In lächelnder Gesellschaft

Montag, 14. Juli 2008

Die Welt ist freundlich. Lächelnd begegnen uns die Menschen. Für unser Wohlbefinden wird in lächelnder Weise gesorgt. Dort wo man uns mit einem freundlichen Wort, einer Geste aufrichtiger Freude begrüßt, fühlen wir uns akzeptiert, willkommen und gewollt. Wir - das sind wir in unserer Rolle als Verbraucher, als bezahlende Kunden. Dies ist die Rolle die uns verstärkt zukommt. Noch bevor wir Mensch sind, sind wir Kunde. Und in dieser Funktion wird um uns gebuhlt. Man bombadiert uns mit Freundlichkeiten und hochgezogenen Mundwinkeln. Warme Worte werden zu unseren Begleitern. Die Welt ist freundlich, die Welt ist lächelnd. Lächelnd auch dann, wenn der Lächler sich unwohl fühlt, eigentlich gar keinen Anreiz verspürt, seine Gesichtsmuskeln lächelnd zu dehnen.

Wir besuchen unseren Supermarkt. Die Angestellten dort scheinen uns glückliche Menschen zu sein. Sie lächeln uns an, sie bieten mit ausgewählter Höflichkeit Käsehäppchen und Weinproben feil. Und haben wir selbst auch einen schlechten Tag, geben uns mürrisch unserem Nächsten hin, so lächelt uns die Angestellte dennoch zu. Sie hält demnach die linke Wange hin, auch wenn wir ihrer rechten schon einen Schlag verabreicht haben. Auch bei den anschließenden Gängen in die Bäckerei und zum Metzger begegnen wir glücklichen Angestellten, die uns schon entgegenlächeln, wenn wir nur die Türschwelle aus der Ferne betrachten. Auf dem Heimweg treffen wir unseren Postboten, der uns in seinem Privatleben keines Blickes würdigt, aber in seiner Funktion als Briefzusteller lächelnd einen schönen Morgen wünscht. Wir werden am Telefon über Angebote diverser Firmen informiert - eine zuvorkommende, weich-warme Stimme läßt uns das Lächeln imaginieren, läßt uns unbewußt ein freundliches Gesicht vor dem geistigen Auge entstehen. Der Staubsaugervertreter lächelt auch dann noch, wenn wir ihm seine überteuerten Staubsaugerbeutel verbal um die Ohren geschlagen haben. Es lächeln allerlei Berufsgruppen - man möchte fast meinen um die Wette. Das große Buhlen um den Kunden, den man lächelnd in die Taschen zu greifen gedenkt, prägt unsere Gesellschaft. So behandelt zu werden ist keine Selbstverständlichkeit, die sich jedem Menschen aufdrängt, weil man seinem Nächsten ja freundlich zu begegnen habe, sondern lediglich plumpe Serviceleistung. Es ist nicht Freundlichkeit, sondern angeordnetes Vernünfteln für die Umsatz- bzw. Gewinnsteigerung.

