Als Deutscher in Deutschland...

Donnerstag, 21. Juli 2011

Was ist eigentlich in diese Türken gefahren? Kann man als Deutscher in Deutschland denn gar nichts mehr sagen? Da wird man vertrieben wie ein Hund, nur weil man als Hausherr die Hausordnung las! Darf man als Deutscher in Deutschland nicht mal mehr Fremde beleidigen, ohne gleich Platzverbot erteilt zu bekommen? Wo kommen wir denn da hin, wenn man als Deutscher in Deutschland nicht mal mehr sagen darf, was man sich denkt? Das ist also die gerühmte Integration, wenn man als Deutscher, als Deutscher in Deutschland wohlgemerkt, abgestraft wird wie ein unartiges Kind!

So oder ähnlich toben sie nun durch Foren, Gästebücher und Kommentarfunktionen, die ganz besonders deutschen Deutschen in Deutschland, denen Sarrazins Rausschmiss mächtig stinkt. Denn man hat ihren Erlöser verscheucht, diesen grotesken Messias der Eckkneipen, den hat man aus Kreuzberg gejagt. Das füllt all die einschlägigen Seiten im Internet, all die rechten Tummelplätze, schwängert die Kommentarfelder unter Zeitungsartikeln und bestätigt der Kommentatoren engstirnige Gewissheit, die da lautet: Türken sind irgendwie verschlagene, hinterfotzige Primaten, mit denen kein Zusammen, kein Gemeinsam zu machen sei.

Ja, wo simma denn eigentlich? Darf man als Deutscher in Deutschland nicht mal mehr unbehelligt deutsche Straßen benutzen und in von Deutschen geduldete türkische Restaurants in deutschen Häusern einkehren? Und das nur, weil man sich südländisch-verweichlicht auf den Schlips getreten fühlt? Als Deutscher in Deutschland, so wissen wir seit einigen Jahrzehnten, leidet man immer unter Besatzung: erst unter den Amis, jetzt unter den Mohammedanern. Heute Kreuzberg, morgen Deutschland und übermorgen die ganze Welt: der Islam ist auf dem Vormarsch, wenn man als Chef des Hauses, als Deutscher in Deutschland, nicht mal mehr deutsche Tugenden wie Wissenschaftlichkeit und Ehrlichkeit walten lassen darf. Muß man sich das gefallen lassen, als Deutscher in Deutschland? Sind wir schon so weit? Gute Nacht, Deutschland!

Dies liest, dies hört man nun allerorten. Da wandert Sarrazin, der eitle Pfau, der sich selbst einen "verdienten Senator" nennt und zeit seines Lebens von "Staatsknete" lebte, durch Stadtteile, in denen prozentual mehr Türken leben, stolziert wie ein Zoobesucher an Gehegen vorbei, vorbei am Käfig, hinter denen Vertreter der Gattung homo sapiens turkensis Dönerfleisch reißen, vorbei an Netzen, hinter denen diese Primaten Obst und Gemüse feilbieten, vorbei an Gehegen, auf deren anderer Seite Türkenmännchen und Türkenweibchen ihrem exotischen Tun nach Türkenart nachgehen... in dieserlei Weise stolziert der "verdiente Senator" als Vorsteher und Inhaber, als Deutscher in Deutschland halt, durch Berlin Kreuzberg und wundert sich, dass er Ablehnung und Hass erntet. Und mit ihm wundern sich die Hohlköpfe, die ganz außerordentlich deutschen Deutschen in Deutschland.

Das hat es doch früher nicht gegeben! Damals konnte man noch auf Ali rumhacken, er hat es erduldet. Was sind denn das für Verhältnisse, wenn man als Inländer das Maul halten soll, um Ausländern nicht ins Gehege zu kommen? Früher war man noch Deutscher in Deutschland, da war man noch Chef, Kapo und Aufseher, da durfte man sich noch wie zu Hause fühlen. Da war man noch wer! Multikulti-Romantik! Wie kann man denn mit Leuten diskutieren, die uns Deutsche, uns Deutsche in Deutschland, nochmal: in Deutschland!, vor die Türe setzen? Mit denen soll man reden? Ausgeredet hat es sich! Wer einen Deutschen in Deutschland auf deutsche Straßen bugsiert, den sollte man über deutsche Grenzen verjagen!

