Der Friederich, der Friederich, der ist ein arger Wüterich!

Donnerstag, 31. März 2011

Der neue Innenminister ist eine ehrliche Haut. Kaum im Amt, läßt er keine falschen Zweifel aufkommen: er ist ein Hardliner, ein konservativer Betonkopf, der seine Rolle als oberster Herr der Polizei auch in die Islamkonferenz trägt, um dort gleich für eine klare Rollenverteilung zu sorgen. Hans-Peter Friedrich beichtet bei aller Ehrlichkeit natürlich auch Wissenslücken, die man ihm heute, in Zeiten da Ausländerfeindlichkeit und rassisch inspirierte Genetik wieder salonfähig sind, natürlich nachsehen muß. Es sind Lücken, die zum Standardrepertoire moderner Kreuzritter gehören (das Blabla zur christlichen Prägung Europas, das den Islam als Stempel - trotz Al-Andalus, trotz Balkan! - nicht duldet), die man aber gar nicht mehr stopfen möchte - das wäre ja eh nur fruchtloses Gebaren...

Im intellektuellen Jammertal der heutigen Bundesrepublik müssen die abgetakelten Phrasen eines Friedrichs schon gar nicht mehr polarisieren - demgemäß kann man sie getrost, wenn auch besorgt, zur Seite schieben. Was aber doch Eklat ist, ist sein Auftreten bei der Islamkonferenz. Als oberster Polizist betritt er eine Szenerie, die eigentlich - nach Wortlaut jedenfalls! - dazu einberufen wurde, um Ausgleich und Miteinander zu schaffen. Friedrich aber knallt mit Plattitüden auf, gibt den freundlich lächelnden Kreuzritter und fordert die Muslime auf, sich selbst denunziatorisch zu begutachten. Sie sollen melden, wenn in ihrer Moschee Hass gepredigt wird - alles unter der unabänderlichen Prämisse natürlich, dass Hasspredigten zum Alltag in Moscheen gehöre. Ein Klima des Misstrauens wird von Friedrich befürwortet; wenn man die Muslime schon nicht abschieben oder kleinhalten kann, so doch spalten und gegeneinander ausspielen. Kritische Worte an der deutschen Gesellschaft könnten dann, erstmal von einem Denunzianten den zuständigen Behörden gemeldet, als Gewaltaufruf oder Hasspredigt eingestuft werden. Die Muslime Deutschlands, das mag das Kalkül dieses Mannes im Innenministerium sein, werden entmutigt, überhaupt nochmal den Mund zur gesellschaftlichen Befindlichkeit in diesem Lande aufzutun.

Der Historiker Wolfgang Benz äußerte sich vor einigen Monaten in der Kulturzeit bei 3sat dahingehend, dass die Muslime Deutschlands in eine Rolle manövriert würden, die der der Juden in der frühen Regierungszeit Hitlers nicht unähnlich wäre. Faruk Şen, ehemaliger Leiter des Essener Instituts für Türkeistudien, äußerte sich schon vormals in diese Richtung, was ihm prompt die Stellung kostete. So schwierig der Vergleich auch sein mag, er hat Berechtigung - die Lage der Juden vor dem Massenmord darf nicht mit dem Wissen der späteren Generationen betrachtet werden; die Ausgrenzung und Diabolisierung der Juden (vor der Shoa) gleicht in vielen Facetten durchaus den Mechanismen, die man heute anwendet, um Muslime zu unmenschlichen Außenseitern zu erklären. Und Friedrichs Vorhaben unterstreicht diesen Vergleich tatsächlich, gibt ihm eine besonders zynische Note. Was ihm da vorschwebt, die Selbstkontrolle der Muslime untereinander, die allesamt als eine Art Gesinnungspolizei über ihren Nächsten zu wachen hätten: das erinnert an Kapos, diesen kostengünstigen Verwaltungs- und Exekutivbütteln, die selbst Delinquenten waren. Ein Prinzip, das man ebenfalls den Judenräten (eine Einrichtung, die Hannah Arendt später schwer verurteilte, weil sie unterstrich, dass die Juden wie Schafe zur Schlachtbank taumelten) angedeihen ließ.

