Gleichstellung abgeblasen

Samstag, 16. Oktober 2010

Eine anstößige Parabel auf einen durch Schaum vorm Mund entstellten Feminismus.

So ein Despot! Dem sind Jahrhunderte voller Frauenunterdrückung in Mark und Blut - oder sagen wir exakter: in Glied und Ejakulat übergegangen. So ein unerträgliches Schwein! Da will ich es also geschehen lassen, lasse den Kerl an mich ran, frau gönnt sich ja auch mal zweisame Wonnestunden! Und was sagt er, kaum dass wir uns nackt in den Federn aalen: Bitte blas ihn mir! Das hat er gesagt! Bitte blas ihn mir! Rotzfrech einfach so gesagt! Das zog mir doch glatt den Boden unter den Füßen und die Geilheit zwischen den Beinen weg.

Ich, erschüttert über diese Aufforderung aus Mannesmund, der Frauenmund zu entwertender Arbeit auffordert, habe mich umgehend aufgerichtet, ihn scharf angesehen und klargestellt: Hör mal gut zu, Kerl, ich bin bestimmt nicht prüde, bestimmt kein Hausmuttchen, das nur missionarisch in Stellung geht - aber es gibt Praktiken, die ich auf keinen Fall ausüben werde. Blasen, mein Lieber, ist die sexuelle Ausgestaltung weiblicher Historie; ist das pornographische Abbilden des Drangsals, das frau in ihrer Geschichte erleiden mußte - denn diese Praktik zeichnet die gesamte traurige Geschichte der unterdrückten Frau nach. Eine Frau, knieend und um ihr Heil leckend und saugend: so habt ihr Kerle uns doch über Jahrtausende gehalten. Immer auf den Kniescheiben, stets im Kotau gebeugt, immer euch zu Diensten. Ich werde nichts tun, was auch nur im Ansatz unterwürfig aussieht. Fellatio, du blöder Arsch, ist nichts für selbstbewußte Frauen - es ist uns eben keine Freude, im dunstigen Schambereich herumzuschlürfen.

Ob er wisse, wie erniedrigend, wie herabwürdigend das sei, fragte ich ihn. Aber er wollte ja nicht mehr mit mir quatschen, war säuerlich, weil ich ihn um seine Lust gebracht hatte. Neinnein, so kommst du mir nicht davon, erklärte ich. Jetzt müssen wir das diskutieren - jetzt! Es sei die Hölle, des Mannes Blasebalg zu sein - nicht diese genitalen Ausdünstungen würden schmerzen, nicht die kratzbürstigen Schamhaare, die sich mit Speichel vermengen. Unerträglich sei es nur, dass sich der werte Herr Kerl zurücklehnt, sich bedienen, sich befrieden läßt, genießt und schweigt, dabei auch noch glaubt, frau hätte ihre ausgelassene Freude daran, seinen Genitalbereich der Katzenwäsche zu unterziehen. Gestank - damit kann frau doch leben! Mit Behaarungen auch! Aber nicht mit dieser ignoranten Art, dieser männlichen Arroganz, die anmaßend genug ist zu meinen, es sei eine große Ehre, einen Pimmel im Gesicht baumeln zu haben.

Diese selbstzufriedene Faulheit, dieses Frau-macht-schon, dieser impertinente pater familias-Komplex: fürchterlich! Ein Bild für männliche Götter gibt das ab, wenn man da als Frau geschäftig fuhrwerkt, er nachsichtig des Weibes Kopfhaar tätschelnd; wenn frau vollen Einsatz zeigt, damit der Herr zufrieden ist, er lax ein Wow, bin ich gut! säuselt. Würde ich mich herablassen, in die Hocke herablassen, um ihm diesen Dienst zu tun, habe ich ihm gesagt, so würde ich die Rolle einnehmen, die keine Frau jemals mehr einnehmen darf. Es ist viel weniger eine Frage des Nicht-Wollens, erklärte ich ihm ganz ruhig bleibend, es ist eher eine Sache des Nicht-Dürfens. Ich darf es nicht tun, wenn frau gleichberechtigt bleiben will! Denn ich werte damit den Mann nur auf, setze die Frau herab. Emanzipation komme von mancipium, einer feierlichen Zeremonie durch Handauflegen, die die alten Römer ihren in Freiheit entlassenen Sklaven zukommen ließen. Emanzipation hat etwas mit der Hand zu tun, mit manus - nicht mit dem Mund, nicht mit dem Pimmel! Geht das eigentlich je in deinen Schädel, du dummer Arsch? Oft genug habe ich es ihm ja dargetan, schon vor der Partnerschaft - er meint ja immer noch, eine liebende Frau würde keinen ideologischen Sermon veranstalten, sie würde entweder machen oder einfach abwinken und sagen: nö, keine Lust! So einfach kommt er mir allerdings nicht davon!

