De dicto

Samstag, 27. Dezember 2008

"Dabei sind sie weit niedriger als die Wucherzinsen privater Geldverleiher, die locker bei monatlich 20 Prozent liegen. Der Nobelpreisträger ist davon überzeugt, dass nur Kredite mit für das Land realistischen Zinsen die Armen dazu bringen, wirklich Eigeninitiative zu entwickeln. "Gibst du ihnen Geld für null Zinsen, sehen sie es als Almosen an und nicht als Starthilfe."
- Stern über Muhammad Yunus am 26. Dezember 2008 -
Zum Gesagten sei angemerkt: Ein solch negatives Menschenbild, wie es Muhammad Yunus offensichtlich vertritt, ist in unseren Tagen nichts ungewöhnliches. Ungewöhnlich, zumindest aber doch gewöhnungsbedürftig, ist die Tatsache, dass ein solcher Misanthrop, der im Menschen zunächst einmal eine auf Alimentation bedachte, faule und zu Eigenantrieb unfähige Kreatur erblickt, einen Friedensnobelpreis erhielt. Im Jahre 2006 wurde der Erfinder sogenannter Mikrokredite, mitsamt seiner Grameen Bank, mit dem begehrten Preis honoriert. "Für die Förderung wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung von unten" - so begründete das Komitee seinerzeit die Preisvergabe.

Kritisiert wurde Yunus seither immer wieder, weswegen er an dieser Stelle nicht erneut für seine fadenscheinige Geschäftsidee, die so gar nicht fadenscheinige, sondern ordentliche Profitspannen zeitigt, kritisiert werden - dass das Elend ihm profitabel ist, ist - sofern nicht den Massenmedien entnommen - hinlänglich bekannt. Dass die Methode dieser Profitmasche in ihrem Innersten solches Gedankengut umsetzt, welches den "negativen Menschen", den faulen und auf Geschenke bedachten Typus Mensch also, mit allerlei Firlefanz "gerecht" wird, liegt im Wesen der Kreditgeberei; dass aber ein Friedensnobelpreisträger, so ein Gedankengut grundsätzlich, als Basis seines Handelns, als Ansatzpunkt seiner Sichtweise vertritt, das schockiert. Und es wirft die zu stellende Frage auf: Würde er so handeln, wenn sein Profit schmäler, vielleicht überhaupt nicht mehr vorhanden wäre? Was täte er, bei weitaus geringeren Profitspannen für den Weltfrieden, für den er ja ausgezeichnet wurde?

Und doch paßt die Honoration des Muhammad Yunus in diese unsere Zeit. Man hat einen gemäßigten, milde wirkenden und mitfühlenden Zeitgenossen ausgezeichnet, ihn im Laufe der Zeit zu einer modernen Koryphäe der Nächstenliebe stilisiert, die im Kern ihres Wesens aber dennoch für all das steht, woran der Krämerseelen-Zeitgeist seinen Geschmack gefunden hat. Yunus war der passende Nobelpreisträger und ist heute der passende Messias innerhalb einer maßlosen Gier, weil er als Vertreter gierigen Bankertums, seinen Profitfetischismus in den Dienst der Mittellosen stellt, weil er den Anschein weckt, als wäre ihm der positive Erfolg der Armen wichtig, nicht das Geschäft mit ihrem Elend. Yunus ist eine Legendengestalt des herrschenden Systems: verklärt und auf seine angebliche Menschenliebe reduziert - die sich aber, bei genauem Hinsehen, als Liebe zum Zins offenbart.

20 Kommentare:

Anonym 27. Dezember 2008 um 16:09  

ironie

Also hören sie doch auf! Machen sie doch die Augen auf! Die Welt ist doch so! Was nichts kostet ist nichts wert Ach was, zynisch! Realist bin! Es gibt einen menschlichen Kapitalismus, ach was red ich: Der Kapitalismus ist sowieso immer auch ein Humanismus! Und schauense doch was die in Afrika mit unserm Geld machen. Das versickert doch eh alles nur. Das ist doch ganz einfach: Wenn man wem was schenkt, dann wird er faul. Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht, da hatte der Typ durchaus recht. Überhaupt haben die das ja im Grunde richtig gemacht. Da musste Ordnung rinn!

Und überhaupt ist Ökonomie nun wirklich mal viel zu komplex für idealistische Wirrköpfe wie sie. Den Sozialismus stell ich mir so vor: Alle im Haus benutzen ein Fahrrad, keiner kümmert sich drum, dann gehts kaputt, das Land geht Pleite und der kleine Mann darf dann die Asi-Ossis besolizuschlagen bis zum Sankt-Nimmerleinstag! Machen sie doch endlich mal ihre Hausaufgaben und verkaufen sie mir nicht einen Affen für ein Pferd.