Niedere, schmutzige Dienste für die Herren zu verrichten, das war das Aufgabenfeld solcher "Räte", die freilich nichts zu beratschlagen hatten - ein Euphemismus, wie das ganze Dritte Reich auf Euphemismen gründete. In dieser Tradition steht Friedrichs Idee. Man fördert das Denunziantentum, sät damit ein Klima der Angst und der Verklemmtheit, opfert gelegentlich ein Mitglied der islamischen Gemeinschaft in Deutschland auf dem Altar des Terrorschutzes, weil er vielleicht gesagt habe, dass viele Deutsche Türkenhasser seien und man ihm deshalb vorhält, er leide unter unkontrollierbarer Wut und stelle daher eine Gefahr für die deutsche Gesellschaft dar. So amortisiert sich diese unliebsame Gesellschaftsschicht von ganz alleine. Die Hände machen sich die Muslime selber schmutzig. Letztlich stiftet so ein Türkenrat, so ein Muselmanenrat doch genug Unfrieden, um diese Bagage ausgiebig zu beschäftigen. Der Islam in Deutschland schwächt sich selbst, weil man ihn ganz offiziell für das Denunziantentum aufsperrt. Dass manche private Animosität auf Behörden getragen wird, nimmt man zur Sicherung des inneren Friedens (denn die Muslime sind ja angeblich diejenigen, die den inneren Frieden unterwandern wollen), dann gerne in Kauf.

Hans-Peter Friedrich tritt mit einer Dreistigkeit auf, die nichts Gutes für die Zukunft erahnen läßt. Da stolperte ein harter, menschlich wohl aber total unfähiger Hund und versessener Kreuzritter bloß aufgrund Parteiproporzes in einen Ministersessel hinein. Mit frecher Schnauze und kaltblütiger Überheblichkeit spielt er den unnachsichtigen Sheriff und brüskiert damit die Muslime dieses Landes. Friedrich ist ein geschichtsvergessener Schnösel, der aufgrund seines persönlichen Geltungsbedürfnisses keinen inneren Frieden wahren oder fördern kann - er ist ein arroganter und überheblicher Brandstifter, der glaubt, das Miteinander habe daraus zu bestehen, dass der Muslim in Deutschland voller Unterwürfigkeit dem abendländischen Deutschen zu begegnen habe. Wie ein Kolonialherr trat er bei der Islamkonferenz auf - das sind scheinbar die Qualitäten von Ministern, wie man sie sich in diesen Zeiten, da Sarrazin als weiser Philosoph gilt, dringlich erhofft. Noch mehr von dieser kleingeistigen aber dreisten Sorte und es brennt in diesem Lande lichterloh - innen wie außen!



30 Kommentare:

Anonym 31. März 2011 um 09:09  

Lasst den erst mal das Internet-Thema "bearbeiten"!

David 31. März 2011 um 10:54  

Daß der Islam nicht zu Deutschland gehört, sollte eigentlich Allgemeinwissen sein. Sollte.

Endlich hat ein Innenminister mal etwas Richtiges gesagt. Bravo! (So weit sind wir schon, daß man das Aussprechen von Wahrheiten mit einem Bravoruf verzieren muß!).

Roberto J. De Lapuente 31. März 2011 um 11:02  

Wir sind schon so weit, dass man auch Bravo rufen muß, wenn endlich jemand dazu bereit ist, sein Maß an Dummheit öffentlich zu machen! Bravo!

Bernd Kudanek alias bjk 31. März 2011 um 12:09  

... und endlich kann ich seit längerem wieder wirklich uneingeschränkt ein lautes Bravo zu Robertos Derblecken über wenigstens Einen aus der Kaste des derzeitige Politikgesindel rufen! Was aber nicht heißt, daß die schwarzgelben Friederiche & Konsorten nicht auch auf der rotgrünen Wolke 7 zu finden wären und nicht auch Robertos genüßliches Aufgespießtwerden verdienten.

Anonym 31. März 2011 um 15:41  

Ach David, dann erklär uns doch mal, WAS zu Deutschland gehört. Ist es
- Judenverfolgung,
- das Eröffnen von Kriegen wider unsere Nachbarn,
- Monarchie,
- Blutrache,
- Todesstrafe,
- Grenzziehung durch Mauerbau,
- Zwangsmissionierung,
- Ausbeutung und Entrechtung von Arbeitern,
- Kulturkampf?

Anonym 31. März 2011 um 15:42  

Worin besteht denn der Unterschied zu dem Aufruf, verhetzende rechtsradikale Parolen zu melden?
Wird durch diesen Aufruf Mißtrauen gesät und die Gesellschaft gespalten?
Solange Sie diesen Unterschied nicht benennen können, ist Ihre eigentliche Absicht doch offenkund.

