Brot und Spiele für die Mittelstandswampe

Donnerstag, 21. Juni 2012

Es ist ein hartnäckiges Gerücht, dass sich bei Uninformierten hält: RTL ist mitnichten der konzipierte Sender für Hartz IV-Empfänger, Ungebildete oder andere prekarisierte Gesellschaftsschichten! Eigentlich ist es nicht nur die Bewahrung eines Gerüchtes, wenn man das behauptet - es ist Rufmord an denen, die man arroganterweise als Unterschicht bezeichnen könnte. Die schaut natürlich auch RTL - und möglicherweise sogar überproportional häufiger als der Mittelstandsbauch. Aber das ist ein nebenher zufällig erzeugter, vielleicht nicht mal bewusst gewollter Effekt. RTL bedient nicht das Prekariat, es serviert der Mittelschicht, überdies sogar der besser situierten Mittelschicht, ein bunt gewürfeltes Programm der Eintönigkeit.

Beratung für den Mittelstand

Nachrichten und Neuigkeiten flimmern dort als eine schlecht getarnte Form von konsumistischer Lebensberatung über die Mattscheibe. Man bekommt erklärt, welches Produkt wie günstig und wie gut ist - Lohnt sich der Kauf? - Wohin in den Urlaub? Empfehlung für das Wochenende: Gehen Sie in einen Freizeitpark! Der Freizeitpark Soundso hat zufälligerweise diese Woche eine Sonderaktion! - Sinnvoll für die Zukunft: Privat rentenversichern! Mehr Infos finden Sie online! - Wie Sie sich bei der Hitze im Büro abkühlen können! - Darf ich im Büro EM gucken? Beratung und Verkaufsanreize, Konsum und Verlockung...

All das ist nicht für jene Klientel gedacht und gemacht, die man als Hartz IV-Empfängerschaft bezeichnet - es richtet sich an die, die finanzielle Substanz aufbringen, die sich ernsthaft Gedanken um Urlaub und tägliche Kaufräusche machen können, die in einem Büro anschaffen dürfen; es richtet sich an jenen Teil der Mittelschicht, bei dem die Prekarisierung des Arbeitslebens noch nicht eingetroffen, bei dem der Rahm abschöpfbar ist. Es ist der Wohlstandsbauch, der hier gekitzelt und gebauchbinselt wird. An dessen Speck richtet sich die lebensberatende und hedonistische Botschaft des Senders - nicht an die vermeintlich vor dem Fernseher geparkten Wampen von Arbeitslosen, Niedriglöhnern oder Bildungsfernen.

Klischeebestätigung für den Mittelstand

Nachmittags unterhält sich das Publikum mit gescripteter Reality. Die dient nicht etwa dafür, den Erwerbslosen künstliche Hartz IV-Empfänger nach Drehbuch vor die Nase zu setzen. Nichts was die Gestelltheit dieser Konzepte abwirft, kommt wirklichen Bezieherun des Arbeitslosengeldes II bekannt vor - nichts stimmt auch nur ansatzweise mit deren Wirklichkeit überein. Speckige Haushalte sind nicht per se nur Hartz IV-Haushalte; ein Leben in Saus und Braus, etwa Kurzurlaube oder Wellness-Erlebnisse, kommen unter Transferbeziehern wohl sehr selten vor. Und aus dem Hut gezauberte Bewerbungsgespräche auf Mallorca wohl eher auch. Es sind billige Klischees, die so überspitzt geschauspielert werden, dass sie den wirklichen Arbeitslosen total entfremdet sind. Das dient nicht den prekarisierten Schichten, sondern dem mittelschichtigen Zuseher vor der Glotze, der einen ganz besonderen Blick auf die Unterschichten wirft. RTL ist der Dienstleister; er serviert elitäre Luftschlösser, in denen Erwerbslose als dreckig, faul und dennoch vermögend gezeichnet werden. Der "Asoziale", wie ihn das Klischee kennt, ist nicht das Fabrikat aus Brennpunkten - er ist Kopfgeburt stümperhafter Drehbuchautoren, die dem mittelschichtigen und gutsituierten Publikum Klischees bestätigen wollen.