/irony (weigehend

Entschuldigung, jetzt bin ich voll abgedriftet. Aber ich pflichte dir vollkommen bei. Ich hatte 2006, als er den Preis bekommen hat eine sehr ähnliche Sicht wie du vertreten und musste mir dann die oben genannten Argumente anhören.

Wir leben schon in einer arg bipolar gestörten Welt. Der Bundespräsident, dem zugute gehalten wird, dass er die Manager an ihr Gewissen erinnert, statt ihn für seine prominente Weltwirtschafts-Management-Vergangenheit zu hinterfragen comes to mind, Mikrokredite gut, Werbung für Kredite vor der Tageschau gut, Schulden schlecht, da muss dann RTL ran, um dem Pöbel das haushalten beizubringen.

Das ist die eigentliche Absurdität unserer Zeit: Es ist offensichtlich, dass Finanzcrashs, Korruption und Betrug innerhalb einer multinationalen, kapitalistischen Ökonomie systemimmanente Fehler sind, schon deshalb, weil sie permanent passieren. Gleichzeitig machen die, die davon profitieren, der Masse immer wieder weis, dass das Auswüchse seien, Fehlentwicklungen, schwarze Schafe, böse Buben, faule Kredite, aber sonst ist alles schon okay. Wer kein Interesse am Profit hat, führt nichts gutes im Schilde, so die Argumentation. Nur die Gier, die Habgier der Menschen ist in der Lage, sie zur Moral zu führen. Ohne Kapital keine Moral sozusagen.

Okay, das war jetzt wirr und lang, entschuldigung. Aber guter Artikel, wie eigentlich alle deine Artikel :)

Anonym 27. Dezember 2008 um 16:10  

"[...]Yunus ist eine Legendengestalt des herrschenden Systems: verklärt und auf seine angebliche Menschenliebe reduziert - die sich aber, bei genauem Hinsehen, als Liebe zum Zins offenbart.[...]"

Eine Analyse zu 1929 wäre sicher einmal - im Vorblick auf 2009 - notwendig.

Ich las vor einiger Zeit einmal, dass es schon damals Kapitalisten gab, die meinten, dass - damals wirkliche - Massenelend läge nur an der Faulheit die du hier beschreibst. Die Mär vom "faulen Arbeitslosen" entstand 1929.

Ist nun bald 80 Jahre her als die große Weltwirtschaftskrise Millionen ins Elend gestürzt hat, und die Menschheit hat (bis auf Keynes) offensichtlich nichts dazugelernt.

Im Gegenteil, die gescheiterte neoliberale, rückwärtsgewandte Ideologie will weitermache wie gehabt.

Wir brauchen also nicht nur einen neuen Rudi Dutschke sondern auch einen neuen Keynes, der diese Ideologie noch mehr entlarvt als diese es selbst bereits erledigt hat.

In dieser Hoffnung verbleibe ich...

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 27. Dezember 2008 um 16:25  

Das ein Menschenfeind wie Muhammad Yunus den Friedensnopbelpreis bekommt, ist für mich nicht überraschent. Man muss sich nur mal anschauen, welche Personen
zum Teil vor im den Preis bekamen
(z.B. Henry Kissinger, Mutter Teresa, Al Gore).
Es passt auch, wie richtig erwähnt, in unsere Zeit.

Anonym 27. Dezember 2008 um 17:17  

Hallo Roberto !

Passabel passend und sehr gut gewählt !!! denn der genannte Mann (in ihrem Beitrag) ist vom Kapital, da ist der Schaden bereits anormal.

Darf ich zum Thema einige Hinweise und links geben..?:


2. Buch Moses, 22,24: "Wenn du Geld verleihst an einen aus meinem Volk, an einen Armen neben dir, so sollst du an ihm nicht wie ein Wucherer handeln; du sollst keinerlei Zinsen von ihm nehmen".

