Ansätze einer annehmbaren Präsidentschaft

Donnerstag, 5. Januar 2012

Wulff war kein schlechter Bundespräsident. Wenn man von den Freundschaftsdiensten und Gefälligkeiten, die er sich zuschustern ließ, einmal absieht. Auf diesem Auge blind war Wulff, wie gesagt, kein schlechter Präsident. Das klingt wie Nachruf. Vielleicht ist es auch ein vorgezogener - mindestens aber einer für seine bisherige Amtszeit. Und es widerstrebt natürlich, diesen meist doch eher farblosen, schüchternen und auch feigen Apparatschik ein Zeugnis auszustellen, das nicht ausgewiesen schlecht ist. Man kann entgegenhalten, dass er auch kein guter Präsident war. Auch das wäre wahr, denn hierzu fehlte ihm der notwendige Schneid.

Es war nicht alles schlecht...

Wulff hat mehrfach gegen den Mainstream mobilisiert - es waren nur kurze Mobilmachungen, danach war Feigheit. Zwei wesentliche Momente seiner Amtszeit fallen ein:

Beispielsweise: Er vertrat, kurzzeitig von Mut befallen, die Ansicht, der Islam gehöre zu Deutschland. Das tat er in einer Phase, da die bürgerliche Presse schlimm gegen die Moslems in Deutschland anschrieb und Sarrazins krude Thesen zum neuen Evangelium stilisierte. Prompt erntete er bittere Wut. Das war für viele nicht mehr der bürgerliche Präsident, den man glaubte, nun an der Spitze des Landes zu haben - denn bürgerlich zu sein bedeutet vermutlich mittlerweile auch, islamophob in den abendländischen Tag hineinzuleben. Doch der Mut Wulffs schwand freilich schnell. Er ist nie zum Fels in der Brandung politisch sozialisiert worden. Man hörte nie mehr derart Versöhnliches von ihm.

Beispielsweise: Er übte unerwartet und wider der üblichen Arschkriecherei der Politik, Kritik am Papst und am Katholizismus. Er sprach an, was vielen kirchennahen Menschen hier unter den Nägeln brennt. Die strikte Haltung einer Institution, die vorgibt, die Liebe zwischen den Menschen zu verwalten, in Fragen von Scheidung und Lebensbrüchen (wie Wulff es damals formulierte) jedoch rigoros hantiert: wie erklärt das die Kirche? Die bürgerliche Presse, allen voran natürlich die katholisch-frömmelnde BILD-Zeitung, erboste sich. Hier ruht wohl unter anderem der Bruch zwischen Wulff, den die Zeitung einst hofierte und Diekmann, der Wulff damals für eine gute Wahl erachtete.

Das sind Ansätze, die bei seinem Vorgänger überhaupt nicht vorkamen. Insofern ist die Amtszeit Wulffs nach nicht mal zwei Jahren schon reicher an Gehalt, als es die sechs Jahre unter Köhler je waren. Der erntete nie Sturm, weil er gar nicht erst Wind säte. Großen Wind machte er nur um die anzustachelnde Reformbereitschaft, um Sozialstaatsabbau und die dezente Anmahnung, den möglichst erträglich zu gestalten. Er war der Präsident der Alternativlosigkeit - Wulff bot bisher wenigstens Alternativen, denn er bot neben dem sarrazinischen Spaltungsdiskurs eine andere Sichtweise an, nämlich das Miteinander der Kulturen innerhalb des Landes und nicht deren gegenseitige Aufhetzung.

Hasenherzige Rückzüge

Wulff war also bislang überraschenderweise nicht so schlecht als Bundespräsident. Nicht immer jedenfalls. An was es ihm mangelte war Rückgrat. Gelegentlich wagte er sich ja mutig vor. Doch zog er sich bei Gegenwind zurück. Standhaftigkeit ist seine Sache nicht gewesen. Ein sturer Kopf, auch die Fähigkeit, die an ihn gerichtete Kritik gegenüber seinen politischen Mahnungen auszusitzen, einen dicken Pelz - kurz, ein Leckt-mich-am-Arsch-und-jetzt-erst-recht-Gefühl, wenn man von der bürgerlichen Presse attackiert wird, nur weil man Moslems als Bürger unter Bürgern anerkennt, hätte er dringend benötigt.

Sicherlich, von einer guten Präsidentschaft zu reden wäre auch nicht zutreffend, Aber von Ansätzen zu einer guten, wenigstens aber annehmbaren Präsidentschaft kann man unumwunden sprechen. Potenzial war da, zeigte er mehrfach - nur ließ er es verpuffen, um ja nicht medienwirksam anzuecken: das Wesen des Apparatschiks eben. Prompte hasenherzige Rückzüge folgten stante pede. Ein guter Präsident hätte erklärt, dass der Islam mittlerweile ein Bestandteil Deutschlands ist und wäre bei Gegenwind nicht ins bellevuesche Loch zurückgekrochen. Er hätte nochmals unterstrichen, nochmals beteuert, wäre stur an seiner Ansicht haften geblieben. Offensiv, nicht defensiv.

