Facie prima

Donnerstag, 26. Mai 2011

Heute: Der Verurteilte, Dominique Strauss-Kahn

Er steht im Verdacht, eine Frau zum Sex gezwungen zu haben. Er wird verdächtigt, seine Stellung schamlos ausgenutzt zu haben. Ihm wird aufgrund des Verdachts der Vergewaltigung, sexueller Belästigung und der Freiheitsberaubung der Prozess gemacht. Doch der Verdachtsmoment ist dahin - so wie Strauss-Kahn in den Zeitungen abgelichtet wird, wird der Verdacht für den Leser zur reinen Makulatur, zu etwas, was man bereits überspringen kann, weil es bereits erledigt scheint. Der Abgeführte ist nicht über jeden Verdacht erhaben, er ist über jeden Verdacht hinaus - er ist post-verdächtig, bereits im Stand der Schuld angelangt. Ein in Handschellen abgeführter Mann sieht nicht nach Verdacht aus, er verbreitet die Aura der Schuld - wird optisch schuldig gesprochen. Natürlich könnte sich der Verdacht erhärten und später auch bestätigen. Aber die Verurteilung hat vor Gericht zu geschehen, unabhängig, überparteilich und nicht a priori durch die geschickte Setzung von Fotos manipuliert. Können Richter, die ja auch nur Menschen sind, daher irren und sich manipulieren lassen können, noch objektiv (ver-)urteilen, wenn der Angeklagte schon vorher medienwirksam als Schuldiger abgelichtet wurde?

Was spräche eigentlich dagegen, in einem so heiklen Verfahren ein neutrales Foto Strauss-Kahns zu verwenden? Eines aus seiner Vita, seinem Pressebüro, eines, das von seiner Partei oder seiner Behörde für Medienzwecke zur Verfügung gestellt wurde? Sicherlich sind solche Fotos Idealbilder, sollen den Abgelichteten ins rechte Licht schönen. Aber ist ein so problematischer Fall nicht eine Ausnahme? Kann man da nicht ausnahmsweise auf ein neutrales Pressefoto zurückgreifen? Aus rechtsstaatlichen Bedenken heraus? Bei anderen Schlagzeilen, bei denen Politiker oder Wirtschaftskapitäne schlecht abschneiden, greift man doch auch auf neutrale Lichtbilder zurück - mit zuvorkommender Rücksichtnahme, um die Würde der Person zu gewährleisten. Sah man Peter Hartz bei seiner Abführung? Von Strauss-Kahn ist persönlich und politisch zu halten was man will, aber noch ist er unschuldig, bis seine Schuld vor Gericht bewiesen werden kann. Daran halten sich diejenigen, die die grafische Aufbereitung von Artikeln betreuen, jedoch kaum.

"Sperma von Strauss-Kahn!" lautete die Schlagzeile, die dieses Bild zierte. Es wirkt so, als würde dieser Mann flehen. Als würde er als Überführter um Gnade winseln - oder Einsicht zeigen - oder beten. Das Bild ist ein optisches Schuldeingeständnis. Möglicherweise ist das Sperma von ihm - das kann es allerdings auch dann sein, wenn beide einvernehmlich miteinander kopulierten. Genau dies hat ein Gericht festzustellen. Obwohl die Texte neben solchen Bildern durchaus kritisch und objektiv sein können (nicht alle sind es!), unterstreicht eine solche Fotoauswahl die Schuldigkeit. Noch bevor der Artikel gelesen wurde, nährt man das Unterbewusstsein des Lesers. Der weiß schon vorher, oder besser gesagt, er meint zu wissen, dass Strauss-Kahn ein Vergewaltiger ist. Möglicherweise liest er den Artikel deshalb auch gar nicht mehr. Solche Fotos sind ein Affront gegen die Unschuldsvermutung und untergraben den fairen Verlauf des Rechtsstaates. Selbst wenn eine mögliche Unschuld am Ende herauskäme, die Bilder brennen sich ein. Irgendwas bleibt zwar immer hängen - aber solche Fotos machen dieses Immer noch immerwährender.