". . .sie nehmen Geschenke, auf daß sie Blut vergießen; sie wuchern und nehmen Zins voneinander und treiben ihren Geiz wider ihren Nächsten und tun einander Gewalt und vergessen mein also, spricht der HERR. . . [Hesekiel 22, German: Luther (1912)]

http://de.wikipedia.org/wiki/Zinsverbot

http://www.commonwood.de/Spirit/zinsverbot.htm

Luher und Arbeit . . . da schau her...
siehe dazu - Zitat:
[. . .] Bis Luther kam. Und eine Entwicklung beförderte, die uns verrückt nach Arbeit macht. Das Leben wurde zur heiligen Pflicht, Müßiggang zur Sünde. Arbeit stieg in den folgenden Jahrhunderten zur zentralen Größe auf, im Kapitalismus wie im Sozialismus [...]
. . .
Zitat insbesondere dazu:
http://www.hinzundkunzt.de/hk/strassenmagazin/ausgabe/titelthema/~article~423/

Hundert Einwände und Bedenken gegen Freiland - Freigeld
Zusammengestellt und beantwortet von Fritz Schwarz:
"Der Zins stellt sich vor jede Arbeit und gestattet sie nur, wenn der Zinstribut bezahlt wird"[. . .]
...zu finden hier:
http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/ellocco/gff100/dzusb.htm
oder:
http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/ellocco/gff100/index.html

Wie gut, daß meine Geringfügigkeit zu Laotse hält und das Tao vorzieht - ohne Ismus. Was wohl würden Lutheraner zu Folgendem sagen:

"Nichts tun ist besser, als mit viel Mühe nichts zu schaffen" - (Laotse)


Guten Rutsch ! es grüßt Vers Sager

Kurt aka Roger Beathacker 27. Dezember 2008 um 17:22  

Wie es auch anders geht, kann man z.B. hier nachlesen.

Anonym 27. Dezember 2008 um 21:12  

Vor kurzem stolperte ich im Internet über einen Artikel über diesen "tollen" Menschen. Für einige Augenblicke ließ ich mich blenden, doch gleich darauf bemerkte ich, was für ein übles Spiel da gespielt wird.

Sehr viel interessanter erscheint mir freiheitstattvollbeschaeftigung.de. Das sollte für alle Menschen gelten.

Rudi Blitzableiter 28. Dezember 2008 um 13:35  

Am Menschenbild von Yunus stört mich eher sein ausgeprägtes Misstrauen Männern gegenüber.
Männer hält er für faule und zu Eigenantrieb unfähige Kreaturen. Frauen eher nicht.

Wäre zwar auch möglich, dass die Grameen Bank Zinsen nimmt, um ihre Kosten zu finanzieren.
Aber die Menschenfeindlichkeit des Chefs ist vielleicht die "bessere Erklärung".

Ob es nun jemand ist, der eine Genossenschaftsbank gründet, um den Armen den Zugang zu Kapital zu eröffnen.
Oder ob es andere sind, die überschüssige Lebensmittel an Arme verteilen.

Menschen die konkret etwas gegen Armut unternehmen scheint grundsätzlich die Verachtung von Linksaußen entgegenzuschlagen.

Ich habe dafür zwei Erklärungen. Zum einen die tief sitzende Frustration über die eigene Ohnmacht.
Gelingt es mir nicht, die Welt zum Guten zu verändern, gönne ich auch keinem anderen die Anerkennung.
Und zum anderen die Furcht, dass so etwas wie ein Kapitalismus mit menschlichem Antlitz möglich sein könnte.
Es stärkt nicht gerade die revolutionäre Kraft, wenn man satt und kreditwürdig ist.

Anonym 28. Dezember 2008 um 13:45  

Noch solche prämierten Lichtgestalten
http://www.faz.net/s/RubBD6B20C3D01A48D58DA92331B0A80BC3/Doc~E441C766F2DDE4A10A692C7A2846AA48B~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
Aber was soll man erwarten, wenn Banken (Schwedische Reichsbank) Preise vergeben...

Holsten 28. Dezember 2008 um 14:55  

@Vers Sager


Luher und Arbeit . . . da schau her...
siehe dazu - Zitat:

[. . .] Bis Luther kam. Und eine Entwicklung beförderte, die uns verrückt nach Arbeit macht. Das Leben wurde zur heiligen Pflicht, Müßiggang zur Sünde. Arbeit stieg in den folgenden Jahrhunderten zur zentralen Größe auf, im Kapitalismus wie im Sozialismus [...]


Möglicherweise befinden wir uns in einer Zeit, in welcher der Mensch den Menschen domestizieren will, indem sich der Mittellose nicht nur wie der letzte Dreck fühlt, sondern sich auch als solches versteht. Damit wäre der Mensch dann kein freies Individium mehr,sondern nurmehr ein kleines Rädchen im Getriebe, der Arbeit sei Dank.

Anonym 28. Dezember 2008 um 22:01  

Antwort
@Holsten

stattEssen - Zitate...