Der eigentliche Skandal ist, dass ein Skandal daraus gemacht wird, wenn schlicht auf rechtstaatliche Prinzipien hingewiesen wird.

W.W.

Anonym 31. März 2011 um 16:07  

Wer Friedrichs Äusserungen und Verhalten mit Beifall bedenkt, sollte sich schleunigst vor einen Spiegel stellen, um beim Suchen eines minderbemittelten Rassisten keine Zeit zu vergeuden.

Anhänger des 04.08.1789

sw 31. März 2011 um 16:53  

@Bernd Kudanek alias bjk
dito

@David
Der Islam gehört nicht zu Deutschland? Nun, wenn man die verwandschaftlichen Beziehungen Christentum - Islam betrachtet gehört der Islam sehr wohl dazu. Ebenso wenn man sich die Wurzeln unserer Wissenschaft und Kultur ansieht.

Deine obige Aussage zeigt nur deine geschichtliche Ahnungslosigkeit. Damit du hier mal etwas Licht-ins-Dunkle bringen kannst folgende Links (nur als Beispiel):
http://www.geschichtsforum.de/f36/wir-den-arabern-verdanken-521/
http://www.geschichtsforum.de/f37/karl-martell-retter-des-abendlandes-4365/index3.html

Roberto J. De Lapuente 31. März 2011 um 17:02  

"Worin besteht denn der Unterschied zu dem Aufruf, verhetzende rechtsradikale Parolen zu melden?"

Wollen Sie sich lächerlich machen, sagen Sie mal? Friedrich raunt einen ganzen Kulturkreis an - rechtsradikale Parolen zu melden, spricht das einen Kulturkreis an? Ist "der Nazi" Teilhaber eines Kulturkreises? Ja? Na dann schönen Tag noch...

Anton Chigurh 31. März 2011 um 17:36  

Diese rückwärtsgewandten Blindgänger (bezeichnenderweise oft aus Bayern kommend) haben derart einen Sockenschuss, dass man sich wirklich Gedanken machen muss, wer heutzutage so Politiker werden kann.
Diese fast schon als krank zu bezeichnende Manie gegen den Islam prägt das Denken und Handeln derer, die aus kindlicher Angst und dümmlicher Ignoranz allem Neuen gegenüber verschlossen sind.
Ganz abgesehen von der Tatsache, wie arrogant man sich als "Christ" oder "Katholik" über andere Glaubensrichtungen erhebt.
Religion selbst zu einer solch wichtigen Sache zu machen ist an sich schon ein Fehler. Seit Jahrtausenden schlagen sich Menschen die Schädel ein, nur weil man nicht an den selben Wassergeist glauben mag ? Was für ein Hokuspokus ! Logischerweise müsste man konsequent über das Verbot einer jeglichen Religion diskutieren - um die Ursache für alle Animositäten in dieser Richtung zu beseitigen.
Dass dieser Hinterweltler aus dem südlichsten deutschen Freistaat aber wie ein betrunkener Templer auf dem Turnierplatz auftritt, macht ihn zum Gespött derjenigen, die sich für Kommunikation, Verständigung und Ausgleich einsetzen.
Wie fast immer in solchen Fällen kommt der rhetorische Trampel aus einer Partei, die ein "C" im Kürzel trägt - ein Paradoxon im ureigensten Sinne also.
Man verschone uns fürderhin vor weiteren Ergüssen von Leuten, die bestenfalls Akten ablegen sollten...

Roberto J. De Lapuente 31. März 2011 um 18:11  

@ Anton Chigurh
Es gibt in Bayern auch andere Leute - ich habe schon mal welche gesehen!

Anton Chigurh 31. März 2011 um 18:16  

Natürlich gibt´s da auch andere Menschen als diese verkaterten Betonköpfe mit dem C-Virus.
Man denke nur an die vielen brillanten Kabarettisten....
Nichtsdestoweniger ist schon auffällig, wie viele verstrahlte geistige Einzeller aus Bayern in der politischen Suppe schwimmen !

Anonym 31. März 2011 um 18:56  

"Friedrich raunt einen ganzen Kulturkreis an - rechtsradikale Parolen zu melden, spricht das einen Kulturkreis an? Ist "der Nazi" Teilhaber eines Kulturkreises? Ja? Na dann schönen Tag noch..."