Sie werden nicht blöde, solche und ähnliche Empörungen um sich zu schleudern. Nicht mehr heimisch seien sie, hört man von solchen ja oft. Sich als Deutscher in eigenen Land heimisch fühlen, das heißt für sie: so zu sein, wie in den eigenen vier Wänden, kleine Könige, kleine Tyrannen nur, aber große Arschlöcher! Wenn Deutschlandsdeutsche so auch im "Wohnzimmer Deutschland" agieren darf, dann ist er, der seinen Messias liebt, auch glücklich. Dann fühlt er sich wohlig, dann geht es ihm gut. Die Verhältnisse wieder klarstellen heißt: ich deutsch, ich Chef - du Ausland, du nix! Heißt: als Deutscher darf man alles sagen - als Ausländer kann man das Land verlassen, wenn es einem hier nicht paßt. Deshalb darf man auch beleidigen und für genetisch minderwertig erklären, den ganzen Sud für wissenschaftlich heißen und sich trotzdem Anerkennung erbeten. Denn wenn man wissenschaftlich arbeitet, und heißt das auch nur: wissenschaftlich schmähen, beleidigen, quacksalbern auf Kosten einer Minderheit, dann darf man sich wohl Respekt erwünschen, nicht wahr? Und einen Besuch beim Türken um die Ecke, mit einem netten Türkensimpel, der angenehm lächelt und Bittesehr und Dankeschön sagt und artig den "verdienten Senator" herzt, dergleichen darf man als Deutscher, gerade in Deutschland, auch erwarten, oder nicht?

Den einen Messias trieb man auf den Kalvarienberg - und er wurde unsterblich. Den anderen, die Karikatur einer Messiaskarikatur nämlich, den trieb man aus Kreuzberg - und das macht ihn, wenn schon nicht unsterblich, so doch zum Märtyrer derer, die arm sind im Geiste. Unsterblich wurden mit dieser Vertreibung aus dem Kiez jedoch die Vorurteile und seine kruden Thesen.



35 Kommentare:

Stephan 21. Juli 2011 um 07:43  

und es gibt in D eine Menge derer, die arm sind im Geiste, die sind in der Tat lieber arm dran als arm ab.

Anonym 21. Juli 2011 um 08:13  

Es gab in letzter Zeit einige Ereignisse, die mein allgmeines politisches Wohlbefinden auf einen höheren Level gehievt haben:

Absage an "Olympische Winterspiele in München 2018", Japanische Frauen werden Fussballweltmeisterinnen, ELENA wird nicht eingeführt, Schummeldoktoren fliegen reihenweise auf, Panzerdeal wird öffentlich, SPD scheitert an 5%-Hürde - ach nee, das Letzteres steht ja noch aus.

Weniger erfreut hat mich die Sache mit Sarrazin. Warum hat man ihn nicht mit faulen Eiern beorfen oder ihm nicht einfach mal gründlich was auf die Fresse gehauen?

Anonym 21. Juli 2011 um 08:33  

tja das sind die Folgen der schrumpfenden Aufmerksamkeitspanne. Der typische Barbara Salesch-, Talkshow- und Amiskurzseriengucker bevorzugt mittlerweile leider gern solch hohle Kurzphrasen, wie die eines Herrn Sarrazin, und fült sich damit in seiner wohlundurchdachten Meinung aber sowas von bestätigt....

Anonym 21. Juli 2011 um 09:24  

Meister Eckart würde, so kann ich mir vorstellen, die Kernaussage der o. formulierten Meinung sicherlich verstehen und nachvollziehen, jedoch amüsiert die Augenbraue hochziehen ob der "kreativen Nutzung und des Verständnisses" (auch) seiner Aussage »Selig sind die Armen im Geiste«.

