De dicto

Montag, 8. Dezember 2008

"Deutschland hat ein großes Herz für Kinder! [...] Dieser Abend ist der Beweis dafür, wie großherzig dieses Land ist."
- BILD-Zeitung, Marion Horn am 8. Dezember 2008 -
Zum Gesagten sei angemerkt: 15,4 Millionen Euro können nicht täuschen - Deutschland ist ein Kinderparadies! Während dieses Deutschland Kinder selektiert, während es also Kindern aus armen Hause - Sozialgeld beziehenden Kindern -, das Kindergeld anrechnet und damit deren Familien um 154 Euro im Monat bringt, erhalten bessergestellte Kinder das 154 Euro-Zubrot anrechnungsfrei. Ja, dieses Deutschland der wachsenden Kinderarmut ist ein Ort wahrer Kinderliebe, kauft sich mit hunderttausend Kindergeldzahlungen (154 Euro x 100.000 = 15,4 Millionen) aus seiner Gleichgültigkeit heraus.

Es ist nicht nur die übliche Ausgeburt des schlechten Gewissens, die das Spenden zur seelischen Entlastung machen - auch wenn viele Spender es sicherlich gut meinen -, sondern das stetig vorantreibende Umdenken innerhalb dieses Landes. Weg von staatlichen Garantien, hin zur Suppenküchenmentalität; die Beseitigung der Armut nicht durch gesetzliche Sicherheiten, sondern durch die Willkür, genannt Großherzigkeit, anonymer Spender; die Abkehr davon, die Allgemeinheit gegen die Armut aufmarschieren zu lassen, zuungunsten einzelner Gönner, die heute geben und morgen womöglich nicht!

Diese Mentalität, die "Die Tafeln" für genauso erstrebenswert verklärt wie den Wankelmut des Spenderherzens, wird nun von Marion Horn als soziale Großtat deklariert. Sie - die Mentalität - sei beruhigendes Zeichen dafür, dass der Sozialstaat irgendwie doch noch funktioniere, auch wenn er nichts mehr garantiert, dafür nurmehr an den guten Willen möglicher Spender appelliert. Freilich würde auch in einem funktionierenden Sozialstaat, der jegliche Kinderarmut ausgemerzt hätte, dann und wann auf Spendenaktionen zurückgegriffen, aber viele Einzelschicksale armer Kinder, ließen sich beispielsweise schon mit der Anrechnungsfreiheit des Kindergeldes auf das Arbeitslosengeld II lindern.

Doch davon will Horn, davon will die BILD-Zeitung in ihrer unerträglichen Schmutzkampagne gegen die Ärmsten dieser Gesellschaft nichts wissen. Konkrete Verbesserungsvorschläge sind irrelevant, damit die Suppenküchenmentalität weiterhin an Relevanz gewinnt: Zur Entlastung der Sozialsysteme, zur Stärkung des Privatisierungswahns - Armutsbekämpfung als privates Kann, anstatt staatliches Muß -, zum Leidwesen der auf Hilfe Angewiesenen.

20 Kommentare:

Anonym 8. Dezember 2008 um 15:46  

Schämen sollten sich die Politiker und die "BILD" !

Anonym 8. Dezember 2008 um 15:47  

War gerade bei BildBlog und hier etwas das glatt dazu paßt - wie asozial Bild drauf ist:

http://www.bildblog.de/4421/supi-beim-nachbarn-brennts

Die erste Einsendung eines Lidl-Kamera-im-Verein-mit-Bild-Leserreportern-filmens ist im Kasten.

Mir wird nur noch schlecht....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Kurt aka Roger Beathacker 8. Dezember 2008 um 16:40  

Wie heisst es doch so schoen?

"Zwei Doofe, ein Gedanke."

