien. (...)[...]"

@Roberto J. de Lapuente

Lassen wir das Thema, hier sind offensichtlich christliche Spammer am Werk.

Ich geh auf deren unsachliche Unterstellungen hier nicht mehr ein, und beende das Thema, da die eine Kampagne siehe oben starten.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser
(Gottlos glücklich)

Anonym 3. August 2009 um 12:10  

@Lieben christlichen Gruß

Ich geh auf Ihre Unterstellungen, unbewiesenen Behauptungen, Vorurteile und die typisch christliche Voreingenommenheit hier nicht näher ein.

Werden Sie mir Ihren Ansichten, so falsch ich die halte, ebenso wie Sie die meinen glücklich.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser
(Gottlos glücklich)

Roberto J. De Lapuente 3. August 2009 um 12:41  

Ohne böses Blut erzeugen zu wollen: Man muß nicht jedem Zeitgenossen unter die Nase reiben, wie fein es sich ohne Gott leben läßt. Ich lebe mit ihm, wie er mit mir lebt - so, wie ich mit dem gestiefelten Kater und Schneewittchen leben, aber ich finde, dass jeder das Recht hat, seinem Märchen zu frönen. Daran gibt es nichts Anstössiges. Nur, wenn man ständig seine Gottlosigkeit erwähnt, ist das fast schon wieder ein rituell-sakraler Akt.

Anonym 3. August 2009 um 13:13  

Wissen Sie, lassen wir das Thema, sie sind einfach uneinsichtig, von sicher von kath.net angestiftet

Danke Roberto.

Ich sagte schon mehrfach, daß ich nicht im Widerstreit von Weltanschauungen streite, sondern die Religiösität als Grundrecht und Eigenschaft des Menschen verteidige.

Das ich nicht mit der katholischen Kirche liiert bin, sagte ich auch schon mehrfach.

Desweiteren ist eni Aufruf der religiösen sich gegen Anschuldigungen von Ihresgleichen zu wenden Selbstverteidigung.

Uneinsichtigkeit? Sie verwechseln Uneinsichtigkeit mit Lebensanschaulicher Standhaftigkeit. Ich nehme eben nicht begeistert ihre Lebensphilosophie an und erwarte das auch nicht von anderen. Bei Ihrem Streben zeigt sich allerdings eine Missionierungstendenz, die erwartet das jeder sich anschließt oder seinen Glauben nicht mehr ernst nimmt, weil SIE das für richtig erachten sowie seinen Glauben nur noch so lebt, wie sie das für richtig halten.

Mit welcher Legitimation haben Sie das Recht, anderen ihre Religion ausreden, schlechtreden oder in Ihrer individuellen Ausübungsform behindern zu wollen?

Wenn ich Ihre Diskussionsbeiträge anschaue, ist offensichtlich das sie sich in einer moralischen Überlegenheit wähnen und damit schon kritisch dicht an der Einstellung des berühmten "Folterknechts" aus jedem Provinzstädtchen stehen.

Religion ist menschlich, genauso bescheiden und fehlerhaft wie ich, mein Nachbar und jeder andere auch. Denselben Fehlschlüssen und Trugschlüssen unterworfen wie andere Organisationen.
Religion ist auch Bestandteil der sozialen Systeme Gesellschaft und wenn in einer Gesellschaft Verbrechen passieren, kurlturelle Rückschritte, müssen diese zwangsläufig auch mit den Religionsinstitutionen in Zusammenhang geraten.

Lieben Gruß

Anonym 3. August 2009 um 13:18  

Danke @ Roberto für die wiederholten Gelegenheiten die Kommentarfunktion für diese Diskussionsreihe nutzen zu können.

Ist immer wieder interessant die Entwicklung der Spannungen auf dieser Ebene zu betrachten.

Anonym 3. August 2009 um 13:24  

@Roberto J. de Lapuente

Wo erwähne ich den ständig meine Gottlosigkeit, wenn nicht drauf angesprochen - oder in diese Richtung provoziert?

