... Vater sein hingegen sehr!

Donnerstag, 5. August 2010

Wissen Sie, Frau Schmollack, Ihre Überschrift ist vorzüglich treffend. Vater ist nicht gleich Vater! Man möchte Ihnen umgehend beipflichten - das klingt doch differenziert, realistisch, jeder kennt solche und ganz andere Vatertypen. Aber zustimmen kann man Ihnen auch nur, wenn man Ihren Artikel nicht weiter beachtet, ihn nicht durchliest. Gefährlich wird es erst, wenn man es dann doch tut: gefährlich für die Nerven, für das cholerische Gemüt, sich nun doch endgültig eine Herzattacke einzufangen - gefährlich wird es für Männer, die diesen unsäglichen Einheitsbrei des gender mainstreams nicht mehr - ohne nervlichen Schaden zu erleiden - ertragen können, die sich wie entrechtete, immer verdächtige Anhängsel ihrer Kinder vorkommen.

Für Sie ist Vater nicht gleich Vater - für mich auch nicht! Nur finden wir da aus verschiedenen Gründen zum selben Urteil. Sie schreiben, ich zitiere Sie: "Sie [Anm.: die Väter] wollen juristisch auch dann Vater bleiben oder es werden, selbst wenn sie es im Alltag schon lange nicht mehr sind oder es noch nie waren. Gemeint sind all jene, die keinen oder zu wenig Unterhalt zahlen." Da gibt es in diesem Lande also tatsächlich Väter, die auch Vater bleiben wollen, jedoch nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen, um sich diesen bescheidenen Wunsch zu erfüllen! Frau Schmollack, was Sie da zu Papier gebracht haben, ist nicht mehr nur reiner Feminismus, nicht der übliche Quatsch des gender mainstreams mit seiner gezielten Ablehnung des Mannes, der dummerweise notwendig bleibt, um Kinder in die Welt zu bringen: nein, da döst eine ausreichende Portion Darwinismus mit - das ist Klassismus in Reinkultur!

Sicherlich schreiben Sie für eine Klientel, die nach wilden Jahren in den Fahrgewässern der Grünen irgendwann in der gutbürgerlichen Mitte angelangt war - Besser-, Gut- und Ausgezeichnetverdienende erreichen Sie mit Ihren Texten besonders. Man könnte Ihnen rotzfrech unterstellen, dass Sie die Väter klassenverhetzend gegeneinander ausspielen. Hat der Vater Geld, um Unterhaltszahlungen abzudecken, so darf er Vater bleiben oder werden; krankt es am Einkommen, hat er damit faktisch seine Vaterschaft abgetreten und der Mutter diese nervtötende Rolle zugewiesen. Zum Wohl des Kindes, versteht sich! Denn das Kindeswohl, ein gern gebrauchter Begriff auf Jugendämtern, ist in den meisten Fällen das Primat der Mutter zulasten der väterlichen Fürsorge, die alle zwei Wochen, an Besuchswochenenden, verkümmern darf.

Für mich ist Vater auch nicht gleich Vater. Aber wissen Sie, Frau Schmollack, wie ich Vater von Vater scheide? Ich will wissen, wie der Typ mit seinem Sprössling umgeht. Ich möchte sehen, ob er mit ihm spielt, sich für ihn interessiert, mit ihm etwas unternimmt, ihn umarmt, küsst, neckt - oder sitzt er nur auf dem Sofa, nur im Büro, weiß bestenfalls das Geburtsmonat und vage das Geburtsjahr? Bezahlt er am Ende ein Kindermädchen, welches sich um die Kindesplage kümmern soll? Oder schickt er diese täglich zu den Nachbarn, weil er sich eine Gouvernante finanziell nicht leisten kann? Solche und solche Väter, Frau Schmollack! Was aber der jeweilige Vater in seiner Geldbörse hat, interessiert mich überhaupt nicht. Und ich bin zuversichtlich genug, vielleicht auch nur naiv, dass mancher Familienrichter zwar die Unterhaltszahlungen regeln will, aber die Vaterschaft nicht deswegen anzweifelt, weil der gute Mann nicht über ausreichend Mittel verfügt, sein geliebtes Kind großzügig zu finanzieren.

