Eingeschränkt pazifistisch

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Den Gräueln des Krieges war es zu verdanken, dass 1950 gut Dreiviertel der deutschen Bürger auf die Frage, ob sie, ihr Sohn oder ihr Mann wieder Soldat werden möchten, uneingeschränkt mit Nein antworteten - so berichtet es zumindest Gunther Latsch in seinem kurzen Essay "Lieber tot als Soldat". Der Pazifismus schien die junge Republik okkupiert zu haben - die Wiederbewaffnungsdebatte formierte kurze Zeit später junge Menschen, die keine neue Wehrmacht wünschten. Paradoxerweise aber, so erklärt Latsch, waren zwei Drittel der befragten Bürger allerdings auch der Anschauung, die Wehrmacht hätte bis 1945 ehrenhaft und tapfer gekämpft; die Hälfte vertrat sogar die Meinung, man sollte das Tragen von Wehrmachtsauszeichungen wieder erlauben - auch sei das Hakenkreuz auf den Orden "nicht so schlimm".

Ein etwas kruder, kein konsequenter Pazifismus - vielleicht gar keiner, vielleicht nur durchschlagende Ohnmacht, nach so einem allumfassenden Debakel, nach Beschau der Ruinen, Bergen von Leichen, Männern in Gefangenschaft. Ein flatterhafter Pazifismus, der gleichfalls widersprüchlich war wie jener, von dem wir heute Notiz nehmen. Jeder sechste Bürger spricht sich gegen den Einsatz in Afghanistan aus - aber gleichzeitig erfahren die zur Show gestellten Beisetzungen erschossener Soldaten, die mit militärischem Pomp und soldatisch-rhetorischer Prachtentfaltung zelebriert werden, unglaublichen Zuspruch. Eigentlich seien es ja Helden gewesen, vernimmt man aus der Bevölkerung - für ihr Land seien sie gefallen, für unser Land, für Deutschland. Ehrenhaft und tapfer gekämpft hätten sie - aber natürlich sei man gegen den Kriegseinsatz; friedliebend zu sein ist doch mindestens eine Selbstverständlichkeit.

Inkonsequent für den Frieden sein; widersinnig gegen den Krieg sprechen: das ist kein Pazifismus, das sind Sprechblasen einer Sprach- und Gesinnungskultur, die eingefordert werden, die verbreitet werden, ohne auch so gemeint zu sein. Inbrünstig sind derlei Beteuerungen jedoch selten. Krieg ist Scheiße, der Soldat aber ein armer Kerl, ein Opfer - das mag für den Wehrmachtsangehörigen sogar noch gelten; für den Bundeswehrangehörigen in Afghanistan trifft das weniger zu. Ersterer war gezwungener Laie, letzterer ist freiwilliger Fachmann. Wer den Krieg ächtet, wer pazifistisch gesinnt ist, der kann im Kriegspersonal kein Opfer sehen, keinen sich auf ethischen Befehlsnotstand zurückziehenden Part wittern. Man kann nicht behaupten, dass Krieg mörderisch sei, ohne nachzuschieben, dass Soldaten Mörder seien. In einer solch fundamentalen Sache kann es keine Differenziertheit geben; es ist unmöglich, Kriegseinsätze zu verdammen, den Krieger aber zu ehren - diese bürgerlich angepinselte Differenziertheit, die glaubt, man könne zwischen Ereignis und Handelnden scheiden, sie ist die Krone der Heuchelei!

Eine wirkliche pazifistische Haltung muß den Soldaten zwar nicht hassen, darf ihn gar nicht hassen: aber sie muß seine Funktion klarlegen, sie muß sein Handwerk beim Namen nennen. Gegen Krieg sein, zugleich aber Kriegerbeisetzungen beizuwohnen: das ist abstrus, gleicht einem fleischfressenden Vegetarier oder einer enthaltsamen Hure! Das ausführende Personal stets moralisch schadlos zu halten, es nimmt dem Individuum die Willensfreiheit, macht es zum Spielball obskurer Mächte. Den Soldaten reinzuwaschen mit der Mär von seiner Unschuld als kleinen Angestellten, es bestiehlt ihn der Würde, weil man ihm die Qualifikation aberkennt, selbst entschieden haben zu können. Wer Soldaten respektiert, der gebe ihnen die Schuld! Wer sie respektiert, der nenne sie Mörder! Der sage, die Funktion des Soldaten ist das Morden!

Sie zu Opfer zu stilisieren: das ist Respektlosigkeit! Sie zu Laufburschen höherer Interessen zu verklausulieren: das ist Würdelosigkeit! Sie zu Kreaturen ohne eigenen Willen zu münzen: das ist gefährlich! Eine andächtige pazifistische Gesinnung wüßte das. Das was als pazifistische Gesellschaft der Bundesrepublik als Schlagwort durch die Medien irrlichtet, weiß davon nichts - weil es nichts Pazifistisches ist, sondern eine Art Eid auf die gern gehörten Floskeln unserer höflichen und adretten Zeit; ein Eid auf die Losungen, die man plärren muß, wenn man als verantwortungsvoller Bürger wahrgenommen sein will. Blutloses Runterbeten, kein friedvoller Eifer! Wer es wahrhaftig meinte, sagte Mörder! - er sagte es provokativ, nicht vorwurfsvoll, er sagte es mit jener ungezückten Miene, mit der Wissenschaftler ihre Erkenntnisse preisgeben. Wer Scheißkrieg! sagt um hernach mutige Krieger zu bestaunen, der folgt nur einer Gesinnungsmode, dem ist die Friedfertigkeit nur ein wohlfeiles Attribut, welches seine brave Staatsbürgerpersönlichkeit zieren soll.

