De dicto

Dienstag, 3. Juli 2012

"Die meisten deutschen Nationalspieler bewegten ihre Lippen nicht."
- Franz Josef Wagner, BILD-Zeitung vom 1. Juli 2012 -

"Wer für sein Land nicht singt, tut sich schwer mit dem Siegen."
- Peter Hahne, BILD-Zeitung vom 30. Juni 2012 -

"Unsere Hymne ist ein Bekenntnis zu unserem Land, unserer Demokratie, unserer Geschichte. Deshalb gehört sie auch endlich im Grundgesetz verankert.​"
- Hugo Müller-Vogg, BILD-Zeitung vom 1. Juli 2012 -
Zum Gesagten sei angemerkt: Die oben zitierten Fußball-Experten aus dem dieckmännischen Stall wissen ganz genau, warum die DFB-Auswahl gegen jene Italiens verlor. Nicht an mangelnder Laufbereitschaft lag es etwa, sondern an mangelnder Singbereitschaft - das ist nicht die These eines originell sein wollenden Sportjournalisten alleine, sondern dieser Tage allgemeinverbindliche Agenda im Springer-Haus. Das Spiel wurde nicht etwa im Spiel, sondern letztlich schon davor entschieden. Die Italiener hätten so leidenschaftlich gesungen; gesungen von der Bereitschaft in den Tode zu gehen, wie es das Fratelli d'Italia in seinem Refrain in den Mund legt - und mancher DFB-Kicker habe nicht mal die Lippen bewegt. Denn nur wer leidenschaftlich schmettert, der überträgt diese Leidenschaft auf den Platz, wissen die Experten aus dem Springer-Haus. Die spanische Auswahl müsste demnach schwer im Nachteil sein, denn die spanische Hymne kennt keinen Text. Leidenschaftlich gespielt hat die Mannschaft dennoch; und das Turnier souverän und ästhetisch gewonnen - und das ganz ohne vorspielerischen Gesang.

Man hätte viel Analysiertes erwarten können nach der Niederlage der Nationalelf. Es gab ja durchaus Diskussionswürdiges - weniger Löws personelle Entscheidungen vor dem Spiel. Der deutsche Fußball und sein Journalismus sind immer noch zu personell eingestellt. Taktik wird da unterbewertet - aber genau hier hätte man ansetzen können. Über viel wurde geschimpft, die richtigen Fragen stellte man allerdings nicht. Beispielsweise: Warum entstand im Mittelfeld nie Überzahl? Mit diesem technisch etwas aufpolierten Kick and Rush, den die DFB-Elf zuweilen spielt, setzt man sich gegen Mannschaften, die den kontrollierten Ballbesitz pflegen, nicht durch. Wer den Ball nicht besitzen will, der besitzt auch nicht jenes Spielgerät, über das man zum Erfolg kommt. Und ohne immer wieder geschaffene Überzahlsituationen im Mittelfeld gerät man unter Zugzwang, verrennt sich in der Mitte des Platzes. Vier Verteidiger lassen sich ja durchaus vertreten, wenn man sie so agieren läßt, wie das in der spanischen selección der Fall ist. Die beiden Außenverteidiger fungieren dort nicht nur als Defensivkräfte, sondern schalten sich stets in das Angriffspiel mit ein, spielen quasi als hängende Mittelfeldspieler. Außer Lahm gelingt das den deutschen Abwehrrecken aber kaum - sie sind zu starr positioniert, sind kaum Angriffsoptionen. Fragen stellt der Sportjournalismus durchaus - nur profund sind die nicht. Kurzum, man hätte über eine statische, teils auch zu konservative Spielweise des DFB sprechen können - nicht nur gegen Italien, sondern vorher schon gegen Portugal und Dänemark. Die Niederlage allerdings auf den Gesang vor dem Spiel festzulegen, das ist so ungeheuerlich doof, dass man kaum glauben mag, dass diese These erwachsene Männer in aller Ernsthaftigkeit vertreten können.