Aber natürlich rechtfertigen Sie all das - eine feine Gleichberechtigung herrscht da in Ihrem Kopf. Ich zitiere Sie abermals: "Natürlich gibt es auch viele Mütter, die ihrer Sorgepflicht nicht ausreichend nachkommen. Der Unterschied ist nur, dass unsere Gesellschaft die Kindererziehung in der Vergangenheit den Frauen überantwortet hat. Nolens volens hat sich so eine weibliche Verantwortungskultur herausgebildet." Das Kindeswohl ist außer Kraft gesetzt, darf ich also annehmen, Frau Schmollack. Schlechte Mütter gibt es - ich würde behaupten, mich auf ihre Überschrift stützend: Mutter ist nicht gleich Mutter. Aber Sie springen der schlechten Mutter, die bei Ihnen nicht "schlechte Mutter" heißt, sondern "[Mutter], die ihrer Sorgepflicht nicht ausreichend [nachkommt]", zur Seite - auch wenn sie nicht ausreichend Mutter ist, hat sie ein quasi natürliches Recht auf Kindeserziehung. Der Mann hat der Frau dieser Aufgabe ja historisch überantwortet. Frau Schmollack, wie war das mit der Frau, die nicht als Frau geboren wird, sondern zu ihr wird? Die gute Simone läßt grüßen! Denn von dieser zugedachten Rolle, so predigte uns Alice Schwarzer, müsse sich endgültig befreit werden - aber Sie, Frau Schmollack, sie benutzen diese künstliche Rolle, um das Primat der Frau bei der Kindeserziehung zu verteidigen, am Leben zu halten.

Das ist eine Meisterleistung, die man Ihnen lassen muß. Pragmatische Wendehalserei! Sie schaffen es tatsächlich, gegen Väter einen unverfrorenen Klassismus walten zu lassen, während Sie die Mutter mit der erniedrigenden Rolle, die der Mann ihr zugedacht habe, im Spiel halten wollen. Vater ist nicht gleich Vater, aber Mutter ist immer Mutter - so einfach ist das für Sie. Eine schöne Gleichberechtigung ist das! Männer arbeitet fleißig, reibt euch auf, damit ihr zahlen und Vater sein könnt! Und treten dann Männer in die Öffentlichkeit, die ihr Dasein als entfremdeter Vater und als Zahlmeister anprangern, dann sind es Frauen wie Sie, Frau Schmollack, die medienwirksam spötteln und auch noch Beifall dafür erhalten.

Dass Sie auch noch einen darwinistischen Unterton in den sowieso schon unerträglichen gender mainstream tragen, ist schon ein tolles Stück - Redakteurin ist nicht gleich Redakteurin...



14 Kommentare:

Roberto J. De Lapuente 5. August 2010 um 08:45  

Guten Morgen Roberto, vielen Dank für Deinen Kommentar!

Anonym 5. August 2010 um 09:32  

Auch von mir: Danke!

Anonym 5. August 2010 um 09:43  

Ein trefflicher Artikel, lieber Herr De Lapuente. Nur eine Kleinigkeit, der Vollständigkeit halber: Es gibt in der Tat eine Menge Männer, die ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommnen, obwohl sie ein ausreichendes Einkommen haben. Dass es aber andererseits Väter gibt, die zur Unterhaltszahlung finanziell gar nicht in der Lage sind, liegt, fürchte ich, absolut außerhalb der Vorstellungsmöglichkeiten einer Frau Schmollack.