Mitten im Leben ist nicht die Unterhaltung für Menschen, die arbeitslos sind - es ist kein Konzept, das die Problematiken von Arbeitslosen auch nur streift, sondern von ihnen ablenkt, um sie in den spießbürgerlichen Kanon der Mittelschicht zu packen, in dem man nachlesen kann, dass alle Arbeitslosen verblödet, faul, ungepflegt oder kriminell sind. Der betuchte Mittelstand, der die Zeit aufwendet, nachmittags vor dem TV-Gerät zu hocken, wird unterhalten, bestätigt und je und je auf Stereotype abgerichtet.

Schau göttlicher Auserwähltheit

Auch das vermeintlich abgesicherte Leben der Mittelschicht will aufschauen. Sie tut das am Vorabend, wo man regelmäßig über den Superreichtum "informiert" wird. Millionen sind nicht der Rede wert, Milliarden machen Themasetzung bei RTL. Das bedient nicht Leute, die schon froh wären, wenn sie tagsdrauf ohne zu viele Blicke in den klammen Geldbeutel einkaufen könnten. Das ist der Traum einer Gesellschaftsschicht, die relativ satt und abgesichert ist. Superreichtum wäre für manchen Hartz IV-Empfänger wahrscheinlich schon, sich zum Abendessen ein dickes Rindersteak zu leisten.

Von Reichtum zu berichten, der so maßlos ist, dass man ihn sich kaum vorstellen kann, ist nicht der Feuchttraum der Armut - ihr reichte Absicherung durch Anstellung und ein kleines Gehalt. Der potente Mittelstand, der selbst so hat, dass er leben, dass er urlauben und freizeiten kann, wird bedient. Er soll träumen, noch mehr urlauben und freizeiten zu können. Leute wie Gates und Jobs, die bei RTL Dauerbrenner sind, sind die Helden einer konsumistischen und hedonistischen Schicht und ihrer Medienanstalten - für einen Boulevard der Calvin verinnerlicht hat, wonach prädestiniert ist, wer Geld hortet. Wenn RTL dem Mittelstand den Superreichtum aufzeigt, über dessen Villen, Schiffe und Golfanlagen berichtet, dann ist das eine Schau in die himmlische oder gar göttliche Auserwähltheit eines konsumistischen Lebensgefühls - dann ist das der Ringelpiez hedonistischer Heiligengestalten. Dort huldigt man der Ikonen des Mittelstandes. Zwar mag sich auch der Hartz IV-Empfänger daran ergötzen, aber der braucht zur Ergötzung weitaus weniger.

Gesindelfreier Abend

Im Nachmittagsprogramm spult man den Hartz IV-Stereotyp ab. Was Leben am Regelsatz bedeutet, ist dort jedoch nicht Thema - auch die soziale Exklusion wird nicht beachtet. Dafür fickt, säuft, betrügt sich ein Pack durch die Sendung, das zufälligerweise keine Arbeit hat - conclusio daraus: ohne Arbeit lebt man so! Am Abend, nachdem sich die mittelschichtige Sendergemeinde über das Gesindel empört und belustigt hat, wird der RTL-Garten verriegelt - Zutritt für Arbeitslose verboten! Für echte Arbeitslose natürlich - ab und an darf ein Medien-Arbeitsloser doch auftreten. Stern TV berichtet dann von einem Mann, der seit Jahrzehnten nicht mehr arbeitete und das auch vehement als Lebensmodell vertritt. Der gilt dann pars pro toto. Der wirkliche Arbeitslose ist allerdings unterrepräsentiert.