Näheres s. hier: http://www.eckhart.de/index.htm?p52.htm
Beati pauperes spiritu, quia ipsorum est regnum coelorum
(Matth. 5, 3 )

Anonym 21. Juli 2011 um 09:45  

Das ist durchaus ein Vedienst Sarrazins: in Gestalt seiner Anhänger die immense Tumbheit, Vernageltheit und kreuzdämliche Borniertheit manifest gemacht zu haben, die in Deutschlands Mittelschichten offenbar zu Hause ist.

Anonym 21. Juli 2011 um 10:04  

Was ist dieser Sarrazin doch für ein armseliges Würstchen. Allein dieses schnarrende Auftreten nach Gutsherrenart, der ewige Rechthaberdreisatz aus
"Haben Sie mein Buch gelesen?", "Sie haben mein Buch nicht richtig gelesen!", "Sie haben mein Buch nicht verstanden!"
Also, ich würd' mit dem auch nicht diskutieren wollen. Wozu? Eine Diskussion setzt doch voraus, daß auch der andere recht haben könnte. Das ist doch für Sarrazin per se ausgeschlossen. "Haben Sie mein Buch...?"

Anonym 21. Juli 2011 um 10:45  

Nee ey, alles was recht ist, aber auf Teutschen rumhacken is ja mittlerweile Volkssport in Teutschland!!! Berlin, ne, is eine Sache... -aber wo anners, in Teutschland, is auch nich besser... -wenne mit'n Kajenn, in Mallorka auffe Fincka willst, kucken dich de Auslänner da auch komisch an, ne, un stehn dir mit ihre Esln in Wech rum, un weil de alle nich anständich arbeiten. wolln, darf man denen auch noch de Rechnung zahlen, un dann wird dafür auch noch gedizt!!! Un das darf man nich ma laut sagen!
Emoört, Honk

Lutz Hausstein 21. Juli 2011 um 11:40  

Der "verdiente (Spar-Weltmeister-)Senator", welcher "Kopftuchmädchen"-Produzenten nicht ertragen kann, sucht nun die Nähe von Kopftuchmädchen? Ist dies seine Auffassung von Hilfe bei der Integration, wenn er nun auch neuerlich in seiner unnachahmlich-dämlichen Art jemand Anderem an den Kopf wirft: "Dich kann man gar nicht mehr beleidigen."? http://www.youtube.com/watch?v=gxwFgomFR9o&feature=player_detailpage#t=70s

Menschliche Umgangsformen sind Sarrazin völlig fremd. Er spuckt anderen Menschen unentwegt verbal ins Gesicht und erwartet noch als Dank, dass diese ihm dafür den roten Teppich ausbreiten und die Stellen küssen, die sein Fuß berührt hat.

Sarrazin hält der breiten Bevölkerung den Spiegel vor und zeigt ihr die eigene häßliche Fratze. Und diese schaut auch noch entzückt in den Spiegel, dreht sich wie ein Pfau und sagt zu sich selbst: "Du gefällst mir."

Anonym 21. Juli 2011 um 11:53  

Für Sarrazin war das Ganze ja so oder so ein Erfolg. Entweder hätten sie ihn angehört und er wäre der große Weise der allen Nazibeschuldigungen zum Trotze den Dialog sucht, oder eben wie geschehen der gute Deutsche der sich nicht mal mehr auf die Straße wagen darf.
So oder so, eine erfolgreiche PR Aktion. Warum wurde er eigentlich vom ZDF begleitet? Müssen wir dem Mann immer wieder auf unserer Kosten eine Bühne liefern?