"Sagte ich: Mord?", fragte Tucholsky einst, "natürlich Mord. Soldaten sind Mörder", beantwortete er sich selbst. Und dann waren sie alle beleidigt, lamentierten, geiferten, zeigten an und - verloren vor Gericht, weil Soldaten keine konkrete Person darstellen. So ging das jahrzehntelang - aber heute sagt dergleichen keiner mehr, heute scheut man vor diesem großem Satz zurück. Soldaten sind keine Mörder mehr: sie sind Opfer, arme Schweine, die für uns, für dich, für mich in ihrem Blut ersaufen. Arme Schweine - aber irgendwer muß ja den Krieg für uns machen! Kriege ablehnen und Krieger anschwärmen: und das nennen Historiker und Soziologen dann die pazifistische Grundhaltung der Bundesbürger...



36 Kommentare:

Fleur 15. Dezember 2010 um 07:49  

Heute ist halt jeder ein Opfer und die Täter erst recht. Paradox.

endless.good.news 15. Dezember 2010 um 07:49  

Sehr treffend formuliert. Nur weil ein Staat einen Mörder legitimiert ist er noch lange kein Held. Ein Held rettet Leben und beendet sie nicht. Soldaten sind streng genommen Auftragsmörder. Sie sollen mit Gewalt Interessen durchsetzen. Das dies zur Verteidigung sinnvoll sein kann will ich nicht abstreiten. In einem Angriffskrieg wie Afghanistan gibt es keinen Sinn. Am schlimmsten finde ich, dass jegliche Kritik an den Heldeninzenierungen als Dolchstoß für die tapfere Armee gewertet wird. Was ist tapfer daran in einem voll gepanzerten Fahrzeug mit High Tech Waffen gegen Partisanen zu kämpfen. Schaut man sich das Verhältnis der Toten auf beiden Seiten an, dann sieht man das eine professionelle Armee gegen (im Vergleich) Anfänger kämpft. Wenn dann doch mal ein deutscher Soldat sirbt, dann wird plötzlich allen klar, dass man doch nicht alle zu 100% schützen kann. Die Taliban sind dann Terroristen und unsere Soldaten sind Helden. In Afghanistan würden dies die Taliban sicherlich anders sehen.

Inglorious Basterd 15. Dezember 2010 um 08:33  

Das Strafgesetzbuch sieht drastische Strafen für Mord, Körperverletzung, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Brandstiftung und Freiheitsberaubung vor. In der Unform der Bundeswehr begangen sind diese Taten straffrei.

Die Umdeutung der Täter zu Opfern spiegelt sich im sogenannten Opferdiskurs zum Holocaust wieder. Die Tätergesellschaft sieht sich retrospektiv nur noch als Vertriebene, Vergewaltigte, Opfer der Bombennächte und Verführte. Die letzte Äußerung der Vertriebenenchefin Steinbach, dass Polen den Krieg begonnen hätte, passt in dieses Schema. Dialektisch zugespitzt könnte es eines Tages heißen: Die Juden sollen sich bei den Deutschen für Auschwitz gefälligst entschuldigen.

Mescalero 15. Dezember 2010 um 08:38  

Ich denke,die Triebfeder für die mehrheit dieser Soldaten wird der höhere Sold sein.Kaum einer wird aus politischen Gründen in Afganistan sein Leben riskieren. Also sind es letztendlich nur Söldner."Helden" würden zu diesem Adeligen und seinem Anhängsel doch sagen:" Ich töte nicht für deine Karriere. Dieses Land gehört uns nicht und die meisten Afganen wissen nicht einmal wo Deutschland auf der Landkarte zu finden ist.
Es sind nur bezahlte Killer die sich manipulieren lassen, und für Geld alles machen würden was ihr Arbeitgeber verlangt oder erwartet. Und genauso sollte man sie auch behandeln.

Anonym 15. Dezember 2010 um 09:14  

"[...]Soldaten sind keine Mörder mehr: sie sind Opfer, arme Schweine, die für uns, für dich, für mich in ihrem Blut ersaufen[...]"

Da haben wir hier wieder etwas von den USA gelernt, und von Hollywood. Einziger Unterschied - es gibt derzeit eine Flut von Soldaten-Opfer-Literatur und noch keine Filme wie z.B. Oliver Stones "Platon". Kommt aber sicher auch noch....

