Griechische Sonne wird privatisiert

Dienstag, 5. Juli 2011

Das war letzte Woche ein wichtiger Tag, als das griechische Parlament, gegen den Widerstand auf den Straßen, ein mörderisches Sparpaket inklusive Privatisierungszwang, verabschiedet hat. Das war ein wichtiger Tag für Investoren, die durch die Entscheidung, an die weitere Kredite gekoppelt sind, nun neue Zuversicht erhalten haben, um in den maroden Staat, dessen Staatsverschuldung niedriger liegt als die der Vereinigten Staaten oder Japans, zu investieren.

Schäuble habe einen ausgezeichneten Vorschlag gemacht, hörte man an jenem wichtigen Tage desöfteren. Am Rande der Berichte kam man auf des Finanzministers Idee zu sprechen, die griechische Sonne ökonomisch zu verwerten. Durch das Vertrauen, das durch das Sparpaket freigesetzt würde, könnte man Investoren anlocken, die ihr Geld in Anlagen zur Abschöpfung erneuerbarer Energien stecken. Womöglich gar deutsche Unternehmen, die sich dann an der griechischen Sonne gütlich tun. Griechische Sonne als Ware für den Kolonialwarenladen! Über Griechenland scheint die Sonne, über Deutschland... Deutschland, Deutschland über alles. Da trifft der neue grüne Wetterfähnchen-Geist aus Schäubles Partei, auf den Nepotismus und die Großmannssucht, diesen alten Werten der christdemokratischen Union - da wächst ein grüner Kolonialismus heran!

Das tut man freilich nur, um Griechenland aus der Misere zu hieven. Investoren sind Altruisten. Deutsche Investoren ohnehin - Heuschrecken sind nur die Investoren, die ins schöne Deutschland einfallen. Eine politische Vorhut auf breiter europäischer Ebene wie jene, die nun nach Griechenland drängen sollen, haben aber diese Heuschrecken nie gehabt. Eine Vorhut, die dem griechischen Volk zunächst Geld und damit Brot nahm, die die Luft zum Atmen stahl, die den Selbstwert und die nationale Selbstbestimmung raubte - und die nun auch noch die Sonne entwenden möchte. Die Sonne scheint deshalb ja trotzdem für die Griechen weiter. Aber ob die viel von der Nutzung ihrer Sonnenkraft haben werden, bleibt zweifelhaft. Die Sonne ist doch für alle da - und das Areal, wo die Anlagen stehen sollen, werden dann dank Privatisierungszwang für einen Teller Gyros und einen Schluck roten Imiglykos zu kaufen sein.

Die Sonne gehört allen - der Boden darauf dem Investor - den Griechen gehört nichts mehr. Das ist der harte Syllogismus, der an diesem wichtigen Tag letzte Woche Wirklichkeit wurde. Selbst die griechische Sonne wird privatisiert - und ausländische Investoren sollen sie verwalten. Dass sie den Griechen aber den Sonnenschein nicht in Rechnung stellt, das zeigt nur, dass die Europäische Union und ihre Ausplünderungsabsichten noch nicht gänzlich abgehoben sind. Man ist ja doch noch splendid! Man riet zum Verkauf von Inseln, der Schuldner sollte Tafelsilber verscheuern - die Zustimmung hierüber geschah letzte Woche. Und nun geht es auch noch an die Sonne. Gleichzeitig rieten die Schwalle an Experten, die diverse Nachrichtensender zierten, mit dem industriellen Gemüse- und Obstanbau zu beginnen bzw. diesen zu forcieren - die Tourismusbranche könnte noch besser, noch effektiver geführt werden. Kurzum, der gemeine Grieche gilt als idiótes, als Pfuscher und Stümper, den man an die Hand nehmen muß, damit er endlich in die Hufe kommt.

