Das Glück mancher Linker

Mittwoch, 19. Januar 2011

Rainer Langhans zuckelt derzeit durch den Dschungel. Vormals war er schon bei anderen fadenscheinigen Sendekonzepten zu sehen. Wo wären andere "linke Koryphäen" heute, lebten sie noch? Was wäre heute ihre mediale Funktion, wo würden sie auftreten, was würden sie sagen und welchen Aktionen würden sie beiwohnen?

Heute: Ulrike Meinhof

Dschungelcamp und perfektes Dinner wären nichts für sie; sie säße heute bei Will oder in politischen Talkshows der dritten Programme (Münchner Runde etc.), um zur sozialen Frage zu dozieren. Dort würde sie ihren Sermon entweder als Journalistin der taz oder des Stern loswerden. Die heute 76-jährige erzählte oft über ihre Verirrungen von damals, ihre Haftzeit und die Schwierigkeiten, die sie in der Zeit unmittelbar nach ihrer Haftentlassung, Mitte der Neunzigerjahre, hatte. Sie böte der deutschen Öffentlichkeit die geläuterte Grande Dame einer gewaltbereiten Generation.

Ihre journalistische Klasse habe ihr geholfen, nach und nach wieder ins Metier zurückzukehren, würde sie sich selbst beurteilen; nachdem sie sich vehement für eine Reform des Sozialstaates und staatliche Entschuldung ausgesprochen hatte, sicherte sie sich erste Meriten. Während der Kanzlerschaft Schröders stellte sie sich provokativ auf Seite der Sozialdemokratie; früher habe sie, so würde sie sich äußern, gerne auf die SPD geschimpft, die ja die Menschen verraten habe, aber mittlerweile erkenne sie und jeder halbwegs denkfähige Mensch, dass diese Partei die letzte Rettung des Sozialstaatsgedankens sei. Die Agenda 2010 schrübe sie bei der taz oder dem Stern zum großen Wurf der Regierung um; "Und natürlich darf Leistung gekürzt werden!", lautete der Titel eines Artikels, der gleichermaßen Reminiszenz auf einen alten Text ihrerseits, als auch ein brennendes Pamphlet auf die notwendige Sanktionierung arbeitsunwilliger Erwerbsloser, wäre.

Neben den politischen Talkshows würde sie einige Angebote, abendlich in einer Spielshow bei Pilawa aufzutreten abgelehnt haben, bis sie eines Tages, mag es Altersmilde oder Marketingstrategie sein, doch zusagte. Dort lümmelte neben ihr Frank Schirrmacher. Beide gäben das "Team Journalisten" in einer kruden Sendung, in der es um spartenspezifische Intelligenz ginge. Schirrmacher wäre indes für Peter Hahne eingesprungen, der kurz zuvor abgesagt hätte - nicht weil er Meinhof an seiner Seite nicht dulden mochte, nein, nur eine ordinäre Erkältung hätte ihn dazu veranlasst. Springer wiederum würde Ulrike Meinhof zwar nicht lieben, sie aber respektvoll dulden und sie gelegentlich sogar zur Gewinnerin des Tages machen, wenn sie beim politischen TV-Talk vehement für Hartz IV und für den Krieg in Afghanistan stritte - letzteren würde sie natürlich nur verteidigen, um unterdrückte Frauen vom Joch muslimischer Männer zu befreien. Alice Schwarzer würde um gelegentliche Gastartikel buhlen, die Meinhof auch zur Bereicherung der Emma bereitstellen würde.

Sie schüttelte außerdem Sarrazin bei einem Interviewtermin die Hand und würde hernach schreiben, dass sie und er Streiter für Frauenrechte seien, die es ja leider nur im Westen gäbe, weswegen der Kampf der fortschrittlichen Himmelsrichtung gegen den rückständigen (Mittleren) Osten eindeutig richtig sei; "Wir sagen, der Typ im Turban ist ein Schwein, kein Mensch. Und so haben wir uns mit ihm auseinanderzusetzen. Das heißt, wir haben nicht mit ihm zu reden, und es ist falsch, überhaupt mit diesen Leuten zu reden", wäre eine letzte Anspielung auf einen älteren Text, den sie scheinbar immer wieder hervorkramen würde, wenn es drastisch klingen soll - Horst Mahler, alter Freund aus vergangenen Tagen, gratulierte ihr zu einem mutigen Buch, das sie inspiriert von Sarrazins Machwerk auf den Markt würfe. Deswegen zierte sie manchen Aufmacher mancher Zeitung - sie gälte als die mutige Frau, die endlich sage, was alle immer schon dachten. Auch damals, so würde Meinhof bei Beckmann einsichtig sagen, als sie noch bei der RAF war, da ging es indirekt nicht gegen den Staat, sondern gegen die Überfremdung in diesem Staat; sie habe es damals nur noch nicht definieren können, es war eine dumpfe, unkonkrete Angst in ihr. Aber mittlerweile erkenne sie, warum sie damals diesem irrationalen Impuls folgte, ihre journalistische Karriere zu beenden, um in den Untergrund zu gehen: sie wollte in keinem Staat leben müssen, in dem sie sich fremd fühlte - und ein solcher Staat, der bahnte sich bereits damals an, würde sie abschließen. BILD schrübe tagsdrauf etwas von der Selbstlosigkeit der Meinhof und neuer Deutung der RAF...

