Katzen und Hunde und Resignation

Freitag, 21. November 2014

Anni hat mir einen entsetzlichen Schreck verpasst. Anni ist eigentlich eine ziemlich ruhige Kollegin. Die gute Seele, die immer ein offenes Ohr hat. Zurückhaltend, aber nicht schüchtern. Sie ist sanft. Hört zu. Ich habe nie erlebt, dass sie unter die Gürtellinie geht. Ich mag sie. Wenn alle so wie Anni wären, dachte ich mir, dann wäre die Welt einen Schritt weiter. Aber letzte Woche hat sie mir dann wirklich zugesetzt.

Wir waren mehrere Kollegen, standen im Pulk zusammen und quatschten. Ich hatte mir gerade eine Zigarette angezündet und irgendwie landeten sie thematisch bei den Rumänen, die in Deutschland angeblich nur Sozialhilfe abstauben möchten.
   »Die Richter haben da ganz richtig entschieden«, sagte Anni.
   Ich spitzte die Ohren, wollte es aber nicht vertiefen und inhalierte den Rauch.
   »Kommen alle zu uns, nur um Leistungen zu kassieren.«
   »Mensch, Anni, bist du etwa rassistisch«, fragte sie Joe augenzwinkernd. Joe zog immer alles ins Lächerliche.
   »Na hör mal, es herrscht immer noch Meinungsfreiheit«, rief ein anderer dazwischen.
   »Ich meine ja nur, dass eine Katze unter Katzen und Hunde unter Hunden bleiben sollten«, rechtfertigte sich Anni.
   »Mein Kampf«, sagte ich.
   »Bitte?«
   »Die Passage musst du aus ›Mein Kampf‹ haben. Man könnte fast meinen, dass dieser Satz genau so drin steht. Ich glaube allerdings mit Hasen und Füchsen.«
   Es waren Füchse, Gänse, Tiger, Katzen und Mäuse. Ich habe später nachgeschaut. Eine kommentierte Ausgabe habe ich mir mal auf dem Flohmarkt gekauft. In einer Passage zur Rassenreinheit gibt sich der Bestsellerautor tierlieb.
   »Achso?«
   Anni gab sich ratlos und lächelte und eilte wieder an die Arbeit.
   Alle anderen schauten mich bedröppelt an und wechselten dann das Thema. Ich drückte meine Kippe aus und ging weg und klemmte mich über die Schüssel.

Nein, ich unterstelle Anni nicht, dass sie solche Bücher liest, sich ihre Freizeit mit Biologie, der Evolutionstheorie oder Rassenkunde vertreibt. Was ich sagen will: Das Gift wirkt. Es fließt durch alle Adern, dachte ich mir, als ich später nochmal über sie nachdachte. Es zeigt sich täglich mehr. Anni war letzte Woche auch nur so ein Symptom des allgemeinen konservativen Rollbacks, des Abgleitens der Gesellschaft ins rechte Lager.

Unter meinen vorletzten Text für das »Neue Deutschland« notierten einige Leute bei Facebook ihre Kommentare. Leute, die ganz offenbar ein »linkes Feedback« haben und sich trotzdem beim Thema Integration in Vorurteile suhlen. Einer schrieb, dass Boko-Haram wörtlich »westliche Bildung ist Sünde« bedeute. »So denken die meisten von denen«, beschloss er. Ein anderer schimpfte auf das Bild, das den Text flankierte. Man sehe ja, wie integriert die beiden Frauen mit dem Kopftuch seien. »Gülcan Kamps und Nazan Eckes als Beispiel, daran sollten sich diese Frauen orientieren.« Der Mann ist Linker, in einem anderen Kommentar zu einem anderen Thema betrauert er, dass es im Bundestag zwar eine linke Mehrheit gäbe, die aber nicht genutzt würde, um soziale Gerechtigkeit durchzusetzen.