Solchen lebensuntüchtigen Menschen muß man doch auch die Sonne abluchsen. Nicht zur Gänze freilich, auch die Lebensuntüchtigkeit will sich schließlich den Bauch bescheinen lassen. Aber die Sonnenenergie, die sollen lediglich Investoren von Außerhalb verwursten - und die Griechen haben nichts davon: außer sauberen Strom, den sie der Heuschrecke dann abkaufen dürfen. Abkaufen von dem Geld, das sie dann nicht mehr haben werden, weil man es ihnen letzte Woche nahm. Wir indes brauchen keine räumlichen Expansionen mehr, um vom mediterranen Sonnenschein zu profitieren - wir speisen die Sonne einfach in Solarzellen und genießen die Früchte der Sonne einfach von daheim aus. Das war wahrlich ein wichtiger, ein einträglicher Tag letzte Woche...



24 Kommentare:

Fleur 5. Juli 2011 um 08:00  

Womit mal wieder bewiesen wäre, dass man die beste Satire noch immer macht, indem man die verquere Wirklichkeit in aller Deutlichkeit beschreibt. Die wirklich nur leichte Übertreibung gibt dem Ganzen natürlich das gewisse etwas, aber auch sonst taugte die Griechenlandrettung zur absoluten Lachnummer - bis, ja bis einem dann endlich das Lachen im Halse stecken bleibt, weil man merkt - Das ist kein Kabarett. Das ist wahr.

Anonym 5. Juli 2011 um 08:16  

Nachdem die mächtige Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit der USA in Frage gestellt hat, hat die amerikanische Regierung Verhandlungen mit den Häuptlingen der nordamerikanischen Indianerstämme aufgenommen, um ihnen das Territorium der USA zurückzuverkaufen.

"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil wir die Staatsverschuldung von mehr als 14,2 Billionen Dollar einfach nicht mehr in den Griff bekommen", sagte Obama, der selbst zurück nach Kenia ziehen wird, in seiner letzten Rede an die Nation.

Experten gehen davon aus, dass höchstens mit einer Rückerstattung jener Glasperlen gerechnet werden darf, mit denen die Einwanderer im 18. und 19. Jahrhundert den Indianern einen Großteil ihrer Ländereien abkauften.

Anonym 5. Juli 2011 um 08:53  

A.
Ich werde das Gefühl nicht los das wir versuchen, das was wir nicht mit Waffengewalt (2ter Weltkrieg) geschafft haben nun mit dem Kapital versuchen nämlich gewissen Länder am deutschen Wesen zu genesen. Wir machen uns wieder unbeliebt in der Welt!

Auch gut! 5. Juli 2011 um 09:14  

Jetzt ist er endlich frei, der Markt. Jetzt endlich kann seine unsichtbare Hand das Geschick der Welt lenken. Und wie der Zauberlehrling stehen wir da und müssen zusehen, wie er sich alles einverleibt. Wie er, befreit von den Ketten des bremsenden Sozialismus, alle Hindernisse des hemmungslosen Profits aus dem Weg räumt, wie er ganze Staaten gegeneinander intrigiert, Völker gegeneinander aufwiegelt und voneinander abhängig macht, um sich an ihnen zu bereichern.

Das Geld ist seine Nahrung. Wenn es ihn auch niemals sättigt, sondern immer nur noch gieriger macht, so stopfen wir ihm dennoch bereitwillig den aufgerissenen Schlund, in der Hoffnung, er möge uns seine Gunst erweisen. Wir opfern diesem modernen Gott alles, was uns lieb und teuer ist.

Trotz aller gegenteiliger Erfahrungen legen wir unsere Infrastruktur, unsere Trinkwasserversorgung, unsere medizinische Versorgung, unsere Lebensmittelversorgung in seine gierigen Hände. Woher nur kommt unser Vertrauen, da wir doch zusehen müssen, wie die ganze Welt im Chaos versinkt? Wie ein Staat nach dem anderen pleite zu gehen droht?

Lag uns nicht früher einmal das Wohlergehen der Menschen am Herzen? Wie können wir darauf hoffen, dass es den Menschen besser geht, wenn wir ihnen in rasantem Tempo systematisch die Lebensgrundlagen entziehen?