Bei Wer wird Millionär? findet sich meist Mittelstand oder jedenfalls der zukünftige, Studenten also, die bei der sozialen Balance des deutschen Bildungswesens mit großer Wahrscheinlichkeit aus besserem Hause stammen. Arbeitslose sind rare Gestalten bei WWM. Und das, obwohl nach offiziellen Angaben rund sieben Prozent der hier lebenden Menschen arbeitslos sind. Weitaus mehr als Ärzte oder Anwälte, weitaus mehr als IT-Experten oder Sekretärinnen. Die kommen in der Sendung allerdings weitaus häufiger vor. Das mag an den Auswahlkriterien liegen, könnte man nun einwenden - dass man aber keinerlei Anstalten macht, die Kriterien durchlässiger zu machen, wenn es denn so wäre, liegt auf der Hand. Wo es etwas zu gewinnen gibt, da gibt es das Wort Arbeitslosigkeit nicht. Kein Unterschichtler geht bei RTL aufgrund Gewinns aus seiner Armut - wohl aber mancher Angehöriger der Mittelschicht in eine noch besser abgesicherte Zukunft. Almosen kann er haben, wenn er nachmittags ein Klischee nachspielt, das er in seinem realen Leben so gar nicht kennt, das er dem RTL-Konsumenten nun aber verkaufen soll.



15 Kommentare:

endless.good.news 21. Juni 2012 um 08:28  

Menschen brauchen etwas worüber sie sich aufregen können. So lange der Mittelstand sich über Arbeitslose aufregt, merkt er nicht wie er selbst ausgeblutet wird. Nach unten treten war schon immer einfacher als nach oben.

Anonym 21. Juni 2012 um 09:00  

Alles richtig, aber die Vorführung einer angeblichen "Unterschicht" die nur aus Klischees besteht dient auch der Sedierung der Hartz-IV Empfänger.

Sie sollen denken: "Was sind wir so viel besser als die, wir ertragen alle Hürden und warten still und geduldig auf den Aufschwung der da kommen soll."

Anonym 21. Juni 2012 um 10:38  

rtl ist immer noch besser als die öffentlichen.

Stefan Rose 21. Juni 2012 um 11:44  

Volle Zustimmung! Von wegen Unterschichtenfernehen - die panische Mittelschicht soll brav nach oben buckeln (Sozialpornos) und nach unten treten (Hartz-'Dokus'). Nur so lässt sich noch der Deckel auf dieser zutiefst gepaltenen Gesellschaft halten. Springer/Bertelsmann wissen genau, was sie tun.
Und wenn die Pleite-Griechen nur mal so dolle gewirtschaftet hätten wie wir, dann... *ürgsel*

Floyd 21. Juni 2012 um 11:57  

"rtl ist immer noch besser als die öffentlichen."

Stimmt, auch wenn die öffentlichen hier und da versuchen das Niveau auf ein ähnliches Maß zu bringen, sie schaffen es noch nicht ganz, arbeiten aber seit geraumer Zeit intensiv daran diese "Manko" zu überwinden.

Andreas 21. Juni 2012 um 12:35  

Und es wirkt! Der gut gefütterte Mittelstand in meiner Umgebung tut sich zunehmend schwer, Scripted Reality und Realität auseinanderzuhalten. Hanebüchene Geschichten, die den kreativ-kranken Gehirnen von Drehbuchschreibern entspringen, werden durch Stille Post sukzessive zu vermeintlich wahren Begebenheiten.

Auch ich habe zu später Stunde schon Episoden von "Die Trovatos" oder "Familien im Brennpunkt" bis zum bitteren Ende angeschaut. Einerseits aus Neugier darüber, welche schräge Begebenheit man sich als nächstes ausgedacht hat und andererseits wegen des stark künstlichen Spiels der Laiendarsteller, das auf seltsame Weise fasziniert.

Bisher hat mich der winzige Hinweis "Alles erstunken und erlogen" am Ende solcher Sendungen immer wieder in die Realität zurückgeholt. Aber wie lange wird das noch funktionieren...? :-)

Anonym 21. Juni 2012 um 12:55  

"All das ist nicht für jene Klientel gedacht und gemacht, die man als Hartz IV-Empfängerschaft bezeichnet" ...und auch keiner weiteren Erklärung bedürftig, denn ein einziger Satz mit Hinweis auf die Einschaltquoten, die höher sind als die Hartz IV-Quote, hätte die Aussage bereits belegt.
Warum so umständlich?