Anonym 21. Juli 2011 um 12:15  

Sarrazin, der Dieter Bohlen unter
Deutschlands Pseudo-Intellektuellen …

Stephan 21. Juli 2011 um 12:27  

alleine und ohne gekauftes TV-team, hätte der sich nie dahin getraut, denn dann hätt´s Dresche gegeben. Aber auch so hat´s gut getan, dass ihn einer vor die Tür gesetzt hat, den ehrenwerten Staatsschmarotzer und dann auch noch vor laufender Kamera. So wie ich unsere Staatsterroristen einschätze, hat der Türke jetzt allerdings nix mehr zu lachen in D - aber Zivilcourage soll ja auch immer der Andere haben - gute Nacht D, schlaf schön weiter.

landbewohner 21. Juli 2011 um 12:56  

schon merkwürdig, wenn sich soon thilo mit dem zdf zusammen auf den weg macht, um eine dönerbude zu besuchen. da sollte doch wohl stimmung gemacht werden.
ein schelm,der böses dabei denkt?

Anonym 21. Juli 2011 um 13:07  

schön fand ich den kommentar von jan thomsen in der berliner zeitung heute. er schreibt, dass dieses "hau ab, hau ab", das dem herrn sarrazin entgegenschallte eigentlich nur jene botschaft auf den punkt brachte, für die sarrazin in seinem buch noch 4000 seiten brauchte.

Anonym 21. Juli 2011 um 13:08  

Vermerk:
Aktion teile und herrsche läuft nach Plan.

Anonym 21. Juli 2011 um 13:35  

Sarrazin in Kreuzberg ist nur eine weitere Sau, die durchs mediale Dorf gejagt wird, damit die Leute was zum Aufregen haben. Und "die Leute" springen darauf an, wie der pawlowsche Hund. "Teile und herrsche" heißt das Spiel, Migranten gegen Deutsche, Griechen gegen Resteuropa, HArtz4-Empfänger gegen Steuerzahler und das Ganze um von der Finanzkrise abzulenken. Darüber nachzudenken lohnt sich! Alles andere dient nur der Ablenkung vom Wesentlichen.

Gruß, EO

Anonym 21. Juli 2011 um 13:53  

@De Lapuente

"....in dieserlei Weise stolziert der "verdiente Senator" als Vorsteher und Inhaber, als Deutscher in Deutschland halt, durch Berlin Kreuzberg und wundert sich, dass er Ablehnung und Hass erntet."


Na, wenn dieser Ausflug mal nicht Methode hatte, bis eben genug Reaktionen im Kasten waren ...

M.E. sollten wir uns die Frage gefallen lassen bzw. selbst stellen: Wieso sollten wir eigentlich so viel klüger sein, als die vielen Akteure? Alles, was hier unserer Meinung nach schief läuft (und das ist eine Menge), resultiert letztlich aus deren Dummheit, quasi aus Versehen "denn sie wissen nicht, was sie tun"? Nahh, da mag ich nicht so recht dran glauben ... Ist es nicht im Nachhinein nicht gerne genommene Entschuldigung: "Konnten wir nicht wissen ... haben wir nicht geahnt ..." etc. pp.? Merkwürdig nur, stets gab es vorher jene, oft auch nicht wenige, die "ahnten", wenn man ihnen auch nicht zuhört und zur Not zum Schweigen verdammt (unabhängig von der Art und Weise).

Wenn man diese Hürde genommen hat, also spontan vieles in die Kiste "Dumm" oder "Versehen" zu sortieren, ist man wesentlich schneller beim cui bono, meiner unwesentlichen Einschätzung nach. Hier passiert doch letztlich wenig im Land wirklich aus Versehen und - gemessen am Durchschnitt - tatsächlich aus mangelnder Intelligenz, die man unweigerlich benötigt, um die Folgen dieser "Sightseeing Tour" vorauszuberechnen.

Insoweit kann man zumindest vermuten, auch die Zoo-Insassen waren klug genug, nicht etwa die Schuhe zu werfen ...

@Lutz Hausstein
Sarrazin hält der breiten Bevölkerung den Spiegel vor und zeigt ihr die eigene häßliche Fratze. Und diese schaut auch noch entzückt in den Spiegel, dreht sich wie ein Pfau und sagt zu sich selbst: "Du gefällst mir."