Gruß
Bernie

landbewohner 15. Dezember 2010 um 09:35  

wer für geld menschen umbringt, der ist ein auftragskiller - egal wer ihn bezahlt.
wenn in der brd pazifismus und kriegerherrlichkeit so schön einhergehen können, dann ist das evtl auch dem "staatsbürger in uniform" zu verdanken, der ja nun einer aus der bevölkerung mitte ist und die zieht nun mal nicht in den krieg. und zu den naziorden etc sei angemerkt: vielleicht wäre es gar nicht soo schlecht gewesen, diese blechorden nicht zu verbieten. sicherlich hätten dann leute wie ein exbundeskanzler diese teile voller stolz präsentiert, aber auf jeden von diesen wären 100te gekommen, die sich daran erinnert hätten, wieviel dreck und blut an diesem billigen blechstern klebten und dieses dann auch kindern und enkeln weitervermittelt, denn krieg war für die vielen in den schützengräben dreck, läuse,tod und verderben, für ihre angehörigen hunger und angst. und auf den dank des vaterlandes haben sie ihr leben lang vergebens gewartet. diese menschen meinten das "nie wieder krieg" durchaus ernst, nur auch ihre angst und erinnerung wurde mit dem "nazitabu" totgeschwiegen.

potemkin 15. Dezember 2010 um 09:50  

Die allseitige Durchdringung des Rentabilitätsprinzips und der Kosten-Nutzen-Rechnung hat längst auch das Waffenhandwerk erfasst. Fürs Vaterland mag zumindest bei uns noch kaum einer sterben, aber die lukrativen Zulagen, welche in Kundus gezahlt werden, sind vielen das Risiko wert. Die Bundeswehr als 'anständig' zahlender Arbeitgeber, der einem erlaubt, Kredite pünktlich zu bedienen, wobei der Verlust an Leben oder körperlicher und seelischer Unversehrtheit stillschweigend in Kauf genommen wird. Nur selten, wenn der Presseoffizier gerade mal woanders ist, hört man diese 'echte' Motivation, die sicherlich 90 Prozent 'unserer Jungs' teilen. Und so ist es fast überall in den westlichen Berufsarmeen.

Jutta Rydzewski 15. Dezember 2010 um 10:40  

"Eigentlich seien es ja Helden gewesen, vernimmt man aus der Bevölkerung - für ihr Land seien sie gefallen, für unser Land, für Deutschland. Ehrenhaft und tapfer gekämpft hätten sie -"

So oder so ähnlich formuliert das auch der Überflieger, die "Lichtgestalt" (O-Ton Gottschalk) der Nation, Karl Theodor zu Guttenzwerg. Eben, das hat diesen Flummi erst zum Überflieger, mit Abstand beliebtesten Politiker, und gefühlten Bundeskanzler gemacht. An seiner Seite, Stephanie, die taffe Kämpferin gegen Pornographie, in Personalunion gleichzeitig auch oberste Jägerin gegen Pädophile im Internet. Ob diese Dame dabei Grund- und Persönlichkeitsrechte eklatant verletzt, spielt überhaupt keine Rolle. Das "Traumpaar" kann sich, auch dank BILD, offenbar alles erlauben, sogar das ganze Land lächerlich zu machen. Flummi Guttenzwerg nutzt das mörderische Verbrechen Kundus für eine "elegante" Kehrtwendung, und die ganze Journale klatscht begeistert Beifall. Flummi Guttenzwerg schmeißt mal eben seine beiden engsten Mitarbeiter heraus, wiederum Beifall, so fragwürdig das ganze Verfahren und die Gründe auch waren. So eine Type mögen die Deutschen offenbar schon wieder oder immer noch. Nicht nur der federnd-elastische Flummi-Gang, sondern auch noch eine Prise (Soldaten)Ehre, Stolz, Tapferkeit, ja, sogar ein bisschen Reaktion und Nationalismus schaden dem Ansehen nicht, sondern geben erst den besonderen Glanz. Gewisse Dinge werden sich in diesem Lande wohl nie ändern.

mfg
Jutta Rydzewski

Daniel Limberger 15. Dezember 2010 um 12:16  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Roberto J. De Lapuente 15. Dezember 2010 um 12:22  

Wer ist denn eigentlich der Staat?

Daniel Limberger 15. Dezember 2010 um 13:00  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym 15. Dezember 2010 um 14:02  

@Roberto J. de Lapuente

"Der Staat" dürfte wohl auch der von Galbraith genannte moderne "Räuberstaat" sein.

Früher waren wir alle "der Staat", aber heute haben den sich, lt. Galbraith, "räuberische Eliten" aus Wirtschaft, Besserverdienern, Zockern, Politik usw. angeeignet.

Das ist der neoliberal-marktradikale "Räuberstaat", der sich auch hier immer mehr offen zeigen darf, und für den auch die Bundeswehr Privatkriege der dt. "Eliten" führen darf...