Fußball ist kein romantisches Sturm und Drang. Wer das glaubt - und die drei "Experten" glauben das wohl! -, der hat sich nie profunder mit dem Spiel befasst. Fußball ist kein verinnerlichter Romantizismus; mit der richtigen patriotischen Einstellung gewinnt man vielleicht die Herzen rührseliger Massen in zu engen Fantrikots - nicht aber Fußballspiele. Wäre das so einfach, so wäre Fußball jenes Spiel, das den größten Fanatikern Pokale einbrächte. Die Debatte um das Mitsingen der Hymne unterstreicht nur, dass es heute keinerlei Ahnung mehr bedarf, um in Zeiten großer Turniere wichtigtuerische Kommentare abzusondern. Jeder kann bundestrainieren, jeder kann seinen Stuss als Erkenntnis abdrücken. Wagner, Hahne und Müller-Vogg sind nicht mehr, als die gröhlende Ahnungslosigkeit und die gellende Partylaunenhaftigkeit des Feuilletons. Sie kreischen ihr Unwissen nicht beim public viewing hinaus, sie schreiben es nieder und verleihen nebenher dem Fußball auch noch halbesoterische Züge, wenn sie darüber salbadern, dass es die singende Leidenschaft ist, die den Sieg hokuspokisiert. Der DFB brauche keine modernere Spielweise, er brauche nur beseeltere Sangesnaturen - hat da die Casting-Republik und ihr Wahn, jeder könne eine Bardenkarriere starten, wenn er nur gerne singt, abgefärbt?

Solche Leute schätzen den Fußball nicht, sie machen ihn lächerlich und diskreditieren und trivialisieren ihn. Man sollte Fußballer nicht zum Singen der Hymne verpflichten, sondern manchem dieser Experten das Singen verbieten...



28 Kommentare:

klaus baum 3. Juli 2012 um 08:49  

Dieser Springer-Fuzzis sind jetzt völlig durchgeknallt, haben aber seit langem schon ein stark gestörtes Verhältnis zur Kausalität, und zwar nach dem Motto: Es regnet so viel, weil drei Kinder in Eschwege ihre Suppe nicht gegessen haben.

Turandot 3. Juli 2012 um 09:03  

Unter der Überschrift „Das Ende vom Lied“ sinnierte auch der selbsternannte „Sprachpfleger“ Paulwitz in seiner Kolumne für die „Junge Freiheit“ am 30.06. darüber, was ihm gewiss in Erinnerung bleiben würde,
„nämlich die demonstrative Mißachtung der Nationalhymne durch einzelne Spieler. Nirgendwo wurde der Riß, der durch die Mannschaft, ja durch ganz Deutschland geht, deutlicher. Auf der einen Seite die „Staatsdeutschen“, die stumm bleiben, weil sie sich offenkundig nur durch ihren Paß an Deutschland gebunden sehen; auf der anderen Seite die „Volksdeutschen“, die singen. Deutscher ist man jedoch nicht nur durch einen Paß, sondern auch durch ein Bekenntnis. Dieses Bekenntnis verweigerte ein Teil der Spieler, während Millionen zusahen, Angestammte wie Einwanderer. Das Integrationssignal an die Einwanderer blieb aus.“
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: „Ein Riss geht durch ganz Deutschland“. Nach Meinung des Autors verlaufen die Grenzen zwischen Staats- und Volksdeutschen, und er beklagt die „Selbstverleugnung“ letzterer.
Ein „Sprachpfleger“ eben.

CeVauKa 3. Juli 2012 um 09:39  

Wie wahr!! Die unsägliche Nationalhymnendebatte ist ja nur das Tüpfelchen auf dem i. Ich hab's inzwischen aufgegeben, im TV oder in Zeitungen profunde Analysen von Fußballspielen zu erwarten. Wer einmal auf spielverlagerung.de war, tut sich eh schwer, das allgemeine emotionale Gelaber über Fußball (inklusive die unerträglichen Fernsehkommentatoren) zu ertragen. Wie oft musste man sich da z. B. die Geschichte mit Blaszczykowskis schwerer Kindheit anhören, gerade so, als hätte er das Ausgleichstor gegen Rußland nur deswegen geschossen. Gäbe es Zweikanalton bei Fußballspielen, einer mit Kommentar und einer nur mit Stadionmikrofon, ich würde andauernd den zweiten Kanal einschalten.

Anonym 3. Juli 2012 um 11:34  

nur mit liebe zu seinen Boden und seinen Blut spielt man leidenschaftlichen fussball. das meint vogg und wagner, und sie haben recht.

