Tabubrechende Idiotie

Donnerstag, 26. August 2010

"Es war tabu, darüber zu reden, dass wir als Volk an durchschnittlicher Intelligenz verlieren, wenn die intelligenteren Frauen weniger oder gar keine Kinder zur Welt bringen", erklärt Thilo Sarrazin gelehrt. Er kann dergleichen ganz unbefangen von sich geben, völlig ungefährdet, dafür auch wirklich angefeindet zu werden. Was er da in die gesellschaftliche Mitte überführt, sind eugenische Positionen, die weder menschlich noch wissenschaftlich bestehen können; humangenetischer Aberwitz aus der Giftküche eines mit Halbwissen ausgerüsteten Snobs, der von Erbanlagen sicher schon mal gelesen, offensichtlich aber nicht alles davon verstanden hat.

Nicht alles zu begreifen, das wäre keine Schande. Die Humangenetik ist ein weites, ein schwieriges, verwinkeltes Feld, dem Laien oft nicht erschließbar. Deswegen gebietet es die laienhafte Bescheidenheit, mit etwaigen Erkenntnissen nicht zu tollkühn zu balancieren - das Risiko, nur die Hälfte begriffen, von dieser Hälfte wiederum die eine Hälfte zu wortwörtlich und daher zu kompromisslos aufgefasst zu haben, ist einfach zu groß. Sarrazin läßt sich nicht abhalten, er addiert das von ihm Erlesene, diesen Sud aus halbgaren Erkenntnissen, und macht daraus eine populäre Stammtischwissenschaft, die vom Scheckbuchjournalismus gefällig aufgegriffen und publiziert wird. Nichts haben sie gelernt! Denn dergleichen Halbwissen prägte auch die Dekaden vor Hitler, in der unzählige Elaborate über Zuchtwahl kursierten, in der das geistig vorbereitet wurde, was später auch körperliche, materielle Formen annehmen sollte - damals meinten viele, den Schlüssel der Genetik in Händen zu halten, die Evolution bis in den letzten Winkel hinein erklären zu können; die Wissenschaft, oft ideologisch verblendet, trug auch nicht viel zur Wahrheit bei. Erst durch dieses Klima humangenetischer Halbbildung wurden Sterilisations- und Euthanasieprogramme möglich, erst auf dieser halbwissenden Grundlage konnten Bevölkerungsschichten der Ausrottung überstellt werden.

So weit ist es mit Sarrazin freilich nicht, wenngleich er demselben Halbwissen frönt, wie jene damals. Es ist daher darauf hinzuweisen, dass er über Pfade trampelt, die schon einmal in eine Katastrophe mündeten, dass er also Gefolgsmann einer Gesinnung ist, die Not und Elend, Verstümmelung und Tod mit sich brachte. Ein Idiot eben - das ist keineswegs beleidigend gemeint, sondern im Sinne des ursprünglichen Wortes, mit Bedacht darauf, wie der antike Lateiner den Idioten, den idiota im allgemeinen Sprachgebrauch anwandte: er meint damit einen Laien, einen unwissenden Menschen; jemanden, der seine Unwissenheit, sein Halbwissen hinausposaunt; jemanden, der verblüffende Ähnlichkeit mit einem Kerl hat, der dieser Tage lärmend um die Zuchtwahl schwadroniert. Jene Zuchtwahl, die in erster Instanz eine Würfelei mit Allele darstellt, die nicht kalkulier- oder steuerbar ist - und in zweiter Instanz als eine weltfremd absolutistische "Wissenschaft" auftritt, von sich selbst überzeugt, Fähigkeiten, Ausprägungen, Interessen eines Menschen ließen sich alleine genetisch festlegen und steuern, gleichwohl die Umwelt als prägender Faktor verleugnet wird. Sarrazin erklärt auch umgehend, nachdem er über intelligenten Nachwuchs intelligenter Frauen sinnierte, dass der Einzelne selbst für sein Verhalten verantwortlich ist, nicht die Gesellschaft - darüber zu reden, sei auch tabu gewesen; aber er, Stimme der schweigenden Mehrheit, mutiger Wahrheitsverkünder, spricht nun aus, was nicht mehr tabu sein darf. Das paßt frappant zusammen, denn die Eugenik wähnt sich als absoluter Prägestempel, läßt neben sich nichts gelten. Jedoch ist die Behauptung, jeder sei selbst für sein Verhalten verantwortlich genauso unangemessen, wie das Gegenteil, wonach immer im sozio-ökonomischen Milieu die Verantwortlichkeit zu suchen sei.

Wie ist eigentlich die Existenz eines Albert Camus erklärbar? Als Halbwaise einer Mutter, die nicht schreiben, nicht lesen konnte, wurde er später Literaturnobelpreisträger, eine der wichtigsten Gestalten der modernen Philosophie - seine Mutter, nicht nur Analphabetin, sondern auch schwer von Begriff, wie einige Biographen Camus' berichten, konnte zeit ihres Lebens nicht nachvollziehen, was ihr Spross da geleistet hatte. Der Nobelpreis, soviel begriff sie noch, schien eine wichtige Sache zu sein - wie wichtig, blieb ihr schleierhaft. Überdies litt Camus' Onkel, der Bruder der Mutter, unter einer Sprechbehinderung. Und aus dieser Brut, aus diesem Pool vermeintlich minderwertiger Gene, entstammt ein Literaturnobelpreisträger? Wie soll das zusammengehen, wenn Intelligenz nur das Produkt intelligenter Erzeuger sein soll?

Und bei all diesem Gerede um Intelligenz ein kurzer Einwurf, denn es ist noch nicht einmal geklärt, was intelligent bedeuten soll. Die Intelligenz Zusammenhänge zu verstehen? Zu wissen, wo man günstig einkaufen kann? Die Intelligenz Arbeit zu haben? Oder etwa die emotionale Intelligenz, die für potenzielle Eltern nicht ganz uninteressant wäre? Intelligenz ist ein menschlicher Ausdruck, man könnte fast behaupten, ein zivilisatorischer Aspekt, der sich in einem von Naturalismus oder genauer: vom Evolutionismus geprägten Weltbild nur mühevoll einbetten läßt. Und Sarrazins humangenetischer Ausruf ist ja so ein evolutionärer Ansatz, der freilich auch nur auf Halbwissen baut - eine idiotische Annahme letztlich, wenn man nochmals den ursprünglichen Gehalt des idiota aufgreift. Die Evolution fragt nicht nach Intelligenz - sie fragt gar nicht, kann nicht fragen; aber lassen wir es der Veranschaulichung halber mal so stehen. Sie fragt nicht wie intelligent etwas ist, sie "interessiert" - auch das lassen wir vereinfachend so stehen! - sich für Überlebensstrategien - dumm zu sein, könnte man demnach mit evolutionärer Kaltschnäuzigkeit sagen, ist auch eine mögliche Strategie. Man denke nur an den braven Soldaten Schwejk, wie er sich blöde durch die Wirren des Krieges lotst, ihn überlebt, während besonders intelligente junge Männer, Akademiker und Dichter zum Beispiel, im Niemandsland zwischen den Fronten verbluteten. Anzumerken ist freilich auch, dass Dummheit ebenso ein Begriff aus der menschlichen Wahrnehmung und Bewertungsneigung ist und keinen natürlichen Anspruch erheben kann. Das vermeintlich dumme Huhn ist nur in Augen des Menschen dumm - dass dieses Geflügel noch als Spezies existiert, bedeutet nämlich vorallem, dass es sich so falsch im Laufe der Jahrtausende nicht benommen haben kann.
Wie auch immer, Sarrazin definiert nicht, was für ihn "intelligentere Frauen" sind - es bleibt vage und man kann mit etwas Phantasie annehmen - man kennt Sarrazin mittlerweile gut genug! -, dass er den Aspekt des beruflichen Erfolges mit der Intelligenz verquickt. Das wäre wieder nur eine einseitige Sichtweise, wiederum nicht besonders intelligent, aber wie gesagt, man kennt Sarrazin mittlerweile gut genug.

Doch zurück zur genetischen Vorbedingung. Natürlich beeinflussen Allele die "Zusammenstellung des Menschen", bedingen Haar- und Hautfarbe, aber auch die chemische, laienhaft ausgedrückt: die innerkörperliche Befindlichkeit, Hormonausschüttungen beispielsweise. Aber das wäre als Prägestempel unzureichend, denn der Mensch ist ein wahrnehmendes Wesen, bewegt sich in einer Umwelt, die Einflüsse auf ihn abwirft. Die durchschnittliche Volksintelligenz, um mit Sarrazin zu reden, richtet sich deshalb nicht nach dem Sexual- und Fortpflanzungsverhalten intelligenterer Menschen: sie orientiert sich viel stärker an dem, was die Umwelt zur Schaffung von Intelligenz bereithält. Eindrücke und Impressionen, die sich aufdrängen, sind maßgeblicher. Bildungsangebote, Förderverhalten, das Verhältnis einer Gesellschaft zu Wissen und Bildung generell, ob man salopp gesprochen, Bildung sexy findet - und es ist wesentlich, ob beispielsweise ein Mentor sich für einen noch formbaren jungen Menschen verantwortlich fühlt, ihn anleitet, hilft, motiviert. Die Intelligenz eines Menschen wird somit nicht im Schlafgemach gezeugt, nicht ausschließlich - sie bildet sich, formt sich im Werdegang des Heranwachsens. Auch das Kind vermeintlich kluger Eltern - das, was wir als klug erachten! - kann in Dummheit ertrinken, wenn es nicht gefördert wird. Genetisch vorgeformte Intelligenz, wenn es dergleichen überhaupt geben mag, verkümmert traurig, wenn sie nicht gefordert wird. Natürlich sind Erbanlagen nicht bedeutungslos, der Mensch ist nicht gänzlich tabula rasa - sie sind aber auch nicht derart absolutistisch, als dass sie ein ganzes Leben vorzeichnen könnten, als dass man den "intelligenten Menschen" züchten könnte.