Demnächst ein weiterer, als links geltender Toter, dessen Glück es ist, nicht mehr zu existieren...



40 Kommentare:

berndnh 19. Januar 2011 um 08:11  

Da hat sich der Autor offensichtlich in der Person geirrt. All das trifft eher auf Herrn Röhl zu, wenn er jemals die Klasse der Meinhoff erlangt hätte.

Inglorious Basterd 19. Januar 2011 um 08:43  

Das ist reine Meinhof/RAF-Kritik von "rechts". In der Geschichte der BRD hat die Art und Weise des Strafvollzugs gegen Angehörige des bewaffneten Widerstands einschließlich der RZ derart inhumane Züge angenommen, dass er in mehreren Ausgaben der Jahresberichte von Amnesty International als Folter bezeichnet wurde.

Die deutsche Justiz zeichnet sich Jahrzehnte nach dem Krieg noch dadurch aus, dass sie bei RAF-Mitglieder lieber noch eine lebenslange Gefängnisstrafe mehr auf das Strafmaß aufsattelte, während sie bei Morden durch Nazi-Schläger die resozialisierende Wirkung niedriger Bewährungsstrafen entdeckt.

Alles, was hier über Frau Meinhof kolportiert bzw. parodiert wurde, würde wohl schlüssig auf den linken Blödelbarden und Polit-Spießer Langhans passen.

Ich betrachte das zugunsten des Autoren einfach mal als Satire.

Anonym 19. Januar 2011 um 09:42  

habt ihr verstanden was der autor sagen will? ich glaub nicht

Christian Klotz 19. Januar 2011 um 09:43  

Lieber Roberto,
die "Linke" wird das wohl wieder nicht verstehen, weil sie gewohnheitsmäßig als absolutes Maß an keinem anderen sich messen lässt.

potemkin 19. Januar 2011 um 09:54  

Nichts ist unmöglich! Wenn man bedenkt, was Biermann und Enzensberger heute verzapfen... Aber vielleicht wird die Bildzeitung für ihre geschätzte Leserschaft demnächst einen Hellseher engagieren, der prominente Verstorbene interviewt. Und heute: Ulrike Meinhoff

Anonym 19. Januar 2011 um 10:09  

Oh neiiin! Die Ulrike hätte sich nie verkauft. Niemals wäre sie den Weg Fischers gegangen, niemals hätte sie mit Alice gemeinsam für die Bildzeitung geschrieben.
Wo kämen wir denn da hin, wenn man so mir nichts dir nichts am Lack meiner toten Helden kratzen dürfte.
Nicht einmal im Gedanken ist es erlaubt, nein, nein!!!

Wolfgang 19. Januar 2011 um 10:31  

Nun scheint mir das Ziel des Artikels zu sein die Kommerzialisierung und damit die Neutralisierung einer jeden Person und eines jeden Standpunktes zu sein. Egal ob ehemalige 68er (Langhans), ehemalige Bürgerrechtler (Gauk), ehemalige Frauenrechtlerinnen (Schwarzer) usw. Dem kann ich natürlich zustimmen. Etwas unglücklich scheint es mir hierbei ausgerechnet eine so vielschichtige und widersprüchliche Person wie Ulrike Meinhoff zu nehmen auch wenn es sich in Bezug auf die aktuellen Eskapaden des Ex-Linken Langhans anbietet.
Wie wäre es sich Adolf Hitler bei Beckmann und dem Mausquiz vorzustellen. Oder Ghandi bei Anne Will und in Wer wird Millionär? Aber solche Imaginationen wirken schnell ermüdend.

Anonym 19. Januar 2011 um 10:38  

Lieber Roberto,

ich staune immer wieder darüber, wie Du Fakten und Fiktionen zu einem verblüffenden „was wäre (gewesen), wenn...“ verarbeitest. Dein heutiger Kommentar erinnert mich ein bisschen an Erich Kästners Gedicht: „Wenn wir den Krieg (die Rrede ist vom 1. Weltkrieg) gewonnen hätten“: Es endet mit den Worten: „ZUM GLÜCK gewannen wir ihn nicht...“ Können wir also ebenso sagen: ZUM GLÜCK hat Ulrike Marie Meinhof die Haft nicht überlebt, weil sie anderenfalls jetzt durch die Talkshows tingeln würde wie Schwarzer, Langhans oder Cohn-Bendit? Und wenn, hat sie dann selber für dieses „Glück“ gesorgt, oder hat da freundlicherweise jemand nachgeholfen...? Für die letzte Version sprechen mmerhin einige schlecht vertuschte Indizien.