Roberto J. De Lapuente 3. Juli 2012 um 11:37  

Fußball als Boden- und Blutmystik - soso. Da hat einer richtig Ahnung, was? Fußball als Triumph des Willens - unheilige Leni hilf!

flavo 3. Juli 2012 um 11:59  

Hui, das ist ja heftig. Der Hahne geht richtig ab in seiner neuen Charaktermaske. Gott, Vaterland und Krieg sind seine Stammfelder geworden.

piet 3. Juli 2012 um 12:16  

@anonym - Buddel dir doch nen schönes Loch auf deutscher Ackerkrume und schieß dir ins Knie. Dann haste Blut UND Boden. Das Singen nicht vergessen !

Bis ungefähr zur Jahrtausendwende hat man Sich bei TV Übertragungen damit beholfen, die Glotze stumm zu stellen und dabei die Radioübertragung zu hören, die meistens spielbezogener war und weniger auf "Frau im Spiegel"-Niveau. Wenn ich heutzutage nochmal schaue, dann gänzlich ohne Ton und gute Spielanalysen gibt´s eh nur noch selten im Print.

Anonym 3. Juli 2012 um 12:42  

....vielleicht sollte man im Anschluss an die Hymne noch das Horst-Wessel-Lied singen....dann müsste es sich doch ganz leicht siegen lassen...lach....

Skulptur kaputt 3. Juli 2012 um 12:51  

Fußball ist für mich nichts anderes als Rudelbumsen. Und was soll dieser Müll mit der Nationalhymne? Ich mag noch nicht mal meinen Nachbarn! Wie sollte ich da pauschal etwas für die
81 KK Leute mit samt ihrer Marktkonformen Demokratie verbindendes empfinden?

Anonym 3. Juli 2012 um 13:43  

"nur mit liebe zu seinen Boden und seinen Blut spielt man leidenschaftlichen fussball. das meint vogg und wagner, und sie haben recht."

Was für ein Quatsch.
Die deutsche Nationalmannschaft hat auch schon hart umkämpfte Spiele gewonnen in jüngerer Vergangenheit. Und da haben auch nicht mehr Leute mitgesungen als gegen Italien letztens.

Anonym 3. Juli 2012 um 14:23  

Bei jedem Fussballspiel spielen zwei Mannschaften. Ob national oder international.

Schaffen wir nun für jede Mannschaft eine eigene Hymne. Müssen dann bei einem Spiel Bayern München gegen Borussia Dortmund voller Inbrunst die Hymnen gesungen werden? Und wehe, ein Spieler singt nicht mit. Gelb-Rote Karte für Gesangsverweigerer?

Ich würde vorschlagen, vor Spielen von Nationalmannschaften die Hymnen abzuschaffen. Rauf aufs Spielfeld, Seitenwahl, Anstoß, und dann das Spiel betrachten, mögen die besseren Spieler gewinnen.

Dann gewinnt aber nicht ein Land, sondern die Spieler auf dem Platz.

(unbequemer)

Inglorious Basterd 3. Juli 2012 um 17:03  

1. Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen Italien für das AUS gesorgt, weil Löw 7 Spieler aus dem Team nominiert und aufgestellt hat, das in dieser Saison alles verloren hat, was es zu verlieren gab: Bayern München. Da galt es nun, auch noch die EM zu floppen.

2. Nix gegen das Singen. Aber dann bitte etwa "Männer" von Grönemeier oder "Einer geht noch, einer geht noch rein"!

Inglorious Basterd 3. Juli 2012 um 18:43  

"Unsere Hymne ist ein Bekenntnis zu unserem Land, unserer Demokratie, unserer Geschichte." Völlig verstrahlt und geschichtsvergessen scheint Hugo Müller-Vogg zu sein.

Die zweite Strophe des von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 komponierten Deutschlandliedes erinnert immer auch an die beiden anderen Strophen und ist somit ohne diesen Kontext nicht denkbar.

So so: Bekenntnis zu "unserer" Gschichte (Müller-Vogg). Freudscher Versprecher oder tief verwurzelte Gesinnung?

Anonym 3. Juli 2012 um 20:57  

Europameister sind die geworden, die überhaupt nicht singen!

Wolfgang Buck 3. Juli 2012 um 22:49  

Mir hängen diese Fähnchen an den Autos die SchwarzRotGeilen Bremsstreifen in den Gesichtern und was es noch alles so gibt eh zum Hals raus. Und nun noch die Medien als Blockwarte die jene Spieler anschwärzen die vor dem Spiel anderes zu tun haben als Lieder zu grölen; sich vielleicht konzentrieren wollen...