Hätten solche, die wie Sarrazin vom "guten Geschlecht", also vom eu-genos, schwatzen, die Familie Camus' unter ihrer Fuchtel gehabt: sie hätten dem Nachwuchs als Rat in die Wiege gelegt, nicht zu weit hinaus zu wollen - es würde ja doch nur in Tränen enden, weil die geistige Kraft für mehr nicht gegeben wäre. Es handelt sich dabei nicht nur um Halbbildung, um gefährliche Tendenzen, an denen Sarrazin und einige seine Kollegen aus dem soziologischen Fach fleißig basteln - die falsche Auslegung der Humangenetik ist auch ein Unterdrückungsmittel, ein Instrument zur Kleinhaltung und zum Sozial- und Bildungsabbau. weil sie den Menschen vorab mit auf den Weg gibt, dass sich Engagement und Bildung nur wenig lohnen würde. Hier bauen jene "soziologischen" Lehren auf, die die Bildung für Unterschichten auf das Notwendige reduzieren wollen, weil sie ohnehin wenig brächte. Für was mit Textaufgaben und Aufsätzen quälen, wenn denen die Dummheit doch eh im Blut liegt? Ein negatives Menschenbild avanciert in die gesellschaftliche Mitte, ein Menschenbild, in dem der Mensch ein vorgezeichnetes Schicksal erhält, kafkaesk in seiner Bestimmung gefangen ist.

Letztlich muß man Sarrazin allerdings beipflichten: Deutschland wird immer dümmer! Denn es ist unbestritten: je mehr solcher Halbwahrheiten, solcher Idiotien publiziert werden, desto mehr Dummheit macht sich breit. Und es ist zu befürchten, dass mehr solcher "Erkenntnisse" veröffentlicht werden in den nächsten Jahren - der Schoß feuchtet sehr zurzeit. Denn wie schreibt Sarrazin: "Es war tabu..." - leider ist es nicht mehr tabu; er ist nun ausreichend mutig, durch den öffentlichen und journalistischen Zuspruch der letzten Jahre, dass er ganz siegessicher den Tabubrecher geben darf. Und Deutschland wird dümmer, weil solche Aussagen nicht mehr tabu sind, weil der Laie, der halbgebildete Mensch, der Idiot ein Forum erhält.



54 Kommentare:

Inglorious Basterd 26. August 2010 um 08:25  

Heute wird werden weitere Vorurteile von T.S. gegenüber dem Islam in Stellung gebracht. Unter anderen dieses: "Bei keiner anderen Religion ist der Übergang zu Gewalt, Diktatur und Terrorismus so fließend."

Es brennt beim Lesen nicht nur in der Linse sondern kostet auch Nerven, gegen solche Moppelkotze anzuschreiben.

Deshalb ganz kurz: Der "Islam" (die radikalen Islamisten) müsste(n) noch einiges an Attentaten, Kriegen und Genoziden begehen, um die Leichenberge aufzutürmen, die das Christentum in seiner Geschichte hinterlassen hat.

Anonym 26. August 2010 um 08:53  

Lieber Roberto,

wie immer brillant analysiert – obwohl Dein Kommentar dem ebenso schönen wie intelligenten Thilo S. wohl zuviel Ehre antut.
Ich glaube, ich habe diese Anekdote schon mal hier geschrieben (sie fällt mir unweigerlich ein, wenn halbgebildete Schwätzer über Eugenik schwafeln) – nämlich ein Tischgespräch zwischen George Bernhard Shaw und der Tänzerin Isadora Duncan, die ihn anhimmelte: „Wäre es nicht wundervoll, wenn Sie und ich ein Kind zusammen hätten, das mein Aussehen und Ihre Intelligenz erben würde?“
Woraufhin Shaw trocken erwiderte: „Gewiss, Gnädigste. Aber wie furchtbar, wenn es gerade umgekehrt wäre!“
Das bringt die „Diskussion“ prägnant auf den Punkt, finde ich.
Im übrigen, ist es nicht bezeichnend, dass der Vorabdruck von Sarrazins opus magnum ausgerechnet in der Bildzeitung erscheint, deren Durchschnittsleser mit Ächzen und Stöhnen vielleicht einen IQ von 80 erreichen? Und welche Konsequenz erwartet er nun von seinen Fans? Dass sie sich schamrot selbst entmannen?
Rätsel über Rätsel...

Liebe Grüße
Saby

Keynesianer 26. August 2010 um 09:10  

Das war bis jetzt die beste Kritik, die ich im Internet gelesen habe.

landbewohner 26. August 2010 um 09:33  

ob deutschland immer dümmer wird, vermag ich nicht zu sagen, da mir seherische fähigkeiten fehlen. sicher aber ist, daß deutschland dümmer geworden ist, sonst wär das land nicht mit solchen "eliten" geschlagen. und bildung mit intelligenz gleichzusetzen, bzw zu behaupten, nur der intelligente wäre bildungsfähig, ist schon deshalb blödsinnig, weildann erst einmal bildung definiert werden müsste. und die bildung, die ein sarazzin für erstrebenswert halten wird, die zurichtung auf den arbeitsmarkt, werden wahrhaft intelligente und gebildete menschen eher als nicht erstrebenswert ansehen.

potemkin 26. August 2010 um 10:19  

Menschen wie Sarrain hat es immer gegeben. Nur lebten sie im verborgenen, verbreiteten ihre Gedanken bestenfalls in Hinterzimmern von Gaststätten oder beim Treffen von alten Herren schlagender Verbindungen. Heute werden solche Ansichten unter dem Deckmantel der Pluralität und Meinungsfreiheit auflagenstark verbreitet nach dem Motto: Junge, Junge, der traut sich ja was! Alle Achtung! - Es stellt sich ein fataler Gewöhnungseffekt ein, und in wenigen Jahren wird es heißen: Sarrazin war dagegen ein Waisenknabe. Der heute noch skuril wirkende Banker und SPD-Mitglied (sic!)ist dann in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Anonym 26. August 2010 um 10:35  

Dörr Törke und dörr Negör sind Doitschland Onterrgang.

gez. Thilo Sarrazin

Anna 26. August 2010 um 10:43  

Als "intelligent" gilt doch heute ein Mensch, der sich den herrschenden Verhältnissen (im wahrsten Sinn des Wortes) am Besten anpassen - inzwischen dienen - kann. Deshalb wendet sich der Herr S. an die Gruppe der ertragreichsten Diener, auf dass sie weitere ertragreiche Diener (Sklaven?) produziere. Und diese Gruppe stimmt dem teilweise auch noch zu, weil sie so intelligent sind, dass sie nicht merken, wie sie gleichzeitig aufgehetzt und gemolken werden.

Das alles ist nicht erstaunlich, wenn man begriffen hat, dass die sogenannte Regierung bloße Marionetten - Wasserträger - einer übergeordneten (Finanz)Macht sind. Es gibt natürlich eifrigere Wasserträger als andere. Herr. S. gehört sicher zu den Allereifrigsten, genau so wie Herr von Gutenberg und Frau Merkel. Ich nehme an, sie erhoffen sich dadurch eine Aufseherposition in der NWO.

antiferengi 26. August 2010 um 10:50  

Yup. Klasse beschrieben. Wissenschaft im Land der Allesverkäufer ist bedauerlicherweise ein generelles Problem. Die Epigenetiker könnten eigentlich T.S. Auslegungen aus dem Schukarton; "Himmlers Forschungsgemeinde Deutsches Ahnenerbe e.V." direkt widerlegen, - haben aber leider selber Probleme mit Esoterikern. (Z.B. Eva Herrmann) Irgendjemand verkauft mittels eigener Auslegungen immer neues was noch nicht fertig ist, - oder altes, was immer noch gut ankommt. Und T.S. macht letzteres.

Willi Brand 26. August 2010 um 10:51  

Sarrazins Ziel ist es die Gesellschaft zu spalten, in profitabel und in nicht profitabel. Er ist dabei so "ehrlich", dass sein tiefes rechtes Gedankengut zum Vorschein kommt.
Andere sind da "klüger". Hans Werner Sinn z.B. spricht öffentlich ......von "guten" Jobs und von subventionierten Billigjobs.
Die "guten" sind dann eben nur für die INTELLIGENTEN reserviert.
Er spaltet somit auch, nur die weigsten merken es und die beide sind lange nicht die enzigsten.
FAKT aber ist, dass die Diskussion über Pofit und Unrentabilität immer härtere Züge annimmt. Arbeitslose, Rentner und Ausländer etc. werden immer mehr zu Schmarotzern unserer Gesellschaft abgestempelt, auf die die Gesellschaft eigentlich verzichten könnte!?!?!?.
Das ist die eigentliche Message!!!
Und um diese dann durchzusetzen, schafft man entsprechende "Diskriminisierungs"Gesetze wie Hartz IV.
Ihr Ziel: Spaltung der Gesellschaft was gleichzeitig die Diskussion über GUT und UNNÜTZ eröffnet.