Das große Thema seiner Präsidentschaft als Hinweis, endlich "bürgerlichere" Themen anzusprechen

Dass Wulff bisher noch kein Thema seiner Präsidentschaft gefunden habe, hat man ihm oft vorgehalten. Das Feuilleton machte einen Wettbewerb daraus, ihm sein fehlendes großes Thema anzumahnen. Vielleicht wäre der zentrale Satz, wonach auch der Islam zu Deutschland gehöre, die Präambel eines solchen Themas gewesen, wenn Wulff ein mutigerer Zeitgenosse wäre. Hätte er sich freilich ein Thema herausgepickt, das weniger emotional ist, hätte er es seinem Vorgänger im Amt gleichgetan und von Reformen und Märktevertrauen erzählt, so hätte ihn der Mut nie verlassen müssen. Die Medien, Politik und Wirtschaft sowieso, hätten ihn bestärkt und laut Hurra! gerufen. Und was hat der deutsche Steuerzahler, Leistungsträger der bürgerlichen Mittelschicht, denn von einem Präsidenten, der mitten im Papstfieber den Papst kritisch beäugt? Das ist doch nur naiver Idealismus, von dem keiner etwas hat.

Immer wenn sie schrieben, er brauche nun endlich ein großes zentrales Thema für seine Präsidentschaft, dann klang da zwischen den Zeilen mit: Befasse Dich endlich mit den wesentlichen Problemen dieses Landes - mit Schmarotzertum, mit horrenden Kosten, die zu Kürzungen führen müssen, mit Multikulturalismus, der uns in einen clash of civilizations führt. Hör endlich damit auf, ungefragt die islamische Partei zu ergreifen. Sei doch endlich mal der oberste Vertreter der bürgerlichen Mitte!

Die Reden vom großen Thema waren als Ermunterungen und Fingerzeige gedacht - und er wollte es nicht kapieren. Zwar fesselte ihn die Mutlosigkeit, geriet sein Engagement in Lethargie, aber so richtig köhlerhaft neoliberal wurde er deswegen noch lange nicht. Natürlich, um gleich mal möglicher Kritik beizukommen, vertrat Wulff in seiner Zeit als Ministerpräsident Niedersachsens neoliberale Positionen - und die wird er auch heute noch still vertreten. Aber öffentlicher Gegenstand sind die kaum, seitdem er in Bellevue residiert. Sein Hauptaugenmerk lag auf Idealen und Werten, das politische Tagesgeschäft sperrte er weitestgehend aus - sein Vorgänger machte es grade andersherum. Das machte man ihm zum Vorwurf. Und genau deshalb die Inszenierung eines Skandals, der zwar einer ist, der bei anderen aber medial kleingehalten würde, wenn es der politischen Konzeption nur entspräche.

Bestätigung des Unwortes 2011

Nie war das Unwort des Jahres 2011 so zutreffend. Welche Alternative zu Wulff, der kein guter, aber auch kein schlechter, schlicht ein Mittelmaßpräsident war, gibt es denn? Gauck etwa? Oder schicken die Grünen Fischer ins Rennen? Oder eine Gazprom-Präsidentschaft durch Schröder? Mit einem wie Stoiber hätte man kein Problem, was die Inhalte seiner präsidialen Ansprachen beträfe. Die wären so unverständlich, dass sie in jede Richtung deutbar wären, sein Äh-Ähm-Äh-Gestammel kann ja doch alles heißen.

Dass Wulff versuchte die Presse zu beeinflussen ist unentschuldbar. Wobei er das vielleicht nicht getan hat. Denn eine Frage muß erlaubt sein: Ist die BILD Presse? Und warum erzählt Diekmann nicht, dass er öfter von Wulff angerufen wurde, nicht nur, als er die Berichte zu seiner Affäre vertuscht sehen wollte? Warum erzählt er nicht, dass es zur Präsidentschaftswahl Rücksprachen gab, wie im Hause Springer üblich? Beweise? Keine! Aber anzunehmen sind solche Anrufe in jedem Falle - mögliche Kette der Verwicklung: Diekmann, persönlicher Freund Kohls - Merkel, einstiges Mädchen Kohls - Wulff, der Wunschkandidat Merkels. Weshalb erklärt Diekmann eigentlich nicht, warum genau er Wulff, den einstigen Liebling und gewollten Präsidenten, fallen ließ? Denn Redaktionen unter Druck zu setzen, das ist kein Einzelfall - jeder mittelmäßig begabte Oberbürgermeister ist in seiner Amtszeit öfter mal wulffisch und setzt die örtliche Zeitung unter Druck. Das ist nicht richtig und dieser Usus gehört beanstandet - aber Wulff ist da kein Einzelfall. Wulffs reiche Freunde machen das übrigens auch, meist nachhaltiger, weil gestützt auf Geldberge. Warum BILD jetzt aufmerkt und zum Beispiel schwieg, als Maschmeyer die Aufklärungsarbeit des Journalisten Christoph Lütgert unterbinden ließ, damit also ebenfalls die Pressefreiheit angriff, zählt wohl zum ambivalenten Gerechtigkeitssinn dieser Zeitung.