Uschi Basfeld 5. August 2010 um 12:52  

Danke für den Artkel und auch den anschließenden Kommentar, lieber Roberto!..wenn ich das, obwohl eindeutig weiblich, mal sagen darf.
Dieses ewige Geschlechterkampf-Thema kotzt mich schon seit meiner Kindheit an. Immer war ich "unzugehörig", nur weil ich nicht nur mit Puppen spielen wollte, sondern auch mit "jungenspezifischem" Spielzeug. Als Erwachsene musste ich mir sagen lassen, dass ich keine richtige Frau sei, da ich einen so genannten "Männerberuf" erlernt habe, Frau als Elektriker geht ja auch nicht, die hat ja "keinen Kurzen in der Hose". Mein Spitzname in der Ausbildung war "Alice Schwarzer", die hatte gerade ihre "Glanzzeit", ich fühlte mich mit diesem Namen eher beleidigt als angesprochen. Boah, und dann will die auch noch Fußball gucken oder Eishockey, all so brutale Sachen. Daß ich mich aber auch für "frauenspezifische Dinge" ( was ist das alles überhaupt??? ) interessiere, wird einfach unter den Tisch gekehrt. Und heute muus ich mit ansehen, wie Männer in "typisch weibliche" Rollen gezwungen werden und mir wird schlecht, aber sowatt von!!! Sind wir alle, egal ob Mann oder Frau, nicht in der Lage, selbst zu entscheiden, was wir wollen, was wir können?
Seit wir Eltern geworden sind, ist sowohl meinem Mann als auch mir klar, dass wir Verantwortung tragen für diese erstmal kleinen, hilflosen Bündel. Dass wir Sorge tragen müssen und vor allem wollen, dass diese Kinder sich zu selbstbewussten, eigenverantwortlichen Menschen entwickeln können, damit sie in dieser ach so wunderbaren Welt, in die wir sie hineinkatapultiert haben, überleben können. Das gilt auch nach unserer Trennung, die ja in erster Linie meinen Mann und mich betrifft und deren Konsequenzen unsere Kinder auch ohne Krieg genug belasten.
[...] Zwei Regeln möchte ich für
die Erziehung nennen: man muß selbst nicht nur ein gutes Leben führen, sondern an sich arbeiten, sich ständig vervollkommnen, und man darf vor den Kindern nichts aus dem eigenen Leben verbergen. Es ist besser, die Kinder wissen von den Schwächen ihrer Eltern, als dass sie spüren, ihre Eltern führen ein Leben, dass sie vor ihnen verbergen, und eines, dass sie ihnen zeigen. Alle Schwierigkeiten bei der Erziehung ergeben sich daraus, dass die Eltern sich nicht bemühen, ihre eigenen Fehler abzulegen, ja sie nicht einmal als Fehler anerkennen, sie zu rechtfertigen suchen, und diese Fehler daher bei ihren Kindern nicht sehen wollen. Hierin liegt die ganze Schwierigkeit und der ganze Kampf mit den Kindern. Kinder sind, was Sittlichkeit anlangt, weit scharfsinniger als Erwachsene und sehen - häufig ohne dies zu erkennen zu geben oder sich dessen auch nur bewußt zu werden - nicht nur die Mängel der Eltern, sondern auch den schlimmsten aller Mängel - die Heuchelei der Eltern, und sie verlieren die Achtung vor ihnen und das Interesse für all ihre Belehrungen. Heuchelei der Eltern bei der Erziehung der Kinder ist eine höchst alltägliche Erscheinung, und Kinder sind feinfühlig, bemerken sie sofort, werden abgestossen und leiden sittlichen Schaden. Wahrheit ist die erste, die wichtigste Voraussetzung für Wirksamkeit geistiger Beeinflußung, daher ist sie die erste Voraussetzung der Erziehung. Und damit man sich nicht davor fürchten muß, den Kindern die ganze Wahrheit des eigenen Lebens zu zeigen, muß man dafür sorgen, daß das eigene Leben gut oder zumindest weniger schlecht ist. Daher ist die Erziehung anderer eingeschlossen in unsere Selbsterziehung, und etwas anderes ist nicht erforderlich.[...] Lew Nikolajewitsch Tolstoi
Wir brauchen keine stattlichen Verordnungen, um unser Privatleben zu organisieren, sage ich, während ich erstmal in Ruhe eine quarze...

Anonym 5. August 2010 um 16:48  

Vielen Dank für diesen Beitrag, erfreulich derartiges zu lesen....