Jutta Rydzewski 26. August 2010 um 11:19  

Am 28.06.2010 hatte ich dem Sender Phoenix, wohl bemerkt Phoenix und nicht der BILD, folgende Email geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

der "Dialog" von Herrn Krons mit Herrn Sarrazin veranlasst mich erneut bei Ihnen "vorzusprechen", zumal das Thema (Sarrazin) unmittelbar mit meiner letzten "Meldung" vom 07.06. zusammenhängt. Ich möchte jetzt nicht darüber streiten, ob einem Mann, wie Herrn Sarrazin, überhaupt (noch) eine mediale Plattform eingeräumt werden sollte (ich denke eher nicht), sondern Ihnen mein Unverständnis darüber zum Ausdruck bringen, dass Herr Krons völlig darauf verzichtet hat, diesen Herrn, ganz offen und direkt, auf seine zahlreichen öffentlichen rassistischen Ausfälle anzusprechen. Im hatte vielmehr den Eindruck, dass bei diesem "Dialog" sogar noch so etwas wie Bewunderung für den "Pragmatiker" Sarrazin herauszuhören war. Mein Eindruck deckt sich im Übrigen auch mit der inhaltlichen Ankündigung auf Ihrer Programmseite, wonach sich Sarrazin lediglich "umstritten" und "provokant" zum Thema Integration geäußert habe. Nein und noch einmal nein, sehr geehrte Damen und Herren von Phoenix, mit umstritten und provokant wird der wahre Inhalt der Äußerungen Sarrazins nur absolut unzureichend, euphemistisch, und damit auch gefährlich verharmlosend beschrieben. Sarrazin hat sich mehrfach und eindeutig kultur- und sozialrassistisch geäußert. Erneut weise ich, wie bereits in meiner Email vom 07.06., darauf hin, dass sich Sarrazin gem. eines Gutachtens von Gideon Botsch (Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam), in der Kulturzeitschrift "Lettre International", eindeutig rassistisch, elitär und herabwürdigend eingelassen hat. Dieses Gutachten wurde vom SPD-Kreisverband Spandau in Auftrag gegeben, weil dieser Kreisverband, dem eigenen und auch immer noch SPD-Mitglied Sarrazin rassistische Äußerungen vorgeworfen hat. Wohl bemerkt, der eigene SPD-Kreisverband wirft seinem Mitglied Sarrazin rassistische Äußerungen vor, und lässt diesen Vorwurf durch ein Gutachten untermauern. Das alles ist Phoenix jedoch kein Wort wert. Ich bin darüber schlicht und ergreifend erschüttert. Wenn Sie schon Sarrazin eine öffentliche Plattform durch diesen "Dialog" verschaffen, so können Ihre Zuschauer doch erwarten (zumindest habe ich Phoenix bisher so immer verstanden), dass dieser Herr auf seinen blanken Zynismus und unerträglichen Rassismus angesprochen wird.

dootschi 26. August 2010 um 11:22  

Hallo alle miteinander,

ein toller Bericht und nachdenklich wird die Stimmung, nicht nur bei mir.
Vielleicht darf auch ein Mensch ohne akademische Ausbildung etwas zu Herr Sarazin's Äusserungen sagen?
Ein Opportunist gibt angeblich Wissenschaftliches von sich. Spricht von Auswahl und Zucht. Woher kommen denn z.B. Hüftgelenksdysplasie vor allem beim Schäferhund? Durch Zuchtauswahl. Sorry. Der Bänker und seine Herrenmenschen haben es bis heute nicht geschafft gesunde Schäferhunde zu züchten und wollen nun ein deutsches Volk züchten.
Ich hoffe die auserwählten Zuchtstuten beißen "Euch" die Klö... ab, damit die Herrenrasse sich nicht weitervermehrt.
Solche Luschen die wenn alle Lebensmitteldiscounter schliessen würden zu dumm wären ein Schwein zu schlachten oder auch nur Kartoffeln zu ernten regieren Deutschland.
Meine Prognose. Wenn in spätestens 10 Jahren die EU zerbricht gibt es kein Deutschland mehr. Wenn ich dann in Schleswig Holstein eine Maschine repariere dann zeige ich bestimmt an mindestens 4 Staats- (Landes-)Grenzen meinen Ausweis vor. Napoleon hat es nicht geschafft, Adolf hat es nicht geschafft, und Kohl-Merkel schaffen es auch nicht. Gigantomanie (die künstliche Zucht des "Größten) hat noch nie geklappt. Weder in der zucht noch im Staatenwesen.
Gruß aus Baden.

Jutta Rydzewski 26. August 2010 um 11:24  

II.

Nichts davon ist geschehen. Oder erwarte ich als Zuschauerin damit zu viel von Phoenix? Ich frage mich überhaupt, oder besser ich frage Sie, was ist eigentlich los in diesem Lande, wenn schon ein Sender wie Phoenix, den offenkundigen Rassismus eines Sarrazins mit keinem Wort erwähnt, dagegen aber den "Pragmatismus" dieses Herrn bewundernd anerkennt und lobt? Wenn es heißt, dass Sarrazin zwar "polarisiert", "provokant" und "umstritten" sei, aber in der Sache doch gar nicht so falsch liege, so ist das bereits das Einfallstor für klammheimliches Verständnis und Schlimmeres hinsichtlich der sarrazinischen Hetztiraden. Ich darf daran erinnern, und gerade dieses Land sollte es nie vergessen, es beginnt immer zunächst mit dem Wort, mit Begrifflichkeiten, daraus abgeleiteten "gewünschten Definitionen", dann wird diffamiert und ausgegrenzt, setzt sich fort mit Hetze als auch Hassverbreitung, und irgendwann besteht die große Gefahr, dass geistige und verbale Menschenfeindlichkeit auch in die Tat umgesetzt wird, wobei es letztlich natürlich keiner gewesen sein will. Nein und noch einmal nein, ein Mann, der sich eindeutig rassistisch äußert, kann in der Sache nie recht haben. Wenn sich Sarrazin zur Sache äußert, hat kein Mensch etwas dagegen, und er kann das selbstverständlich klar und deutlich tut. Wenn er jedoch meint, dabei auf zynische und rassistische Passagen nicht verzichten zu können, hat er auch in der Sache nicht recht, und das muss ihm, auch in einer öffentlichen Diskussion, einmal deutlich gesagt werden. Wer sich menschenverachtend äußert, und Rassismus ist eine Form von Menschenverachtung, das sogar immer wieder tut, hat den Anspruch verloren überhaupt gehört zu werden. Oder braucht diese Gesellschaft, brauchen die Medien, schon wieder oder immer noch diese unsäglichen Stammtischdemagogen (die sich in letzter Zeit sogar beängstigend vermehren), die rücksichtslos alles zerdeppern, was gerade in diesen Zeiten von größten Wert für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist? Noch schlimmer als diese primitiven Pöbler sind allerdings die Medien (in Wort und Schrift), die diesen Spaltern und Hetzern, was für mich völlig unverständlich ist, teilweise sogar gerne die entsprechende Plattform (an)bieten. Gerade Phoenix wirbt in seinen Beiträgen und Dokus immer für Toleranz, Verständnis, Hilfsbereitschaft, ja, auch für Internationalität. Muss ich befürchten, dass sich auch bei Phoenix in diesem Zusammenhang etwas dreht und wendet? Oder hat sich schon etwas geändert, was Ihren Auftrag und Ihr journalistisches Selbstverständnis anbelangt? Für Ihre Stellungnahme möchte ich mich schon jetzt bedanken.

Mit freundlichem Gruß
Jutta Rydzewski

Trotz mehrfacher, weiterer höflicher Bitten um eine Stellungnahme, erfolgte keinerlei Reaktion von Phoenix. ...

Libero 26. August 2010 um 11:42  

"Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht, ehe sie ihn gebrochen haben." Franz Liszt

Anonym 26. August 2010 um 12:30  

Und täglich grüßt das Murmeltier und wird -nach dem Motto: Gib dem Affen Zucker- täglich zurückgegrüßt. Ermüdend.
Geht es denn nie weiter? Immer diese Wiederholungsschleifen und dann oben drauf noch das Mogel-Spiel in den Medien 'Guter Cop - Böser Cop' mit wechselnden Seiten, je nachdem welcher Tag oder welche Jahreszeit dran ist.
(Fehlt nur noch, das auch ein S. seiner F. ein Organ spenden muss - das wäre dann das "I-Tüpfelchen" in der Wiederholungsschleife.)

klaus baum 26. August 2010 um 14:20  

mal eine anmerkung zum thema tabubruch: es gibt wahre sachverhalte, über die vornehme, gesittete, feine leute nicht reden. das heißt, es wird das sprechen über bestimmte verhaltensweisen tabuisiert, verhaltensweisen, die es gibt. wir brechen ein tabu, das aber nicht vom himmel gefallen ist, sondern das menschengemacht ist, dergestalt, dass diese menschen schweigen. (bei ross macdonald heißt es: die vorfreudianischen frauen wissen es alle, sprechen es aber nicht aus). tabuisierung hat also immer auch mit verdrängung zu tun. in diesem sinne ist ein tabubruch das endliche und längst überfällige aussprechen der wahrheit, das aussprechen, dessen, was ist. in einer kleinstadt zum beispiel geschah vor zwanzig jahren ein mord, den viele der einwohner zu verantworten haben. sagen wir, sie haben lynchjustiz begangen. man schweigt über die eigene schuld. jetzt kommt ein fremder in die stadt, dem es gelingt, dass die schuldigen endlich beim namen genannt werden. das schweigen, das tabuieren wird durchbrochen.
im falle sarrazins liegt aber kein tabubruch vor, sondern bei ihm handelt es sich um lüge. diese lüge besteht in der generalisierung von einzelfällen.

generalisierung von einzelfällen wird ja auch im hinblick auf hartz-IV-empfänger betrieben: alle hartz-IV-ler brauchen chipkarten, weil sie sonst das extra an geld versaufen und verrauchen.

während also die herrenmenschen kontinuierlich seit vielen jahren über die "armen" hetzen (hetze ist die generalisierung negativer eigenschaften einiger, die übertragung des negativen auf alle, die einer bestimmten gruppe angehören), dürfen die selben herrenmenschen über die kritik an den profitgeilen managern sagen: das sind einzelfälle, die man nicht verallgemeinern darf (so henkel).

das ist das eigentliche problem, der rahmen, innerhalb dessen sarrazin gesehen werden muss. die lügenden herrenmenschen, die lügner über gesellschaftliche zustände stilisieren sich als wahrheitssager.