Man stelle sich vor, der Häuptling Tuiavii aus Tiavea würde unsere Gesellschaft in diesen Tagen bereisen. Freilich ist so eine Vorstellung heute kaum noch umsetzbar, denn nur noch wenige unentdeckte Völkchen hatten noch nicht die Ehre, unsere Unkultur kennenzulernen; wir sind also hinreichend bekannt auf dem Erdenrund. Aber nehmen wir nur kurz an, Tuiavii würde den Papalagi - den Weißen, den Fremden, wörtlich: den Himmelsdurchbrecher - besuchen. Er käme in einen Teil der Welt, in dem das Glück förmlich spürbar wäre. Der Häuptling müßte in sein Tagebuch notieren, dass diese fremde Gesellschaft, bei aller Entfremdung von der eigenen Umwelt, es dennoch geschafft hat, jedermann das Glück zu sichern. In seiner eigenen Sichtweise gefangen - wir würden sie wohl als "naive Sichtweise" bezeichnen - würde er davon ausgehen, dass Menschen nur lächeln, wenn ihnen danach ist. Und weil dem so ist und der Häuptling zudem annimmt, dass es immer so war und immer so sein wird, muß die Papalagi-Gesellschaft eine grundauf glückliche Version menschlichen Zusammenlebens sein. Zwar feiere man in bei den Papalagis keine Neumondfeste mehr und vollzieht den männlichen Initiationsritus ebensowenig feierlich wie auf Tiavea, aber - so würde er nach einigem Nachsinnen erkennen - Glück läßt sich eben mannigfaltig verwirklichen. Auf Tiavea feiere man vielleicht allerlei notwendige Zeremonien, aber wenn man bedenkt, dass der Häuptling dort oftmals einem grimmigen Untertanen begegnet, der seinem Ärger oder seiner Laune keine Blöße gibt, dann wird nach und nach einsichtig, dass Zeremonien kein Glück ausmachen.
Von Verkaufsstrategien und Lachlehrgängen - die sich als Leergänge entlarven, zumal sie einerseits inhaltlich leer sind und andererseits Geldbeutel leer hinterlassen - weiß er natürlich nichts. Freilich hält sich auch sein Volk an Traditionen, die quasi auferlegt sind, keinesfalls als freiheitliches Handeln bezeichnet werden können, aber gelacht oder gelächelt wird dort nur, wenn es den Menschen danach ist. Er käme nie auf die Idee, seinen Untertanen das Lächeln zu verordnen, weswegen er sich Derartiges auch gar nicht vorstellen kann. In seine Heimat schrübe er:
"Der Papalagi ist ein glücklicher Mensch. Er geht mit hochgezogenen Mundwinkeln durch das Leben. Traurigkeit, üble Laune und Sorgen sind ihm fremd. Dies sind gleichsam Worte, die zwar in seiner Sprache vorkommen - wohl weil Traurigkeit, schlechte Laune und Sorge einst auch sein Leben zeichneten -, aber sie werden kaum benutzt und aus jeglichem öffentlichen Gespräch getilgt. Üble Laune kennt der Papalagi einzig nur, wenn man von übler Laune spricht. Wenn er aber seine täglichen Besorgungen macht - und ich habe ihn begleitet, habe es mit eigenen Augen gesehen -, kann man ablesen, wie sorglos sein Dasein ist. Jeder Papalagi ist ein begehrter Gast im Hause des Händlers. Man winkt ihm zu, empfiehlt ihm mit lächelnder Miene und läßt ihn nicht ohne ein persönliches Wort aus dem Haus. Die ausgewählten Lebensmittel - der Papalagi verpackt Lebensmittel sonderbarerweise mit Papier und Metallen - legt man auf einen Tisch, prüft sie nochmals auf ihre Qualität und erst dann entläßt man ihn - natürlich einen schönen Tag wünschend. Des Papalagis Glück ist so vollendet, dass selbst Gerichtsverhandlungen, die ja bei uns, liebe Brüder und Schwestern auf Tiavea, immer ein Hochkochen von Tränen, Unglück und manchmal Trauer sind, sittsam glücklich vollzogen werden. Ich sah lächelnde Ankläger und einen freundlichen Weisen, der das Urteil sprach, ohne einen grimmigen Blick auf den Übeltäter zu werfen. Ich bin mir sicher, dass das Glück im Land des Papalagi so weit ausgereift ist, dass er selbst lächelnd ein Todesurteil entgegennehmen würde. Mir wurde berichtet, dass in vielen Papalagi-Ländern Einrichtungen existieren, die Zwangsarbeiten verteilen. Arme Papalagis gehen dort hin, werden angelächelt und dazu gezwungen, eine Arbeit zu tun, die sonst niemand machen will. Freilich lächeln auch hier beide Seiten - der Zwingende und der Bezwungene. Bei uns, liebe Brüder und Schwestern, würde man jemanden, der seinen Nächsten zur Arbeit zwingt, mit dem nächstbesten Stein erschlagen. Ich habe erlebt, dass ein Papalagi in einem Kasten sogenannte Nachrichten verlas. Dabei erzählte er von Dingen, die fernab seiner Heimat geschahen. Meist sehr traurige Dinge und ich komme nicht umhin zu erwähnen, dass ich gar nicht begreife, warum der Papalagi so ein großes Interesse an Geschehen hat, welches so weit weg von seiner Haustür passiert. Diese traurigen Neuigkeiten werden lächelnd verlesen, dabei wird natürlich nicht erwähnt, dass man Mitleid habe oder voll Trauer ist. Soetwas sagt man im Land des Papalagis nicht und man ist auch glücklich im Unglück.
Wir können noch viel vom Papalagi lernen. Er hat das Glück verwirklicht. Ich habe keinen Papalagi weinen gesehen. Kinder natürlich schon - aber vorbildliche Mütter beugten sich hinab und sorgten dafür, dass der Spross keinen Grund zum Weinen mehr hat. Sie gaben seinem Drängen nach, gaben ihm, was er schreiend und heulend haben wollte und unterbanden so das Weinen. Denn auch aus diesem kleinen Papalagi soll ja einmal ein glücklicher Mensch werden."
So oder ähnlich würde Häuptling Tuiavii in seine Heimat berichten. Er hätte die Oberfläche unserer Gesellschaft gesehen und geglaubt, einem irdischen Paradies begegnet zu sein. Die Verlogenheit unserer Lebensweise wäre ihm entgangen. Wir hätten sie ihm auch nicht gezeigt, denn wir sind stolz auf unseren Lebensstandard, gerade wenn "ein Wilder" ihn betrachten darf. Von den heimlichen Tränen im stillen Kämmerlein, den Besuchen beim Psychotherapeuten, der Diskrepanz zwischen maroder Seele und schimmernder Oberfläche, dem Betrübtsein aufgrund familiärer Probleme und Sorgen, wüßte Tuiavii nichts. Ob er es verstünde, dass der Mensch im Papalagi-Land eigentlich nur ein Kunde ist? Dass er nicht Menschen sondern Kunden beobachtet hat? Dass hierzulande das Menschsein eine Sache ist, die in trauter Einsamkeit geschieht, nicht aber im Kontakt mit anderen Kundenmenschen? Würde seine naive Sichtweise es erlauben, Verständnis für die Verlogenheit des Geschäftemachens aufzubringen? Für ihn wäre es nicht begreifbar, dass man Menschen lächelnd ins Unglück stürzt; dass sie zur zuvorkommenden Freundlichkeit gezwungen, ihrer Seelenlage entfremdet und zur Psychose getrieben werden. Der Häuptling wäre sich sicher, dass Teuflisches auch mit dem Antlitz des Teufels zum Menschen käme. Ein lächelnder Feind wäre ihm suspekt, wäre für ihn wahrscheinlich gar kein Feind.