Wulffs Freundschaften sind suspekt. Er steht aber nicht alleine auf der politischen Bühne mit mächtigen Wirtschaftsbaronen an seiner Seite. Die anderen sind lediglich weniger naiv, lassen sich nicht so dämlich ertappen. Man bräuchte schon einen Asketen im Amt, um den Nepotismus zu zähmen. Den asketischen Freiheitsapostel Gauck vielleicht? Der hätte vermutlich tatsächlich keine Freunde in der Wirtschaft, aber dafür wäre er mit der neoliberalen Wirtschaft befreundet, wie er schon oft genug unter Beweis stellte. Wulff hat Kapitalisten und Neoliberale als Freunde - Gauck den Kapitalismus mitsamt Neoliberalismus. Wäre das eine Verbesserung?

There is no alternative. Nur eine vielleicht, aufgrund Alternativlosigkeit das Amt abschaffen...



33 Kommentare:

potemkin 5. Januar 2012 um 10:28  

Bitte bleib! - Wie immer sollte man sich an das kleinste Übel halten, und das heißt nun mal Wulff. Oder wollt ihr wirklich den abgeschmackten Gaukler? Der wäre dann nämlich das letzte Ass der ehemaligen Großkoalitionäre...

Roberto J. De Lapuente 5. Januar 2012 um 10:38  

Ich würde eher sagen: Bitte geh! Dabei meine ich aber nicht Wulff, sondern das Amt, das er entkleidet.

Dirk 5. Januar 2012 um 10:53  

"Der Islam gehört zu Deutschland" würde bedeuten zu sagen "die Trennung von Politik und Religion in Deutschland gehört aufgehoben". Wer das vertritt, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.

landbewohner 5. Januar 2012 um 10:57  

selbstverständlich ist ein wulff, der abgreift, was sich so bietet, und der jederzeit zu gefälligkeiten für freunde bereit ist und auch noch lügt oder scheibchenweise wahrheiten präsentiert, nicht das idealbild eines präsidenten.da aber jeder eventuelle nachfolger der gleichen verrotteten kaste entstammen würde, ist es weitaus besser sich mit dem wulff abzufinden als sich einen überzeugten volksfeind oder -verräter a la gauck auf den hals zu laden.und, was interessierts den normalbürger wie ein streit zwischen politganoven und meinungsmachern ausgeht, seine feinde sind beide. ausserdem geld sparts ja auch, wenn wir den wulff behalten.

Roberto J. De Lapuente 5. Januar 2012 um 11:04  

Das hat er weder gesagt, noch hat er das gesagt, Dirk. Aber wer es nicht anders verstehen will, der versteht es halt nicht anders.

Maurice 5. Januar 2012 um 11:12  

Wie es in der ZEIT so schön steht heute:
"Der Präsident kann dem BILD-Chef gar nicht drohen, weil er viel weniger Macht hat als dieser."

Dem Land wäre tatsächlich mehr geholfen, beschäftigte man sich mehr mit Kai Diekmann statt mit dem machtlosen Bundespräsidentenamt.

Dirk 5. Januar 2012 um 11:22  

Roberto, es besteht ein signifikanter semantischer Unterschied zwischen der Aussage "der Islam gehört zu Deutschland" und der Aussage "die hier lebenden Moslems gehören zu Deutschland".
Zu letzterer Aussage ist ein Einwand absurd, zu ersterer nicht.
Du setzt beide Aussagen in Deinem Text gleich. Dies ist ein Paradebeispiel, wie mangelndes Sprachgefühl zu schiefen Bewertungen führt.

Anonym 5. Januar 2012 um 11:27  

....wenn der Wulff nen Atsch in der Hose hätte, dann wprde er jetzt dieser Scheiss-Bild-Zeitung mal zeigen, was ne Harke iss.......und gleichzeitig dieser Tussi, die ihm diesen Posten angedreht hat.....

Roberto J. De Lapuente 5. Januar 2012 um 11:34  

Was er damit gemeint hat ist: der Islam gehört ins Bild Deutschlands - muslimische Menschen, Moscheen, bestimmte Riten. Genauso, wie das Christentum in Deutschland zu sehen ist - und teilweise in manchen Städten das Judentum.

Wulff hat es nie anders gemeint. Die Kritik, die Wulff damals erntete, hat auch nie in die Richtung gezielt, er würde damit Religion und Staat gleichsetzen. Er wurde kritisiert, weil er den Islam, diese zugereiste Religion, als Teil des deutschen Alltags einstufte.

Natürlich hat Wulff verschlagwortisiert. Dennoch war der Ansatz richtig und für jeden verständlich.