Dumm sind sie ja nicht, die Männer, diese Männchen, wenn sie Männchen machen, um ihren Trieb zu stillen. Meinte er doch kürzlich, er könne zukünftig nicht mehr für Cunnilingus bereitstehen. Ich bezeichne das jetzt mal so - er war viel vulgärer. Denn in dieser Position, zwischen meinen Schenkeln, da fühle er sich so wehrlos, so unterdrückt und ausgebeutet. Frau macht es sich bequem, legt den Kopf zurück und er, der arme Schwerstarbeiter, müsse dienen. Nicht mit ihm! Da war aber was los! So nicht, habe ich gezürnt. Frauen wurden wirklich erniedrigt, waren Dienstmägde - wenn sich jemand das Recht herausnehmen kann, das andere Geschlecht zurechtzurücken, dann sind es wohl Frauen. Gleichberechtigung heißt eben auch, den einstigen Bedrängern nicht die gleichen Rechte zuzusprechen, wie frau es nun den früheren Opfern - die heute ja immer noch viel zu oft Opfer sind - anerkennt. Wo wären wir denn da mit der Gleichstellung, wenn man Täter- und Opfergeschlecht denselben Regeln unterstellte!

An jenem Abend, an dem er mir mundgerechte Happen Unterdrückung angedeihen lassen wollte, habe ich ihm noch viel über sein patriachalisches Benehmen beigebracht. Er war dann auch einsichtig, hat immer wieder reuevoll genickt, demütig bejaht, mir ständig recht gegeben - er sehe nun ein, was er da falsch gemacht habe, aber Lust hätte er noch immer. Hatte ich ja auch, gab ich zu. Und flugs war er mit dem Gesicht zwischen den Schenkeln, ich zurückgelehnt, ihn prätentiös die Haare gewuschelt, Wow, bin ich gut! verkündet. Oh ja, er zwischen meinen Schenkeln... Gleichstellung tut einfach Not!



17 Kommentare:

Margareth 16. Oktober 2010 um 09:34  

Ich hab wirklich Tränen gelacht beim Lesen:))
Lieber Roberto mit dieser "anstößige Parabel" hast Du für die Kampfemanzen endgültig zum Halali geblasen:))

Frau I. wird Dir wieder einen eigen Artikel widmen - und ihr Schaum vorm Mund wird die Tasten verkleben :))

Ich jedenfalls werde diese wundervolle Parabel nun ausdrucken, und werde sie zum
" Vorspiel" meinem "Unterdrücker" im Bettchen vorlesen - gehe davon aus, dass wir beide vor Lachen dann keinen mehr hochbekommen :))

Roberto J. De Lapuente 16. Oktober 2010 um 10:23  

Freut mich, dass es gefällt. Nur: wer ist Frau I.?

Anonym 16. Oktober 2010 um 10:46  

Lieber Roberto,

Frau I.? Ich glaube, Margareth meint damit jene netzberühmte Bloggerin, die uns Frauen - und Euch Männern natürlich erst recht! - immer wieder energisch zeigt, wo es langgeht. Nennt sie sich nicht ISIS oder so ähnlich? Nach der ägyptischen Gottheit der Liebe und des Todes?
Ahm... überhaupt dachte ich doch, dies hier sei ein Gastartikel von ihr...? Oder bin ich falsch...? Oops, so kann frau sich irren!

Liebe Grüße
Saby

Margareth 16. Oktober 2010 um 11:07  

Lieber Roberto,
tschija gute Frage : Wer ist Frau I.punkt? Nicht zu verwechseln mit
G punkt - soviel steht fest :))

Also ich würde die Dame kurz und knapp so umschreiben:
Frau Ipunkt lebt auf dem Planet "Alle Männer sind Frauen -und Kinderschänder". Ihre nächste große Aktion wird sein, Bananen zu verbieten, denn dieses Phallussymbol kann nur eine Züchtung dieser Rasse Mann sein- also auch vernichten! ( Könnte wetten Sie hat schon einen Marktstand mit Bananen umgehaun:))

Frau Ipunkt bloggt sich den Wolf bzw. Wölfin über jeden Blogger der es wagt - die Tasten zu erheben zum Feminismus - und ihre Fäkalsprache läuft zur Hochform auf, wenn sie ignoriert wird.
In knapp 2 Monaten hat sie es doch tatsächlich geschafft fast überall "Kommentarverbot " zu bekommen- na wenn das keine Leistung ist:))

Und ich bin für Frau Ipunkt eh ein devotes Mäuschen . Wenn Sie jetzt noch erfährt , dass ich gern "unten liege und bl"............ dann dann bekomm ich auch nen eigenen Artikel von ihr gewidmet . ENDLICH :))

klaus Baum 16. Oktober 2010 um 11:43  

MANNoMANN

epikur 16. Oktober 2010 um 13:09  

Der Feminismus hat eine neue Prüderie geschaffen und beklagt sich dann gleichzeitig, dass die Männer es im Bett nicht mehr bringen würden. Selbst schuld, wenn man Geilheit nicht einfach zulassen kann ;-)

Die unsägliche Frau I., die mit dem Schaum vorm Mund, hat es bei uns geschafft, in 2 Jahren Bloggeschichte, als erster Kandidat gesperrt zu werden. Mehr negative Aufmerksamkeit sollte man ihr jetzt aber auch nicht mehr geben. Da freut sie sich doch drüber.