37 Kommentare:

klaus Baum 26. Mai 2011 um 08:23  

Genau so ist es! In meiner allerersten Meldung zu Strauss-Kahn hatte ich ihn auch bereits verurteilt, wusste allerdings noch gar nicht, worum es genau geht. Und es geht nicht primär darum, ein Bekenntnis abzulegen, dass man selbstverständlich Vergewaltigung strengstens verurteilt, sondern darum, dass jemand erst als Gewalttäter zu gelten hat, wenn die Gewalttat auch bewiesen ist. Nur darum geht es. In der Millenniums-Trilogie erpresst der Betreuer von Lisa Salander oralen Sex, der Betrachter des Films wird zum Zeugen dieser Erpressung - und kann so diese Gewalttat eindeutig verurteilen.
Hinsichtlich Strauss-Kahn ist diese Eindeutigkeit erst für die Perspektive der Außenwahrnehmung zu ermitteln.

Anonym 26. Mai 2011 um 09:43  

Meinungsmache und Kampagnen überall.

Vielleicht haben sich Medien und Journalisten einfach schon so daran gewöhnt
Stimmung zu machen oder Strauss-Kahn ist jemandem auf die Füsse getreten und soll so aus dem Weg geschafft werden.

In jedem Fall verkauft sich eine Zeitung mit dem Foto eines ganz offensichtlich Schuldigen um einiges besser, zumal es sich hier auch noch um den (Ex-)Chef des Internationalen Währungsfonds handelt. Wer will da was von der Unschuldsvermutung wissen?

Der Gedanke an die Prinzipien des Rechtsstaates verflüchtigt sich umso schneller, je mehr Gewinn gemacht werden kann.

Außerdem möchte der Informationskonsument heute seine Fakten schnell auf den Tisch haben! Wir leben schliesslich im 21. Jahrhundert und Zeit, um einmal nachzudenken ist...
...stets knapp.
...nicht aufzubringen.
...out.
...Nachdenken? Was ist das?

Schöne neue Welt.


Diana

Anonym 26. Mai 2011 um 10:43  

der autor schützt einen verbrecher mit seinen text

Roberto J. De Lapuente 26. Mai 2011 um 11:47  

Ja, genau. Wie ich ihn schütze *lach*

Jutta Rydzewski 26. Mai 2011 um 12:47  

Und der Anonymus von 10:43 wird hoffentlich auch weiter von seiner überragenden Einfalt be- oder geschützt, denn ein Aufwachen könnte für ihn dramatische, u.U. sogar "suizidale" Folgen haben.

mfg
Jutta Rydzewski

Buck Walth 26. Mai 2011 um 13:04  

Wenn "sex" und "crime" zusammenkommen dann verspricht das eben Auflage, Quote, Profit.Ob Kachelmann oder Strauß Kahn. Eine öffentliche Vorverurteilung spricht die niederen Instinkte der Leser bzw Seher an. Wenn dann die Justiz wie in den USA üblich die passenden Bilder liefert ist das eine Goldgrube. Die Medien (vor allem der "Boulevard") haben vor allem eine Verantwortung gegenüber ihren Eignern. Verantwortung gegenüber dem Konsumenten? Vergesst es!

ninjaturkey 26. Mai 2011 um 13:48  

Assange, Strauss-Kahn, Kachelmann, Katsav, ...

So what, Sex sells. Unschuldsvermutungen gibts nicht mehr in den Medien, allenfalls Bigotterie und Heuchelei. Da wird sich in unserem ÖR Fernsehen darüber aufgeregt das man die o.a. Herren mit Filmchen und Aussagen vorverurteilt, die man gleichzeitig genüßlich aber eben nur zur "Dokumentation" des Sachverhaltes selbst zitiert und zeigt.