Gruß
Bernie

Jens 15. Dezember 2010 um 14:26  

In diesem Sinne sollte man auch noch ein anderes Zitat von Tucholsky erwähnen:
"Jede Glorifizierung eines Menschen, der im Kriege getötet worden ist, bedeutet drei Tote im nächsten Krieg."
(Peter Panter / Die Weltbühne, 21.06.1932, Nr. 25, S. 937.)
Unser derzeitiger Kriegsminister will neue Orden und eiserne Kreuze verleihen und weitere Kriegerdenkmäler bauen. Wo will er noch überall die Freiheit und die christlichen Werte verteidigen? Etwa dort, wie es unsere Bundeskanzlerin vor einigen Tagen vorgeschlagen hat "...Das christliche Menschenbild ist nicht nur für uns
in Deutschland gültig, nicht nur für uns in Europa, sondern es gilt weltweit."
Deutschland, mir graut's vor Dir

Anonym 15. Dezember 2010 um 15:49  

Die künftige Söldner-Bundeswehr wird es schon richten ... und die Arbeitslosenstatistiken um die Vielen ohne und mit Hauptschulabschluss bereinigen - schließlich wird sie zu genau diesem Zweck umgemünzt und mit Lockangeboten versehen.

Auch das wird wieder als "Erfolg" verkauft werden.

Anonym 15. Dezember 2010 um 16:21  

Benennen Sie doch mal Alternativen, Herr Daniel Limberger.

Margareth Gorges 15. Dezember 2010 um 16:45  

Als einen Söldner bezeichnet man einen Menschen, der aus persönlichem Profit heraus an Kampfeshandlungen im Auftrag anderer agiert.
Die Nato und insbesondere Deutschland operieren "im Auftrag" der Vereinigten Staaten.
Eine Anwerbung, um finanziell oder gesellschaftlich besser gestellt zu sein, entspricht auch der Definition der Genfer Konventionen, in denen es heißt:

"Als Söldner gilt,

a) wer im Inland oder Ausland zu dem besonderen Zweck angeworben ist, in einem bewaffneten Konflikt zu kämpfen,
b) wer tatsächlich unmittelbar an Feindseligkeiten teilnimmt,
c) wer an Feindseligkeiten vor allem aus Streben nach persönlichem Gewinn teilnimmt und wer von oder im Namen einer am Konflikt beteiligten Partei tatsächlich die Zusage einer materiellen Vergütung erhalten hat, die wesentlich höher ist als die den Kombattanten der Streitkräfte dieser Partei in vergleichbarem Rang und mit ähnlichen Aufgaben zugesagte oder gezahlte Vergütung,
d) wer weder Staatsangehöriger einer am Konflikt beteiligten Partei ist noch in einem von einer am Konflikt beteiligten Partei kontrollierten Gebiet ansässig ist,
e) wer nicht Angehöriger der Streitkräfte einer am Konflikt beteiligten Partei ist und
f) wer nicht von einem nicht am Konflikt beteiligten Staat in amtlichem Auftrag als Angehöriger seiner Streitkräfte entsandt worden ist."


Nun treffen sicherlich nicht alle Punkte auf unsere Soldaten in Afghanistan (und andernorts) zu, jedoch versteht man im Volksmund einen Söldner lediglich als einen für den eigenen Profit an Kampfhandlungen beauftragter Soldat. In diesem Sinne kann ich der Bezeichnung zustimmen, wenn allerdings auch hervorgehoben werden muss, dass niemand der Jungs und Mädels da unten aus purem Eigennutz da unten ist.
Das wiederum heißt aber nicht, dass es nicht dazu kommen könnte, wenn man kriegerische Handlungen als Ausweg aus Hartz IV betrachtet.

Eine Gesellschaft, in der sich Menschen als Kanonenfutter stellen, um der drohenden Armut im eigenen Land zu entgehen, ist eine kranke Gesellschaft.

Die Bundeswehr als Abeitgeber zu betrachten ist ohnehin bezeichnend, aber in ganz anderem Sinne wie oben. Denn: ein Arbeitgeber braucht Aufträge, nicht wahr? Ein Arbeitgeber verkauft Produkte oder irre ich mich? Und davon möglichst viel, gell? Ein Arbeitgeber versucht im Zuge der Globalisierung auch zu einem Global-Player zu werden, hab ich doch auch richtig verstanden, oder?
Die Bundeswehr jedoch ist kein Arbeitgeber!! Sie ist ein Staatsorgan zur Verteidigung des Landes. Niemals darf sie marktrelevant werden.

...wofür es lange schon zu spät ist!