Ich erinnere mich noch an Meinhofs Konkret-Kolumnen, die mich als Schülerin tief beeindruckt, ja, bis heute geprägt haben. Denn sie zeichneten sich nicht allein durch soziales Engagement, durch aufrichtige Empörung, Empathie und echte Integrität aus, sondern auch durch logischen Aufbau und eleganten Stil. Dass diese warmherzige Frau, die liebevolle Mutter zweier kleiner Kinder, freiwillig in den Untergrund gegangen sein soll, um an der Seite des rauschgiftsüchtigen Pärchens Andreas Baader und Gudrun Ensslin mit der Pistole in der Hand gegen den Staat zu kämpfen, hat mich nie überzeugt. Kann denn eine einerseits so kluge Frau tatsächlich andererseits so naiv sein zu verkennen, dass sie mit ihrem „bewaffneten Kampf“ sämtliche Anliegen der Linken von Grund auf desavouiert? Das frage ich mich nach wie vor.

Erschreckend fand ich auch, wie sehr die verhaftete Ulrike Meinhof sich von ihrem früheren Selbst unterschied: Sowohl das Äußere – ihr gedunsenes Gesicht hatte ja keinerlei Ähnlichkeit mehr mit der schönen jungen Frau, deren Porträt nicht nur Konkretleser kannten – als auch die Ausdrucksweise, die plötzlich jegliche Differenzierung vermissen ließ und sich, wenn man den Medien glauben darf, fortan auf primitivste Schimpfkanonaden beschränkte. Was ist da passiert? Erfolgreiche Gehirnwäsche? Ausbruch einer latenten Schizophrenie? Spätfolgen des allerdings schon 1962 operierten „gutartigen“ Gehirntumors? (Auch sogenannte gutartige Tumore können ja im weichen Gehirn verheerende Schäden anrichten...).

Weder Jutta Ditfurth noch Stefan Aust haben diesen Widerspruch in ihren biographischen Ausführungen plausibel erklären können. Sollte tatsächlich die Freundschaft mit dem italienischen Milliardär, Faschistensohn, Verleger und angeblichen Freund revolutionärer Bewegungen Giangiacomo Feltrinelli (dessen tatsächliche Nähe zu den vom Geheimdienst unterwanderten, teils sogar von ihm mit gegründeten „Brigate Rosse“ und somit zur CIA Regine Igels Buch „Terrorjahre“ belegt) diese abrupte Wende bewirkt haben? Aber wie?

Mit sehr nachdenklichen Grüße

Saby

Roberto J. De Lapuente 19. Januar 2011 um 10:56  

@ Christian Klotz:

Ich glaube es fast. Man darf die eigenen Heiligen nicht hinterfragen - nicht mal fiktiv...

Anonym 19. Januar 2011 um 11:35  

Hallo Roberto, kurz gesagt passt dein Beitrag ganz gut zu diesem politischen Friedhof Deutschland.
Erinnern nicht die meisten politischen Akteure in diesem Lande an Zombies oder Vampire, politisch Untote, die nach jeder Wahl, ob gewonnen oder verloren wieder das Tageslicht erblicken, einfach weiter irgendwo, in irgendeiner Stellung, irgendeinem Amt ihre widerwärtigen schmutzigen Werke fortsetzen?
Und das "Blut", wovon sich diese Brut ernährt, wird es nicht dem lebendigen tätigen Volkskörper in Form von immer mehr und mehr vor allem indirekten Steuern und sonstigen Abgaben entzogen, einschließlich GEZ?
Wenn man nun diesen die jetzige politische Bühne bevölkernden Polit-Zombies und Vampiren noch ein paar momentan noch Gräber belegende hinzufügt, was ändert sich da schon an diesem politischen Friedhof BRD?
Klar, ein grausiger Anblick, ein ekeleregender politischer Leichengestank, der sich wie eine Dunstglocke über dieses Land gelegt hat, aber wer noch sehen kann und sehen will, sollte es auch weiter tun.
Also, lieber Roberto, lass ruhig weiter Tote auferstehen, in D I E S E M Lande wêrden sie sich immer in bester "lebender" Gese1llschaft wiederfinden!

Beste untote Grüße
Bakunin

Anonym 19. Januar 2011 um 11:43  

@Roberto J. de Lapuente

Ich frag mich schon seit Jahren was wohl aus der linken Ikone Rudi Dutschke, oder Benno Ohnesorg, geworden wäre, würden die heute noch leben.

Du hast vortrefflich auf den Punkt gebracht was ich über Ex-Kommunisten, oder sonstige "Linke" von damals, schon lange denke.

Es wird übrigens Zeit nicht nur tote Linke zu entmystifizieren, die sich vom Saulus zum Paulus gewandelt haben, und ich betrachte deinen Text mal als - satirischen - Anfang dazu.