Produktion
--------------

Denk ich zurück an meine frühsten Wochen:
Ich sog an hochgeblähten Ammenbrüsten,
von guten Tanten liebevoll berochen,
die zahnlos schnalzend den Popo mir küßten.
Doch was ich dann in stiller Reflexion
in meiner Wiege Windeltuch verrichtet,
mich mühsam reckend mit gestrafften Beinen,
das ward - des Kindes ganze Produktion -
in Seifenzubern und an Wäscheleinen
hinweggespült, getrocknet und vernichtet ...

Das Kind ward groß. - Das Unglück wollt's: es dichtet.
Nun stehn um mich die Hinzen und die Kunzen
und fühlen zum Bewundern sich verpflichtet -
und warten: wird der Pegasus nicht brunzen?
Doch was sich dann in stiller Reflexion
herausgequält und aufs Papier ergossen,
das lassen sie in hohlen Schädelfässern
verschmalzen, dann vertrocknen und verwässern -
und meinen dabei: So wird Kunst genossen. --
Mensch, hüte dich vor jeder Produktion!

(Erich Mühsam)


Appell an den Geist:
http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=1890&kapitel=2&cHash=afed463087appell#gb_found

By & Bye

Holsten 29. Dezember 2008 um 21:15  

@Anonym

Zuerst negiert der Mensch rechter Gesinnung jedes Unrecht, danach bekennt er sich zum Staat und dessen Hierarchie, für Leute deiner Art haben
Einzelschiksale kaum eine
Bedeutung. Fahr zur Hö... !

Anonym 29. Dezember 2008 um 23:33  

@Holsten

Wie es im Netss immer wieder vorkommt - u.a. da man sich nicht in die Augen und Seele sieht - haste mich offenbar missverstanden!

Oder wen auch immer - verquer interpretiert - als angenommen...

Und was soll ich zur Hölle fahren? Bin schon drin! Oder was ist das in dem wir alle stecken?

Auf wen beziehst Du Dich eichentlich mit "Anoym"?

Grüzi Vers Zichter

Anonym 30. Dezember 2008 um 01:26  

Neben Yunnus fällt mir da noch Bono von U2 ein, der angeblich die Welt verbessern will, über eine Verbesserung seiner eigenen Lebenswelt aber nicht hinauszukommen scheint.

Es ist doch paradox.
Das was Bono durch Wohltätigkeitsarbeit verbessern will, sind Probleme, die die Politik der westlichen Länder eigentlich erst geschaffen hat.

Auch spart Bono wohl gerne Steuern, wie man so hört.

Anonym 30. Dezember 2008 um 11:11  

Yanus ist es nun wirklich gelungen, die armen noch mehr auszupressen. Übrigens 20% sind durchaus ein normaler Zinssatz der Mikrokredite. Also macht er nichts anderes als die Kredithaie. Es schaut einfach nur seriöser aus.

Bono ist nun wirklich einer der widerlichsten Doppelmoralisten unserer Zeit, da ist Yanus noch ein Weisenkind....

http://www.elevation.com/EP_IT.asp?id=112

Bonos Menschenrechtsgesülze äussert sich darin (Mission seines Investmentfonds):

"Management team committed to increasing shareholder value"

Unser aller Menschenrechtsfreund, hach wie erbauend.

tabax

Holsten 30. Dezember 2008 um 20:05  

@Vers Sager


Habe die "Produktion" als eine äußerst freche Kritik auf meinen Kommentar hin verstanden. Sollte ich aber hier etwas falsch verstanden haben, dann bitte ich vielmals um Entschuldigung.
An Anonym war es nur deshalb gerichtet, weil einige Schreiber gerne mal mit den Nick eines anderen antworten.
Holzauge, sei wachsam !

Anonym 31. Dezember 2008 um 17:31  

@Holsten

Na, also, haben wir das schon mal geklärt!

An Deinem Kommentar hatte und habe ich nix auszusetzen. Ich sehe das auch so, dass die Arbeitswelt auf die Rädchen-Arbeiter und -angestellten setzt, ja eigentlich bereits seit der Industrialisierung.

Die etablierten Gewerkschaften haben mittlerweile den Regierungen Schützenhilfe geleistet, so das eine Lobby der Arbeiter fehlt. Aber, das ist ja bekannt. Wir benötigen ein komplettes Umdenken. Auf allen Ebenen.