Es wird von Sparmaßnahmen und Kürzungen gesprochen, aber gemeint ist ein größerer Opfertisch für den nimmersatten freien Markt. Und man muß wahrlich kein Prophet sein, um zu erkennen, dass er sich niemals erkenntlich zeigen wird. Er wächst und wächst und er braucht immer mehr, nie wird er zufrieden sein, nie! Wie können wir Zufriedenheit erwarten? Dieser Gott ist ein schwarzes Loch, das sich einen Scheißdreck darum schert, wo seine Nahrung herkommt. Er wird nicht irgendwann sagen: "Jetzt bin ich satt, lebt glücklich und in Frieden", er wird wie ein Krebsgeschwür gemeinsam mit der Menschheit verenden. Bis dahin wird er sich die Erde zum Untertan machen und die Menschen zu Sklaven. Er erhält sie am Leben, solange sie Profit generieren, und überlässt sie danach sich selbst.

Der losgelassene Markt hat unserer Demokratie das Messer an den Hals gelegt und nur eine Behauptung seiner Jünger ist bis jetzt wahr geworden: Die Hand, die das Messer hält ist unsichtbar.

potemkin 5. Juli 2011 um 09:59  

Der Chef der Eurogruppe Jean-Claude Juncker hat verkündet, dass Griechenland seine Souveränität teilweise verlieren wird. Wobei sich die Frage stellt, ob es überhaupt noch souveräne Staaten gibt, die nicht vom Finanzapital regiert werden. Es wir wohl noch mehr Staaten geben, die wie Griechenland ausgesaugt werden, die Spekulantenspinne läßt nur den leeren Fliegenkörper im Netz...

Anonym 5. Juli 2011 um 11:14  

Ist das alles noch zu fassen?!

Bei der Abscheulichkeit der aktuellen Realität ist es kein Wunder, dass ein Großteil der Bevölkerung resigniert, sich in die Welt der Unterhaltungs- und Werbeindustrie zurückzieht, sich von der Propandamaschinerie einlullen lässt und glaubt und glaubt und von all "dem" nichts mehr wissen möchte.
Die "blaue Pille" ist der Renner heutzutage, angesichts des schieren Ausmaßes der Katastrophe.

Die gesamte Menschheit und mit ihr der Planet Erde wird unterjocht und ausgebeutet, geknechtet, gefesselt und ausgeplündert... da schau ich doch mal, ob nicht was freundliches im Fernsehen ist!

Verständlich, wie ich finde! Oft bin ich angesichts der täglichen Hiobsbotschaften entmutigt und resigniert und schüttele den Kopf,
das Gefühl der Machtlosigkeit ist schrecklich. Unsere Demokratie liegt ächzend im Staube und wir können nicht eingreifen, nicht als Einzelperson und einen (handlungsfähigen) Verbund von Menschen, die sich zumindest in dem Punkt einig sind, dass es SO NICHT weiter gehen kann, gibt es (noch) nicht. Die Gesellschaft ist zerfallen in Einzelkämpfer, diese Ellenbogengesellschaft scheint verlernt zu haben gemeinsam gegen etwas aufzustehen, wir gehen nur noch gemeinsam zum "Public Viewing".

Wie lange werden wir, die Geknechteten, passiv bleiben und zuschauen, was mit uns geschieht!? Vertrauen wir darauf, was die Reklame uns eingetrichtert hat und rasen sehenden Auges in den Abgrund, weil man uns glaubhaft erklärt hat, man verfüge über ausreichende Sicherheitsvorkehrungen?! So kommt es mir vor.

Naja, wenn schon, dann wenigstens gemütlich verrecken! Ohne viel Ärger auf der Couch, Kippe an, Glotze an, ein Kaltgetränk zur Hand. Es ist wieder mal Zeit für ein Sommermärchen!