Wer's ernster mag, den verweise ich auf das demnächst erscheinende Buch der Ex-Bundesvorsitzenden der GRÜNEN Jutta Ditfurth, die, leider, nur mit ihrer Ex-Partei, den GRÜNEN, hart ins Gericht geht -die lt. Ditfurth eine Art Neo-FDP geworden sind, in allen Bereichen, wo die heutigen GRÜNEN Politik betreiben.

Schade, denn "Realos" gibt es auch bei Attac, der Linkspartei und anderen NGOs, die vom Saulus zum Paulus geworden sind, und heute staatstragend spielen.

Der Wechsel vom Ex-Nazi zum Linken ist dagegen kaum bemerkbar, aber sicher auch vorhanden - Nur ist eben, für diese neoliberal-faschistische Welt Deutschlands der Wechsel von Linken zu Rechten berichtenswerter, da diese sich ja "geläutert haben".

Gruß
Bernie

klaus baum 19. Januar 2011 um 12:52  

Roberto,

ich habe im Jahr 68 Abitur gemacht, auf der documenta 4 für Christo fotografiert und im Herbst begonnen, an der Kunsthochschule in Hamburg zu studieren.
Ich habe das Geschehen seinerseits distanziert kritisch miterlebt. Beeinflusst von Beckett, war ich ziemlich desillusioniert hinsichtlich einer umfassenden Veränderung von Gesellschaft. Prominenz ist mir - im Gegensatz zu Langhans - nie zuteil geworden. Was ich heute denke, tue und sage ist Dir ja teilweise bekannt und unterscheidet sich wohl deutlich von dem, was Du den prominenten 68ern andichtest. Vielleicht korrumpiert es die Menschen, wenn sie sich etablieren. Mein Kunstprofessor Fritz Seitz sagte 68/69: Die Menschen spielen die jeweilige Rolle ihres Alters, das heißt, sie sind letztlich Egomanen, die sich je und je für den Mittelpunkt der Welt halten. Anstelle von Alter könnte man auch Stellung in der Gesellschaft sagen. Möglicherweise korrumpiert schon der Vorgang des Sich-Etablierens.
Biermann hat das mal so formuliert: Der Sozialismus hat für den Funktionär gesiegt, wenn er die Pfründe hat.
Nun ist Biermann in Hamburg selber mehrfacher Hausbesitzer.

Anonym 19. Januar 2011 um 13:12  

@Bakunin

Völlige Zustimmung, aber eines noch, auch die regierungsnahen Nicht-Polit-Zombies der jüngeren Generation (z.B. Rössler, Von Zu Guttenberg, Schröder etc.) sollten kritisch erwähnt werden.

Die sind zwar körperlich relativ jung, aber geistig-mental vom Stande des 19. Jahrhunderts - Ergo zwar keine Zombies, aber leblose Hüllen denen Maggie Merkel (als Ober-Untote) und Schäuble (als Vampir?) so einiges an Hirnmasse genommen haben.

Grüße
Bernie

Gruß
Bernie

Roberto J. De Lapuente 19. Januar 2011 um 13:22  

@ Bernie:

Dutschke also... vielleicht ist das ja derjenige, den ich unter "demnächst" angekündigt habe...

@ Klaus Baum

Ich würde auch sagen, es ist die Stellung, die Menschen verändert - das Alter vielleicht auch, aber nicht unbedingt gravierend.

Anonym 19. Januar 2011 um 13:25  

Wie hier Linke in diesem Blog despektierlich demontiert werden, sucht schon seinesgleichen...

Roberto J. De Lapuente 19. Januar 2011 um 13:40  

Jedem seine Gottheit, was? Dabei schätze ich Meinhof außerordentlich... aber wer weiß, wo sie heute wäre, gäbe es sie noch. Wie da allerorten Beißreflexe hervorkriechen...

Inglorious Basterd 19. Januar 2011 um 13:41  

Wann wird Adorno von Dir durch den Kakao gezogen?

Roberto J. De Lapuente 19. Januar 2011 um 13:53  

Danke für die Anregung! Keine schlechte Idee vielleicht. Aber nur vielleicht...