Das mit dem "Märchen frönen" finde ich toll - Wie immer den Nagel auf den Kopf getroffen.

Vielleicht schreibst du mal einen Text über die ständigen Provokationen von Religiösen, frei nach dem Motto: (Ironiemodus an:)

"Alle Atheisten sind unmoralisch, des Teufels, und wir Christen sind Gott auf Erden, und Engel sowieso allesamt...."

Als Mit-Atheist würde ich gern mal eine Replik von dir auf die ständigen Angriffe von Religiösen, die Sticheleichen und das hineinstossen ins Thema lesen :-) ;-)

Vielleicht schreibst du mal was dazu?

Mit-Atheistischer Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 3. August 2009 um 13:28  

"[...]Nur, wenn man ständig seine Gottlosigkeit erwähnt, ist das fast schon wieder ein rituell-sakraler Akt.[...]"

Stimmt schon, aber wie soll man auf die haltlosen Unterstellungen eigentlich sonst reagieren, als zu erwähnen, dass man eben nicht mehr an Gott glaubt, und der Diskussionsgegner dies - ebenso wie umgekehrt - zu akzeptieren hat, ohne gleich mit eben erwähnen Unterstellungen gegen Gottlose loszulegen? Seinerseits.

Würde mich echt mal interessieren?

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 3. August 2009 um 13:46  

"Alle Religipsen sind unmoralische Verbrecher, und wir Atheisten sind saubere Gesinnungsgenossen auf Erden, und Engel und menschenfreunde sowieso allesamt...."

So könnte es andersherum lauten.

Sie haben schon eine einseitige Sicht der Dinge :-D

Anonym 3. August 2009 um 15:59  

"[...]Sie haben schon eine einseitige Sicht der Dinge :-D
[...]"

Sie übertragen Ihre einseitige Sicht der Dinge einfach auf Atheisten, aber auch egal, werden Sie mit Ihren typisch christlichen Tatsachenumkehrungen glücklich!

Ich betrachte das Thema hiermit als beendet!

Sich totlachende Grüße
Nachdenkseiten-Leser *lol*

Anonym 3. August 2009 um 16:13  

Apropo Einseitigkeit, danke liebe Atheismus-; Agnostizismus; Religionskritikgegner hier, dank euch weiß ich wieder warum ich überzeugter Gottloser bin, und bleibe.

Ihr macht meine atheistische Überzeugung nur stärker mit euren hirnrissigen Argumenten gegen jegliche Art von Kritik....

Eigentlich habe ich schon zuviel geschrieben, ich wollte mich nur bedanken, denn dank Menschen wie euch weiß ich warum es immer mehr Atheisten/Konfessionslose/Agnostiker/Religionskritiker in Deutschland gibt.

Danke noch einmal, und Diskussion Ende.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser
(Gottlos-glücklich)

Anonym 3. August 2009 um 18:00  

Ihr macht meine atheistische Überzeugung nur stärker mit euren hirnrissigen Argumenten gegen jegliche Art von Kritik....

Hahaha, der einzige der sich hier JEDER Kritikfähigkeit entzieht sind genau SIE selbst.
Ich räume die Fehler der Religionsorganisationen bereitwillig und ohne ideologische Scheuklappen ein. Ich räume die Verbrechen ein, die Religionen begangen haben.
Ich räume auch die Bücherverbrennungen ein, die passiert sein mögen und die Wissenschaftsfeindlichkeit und den Krieg unter dem Banner der Religion geführt.
Das habe ich nicht abgestritten.

Was ich aber abstreite ist die dauernd vorgetragene Behauptung Religion mache per se Krank oder sei eine Krankheit an sich oder wäre schlechter als wenn die Menschen keine Religion hätten, die sie ernsthaft vertreten wollen und dürfen.