Franz 15. Dezember 2010 um 23:24  

da steht "Jeder sechste Bürger spricht ...", im Link heißt es aber "die Mehrheit", konkret >60%

da stimmt was nicht, bitte nachrechnen ;-)

Sonst passt mir der Text schon :)

Anonym 16. Dezember 2010 um 01:28  

"Eingeschränkt pazifistisch"
dürfte so ziemlich jeder Mitstrampler, Mitmacher, "Rad-Hamster" dieses Systems sein, noch eingeschränkter natürlich alle wirklichen Nutznießer dieses Systems, unsere tolle, sich mehr und mehr internationalisierende Elite, die ganze heute nationale und internationale Plutokratie, ganz zu schweigen von der in deren Diensten stehenden "Politischen Klasse"!
Der "Frieden", das "Glück der Völker" stehen in diesem System, in dieser von diesem System dominierten Welt-Ausbeuterordnung auf sehr sehr dünnen wackeligen Beinchen.
Was nun die Nato-Söldner, pardon: "unsere Jungs" dieses Systems angeht, nun, sie haben für sich ganz persönlich eine Wahl getroffen, nämlich, diesem System zu dienen - mit allen Konsequenzen.
Ob sie sich dafür zu "schämen" haben, das zu beurteilen maße ich mir nicht an, so lange Millionen kleiner Leute sich in diesem Land, in diesem System sich nicht schämen, für n´en Apel & Ei sich ausbeuten zu lassen, andere sich nicht schämen, neben einem "Kollegen" zu arbeiten, welcher nur ein moderner billiger rechtloser Tagelöhner mit viel weniger Lohn für gleiche Arbeit ist, andere sich nicht schämen, seit mehr als 30 Jahren immer wieder die gleichen Parteien zu wählen, die für zunehmende Rechtlosigkeit, Armut, Angst, oft daraus fast schon reptilienhaftiger Unterwürfigkeit von Millionen von Lohnabhängigen verantwortlich sind.
Diese widerwärtige kapitalistische Ausbeuterordnung hat sich so viel williges, gefügiges, amoralisches, verlogenes, heuchlerisches "Menschenmaterial" herangezüchtet, dass es in meinen Augen nur zu billig, zu einseitig, zu heuchlerisch wäre, allein die modernen Nato-Söldner anzuklagen, gar nur allein unseren feschen Adeligen nebst anmutiger Gattin.
Oder anders herum: Woher, von wem holen denn die Regierungen das Geld für ihre weltweiten "Missionen" bei gleichzeitigen Kürzungen vieler bisheriger Leistungen?
In "Meinungsumfragen" sind so und so viele Leute "gegen" dies und jenes, "wünschen" sich dieses und und jenes....., na und?
Folgen aus diesen zum Besten gegebenen "Meinungen" auch nur irgend welche relevanten Taten?
Das ganze Gegacker in den Medien, ob "Mainstream" oder "alternativ" erinnert doch irgend wie an den Lärm auf einem Hühnerhof beim Herannahen eines Fuchses, oder?
Noch steht den herrschenden "Füchsen" jeder neue nationale + internationale Raubzug offen, ob mit oder ohne Begleit-Gegacker, aus welcher Ecke auch immer.
Wäre es nicht allmählich an der Zeit, über ganz und gar praktische "Widersprüche" nachzudenken?

Anonym 16. Dezember 2010 um 09:04  

"Diese widerwärtige kapitalistische Ausbeuterordnung hat sich so viel williges, gefügiges, amoralisches, verlogenes, heuchlerisches "Menschenmaterial" herangezüchtet ... "
(Anonym 16.Dez.2010 1.28 Uhr)
Dieser Aussage kann man nur voll zustimmen. Klar ist auch, dass jeder der Steuern zahlt, den Krieg in Afghanistan unterstützt. Das widerwärtigste an dem ganzen System ist vielleicht, dass uns immer eingeredet wird, wir, die westliche Welt sind "die Guten". Wir sind für Aufklärung (Die moderne Medienwelt sorgt für totale Massenverdummung. Aber jeder einzelne fühlt sich so schlau, dass er auf das "dunkle" Mittelalter herabschaut. In Wirklichkeit ist der moderne Massenmensch, der versklavteste Mensch in der ganzen Menschheitsgeschichte.), Vernunft (Was ist am Kapitalismus vernünftig?) und Menschenrechte (Jeden Tag werden Tausende dem Moloch "kapitalistische Marktwirtschaft" geopfert. Sie werden nicht, wie bei den Azteken, in einem feierlichen Ritual geopfert, sondern verrecken irgendwo, völlig unbemerkt, in irgendwelchen dunklen, verdreckten, verlausten, zugemüllten Löchern.).
Wie sich daraus befreien? Der Blogger "Freeman" hat mal ein 10-Punkte-Programm aufgestellt, das ich für überlegenswert halte.
1. Der Materialismus ist das Grundübel Nr.1 (D.h. sich mit Spiritualität und geistige Dingen beschäftigen anstatt irgendeine Scheiße von den Konzernverbrechern zu kaufen.)
2. Benutzt keine Banken (soweit wie das möglich ist)
3. Macht euch von der Matrix unabhängig (D.h. sich von der Abhängigkeit des Ausbeutersystems befreien.)
4. Unterstützt lokales Gewerbe
5. Esst und lebt gesund (Frei nach Ludwig Feuerbach "Der Mensch ist was er ißt". Das kann ich selbst bestätigen. Seitdem ich mich gesund ernähre, sind meine Depressionen beinahe verschwunden.)
6. Ignoriert Hollywood (H. = Versklavung des menschlichen Geistes)
7. Schaltet die Glotze aus (Die Glotze ist gewissermassen die Aufladestation der "Hamster". So werden die Arbeitssklaven wieder systemkonform ausgerichtet. Und das beste daran für die Elite: Die Sklaven haben sogar das Verlangen danach. Wie armselig war die Sowjetunion hingegen, die es mit brutalen Zwang versuchte.)
8. Lest mehr (systemkritische) Bücher
9. Gemeinsam ist man stark (z.B. den Genossenschaftsgedanken wieder ausgraben. Friedrich Wilhelm Raiffeisen)
10. Nutzt die politischen Möglichkeiten
Anton Reiser