Dirk 5. Januar 2012 um 11:47  

"muslimische Menschen" - d'accord, "Moscheen" - d'accord, "bestimmte Riten"? Da fängt es an, wo Gesetze regelmäßig tangiert werden und man differenzieren müßte - was Wulff nicht getan hat und so Deutungsmöglichkeiten Tür und Tor geöffnet hat. Von "für jeden verständlich" kann daher keine Rede sein.

Anonym 5. Januar 2012 um 11:52  

Wulff unterscheidet sich nur in einem Punkt von der restlichen Politmafia: Seine "Untaten" haben eher Westentaschenformat, im ergleich zu dem was sonst so läuft.

Warum das Haus- und Hofblatt des wandelden Hosenanzugs ihn nun loswerden möchte? Wahrscheinlich ist er einfach noch zu ehrlich fürs höhere Politgeschäft. Seine halbherzigen Aussagen zum Islam und zum ESF lassen darauf schliessen, dass selbst dieses Körnchen Sand im Getriebe der "Umstrukturierung" gefürchtet wird.

Leider gibts keinen präsentablen Nachfolger, vor Gauck braucht man sich allerdings nicht zu fürchten, denn ---- er kennt die Stasiakten! Solange das Angie Kanzlerin ist, wird er garantiert keinen "Posten" bekleiden.

Im Grunde genommen ist es aber egal ob Wulff geht oder bleibt, denn die Glaubwürdigkeit unserer gesamten Politikerkaste ist eh schon lange zum Teufel gegangen. Auf einen Betrüger mehr oder weniger kommts nicht an, und ändern wird sich an unserer allgemeinen Situation sowieso nichts.

Schon aus purer Gemeinheit wünsche ich mir den Mann im Amte, da muß er nämlich zumindest noch ein wenig arbeiten und kriegt die Knete nicht ganz umsonst. Und schön ist das ja auch nicht, wenn man Zielscheibe der "Blöd" ist....

Gruß, Babs

Roberto J. De Lapuente 5. Januar 2012 um 12:07  

Riten = Freitagsgebet, Ramadan beispielsweise. Riten = sonntäglicher Gottesdienst, Ostern. Was ist daran unverständlich. Warum unterstellst Du da gleich, dass da "Gesetze regelmäßig tangiert" werden? Was steckt da dahinter? Und komm mir nicht mit Hasspredigten etc. - das sind marginale Randerscheinungen, die es auch im Christentum gibt, man denke nur an die Evangelikalen in den USA.

Anonym 5. Januar 2012 um 12:56  

Wer würde nicht den ein oder anderen Voteil seines Jobs nutzen wie Wulff. Das macht doch jeder Kleinbürger. Die da mit dem Zeigefinger zeigen sind wahrscheinlich nicht anders. Ich mag ihn nicht sonderlich, aber dieses ganze Getöse und diese Ablenkung von der derweiligen Politik ist schon nervig.

Dirk 5. Januar 2012 um 13:10  

Roberto, ich meine mit Riten auch alles, was mit religiösem Hintergrund in stiller Übereinkunft von Gesellschaftsgruppen gegen die Gesetze geregelt wird.
Das reicht von Schächten bis zu Ehrenmorden. Und komm mir nicht mir Randerscheinung dieses Gedankenguts: 30 Prozent aller Studenten mit einem türkischen Migrationshintergrund halten Ehrenmorde für eine legitime Reaktion auf eine Verletzung der Familienehre:
http://jungle-world.com/artikel/2011/32/43755.html

Lutz Hausstein 5. Januar 2012 um 13:20  

"Ich würde eher sagen: Bitte geh! Dabei meine ich aber nicht Wulff, sondern das Amt, das er entkleidet."

Hm, ich weiß nicht. Da sollte man einiges bedenken.

So könnten nämlich Merkel und Co. komplett ohne Korrektiv (vom BVerG abgesehen) durchregieren. Das verursacht bei mir nicht nur Kopfschmerzen, sondern fast schon Koliken.

Ist DAS gar die Agenda, die hinter dieser ganzen Aktion um Wulff steckt?

Roberto J. De Lapuente 5. Januar 2012 um 13:39  

Ehrenmord soso. Das ist es also, was Du mit Islam verbindest. Sag das doch gleich - andererseits: hättest es plump getan, hättest hier nicht zum Lesen gestanden.
Auf dieser Grundlage ist keine Diskussion möglich. Und Du hast Dich damit entblättert genug, um in diese Richtung hier nicht mehr kommentieren zu dürfen. Dieses Gedankengut kann gerne bei den üblichen Verdächtigen verbreitet werden - hier nicht.

Zu Deinem Link, der erklären soll. Mindestens 80 Prozent aller verlassenen Ehepartner halten Gewalt am verflossenen Ehepartner zur Wiederherstellung der Ehre für angebracht...

Hartmut 5. Januar 2012 um 14:19  

@Lutz Hausstein

Dieser Befürchtung, bzw. diesem Gedanken möchte ich mich anschließen.
(Auf diese Idee bin ich noch nicht gekommen.) - Sie klingt plausibel.
- Wenn das eintrifft, dann sage ich nur März 1933 ! (Ich vermute, dann gehört auch dieser echt gute Blog der Vergangenheit an. :(( ).