Bei den eingangs erwähnten Herren zeigt sich m.M. nach ein elitäres und unsoziales Selbstverständnis, dass bei ihnen in ein Verhalten mündet bei dem sich die meisten "Normalbürger" nur an den Kopf fassen. So weit klar. Nur ist das an sich eben noch nicht strafbar, und wenn doch, so hat das von Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelt und von Richtern sanktioniert werden müssen. Öffentliche Kommentare und Diskussionen zum Thema vorab haben sich gefälligst zurück zu halten.

klaus Baum 26. Mai 2011 um 14:29  

The Problem is:
Bei vielen Menschen,
zu denen ich mich rechne,
gibt es eine Leseschwäche.

Du schützt mit deinem Text keinen Verbrecher,
sondern machst nur darauf aufmerksam,
dass Herr Strauß-Kahn erst von dem Moment ab als ein solcher gelten darf, als Vergewaltiger, wenn seine Schuld erwiesen ist.

pascal 26. Mai 2011 um 14:51  

@Roberto: Das sind dann wohl die bezahlten Meinungsmacher, von denen ich schon öfters gelesen habe, die sich in Blogdiskussionen einklinken und die Werte ihrer Herren verteidigen... Dachte ja nicht, dass man sie doch so leicht an ihrem BILD-haften Schreibstil erkennt ;)

klaus Baum 26. Mai 2011 um 15:01  

ist der anonyme schreiber, der dich des verbrecherschutzes anklagt, etwa mit dieser IP-Nr. ausgestattet?

31.16.168.3

Roberto J. De Lapuente 26. Mai 2011 um 15:40  

Klaus, das kann ich nicht verfolgen. Und ich würde es auch hier nicht kundtun. Sogar solche haben ein Anrecht auf Datenschutz - das ist es ja gerade, was den Rechtsstaat so vornehm macht: er läßt auch die Deppen mit gleichen Rechten leben.

Hartmut 26. Mai 2011 um 15:59  

Danke Roberto - eine sehr gute Be-
schreibung wie Bilder auf Menschen,
insbesondere, der Mensch in der Masse, wirken.

Fakt ist, daß Bilder auf das Unterbewußtsein wirken und die Schrift bewußt wahrgenommen wird.

Dies erklärt auch zum Teil den Siegeszug der Boulevard-Presse und letztendlich auch des Fernsehens.

Vor gut 2000 Jahren vollzog sich der Weg vom Mythos zum Logos, zu unserer Zeit, so glaube ich, ist es umgekehrt.

Anonym 26. Mai 2011 um 16:50  

Selbstverständlich: Unschuldig bis zum Beweis des Gegenteils.

Aber, bitte gestatten Sie mir den Hinweis und die direkte Sprache: Er und die von ihm geleitete Institution ficken ganze Kontinente. (http://www.gregpalast.com/strauss-kahn-screws-africa/)

Danke für das unermüdliche Aufschreiben von Sachen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten.
Jan von Hollern

Anonym 26. Mai 2011 um 18:53  

Was wohl ein unschuldig hingerichteter US-Amerikaner zu seinem so genannten Rechtsstaat sagen würde?
Richtig, dem fehlen ja die Worte!

Sichtbar ist Strass-Kahn,
unsichtbar Bradley Manning.
Im Scheinwerferlicht, wenn auch in unterschiedlicher Intensität, stehen beide.

Der Kritik der Quotenmacher ist uneingeschränkt zuzustimmen. Da werden sämtliche Bauchgefühle bedient.
Guck mal!