Man darf sich aber sicher sein, dass er uns empfehlen würde, unsere zum Lächeln gezwungene Nächsten, dazu zu ermutigen, ihr fehlendes Wohlbefinden auch zu artikulieren. Er würde uns dazu anleiten, den lügenhaften Ausspruch, wonach der Kunde König sei, zu verwerfen. Königen zieht man nicht (nur) das Geld aus der Tasche. Wir würden einsehen müssen, dass wir kein Anrecht auf eine scheinlächelnde Dienerschaft haben. Stewardessen, Verkäuferinnen, Vertreter, Dienstleister aller Art, haben ein Anrecht darauf, ihre privaten Sorgen und Nöte, nicht am Arbeitsplatz verleugnen zu müssen. Sie sind nicht zweigeteiltes Etwas, welches sich in Privatperson und Funktionsträger unterteilen läßt, sondern eine Person, ein Mensch, einzigartig in der Gesamtheit - immer und überall. Ein Mensch mit Sorgen im Privatleben ist so auch ein sorgenerfüllter Mensch in seiner Funktion. Das Verlangen der Konzerne, ihre Angestellten mögen im Sinne des Unternehmens lächeln, ist eine jener menschenverachtenden Versuche, in der Maske des Harmlosen, die Gesellschaft weiter in Funktionsträgerschaften aufzuspalten. Wer von seinem Mitmenschen Lächeln um jeden Preis verlangt, der übt sich in krasser Menschenverachtung; wer Lächeln abringen will, macht seinen Nächsten zum Mittel ohne Zweck, reduziert ihn auf Mundwinkel und zu erzielenden Profit. Und ganz nebenbei treibt er ihn in den Wahnsinn, überstellt ihn auf Raten dem Psychotherapeuten, der dann retten soll, was noch zu retten ist. Lachen mag ja gesund sein. Aber dies nur dann, wenn es von Herzen kommt. So verhält es sich mit dem Lächeln, dem Zuvorkommen, dem Freundlichsein, der Aufgeschlossenheit ebenso. All dies mag das Miteinander befruchten, aber nur wenn es von Herzen kommt. Wird es unter Zwang erwirkt, durch Erpressung legitimiert - indem man mit Entlassung droht -, dann macht Lächeln krank und wirft den Lächelnmüssenden vom Sockel seines eigenen Menschseins.