Anton Chigurh 26. August 2010 um 14:44  

Seit Jahren tut man es sich nunmehr an. Seit Jahren taucht dieser Herrenmensch aus seiner Arierhöhle regelmäßig auf und streut Hass und Zwietracht unters Volk.
Und leider teilen große Teile dieses Volkes die Meinung dieses Mutanten - und da hat er insofern Recht, dass Deutschland verblödet.
Es soll wieder nach dem "starken Mann" gerufen werden, das ist doch offensichtlich. Wie perfide dieser Sozialverbrecher hier agiert ist schon eine Dreistigkeit.

Dass immer wieder die "Thesen" des Herrn Sarrazin zerpflückt und ad absurdum geführt werden ist in der Tat "der Ehre zuviel" (Danke Saby !) für diesen Reserve-Goebbels.
Aber warum wird dieser Kerl immer wieder auf den Schild gehoben ? Warum nimmt man ihn überhaupt noch wahr (keinesfalls ernst!)
Er ist wie Mücken im Sommer, wie Maden im Blumenkohl, wie Schimmel auf dem Brot: widerlich, ärgerlich, eklig und nervig.

Daß des Volkes geistige Einzeller auf diesen Scharlatan hereinfallen ist grausames Kalkül. Sie merken nicht, wie er sich von hinten an sie heranschleicht um ihnen ebenfalls den Garaus zu machen. Denn mit Migranten hält sich so ein designierter Reichsführer nicht lange auf. Als nächstes müssen die "intelligenten" Frauen dieses Landes einrücken und den Dienst am Vaterland vollziehen.
Und ich bin mir sicher, dass unser Vorzeigeteutone noch mehr tolle Einfälle produzieren könnte.

Ich weiß nicht, wie es Anderen gehT: aber sollte mir dieser Herr eines Tages real vor die Füße laufen, werde ich ihm mehr als nur die Brille verbiegen...

Anonym 26. August 2010 um 16:01  

Für mich ist unfassbar, dass der große Vorsitzende sagt, ein Parteiausschlussverfahren müsse "gerichtsfest" sein! Kann ich mich denn, nach welchem Gesetz, in eine Partei einklagen? Wieso wirft man ihn nicht einfach raus? Über welches Gesetzt(buch) will er das verhindern? Vor allem: Wie will man jetzt gegen die NPD argumentieren, wenn in der SPD solche Hirnlosen geduldet werden? Wie ist die SPD runtergekommen, dass sie es nicht einmal hinbekommt solche Typen kalt zu stellen!!!

Anonym 26. August 2010 um 16:13  

A.
Und wenn man bedenkt das er wohl Unterstützung aus seinen Kreisen hat diese Buch raus zu bringen, ich glaube nicht das er diese Buch veröffentlicht ohne Rückhalt aus seinen Kreisen, zeigt doch sehr deutlich wie viel Jahre schon diese Kreise ihre Meinungen über uns schon haben. Und das sind deren Meinungen mit denen Sie an die Öffentlichkeit gehen. Ich möchte zu gerne wissen wie die sich äußern hinter verschlossenen Türen.
Holt die Guillotine raus und schafft die oberen 10.000 endlich ab. Sie hatten in den letzten Jahrtausenden genug Chancen ihre Menschlichkeit und ihr Können zu beweisen. Sie haben versagt.

Meinungsfreiheit? 26. August 2010 um 16:18  

Sollten wir uns nicht mal darüber wundern, wieso trotz Meinungsfreiheit Leuten wie Sarrazin nicht wiedersprochen wird?
Wieso ziehen ihn keine 10% der Medien durch den Kakao, nennen ihn einen Volksverhetzer und mehr oder weniger augenscheinlichen Rassisten?

Wieso wird nicht deutlichst gesagt, was da abgeht?

Sind wir schon so sehr Bananenrepublik, dass wir uns solche Meinungen unkommentiert vorsetzen lassen?

Wieso werden Sarrazin wiedersprechende Stimmen kaum gehört, gelesen oder gesendet, obwohl es sie doch gibt?

Robert Reich 26. August 2010 um 17:33  

Die NPD-Fraktion im Sächsischen Landtages hat ja T.S. Ausfälle schon gelobt (Quelle: nachdenkseiten.de), diese Partei wäre doch sicherlich ein bessere politische Heimat für Herrn Sarrazin, als die SPD. Fraglich ist allerdings, warum sich eine 'sozialdemokratische' Partei nicht eines solchen '(Volks-)Genossen' per Rauswurf entledigt.

Wrobel 26. August 2010 um 18:07  

@ Jutta
Ich habe mich damals auch über dieses unkritische Interview bei Phoenix geärgert. Das erstaunliche, selbst in so einem Umfeld macht Sarrazin keine gute Figur. Er ist und bleibt halt ein selbstverliebter, minderbemittelter Spießer.

Anonym 26. August 2010 um 18:23  

Lieber Roberto J. de Lapuente,

danke für deinen sehr guten Text.

Ich wünsch mir, dass Sarrazins Buch einen positiven Effekt hat, nämlich den, dass es nicht mehr um seine "Tabubrechende Idiotie" in der öffentlichen Diskussion geht, sondern, dass deine, und meine lange gehegte Denke, dass es eben (Neo-)Nazis bzw. Faschisten nicht nur mit Parteibuch und in rechtsextemen "Kameradschaften" gibt weite Verbreitung findet.

Es ist Fünf-Vor-Zwölf endlich einmal anzuprangern, dass viele hier lebende Mitbürger eben genauso denken wie Sarrazin - es sind allesamt eben (Neo-) Nazis ohne Partei.

Merkel/Westerwelle sollten eigentlich lieber hier einmal eine breite Diskussion anstossen, sich für die Hetze gegenüber Nichtdeutschstämmigen und Hartz IV-EmpfängerInnen schämen, die ein Sarrazin eben wie Merkel/Westerwelle auch vertritt, und für ein menschliches, breit gefächertes, und kulturübergreifendes Zusammenleben sorgen. Ich weiß, nur ein Traum.

Es wird so sein, dass Merkel/Westerwelle/Hundt/Ackermann & Co. sich natürlich meilenweit von Sarrazin distanzieren, wörtlich, um weiter ihre ausländerfeindliche und rechtsextreme bzw. sozialrassistische Politik zu verfolgen.

Vielleicht ist es auch Zeit für eine breite Bürgerbewegung gegen den Rechtsextremismus ohne Nazis? Was denkt ihr darüber? Träumerei? Oder könnte man so etwas in Deutschland auf die Beine stellen?

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

PS: Die Arbeit von Organisationen, und Einzelpersonen die sich gegen NPD,DVU, rechtsextreme Kameradschaften, Internetnazis und Konsorten wenden, will ich keineswegs abwerten, die ist weiter notwendig, aber wir sollten diese Arbeit eben auch auf "ganz normale Deutsche" (Zitat: Goldhagen; z.B. Sarrazin) ausweiten, wenn es dafür nicht bereits zu spät ist.

Stimmvieh 26. August 2010 um 18:33  

Ich weiß nicht, was schlimmer ist - der Stuss, den Sarrazin in regelmäßigen Abständen verfasst, oder dass er immer wieder Leute findet, die ihm zustimmen und ihn dafür loben, dass er "endlich ausspricht, was eigentlich alle denken", dass er gegen die "Denkverbote" des "linken Mainstream" verstößt.
(Mal abgesehen davon: "Linker Mainstream"??? In Deutschland???)

Anonym 26. August 2010 um 19:19  

Der Artikel bringt vieles auf den Punkt.

Aber Ihnen, Saby, möchte ich widersprechen. Ja, es ist zuviel der Ehre, dennoch ist der Mann eine Riesengefahr. Ich glaube das Sarrazin ein Wegbereiter ist.

Sobald er sich zuweit vorwagt, wird er auf einen noch besser dotierten Posten versetzt und zum Schweigen verdonnert. Sein Nachfolger kann dann getrost 50 cm hinter der "tödlichen" Geschmacksverirrung die Meute weiter aufhetzen und nach kurzer Schamfrist auch diese Position einreißen. So wird das ganze dann weiter getrieben, bis sich endlich auf Seiten der Migranten radikale Gegenpositionen bilden.