So - und nochmals zu meiner Kommentarergänzung mit den Erich Mühsam Zitaten - die stammen freilich aus einer anderen Zeit, die Sprache offenbarts - und so mancher wird damit fremdeln, dennoch - durch die Zeilen wird hoffentlich noch immer etwas transportiert von dem u.a. auch sogenannte Künstler (diejenigen die sich als etwas Besseres verstehen) mehr als eine Scheibe abwischen könnten. Erich Mühsam war offenbar konsequent. Dieser Typus ist heutzuage sehr dünn gesät.

Ich sehe mich solidarisch mit den Ausgenutzten, den Veräppelten, den Obdachlosen, den Arbeitslosen, den Indianern, den entwürdigten Tieren und mit allen von Imperialisten und Kapitalisten über den Löffel balbierten Menschen.

Man kann natürlich in einem Kommentar hier nicht auf nähere Erklärungen zu Worten wie etwa "Freiheit" eingehen. Freiheit, die jedenfalls in westlichen Ländern auch nur marginal ist und immer mehr von Regierungen und diversen Institutionen ad absurdum geführt wird.

Der Einzelne ist gefordert, keine Institution und keine Verinigung, keine Ideologische Gruppierung kann das "liefern", was in der Seele des naturverständigen Menschen wirkt. Würde und Achtung vor allem Leben.

Alles klar !?!

Prost Neujahr

Vers Sager alias Vers XYZ

Holsten 31. Dezember 2008 um 20:15  

@Vers Sager


Ja, wahrscheinlich befindet sich die Welt an einen Scheideweg zwischen Gut und Böse, die Technik ist wohl diesmal der Beschleuniger.
Hätte der Teufel ein Herz, es würde sich wohl immer am "rechten Fleck" befinden.
Wer kann schon wissen, was die Zukunft bringt? Nichts für ungut, ein schönes neues Jahr wünsch ich dir und allen anderen !

Durchschnittsbürger 1. Januar 2009 um 14:58  

Lieber Roberto, also so als Durchschnittsbürger denke ich, bei aller Liebe,entweder sind Sie ein absoluter Träumer, oder Sie kommen von einem anderen Planeten.

Dieser Planet hier baut auf dem Prinzip des fressen und gefressen werden auf. Das gilt für jede Spezies,selbst für Pflanzen. Das ist seit Jahrmillionen so.
Warum sollte der Mensch, welcher auch nur eine der vielen Spezies ist, anders sein.

Unsere beste Eigenschaft ist die Fähigkeit zum Kompromiss, erzwungen oder freiwillig. Hierdurch unterscheiden wir uns vom gemeinen Raubtier, welches niemals einen Kompromiss mit seiner Beute eingehen wird.

Natürlich ist jeder Mensch ein Individum (in Grenzen). Der Eine ist kompromissfähig der andere nicht. Die, die es nicht sind, werden langfristig nicht überleben, sebst wenn sie kurzfristig als die stärkeren erscheinen mögen.
Und immer dran denken, in ca. 4 Millarden Jahren ist sowieso alles vorbei.

Roberto J. De Lapuente 1. Januar 2009 um 15:44  

Was, lieber Durchschnittsbürger, unterscheidet Ihre Art von Sozialdarwinismus von dem, der einst eine ganze Diktatur zu rechtfertigen schien?

In Ihren Ausführungen sehe ich den üblichen Quatsch eines sich Vernunft nennenden Nihilismus, der ja gerade auch unter Sozialdarwinisten gerne praktiziert wird.

Anonym 3. Januar 2009 um 17:12  

@Roberto J. De Lapuente

...volle Zustimmung.

Übrigens, dem angeblichen "Durchschnittsbürger" ist eine neue wissenschaftliche Richtung völlig entgangen, die im Darwin-Jahr mit dem Sozialdarwinismus als Mythos der Neoliberalen bzw. Darwin-Mißbraucher aufräumt.

Der Wissenschaftsjournalist Joachim Bauer hat mit dem "Kooperativen Gen" nämlich über diese neue Richtung treffend berichtet, d.h. der Sozialdarwinismus ist megaout und wird so, wie ihn Sozialdarwinisten gerne hätten nicht einmal von Tieren angewandt.

Der "Kampf ums Dasein" ist ein Mythos....sogar Darwinisten wie z.B. der prominente Dawkins (Autor von z.B. "Gotteswahn") distanzieren sich davon.....

Mehr über Darwin und den Mißbrauch seiner Lehre in einer neuen Homepage zum hochaktuellen Darwin-Jahr:

http://www.darwin-jahr.de

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

PS: Natürlich auch zu Mißverständnissen, die den Sozialdarwinismus noch beflügelten gibt es auf der Homepage, und zu anderen Themen Darwin betreffend, einiges zu erfahren....

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