Guardian of teh Blind 5. August 2010 um 17:03  

Die heutige Frauenbewegung hat sich längst mit dem herrschenden kapitalisitsch und hierarchisch organisierten System verbündet. Sie handelt den eigentlichen Intentionen des Feminismus zuwider und ihre Forderungen laufen sogar auf eine Ausbreitung von bestimmten - durch die geschichtliche Entwicklung als männlich charakterisierten - Eigenschaften und Verhaltensweisen (wie Härte, Aggressivität, Egoismus, Konkurrenz- und Karrieredenken) auch auf alle Frauen hinaus. Das Ziel einer wirklich emanzipatorischen Bewegung sollte jedoch in deren Überwindung liegen.
Sobald die genannten "männlichen" Eigenschaften bei Frauen vorzufinden sind, werden sie begrüßt, werden als "Gesundes Selbstbewusstsein" und "Durchsetzungsvermögen" bewundert. Frauen müssen doch auch Karriere machen dürfen, ja noch mehr - sie müssen notfalls zu ihrem "Glück", das sie ausschließlich dort finden sollen, gezwungen werden. Und so kommt es, dass diese angeblichen Feministinnen ihre politischen Forderungen beschränken auf Maßnahmen, die dazu führen, dass man künstlich(durch Quotierungen bspw.) mehr Frauen und an höheren hierarchischen Positionen am kapitalistischen Verwertungssystem beteiligt und in das Herrschaftssystem integriert - ohne dass dieses grundlegend in Frage gestellt wird, was das Ziel emanzipatorischer Politik sein müsste.
Der heutige Feminismus aber hat sich von seinen emanzipatorischen und damit ur-linken Zielen entfernt und ist beinahevollends im Neoliberalismus aufgegangen. Der Feminismus beschränkt sich heute auf Maßnahmen zur Bevorzugung von Frauen innerhalb des kapitalistischen Wirtschafts- und Herrschaftssystems. Und er dient diesem System selbst mit einigen seiner familienpolitischen Ideen. Denn er predigt ein narzisstisches Ideal: Der hauptsächliche Lebensinhalt einer jeden Frau soll es sein, "Karriere zu machen", was aber nichts anderes bedeutet, als in der kapitalistischen und hierarchischen Gesellschaft möglichst gut zu funktionieren, sich durch viel Geld und viel Macht dessen Idealen zu unterwerfen, das gesellschaftliche System zu stützen und zu stärken - und damit auch diessen Stützen, Herrschaft und Ungleichheit.
Die wirklichen emanzipatorischen Ideale, die die Ursachen der Ungleichheiten und Diskriminierungen angehen, anstatt nur, meist mit Zwangsmitteln, an den Symptomen herumzudoktern, hat der heutige Feminismus größtenteils aufgegeben. Er ist vor allem eine Klientelbewegung für besserverdienende Frauen geworden, die ihre Chancen in der Privatwirtschaft verbessern wollen. Es geht ihnen nicht um Gleichberechtigung der Frauen, es geht ihnen um Bevorzugung von Frauen (der oberen Schicht) gegenüber Männern (der obigen Schicht), sichtbar und manifest etwa durch Forderungen nach Frauenquoten in Aufsichtsräten - und dies innerhalb einer ungleichen, auf Konkurrenz und Aggressivität beruhenden Struktur.
Und dann ist es nur noch ironisch, dass man von diesen als "Sexist" beschimpft wird, wenn man nicht ihre Forderungen wie Quotierungen allüberall, Porno-Verbot, Krieg gegen die "frauenunterdrückende muslimische Welt" usw. teilt , oder gar nur deshalb, weil man das Binnen-I (selbstverständlich auch etwa bei Wörtern wie "MitgliederInnen") benutzt – auch wenn die eigenen Vorstellungen von Feminismus viel grundlegendere Prinzipien angehen, als der Emma-Schwarzer-Dorn-Feminismus, der nicht mehr ist als ein bisschen Männerdiskriminierung im Rahmen des Kapitalismus.

Nic 5. August 2010 um 20:29  

Danke. Es ist gut, auch diese Stimmen zu hören/lesen. Denn sicherlich gibt es Männer/Väter, die Ihrem Sorgerecht auch dann nicht nachkämen, wenn sie könnten. Aber es gibt viel Männer, die mehr als nur zahlender Zaungast sein wollen; die für das Kind da sein wollen. Und nicht dürfen.

Wer immer das nicht sieht oder sehen will ist auf dem einen Auge blind.
Ich hab dazu auch etwas geschrieben: http://nicsbloghaus.org/2010/08/03/vaeter-und-kinder/

Anonym 5. August 2010 um 22:50  

Der Text erinnert an Isquierda, irgendwie konträr und trotzdem komplementär...