Anonym 19. Januar 2011 um 14:06  

Hallo Klaus Baum u.a., dass mit dem Sich-Etablieren, den Ämtern, dem wachsenden "Ansehen", es "zu etwas gebracht" zu haben, das dürften in der Tat die trifftigsten Gründe dafür sein, warum diese einst laut brüllenden, politisierenden Löwen allesamt wohlversorgt-domestiziert als politische Bettvorleger der wahren Mächtigen, der Eliten endeten.
Und ich denke, dass dieser Weg praktisch unvermeidlich ist in einer Gesellschaft, in der gesellschaftliche Privilegien für bestimmte Gruppen, Schichten und Klassen nach wie vor als eine Selbstverständlichkeit angesehen werden, mittelalterlich formuliert: als "gottgewollt"!
Wen es in d i e s e r Gesellschaft innerhalb der etablierten Politik auch immer mächtig nach "Verantwortung", nach "Gestaltung" drängt hat sich innerlich schon längst zu seiner Rolle als "Bettvorleger" entschieden, zum bedingungslosen Abgreifen von Staatsknete und einen angenehmen wohlversorgten Lebensabend als Polit-Rentner und TV-Laberer.
Was den Werdegang der einstigen Funktionäre des "Ostblocks" angeht, machten sie nicht praktisch die gleichen Karrieren durch wie die Aufsteiger der sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien als auch der Gewerkschaftsfunktionäre der kapitalistischen Länder?
Unterschieden sich Erich Honecker und Herbert Wehner, unterscheiden sich der einstige DDR-Gewerkschaftchef und der heutige DGB-Zampano M.Sommer wirklich?
Was unterscheidet den DGB, seine darin versammelten Vereine eigentlich von Hitlers Deutscher Arbeitsfront(DAF)?
Immer und überall: kleinbürgerlichr Streber auf dem Weg "nach oben"!

MfG Bakunin

Frank F. 19. Januar 2011 um 14:13  

Mit den (aus welchen Gründen auch immer) vorzeitig gegangenen Helden oder Anti-Helden von damals verhält es sich ähnlich wie mit dem frühen Tod vieler einstiger Rocklegenden. So manch einer von denen hat damit seinen eigenen Mythos gerettet. Wie viele von den (Über)Lebenden konnten der Versuchung schließlich nicht widerstehen? Viele. Sehr viele. Beinahe alle haben sich vom Establishment korrumpieren und schlucken lassen. Schaut sie Euch an, diese Bonos oder Jaggers dieser Welt! Ähnlich verhält es sich mit vielen einstigen Weltverbesserern, die heute in hohen Ämtern und Würden stehen. Am Ende ist Käuflichkeit nur zu oft eine Frage der Gelegenheit und des Preises...

Ein Sprichwort besagt: Der Versuchung zu widerstehen zeigt den wahren Charakter einer Person. (oder so ähnlich)

Natürlich ist es eine provokante und zugleich müßige Fiktion, gerade Ulrike Meinhoff so eine Kehrtwende zu "unterstellen", jedoch die Absicht des Autors finde ich mehr als berechtigt.

Allein in meinem (ostdeutschen) Umfeld beobachte ich seit einigen Jahren, wie ganze Horden von Besserverdienenden zu eine mir bis dato ziemlich unbekannten Spezies Mensch mutieren ... eine facettenreiche Spezies denen aber ihre sozialdarwinistischen Grundzüge gemein sind. Dieser Prozess hat in den letzten Monaten extrem an Geschwindigkeit zugelegt.

Nicht wenige vermeintlich Linke befinden sich in diesem Sog.

Wie war das noch mit dem Sein und dem Bewußtsein?

Vielleicht ist aber auch meine Beobachtung ein Trugschluß...

Anonym 19. Januar 2011 um 15:05  

[...]Dutschke also... vielleicht ist das ja derjenige, den ich unter "demnächst" angekündigt habe...[...]"

Lieber Roberto J. de Lapuente,

bin schon gespannt auf deine Zerpflückung Dutschkes.

Übrigens, eine abwegige Vermutung die ich einmal in einem Buch über die RAF las war, dass Dutschke eigentlich zum Chef-Terroristen hätte mutieren sollen, und nicht Baader-Meinhoff. Ist da was dran? Hätte der westdeutsche Verfassungsschutz, der lt. dem RAF-Buch die RAF erst mit Waffen und Munition versorgt hat, um ihren Terror zu starten, auch Rudi Dutschke unterstützt? Nein?

Lassen wir das Thema, hier geht es ja nur um das Thema was ehemalige "Linke" geworden wären, wenn die heute noch leben würden.

Übrigens noch so ein verrückter Gedanke von mir, der mehr eine internationale "linke" Ikone betrifft:

Wo wäre "Che" Guevara, wenn ihn nicht die Ermordung in Bolivien getroffen hätte, heute?

Wäre er auch so ein Ex-Revoluzzer wie Fidel Castro geworden?

Kuba ist nach neuesten Berichten auf dem besten Weg in einen nicht-neoliberalen Kapitalismus, und predigt offiziell "Kommunismus". China läßt grüßen ;-)

Auch egal, es scheint wohl ein internationales Problem zu sein, dass Ex-Revoluzzer sich vom Saulus zum Paulus wandeln. Oder?