Diana

Anonym 5. Juli 2011 um 13:25  

ich versteh die polemik irgendwie nicht. europa wird sowieso besser früher als später anfangen, an einer gemeinsamen energie-zukunft zu basteln. und dass es sin griechenland und auch spanien höhere sonneneinsatahlungen gibt, will doch hier niemand bestreiten. und durch so ein projekt wird auch das "gegneinander", das im moment vorherrscht, etwas aufgelöst und die krise in etwas konstruktives umgewandelt. ich finde das im grunde ziemlich gut - wobei über besitzverhältnise, profite usw sicher zu reden sein wird.

Anonym 5. Juli 2011 um 14:23  

- wobei über besitzverhältnise, profite usw sicher zu reden sein wird.

Und genau das ist der Knackpunkt:
daran wird kein naturwüchsiger griechicher Sonnennutzer ausserhalb des Finanz- und Machtpöbels auch nur mit einem Cent beteiligt sein!

Sind Sie wirklich so naiv oder - irgendwie vorteilhaft daran beteiligt?

Anonym 5. Juli 2011 um 15:20  

"Sind Sie wirklich so naiv oder - irgendwie vorteilhaft daran beteiligt?"

nein, nur realistisch und pragmatisch, danke der nachfrage. wir müssen ja den klimawandel in den griff bekommen, auch wenn wir nicht nebenbei den kapitalismus abschaffen. das bedeutet nicht, dass ich mir nicht eine dezentrale struktur bei der energieversorgung wünschen würde, aber ich finde einen fortschritt bei erneuerbaren eenrgien unabhängig von den besitzverhältnissen erstmal begrüßenswert.

Ulli 5. Juli 2011 um 15:27  

Ich fürchte, dass es Griechenland nun ähnlich ergehen wird wie Ostdeutschland: Alles, was für Investoren und Kapitalmärkte interessant sein kann, wird durch eine "Treuhand" verramscht, und die Menschen werden sich in einer Niedriglohnzone wiederfinden.

Anonym 5. Juli 2011 um 16:16  

Danke. Sehr gelungener Artikel. Hier ein weiterer zum Thema...von Jacob Jung: http://le-bohemien.net/2011/06/20/griechenland-im-ausverkauf/

Anonym 5. Juli 2011 um 17:23  

nochmal als hinweis darauf, wie das auch in griechenland aussehen könnte:

http://thinkprogress.org/romm/2011/07/05/260438/solar-can-be-baseload-spanish-csp-plant-with-storage-produces-electricity-for-24-hours-straight/

das ist natürlich was anderes als eine völlige dezentralisierung bei der energieerzeugung. solche anlagen brauchen know how und kapital. aber sie liefern halt auch besser als das kleine panel auf dem hausdach.

Anonym 5. Juli 2011 um 17:38  

"wir müssen ja den klimawandel in den griff bekommen"

Das müssen wir nicht und werden wir auch nicht bewerkstelligen - höchstens einer Industrie, die Interesse an Staatsgeldern hat, dieses vermehrt im Glaube an das gute in den Rachen werfen.
Entschuldigung für den Offtopic.

Anonym 5. Juli 2011 um 17:48  

nein, nur realistisch und pragmatisch, danke der nachfrage. wir müssen ja den klimawandel in den griff bekommen, auch wenn wir nicht nebenbei den kapitalismus abschaffen. das bedeutet nicht, dass ich mir nicht eine dezentrale struktur bei der energieversorgung wünschen würde, aber ich finde einen fortschritt bei erneuerbaren eenrgien unabhängig von den besitzverhältnissen erstmal begrüßenswert.

Also auch unter demokratiefeindlichen Vorzeichen?
Wie in GR objektiv der Fall?
Damit die Menschheit als Biomasse überlebt, auch wenn die Menschlichkeit dabei hops geht?

Armes Mainstreaminformationsopfer!!!

Roberto J. De Lapuente 5. Juli 2011 um 17:56  

Das ist grünes Repertoire. Wir reden von Umweltschutz und dergleichen, lassen aber die soziale Komponente beiseite. Umweltschutz zulasten von Millionen von Menschen ist nicht das Ziel. Beides muß vereinbar sein und ist es auch...