Anonym 6. August 2010 um 10:45  

Lieber Roberto,

im Großen und Ganzen stimme ich dir zu.
Ich möchte allerdings anmerken, dass nicht jeder Vater unterhaltspflichtig ist. Bis zu einem gewissen Freibetrag, der z.B. Hartz4 oder ein niedriges Einkommen abdeckt, muss kein Vater Unterhalt bezahlen. Freilich sind diese Freibeträge recht knapp bemessen, allerdings ist fraglich, ob eine Erhöhung dieser Untergrenzen gerecht gegenüber alleinerziehenden Müttern und vor allem ihren Kindern (!) wäre, da diese Gruppe besonders oft von Armut bedroht oder betroffen ist. Die Regelung der Düsseldorfer Tabelle, bei der dem Richter ein Spielraum bleibt, zwischen den finanziellen Bedürfnissen der Kinder und der Väter abzuwägen, ist m.E. eine ganz gute Lösung.

Ganz besonders möchte ich noch Guardian of the Blind für seine (ihre?) Ausführungen zum heutigen Feminismus danken, das sehe ich ganz genauso!

Amike

Roberto J. De Lapuente 6. August 2010 um 10:59  

"Freilich sind diese Freibeträge recht knapp bemessen, allerdings ist fraglich, ob eine Erhöhung dieser Untergrenzen gerecht gegenüber alleinerziehenden Müttern und vor allem ihren Kindern (!) wäre, da diese Gruppe besonders oft von Armut bedroht oder betroffen ist."

Naja, Amike, letztlich ist es ein Verlagern von Armut, eine Umverteilung dort, wo es auf beiden Seiten nichts zu holen gibt.

Ich habe mich auch gar nicht damit befaßt - mir ging es um Schmollacks Aussagen, die untragbar sind. Was hat der Unterhalt als primäres "Vaterschaftsmerkmal" zu schaffen? Es geht sicher um das Kindeswohl, aber dieses ist nicht an materiellen Gütern gekettet, denn das würde andersherum bedeuten, dass ein Mann, der wohlhabend ist und sich von seiner Frau trennt, die dann wesentlich ärmer sein wird, immer das Kind im Sinne eines materiellen Kindeswohlbegriffes erhalten würde.

Vater ist, wer den Vater gibt. Es gibt arme und reiche Väter - aber das darf niemals Kriterium sein. Denn dann wird das Kind gebraucht - Kindesgebrauch, der letztlich nichts anderes als Mißbrauch ist.

Rhein Sieg 6. August 2010 um 21:07  

Vielen Dank für deinen Kommentar, Roberto !

wiesenloewenzahn 8. August 2010 um 15:06  

Lieber Herr Roberto J. De Lapuente! Ihr Artikel ist einfach nur wunderbar zu lesen und „Futter fürs Gehirn“ und eine Mahnung an die redaktionelle Moral, die leider immer mehr zu leiden hat unter den „Leistungsträgern der öffentlichen Gesellschaft“ und ihrem Geschwafel – oft genug vollkommen Gedankenentleert.
Vielen Dank dafür!

Zu Uschi Basfeld: Bravo!!! Besser und treffender hätte auch ich es nicht schreiben können. Wir sollten in Kontakt treten – unsere Leben sind sich sehr ähnlich und es gibt bestimmt ’ne Menge voneinander zu lernen und auszutauschen – bei ’nem Kaffee und einer zu Quarzen...

Christian 10. August 2010 um 10:04  

Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich einige Feministinnen verbiegen um das alleinige Sorgerecht für Frauen zu rechtfertigen. Auf einmal gibt es natürliche Rechte die nach Geschlecht aufgeteilt werden, die Dekonstruktion der Geschlechter ist gerade nicht so wichtig und überhaupt, das Kindeswohl!
Das es in genug Ländern ganz tadellos klappt und dort nicht alle Kinder einen Schaden haben spielt da keine Rolle
Sehr schöner Artikel

Anonym 11. August 2010 um 12:19  

Schön, dass auch von linker Seite endlich der Schwachsinn des körper- und menschenverachtenden Gender-Mainstreamings ausgehebelt wird.

Gleichwohl: Interessant ist, dass in dem Artikel der Begriff Familie keine Rolle mehr spielt. Ich befürchte, dass das Miteinander der Generationen uns langsam zerbröselt und wir in dieser zunehmend narzisstischen (Vaterrecht statt Kinderrecht) und bindungsunfähigen Kultur wir einen schleichenden Verlust des Grundvertrauens in das menschliche Miteinander erleben. Die Regelung von Trennungen scheint fast Normalfall zu sein und weniger die Frage, wie Menschen beieinander bleiben können, auch wenn es schwierig wird.

Das Urteil passt sich richtiger Weise einer Realität an, die an sich doch sehr bedenklich ist.

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