Sie aber zerreden gesellschaftliche Konflikte zu ausschließlich Religiösen Konflikten. Sie gehen nicht darauf ein, wenn man Ihnen anbietet, zu bedenken, daß der Mensch als spirituelles Wesen IMMER Religiös sein wird, auf die eine oder andere Weise.
Sie gehen auch nicht darauf ein, wenn Wissenschaft Genetik war das Beispiel, Begründungen für Religiösität liefert. Sie gehen auch nicht darauf ein, wenn religiöse Allegorien in IHREM Alltag nachgewiesen werden und unterstreichen, daß Menschen auch unbewußt sich Religion schaffen. Sie gehen auch nicht darauf ein, wenn Gesellschaftsforschung die Zusammenhänge zwischen Religion und Moderne aufzeigt.

Nichts läßt sie auch nur einen Moment inne halten und ihre Tiraden wider die Religion unterbrechen um einmal nachzusinnen ...

Sie sind unglaublich borniert.

Vielleicht können wir genau solche Leute brauchen, die bestimmte Dinge im sozial-wirtschaftlichen Kontext durchbringen und tragen, aber sicher nicht als Aufklärer gegen Kulturgeschichte.
Die Sie einfach nicht verstanden haben.
Lesen sie ein bischen mehr über Soziologie und kommen sie aus ihrer fundamentalistischen Haltung heraus.

Ich bin wirklich amüsiert.

freundliche Grüße

Anonym 3. August 2009 um 18:46  

"[...]Ich bin wirklich amüsiert.[...]"

Danke, dass ich Sie amüsiere, aber Sie amüsieren mich noch mehr, denn anstatt endlich einmal Ruhe zu geben verbreiten Sie weiter Hass gegen Atheisten.

Ihre eigenen Worte sind es, die Sie entlarven.

Deswegen noch einmal: Danke, bei solchen Menschen weiß man doch glatt wieder warum man einmal aus der Kirche ausgetreten ist, und seinen Glauben verloren hat.

Wie schon gesagt, Religionsfanatiker wie Sie sind genau der Grund warum Atheismus immer mehr zunimmt, und dafür bin ich Ihnen dankbar - Ihre eigenen Worte sind wirklich am verräterischsten....

Amüsierte Grüße
Nachdenkseiten-Leser
(Gottlos glücklich nach wie vor)

Anonym 3. August 2009 um 18:49  

Der einzige übrigens, der hier borniert ist, der sind Sie, aber werden Sie damit glücklich - religiös, ebenso wie ich gottlos glücklich bin....

Sie scheinen es einfach nicht verstehen zu wollen, es geht auch ohne Ihren Gott, der Atheisten, Religionskritiker, "Heiden", Andersdenkende bzw. -glaubende ausschließt.

Mehr einfach nicht mehr dazu....

Soll doch Roberto J. de Lapuente meinen Part übernehmen, ich hab einfach keine Lust mehr mit einem Wort- und Tatsachenverdreher wie Ihnen zu diskutieren - Sie verraten sich doch selbst, in Ihrer eigenen Borniertheit....

Noch amüsiertere Grüße
Nachdenkseiten-Leser
(Gottlos glücklich)

Anonym 3. August 2009 um 18:51  

Ich hab da übrigens als Abschluß noch einen netten Link-Hinweis:

"[...]WILLKOMMEN
In Deutschland stellen die Nichtgläubigen zwar ein gutes Drittel der Bevölkerung.
In Debatten um Werte und Normen des Zusammenlebens werden sie aber allenfalls als Randgruppe wahrgenommen und behandelt. Gottlos glücklich? Wenn’s sein muss … Aber doch bitte nur in den eigenen vier Wänden!