Man sollte die Verkäufer/-innen und Dienstleister, die einem tagtäglich begegnen - sofern man bemerkt, dass es ihnen möglicherweise nicht so gut geht - dazu ermutigen, sich das aufoktroyierte Lächeln zu verkneifen! Ein Nein zu jener Maske, die die Fratze dieser Gesellschaft kaschiert!

8 Kommentare:

epikur 14. Juli 2008 um 14:21  

du sprichst mir echt aus der seele!

mich befremdet es schon seit ich halbwegs denken kann, dass ich jemanden fremden, den ich weniger als 1 minute sehe, anlächeln soll, weil es nunmal vermeintlich ritualisiert ist? wie oft musste ich mir schon von freunden/bekannten anhören, warum ich denn nicht freundlich zum kassierer sei, sondern immer so grimmig zu denen schaue? diese gekünstelte, geheuchelte freundlichkeit liegt mir absolut nicht - echte freude ist anders.

aber lächeln und freundlichkeit sind eben besser fürs geschäft und NUR deshalb wird sie in unternehmen von den mitarbeitern gefordert. sie wird nur als ein instrument benutzt.

echte freude, liebe, güte, wärme u nähe gibt es nur von selbstlosen menschen, aber garantiert nicht von menschen die zweck-rational und berechnend sind.

Roberto J. De Lapuente 14. Juli 2008 um 17:42  

Nichts, lieber Epikur, spricht dagegen, freundlich zur Kassiererin zu sein. Wenn es Deinem Wesen entspricht, leicht grimmig dreinzublicken, dann ist das vollkommen in Ordnung. Wenn Freundlichkeit aber von Herzen kommt, auch bei vermeintlich fremden Menschen, dann ist es auch in Ordnung. Ich leugne nicht, dass es Geschäftsmacher gibt, die ihre Freundlichkeit wahrhaft ausleben. Aber der Regelfall ist es wohl leider nicht. Ich vertrete zudem die Ansicht, dass ich es in den meisten Fällen merke, wann Freundlichkeit aufrichtig und wann sie gespielt ist.

Roger Beathacker 14. Juli 2008 um 19:02  

Wer weiss schon, was sein "Wesen" ist? Und was spricht dagegen zu wildfremden Menschen, denen man zum erstenmal begegnet freundlich zu sein? Wenn nicht beim ersten Mal, wann denn dann? - Wird diese Freundlichkeit nicht erwidert oder gibt einem der Mitmensch einen Grund ihm gegenueber auf Distanz zu gehen - nun gut, dann muss man seine Freundlichkeit nicht krampfhaft aufrechterhalten, man muss aber auch nicht gleich unhoeflich werden.

Etwas anderes ist allerdings die in der Tat falsche und verlogene Freundlichkeit im "Dienst am Kunden", der mitunter ja noch gar kein Kunde ist, sondern erst noch einer werden soll oder dem man - so er doch schon zum Kundenbestand gezaehlt werden darf - gerne ein paar Euro mehr aus der Tasche schwafeln moechte. Zum Beispiel, wenn mal wieder irgendein von der T-Com beauftragter Call-Center-Sklave einem ein "Geschenk" offeriert - und dabei natuerlich nicht sein Geschaeft, sondern nur das Wohl des Angerufenen im Auge zu haben vorgibt.