Dann ist das Volk bereit für den ökonomischen Zusammenbruch. Während sich die "Eliten" in Hochsicherheitsappartments das Leben gefallen lassen, darf der kleine Mann sich um den Brosamen prügeln.

Mir laufen in den Foren meiner Lieblingsblogs zu viele Menschen über den Weg, die unsere "Führung" nur für einen Haufen wirrer Einzeltäter handeln. Was wäre, wenn das nicht so ist ?

landbewohner 27. August 2010 um 01:46  

anonym, robert reich

warum sollte diese spd den sarazzin rausschmeissen? ob er, clement,münte,buschkowski,steinmeier,nahles,scholz etc; diese alle äussern sich zwar unterschiedlich, aber ihre denke ist gleich.und die denke oder der ungeist, der da heraufzieht, ist nicht nur bei den "sozis" sondern bei allen parteien, den "eliten" und einer breiten masse zu finden.

Inglorious Basterd 27. August 2010 um 08:31  

Liebe Jutta Rydzewski: Ihr Brief an Phoenix gefällt mir. Doch es ist müßig, sich mit Kritik, Beschwerden oder Verbesserungsvorschlägen an die Redaktionen des öffentl. rechtl. Fernsehens einen Wolf zu schreiben. Der elitäre Dünkel, die Kritikresistenz und Arroganz der dort tätigen Journalisten bringen einen nur auf die Palme.

So naiv war ich auch mal, weil ich mir einbildete,es könnte sich ein sachlicher Dialog entwickeln. Stattdessen absolute Funkstille. Das macht nur noch wütender.

Schon oft hatte ich z. B. kritisiert, dass im Gästebuch des Grimme-Preisträgers Frank Plasberg und seiner Talk-Show "Hart aber fair" rassistische und völkische Kommentare veröffentlicht werden. Ich bekam ebenfalls keine Reaktion. Stattdessen wurden meine Kommentare, mit denen ich diese Form der "Toleranz" kritisierte, zensiert. Heute sehe ich mir diese Sendung einfach gar nicht mehr an. Das schont die Nerven.

Da beschränke ich mich doch lieber auf Kommentare in diversen Blogs wie Feynsinn, Nachdenkseiten, Ruhrbarone, ad sinistram und Spiegelfechter.

Anonym 27. August 2010 um 09:08  

Lieber Roberto, liebe Freunde und Kommentatoren,

ich bin – danke, liebe Chefarztfrau! – auf einen Artikel im SZ-Magazin aufmerksam geworden, der klipp und klar erklärt, woher dieser Hetzer seine ach-so-überzeugenden Prozentzahlen und „Fakten“ über Integrationsunfähigkeit und –unwilligkeit hat: Sie sind ausnahmslos erstunken und erlogen! Bitte diesen Artikel von Tobias Kniebe lesen und weiterverbreiten:
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33007
Th.S.s Begründung für seine widerlichen Lügen ist ebenso unverschämt wie typisch: „Wenn man ... keine Zahl hat, ... muss ‚man eine schöpfen, die in die richtige Richtung weist, und wenn sie keiner widerlegen kann, dann setze ich mich mit meiner Schätzung durch’“.
Klar, mit dieser „Methode“ schreibt man sich ratzfatz in die Herzen aller deutschen Xenophoben und Unterschichtshasser.
Tobias Kniebes Fazit: „Es geht darum, schwachsinnige, ideologische, gefährliche Pseudofakten in die Welt zu setzen und irgendjemand anderem die mühsame und kostspielige Arbeit zu überlassen, den Schwachsinn faktisch und wissenschaftlich zu widerlegen. Was natürlich unmöglich ist. Leute wie Sarrazin und Westerwelle können Pseudfoakten mit einer Geschwindigkeit in die Welt setzen, die jede Nachprüfung und Widerlegung unmöglich macht.“
Jagt diesen Lügenbold mit Schimpf und Schande aus seinem hoch dotierten Amt!

Solidarische Grüße,
Saby

Anonym 27. August 2010 um 09:09  

@Stimmvieh

"[...]Mal abgesehen davon: "Linker Mainstream"??? In Deutschland???)[..]"

Da wird schon ein Schuh draus. Man beachte nur, dass man, nicht erst neuerdings, bei Neoliberalen auch dabei ist Begriffe zu verwirren.

"Links" und "Rechts" gehören auch dazu, und ich meine sogar bei Nachdenkseiten etwas darüber gelesen zu haben.

Vielleicht ist diese Art der Begriffsumdeutung auch einmal einen Artikel von Roberto J. de Lapuente wert? Ich hoffe, dass ich ihm einmal eine Idee geliefert habe zu schreiben welcher, früher eindeutig als rechts anerkannter sich heute als "Linker" outet.

Bsp. gefällig? Gerhard Schröder - Ex-Kanzler SPD - Sigmar Gabriel, SPD-Parteichef, der sogar ein Buch über alles "Linke" - seiner Ansicht nach - veröffentlicht hat....

...auch bei eindeutigen Rechtsextremisten gibt es Parteien, die sich links geben, aber rechts abbiegen - z.B. die NPD.

Wer auf deren Sozialromantik reinfällt - Von wegen gegen Kapitalismus, und für Hartzies, dem sei ins Stammbuch geschrieben, dass solche "Linke" auch bei der NSDAP vertreten waren - spätestens beim Röhm-Putsch war dann klar, dass Hitlers Partei eine extrem Rechte war.

Ein ähnlich böses Aufwachen sollte uns, gerade weil wir dieses Vorgehen aus der Geschichte kennen, erspart bleiben.

Gruß
Bernie

Yusuf Zenj 27. August 2010 um 10:30  

Glücklich, wer über die Verhältnisse zu sprechen versteht, ehe er gebrochen hat

Roberto J. De Lapuente 27. August 2010 um 10:56  

Denen, die sagen: Sarrazin war grob, aber irgendwo hat er ja auch recht... solche sollten sich die Mühe nicht machen, hier ellenlang schriftlich auszudampfen. Schreibt bei BILD, beim Spiegel, im NPD-Parteiblättchen... hier nicht. Dankesehr.

Wolf-Dieter 27. August 2010 um 13:26  

Danke für den wundervollen Rant. Darüber, was von Sarrazin zu halten ist, sind wir wohl einig.

Ein anderer Aspekt kommt meines Erachtens nicht genügend zum Tragen: dass Intelligenz überhaupt ein wünschenswertes eugenisches Ziel sei.

Ich sag mal frech: IQ ist prima in Forschung, weil dort Schlüsselkompetenz, wünschenswert bei Lehre und völlig Wurscht im normalen Arbeitsleben. Da sind andere Tugenden wichtiger.

Anonym 27. August 2010 um 16:21  

I.
26.08.2010 08:53 Anonym: "....Im übrigen, ist es nicht bezeichnend, dass der Vorabdruck von Sarrazins opus magnum ausgerechnet in der Bildzeitung erscheint, deren Durchschnittsleser mit Ächzen und Stöhnen vielleicht einen IQ von 80 erreichen? Und welche Konsequenz erwartet er nun von seinen Fans? ...
Rätsel über Rätsel...
Liebe Grüße
Saby"

Das ist kein Rätsel, er erwartet Applaus und er bekommt ihn. Ist es Ihnen entgangen, dass der wirklich Dumme höchstwahrscheinlich das einzige Individuum auf dem Erdball ist, welches keinerlei Zweifel an seiner Intelligenz und der Erhabenheit seiner Existenz hegt, dass gerade unter diesen Voraussetzungen der idiota besonders häufig anzutreffen ist? Denn die Dummheit zieht es stets vor, blitzschnell zu bewerten anstatt langwierig zu beobachten.

Das ist ja auch m.E. einer der Gründe, warum es wunderbar funktioniert, solch oberflächliche Betrachtungsweisen zur Humangenetik stets in Eugenik enden zu lassen. Ganz davon abgesehen, dass intelligente Frauen, ohne von Hause aus abgesichert zu sein, heutzutage idiotisch anmuten, so sie sich in eine Lage begeben würden, die sie per Mutterschaft schon mit Armut bedrohen würde.

Jedweder gesellschaftlichen Verantwortung, die nebenbei erwiesenermaßen in unseren Sozialverhalten liegen sollte, baut man im Ansatz vor. Hier Sarrazin: dass der Einzelne selbst für sein Verhalten verantwortlich ist, und nicht die Gesellschaft. Alleine diese Aussage ist in einer Gesellschaft, die sich als solche versteht, surreal. Angenommen, sie wäre sie korrekt, so handelte es sich bei der deutschen Gesellschaft um eine reine Ansammlung von Individuen, mehr oder weniger geburts- und futterstellenbedingt; ähnlich einer Ansammlung von Lebewesen im Okavangodelta in Botsuana.

Der Widerspruch in der Aussage wird dem sog. I80er und darüber hinaus nicht deutlich, Sarrazin vermutlich auch nicht. Seine beiden Aussagen zusammengenommen bedeuten meiner Einschätzung nach im Schluss, er meint hier: Intelligente Kinder von gut situierten Müttern. Und damit wären wir schon wesentlich tiefer in der Eugenik, als dies auf den ersten Blick den Anschein erweckt.

f. II

Anonym 27. August 2010 um 16:22  

I.
26.08.2010 08:53 Anonym: "Rätsel über Rätsel...
Liebe Grüße
Saby"

Das ist kein Rätsel, er erwartet Applaus und er bekommt ihn. Ist es Ihnen entgangen, dass der wirklich Dumme höchstwahrscheinlich das einzige Individuum auf dem Erdball ist, welches keinerlei Zweifel an seiner Intelligenz und der Erhabenheit seiner Existenz hegt, dass gerade unter diesen Voraussetzungen der idiota besonders häufig anzutreffen ist? Denn die Dummheit zieht es stets vor, blitzschnell zu bewerten anstatt langwierig zu beobachten.