Ich hoffe und wünsche, dass es NICHT
so weit kommt.

ulli 5. Januar 2012 um 15:05  

Man lese mal, was "welt-online", also die großbürgerlich-konservative Presse zu Wulff zu sagen hat:
"Alles fängt damit an, dass für einen Mann von 49 Jahren, seit fünf Jahren Ministerpräsident, 500.000 Euro ein echtes Problem sind... und so begab er sich in eine Grauzone, die nur betreten muss, wer von zu Hause mit keinerlei finanzieller Unterstützung rechnen kann, nicht geerbt oder in seiner präpolitischen bürgerlichen Existenz genug Geld verdient hat, um immun zu sein gegen jeden Versuch von außen, durch Gefälligkeiten Abhängigkeit zu schaffen...
Der beliebteste Bundespräsident war Richard von Weizsäcker. Er entstammte einem pfälzisch-württembergischen Adelsgeschlecht, das seit dem 19. Jahrhundert eine gesellschaftlich und kulturell exponierte Stellung einnahm. Erzogen im Wissen um die eigene Privilegiertheit, wurden die Zöglinge dieser Familie früh auf ihre mögliche Verantwortung für das Land vorbereitet. Diese Art sozialer Entspanntheit, nicht nach oben zu müssen, weil man von dort kommt, machte die Deutschen besonders stolz auf ein Staatsoberhaupt, dessen natürliche Autorität es über den Niederungen der Parteipolitik thronen ließ...
Dem Parvenü sieht man an, wo er herkommt. Am spürbarsten dann, wenn er es vergessen machen will." (unter: http://www.welt.de/kultur/article13798390/Der-Parvenue-Christian-Wulff-verdient-unser-Mitleid.html)
Man kann von Wulff halten, was man will, aber da werden noch ganz andere Spiele gespielt. Die Upper-Class macht dicht gegen die unteren 90% der bundesdeutschen Gesellschaft. Mit Wulff werden stellvertretend alle Aufsteiger und "Parvenüs" abgeschossen. Und eine sensationsgeile Öffentlichkeit scheint das noch nicht mal zu merken.

Anonym 5. Januar 2012 um 15:07  

Sehr geehrter Herr De Lapuente

Stimme eigentlich ihren Überlegungen zu, auch Ihrer gesamten Analyse ...

Das einzige was mich daran stört, so auch generell zu Wulff, es klingt eher wie eine Bedienungsanleitung zu: "Wie werde ich u.U. ein guter Bundespräsident".

Wie sie schon schrieben, Potential scheint vorhanden ... Nur irgendwie war mir nicht bewusst, dass man auch in dieses Amt erst mit dem Amt reinwachsen sollte ... Dachte besser wäre, man sei schon "gewachsen".

Das beziehe ich u.a. auch auf eine seiner Aussage in einer öffentlichen Stellungnahme zu seinem Vitamin-B-Kredit, die da in etwa lautete (frei zitiert):

"Ich habe eingesehen, dass nicht alles, was juristisch einwandfrei ist, moralisch vertretbar ist".

Lernen im Amt, kann man da formulieren. Wobei dieses Amt in der Funktion einer Lehrstelle nicht so vorgesehen ist, äh, war.

Nur angesichts der Alternativen .... *seufz* ... und scheinbar hat sich wegen einer solchen Aussage wohl sonst kaum einer gewundert...Einigen Kummer sind wir sicherlich längst gewöhnt ...

Über Quelle Bild ... tschah, solange ich das Originalband nicht abgespielt höre ... Lt. Wulff hat er um Verschiebung gebeten ... nicht um Unterlassung ... - wie auch immer ... Möglicherweise hat er jetzt schon wieder etwas dazu gelernt ...

Gruss
rosi

Anonym 5. Januar 2012 um 15:13  

Dirk ist einer von diesen troll-neonazis die sich seriös geben. wenn man diese trolle hinter fragt dann sieht man schnell was das für typen sind. am besten sinistram lässt sich von diesen trollen nicht die kommentare zu müllen.

Banana Joe 5. Januar 2012 um 15:40  

Nach dem Lesen dieser guten Analyse hatte ich einen Traum:

Georg Schramm kandidiert als Bundespräsident...

...aber dann bin ich aufgewacht.

Roberto fragt:..."Welche Alternative zu Wulff, der kein guter, aber auch kein schlechter, schlicht ein Mittelmaßpräsident war, gibt es denn?"...

Antwort: Georg Schramm! Er wäre ein guter Präsident der einiges zu sagen hätte!