Systemfrager 26. Mai 2011 um 21:09  

Ach Roberto,
ich verrate es dir: Die Gaben hat man sich nicht verdient, sondern geerbt. Ich war immer weit und breit in der Mathe der beste, die bist ein Genie des Wortes
Trotzdem soll man auch ein bischen die Logik nicht vergessen
Warum schreibst du nicht über Spanien, sondern diesen Unsinn

Trojanerin 26. Mai 2011 um 23:07  

Vor kurzem haben wir die Macht der Bilder im Fall Assange gesehen. Jetzt haben wir den Fall Strauss Kahn. Die Medien müssten Verantwortungsbewusstsein besitzen, um neutrale Fotos u.ä. zu zeigen.
Der Rechtsstaat erodiert, wenn Richter sich von Medien beeinflussen lassen, wenn die deutsche Kanzlerin über die Tötung eines Terrorchefs, dem sehr wohl der Prozess vor einem internationalen Strafgerichtshof hätte gemacht werden müssen, jubelt, wenn Bradley Manning festgehalten wird, ohne ein Verfahren zu bekommen und unter sehr schweren Haftbedingungen zu leiden hat. Wie sieht es dann aus mit dem viel beschworenen Rechtsstaat. Nicht nur die Medien betreiben eine verantwortungslose Vorverurteilung, auch die Strafverfolgungsbehörden und die Gerichte handeln (nicht immer) voreingenommen, willkürlich, manchmal rassistisch. Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge.
Das zeigt, dass eine riesige Verantwortung bei den Gerichten liegt, die es in der Hand haben, ob jemand ein faires Verfahren bekommt. Die Gerichte müssen neutral sein, die Medien müssen es nicht.
Richter jedoch sind genauso gute oder schlechte Menschen, wie der Rest auch.

klaus baum 26. Mai 2011 um 23:37  

lieber roberto, die mitteilung der IP-Nr. war nur intern für Dich gedacht, doch dann hast Du Datenschutz gesagt und diese Nummer im gleichen Atemzug veröffentlicht.Es ging mir eigentlich nur darum, uns auszutauschen hinsichtlich gewisser Trolle, die nie ein inhaltliches Argument, sondern nur Vorwürfe bringen.

Anonym 27. Mai 2011 um 10:31  

Meinungsmache ist oft perfide, obwohl ich den Bürgern im Allgemeinen doch zutraue, so etwas zu durchschauen. Schlimmer fände ich allerdings die Manipulation der Wahrheit wie beim Ministry of Truth.

DSK wurde in Handschellen abgeführt - das ist Fakt! - und wurde dabei fotographiert. Fertig, aus.

epikur 27. Mai 2011 um 11:14  

Vermutliche, vermeintliche Verbrecher interessieren doch niemanden. Der Pöbel will knallharte Skandale, Action, Sex und Crime. Und die bürgerlichen Medien machen ALLES mit, solange es Auflage, Quote usw. ergo: Kohle bringt.

Übrigens ist die Rubrik Facie Prima meine Lieblingsrubrik auf ad sinistram. Also ruhig öfter bedienen ;-)

Anonym 27. Mai 2011 um 11:20  

Ja, die Bilder in Handschellen und mit zerzaustem Haar haben eine gewisse Wirkung.

Aber gleichzeitig sind die Medien auch voll von prominenten Unschuldbeteuerungen, so als wäre der Umstand, daß sich jemand Prominentes findet der sagt, "das trau ich ihm nicht zu, der ist ein Netter" irgendwas von Belang.

Das hätten die Nachbarn von Josef Fritzl auch gesagt.

MiniMoppel 27. Mai 2011 um 11:57  

Übersehe ich etwas Wesentliches?
Der Beitrag, der sich mit der Veröffentlichung von vorverurteilenden und manipulierenden Fotos kritisch auseinandersetzt, bedient sich genau dieser Bilder, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen?
Geht das nach dem Motto: Wenn es schon alle machen...?
Der Autor scheint offensichtlich wenig Vertrauen in seine sprachlichen Fähigkeiten zu haben.
Und selbst in diesem Fall hätte man die Fotos verlinken können.