Daniel Limberger 16. Dezember 2010 um 09:16  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Robert Schütte 16. Dezember 2010 um 10:41  

Hallo,

konventioneller Pazifismus ist angesichst von Massenverbechen wie in Ruanda, Srebrenica, Darfur etc. eine ethisch unhaltbare Position geworden; sachlicher Skeptizismus gegenüber Auslandseinsätzen und das Verlangen nach guten Begründungen für militärische Einsätze sind hingegen die bessere Alternative. Leider haben Pazifisten oft die Tendenz zum moralischen Parochialismus: Lieber steht man bei einem potenziell mit milit. Mitteln verhinderbaren Völkermord untätig daneben als sich die weiße Weste der eigenen Prinzipien schmutzig zu machen. Das ist schade, auch weil nicht gerade als Bellizisten bekannte Personen wie Erhard Eppler dem Militär angesichts zerfallender Staaten und systematischen Menschenrechtsverbrechen inzwischen eine (begrenzte) Rolle zugestehen. Die Entscheidung zum Einsatz von Militär ist nie eine gute Entscheidung. Sie kann aber unter Umständen die am wenigsten schlechte Entscheidung sein, wenn in Fällen von Völkermord etc. keine guten Optionen mehr vorhanden sind. Meine Schlussfolgerung daher: Friedenspolitik ist heutzutage nicht gleichzusetzen mit Pazifismus. "Nie wieder Krieg, oder nie wieder Auschwitz?" Diese Gewissensfrage stellt sich gerade überzeugten Pazifisten heute dringlicher denn je. Dass Militär trotz allem immer das letzte Mittel sein sollte, darüber herrscht in Deutschland inzwischen glücklicherweise Konsens.

Anonym 16. Dezember 2010 um 11:18  

Daniel sagt: "Ich will aber nicht, dass der Kapitalismus und sein bürgerlicher Staat noch erfolgreicher und "besser" funktionieren."

Und wenn er es dennoch tut - Angela Merkel 2008: Deutschland wird ´gestärkt´ aus der Krise hervorgehen - können wir ja alle heute gut sehen.
Nämlich noch immer ca. 9 Millionen Arbeitssuchende plus Unterbeschäftigte, noch immer ca. ein Viertel aller Beschäftigten als Billigheimer, Niedriglöhner, noch mehr Leiharbeit als vor der Krise, weiter real sinkende Einzelhndelsumsätze....
Aber "Wir" haben "im Vergleich" zu den anderen Schlampern in der EU, also Griechenland, Irland, Spanien, Portugal, Italien, und, und, und... (fast) "alles richtig" gemacht, "wir" ... "stehen gut da"...., unsere Eliten platzen beinahe vor Selbstgerechtigkeit.
In der Tat: Je besser es diesem (Ausbeuter)System, seinen mächtig profitierenden führenden Eliten geht, um so schlechter geht es immer mehr von denen, die am "unteren Ende", aber zum Teil auch in der "Mtte" hausen.
Alternativen innerhalb dieser Ordnung sind in der Tat für sehr viele Menschen keine Alternativen im positiven Sinne.
Doch wird man nicht umhin können, den Leuten sehr konkrete Alternativen aufzuzeigen, die über den Rahmen des heutigen Systems hinausweisen.
Wie könnten diese ganz konkret aussehen, wo und wie wäre als erstes mal der Hebel anzusetzen?
Wie könnten die Menschen politisch-ökonomisch in Bewegung gesetzt werden?
Was für Forderungen, für welche anschließend konsequent(!) gekämpft werden könnte, könnten erhoben werden?
Sofortiger Mindestlohn von mindestens 10, 50 EUR?, schnellstes Verbot der Leiharbeit?
Konseqente Beschränkungen für alle diese asozialen Mini-Jobs?(auf Basis von 400 EUR oder weniger)
Verbot von "Bagatell"-Kündigungen?
Mehr Lehrer, mehr Ganztagesschulen? Abschaffung des "gegliederten" abartigen Schulwesens?
Sofortige Erhebung hoher direkter Steuern auf allen großen Besitz, Erbschaften ?
Dazu im Gegensatz Abschaffung der Mehrwertsteuer auf alle Lebensmittel des unmittelbaren Bedarfs?
Wie auch immer, nur jammern und den Kapitalismus "widerlegen", gar den EURO, die Euro-Zone "retten zu wollen kann es wohl kaum bringen!
Die Frage nach Alternativen, die immer wieder gestellt werden, sind keinesfalls immer nur unsinnig oder entspringen immer nur dem heimlichen Wunsch, alles so zu belassen wie es ist. Viele Leute, die gern für etwas kämpfen möchten, möchten schon ein wenig genauer wissen wofür.