Anonym 5. Juli 2011 um 18:45  

"Umweltschutz" lasse ich gelten, solange nicht von "Klimaschutz" die Rede ist... Es gibt schließlich keinen Stand des Klimas, der künstlich zu konservieren wäre - das Klima hat sich immer verändert, genau auch wie die CO2-Werte lange vor der Industrialisierung mal wesentlich höher waren.

Zu "in den maroden Staat, dessen Staatsverschuldung niedriger liegt als die der Vereinigten Staaten oder Japans, zu investieren."

Entscheidend für Kreditwürdigkeit ist doch, wieviel Besitztum der Gläubiger hat, das er zu Geld machen könnte - und da liegen die USA nun mal um das Tausendfache vor Griechenland.

"Schäuble habe einen ausgezeichneten Vorschlag gemacht, hörte man an jenem wichtigen Tage desöfteren."

Das klingt so, als würde der Autor lange Zeit vor dem Radio oder Fernsehen verbringen? Sowas läßt mich schaudern...

W.W.

Anonym 5. Juli 2011 um 18:58  

Hier noch eine Grafik zum CO2-Gehalt der Atmosphäre:
www.geophysik.uni-kiel.de/~sabine/DieErde/Erdgeschichte/100ma-klima.gif
Danach soll nochmal jemand sagen, dass es dringend geboten ist, den CO2-Gehalt der Atmosphäre zu senken...
Die Behauptung eines CO2-induzierten Klimawandels wird weltweit von Tausenden von Physikern und Meteorolgen bestritten.
Das sollte nie einfach unter den Tisch fallen in dem Zusammenhang.

W.W.

Martyn 5. Juli 2011 um 19:09  

Ich bitte um eine Quelle zum Thema der Vereinbarkeit von Umweltschutz und der sozialen Komponente... Suche schon länger Material dazu..

Anonym 5. Juli 2011 um 19:58  

Etwas in die Richtung "green new deal" ist schon sowohl ökologisch als auch sozial:

http://www.kurswechsel-deutschland.de/ein-gruner-new-deal-als-wirtschaftsmotor/

Ich bin natürlich mal wieder gründlich missverstanden worden. Weil - sorry - ihr einfach auch jeden missverstehen wollt, der nicht hundertprozentig eurer Meinung ist.

Wenns nach mir ginge, würde man die Energiewirtschaft sowieso verstaatlichen. Das wird halt mit großer wahrscheinlichkeit aber nicht passieren.

Wenn man die Energiewende schafft, und gleichzeitig die Energiewirtschaft in ihrer jetztigen Form loswerden kann: gerne!

Aber andersrum bleibe ich dabei: Man sollte jetzt nicht im Prinzip richtige Projekte bremsen (Offshore Wind, Solar in Griechenland) nur weil sie die herrschenden energiewirtschaftlichen Strukturen zunächst aufrecht erhalten. Das wäre für mich mangelder Pragmatismus.

Stephan 5. Juli 2011 um 20:26  

der kapitalismus erhält mit gr eine spielwiese um neues auszuprobieren, nicht europa und nicht die allgemeinheit. sollte der kapitalismus in gr etwas neues entwickeln, wir er es zu seinen gunsten vermarkten. sollte es strom sein, wird er den zum besten preis vertickern und wenn er dafür leitungen bis an den südpol legen muß europa hat davon erst mal nix! das europa der bürger bruacht eine welle der empörung und eine welle der sozialisation mit dem ziel, die für eine zivilisation wichtige versorgung als gemeinschaftliche errungenschaft fern ab jeglichem gewinnstreben zu betreieben. dazu gehört dann wärme, behausung, kleidung, nahrung, alles dinge die es mal gab in der BRD als soziale errungenschaften: kommunale heizkraftwerke, kommunale oder genossenschaftliche wohnungen, autarke versorgung mit nahrungsmitteln ohne plaste, elaste, chemie. doch dafür müssen diese errungenschaften wieder werte erlangen und die marketing und werbstrategen des kapitalismus werden en teufel tun, dafür zu sorgen.