Zarathustra 27. Mai 2011 um 12:23  

Offenbar spielt bei der Bewertung der Vorgänge die politische Herkunft des Verdächtigen eine Rolle. Dass Strauss-Kahn ein treuer Parteigänger der Linken ist, der bis gestern als Kandidat für das französische Präsidentenamt galt, lässt die Vorwürfe gegen ihn irgendwie in einem anderem Licht erscheinen. Man stelle sich nur einmal vor, der Gast im New Yorker Sofitel wäre kein führender Sozialist, sondern ein Mann der rechten Seite gewesen. Oder gar Priester... Es sind zumindest Zweifel erlaubt, ob die Leitkommentare in vielen Zeitungen dann auch so vorsichtig und abwägend ausgefallen wären...

Anonym 27. Mai 2011 um 12:47  

Strauss-Kahn wird auf diesen Bildern schlicht "im Zustand des Verdachts" abgelichtet. Inwiefern gehen die Bilder denn über das Abbilden dieses Zustands hinaus?
Oder anders gefragt: Wie könnte denn ein Bild aussehen, in dem zwar der Verdachtsmoment anklingt, nicht aber eine Vorverurteilung?

old_skewl 27. Mai 2011 um 13:05  

Sie scheinen den Sinn von Nachrichten nicht verstehen zu wollen oder zu können. Der Mann wurde verhaftet. Fakt. In Handschellen abgeführt. Fakt. Warum kein Bild des Faktums?
Der von Ihnen beschriebene Einwand könnte höchstens bei einem Bericht über Prozesseröffnung etc. gelten.

Roberto J. De Lapuente 27. Mai 2011 um 13:56  

Strauss-Kahn Linker? Ja, genau, deswegen regt mich das auf... hätte mich aber auch aufgeregt, wenn man Thilo S. aus B. abgeführt hätte, weil er eine Eva J. aus K. mit seiner Manneslust zwangsbeglückt hätte... auch solche Menschen, die vielleicht nicht besonders links, eher linkisch sind, haben ein Recht auf die Unschuldsvermutung.

Anonym 27. Mai 2011 um 13:59  

Dass jemand in Handschellen abgeführt wird, vorverurteilt ihn nicht (das passiert übrigens auch in Deutschland).
Ergo kann auch ein Bild davon nicht vorverurteilen.

Jemand, der aus diesem Bild aber die falsche Schlussfolgerung zieht ist schlicht gedankenlos. Muss man auf so einen Menschen Rücksicht nehmen?
Ich finde nicht.

Roberto J. De Lapuente 27. Mai 2011 um 14:02  

"Jemand, der aus diesem Bild aber die falsche Schlussfolgerung zieht ist schlicht gedankenlos. Muss man auf so einen Menschen Rücksicht nehmen?
Ich finde nicht."

Damit ist doch alles gesagt - danke für die Unterstreichung meiner These. Danke für diese mir hilfreiche Gedankenlosigkeit...

Anonym 27. Mai 2011 um 15:35  

Er ist verhaftet worden und in Handschellen abgeführt worden, das und nicht mehr ist die Botschaft des Bildes. Daraus auf eine etwaige Schuld zu schließen ist ein Fehler, über eine womögliche verletzte Unschuldsvermutung zu spekulieren, Themaverfehlung. Die US-amerikanische Praxis fast jeden Verhafteten, oft auch Kinder, gleich in Handschellen abzuführen, können Sie natürlich kritisieren, aber das hat eben nichts mit der Unschuldsvermutung zu tun.

Till 27. Mai 2011 um 18:37  

Ich frage mich schon, was denn die Bilder anderes machen als Zeitgeschichte zu dokumentieren? Wie müßten denn erlaubte Bilder von Strauss-Kahn aussehen, die ihn in Zusammenhang mit dem Verdacht zeigen, Roberto?

Anonym 27. Mai 2011 um 19:45  

Zarathustra:Machst Du hier den Fleischhauer? Dein Text stammt aus seiner Kolumne vom 23.05.2011 und wurde hier auf einem aufklärerischen Blog wortwörtlich von Dir plagiiert. Leute wie Fleischhauer und seine Jünger sollten gesperrt werden. Strauss-Kahn ein Linker? Klar und der Papst ist der Chef von den Hells Angels.

philgeland 27. Mai 2011 um 21:55  

@Anonym 27. Mai 2011 12:47

"Wie könnte denn ein Bild aussehen, in dem zwar der Verdachtsmoment anklingt, nicht aber eine Vorverurteilung?"