Der letzte solcher Knilche, der mich auf diese Art belaestigte, verlor allerdings ziemlich schnell die Contenance, nachdem ich ihn wiederholt darauf hingewiesen hatte, dass zwischen uns die von ihm beschworenen "Menschlichkeit" keine Rolle spiele, und dass er endlich zur Sache, zum Geschaeftlichen kommen und mir erklaeren solle, was er mir anzudrehen gedenke. Natuerlich wollte er mir gar nichts "verkaufen", nur irgendeinen Handy-Scheiss "schenken". Ich erklaerte ihm, wenn er mir wirklich etwas schenken wolle, dann solle er mir das einfach zuschicken, mich aber kuenftig mit seinen Anrufen verschonen. Er wurde im Verlauf des gespraechs zunehmend giftiger und gab mir indirekt so ungefaehr zu verstehen, dass ich der Unmensch sei, der seine "Menschlichkeit mit Fuessen tritt. - Ich fragte nach seinem Namen, um mich bei Gelegenheit ueber ihn zu beschweren, da wurde er ganz unverhohlen dreist und erwiderte, seinen Namen habe er ja anfangs bereits genannt und wenn ich mir den nicht merken koenne, sei das eben mein Pech oder so aehnlich. Ich machte ihm darob noch ein paar nicht ganz jugendfreie "Komplimente" und knallte dann - er war gerade mitten in seiner Erwiderung - den Hoerer auf die Gabel.

Irgendein "Geschenk" fand sich natuerlich in der Folge nicht in meinem Briefkasten - angerufen hat mich von der Firma aber auch keiner mehr.

;-)

Roberto J. De Lapuente 14. Juli 2008 um 19:17  

Das hast Du gut gemacht, lieber Roger. Man wünscht sich, mehrere Menschen würden so oder ähnlich reagieren.

Nichts spricht dagegen freundlich zu sein. Und meine indirekte Aufforderung, sich als Angestellter eines Dienstleistungsunternehmens nicht instrumentalisieren zu lassen, bedeutet nicht, dass man seine miese Laune am Nächsten - in diesem Falle: Kunden - auslassen darf. Aber man muß um Himmels willen nicht lächeln und so tun, als sei man glücklich, einen Kunden bedienen zu dürfen. Wenn der Dienstleister aus freien Stücken freundlich ist, weil ihm der Tag freut, weil es Freitagnachmittag ist, weil er kurz zuvor eine nette Frau kennenlernte, egal warum, dann ist das durchaus positiv. Aber unter Zwang darf nichts geschehen... das ist es, was mir übel aufstößt.

tian 14. Juli 2008 um 20:11  

Schöne neue oberflächliche Welt. vllt sollten wir diejenigen, die uns zur Arbeit zwingen wirklich mit einem Stein erschlagen. nur son Gedanke. Es würde bestimmt das seelische Befinden vieler Menschen verbessern, wenn sie nicht ständig dazu gezwungen wären "frisch, fromm, fröhlich, frei" zu sein. "Wie gehts dir?" "Gut, danke der Nachfrage"
Wie ich solche Gespräche liebe.

aebby 14. Juli 2008 um 20:51  

Nein zu jener Maske, die die Fratze dieser Gesellschaft kaschiert!

damit ist eigentlich alles gesagt !!!

Markus 14. Juli 2008 um 23:44  

Hinter einem Lächeln verbirgt sich die häßliche Fratze des Kapitalismus.

feydab 15. Juli 2008 um 00:09  

Ein Lächeln ist eine nonverbale (mimische) Grußform, die angeboren und kulturell universal ist. Allerdings unterliegt die Deutung auch verschiedenen Einflüssen und Gegebenheiten des Kulturkreises - so kennt man Bsp. in Thailand bis zu 7 verschiedene Arten des Lächelns, die ebenso verschiedene Botschaften vermitteln sollen.
Das sich unsere technisierte und vermessene Welt der Hilfe unterbewusster Mechanismen bedient, lässt sich noch viel detailierter anhand von Werbung verfolgen.
Gebildete Menschen haben den Vorteil sich dagegen zu (ver)wehren, der Großteil der Gesellschaft wird noch nicht mal drüber nachdenken, ist in unserem Kulturkreis die Kernbotschaft eines Lächelns doch Gefahrlosigkeit.

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