Gruß
Bernie

klaus baum 19. Januar 2011 um 15:09  

@Bakunin, danke für die inhaltliche ergänzung. wenn man anfängt, sich im establishment zu etablieren, beginnt man rücksichten zu nehmen, man hält den mund, um andere nicht zu kritisieren usw.

um den prozess der anpassung zu begreifen, genügt es beinahe schon, die eigenen seelenregungen gegenüber anderen zu beobachten, momente zu erkennen, wo man zum weichei wird, wo man sich anpasst, wo man nachgibt, einknickt ...

das ganze wechselspiel intersubjekltiver verhaltensreaktionen muss man mikrologisch betrachten, um zu begreifen, wie der allmähliche verlust der eigenen kritischen haltung funktioniert.

PS: Roberto, Adorno selbst würde ich außen vor lassen ... Warum, das erzähle ich Dir gern ein andermal.

Anonym 19. Januar 2011 um 15:10  

"[...]Wie hier Linke in diesem Blog despektierlich demontiert werden, sucht schon seinesgleichen...[...]"

Und? Welche "Linke" meinst du denn? Die von Sigmar Gabriel (SPD) und Andrea Nahles (SPD), die sich stark an den rechten Seeheimer Kreis der SPD annähert? Oder welche sonst? "Linke" ist doch mittlerweile auch zu einem Wort der X-Beliebigkeit geworden, anders ausgedrückt: Jede rechtsneoliberale Kanallie nennt sich doch neuerdings "links".

Ist Guido Westerwelle (FDP) nicht auch schon ein "Linker"? Wundern würde es mich nicht, bei der allgemeinen Volksverblödung mit dem Begriff "links"; "mittig" oder "rechts".

Gruß
Bernie

PS: Der große dt. Philosoph und Atheist Nietzsche sprach einmal, in einem anderen Zusammenhang, von einer "Umwertung der Werte". Nichts anderes ist derzeit voll im Gange. Übrigens noch so ein Neoliberalen, der uns "Tugend" lehren will ist Ulrich Wickert, der einmal grundehrlich den Glaubenssatz aller Neoliberalen aussprach, die uns die neue Weltwirtschaftskrise beschert hat "Der Ehrliche ist der Dumme". Heute gibt dieser einen "linken" Tugendprediger.

Anonym 19. Januar 2011 um 15:28  

Dieses Blog heißt Ad Sinistram, in praktisch allen Artikeln wird aber lediglich von etwas WEGgeführt und nirgendwo HINgeführt.
Dieses Blog ist damit nominiert für den "verfehltesten Titel eines Blogs 2010".

Roberto J. De Lapuente 19. Januar 2011 um 15:39  

Ui, jetzt wird der Kadavergehorsam rekrutiert. Ich soll also Leute auf Linie bringen...

maguscarolus 19. Januar 2011 um 16:04  

Frei nach Yoda möchte ich sagen:

Unterschätze niemals – niemals – die Macht des Geldes!

Anonym 19. Januar 2011 um 16:38  

Hallo Klaus Baum, meine Kritik an allen diesen Strebern, deren politische "Überzeugungn" sich mit immer größerer greifbarer Nähe zu Ämtern und Würden so schnell anpassen an die wahren Machtverhältnisse in diesem Land möchte ich vor allem als Gesellschaftskritik, besonders als Kritik an dem speziefisch altbundesdeutschen politischen System(Adenauer-(Pseudo)"Demokratie") verstanden wissen.
Ich denke man macht von Anbeginn einen großen Fehler, an öffentliche Personen allzu moralische Maßstäbe anzulegen.
Wären wir hier alle wirklich besser unter ganz bestimmten Umständen, Verlockungen, "Chancen"?
Ich wage diese Frage nicht zu beaantworten!
Wer einmal von dem süßen Gift von Mandaten, Ämtern usw. gekostet hat dürfte sich höchstwahrscheinlich sehr schwertun damit wieder in ein ganz normales bürgerliches Erwerbsleben zurückzukehren.
Das Listenplatz-Unwesen ist dann auch die Krone dieses korrupten politischen Systems.
Nehmen wir nur Ottmar Schreiner(SPD), seinen Wahlkreis im Saarland an einen Kandidaten der PDL verloren, über einen sicheren Listenplatz aber weiter im Bundestag rumhängend, dafür dankbar alles abnickend was von "oben" vorgesetzt.
Wie viele "Schreiners" mögen sich im Bundestag und den Parlamenten der Länder tummeln?
Und wie viele "junge Leute" in den Jugendorganisationen der etablierten Parteien scharen schon die Hufen zum Sturm auf die Mandate, Ämter?
Ich meine schon lange, dass ganz ohne irgend welche sozialistischen Ambitionen, allein nach bürgerlich-demokratischen Verständnis eines parlamentarischen Systems dieses deutsche politische System einer gründlichen Umwälzung und Demokratisierung bedürfte, mit wirklich freien Parlamentsabgeordneten, welche zu allererst ihren Wählern Rechenschaftspflichtig zu sein hätten.
Nur wirkliche Sieger eines Wahlkreises gehörten in ein Parlament.
Nur unter solchen Bedingungen könnte ich mir vorstellen, wieder mehr anständigere, charakterfestere Menschen in die Parlamente zu bekommen, vor allem solche, die keine Scheu vor normaler Arbeit, normalen Berufen haben.