Roberto J. De Lapuente 21. Juni 2012 um 12:57  

Das etwas ist, ist nicht die Erklärung wie etwas ist.

Anonym 21. Juni 2012 um 13:28  

Oh, die Praktikanten von RTL müssen in den Blogs wieder Guerillamarketing betreiben. Dabei wird hier nur ein Fakt festgehalten, nicht mal persifliert, obwohl das auch mal nötig wäre. In der Tat näheren sich die ÖR den Privaten, was wohl auch den Kooperationen geschuldet ist, wenn man mal die Quote weg lässt.

willi 21. Juni 2012 um 13:46  

Von der "Mitelstandswampe" lebt der ganze Laden und ihn gilt es bei Laune zu halten. Dazu gehört unbedingt der Glaube, der eigene Status sei Verdienst und nicht etwa Gnade. Wer unten ist, hat es verdient, denn mit Saufen uns sich auf dem Sofa am Sack kratzen bringt man es zu nichts. Wenn man aber leistungsbereit und willig sich der Konkurrenz aller gegen alle stellt, kann jeder was erreichen.
Es gilt auch hierzulande den amerikanischen Traum lebendig zu halten, von dem George Carlin mal sagte:"It's called the american Dream, because you have to be asleep to belief it".

Anonym 21. Juni 2012 um 13:57  

Man sollte auch den normativen Charakter der Glotze nicht unterschätzen!
"Medienkompetenz" ist gewollt eher nicht weit verbreitet.
Wenn sich Unterschichtsdarsteller auf Geheiß der Produzenten asozial geben, sich der "Pöbel" im Fernsehen so aufführt, hat das Rückwirkung in die Realität: Nicht wenige dürften sich ein Beispiel an dem nehmen, was ihnen da ins Gehirn gedrückt wird, wenn sie nur schlicht genug sind. "Ist ja normal im öffentlichen Raum die Sau rauszulassen"
Um die Untersten bei der nächsten Kürzungsrunde so richtig lustvoll abstrafen zu können, brauch es ja propagandistischer Vorbereitung: "Wenn die sich aufführen wie die Tiere, dann behandeln wir sie auch so!"
Der Unterschichtsporno ist als sich-selbst-erfüllende Prophezeiung konzipiert.
Irgendwo wart mal zu lesen, dass sich in Amiland durch "24H" die Einstellung zur Folter wie erwünscht verroht hat.
Wird wohl einer protestieren wenn man das dreckige Pack in die Ghettos am Rande der Stadt verfrachtet? Ups, das findet ja schon statt. "Gentrifizierung" kennt man ja nur als Wort, wenn man ein pöhser Terrorischt ist.

Anonym 21. Juni 2012 um 14:44  

Die tatsächlichen Kunden der die vielgescholtene „Gratiskultur“ seit Anfang der 80er-Jahre hegenden Medienkonzerne wie etwa RTL sind bekanntlich die Werbetreibenden, nicht etwa die Medienkonsumenten. Natürlich kokettieren erstere mit dem bekannten Wanamaker-Zitat „Die Hälfte des Geldes, das ich für Werbung ausgebe, ist verschwendet. Das Problem ist, ich weiß nicht, welche Hälfte.“ Aus diesem Grund wird die intendierte zahlungskräftige Zielgruppe mit allen zur Verfügung stehenden statistisch-wissenschaftlichen Methoden erforscht und definiert. Schon allein deshalb können arme Hartz IV-Empfänger aus ökonomischen Gründen prinzipiell niemals Zielgruppe sein. Wer wissen will, an wen sich ein Programm richtet, analysiere daher die Werbung: Auf diese hin wird das Programm gestaltet.