Das sind freilich nur Auszüge. Aber sie werfen ein Bild auf den Zustand in diesem Land. Auch Linke stecken sich an. Ja, die Linke gerät mehr und mehr ins Hintertreffen. Sie verliert im alltäglichen Kampf um die Deutungshoheit beständig an Boden. Ich mache mir da nichts mehr vor. Wir sind am Verlieren. Der Rechtsruck ist doch schon lange kein zögerlicher Ruck mehr. Er rückt uns aber förmlich auf den Pelz. Anni ist bestimmt keine Linke. Aber eine Frau, von der man denkt, dass sie eher linken Positionen zugeneigt ist. Selbst diese milden, diese eigentlich guten Menschen, die unpolitisch sind, verfallen diesem Wahnsinn.

Überall geht es rechts um. Rechte Straftaten mehren sich. Hakenkreuze sind wieder öfter zu sehen. Antisemitismus und Islamophobie sind die neue Eleganz. Neonazis mobilisieren Fußballfans und Wutbürger. Halten Mahnwachen ab und kriminalisieren Döner-Verkäufer und türkische Gemüsehändler. Die »Alternative für Deutschland« zeigt, dass Rassismus und Spießertum wohl die Alternativlosigkeit für Deutschland sind. Dieses Land kommt früher oder später immer wieder darauf zurück. Die europäische Freizügigkeit ist schon das Opfer dieser Haltung. Auf der Grundlage der Xenophobie werden die letzten Brocken von europäischer Völkerverständigung zertrümmert. Es ist einfach nur grauenhaft, was da passiert.

Und dann kam auch noch Anni, die milde Anni um die Ecke. Da möchte ich resignieren. Wenn schon Leute wie du ... ja, wenn schon die netten Leute Hass versprühen und nichts dabei finden, dann falle ich vom Glauben ab. Täuscht sich die Linke wirklich so sehr, wenn sie glaubt, dass Wissen und Aufklärung die Methoden sind, die die Welt etwas erträglicher machen? Oder haben wir Linken uns getäuscht und der Mensch bleibt denkfaul und dumm, selbstgerecht und schlecht? Ist alles umsonst? Emotional intelligent ist Anni ja durchaus. Aber auch diese Intelligenz stößt an ihre Grenzen und haut dann Sätze raus, die aus des Führers Repertoire zu kommen scheinen.

Der Rechtsruck ist keine steile These. Er ist da. Mitten unter uns. Fängt an unser Leben zu bestimmen. Da rauchste eine Zigarette und du hörst Passagen über die Rassenreinheit. Hörst sie und hörst nicht, wie jemand dagegen was sagt. Alles ganz normal mittlerweile. Wir haben gelernt, diesen Hass in unserer Mitte zu akzeptieren. Ich werde lernen müssen, dass auch die guten Seelen den Duktus der Bosheit annehmen. Der Rechtsruck integriert fast alle. Auch die netten Leute, die man so kennt. Wenigstens eine Integration, die in diesem Lande eine Erfolgsgeschichte ist.

13 Kommentare:

KwakuAnansi 21. November 2014 um 07:48  

Du sprichst mir aus der Seele; es ist auch meine Erfahrung.
Wie weit würden die 'guten Seelen' denn gehen?
Bis zu den Öfen?
Wieder mal?

Anonym 21. November 2014 um 09:17  

Es ist die Angst, die die Menschen dazu antreibt. Wir leben in einer Dekade des Abstiegs, Armut breitet sich auch, die soziale Sicherungssysteme verkümmern, den meisten Menschen droht wohl Altersarmut, Wir alle können jederzeit fallen. Die "Festung Europa" wird Tag täglich von zig Tausenden gestürmt und Krieg und Vernichtung breiten sich an den Grenzen aus.
Das hinterlässt doch Spuren.
Ist es da nicht natürlich das der Mensch und sein Umfeld sich zusammenrottet? Man muss sich schützten und zusammenhalten.
Fremde hatten es nie einfach in Deutschland, das ist vielleicht auch ein bisschen Mentalität aber
bei diesen Indikatoren haben es Fremde sehr sehr schwer.
Ich denke man kann diese Angst überwinden. Aber dazu braucht man ein anderes gesellschaftliches Klima.
Ein Beispiel aus meinen Leben.
Gestern lief im Radio ein Bericht über 4 Vietnamesen, die nach Deutschland angeworben wurden, um sich als Pflegekraft ausbilden zu lassen, um so den Pflegenotstand in Deutschland zu begegnen. Dies hat mich sehr aufgeregt weil ich es falsch finde für die Pflege Menschen aus den Ausland anzuwerben, sondern ich es vorziehen würde, das der Job attraktiver gemacht und die Arbeitsbedingungen und Bezahlung verbessert werden würde.
Im Bericht wurde die Integration der 4 Vietnamesen gelobt, dies fand ich aber ziemlich zwiespältig.