MfG Bakunin

Lutz Hausstein 19. Januar 2011 um 17:34  

Also, ich finde es mal eine interessante hypothetische Analyse. Was ja nicht gänzlich von der Hand zu weisen ist, angesichts der häufig gleichlaufenden Entwicklungen ehemals Progressiver.

@ Bernie und Roberto:

Ich bin da schon ziemlich gespannt auf eine eventuelle "Vorwärts-in-die-Vergangenheit"-Betrachtung Rudi Dutschkes. Ich habe da meine eigene Hypothese, warte aber erst mal auf die (eventuelle) Betrachtung von Roberto, um ggf. dagegen zu räsonieren. :-)

Antonia 19. Januar 2011 um 19:16  

@ widuwilt

Warum sollte sich ein "Durchschnittsbürger" mit einer Sozialismus/Kommunismus-Ideologie auseinandersetzen wollen? - und "müssen", wo man sich ebenso wenig mit einem Buschkowsky/Sarrazin auseinanderzusetzen brauch, um sogleich zu verstehen, wie diese ticken? Und selbstverständlich, auch wenn derzeitig eine wirkliches "Tabula Rasa" ausgeschlossen ist, so wäre es sehr wohl ein Polit-Erdbeben, wenn durch die (verkommenen) Grünen und Sozialdemokraten und einen Parlamentseinzug der Linken die CDU-Strukturen beseitigt würden. --- Und schließlich bedeutet der Schwarze Donnerstag im Stuttgarter Schlosspark (durch das Zusammenschlagen und Misshandeln von Kindern und RentnerInnen) eine politische Zäsur, weshalb es geradezu verheerend wäre, wenn die Mappusabwahl nun doch nicht mehr gelingt (weil ohne diese Konsequenz die Restbeseitigung von demokratischen Spielregeln beginnen würde, bräuchten doch "Landesfürsten" und "Bundesführer" keine persönl. Konsequenzen zu befürchten). - Und somit "schmolle" ich nicht sondern ich bin zornig.

--- http://www.stern.de/politik/deutschland/landtagswahl-in-baden-wuerttemberg-wie-das-wahlrecht-der-cdu-hilft-1627607-print.html

--- http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-etwas-andere-wahrheit/

Von der Sichtweise auf die TAZ "völlig losgelöst"... ist der Artikel korrekt?

Schlussendlich möchte ich noch um Nachsicht bitten, denn ja - ich bin "infantil"; und was meine "Vorliebe (für) Voltaire" betrifft - ja, auch hier stimme ich zu, da "fehlt mir (einfach) der Intellekt". - Schon meine Mutti sagte zu mir als kleines Mädel: "Dir Dumme geht nie die Sonne unter"; und so bin ich halt auch heute wie ich bin: ein (sehr) schlichtes und (sonnen)helles Gemüt, weshalb ich z.Bsp. die Französische Revolution "nie und nimmer" als Errungenschaft werten könnte, weil "die Revolution ihr eigenen Kinder fraß"...

Anonym 19. Januar 2011 um 21:06  

Lapuente, wieso Leute auf Linie bringen _sollen_? Es hat Dich keiner zu dem Titel des Blogs gezwungen.

Bin auch schon gespannt auf den angepaßten Lapuente in 20 Jahren, das wäre auch mal Stoff für einen selbstironischen Artikel... Leider ein Wunschtraum bei all der Eitelkeit ;)

rainer 19. Januar 2011 um 22:46  

Ich ersetze - natürlich posthum - Meinhof durch Lapuente, tausche die Pronomen aus - und dann? Merkt jemand den Unterschied?
Jetzt muss ich nachdenken...ist dies nun ein Kompliment oder ein Hinweis auf den Schreiber Lukas, Kapitel 9, Vers 60?
Was willst Du mir sagen, Roberto?

pillo 20. Januar 2011 um 01:04  

Erstmal, Hut ab vor diesem Text. Es gehört schon einiges dazu, Personen denen man eigentlich gewogen gegenüber steht solchen Opportunismus anzudichten, wenn auch nur fiktiv.

Ja, der frühe Tod kann auch eine Gnade sein. Der/die Tote bleibt so der Nachwelt als jung, schön und unbeugsam in Erinnerung.

Wie hätte sich wohl ein Salvador Allende entwickelt, wäre er nicht anno 1973 weggeputscht worden?

Könnten wir Romy Schneider oder Rio Reiser heute im Dschungelcamp bewundern? Oder Jim Morrison und die Doors bei ihrer mittlerweile zehnten Abschiedstournee 'feiern'?


Man kann die Frage natürlich auch anders herum stellen. Wie würde man wohl heute über den einen oder anderen Zeitgenossen denken und schreiben, wenn es ihn nur früh genug dahingerafft hätte?