Bei der Forderung nach mehr Zivilcourage bei der Meldung von rechtsradikalen Parolen wird genauso ein ganzer Kulturkreis angesprochen wie beim Aufruf, Verfassungsfeindliches in Moscheen zu melden.
"Der Nazi" ist leider selbstverständlich genauso Teil des angesprochenen Kulturkreises wie "der hetzende Imam" Teil des in diesem Fall angesprochenen Kulturkreises ist - ja was denn sonst, Herrgott?

W.W.

udo haupert 31. März 2011 um 19:15  

Die Atome der Brennstäbe in deutschen AKW werden bei einem GAU sorgfältig zwischen Islamen, Islamisten, Deutschen, Asylberechtigten und Asylbewerbern unterscheiden. Ebenfalls werden sie sorgfältig darauf achten, dass die Frauenquote eingehalten wird.Herr Friederich wird einen eigenen Heiligenschein erhalten.

@david: Dass mit dir nicht zu rechnen ist, zeigt dein beitrag. Sonst wuesstest du, was der islam dazu beigetragen hat. Da due den islam als nicht zu deutschland gehoerig betrachtest, benutzt du doch sicherlich einen abakus und keineswegs einen taschenrechner, denn da steckt jede menge islam drin! Oh, is mir übel.

Roberto J. De Lapuente 31. März 2011 um 19:26  

Keiner würde ausrufen, dass sich die Deutschen untereinander kontrollieren sollten, ob nicht Hetzparolen unter ihnen zu hören sind. Keiner ruft dazu auf! Wer das nicht verstehen will, der...

Anonym 31. März 2011 um 20:53  

Roberto, der Rechtsstaat würde nicht funktionieren, wenn diese gegenseitige Kontrolle nicht stattfände. Der Friederich (von dem ich bisher auch nichts besonderes halte) hat also nur eine Selbstverständlichkeit ausgesprochen.
Richtig seltsam wird die Kritik daran auch dadurch, dass man keine Begründung findet, warum dieser Aufruf gar nicht nötig sei. Das wäre doch das erste: auf die Unbegründetheit verweisen. Wo geschieht das?

W.W.

Anonym 31. März 2011 um 21:05  

"Keiner würde ausrufen, dass sich die Deutschen untereinander kontrollieren sollten ..."

Das muss auch keiner, das kann der Michel schon allein !

Anatol 31. März 2011 um 21:39  

Ich habe seit Mitte der '90er zahlreiche muslimische Freunde über die Uni gewonnen. Insbesondere war ich jahrelang als einziger Nicht-Muslim bei den Ramadan- und vielen anderen muslimischen Feiern und Treffen dabei.
Ich kann mit Bestimmtheit sagen: Wenn die nicht-muslimische Bevölkerung mehr über den Islam wüßte, wäre die Ablehnung weitaus größer, als sie es bisher ist.
Welche Islam-Strömung ich auch immer erlebt habe - unter den teilnehmenden Muslimen aus verschiedenen Ländern war nichts anderes wahrzunehmen, als dass sie sich stets auf "einen", einen allen gemeinsamen Islam einigen konnten.
Aufklärung der nicht-muslimischen Deutschen über den Islam wird definitiv zu einer Verschärfung der Situation führen.

Mit Gewißheit kann ich daher auch sagen, dass der Artikel hier der Unwissenheit des Autors geschuldet ist. Er hat mit Sicherheit bisher keine intensiven Einblicke in das gehabt, worüber er schreibt.
Ich wüßte wirklich gerne, welche eigenen Erfahrungswerte der Autor in dieser Debatte hat, dass er zu dem Schluß kommt, dass bestimmten Bevölkerungsgruppen keine Ratschläge erteilt werden dürften.

MfG,
Anatol

Electric Eye 1. April 2011 um 07:13  

@Roberto

Du kannst von einem Islamophoben doch nicht erwarten, dass er Fakten akzeptiert.

So wie er schreibt bildet er sich tatsächlich ein, der neue IM hätte zuerst alle Deutschen aufgerufen, rechtsradikale Tendenzen zu melden.

Aber das hätten wir ja sicher alle mitbekommen, wenn er das getan hätte. Was übrigens genau so daneben gewesen wäre wie seine reellen Aussagen.

Wie weit würde das gehen? Sollte ich meinen Nachbarn melden, wenn er eine Deutschlandfahne am Auto hat, obwohl gar keine EM oder WM stattfindet?

Wenn ich sehe, wie jemand zusammengeschlagen wird oder einer Giftmüll in die Natur kippt, dann rufe ich die Polizei.
Aber sogar bei einem "Heil Hitler" wäre mir das schon zu blöd und kleinkariert, auch wenn ich solche Sprüche alles andere als gut finde.