Anonym 21. November 2014 um 11:03  

Ja, und wie ich das alles kenne!
Leider werde ich als Busfahrerin oft Ohrenzeuge von Fahrgastgesprächen, so z.B. neulich eine Studentin (also sie stieg mit anderen jungen Leuten an der Haltestelle einer Fachhochschule ein), die "qualifizierte" Kommentare zur Asylbewerberpolitik an die Umwelt absondern musste.
Ich dachte nur : "Du Gör aus vermutlich wohlbehütendem und nicht ganz armem Elternhaus laberst hier so einen mentalen Müll!" - Am liebsten hätte ich das laut ins Bordmikro gesagt!
Stattdessen habe ich innerlich ins Lenkrad gebissen und gedacht : "Scheissland, hier wird sich NIE, aber auch NIEMALS etwas ändern!
Leider habe ich auch genug Kollegen, die der AfD nahestehen und überhaupt nichts peilen!
Jedenfalls habe ich alle Hoffnung zu Grabe getragen, diese Merkel-Zombies überall !

Amicalement

Christine Reichelt

Anonym 21. November 2014 um 12:45  

Lieber Roberto, ich kann auf ganzer Linie folgen bei Deinem Gedankengang.
Ich gehe davon aus, dass "wir Linke" verlieren, weil es sein muss.
Immer wieder.
Bis irgendwann doch der Verein der freien Menschen da ist.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt...

Eike Brünig 21. November 2014 um 13:20  

Das ist noch relativ harmlos. Wenn ich hier mal in die Gartenkneipe schaue, wird ganz offen drüber diskutiert, wie man, falls dahinten tatsächlich ein Asyl- oder Flüchtlingszentrum hinkommt, die Leute dort am Besten auf das Rad flechten kann.

Marcus 21. November 2014 um 14:13  

Ein netter Arbeitskollege mit dem ich mich ansonsten gut verstehe und der sich der Geschäftsleitung wesentlich weniger anbiedert als manch anderer, ist politisch für die Einführung von Arbeitslagern.

Es ist elementar wichtig sich durch solche Erfahrungen zu erden, was allerdings auch nicht bedeuted vom einen Wahn über die Möglichkeiten der Menschheit zum nächsten zu schwingen.

Wo Menschen wie Treibholz von den Strömungen ihrer Zeit und Umgebung in diese oder jene Richtung getrieben werden, mag es enttäuschend sein keinen natürlichen Hang hin zum Guten und Wahren zu erkennen. Wie wäre es aber wenn Menschen so wären, wie sie sich die Ideologen der Marktgesellschaft vorstellen? Der Mensch wäre dann ausgerichtet auf das "gain" mit dem Wesen eines Händlers, der im "truck and barter" seine Erfüllung findet. Laut Neoliberlismus bzw. Herrn Friedman gibt es ja keine Gesellschaften, die nicht "run on greed" seien. Was wir stattdessen haben ist eine Gesellschaft, die sich einem den Menschen fremden Markt unterordnet und dabei auflöst.

Was ist nun mit den Menschen in so einer Gesellschaft und woran orientieren sie sich, gerade dann wenn sie sich schwach und unsicher fühlen? Wo und an wem finden sie Hilfe und Orientierung, letzlich ja auch Liebe und Schutz? Wo und von wem werden sie noch weiter entmündigt, von Zynikern lächerlich gemacht, allein gelassen und verletzt?