Anonym 5. Juli 2011 um 22:24  

Immer dieselbe Literaturempfehlung zum genannten Thema: Lewis Mumford, "Der Mythos der Maschine"

Bonsta 6. Juli 2011 um 15:01  

Offshore ist nicht sinnvoll,genauso wenig wie Solaranlagen in Griechenland für unseren Strom.

Auch braucht es keine Anlagen in der Sahara. Es ist ein Märchen, dass wir unseren Strom nicht hierzulande auf dem Festland und dezentral erzeugen könnten. Nur mal ein kleines Beispiel, um zu verdeutlichen, was möglich ist: Um den geamten heutigen Bahnverkehr mit Windkraf zu betreiben,bedarf es gerade einmal 5400 Windkraftanlagen... Wenn die ICE statt 300 Km/h nur 250 fahren würden, könnte der ENergiebedarf nochmal gsenkt werden, da höhere Geschwindigkeiten den Energieverbrauch exponenziell steigen lassen. Heute gibt es bereits ca. 24 000 solcher Anlagen und das Potenzial ist noch nicht mal ansatzweise ausgeschöpft. Wenn alle heute vorhandenen Anlange immer laufen würden, wäre die Stromproduktion drei mal höher. Sie werden aber häufig aus dem Wind gedreht. Man könnte in wirklich sehr naher Zukunft diese temporalen Überkapazitäten speichern und in Wasserstoff umwandeln. Auch relativ hohe Verluste von 50% spielen dabei keine Rolle, denn man hätte dann immernoch die doppelte Strommege zur Verfügung. Das ist keine Zukunftsmusik, diese Technologien stehen bereits zur Verfügung. Es müsste nur gefördert werden. Weiterentwicklungen, die ja auch ständig die Windkraftanlagen selbt effekiver gemacht haben, würden die Effizienz dieser Speichertechnik nochmals verbessern. So könnte man allein mit den vorhandenen Standorten der Anlagen die Kapazitäten deutlich verbessern.

Das ist alles weder unbezahlbar, noch technisch nicht machbar. Es ist nur eine Frage des Willens. Aber hier kommt es eben zu Interessenskonflikten durch die "großen Vier". Diese versuchen mit hilfe zahlreicher Vasallen aus Politik und Wissenschaft ganz gezielt Desinformation zu betreiben. So werden permanent neue Argumente erfunden, warum das neute noch nicht möglich wäre, oder dass es unbezahlbar sein. Nichts von dem entspricht der Wahrheit und so müssten wir auch Griechenland nicht die Sonne stehlen.

Anonym 7. Juli 2011 um 03:17  

So, so, an griechischer Sonne soll das Klima genesen?
Wenn da jemand profitiert, dann ist es der Investor. Der Strombezieher zahlt sich dagegen dumm und dämlich, wie in Grün-Deutschland.

Im Übrigen geht es nicht um die Rettung Griechenlands oder gar der Griechen.

Es geht einzig und alleine um die Rettung unserer Banken!

Sie sind es, die jeglichen Kredit in doppeltem Wortsinne verspielt haben, mitsamt ihren politischen Helfershelfern, dem Lügenpack.

Wir, das Volk, ob in Griechenland oder in Deutschland oder in Spanien oder in Irland, werden nicht regiert,
wir werden betrogen.
Nach Strich und Faden werden wir betrogen. Um die Früchte unserer Arbeit werden wir gebracht.
Und wir merken es nicht.

Unser aller Feind ist das Große Geld. Das schreibt die Gesetze für die Polit-Nicker.

Das Große Geld führt Krieg - weltweit.
Gegen die Bevölkerung.

Kredit heißt Vertrauen.
Beides ist verbraucht.

Anonym 9. Juli 2011 um 16:00  

Oligarchen-Demokratie
http://derstandard.at/1308680800392/Europas-Demokratie-im-Koma

  © Free Blogger Templates Columnus by Ourblogtemplates.com 2008

Back to TOP