Margareth 16. Oktober 2010 um 16:41  

so ist es @ epikur
dies war auch meine einzige und letzte Aufmerksamkeit für diese unsägliche Frau I.
Ignorieren ist eh die Höchstrafe für diese Person!

klaus Baum 16. Oktober 2010 um 20:14  

schaum vorm mund und blasen, das klingt nach blow-job. iiiiiiiiii.

Die Katze aus dem Sack 16. Oktober 2010 um 20:26  

@ Margareth

Herrn R. und Frau I. verbindet mehr miteinander, als sie voneinander trennt. So zumindest sehe ich das. Beide machen uns, aus ihrer jeweiligen Betrachtungsweise heraus, auf gewisse Störungen im zwischenmenschlichen Umgang aufmerksam. Genau die Art von Störungen übrigens, von denen sich offenbar auch hier einige Menschen hinreissen lassen.

Was soll das bedeuten?

Anonym 16. Oktober 2010 um 23:02  

Um was geht es hier eigentlich ?
Da sind so viele Worte, die ich nicht kenne.

Margareth Gorges 17. Oktober 2010 um 06:43  

@ katze aus dem Sack

Ihre Wahrnehmung sei Ihnen unbenommen. Jedoch ist es für mich geradezu absurd, dass Sie hier von Frau I. zu Herrn R. eine "Verbindung herstellen wollen.

DAS EINZIGE auf was diese "Dame" aufmerksam macht ist, dass sie selbst erhebliche "Störungen im zwischenmenschlichen Umgang " aufweist.

Wie bereits erwähnt - Ich schenke dieser Dame keine weitere Aufmerksamkeit,denn es ist eine Beleidung meiner Intelligenz und weit weit unter meinem Niveau mich mit Frau I. zu beschäftigen.


mfg

Chat Atkins 17. Oktober 2010 um 09:57  

Ich fände es auch besser, wenn die Männer ihren Schwanz im Gesicht tragen würden.

Libero 17. Oktober 2010 um 11:53  

Ach Kinders,Frau I., Herr R.........
"Lasst uns doch lieber über die Popperei reden..oder noch besser..."
sagt eine emanzipierte Frau Libero.
Danke, Roberto, für die schöne Story, ich lache immer noch!

Scribine 17. Oktober 2010 um 13:39  

Interessanter Text - die Sichtweise einer Frau aus der Feder eines Mannes!

Welchen Wirkung hat das bei mir, einem weiblichen Wesen?

Nun, vorallem den, dass sich Frauen wie Männer der gesamten "Fülle" erotischen Erlebens "entledigt" haben.

Da wird geredet und diskutiert, über das was der jeweils "Einige" für sich beanspruchen zu glauben muss, statt sich einfach einander hinzugeben . . .

Und zu spüren wie gut der Andere/die Andere einem tun . . .

Tja, leider ist "Erotik" mit allen Sinnen (und allen Körperteilen) dieser Gesellschaft "abtrainiert worden.

Und das Blöde dabei, die meisten spüren es sogar - und machen sich deshalb immer wieder auf die Suche.

Nur leider, sie wissen gar nicht mehr wonach und wo sie suchen sollen - dem Gespür nach Berührung und dem Berührtwerden.

Manul 17. Oktober 2010 um 15:16  

ROFL ROFL ROFL!
Wunderbarer Text, ich habe gut gelacht.
So ist aber mit den Feministinnen, für sie ist Gleichstellung dann erreicht, wenn sie den Mann knechten. Noch schlimmer als die finde ich allerdings die sog. Feministen (also Männer), die mir dann Einiges erzählen. Dabei halte ich mich eigentlich schon für sehr emanzipiert... Naja, ich denke mir da auch immer meinen Teil dazu und viele dieser Kerle sind keine Männer mehr, sondern ausgelutschte Waschlappen, die wie Männer aussehen...

Lieschen Müller 18. Oktober 2010 um 12:58  

Nö, was du beschreibst hat nichts, aber auch gar nichts mit emazipation zu tun. Was ist es für ein blödsinn, feminismus für jeden dreck zu nutzen.

Frauen, die nicht gern geblasen haben gab und gibt es schon immer.

Männer dito.

Kurt 18. Oktober 2010 um 14:47  

Mir fällt bei dieser köstlichen Story auf, dass mehr gesprochen als geliebt wird.

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