Propaganda weiß sehr gut nicht zu verletzen, sondern scheinbar Orientierung zu geben. Das verletzen überlässt sie den Menschen.

totschka 21. November 2014 um 16:03  

Es ist auch nicht einfach nur so eine den Deutschen innewohnende "Eigenschaft", die sich gelegentlich Bahn bricht. Die Ökonomisierung des gesamten Lebens zwingt dazu, einen täglichen Kampf zu führen ums wirtschaftliche Überleben. Da ist die Radfahrermethode sehr willkommen, denn es ist einfacher, nach unten zu treten, als sich mit der Obrigkeit anzulegen. Hier tangieren wir dann wieder deutsches Untertanentum, den Diederich Heßling in uns allen.

Faschismus ist keine temporäre Erscheinung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, er ist Wesenszug und Entwicklungsform des Kapitalismus. Die gegenwärtige Entwicklung zeigt bereits starke faschistische Züge. Es ist nicht mehr weit, bis Menschen, die keinen Arbeitsplatz ergattern konnten, in Lager gesteckt und zu Zwangsarbeit herangezogen werden. Stichwort "Null-Euro-Jobs"...

Heinrich... nee, Deutschland, mir graust vor Dir!

Braman 21. November 2014 um 17:54  

Ja, die Linke mit ihrer 'Aufklärung', mit ihrer Diskussionsfreude, mit ihrem Anstrich des Intelektuellen. Wen will die Linke damit erreichen?
Doch nicht etwa 'die Menschen' die durch Tv-Konsum und die anderen Massenmedien systematisch vom eigenen Denken entwöhnt und zum akzepieren der veröffentlichten Meinung dressiert wurden!
Nein, die Rechte hat ganze Arbeit geleistet.
Einfache Thesen und Lösungen, das ist, was der Massenmedienkonsument versteht, das hat er gelernt, das entspricht seinem Denken.
Und da kommt die Linke mit Argumenten, Theorien, Differenzierungen und lauter so intellektuellen (unverständlichen)Mist? Das will das einfach gestrickte, konditionierte Volksempfinden nicht hören. Also, hört auf damit, werdet verständlich!

MfG: M.B.

kevin_sondermueller 21. November 2014 um 22:55  

Die Anpassungsfähigkeit des Menschen war einmal sein Segen und ist inzwischen zu seinem größten Fluch verkommen.
Die Meisten von uns sind bereit, sich mit einer Komparsenrolle in einem dystopischen SciFi-Film/-Roman zu begnügen – Hauptsache auf der richtigen(?) Seite des Stacheldrahtes …

Anonym 22. November 2014 um 03:25  

"[...]Der Rechtsruck ist keine steile These. Er ist da. Mitten unter uns. Fängt an unser Leben zu bestimmen. Da rauchste eine Zigarette und du hörst Passagen über die Rassenreinheit. Hörst sie und hörst nicht, wie jemand dagegen was sagt. Alles ganz normal mittlerweile. Wir haben gelernt, diesen Hass in unserer Mitte zu akzeptieren. Ich werde lernen müssen, dass auch die guten Seelen den Duktus der Bosheit annehmen. Der Rechtsruck integriert fast alle. Auch die netten Leute, die man so kennt. Wenigstens eine Integration, die in diesem Lande eine Erfolgsgeschichte ist[...]"

Lieber Roberto J. de Lapuente,

seh ich ganz genauso, aber man kann es nicht oft genug erwähnen Neoliberalismus und Faschismus bzw. rechts(extremes;radikales) Gedankengut sind Brüder im Geiste - Mit Pinoquets Chile fing es an, hat über Reagans USA den Siegeszug in der globalen Welt angetreten und mit Maggie Thatchers GB erst recht (wie nun auch in GB das Erstarken sogenannter Neuer Rechter beweist).

Vielleicht schreibst du ja auch mal was zu dieser unheiligen Allianz?

Übrigens, die Gegenseite - nein, diesmal meine ich nicht allein Rechte - schläft nicht, die betreibt, seit Jahren, munter Gegenpropaganda zu oben geschriebenem, die wirkt leider auch immer mehr :-(

Ich hab einen Neffen der derzeit in München BWL, Richtung Management, studiert und teilte ihm einmal mit warum ich 1997 mein BWL-Studium in derselben Richtung abbrach - weil ein Dr. Prof. vor versammelter Studentenschaft, wohlgemerkt zu Hochzeiten des dt. Neoliberalismus, den Satz brachte "Umweltschutz, Menschenrechte....interessiert einen BWLer nur wenn es für ihn Profit bringt...."