Das ist ja auch m.E. einer der Gründe, warum es wunderbar funktioniert, solch oberflächliche Betrachtungsweisen zur Humangenetik stets in Eugenik enden zu lassen. Ganz davon abgesehen, dass intelligente Frauen, ohne von Hause aus abgesichert zu sein, heutzutage idiotisch anmuten, so sie sich in eine Lage begeben würden, die sie per Mutterschaft schon mit Armut bedrohen würde.

Jedweder gesellschaftlichen Verantwortung, die nebenbei erwiesenermaßen in unseren Sozialverhalten liegen sollte, baut man im Ansatz vor. Hier Sarrazin: dass der Einzelne selbst für sein Verhalten verantwortlich ist, und nicht die Gesellschaft. Alleine diese Aussage ist in einer Gesellschaft, die sich als solche versteht, surreal. Angenommen, sie wäre sie korrekt, so handelte es sich bei der deutschen Gesellschaft um eine reine Ansammlung von Individuen, mehr oder weniger geburts- und futterstellenbedingt; ähnlich einer Ansammlung von Lebewesen im Okavangodelta in Botsuana.

Der Widerspruch in der Aussage wird dem sog. I80er und darüber hinaus nicht deutlich, Sarrazin vermutlich auch nicht. Seine beiden Aussagen zusammengenommen bedeuten meiner Einschätzung nach im Schluss, er meint hier: Intelligente Kinder von gut situierten Müttern. Und damit wären wir schon wesentlich tiefer in der Eugenik, als dies auf den ersten Blick den Anschein erweckt.

f. II

Anonym 27. August 2010 um 16:25  

II.
Der sog. I80er lächelt, streicht sich den Bauch und fühlt sich der auserwählten Gruppe zugehörig. Derjenige, der sich noch nicht zugehörig fühlt, geht davon aus, eines Tages zugehörig zu sein Das unterscheidet sich in Nichts mit der Betrachtungsweise zum Thema "Herrenrasse". So dachte er doch, er selbst wäre als der Herr gemeint.

Ein ganz großes Problem ist Mangel- bzw. Fehlinformation. Unsere Politiker und die Presse können derartiges auch nur ungestraft veröffentlichen, weil die Wahrheit - ungeliebterweise - gar selten ihre Verbreitung findet - auch rückwirkend, woraus sich ein gewisser Lerneffekt ableiten könnte -, während die Lüge als leicht verdauliches Häppchen serviert wird.

In den Köpfen festsetzen tut es hier:
"Und Deutschland wird dümmer, weil solche Aussagen nicht mehr tabu sind, weil der Laie, der halbgebildete Mensch, der Idiot ein Forum erhält."

Tja, und was macht der Rest, der sich längst angesichts der geballten Idiotie längst wieder auf dem Rückzug befindet? Beachte ich die Normalverteilung, so wird mir Angst und Bange ..., denn rein logisch betrachtet, liest und adaptiert nicht nur der 80er die Bild. Eine derartige Unterschätzung relativiert m.E. die Problematik.

Vielen Dank Herr De Lapuente für den ausgezeichneten Kommentar. Obwohl der Laie, der halbgebildete Mensch m.E. nicht wirklich das Problem darstellt. Niemand kann auf allen Wissenschaften gebildet sein. Ins Verhältnis zu unseren Wissenschaften gesetzt, sind wir alle insoweit ungebildet. Es ist ja nicht so, dass z.B. dieser idiota nicht wüsste, dass es seine Nichtbildung ist. Das Problem ist der wissentliche und gewollte Missbrauch von Informationen, die Lüge halt. Wird doch der Verstand zum Großteil eben zur Erschaffung solcher Konstrukte herangezogen. Was für eine Verschwendung geistiger Kapazitäten ….

Freundliche Grüße
Rosi

Anonym 27. August 2010 um 17:42  

Wie kommt es eigentlich dass der Thilo seine Vorfahren so hasst?

Schließlich ist er selber Spross einer muslimischen Familie.

Sagt doch schon der Nachname.

Also wenn ich "Sarazene" hieße, würde ich nicht unbedingt auf Moslems ein prügeln, das könnte doch irgendwie auf mich zurückfallen.

>>Lt. einem Bericht des Magazins "Stern" (15. 10. 2009) stammt der ehemalige Berliner Finanzminister und heutige Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin aus einer sabäischen Familien, die über Nordafrika und Spanien nach Frankreich gelangte und sich dort mit Hugenotten "vermischte". Daher dürfte die Namensbedeutung im Französischen zu finden sein:

Franz. sarrazin / sarrasin =
1. eine Person, die zur muslimischen Bevölkerung des Mittelalters gehörte
2. Buchweizen <<

M.Gor 27. August 2010 um 19:40  

Naja, die Muselmänner... wenn man den T.S. frägte, welche Errungenschaften wir denn von denen haben, wie zB unsere Schrift, die Mathematik, die Definition von Algorithmen, etc. dem fiele wohl nix ein.

Ansonsten, wie ich an anderer Stelle schon gepostet habe: die Veröffentlichung des Sarrazin-Schinkens sehe ich nicht als singulären Event, sondern als Ergebnis eines längeren Prozesses. Die ersten Äußerungen Sarrazins konnten dabei durchaus als Meinungsäußerung gelten… die sich aber dann sachlich relativ einfach entwerten und als das entlarven ließ, was sie eigentlich ist: Rassismus. So weit so gut.

Wenn nun derselbe Herr mit denselben Thesen weiter von Medien promotet, von Verlagen unter Vertrag genommen und von politischer Seite geflissentlich weggesehen wird, so ist der Punkt der Meinungsäußerung überschritten, dann sind wird bei gewollter Hetze und Propaganda.

Anonym 28. August 2010 um 11:59  

wenn man die, meiner meinung beste - bisher von mir gelesene- definition :" intelligenz ist informationsverarbeitung" auf den herrn s. und diesen guten kommentar bezieht, dann ist doch wohl alles gesagt ;)

Anonym 28. August 2010 um 13:35  

"[...]Denen, die sagen: Sarrazin war grob, aber irgendwo hat er ja auch recht... solche sollten sich die Mühe nicht machen, hier ellenlang schriftlich auszudampfen. Schreibt bei BILD, beim Spiegel, im NPD-Parteiblättchen... hier nicht. Dankesehr[...]"

Kann ich nur beipflichten.

Übrigens, eine Korrektur möchte ich zu meinem Beitrag anbringen, da ich - als geschichtsinteressierter Mensch - doch glatt vergessen habe, dass war alles schon einmal da.

Die NSDAP nahm doch freudig, schon vor 1933, Ex-SPDler, Ex-Konservative usw. in deren Reihen auf....heute müßte man NPD schreiben, aber ansonsten blieb alles beim Alten, insbesondere bei der Rechtsextremismusanfälligkeit weiter Teile der einheimischen Bevölkerung in Deutschland.

Fazit:
Die Aufklärung über die NS-Verbrechen wurde grottenfalsch angegangen, und die Saat von Guido Knopp & Konsorten ist voll aufgegangen eine neue Welle von extremrechten Gedankengut zu züchten.....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Jutta Rydzewski 28. August 2010 um 16:41  

@Inglorious Basterd 27. August 2010

Nachdem ich Phoenix erneut, sozusagen im Rahmen der Sarrazin-Aktualität, um eine Stellungnahme gebeten hatte, erfolgte gestern tatsächlich eine Antwort. Zunächst wurde der obligatorische Dank für das Interesse an Phoenix zum Ausdruck gebracht. Dann folgte eine Entschuldigung, dass nicht in allen Fällen auf Anfragen, Anregungen und Kritik reagiert werden könne, und dann kam der absolute Hammer. Mit unverkennbarem Stolz wurde ich darüber informiert, dass (Zitat): "Die aktuelle Diskussion über die jüngsten Äußerungen von Herrn Sarrazin Thema unserer Berichterstattung am kommenden Montag sein wird. Dort finden Sie am Nachmittag ab 15.30 Uhr ein "THEMA: Integration", u.a. mit "Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel
setzen" - Pressekonferenz und Buchvorstellung von Thilo Sarrazin mit Necla Kelek."

Die Herrschaften von Phoenix hatten offenbar absolut nichts verstanden, im Hinblick auf meine Email vom 28.06.2010. In einer kurzen Antwortmail habe ich das auch zu verstehen gegeben. Aber ich gebe Ihnen recht, es hat offenbar keinen Sinn gegen diese Ignoranz anzugehen. Was "Hart aber leer" anbelangt, habe ich ähnliche Erfahrungen wie Sie. Sogar dem Spiegel, was ja was heißen soll, ist bei Plassberg etwas "aufgefallen": http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,713833,00.html. Die Öffentlich-Rechtlichen sind in den letzten Jahren qualitativ regelrecht abgestürzt. Boulevard und Klamauk. Dazu: http://www.nachdenkseiten.de/?p=6015

mfg
Jutta Rydzewski

Anonym 28. August 2010 um 18:20  

@Jutta Rydzewski

Danke für den Hinweis - Es scheint wohl so zu sein, dass auch die INSM hinter Sarrazins Buch steht? Wie ich darauf komme? Die Strategie Frau Kelek, als Ex-Muslima, für Sarrazins Buch Werbung machen zu lassen erinnert fatal an eine Strategie die Albrecht Müller für andere Bereiche beschreibt. Man nimmt jemanden aus einem Bereich, der des (Neo-)Nazismus nicht anfällig ist, und läßt diesen für Sarrazins Buch Werbung machen.