;-)

Geheimrätin 8. Dezember 2008 um 17:28  

Die deutsche Bundesregierung und ihre Hofberichtertatter, allen voran die Bildzeitung scheren sich einen Dreck um die Kinder. Auch die Errungenschaften der Frau v.d. Leyen wurden mal wieder den ärmsten Familien und ihren Kindern aus den Rippen geschnitten. Diesen strich man ersatzlos die Auszahlung von 300,-€ Erziehungsgeld, die an jede Famile 3 Jahre lang ausgezahlt wurde, bevor das neue Elterngeld eingeführt wurde. Seitdem erhalten die ärmsten Familien dieser Gesellschaft nur noch 1 Jahr lang 300 ,-€ Elterngeld, während sich freuen kann, wer vor der Elternzeit gut verdient hat, denn der oder die erhählt nun 1 Jahr lang bis zu 80% des vorherigen Einkommens. Das neue Elterngeld ist also nichts anderers als eine Umverteilungsmassnahme.

Desweiteren wird versucht, im Zuge des Kinderkrippenausbaus, anderen, bewährten Betreuungseinrichtungen die Fördermittel zu streichen! Mir selbst ist ein Fall bekannt - eine Spielgruppe des Kinderschutzbundes für Kinder unter 3 Jahren stand kurz vor dem Aus und konnte nur durch das unermüdliche Engagement von Erziehern und Elternschaft doch noch gerettet werden. Und das in einer Stadt in der es Wartelisten von bis zu 3 Jahren für einen Betreuungsplatz gibt!

Es gibt kein Geld für Lernmittel, auch Nachhilfe gibts nur gegen Cash, wer den nicht hat hat eben Pech gehabt, die Kleidergeldpauschale wurde in Hartz IV ersatzlos gestreichen, Kindergeld muss für die dringlichsten Überlebenskosten und die Mietnebenkosten ausgegeben werden. Für die Kinder bleibt nichts.

Lebendiges Lernen, respektvolles Miteinander, Chancengleichheit - ein Traum der erst Wirklichkeit werden kann, wenn diese korrupte, menschenverachtende Politik samt iher Journallie das Zepter aus der Hand legt und die wirklich fähigen Architekten der Erneuerung sich Gestaltungsfreiheit erobern. Mit Herz und Hand - den Kindern eine lebenswerte Zukunft schaffen!

Anonym 8. Dezember 2008 um 23:49  

@Geheimrätin

"[...]Lebendiges Lernen, respektvolles Miteinander, Chancengleichheit - ein Traum der erst Wirklichkeit werden kann, wenn diese korrupte, menschenverachtende Politik samt iher Journallie das Zepter aus der Hand legt und die wirklich fähigen Architekten der Erneuerung sich Gestaltungsfreiheit erobern. Mit Herz und Hand - den Kindern eine lebenswerte Zukunft schaffen![....]"

Ich wünsche mir ja so, dass du richtig liegst, aber woher weißt du, dass Angie nicht unsere nächste Kanzlerin bleibt?
Die SPD hat die Flinte doch jetzt schon ins Korn geworfen....und mit der Linkspartei will die schon gar keine Koalition bilden...die neoliberal gewendete SPD....

Es läuft wohl - entgegen unser beider Willen - auf eine schwarz-gelbe Horrorkoalition in Berlin hinaus..... :-(

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 10. Dezember 2008 um 00:14  

Schwarz-Gelb????
Horror ist ein zu mildes Wort.

Die Deutschen sind bescheuert. Sehen sie denn nicht, dass dieser neoliberale Quatsch am Ende dazu führt, dass 30% der eigenen Bevölkerung funktionale Analphabeten sind und man ein gutes Drittel der benötigten Wissenschaftler und Spezialisten aus dem Ausland importieren muss? Siehe USA, dort herrschen genau diese Zustände.

Das Gezetere um Pisa war ja schon erbärmlich, aber passiert ist ja nix. Pisa bewies, es gibt im Großen und Ganzen zwei Probleme im deutschen Bildungssystem:

1. die Hauptschulen. Ersatzlos abschaffen, Schüler auf die anderen Schultypen verteilen und Förderstunden geben.

2. Sprachdefizite bei Kindern (mit und ohne Migrationshintergrund). Kindergarten kostenlos.

Gerade Länder, in denen im Gegensatz zu den USA Bildung als heilige Kuh gilt, holen rasend schnell auf. Die berühmtesten Wirtschaftswissenschaftler sind ja jetzt schon Inder, und bald werden die Chinesen kommen.
Die Russen halten trotz ihres noch aus Sovietzeiten stammenden, unterfinanzierten Bildungssystems in den Top20 von PISA locker mit, die USA sind noch nicht mal in den Top20 von Pisa.
Wieso nehmen wir uns immer an den größten Deppen ein Beispiel?
Letztes mal war es ein Österreicher und wir hamm uns ein Beispiel am europäischen Antisemitismus genommen und waren viel zu "gut" darin.