Oder anders: der Protestant Gauck stimmt uns auf Krieg ein und der Katholik Hahne steht im medial zur Seite...nachdems die Politiker nicht mehr schaffen Europa in einen Vernichtungskrieg zu führen versuchen nun die Pfaffen ihr Glück...wie erbärmlich geht's denn noch?

André Tautenhahn 4. Juli 2012 um 08:40  

Man könnte natürlich auch behaupten, die Spanier hätten die EM nur gewinnen können, weil sie sich beim Singen vor den Spielen nie verausgaben mussten und daher ausgeruhter waren.

Eine Diskussion um die deutsche Hymne finde ich grundsätzlich ja nicht verkehrt, wenn am Ende endlich mal deren Abschaffung dabei heraus käme. Denn bis heute haben weder Pädagogen noch Bildkolumnisten kapiert, dass in dem Text gerade ein Mangel an Nationalität zum Ausdruck kommt und nicht Gegenteil.

Hoffmann von Fallersleben hatte seine bescheuerten Zeilen auch nicht einer Nation, sondern einer Nationalbewegung auf das nicht vorhandene Leibchen geschrieben.

Zum Spiel gegen Italien ließe sich nun sagen, dass Löw eine durchaus konservative Strategie gegen Italien wählte, weil er mit denen und deren überraschender Spielweise im Wettbewerb gar nicht gerechnet hat. Dazu kommt der Druck durch die neuerliche Öffnung der Nationalmannschaft zum Springer-Konzern. Bild sitzt wieder in der Kabine, aus der sie von Klinsmann einst hinausgeworfen wurde. Wer oder Was für diesen Wandel in der Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist, lohnte sich einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich würde ja bei Niersbach anfangen.

Die Überhöhung Löws zum Taktik-Genie musste scheitern, weil andere Trainer auch Ahnung vom Fußball haben.

Anonym 4. Juli 2012 um 12:13  

Hallo,
heute morgen im Bus auf dem Weg zur Arbeit, schwadronierten eine Passagierin und der Fahrer über die nicht-singende Mannschaft. BLÖD hat das Ziel erreicht. Aber mal eine andere Frage: wer lernt denn noch den Text? Wir haben dank unserer Geschichtslehrerin, die um umfassende Bildung bemüht war, nicht nur den Text (alle Verse) sondern auch den Kontext kennengelernt. Aber das schien schon bei uns (Abi 1984) eine Ausnahme gewesen zu sein. Tatsache ist wohl eher, daß alle die, die nun über die mangelnde Sangeskunst meckern, den Text auch nicht könnnen....

Ich schließe mit einem Zitat der Mitfahrerin: "Das hat es beim Kaiser nicht gegeben, da haben alle laut mitgesungen!"
Wer's braucht....

Mada

Roberto J. De Lapuente 4. Juli 2012 um 12:21  

Die meint den Kaiser Franz nehme ich an - beim Willi sang man anderes. Das hat es übrigens beim Führer auch nicht gegeben, da sangen auch alle mit...

Anonym 4. Juli 2012 um 12:30  

Genau den "Schaun mer mal"-Kaiser Franz meinte sie ;-)

Maximilian 4. Juli 2012 um 13:50  

Klar ist das erbärmlich mit dem Singen...
Aber "mit diesem technisch etwas aufpolierten Kick and Rush, den die DFB-Elf zuweilen spielt, setzt man sich gegen Mannschaften, die den kontrollierten Ballbesitz pflegen, nicht durch"?
Mit diesen Mannschaften sind offenbar nur Italien und Spanien gemeint, denn nur gegen Italien und Spanien hat Deutschland in den letzten 5 Jahren Pflichtspiele verloren.
All die folgenden Mannschaften pflegen demnach offenbar keinen "kontrollierten Ballbesitz":
3:2 gegen Uruguay
4:0 gegen Argentinien
4:1 gegen England
3:0 gegen die Türkei
1:0 gegen Portugal
2:1 gegen Holland
2:1 gegen Dänemark
4:2 gegen Griechenland

Mark P. 4. Juli 2012 um 14:05  

Wenn ein Spieler keinen Bezug zu der Nation hat, in der er spielt, sollte er auch nicht in der Mannschaft spielen, die Nationalmannschaft heißt. Das ist eine persönliche Gewissensfrage.