Natürlich kann diese Praxis Paradoxien erzeugen, beispielsweise bei der auch hierzulande von MTV ausgestrahlten Reality Soap My Super Sweet 16 (Wikipedia). Gezeigt wird laut Eigenwerbung: „My Super Sweet 16 nimmt Euch mit hinter die Kulissen des Erwachsenwerdens und zeigt den BlingBling-Geburstag von reichen Söhnen und Töchtern! (…) Papi zahlt. Und wo Geld im Spiel ist, da gibt's natürlich auch Intrigen! Denn nichts ist, wie es scheint.“ Die aktuelle in „Heavy Rotation“ befindliche Steigerungsform ist „My Super Sweet World Class“, doch schon für den gemässigteren Vorgänger hat der Satirist Charlie Brooker (zitiert aus dem Wikipedia-Artikel) festgestellt:

“(…) calling the protagonists "unbelievably spoiled rich and tiny sod[s]" who throw "despicably opulent coming-of-age part[ies] for themselves and their squealing shitcake friends." He said the show "might be an Al-Qaeda recruitment film." However, he added that "that's exactly how the show wants you to feel - it's even more effective at creating instant hate figures than Big Brother, and that's saying something"”

Repräsentanten der tatsächlichen Kunden von MTV, welche die “My Super Sweet…”-Produktionen bezahlen, werden der anvisierten Mittelschicht also umgekehrt vergleichbar despektierlich vorgeführt wie Hartz IV-Empfänger, mit dem entscheidenden Unterschied, dass Erstere sich um diese Blossstellung foutieren können, Zweitere nicht, denn die ARGE ist nun mal mächtiger als die sagenumwobene „Al-Qaeda“.

Damokles 21. Juni 2012 um 16:24  

Ich hatte vor längerem schon mal auf die Studie hingewiesen, warum selbst viele Arme nicht die Linkspartei wählen: Die Armen wählen die Parteien, deren Wähler-Gesellschaftsschichten sie einmal zugehörig sein wollen, sozusagen vorausträumend - auch wenn paradoxerweise diese Parteien evtl. dafür sorgen, dass sie gerade nicht dorthin gelangen.
Die Linkspartei gilt als Partei der Habenichtse - und als solcher möchte sich kaum jemand sehen.

Das kann man auch auf das Fernsehen übertragen: Die Leute träumen da einem Leben entgegen, das sie momentan noch nicht haben. Die Themen sprechen also nur vermeintlich die Mittelschicht an, mindestens genauso aber die träumende "Unterschicht" (die dann auch noch Schulden aufnimmt, um sich den Träumen entgegenzukaufen).

Insofern ist Ihr Analyse nicht ganz zutreffend.

Anonym 21. Juni 2012 um 19:51  

Nochmal kurz und auf den Punkt: RTL ist für die "Unterschicht" ein Fenster in ein vorgespiegeltes Mittelschichtsleben, an dem sie (die Unterschicht) sich durch Schulden Anteile erkaufen kann.

pillo 24. Juni 2012 um 10:19  

RTL und Co. sind sicher nicht zuletzt durch den Begriff "Unterschichtenfernsehen", mit dem Harald Schmidt dereinst kokettierte, bei vielen in genau diese Schublade einsortiert worden. Ich nehme mich da gar nicht aus.

Schlußendlich sind die privaten Fernseh- und Radiosender ja nur Makler der Werbeindustrie. Sie sorgen dafür, der Werbung ein möglichst großes Publikum zu zuführen. Alles was RTL, Sat.1, usw. tun und senden, ordnet sich diesem einen Ziel unter. Und wer stellt in Deutschland die (noch) zahlenmäßig größte Bevölkerungsgruppe dar? Genau, die untere Mittelschicht!

Man sollte bei der ganzen Diskussion aber nicht den Fehler machen, die Definition der selbst ernannten Eliten zu übernehmen und den Begriff 'Unterschicht' allein am Monetären fest machen. Die geistige Unterschicht in diesem Land ist bei weitem größer als die Anzahl der finanziell Armen. So gesehen kann man die Privaten (aber zunehmend auch die ÖR) eben doch als "Unterschichtenfernsehen" titulieren.

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