Der lapidare Satz meines Neffen "Du siehst es grundfalsch, denn seitdem hat sich einiges in Richtung Menschlichkeit bei der BWL geändert...."

Tja, was soll man dazu sagen? Ich war sprachlos, und allein an diesem Beispiel siehst du wie die Volksvera.... wieder funktioniert - auch, und gerade, bei angehenden Managern.....

Wie bereits erwähnt, vielleicht schreibst du ja auch mal was zu dieser Gegenpropaganda....

Apropo Gegenpropaganda, was die rechtsextremen Einstellungen in Deutschland angeht, da sieht man nun was die ganze guido-knoppsche Verharmlosung, incl. all der anderen Verniedlichungen Hitlers, anrichten.....genau das was den dt. Neoliberaliban in den Kram paßt, denen Hitler schnurzegal ist, die aber durchaus davon leben die unterschiedlichsten Menschen in Deutschland gegeneinander aufzuhetzen - "Teile und Herrsche" eben....

Weiter unten schrieb ich bereits, dass es sich nun rächt, dass man, wenn man von Neonazis redet immer wieder den dumpfbackigen Skinhead im Schädel hat, der von alten Zeiten A.H. träumt statt zu sehen, dass auch diese durchaus modern sind, und von A.H. nix halten....der Mann ist seit 1945 tot...aber seine "Theologie des Todes" (so ein Buchtitel den ich einmal sah) lebt bis heute in so manchem dt. Hirn fort....

Theologie ist eben unsterblich...leider :-( ;-)

Gar nicht amüsierte
Grüße
Bernie

Anonym 22. November 2014 um 16:16  

Das erinnert mich an eine Passage aus Klemperers LTI... Aber was soll man auch noch erwarten von einem Land, in dem "Gutmensch" ein Schimpfwort ist.

kevin_sondermueller 22. November 2014 um 17:28  

t»Gutmensch« als Schimpfwort –
für mich ist jede Verknüpfung
beliebiger Zustände, Eigenschaften oder Tätigkeiten mit dem Begriff »Mensch« eine
Verunglimpfung der Gattung
(z.B. in Tatmensch, Gemütsmensch usw.) Als adäquat dumpf fällt mir nur »Problembär« ein …

Anonym 25. November 2014 um 10:57  

Ich weiß gar nicht, was du hast. Das ist doch die von Kohl versprochene geistig-moralische Wende. Endlich ist die Zeit der zeckenzüchtenden Bartträger vorbei. Der Anstand hat gesiegt. Heutige Bartträger meinen das nur noch ironisch.

Im Ernst: So eine "Anni" kennt wohl jeder von uns, mehrfach. Ich mußte mir mal von einer ihrem Verständnis nach Linken erklären lassen, daß es keinen Unterschied zwischen Neonazis und Antifa gäbe. Linke in meinem Bekanntenkreis haben Sarrazin offen bejubelt. Andere finden "die Türken" mittlerweile ganz dufte, aber "die Zigeuner", die gehen gar nicht.

Und was macht die Partei "Die Linke"? Aus eigener Ortsvereinerfahrung (zwei verschiedene im Südwesten) kann ich sagen, daß dort überwiegend ängstliche Duckmäuser und frustrierte Alt-Linke rumsitzen, meistens im Rentenalter. Die einzige jüngere Anwesende zog es während der wöchentlichen Treffen vor, auf ihrem Smartphone zu daddeln, während die anderen mit elend langen internen Diskussionen beschäftigt waren, die außerhalb des Raumes sowieso keine -sorry- Sau interessieren. Da wird ein Infostand schon mal zur Staatsaffaire oder wahlweise Neu-Erfindung des Rades. Mit solchen Leuten kann man natürlich keinen Blumentopf bei den Annis dieser Welt gewinnen.

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