MfG Bakunin

Anonym 16. Dezember 2010 um 11:28  

Fleur hat gesagt...
"Heute ist halt jeder ein Opfer und die Täter erst recht. Paradox."

Sprach nicht der französische Philosoph Michel Foucault oft von der Strukturellen Gewalt von Systemen, der sich kaum jemand wirklich entziehen kann?
Wir sind zunächst mal alle in diesem System Gefangene, müssen allein schon unseres Überlebens Willen mitmachen, wohl wissend, wie falsch es auch so oft ist.
Aber kann sich dem ein Einzelner - Selbstmord mal ausgenommen - wirklich total entziehen?
Ist letztlich nicht Organisation aller Unzufriedenen erforderlich?

MfG Bakunin

Anonym 16. Dezember 2010 um 12:48  

Lieber Hr. Schütte glauben Sie doch nicht der amerikanische Propagandamaschine, die sich offenbar in Ihr Gehirn hineingefräst hat. Sie nennen Ruanda, Srebenica und Darfur. Sie sagen aber nichts von den Vorgeschichten dieser Völkermorde. Jedesmal war der britisch-amarikanische Imperalismus beteiligt.
1. Ruanda: USA + GB haben eine ruandische Exil-Armee in Uganda unterstützt, die jahrelang in Ruanda eingefallen ist und die Zivilbevölkerung abgeschlachtet hat.
2. Srebnica: Die USA haben islamistische Terroristen nach Bosnien eingeschleußt und so eine Bosnische "Armee" aufgebaut, die Kroaten und Serben so "aufgemischt" haben, das es zum Bosnien-Krieg kam. Das Interesse der USA war von Anfang an Jugoslawien zu zerstören. Zuerst doch massives Erhöhen der Schuldzinsen, dann als das nicht fruchtete, mit Militäteinsatz (Das US-Kapital war erbost, da der jugoslawische Staat nur eine 49%-Kapitalbeteiligung an den YUG-Firmen zuließ). Zuletzt haben sie im Kosovo eine 5000 Mann-Soldaten-Stadt aus dem Boden gestampft und Hashim Thaçi als Premierminister installiert. Thaçi soll der Mafia"boss" eines kriminellen Netzwerkes sein, das mit Waffen, Drogen und menschlichen Organen (Serbische Gefangene werden getötet und "ausgeschlachtet" - ich glaub es nicht, aber ich befürchte ...) handelt.
3. Darfur: Seit Jahren versucht die USA den Süden abzuspalten und einen eigenen christlichen Süd-Sudan zu schaffen, um die Chinesen vom Sudanischen Öl wegzujagen.
Sie nennen meine Argumente vmtl. "Weltverschwörung". Sie sollten sich einfach die Frage stellen, wer hat die Macht weltweit? (Das amerikanische-britische Geldsystem - angefangen von der privaten Bank of England 1694 bis zur privaten Federal Reserve 1913 - nach dem 2. Wk die Bretton Woods-Institutionen IWF [treibt für das US-Kapital in gnadenloser Art und Weise, d.h. mit Hunger und Elend, die US-Kredite ein], Weltbank - später dann WTO).
Dann: Wer die Macht hat lügt immer, weil er ja seine Macht behalten will.
Anton Reiser

Anonym 16. Dezember 2010 um 13:32  

"[...]Meine Schlussfolgerung daher: Friedenspolitik ist heutzutage nicht gleichzusetzen mit Pazifismus. "Nie wieder Krieg, oder nie wieder Auschwitz?" Diese Gewissensfrage stellt sich gerade überzeugten Pazifisten heute dringlicher denn je[...]"

Das Totschlagargument hat ja ein gewisser Buchautor längst als solches enttarnt - Er nennt es "Nie wieder Krieg ohne Auschwitz" - Soll heißen, dass seit dem NATO-Krieg gegen Ex-Jugoslawien Auschwitz, und angeblicher Völkermord, dank GRÜNEN als Kriegsgründe herhalten müssen - wahlweise, wie die Beispiele Sudan und Ruanda zeigten wo dieselbe NATO, incl. olivgrünen Pazifisten opportunistisch weggeschaut haben, wie auch heute wieder - bei echten Völkermorden. Dies ist kein Pazifismus, sondern opportionistischer Kriegspazifismus, der im Namen echter Menschheitsverbrechen heute z.B. in Pakistan neue Menschheits-Drohnen-Massaker begeht.

Gruß
Bernie

Anonym 16. Dezember 2010 um 13:40  

Ich kann Soldaten nicht Mörder heißen. Sie üben ihr Handwerk aus- das Töten des Gegners, wie ein Müller oder ein Arzt. Ich kann diese Arbeit widerwärtig finden, aber beschimpfen will ich den, der sie ausführt nicht. Herauszustellen, dass er Menschen bekämpft und auch tötet, wäre wie dem Chirurgen das Aufschlitzen vorzuhalten.