Und diesmal ausgerechnet dasjenige Land, in dem "intellectuals" als Vaterlandsverräter verachtet werden, dummes rassistisches Redneck-Gejohle aber als Ausdruck von Demokratie und Patriotismus gilt.

johannes 10. Dezember 2008 um 11:20  

Schon der Begriff "Kinderarmut" dient der seelischen Entlastung. Er diskriminiert die Eltern, verhindert oder reduziert Solidarität mit den Erzeugern - die ja nicht als Armutsbetroffene erwähnt sind - da ja noch immer genügend Geld für Alkohol und Nikotin vorhanden ist. Siehe Äußerungen Münzerering, Steinbrück usw.

Anonym 10. Dezember 2008 um 12:18  

Ran an die Gespenke! --->Disrumpor!

Geschenk und Spende in einem -
das ist ein Gespenk.
[Beati pauperes spiritu...]

Sie steigern teuflisch clever und können coole Schnäppchen
abräumen. Aber der ganze Erlös geht für einen guten Zweck an
das Deutsche Kinderhilfswerk - Sie sind gleichzeitig ein echter
Weihnachtsengel. Und *****[mein Provider] legt Euro 10.000,- nach Beendigung der Aktion dazu. Besser geht es gar nicht.

<---Facile largiri de alieno--->

Alle Auktionserlöse gehen an das Deutsche Kinderhilfswerk.
Jetzt heißt es mitbieten und Gutes tun. So macht Schenken richtig Spaß!


Scheint mal wieder was im Trinkwasser zu sein,werd's
bis Januar vorsichtshalber 3x abkochen und im neuen Jahr
den Provider wechseln.

Herr De Lapuente...
Sie haben ein großes Herz.

Danke für diesen Blog...ein wahres Geschenk!!!

Ein Leser

MG 10. Dezember 2008 um 14:03  

Wer sich einBILDet, das Spiel mit dem sozialen Feuer gefahrlos weitertreiben zu können ist nicht schlechter als der, welcher die wahre Lage nicht sieht - oder so tut mangels Alternativen in der Sackgasse, in der Hoffnung auf einen ausreichenden Verdummungsgrad auf dem hingearbeitet wurde und wird.
Dabei könnte ein Blick über den nationalen Tellerrand äusserst aufschlussreich sein: Griechenland, und Frankreich sind halt nicht so geduldige Völker wie das Deutsche...
Und ja: Es ist eine nationale Aufgabe die Realität wahrzunehmen. Denn der Fingerzeig auf dem Brüsseler Olymp wird niemandem helfen, wenn die neoliberale Verblendung in Flammen aufgehen wird.
Gott sei Dank, gibt es in Deutschland keinen - rechten oder linken - Haider. Ob uns Gott vor dem Auftauchen eines solchen auf Dauer bewahren wird?
Denn ausser Gott scheint keiner in der Lage zu sein, eine solche Gefahr auch nur zu erkennen...

Anonym 10. Dezember 2008 um 15:56  

Hallo,

die Spendengala wird auch aus der humanistischen Ecke kritisiert - nur mal so als Anmerkung:

Dortige Überschrift: "Spendengala im ZDF mit unglaubwürdigen Angaben"

mehr dazu:

http://hpd.de/node/5934

Sollte da etwas wahres dran sein, dann sollte man den Tibet-UnterstützerInnen sofort die Spenden wegnehmen, da die nicht bei tibetischen Kindern sondern direkt beim "Gottkönig" Dalai Lama landen....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

klaus baum 10. Dezember 2008 um 18:00  

@ein leser. eine schöne laudatio auf roberto haben sie da geschrieben.

Geheimrätin 11. Dezember 2008 um 00:27  
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Anonym 11. Dezember 2008 um 10:59  

"[...]Meine Emfpehlung: Redet mit Tibetern! Es gibt viele von ihnen, auch bei uns. Herr Goldner kann weder die Tibetische Sprache noch hat er auch nur den Hauch einer Ahnung von der tibetischn Kultur. M.E. war er auch noch nie in Tibet.[...]"