Das wird man ja wohl noch träumen dürfen! ;-)

Murat 5. Januar 2012 um 16:15  

Sag mal, Dirk, gehts noch? Spinnst du total? Was hat Wulffs Rede von damals mit Ehrenmord zu tun? Das ist keine Meinung, die du hast, das ist kriminell und volksverhetzen.

ulli 5. Januar 2012 um 16:32  

Man sollte sich auch mal vor Augen halten, dass wir in einem Land leben, in dem Banker Milliarden versenken können, ohne auch nur ansatzweise dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden! Man kann von Wulff halten, was man will, aber letztlich hat er sich nur einen günstigen Zins für sein ultraspießiges Eigenheim geschnorrt. Das ist nicht gerade sympathisch, aber andere zocken Millionen-Boni ab, während die Steuerzahler Milliarden berappen müssen.
Die Maßstäbe stimmen doch vorne und hinten nicht mehr!
Oder habt ihr jemals in Bild-Spiegel-ZEIT einen kritischen Bericht über die Millionenvillen unserer Finanzjongleure gelesen?

Peinhart 5. Januar 2012 um 16:45  

Ich glaube, die Sache geht tiefer und weiter als Islam und Papstkritik. Vielleicht bis wahrscheinlich ist Merkel das eigentliche Ziel, ihr soll gezeigt werden, wie schnell das gehen kann.

Eine ganze Weile ist schon zu beobachten, wie die Springerpresse, vornehmlich allerdings mit 'normalen' journalistischen Mitteln und über die 'Welt', Kritik übt. Vom bereits Monate alten 'Merkel-Crash' bis zu Bemerkungen wie 'falls Merkel und Co Europa bis dahin nicht tot gespart haben' in einem gerade erst vor einigen Tagen erschienen Artikel.

Hintergrund dürfte Ihre obskure 'Großmachtpolitik' in Beziehung auf Europa sein, ihre Abwendung von den USA und Hinwendung zu Rußland. Siehe dazu zB diesen Artikel.

Auch haben 'wir' Libyen nicht mitgemacht, und jüngst hat sich Westerwelle nicht nur gegen Iran-Sanktionen , sondern sogar für engere Geschäftsbeziehungen ausgesprochen.

Das dürfte Atlantikern gar nicht passen, und wenn etwas hierzulande 'atlantisch' ist, dann der Springer-Konzern, dessen Mitarbeiter bekanntlich alle eine entsprechende Treueerklärung unterzeichnen müssen.

Stefan Rose 5. Januar 2012 um 17:31  

Wie kann man es nur wagen, den armen Dirk als Neonazi zu verunglimpfen?? Er ist doch nur islamkritisch und wird das ja wohl noch sagen dürfen... *Ironie off*

jürgen 5. Januar 2012 um 18:06  

damit mich keiner falsch versteht: wenn es für das angeblich höchste amt, nur für mittemäßigkeit in der besetzung reicht, könnten wir ja vielleicht das amt auch mal eine zeit unbesetzt lassen. oder?

http://www.youtube.com/watch?v=3tyjZxQc2Zk
+
http://becklog.zeitgeist-online.de/2011/12/26/weihnachtsansprache-an-christian-wulff/
deshalb-die-hatz

„Mea Culpa“
ja, ich habe gefehlt. ich habe ihn nicht ernst genommen. ich habe ihn genauso unbarmherzig belächelt, wie seine anderen kritiker und habe den präsident aller maschmeiers und seilschaftsfreundschaften einfach nur als peinliches schwiegersohnsurrogat aus dem niedersächsischenen gesehen. das bundesland, das uns neben dem krümelmonster und seiner tochter oder einen asozialen gazkanzler auch ihn beschehrte, nein nicht zu weihnachten, sondern einst, als der kohl und der köhler verkohlt war und alle meinten, es müsse mal aufwärtgehen mit dem land.
und dann hat doch der wulff im schafspelz, der als mitnehmer aller kleinen freundlichkeiten seiner langjährigen klüngelbekanntschaften die hand gebissen. die gute, die das ganze ja durchfüttert. ok, das futter bezahlen die anderen, die es an- und abbauen, die es aufwerten und durch ihren fleiß und ihr können erst zu dem machen, was es in der hand des dompteurs ist, das leckerli nach dem auftritt, der fette happen auf dem verscherbelten tafelsilber der nation zur sättigung der bestie, damit sie nicht wahllos um sich beißt oder sich auf alter rechte erinnert und gar jungfrauen forderd. in diese gütige hand biss, nein, sicher nur aus versehen, knabberte er wohl ein wenig zu fest, so wie junge haustiere im spiel die kraft ihres kiefers nicht richtig einschätzen und den wohltäter, den hausherrn, pardon: oder das frauchen auch nicht zu vergessen, an ihr nagte der retter der gefallen mädchen (zumindest der einen). und das ist nicht hinzunehmen. da muß dizipliniert werden. da müssen grenzen gesetzt werden. jetzt können endlich mal die leichen im keller (wie sicher der meisten politiker) gezählt werden und der chor der mainstreammedienqlaqeure der herrschenden verwandelte sich über nacht in einen haufen räudiger köter, die die hatz auf den obersten aller abstauber mit kurzzeitmandat eröffneten. dafür war das AMT nicht zu schade. über die reihe der peinlichkeiten, die wohl doch schon zur politischen kultur im lande gehören, schweigt des sängers höfflichkeit.
und ich habe sie gar nicht mitbekommen, seine gewaltigen worte gegen die finanzmafia in der romantischen kulisse am bodensee. vielleicht verhallten sie in den täler der alpen oder brach das echo den sinn seiner worte -
denn: nicht das seine rede wirklich etwas gebracht hätte. die politik hat, wir wir fassungslos mit ansehen mussten, die interessen der banken gewahrt und die machtansprüche der paneuropäischen undemokratisch agierenden eu-kommisare gut bedient. dem, warum auch immer, sich aus dem fenster lehnenden bundespräsidenten hat es das genick gebrochen und er wurde, seine peinlickeiten ausnutzend, zum abschuß freigegeben.