Die INSM praktiziert diese Methode schon lange, nämlich wenn die "Reformen" durchdrückt, und GRÜNE wie Oswald Metzger, der eben kein CDU/CSU/FDPler war - damals noch -, für die Thesen der INSM Werbung machen läßt....

Ein Wunder, dass immer noch Menschen auf diese Strategie reinfallen ;-)

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Roberto J. De Lapuente 28. August 2010 um 18:42  

Ich schrieb gestern:

"Denen, die sagen: Sarrazin war grob, aber irgendwo hat er ja auch recht... solche sollten sich die Mühe nicht machen, hier ellenlang schriftlich auszudampfen. Schreibt bei BILD, beim Spiegel, im NPD-Parteiblättchen... hier nicht. Dankesehr."

Dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich habe mich zu ungenau ausgedrückt.
Auch denen, die nur kurze Einzeiler verfassen, die einem Sarrazin aufgrund seiner Ehrlichkeit loben, dürfen in oben genannte Plätze pinkeln. Hier nicht! Dankesehr nochmals.

Anonym 28. August 2010 um 20:04  

Hier der Hinweis, dass die Rechtsextremistenzeitung "Junge Freiheit" voller Stolz berichtet, dass auch angebliche Muslimas Sarrazins Thesen teilen:

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5da35d1e774.0.html

....unglaublich.....

Gruß
Bernie

Anonym 29. August 2010 um 01:02  

Anonym Anonym hat gesagt...
"Wie will man jetzt gegen die NPD argumentieren, wenn in der SPD solche Hirnlosen geduldet werden? Wie ist die SPD runtergekommen, dass sie es nicht einmal hinbekommt solche Typen kalt zu stellen!!! "
26. August 2010 16:01

Wozu überhaupt noch gegen diesen stinkenden verfaulten Polit-Haufen vordergründig politisierender, aber tatsächlicher nur noch Staatsknete oder Bestechungsgelder der "Wirtschaft" abgreifender abstoßender Polit- Zombies "argumentieren"?
Das beste "Argument" beim Thema "SPD" ist ein lautes und ausgiebiges Auskotzen des Mageninhaltes!

Inglorious Basterd 29. August 2010 um 08:32  

Anonym 28.08.2010, 18.20 Uhr: Das nenne ich den Michael Wolffssohn-Effekt. Dieser Mann jüdischer Abstammung ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München und wird von den Medien gern für konservative Meinungen und deutsch-nationale Positionen in Stellung gebracht (befürwortet auch schon mal die Folter), wenn Prof. Arnulf Bahring keine Zeit hat.

Genauso wie vor wenigen Tagen nachts im Heutejournal, als die "Vorzeigeautorinnen" Thea Dorn und Julie Zeh energisch für die von T. S. losgetretene Diskussion werben durften.

Die Medien stehen "Gewehr bei Fuss"!

Daniel Limberger 29. August 2010 um 11:01  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Lukas Hermann 29. August 2010 um 12:11  

Der mediale und politische Gegenwind, der Sarrazin und seinen Thesen bis vor kurzem entgegenblies, hielt sich ja wirklich in Grenzen. Die Kanzlerin fand seinen Beitrag "nicht hilfreich", die F.A.Z. lobte Sarrazin gar für seinen Mut dem Dogma des Multikulturalismus etwas entgegenzusetzen und auch Roland Koch - welch eine Überraschung - findet, bei aller Kritik an der Wortwahl, dass solche Fragen nicht tabuisiert werden dürften.

Interessant sind in dieser Hinsicht, die Reaktionen die das Schiefauge aus Berlin mit seiner jüngsten Aussage über Gengemeinsamkeiten von Juden - ja, richtig gehört, JUDEN - hervorgerufen hat. Guttenberg meint, dass Sarrazin damit die Grenzen "EINDEUTIG überschritten" habe, und Guido Westerwelle, selbst hauptberuflich vermeintlicher Tabubrecher, findet, dass "Rassismus oder GAR ANTISEMITISMUS" in der politischen Diskussion nichts zu suchen haben.

Als wären rassistische Äußerungen à la Sarrazin ok, solange er bloß nicht das böse J-Wort benutzt. Denn dann könnte aus Rassismus ja gar Antisemitismus werden und das wollen wir ja nun wirklich nicht.

...In diesem Sinne: Vielen Dank an die politische Elite. Durch die Reduktion der Kritik an Sarrazin auf seine "Juden-These", werden seine vorherigen, weitaus schlimmeren Äußerungen, nachträglich legitimiert. So haben Guttenberg und Westerwelle sich Wieselähnlich in die Debatte eingebracht, ohne Sarrazin im Kern zu kritisieren. Chapaeux!

Anonym 29. August 2010 um 12:15  

Dieser Block kommt in meinen RSS-Feed.
Habe selten sowas gutes gelesen.

Anonym 29. August 2010 um 13:59  

Wenn die Mittelschicht wüsste, wie sie von der Oberschicht verarscht und ausgenommen wird...
http://www.humane-wirtschaft.de/htm_z/archiv_texte-01.htm

Finanzkrise
http://rss-video.net/prof-dr-dr-wolfgang-berger-finanzkrise/#menu
„Geld muss fließen“

Wer es hortet (dem Wirtschaftskreislauf entzieht und dem parasitären Finanzkreislauf zwecks Zins und Zinseszins oder Spekulation zuführt), der mordet letztlich.
Manchmal wird dazu der Geld- auch mit einem menschlichen Blutkreislauf versinnbildlicht. Würde dem Blutspender zuviel entnommen, stürbe er. Bei Kontakt mit dem 'Besteck' eines Finanzdealeres ist Gleiches ins Kalkül zu ziehen, wie die Finanzkrise eindrücklich gezeigt hat.

Tatsache ist aber nun, das auf jedem vom Konsumten gekauften Produkt beträchtliche Kapital- bzw. Zinskosten lasten. Diese Kosten zahlt jeder von uns tagtäglich und macht so die Geldverleiher, die von Jesus bekanntlich aus dem Tempel gejagt wurden, exponentiell (wegen des Zinseszinseffektes) reicher, wodurch sich die Geldbesitzer bzw. -verleiher ein leitungsloses Einkommen aneignen und ihr Geldvermögen vermehren können.

Der Schuldenabstotterer, ob als Häuslesbauer oder als Kreditkartenbenutzer (USA!) weiß davon ein gar garstig Lied zu singen. Der Zins ist es, der den Schuldner auffrisst und den Reichen bereichert.

Oder sehen wir nach Griechenland. Hier war es eine amerikanische Investmentbank, die der jetzigen Vorgängerregierung dabei behilflich war, Vermögensverhältnisse zu verschleiern. Und daran hat die Bank damals natürlich verdient. Und heute wird mit Wetten gegen Griechenland verdient. „Verdient“ ist selbstverständlich der falsche Ausdruck. Geld gemacht wurde. Und „Produkte“ werden von den Finanzalchemisten als Gottes Werk unters Volk gebracht, die des Teufels sind.
Oder sehen wir nach Baden-Württemberg mit seiner schwarz-gelben Koalition und deren Umgang mit dem Nichtkauf von Steuerdaten-CDs. Mappus, der Ministerpräsident, versichert einem Milliardär und Mäzen trotz eines mit einem gerichtlichen Deal weitgehend nichtöffentlich abgeschlossenen Verfahrens in einer Angelegenheit (Steuerhinterzieheung) seine „Wertschätzung“.

Hier träfe überall der Begriff „spätrömischer Dekadenz“ neoliberaler Hetzers zweifelsohne zu. Was die Person mit Oberlippenbart angeht, verbietet sich aus geistig-moralischen Hygienegründen eine jegliche Auseinandersetzung mit solchem propagandistischen Unflat. Sollte es dem unfeinen Herrn belieben, ist es ihm unbenommen, sein Äußeres entsprechend seiner widerwärtigen Hetze auf Vordermann zu bringen. In einem öffentlichen Amt oder öffentlich-rechtlichen Medien hat so eine Unperson allerdings absolut nichts verloren. Von weiteren Belästigungen ist Abstand zu nehemen.
Um Beachtung wird gebeten!

Anonym 29. August 2010 um 15:03  

Ist Antisemitismus wieder salonfähig in Deutschland?

Hier die erneute Aussagen, die früher eigentlich den politischen Tod Sarrazins bedeutet hätte:

"[...]Bundesbankvorstand legt nach
Sarrazin: "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen"
Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin hat erneut für Empörung gesorgt. "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden", sagte Sarrazin der "Welt am Sonntag" und "Berliner Morgenpost"[...]"

Quelle und kompletter Text:

http://www.tagesschau.de/inland/sarrazin164.html

...eine gewisse Eva Herrman verlor wegen weniger (Zitat: Autobahnbau, Kindererziehung bei den Nazis) ihren lukrativen Posten beim TV....