Lieber "Anonym",

gehörst Du zu der Dalai-Lama-Unterstützerszene? Nein?

Es gibt nämlich auch rassistische Tibeter, auch wenn es dir nicht paßt- siehe Proteste und Haßparolen gegen Chinesen....

Ist mir übrigens zu billig, wenn du hier nicht auf die Argumente Colin Goldners eingehst, sondern den gleich als "Rassisten" abtust bzw. persönlich angreifst, nur weil dir seine Argumentation nicht paßt.

Der gute Colin Goldner war selbst schon in Tibet, und kennt sich - entgegen deinen Behauptungen - bestens mit Land und Leuten in Tibet aus.

Ich suche mal ein Interview mit Colin Goldner aus einer Zeitung - extra für dich - und deine "tibetischen Freunde":

http://www.jungewelt.de/2008/11-17/054.php?sstr=Colin%7CGoldner

Im Übrigen, ich denke auch, dass China die Tibeter unterdrückt, aber ich habe auch im Hinterschädel, dass es unter dem Dalai Lama keineswegs besser war bzw. wäre, ganz im Gegenteil die Menschen lebten unter ihrem "Gottkönig" in einer Welt in der es noch Sklaven (=Leibeigene) gab, und auch ansonsten im tiefsten Mittelalter.

Die chinesische Besetzung brachte ihnen zumindest den Sprung in die Neuzeit, wenn nicht auch noch die Freiheit, aber die kommt bestimmt auch noch, da bin ich optimistisch.

Ich denke nicht, dass die Mischung aus neoliberalem Kapitalismus in der Wirtschaft und autoritärem Staatssozialismus in der Politik lange gut geht - gerade jetzt wo die Wirtschaftskrise auch die chinesische Wirtschaft voll erwischt hat.

Da vertraue ich ganz dem chinesischen "Volk", dass sich nicht ewig so abspeisen läßt, und die Tibeter könnten dann als Trittbrettfahrer ihre Freiheit gleich mit erkämpfen - auch ganz ohne "Dalai Lama".

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 11. Dezember 2008 um 13:47  

Hallo "Geheimrätin",

"[...]ich bin nicht anonym ich heisse Abha Annette Seiz. Der Titel Geheimrätin ist bezieht sich auf meine freiberuflich Tätigkeit als solche (;-)[...]"

Sorry, hab nur schnell überlesen, und da dachte ich, dass die Meldung von jemand anderem kam - eben einem "anonym". Mea Culpa.

Was du freiberuflich machst ist schon toll, aber du solltest wirklich deine Argumentation überdenken - es ist einfach zu billig, wenn man einen Kritiker (=Colin Goldner) persönlich angreift, ohne dessen Bücher gelesen oder - auch nur - sein Interview gelesen zu haben. Der Mann war jahrelang in Tibet heimisch. Was qualifiziert ihn also da zum "Rassisten"? Er hat zwar eine polemische Art, denn er bezeichnet ja auch den "Dalai Lama" und dessen Unterstüter als nazi-verdächtig, mit Bezug auf den echten Nazi Heinrich Harrer der in Tibet - wegen Kriegsausbruch - einen Zwangsaufenthalt hatte - in seinem Buch, aber er begründet dies auch stichhaltig, und greift den Dalai Lama nicht persönlich an. Eine Sache von der ich persönlich dabei bin zu lernen....

"[...]Zu Tibet habe ich auch auf duckhome 2 artikel gepostet. Auch Ihnen empfehle ich das Buch: "Religion und Politik in Tibet" von Michael von Brück, das sich sachlich und wissenschaftlich mit den abstrusen Thesen divrser Tibetphobiker auseineandersetz.[...]"

Danke für die Hinweise, werd die mal lesen, und hoffe, dass Sie auch einmal "die abstrusen Thesen diverser Tibetphobiker" lesen statt nur Bücher über die....

"[...]Mehr möchte ich zu diesem Thema hier nicht sagen.[...]"

Ist ok....