Entweder man hat was Konkretes oder man hält sich raus. Und sollte jemand tatsächlich von einem konkreten Anschlagplan hören, dann werden wohl die allermeisten Deutschen und die allermeisten muslimischen Migranten so klug sein, den Behörden einen Wink zu geben. Da muss man nicht extra darauf hinweisen.

Man stelle sich wirklich vor, Hermann hätte alle Deutschen (zum Beispiel in einer Konferenz über unsere Grundwerte) aufgerufen, extremistische Tendenzen in ihrer Umgebung zu melden. Auch rechtsextremistische.
Was für eine Empörung, was für einen Aufschrei das gegeben hätte.
WWer wäre da wohl am lautesten gewesen?

Electric Eye 1. April 2011 um 09:15  

Anatol schreibt am 31. März 2011 21:39
"Ich habe seit Mitte der '90er zahlreiche muslimische Freunde über die Uni gewonnen. Insbesondere war ich jahrelang als einziger Nicht-Muslim bei den Ramadan- und vielen anderen muslimischen Feiern und Treffen dabei."

Wie nett! Aber dann:

"Ich kann mit Bestimmtheit sagen: Wenn die nicht-muslimische Bevölkerung mehr über den Islam wüßte, wäre die Ablehnung weitaus größer, als sie es bisher ist.... bla bla bla, eintrichter, eintrichter, eintrichter..."

Ach Gott, du Armer! Was für eine Qual das gewesen sein muss. Und was erst für ein schwerer innerer Konflikt, dass die Freunde so einem üblen Glauben huldigen und bei ihren religiösen Festen so schreckliche Dinge treiben.
Wahrscheinlich hat Roberto diesen Unfug nur deswegen veröffentlicht, weil dieser Manipulationsversuch an Unglaubwürdigkeit wieder mal kaum zu überbieten ist.
Und es ist immer die gleiche plumpe Masche.

Roberto J. De Lapuente 1. April 2011 um 10:04  

@ Electric Eye

Nein, ich habe es veröffentlicht, weil ich es für einen gelungenen Aprilscherz halte... ;)

Anonym 1. April 2011 um 10:52  

@ Anton Chigurh Nr. 1:

Politiker werden Politiker, weil sie woanders nichts hätten werden können oder sie sich nichts anderes zutrauen.

Einige von ihnen erhalten dann sog. Popularität und erarbeiten sich Connections und werden erst dann via Drehtüreffekt von der Wirtschaft usw. angesprochen, ob sie nicht bei ihnen arbeiten wollen.

Wie sie dann dort (nicht) zurecht kommen, wird ja nie veröffentlicht.

Anonym 1. April 2011 um 13:03  

@Anton Chigurh

Sie wollen am liebsten Religionen verbieten. Wegen der vielen Gewalt vergangener Tage?
Wollen Sie dann auch Wissenschaft und Forschung verbieten, denn die Atombombe, Waffen jegliche Couleur usw. usf. sind ganz klar Errungenschaften aus dieser Ecke.

Kommen Sie also nicht mit dieser seltsamen Logik. Nicht jeder Gläubiger ist gewalttätig. Religionen verbieten zu wollen grenzt aber an Faschismus, wo einige wenige sagen, was alle denken und tun sollen.
Lassen Sie den Leuten ihren Glauben, weil es ihrem Leben Sinn macht. Und es ist doch schöner, wenn man glaubt, dass nach dem Leben noch etwas kommt statt des Nichts, welches doch trostlos ist.

Und wenn ich an den allmächtigen Osterhasen oder Weihnachstmann glauben will, ist das meine Sache und geht Sie nichts an. Wie unverfroren ist es dann, wenn Sie mir das verbieten wollen.
Wenn Sie etwas gegen die Kirche haben, dann sagen Sie das auch. Aber allen Menschen den Glauben zu verbieten, finde ich unverschämt.

Electric Eye 1. April 2011 um 13:05  

@Roberto

Verunsicher mich jetzt nicht!
War der von Dir?
Oder doch eher ein "unfreiwilliger" Aprilscherz?

Granado 1. April 2011 um 19:15  

@Anatol 31. März 2011 21:39
"Welche Islam-Strömung ich auch immer erlebt habe - unter den teilnehmenden Muslimen aus verschiedenen Ländern war nichts anderes wahrzunehmen, als dass sie sich stets auf "einen", einen allen gemeinsamen Islam einigen konnten."
Meinst du, jede Islam-Strömung konnte sich auf einen - einzig wahren - Islam einigen? Oder warum gibt es z.B. blutige Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und Sunniten?