Als sich im Juni 2009 eine Buskampagne anschickte, dieses religiöse Monopol an öffentlicher Präsenz in Frage zu stellen, war die Aufregung groß. Alte Vorurteile gegen den Atheismus wurden mobil gemacht und eine rein egoistische, materialistische und hedonistische Gesellschaft an die Wand gemalt. Ungläubige, die offen für ihr Denken einstehen, gelten noch stets als „militant“ und „missionarisch“. Dabei ist unsere Gesellschaft längst vorwiegend weltlich organisiert und fährt damit weit besser als in früheren Zeiten.

Religiöse Menschen können sich schwer vorstellen, dass die Stelle, die Gott bei ihnen einnimmt, ohne Verlust auch anders ausgefüllt werden kann. So entsteht eine Angst, man wolle ihnen etwas wegnehmen – und eine schier endlose Debattiersucht gegenüber den Nichtreligiösen. Darum möchten wir hier auf die häufigsten Fragen und Vorwürfe mögliche Antworten geben – ausführlicher und besser belegt als dies in einer Forumsdiskussion oder auf einer Stehparty möglich wäre.

Wir beabsichtigen nicht, jemandem seinen Glauben auszureden und unserer Erfahrung nach geschieht dies auch kaum. Aber wir möchten in unseren Positionen verstanden und respektiert werden. Und wir möchten nicht immer dieselben Plattitüden zum hundertsten Mal widerlegen müssen.

Natürlich stehen wir dabei nicht für das ganze, breite Spektrum der Atheisten, Agnostiker, Säkularen, Humanisten, Freidenker, Brights oder einfach Unreligiösen. Andere würden anders antworten und wir haben weder die Weisheit mit Löffeln gefressen, noch sind unsere Argumente unfehlbar. Kritisiert uns, schreibt uns eure Meinung! gottlos-glücklich.de soll ein Work-in-Progress sein und bleiben.

Aber bitte versteht auch, dass dies kein Diskussionsforum ist, dafür gibt es das Freigeisterhaus. Hier steht nur, was wir – eine Handvoll Autoren aus dem Forum der Buskampagne – für richtig halten; nicht mehr und nicht weniger.

Viel Spaß beim Lesen!
Die Redaktion und die Autoren von gottlos-glücklich.de[...]

Quelle:

http://www.gottlos-glücklich.de

Sie können ja gerne einmal mit den Machern der erfolgreichen atheistischen Kampagne diskutieren, aber ich für meinen Teil verweise auf den Text oben, der einiges aufschlußreiches über Menschen wie Sie enthält.

Selber borniert *grins*

Sich totlachende Grüße
Nachdenkseiten-Leser
(Der echte!)

Anonym 3. August 2009 um 19:17  

@Roberto J. de Lapuente

Mach's gut, ich komme mal ein paar Tage nicht hier ins Forum, obwohl ich deine Texte sehr schätze, aber die Angriffe von gewissen Menschen sind einfach zuviel für mich - Ich lache mich sonst noch tot, und den gefallen tue ich denen nicht ;-) :-)

Gruß
und für einige Zeit
Adieu
Nachdenkseiten-Leser (Der echte!)

Anonym 4. August 2009 um 11:36  

Ich hasse niemanden, auch wenn es dem einen oder anderen so in seinen ideologischen Kontext passen würde
Leider haben Sie aus den gescheiterten Religionen nicht gelernt, daß ein Gegeneinander der Lebensanschauungen nicht funktionieren kann, sondern nur ein Miteinander bzw. zumindest ein friedliches Nebeneinander.
Das funktioniert aber eben nicht, wenn einzelne Gruppen egal welcher Lebensanschauung sich gegenseitig mit Schuldzuweisungen bombardieren. Denn genau aus diesem Verhalten Einzelner werden Bewegungen, Trends, Strömungen und am Ende Spannungen zwischen den Anhängern der Lebensphilosophien, die sich in der Vergangenheit eben häufiger im Konflikt entladen haben.

Brechen wir doch endlich diese ewigen Kreisläufe einmal ab, das ist doch mittelalterlich!

Von mir wars das hier dann auch.

Grüße

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