"[...]Der von ihnen hier eingebrachte Herr Goldner ist dennoch einer der übelsten Rassisten den ich kenne, denn dieser scheut sich nicht im Namen des "Humanismus" Menschen ihre Souverenität und Menschlichkeit abzusprechen. Schlimmer gehts nimmer![...]"

Da bin, und bleibe ich solange anderer Ansicht bis Sie mir das Gegenteil bewiesen haben ;-)

Ich halte Colin Goldener, der sich selbst als Aufklärer über Rassismus bei der "Dalai-Lama-Unterstützerszene" sieht - mit Argumenten statt persönlichen Beleidigungen - nicht für einen Rassisten.

Was den "Humanismus" angeht, da könnte man auch Kanzerlin Merkel getrost als Rassistin bezeichnen, da die auch Menschen ihre "Souverenität und Menschlichkeit abspricht" - noch schlimmer die unterstützt sogar offen einen Angriffskrieg, der mich fatal an Hitlers Feldzug gegen Polen erinnert - ich meine die sogenannte "Georgien-Krise" diesen Sommer, wo unsere Kanzlerin prompt aus Angreifern (=den Georgiern) Angegriffene (=die Russen hätten zuerst angegriffen, dabei haben die den Diktator Saakaschwili nur in seine Grenzen verwiesen) gemacht hat - im Verein mit dem Oberrassisten George W. Bush.

Sorry, für das Abschweifen, ich wollte nur auf die Logik hinweisen, die aus Ihrer Beschreibung von "Rassisten" resultieren könnte....ich bleib dabei, der Dalai Lama ist keineswegs das Ausbund an Menschlichkeit als welcher der sich selbst bezeichnet, und die Tibeter werden auch ohne ihn frei. Die Chinesen sind zwar offenkundig "Unterdrücker", aber dennoch nicht so schlimm, wei ein "Gottkönig", der einem - über den Tod hinaus - noch strafen kann....

Aber wie Sie wünschen, lassen wir das Thema hier.....;-)

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 11. Dezember 2008 um 13:59  

@Geheimrätin

Ich werde das Buch lesen, obwohl ich gerade gesehen habe, dass die Vita des Autors auch nicht gerade für Vorurteilsfreiheit gegenüber Konfessionslosen, Atheisten und Agnostikern spricht - ganz im Gegenteil, er ist für eine Rückkehr der Religionen:

"[...]Michael von Brück ist Professor für Religionswissenschaften an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität München. Nach Ausbildungen in Indien und Japan seit 1985 Zen- und Yoga-Lehrer. Der Autor - seit vielen Jahren Gesprächspartner des Dalai Lama - hat zahlreiche Bücher über den Buddhismus und den Dialog der Religionen verfasst.
Außerdem ist er Mitglied unterschiedlicher wissenschaftlicher Gremien weltweit, wissenschaftlicher Beirat des Goethe-Instituts und des Suhrkamp Verlags - Verlag der Weltreligionen.[...]"

So jemand bezeichne ich - als Agnostiker - eben als mit Vorsicht zu genießen....als langjährigen Freund des Dalai Lama, und Zen-Leher, kann der gute Mann auch nicht gerade unabhängig agieren.

Aber wie Sie bereits wünschten, lassen wir das Thema....

Sie bleiben bei ihrer Ansicht, und ich bei meiner.....

Lieber Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 11. Dezember 2008 um 14:30  

Leben Colin Goldners:

"[...]Leben

Nach einer Berufsausbildung zum Erzieher bis 1976 studierte Goldner bis 1980 Sozialpädagogik/Erwachsenenbildung in München sowie bis 1988 Psychologie und Kulturanthropologie in München und Los Angeles. Ab 1990 folgte ein Aufbaustudium Journalismus in Hohenheim.

Ab 1988 leitete er eine staatlich anerkannte Fachschule für Pflegeberufe in Garmisch-Partenkirchen. Ab 1992 arbeitete er als Entwicklungshelfer in Nepal. Als Therapeut befasst Goldner sich mit den Folgen, die der Einsatz von Psycho-Techniken bei rat- und hilfesuchenden Menschen auslöst. Seit 1995 leitet er das "Forum Kritische Psychologie e. V.", eine "gemeinnützige Informations- und Beratungsstelle für Therapie- und Psychokultgeschädigte" bei München.[1] [5]

Goldner ist Mitbegründer der Tierrechtsorganisation 4pawsnet, Mitglied des Wissenschaftsbeirates im Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten sowie Beiratsmitglied der Giordano Bruno Stiftung[1]. Er gehört dem Verband Deutscher Schriftsteller[6] an.