Genau darum geht's ja. Bilder sind in den meisten Fällen eben wesentlich indifferenzierter als Texte. Die Aufgabe, einen "Verdachtsmoment anklingen zu lassen", könnte, ist eine sehr schwierige. Pressebilder sprechen meistens eine andere Sprache, entweder für oder gegen etwas.

Anonym 28. Mai 2011 um 17:51  

Mir kommen gleich die Tränen ob soviel männlichen Verständnisses....

Seit 25 Jahren bin ich nun in der gehobenen Gastronomie und weiss sehr genau, was Zimmermädchen alles "schlucken" müssen, auch ohne dass ein Schw... dabei ist.

Solche Herren sollten wesentlich öfter in Handschellen an internationalen Kameras vorbeigeführt werden, selbst wenn nur der Verdacht besteht, dass sie nur grabschen wollten. Diese Massnahme würde sicherlich das Leben und Wirken der Kolleginnen und auch Kollegen sehr wereinfachen, die Tag für Tag sexuellen Belästigungen ausgesetzt sind und dabei auch noch freundlich lächeln müssen, ohne die Chance zu haben, mal eine kräftige und berechtigte Ohrfeige verpassen zu können.

So eine TV-taugliche Vorführung würde wohl so manche Allmachtsphantasie und das Bild von der eigenen "überragenden" Persönlichkeit wohltuend relativieren.

Die windelweichen Kommentare hier zeigen mir mal wieder, wie es um den linken Gerechtigkeitssinn bestellt ist. Dankeschön die Herren, setzen, sechs....!

Roberto J. De Lapuente 29. Mai 2011 um 10:46  

Den Kommentar oberhalb dieses Kommentars musste ich aus Proporzgründen freischalten. Schließlich wollen auch Feministinnen gehört werden... und ewig wüten die Männer.

philgeland 30. Mai 2011 um 16:45  

Es ging nicht - zumindest nicht in meinem Kommentar - darum, sexuelle Belästigungen, welcher Art auch immer, mittels "windelweicher" Sprache zu relativieren, sondern schlicht und einfach um die suggestive Macht von Bilder im Allgemeinen. In Verbindung mit den richtigen Schlagzeilen (siehe BILD) und eben nicht nur in Hinblick auf sexuelle Delikte, schaffen sie ein Klima der öffentlichen Meinung, welches dem der Hexenjagden in früheren Zeiten um nichts nachsteht.

Eine wirklich differenzierte Betrachtungsweise dieses medialen Problemes ist alles andere als "windelweich", es ist dringend notwendig.

Anonym 28. September 2011 um 17:43  

Hallo Herr Lapuente,

Können sie mir sagen, an welchem Tag und auf welcher Seite die von ihnen genannte Schlagzeile "Sperma von Strauss Kahn" der Bildzeitung erschienen ist?

Vielen Dank,
Thomas

Roberto J. De Lapuente 28. September 2011 um 19:08  

Der Artikel dazu war dieser:

http://www.bild.de/politik/ausland/dominique-strauss-kahn/strauss-kahn-sperma-spuren-18047816.bild.html

Der Aufmacher lautete: Sperma von Strauss-Kahn - der Aufmacher ist aber nicht archiviert, wie üblich bei BILD Online.

Anonym 28. September 2011 um 21:29  

Vielen Dank für die rasche Antwort!
Ist ihnen denn dann der Tag, an dem die Printausgabe mit der besagten Schlagzeilen-Bild-Kombination erschienen ist, bekannt?
Denn in dem von ihnen genannten Link ist sie ja leider nicht zu erkennen.

LG Thomas

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