ps: das mit dem angeblichen «Deutschen-Gruß» von bettina iss ja wohl nur allzu passend zum sonnenkreuzmäanderband im tympanon der schönen aussicht zu berlin…

guten rutsch, deutschland!

Stephan 5. Januar 2012 um 20:43  

Merkel muß sterben (politisch)
Wulff hat sich am 24. August 2011 als Gegner der Anleihekäufe der EZB und der Vergemeinscahftung der €-landschulden geoutet. Merkel und die EZB hielten sofort dagegen. Wie Merkel mit politischen Widersachern umgeht dürfte hinlänglich bekannt sein, Wulff kam spätestens in die Schusslinie als Merkel erklärte, sie wolle ein Gesetz für ESM und EFSM, ein Gesetz das nicht dem GG der BRD entspräche, doch das interessiert die aktuelle Regierung sowieso recht wenig!
Wulff muß Merkels Gesetz zur Plünderung und Auflösung der Republik unterschreiben, erst dann tritt es in Kraft. Als potentieller Gegner dieser Maßnahmen und als Jurist, wird er sicher seine Skrupel haben. Die treibt ihm Merkel jetzt aus.

Wulff´s NO wäre Merkels politischer Tod.
Wulff´s NO würde aus ihm einen großen Staatsmann machen.
Wulff´s NO macht ihn zum Heiligen

Merkels politischer Tod heiligt alles Verfehlungen!

Markus69 5. Januar 2012 um 22:35  

Die Ökonomie steht vor schwereren Krisen als 1929ff., da heute nur noch die Option Brüning denkbar ist. Das Modell Roosevelt mit dafür unerlässlichem hohen Spitzensteuersatz ist mangels Herausforderung durch UdSSR bzw. marxistisch geprägten Massenbewegungen nicht realistisch. Von der Rohstoffknappheit und den stofflichen Grenzen des heutigen Wirtschafsmodells ist dabei noch gar nicht die Rede. Der Imperialismus beginnt dabei seit einiger Zeit in fortschreitendem Tempo Amok zu laufen. Ende des bisherigen Völkerrechts und Neokolonialismus, zuletzt Libyen, müssen hier als Stichworte genügen. Es stehen Kriege gegen Syrien, Iran und wohl auch Russland an, die unter der Führung der USA exekutiert werden sollen. Für Deutschland haben sich mächtige Eliten, darunter Springer, den öligen Guttenberg dabei offensichtlich als Frontfigur auserkoren, wie ja hier schon diskutiert wurde. Vielleicht ist die jetzige Kampagne gegen Wulff und damit zwangsläufig auch die Verfasstheit der BRD auch in diesem Zusammenhang zu sehen; wir wissen es nicht definitiv, sollten das aber durchaus bedenken.
Zu den "Ehrenmorden" noch eine Bemerkung: Dieser Begriff wird in der Medienlandschaft ausschließlich muslimischen Tätern vorbehalten. Exakt die gleichen Taten firmieren ansonsten unter dem Begriff "Familientragödie". Aber so ist es: der derzeit heraufziehende Neofaschismus ist pro-amerikanisch, pro-zionistisch und anti- muslimisch und manche sich als links verstehende gehen dem angesichts des desaströsen Zustandes der Linken auf den Leim. In dieses geistige Gebräu der Sarrazin, Broder und Konsorten hat Wulff in der Tat mit seiner schlichtweg empirischen Feststellung, das sich ein relevanter Teil der Einwohner der BRD dem Islam als Religion zuordnet, und dieser somit zu Deutschland gehört, wahrscheinlich unwissentlich-naiv hineingespuckt. Das zeigt das er ein Politkarrierist von alter BRD-Provinienz ist, der der Ordnung der Welt, wie sie jetzt ansteht, nicht gewachsen ist. Für uns in diesem unseren machtlosen Zustand sicher nicht die schlechteste aller Lösungen, zumal mit Gauck ein diesmal von allen Staatsparteien getragener, als moralische Instanz darstellbarer, Nachfolger bereitstünde, der die ja jüngst zunehmend geforderte Erledigung der Partei "Die Linke", sofern sie diese nicht durch Bartsch u.a. endlich selbst macht, in Gang bringen könnte.