Eine Alice Schwarzer wäre uns als taffe Frauenrechtlerin in Erinnerung geblieben. Ein Gregor Gysi als aufrechter Kämpfer für den Osten und die Schwächsten der Gesellschaft. Ein Wolf Biermann als unbeugsamer Verfechter der Meinungsfreiheit. usw.usf.
Aber, die Vorgenannten und so viele andere leben halt noch und demontieren sich jeden Tag aufs Neue so gut sie können.

Anton Chigurh 20. Januar 2011 um 12:18  

Hmmm...
Ich denke, es ist müßig über Sinn oder Unsinn dieses Artikels nachzudenken und die "was-wäre-wenn" - Scheiße ist eigentlich eher etwas für verträumte Spinner oder Zweitliga-Romanautoren.
Aber das kann man vom Blogbetreiber nun wahrlich nicht behaupten.
Möglicherweise aber gibt es dringendere Probleme, die man ansprechen sollte, statt hier sinnlose Grabenkämpfe über tote Polit-Ikonen auszutragen. Und durchgeknallte Loser wie Langhans als Aufhänger zu nehmen ist eigentlich unter dem Niveau des Blogbetreibers, is it not ?

klaus baum 20. Januar 2011 um 12:38  

Noch mal eine Bemerkung zu Adorno: Ich würde ihn aussen vor lassen. Als Adorno längst etabliert war, wurde er vom SPIEGEL angesichts großere Krawalle auf den Straßen oder möglicherweise sogar wegen Auseinandersetzungen mit Studenten im Institut für Sozialforschung oder im Fachbereich Philosophie der Uni Frankfurt gefragt: Herr Adorno: "Gestern war die Welt noch in Ordnung."
Adorno: "Für mich nicht."

Adorno verfasste dann noch einen Aufsatz über Resignation als Antwort auf die studentischen Demonstrationen.

Er war viel zu reflektiert, um sein Denken durch Einkommen, Wohnen im Frankfurter Westend oder Urlaubsaufenthalte in der Schweiz korrumpieren zu lassen.

Roberto J. De Lapuente 20. Januar 2011 um 12:49  

@ Klaus Baum:
Ich hatte eigentlich nicht vor, Adorno aufzugreifen - das war nur gedankenlos hingeschrieben...


Meine Güte, jetzt gehts wieder um das Niveau, für das ich mir zu schade sein soll...

Anonym 20. Januar 2011 um 14:05  

@ Baum Klaus et al:

Mal abgesehen von "Links" oder "Rechts", was ja immer nur Definitionssache ist und stets dem "Divide et impera" dient:

Offensichtlich spielt das Ego in unserer absolut materialistisch organisierten Welt die entscheidende Rolle - jede/r muss sich irgendwann entscheiden, ob sie/er sich prostituieren will oder nicht (dies gilt in vielerlei Hinsicht).

Aber wer einmal JA gesagt hat, der wird in den unerbittlichen Strudel der "Karriere" hineingezogen und kann dann nicht mehr heraus - ausser durch eine Hotelbadewanne, einen "Verkehrsunfall" oder Selbsttötung (auch im Paar) ...

Wir sollten uns langsam Gedanken darüber machen, wie wir diese "Demokratie" richtig benamsen: Plutokratie - Lobbykratie - oder gleich richtig?

Klaus Baum 20. Januar 2011 um 14:33  

@roberto: okay. besser wäre, so kommts mir beim grübeln, eine fiktive gestalt, deren veränderungsprozesse man beschreibt und wo man es dem leser überlässt, welche parallelen er zur relität zieht.

Anonym 21. Januar 2011 um 16:08  

@Roberto J. de Lapuente

Mir kommt gleich ein ganz wahnsinniger Gedanke:

Man stelle sich vor Berlin wäre 1945 nicht von der Roten Armee sonder der US-Armee befreit worden.

Hitler hätte nie Selbstmord begangen, und sich, trotz Menschheitsverbrechen des Völkermordes, mit den westlichen Allierten arrangiert bzw. wäre mit US-General Patton gezogen die Sowjets zu vernichten.

Wie würde Deutschland heute aussehen?

Sorry für, aber dieser ganz verrückte Gedanke kam mir so eben.

Anonym 10. Februar 2011 um 12:17  

Genau deshalb, weil sie partu nicht kriechen(kooperieren)wollte, lebt sie heute nicht mehr.
Mein Onkel, der Insasse eines KZ war, sage beim Gespräch im hohen Alter: Die Unbeugsamen, die Unbestechlichen, die sind Umgebracht worden. Wir anderen haben uns Bestechen lassen.

Jacques Roux 15. Februar 2011 um 10:45  

Auch wenn es uns manschmal so vorkommen mag, ist der Ausverkauf linker Ideale nicht unbedingt ein Automatismus, siehe z.B. Jutta Dithfurt oder Inge Viett

http://www.jungewelt.de/2011/01-04/010.php

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