Anonym 1. April 2011 um 23:31  

Mein Herren, da waren sie ja zur Zeit Friedrich's des Großen weiter als heute. Und überhaupt - ohne das Erbe Arabiens säßen wir wahrscheinlich heute noch grunzend auf den Bäumen (mir scheint allerdings, zur Zeit findet eine Art Rückentwicklung bei diesem Volk statt).
Hr. Friedrich scheint der deutschen Geschichte nicht mächtig zu sein, sonst wüsste er, dass der Islam bereits seit Jahrhunderten zu Deutschland gehört. Aber was ist von diesem Stammtisch-Gesindel, das uns zur Zeit regiert, auch anderes zu erwarten? Lieber Anatol: ich weiß ja nicht auf was für Feiern Sie eingeladen wurden, aber mich würde schon sehr interessieren, aus welchem Grund eine Aufklärung der nicht-muslimischen Deutschen über den Islam zu einer Verschärfung der Situation führen würden. Ich habe sehr gute Freunde, von denen ich zu Festen eingeladen wurde (und das als Frau und Atheistin) und ich kann nur sagen, von der Gastfreundschaft, welche mir zuteil wurde, können sich meine Landsleute mindestens eine wenn nicht noch mehr Scheiben abschneiden!!
Sab

Anonym 1. April 2011 um 23:37  

@David: soweit sind wir schon wieder, dass rechte Stammtisch-Parolen mit Bravorufen 'verziert' werden!
Man merkt jedenfalls, dass jahrelang gerade im Bereich der Bildung kräftig gespart wurde.
Sab

Anton Chigurh 3. April 2011 um 16:04  

@ Anonym , 1. April, 13.03
"Logischerweise müsste man konsequent über das Verbot einer jeglichen Religion diskutieren - um die Ursache für alle Animositäten in dieser Richtung zu beseitigen."

habe ich geschrieben. Wenn Sie Ihre zornesroten Augen wieder klar haben, lesen Sie das bitte noch mal. "müsste" habe ich geschrieben - nicht MUSS.
Das sollte ein Hinweis auf eine konsequente Art des Weiterdenkens sein.
Aber wer sollte ich denn sein, dass ich jemand Anderem seine Märchenstunde verbieten will ??
Daran liegt mir überhaupt nichts !
Suum cuique - nur weil ich an nichts zu glauben vermag, muss das nicht notwendigerweise der richtige Weg sein - ich hege im Gegensatz zur kath. Kirche keinen "Dominus Iesus" - Vollkommenheitsanspruch....
Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass seit Menschengedenken Millionen und Abermillionen menschliche Wesen umgebracht wurden weil sie unpassenderweise an einen gerade falschen Flaschengeist glaubten.
Und der dämliche Hinweis auf die Wissenschaft ist jetzt mal völlig daneben: NATÜRLICH hätten "Errungenschaften" wie die Atombombe, Giftgas oder Landminen verboten gehört - was ist das für ein Bockmist, den Sie da verzapfen ??? Jeder mit 20 Pfennig Grips im Hirn würde das sofort unterschreiben und diese "Früchte der Forschung" ungeschehen machen.
Also, weiterhin viel Spaß mit Ihrem Osterhasen und dann...ab und an mal den Kopf einschalten - das hilft !

Zarathustra 3. April 2011 um 23:57  

Anton Chigurh,
ist ist halt völlig offen, ob es ohne Religionen in der Menschheitsgeschichte weniger Opfer gegeben hätte - oder ohne Spiritualität nicht sogar viel mehr...
Ich finde immer erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit manche daran glauben, dass es der Menschheit ohne organisierte Spiritualität besser ginge.

Anton Chigurh 4. April 2011 um 15:14  

@ zarathustra
Sehen Sie ? So ist es mit der "Glaubensfrage" - nichts genaues weiß man nicht.
Ob jetzt Spiritualität für tote Menschen verantwortlich ist, oder nicht, kann somit auch nicht schlüssig geklärt werden - und das ist auch genau so entscheidend wie der Krieg zwischen den Fans von Feyenoord und Ajax, Schalke und BVB oder Real und Barca - mit einem Wort: SINNLOS !
Und da das objektiv nicht geklärt werden kann, widme ich mich heute abend meiner persönlichen Spiritualität: einem real existierenden Glas Merlot.

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