Ich glaube, viele zugewanderte Deutsche identifizieren sich mittlerweile mehr mit Deutschland als diese Özils, Khediras, Boatengs usw.

Mir scheint es, als würden diese Spieler Deutschland als Vereinsmannschaft ansehen und nicht als ein Land, das sie repräsentieren.
Viele haben die deutsche Nationalmannschaft als Sprungbrett benutzt, um mehr Geld in besserklassigen Mannschaften zu verdienen und um mehr internationale Bekanntheit zu erlangen.

Identifizieren sollte sich ein Nationalspieler schon mit dem Land, für das er spielt.
Ansonsten sollte er für das Land seines Herzens spielen.

Nur meine bescheidene Meinung...

Roberto J. De Lapuente 4. Juli 2012 um 14:08  

@ Maxl:

Ja und? Was soll damit gesagt sein?
Etwa, dass eine der genannten Mannschaften den "kontrollierten Ballbesitz" als maßgebliches Element verwendet - oder doch nur den schnellen Abschluss sucht. Gerade Argentinien und England in dieser Auflistung sind ja Paradebeispiele für Mannschaften, die den Ball kaum besitzen...

Außerdem lege ich Wert darauf, dass nicht Deutschland gegen Italien oder Spanien verloren hat, sondern der DFB gegen die FIGC oder die RFEF, denn deren Auswahlen spielten, keine nationalen Mandatsträger oder dergleichen.

Roberto J. De Lapuente 4. Juli 2012 um 14:13  

@ Mark P.

Spar Dir den nationalen Scheiß hier - diese Özils, Khediras und Boatengs sind ungefähr so bezüglich auf ihre Nation, wie Neuer, Badstuber oder Müller. Das sind Fußball-Profis, keine Patrioten - sie spielen für den hiesigen Fußball-Bund, nicht für Deutschland. Sie spielen vorallem für Geld - auch für Ruhm; nicht weil da Bezug wäre.

Dieses Hervorheben von den "Özils, Khediras und Boatengs" könnte aus dem Lager der NPD kommen, die sich ja auch immer darüber aufregt, dass da Schwarze in der Nationalelf spielen. Dagegen bin ich allergisch...

Matt 5. Juli 2012 um 16:54  

Keine nationalen Mandatsträger oder dergleichen spielten? Es handelt sich um die "Deutsche Fußballnationalmannschaft" - ich lese da eindeutig Mandatsträgertum heraus.
Der Beweis: Kein anderer Verein könnte mit einer Mannschaft namens "Deutsche Fußballnationalmannschaft" auftreten.
Wenn es nur eine Sache unter Verbänden wäre, dann wäre das möglich.

Anonym 5. Juli 2012 um 17:18  

Gerade Argentinien und England sind Paradebeispiele für Mannschaften, die den Ball kaum besitzen?
Und wie kann dann Spanien seine letzten beiden Spielen gegen diese Mannschaften verloren haben?
2010 verlor Spanien 1:4 gegen Argentinien, 2011 verlor Spanien 0:1 gegen England.

Roberto J. De Lapuente 5. Juli 2012 um 18:03  

Komisch, eben war noch die Rede von Pflichtspielen und nun werden Freundschaftsspiele zitiert - netter Versuch.

"Deutsche Fußballnationalmannschaft" ist nicht offiziell - es ist die Auswahl des DFB; die Kapitäne bei Verbandsspielen (so der offizielle Name; nicht "Länderspiel") tauschen Wimpel des Verbandes aus, nicht Landesfahnen...

Anonym 5. Juli 2012 um 23:12  

Hallo Roberto,
bzgl. "eben war noch die Rede von Pflichtspielen und nun werden Freundschaftsspiele zitiert" - du wechselst da die Schiene: Es ging doch um den Spielstil, und der ändert sich nicht grundsätzlich bei Freundschaftsspielen.
Du sprachst vom Spielstil allgemein, nicht von Spielstil unter Pflichtspielbedingungen.

Anonym 6. Juli 2012 um 18:02  

Übrigens müßte demnächst zur Urlaubszeit und zum Sommerloch der jährliche BILD-Artikel kommen, dass das Fernsehprogramm im Sommer schlechter ist mit lauter Wiederholungen...

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