Neben seinen Veröffentlichungen als Autor, Co-Autor und Herausgeber schreibt Goldner unregelmäßig für Psychologie heute, konkret, Junge Welt und die taz.
[...]"

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Goldner

Geheimrätin 11. Dezember 2008 um 15:23  

Werter Nachdenkseitenleser
natrülich habe ich mich mit den Thesen des genannten Herren vertraut gemacht. Was ich dort gelesen habe bringt mich zu meinen hier gmeachten Aussagen. Wie gesagt, man könnte sich auch einfach mal mit Betroffenen austauschen. Wenn es die eigene bornierte Ideoloie nur zuliesse.

Geheimrätin 11. Dezember 2008 um 17:25  

Nachtrag
wollte zur Tibetdebatte abschließend nur noch gerne klarmachen was mich so sehr an diesem Konflikt bedrückt:

Es ist das Zunichte machen jegicher Aussicht auf Dialog. Kein Tibeter will zurück ins alte Feudale Tibet diese Geschichstverklärung ist eine Erfindung bzw. kommt wenn überhaupt nur bei westlich romantisch-verklärten Anhängern des Tib.Buddhismus vor.

Auch soll hier keine Anti-Chinapropganda betrieben werden. Es gehtum Annäherung und Dialog und wer diesen fördern will, nimmt auch das legitime Anliegen der kulturellen Selbstbestimmung der Tibeter ernst.

China kann bei diesem Dialog nur gewinnen, Voruteile abbauen und von Mensch zu Mensch eine richtige und gerechte Lösung finden die beiden Seiten gerecht wird . Das sollte doch unser Ziel sein. Kommt es zu keinem Dialog, profitieren letzlich gerade die Gegner Chinas davon. Ich hoffe ich konnte mich verständlich machen und entschuldige mich für das fortsetzen dieses offtopics.

Anonym 12. Dezember 2008 um 05:35  

@Geheimrätin

Danke für die klaren Worte,
jetzt wird die Sache etwas klarer, aber ich denke, dass Colin Goldner - als Entwicklungshelfer in Tibet - sicher auch Kontakt zu Betroffenen hatte, daher denke ich nicht, dass er eine "eigene bornierte Ideologie" vertritt.

Übrigens, ich war gerade auf Duckhome, und las mit Entsetzen, dass Sie einen Artikel verlinken mit Hinweis auf den angeblichen "jüdischen Terrorismus" - Das diese Bezeichnung sehr mit Vorsicht zu genießen ist kann man hier auf einer jüdischen Homepage schon seit längerem nachlesen:

http://www.hagalil.com/01/de/Europa.php?itemid=2815

Überschrift: "Wo der Jude ist ist der Partisan"

Es geht im Artikel um den "neuen" -wohl eher alten - Antisemitismus, der in Osteuropa, und Deutschland, wieder zu grassieren beginnt - nicht allein in rechtsextremen bzw. -radikalen Kreisen -, wo z.B. der Vorwurf gehört, dass die jüdischen Partisanen im damaligen Überlebenskampf gegen die dt. Besatzer nichts anderes als "jüdische Terroristen" waren....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

PS: Das nicht einzig fatale daran ist, dass diese "neuen" Antisemitismusprediger uralte Nazi-Propaganda für ihre Zwecke übernehmen....

Geheimrätin 12. Dezember 2008 um 09:20  

Habe eben eine Abnahnung bekommen und bitte Herrn Lapunte meine persönlich geäusserte Meineung, Herr Goldner wäre ein übler Rassist zu löschen. Man darf die Tibeter beschimpfen und ihnen ihre eigene souverenität und glaubwrüdigkeit absprechen, man darf ihren Dalai Lama verleumden und alle Ungeheurlichkeiten der Welt unterstellen. Es tut mir leid den Begriff Rassist für Herrn Goldner verwendet zu haben. Nein Herr Goldnr ist ein liebenwerter "Humanist"
MFG
Abha Annette Seiz,
Geheimrätin

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