Sarrazin sollte nun endlich einmal selbst arbeitslos werden - Durch eine fristlose Kündigung durch die Bundesbank.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 30. August 2010 um 03:47  

Lieber Roberto, liebe aufgeregte Kommentatoren!
Warum seid ihr alle so ungerecht zu unserem guten Thilo?
Was hat er euch bzw. diesem Land denn nun eigentlich angetan?
Er spricht ziemlich offen aus, was eure Ohren und Augen beleidigt, verletzt?
Hat er euch vielleicht nur ganz einfach aus euren manchmal harmlosen, manchmal auch ein wenig selbstgerechten Träumen, Selbsttäuschungen bzüglich dieses Landes, dieser realen deutschen(!) bürgerlichen Gesellschaft gerissen, eure Träumereien von einer "Zivilgesellschaft" gründlich aufgescheucht?
Seid ihr alle wirklich bestürzt über die wahre ekelhafte Fratze des altbekannten deutschen Imperialismus?(davon hat, z.B! "Ede" Schnitzler mehr als 30 Jahre in seinem "Kanal" Woche für Woche gesprochen)
Was will der Thilo uns sagen, wohin will er unser politisches Denken ausrichten?
Warum fällt es vielen von euch so schwer zu verstehen, dass der gute Thilo (möglicherweise)wahrscheinlich nichts anderes ist als der politisch-publizistische Testamentsvollstrecker der 1990 errungenen "Deutschen Einheit"?
Hallo Leute, aber spätestens am 3. Oktober 1990 wurde der "Reset" gedrückt auf das Datum des 8/9 Mai 1945.
Was noch Mitte der 80er Jahre einige westdeutsche "Historiker" zaghaft anmahnten, nämlich politisch "aus dem Schatten Hitlers zu treten"(Nolte & Co.), wurde spätestens mit dem "Mauerfall" am 9.November 1989 politisch wieder realistisch, "praktikabel", zunächst außenpolitisch(höchst aktive Rolle und Anstifterei bei der Zertrümmerung Jugoslawiens, Kosovo-Krieg, Afghanistan..) und etwas später innenpolitisch(Hartz 4, offener Sozialrasismus, offene Diffamierung von "andersgearteten" Menschen, Einführung millionenfachen Lohndumpings, etc..).
Und nun ergänzt der gute Thilo nur noch den schon seit Jahren in Deutschland(seit der "Wiedervereinigung) salonfähigen Sozialrassimus mit "Originalkomponenten" aus der "guten alten Zeit"(deutscher Eliten) echter deutscher "Selbstbestimmung" von vor dem 8/9 Mai 1945.
Was daran ist so schwer verständlich?
Unsere Eliten sind seit 1990 in der Tat in jeder Beziehung "aus dem Schatten Hitlers getreten", üben die (fast) totale Kontrolle nicht nur über gut 82 Millionen Menschen in Deutschland aus sondern darüber hinaus; (indirekt, EU!)über immer mehr "Menschenmaterial" in verschiedenen andern Ländern Europas.
Sie platzen beinahe vor Selbstbewusstsein, Arroganz und vor allem ungebändigten Machtwillen über Menschen.
Und da sollte so ein guter Thilo nicht auch mal als deren Mundstück fungieren, ihre insgeheimen feuchten Träume über noch mehr unbeschränkte Macht über Menschen mal so "zur Diskussion" stellen?
Vielleicht ist der gute Thilo nur ein Versuchsbarometer dafür, was sich unsere wahren Eliten, also der altbekannte deutsche Imperialismus- sich zunächst noch im eigenen Land- schon wieder alles herausnehmen kann?
Um hier keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Hier geht es keinesfall um Argumente, um die "Wahrheit" irgend welcher "Thesen", nein, hier geht es ganz klar um erweiterte gesellschaftliche Machtansprüche unserer Eliten gegenüber allen original deutschen und ausländischen "Krauses"(Walter Ulbricht) diese Landes.
Wenn der Klassenkampf von UNTEN "ausfällt", dann tobt er von OBEN eben um so mehr, zunächst publizistisch, medial, später vom kapitalhörigen bürgerlichen Staat in einschlägige Gesetze gegossen.
Ihr könnt alle zu eurem Vergnügen oder zur Befriedigung eurer Eitelkeit auf diesen "Sack" Thilo einschlagen, aber wer schlägt wirksam auf den/die "Esel" ein?

Anonym 30. August 2010 um 13:57  

Anonym hat gesagt...
"Wenn die Mittelschicht wüsste, wie sie von der Oberschicht verarscht und ausgenommen wird..."
http://www.humane-wirtschaft.de/htm_z/archiv_texte-01.htm

Diese Mittelschicht lässt sich nur all zu gern von der Oberschicht einspannen und meinetwegen auch verarschen so lange sie dafür vom Kuchen des gesellschaftlichen Reichtums genügend abbekommt und sich so gegenüber vor alem den Unterschichten als etwas "Besseres" halten kann.
Allen öffentlichen Heucheleien gerade dieser Schicht sollte man keine Sekunde Aufmerksamkeit und Vetrauen schenken!

Anonym 30. August 2010 um 16:35  

I.

Zitat Anonym 30. August 2010 03:47 Lieber Roberto, liebe aufgeregte Kommentatoren!
Warum seid ihr alle so ungerecht zu unserem guten Thilo?
Was hat er euch bzw. diesem Land denn nun eigentlich angetan?
Er spricht ziemlich offen aus, was eure Ohren und Augen beleidigt, verletzt?
.....

Ihr könnt alle zu eurem Vergnügen oder zur Befriedigung eurer Eitelkeit auf diesen "Sack" Thilo einschlagen, aber wer schlägt wirksam auf den/die "Esel" ein?


Sehr geehrter Anonym,

meinen Sie in der Tat, der Autor und die Überzahl der hier schreibenden Kommentatoren wären sich des weitreichenden Umfanges der soziokulturellen Problematik nicht bewusst, man könne es auf beleidigt oder verletzt begrenzen? Was möchten Sie hier denn „ausgearbeitet“ haben? Denken Sie nicht, eine dezidierte Analyse würde den Rahmen einer Dissertation sprengen und erst recht diesen Blog? Sarrazin ist lediglich eines der vielen Symptome einer hoch komplexen und weit zurück in die Historie reichenden Entwicklung. Aber er (u.a.v.m.) fungiert stellvertretend, eine Personifizierung. Darüber - davon gehe ich stellvertretend für die von Ihnen „angesprochen“ aus - sind wir uns sehr wohl bewusst.

I.Ü. ist u.a. eine solche Geisteshaltung, sich für stets klüger und damit den Blick weiter über den Tellerrand hinaus wider dem Nächsten zu halten, Teil unseres gesellschaftlichen Problems. Denn Tenor Ihres Kommentars scheint m.E. zu sein, dass sie nicht zu erkennen wünschen, dass man (Sie nehmen sich selbstverständlich persönlich aus) dieses Thema über Personen wie Sarrazin hinaus zu durchdenken vermag.

II. f.

Anonym 30. August 2010 um 16:38  

II.
Denn damit: "Hier geht es keinesfall um Argumente, um die "Wahrheit" irgend welcher "Thesen", nein, hier geht es ganz klar um erweiterte gesellschaftliche Machtansprüche unserer Eliten gegenüber allen original deutschen und ausländischen "Krauses"(Walter Ulbricht) diese Landes." sind wir beileibe noch nicht am Kern des Problems, geschweige denn einer ausführlichen Umschreibung angelangt; es ist auch keine „Erkenntnissensation“.

Sprache, Schrift ist ein stark begrenztes Kommunikationsmittel, welches sich nur linear, in begrenzter Menge verarbeiten lässt. U.a. deswegen stehen Personifizierungen in einem kausalen Zusammenhang mit menschlicher Kommunikation. Hieraus auf das Denken der Nächsten zu schließen wird m.E. dem Prozess als solches nicht gerecht; wenn ein solcher Schluss m.E. nicht selten sehr verführerisch erscheinen mag.

So gestatte ich mir die Frage, welchem Vergnügen oder welcher persönlichen Befriedigung frönte Ihr Beitrag? Und letztlich scheitert das Einschlagen auf Esel gleichzeitig an den physikalischen Gesetzen, beachte man das Mengenverhältnis. Denn es wäre gar kein gesellschaftliches Problem, wenn es nicht ein Überhangmandat (wie immer es sich auch zusammensetzt) geben würde. Ggf. werden Sie es mir nicht glauben, aber um ein solches Kräfteverhältnis zu verschieben, muss man mit Kommunikation beginnen und die ist, wie bereits ausgeführt, begrenzt in ihren Möglichkeiten.

willi 31. August 2010 um 13:49  

Am besten finde ich aber noch die Tatsache, dass so viele der armen Schweine, die ausgerechnet von Leuten wie Sarrazin (z.B. Berliner Bankenskandal, Finanzkrise) übelst beschissen worden sind, sich an seine Lippen hängen und und in ihm einen Anwalt für ihre Sache sehen. Dabei würde es den Herr S. schütteln, bei der Vorstellung, dass ein großer Teil seiner Fans eindeutig unter seinen Intelligenzansprüchen dahinvegetiert - mithin also eher der unerwünschten Sorte Menschen zuzurechnen ist.

"Deutschland verblödet" sagt Herr S. und die bei den Blöden brandet Applaus auf.
Was soll man dazu noch sagen.

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