Anonym 16. Dezember 2010 um 13:46  

Robert Schütte hat gesagt...
"Hallo,

konventioneller Pazifismus ist angesichst von Massenverbechen wie in (Ruanda), Srebrenica,
...."...

Und wer hat aus welchen Motiven den Menschen von Srebrenica und vielen anderen Örtlichkeiten ihr vormaliges GEMEINSAMES HAUS SFRJ weggenommen?
Und Kongo, Ruanda, neuerdings verstärkt Nigeria...., wie viele Massenverbrechen würde es dort wohl geben OHNE die dort reichlich vorhandenen Bodenschätze, die in- und ausländische profitgierige Verbrecher immer wieder zu neuen Rasereien, Bürgerkriegen, "Entvölkerungen"(warum wohl?) anstacheln würden?
Und dafür sollen die Söldner des "freien Westens" und ein paar angeschlossene Vasallen immer wieder "friedenssichernde Missionen" vom Stapel lassen?
Der alte SPD- Tattergreis Eppler wird es in diesem Leben wohl ohnehin nicht mehr raffen....

MFG
Bakunin

Roberto J. De Lapuente 16. Dezember 2010 um 13:47  

@anonym von 13:40:

Richtig, der Chirurg schlitzt auf und läßt einen dann jämmerlich verrecken...

Anonym 16. Dezember 2010 um 14:03  

Roberto J. De Lapuente hat gesagt...



Richtig, der Chirurg schlitzt auf und läßt einen dann jämmerlich verrecken...


Das nicht, aber die Sanisoldatin, die im Kosovo Minenopfer zusammenflickt, ist im Mörder mitbezeichnet, ebenso die 90% der Bundeswehrangehörigen die in ihrer Dienstzeit niemals einen Gegner zu Gesicht bekommen und ihre Waffen 3x im Jahr zu Testzwecken abfeuern.
Mörderbande.

Anonym 16. Dezember 2010 um 15:02  

Sorry, der Autor - ich hab's fast vergessen - heißt Jürgen Elsässer, der den Grünoliven zweckgebundenen, auschwitzmißbrauchenden Kriegspazifismus unter J. Fischer vorwirft.

Gruß
Bernie

Anonym 16. Dezember 2010 um 15:09  

"[...]Das nicht, aber die Sanisoldatin, die im Kosovo Minenopfer zusammenflickt, ist im Mörder mitbezeichnet[...]"

Gibt es nicht schon zum "Selbstschutz" bewaffnete Sanis? Frei nach dem Motto: "Komisches Volk, zuerst tötet und verletzt ihr uns und nun verarztet ihr uns" - irgendwo bei Uderzos Asterix mal gelesen.

"(...)ebenso die 90% der Bundeswehrangehörigen die in ihrer Dienstzeit niemals einen Gegner zu Gesicht bekommen und ihre Waffen 3x im Jahr zu Testzwecken abfeuern.
Mörderbande[...]" "Krieg dem Kriege" ein Begriff? Nein? Eine echte, pazifistische Bildungslücke - Die "Mörderbande" fängt schon beim Zinnsoldaten in der Kinderstube an, und endet bei den Kleinkindern der Bundeswehrtruppe, die du oben erwähnt hast - die das Kriegsspielen auch im Erwachsenenalter nicht mißen möchten.

Gruß
Bernie

Anonym 16. Dezember 2010 um 19:55  

Mescalero hat gesagt...
"Ich denke,die Triebfeder für die mehrheit dieser Soldaten wird der höhere Sold sein.Kaum einer wird aus politischen Gründen in Afganistan sein Leben riskieren"

Also moderne Fremdenlegionäre?

MfG Bakunin

Anonym 17. Dezember 2010 um 14:19  

@Bakunin

Söldner wäre wohl zutreffender ;-)

Wie in alten frühkapitalistischen Zeiten - z.B. im Dreißigjährigen Krieg - die Schweden, Schotten, und bis in die frühe Neuzeit, meine nächsten Nachbarn, die heute noch eine Söldnertruppe im Vatikan stellen - Die Schweizer.

Grüßle
Bernie

Daniel Limberger 18. Dezember 2010 um 09:57  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym 18. Dezember 2010 um 16:49  

Hurra, Merkel macht einen auf Sprechpuppe von Von Zu Guttenberg.

Diese neoliberale Marionette, und dt. Kanzlerin, hat nun beinahe den selben Satz wie einst Zu Guttenberg losgelassen - beim Blitzbesuch in Afghanistan.

"Wir haben hier kriegsähnliche Zustände" - Oder so.....

Nix Neues in der Presse....

Daniel 27. Dezember 2010 um 22:45  

Ich finde, es passt auch hier gut rein:

"Wenn die “Jungs und Mädels” unserer Verteidigungsarmee von der Bundesregierung aufgefordert würden, die rund 70.000 amerikanischen Soldaten in unserem Land daran zu hindern, von hier aus ihre Kriege zu organisieren, dann wüssten sie vermutlich, wozu sie gut sind."

http://notmachterfinderisch.twoday.net/stories/11494626/

So wichtig ist die Sinnstiftung.

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