Inglorious Basterd 6. Januar 2012 um 08:26  

"Wer würde nicht den ein oder anderen Voteil seines Jobs nutzen wie Wulff. Das macht doch jeder Kleinbürger. Die da mit dem Zeigefinger zeigen sind wahrscheinlich nicht anders."

1. Nur mit dem Unterschied, dass es für den Kleinbürger erheblich nachteiligere Konsequenzen hat. Wer sich Kassenbons im Wert von 1,30 Euro, die irgendwo herumlagen aneignet oder Reste eines Buffets in Gestalt einer Frikadelle und zwei Brötchen verzehrt wird genauso fristlos entlassen, wie die zwei Mitarbeiter einer Bäckerei-Kette aus Bergkamen (Kreis Unna) , die einen Brotaufstrich im Wert von zehn Cent verzehrt und nicht bezahlt hatten.

2. Was Hundespräsident Wuff (!)unter Transparenz versteht, weiss ich seit heute, nachdem er sich schriftlich weigerte, der Veröffentlichung des Telefonats mit Kai Diekmann (BILD) zuzustimmen.

3. Der BP kommt in Robertos Text meines Erachtens zu gut weg. Ich hoffe nicht, dass beginnende Altersmilde die Ursache ist.

Momo 6. Januar 2012 um 10:38  

@Roberto J. De Lapuente

Du schreibst:

"Hier ruht wohl unter anderem der Bruch zwischen Wulff, den die Zeitung einst hofierte und Diekmann, der Wulff damals für eine gute Wahl erachtete."

Es war seinerzeit der Springer-Konzern, der die SPD auf die Idee brachte, den Gauck als Präsidentschaftskandidaten zu nominieren. Nachdem das passiert war, titelte Bild: "Yes, we Gauck!"
Bild möchte heute die damalige Schlappe (die Nicht-Wahl von Gauck) ausmerzen, indem sie Wulff abserviert.

ToKatz 7. Januar 2012 um 15:11  

Vielen Dank, Herr De Lapuente, dass Sie sich nicht ohne jede Abwägung der Hetze anschließen und es verweigern, hier nur gegen die Spiegel zu fechten.
Wie so oft ist hier eine Stimme der Vernunft im dröhnenden oder stillen Nichtssagen der Hetzer und Verschweiger.

Anzumerken wäre noch (ich bitte um Nachsicht, falls in den Kommentaren schon darauf hingewiesen wurde), dass Wulff einen dritten Punkt zu seinen Gunsten vorzuweisen hat. Er hat sich kürzlich in der "Lindauer Rede" (Text ist im Netz) sehr deutlich gegen die Trennung von Profit und Risiko ausgesprochen - da soll bei den Finanzjongleuren im Saal entsetztes Schweigen geherrscht haben, wenn man Anwesenden glauben darf.
Könnte auch der/ein Grund sein, warum er jetzt weg muss...

Anonym 7. Januar 2012 um 16:21  

Und schon schreibt SPON diesen neoliberalen Wirtschaftsgünstling Gauk hoch.

Zitat:
"Hier stehe ich, ich kann es besser: Als Bundespräsident der Herzen reist Joachim Gauck zum Dreikönigstag nach Neubrandenburg und spricht als Volksmotivator zu seinen Mitbürgern. Wie ein gütiger Vater ermuntert er die Menschen in Deutschland, sich Großes zuzutrauen. Meint der Mann sich selbst?"

Man kann von Wulff halten, was man will, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass Wulff ein Kampagnen-Opfer ist. Natürlich ist er nicht nur Opfer, sondern auch Täter in dem Sinne, dass er sich einfach dumm verhalten hat. Aber wenn man sich mal anschaut, auf welcher Hardliner-Schiene dieser Gauk fährt, dann kann man schon der Meinung sein, dass er das Volk im neuen Jahr Einnorden soll, zumal er auch die Occupy-Bewegung lächerlich gemacht hat und offensichtlich nichts von einer Protestkultur hält.

http://www.sueddeutsche.de/politik/occupy-beweung-und-die-macht-der-finanzmaerkte-gauck-empfindet-antikapitalismus-debatte-als-unsaeglich-albern-1.1166051

Man muss vor diesem Mann und seiner Merkel-gefälligen und undemokratischen Gesinnung warnen.

Volker Pispers dazu:

http://www.youtube.com/watch?v=zODJ1enry8M&feature=player_embedded

Goldie 8. Januar 2012 um 20:22  

Was waren das für tolle Zeiten, als die Starfighter vom Himmel fielen und der Flick-Konzern das Parlament bezahlte. Damals waren Politiker noch Politiker, die für ihre Sache brannten, da regierten uns Kerle von echtem Schrot und Korn, oder? Anders als die blassen, opportunistischen Technokraten unserer Tage, denen es nur um den Dienstwagen geht und die den Parteienfilz befördern.
Ja, früher war das meiste besser.

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