Wir haben schon wirklich einen an der Waffel, keine Frage ... erklärt vll. auch die Sendung von "weichaberseltenfair":

http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2011/20110720.php5?akt=1

Gruss
rosi

Kommutator 21. Juli 2011 um 13:55  

Also ich als deutsch Deutscher mit meinen ein Meter achtzig, blonden Haaren und blauen Augen hätte ihn auch rausgeworfen.

Bjoern 21. Juli 2011 um 14:31  

Ich habe mich schon die ganze Woche darauf gefreut, wie du Deutschlands Duemmsten dieses mal auseinander nimmst. Klasse geschrieben, wie immer. Der gute Mann sollte aber in der Tat froh sein, dass er keine Kloppe kassiert hat. Aber das ist wohl der Behindertenbonus. Sogar die wilden Moslems haben noch so viel Anstand, dass Menschen mit geistiger Behinderung von ihnen nicht verdroschen werden...

Anonym 21. Juli 2011 um 14:53  

nächstes Jahr sollte Kreuzberg ein Straßenfest feiern. Immerhin hat man ihn friedlich die Meinung gesagt und ihn damit in die flucht geschlagen.

Motto: "Sarrazin schafft sich ab, wer keine Argumente hat muss hetzen!"

Anton Chigurh 21. Juli 2011 um 14:56  

Gern, sehr sehr gerne wäre ich dabei gewesen, wenn dieser verwirrte Hanswurst ohne sein gemietetes Kamerateam (plus im Hintergrung agierende Leute von der SchutzStaffel) seine Safari durch Kreuzberg probiert hätte.
Liebend gern hätte ich mit angesehen, wie man diesen unheilbar kranken Brunnenvergifter geteert und gefedert aus dem Stadtteil gejagt hätte.
Gute Frage: warum kriegt der nicht endlich eins aufs Maul ? Offenbar ist das tatsächlich die einzig taugliche Möglichkeit, diesem Hobbybiologen seine Thesen maßvoll in die Visage zurückzustopfen.
Die eigene Partei ist ja offenbar nicht Willens, trotz erneuter und wiederholter Verstöße gegen das Versprechen Sarrazins, er wolle sich zurückhalten, diesen Kerl zu entsorgen.
Ich bewundere sehr die Zurückhaltung der türkisch-stämmigen Einwohner Berlins, die mit dieser Kakerlake kommunizieren mussten. Ich selbst wäre zu so einem besonnenen Handeln sicher nicht fähig gewesen und somit ein Fall für den Staatsanwalt geworden...

klaus baum 21. Juli 2011 um 16:30  

Sarrazin - der Messias der Eckkneipen.

Großartige Formulierung.

Roberto J. De Lapuente 21. Juli 2011 um 18:03  

Nur mal kurz zwischendurch: die ganzen Köpfe, die außen kahl und innen hohl sind, müssen sich keine weitere Mühe machen. Schreibt euren Stuss bei der NPD, bei PI oder bei BILD. Die freuen sich und dort findet ihr Abnehmer für eure Thesen. Hier gibt es kein Forum. Hier muß niemand schreien: Nazis raus! Warum? Weil erst gar keine reingelassen werden!

nina 21. Juli 2011 um 18:53  

Hahaha, sehr schön. Habe sehr gelacht, als ich von der Vertreibung des "verdienten Senators" gelesen habe. Das geschieht ihm recht.

Anonym 21. Juli 2011 um 19:01  

Na, wenn das mal nicht bewusst geplant war?
"BILD Dir Deine Meinung" lässt grüßen, und nur darum ging es m. E. letztendlich.
Da wurden Emotionen bedient, und zwar perfekt.

Anonym 21. Juli 2011 um 21:45  

Toller Artikel !

Aber auch die Kommentare sind sehr zutreffend.
Einer hat mir besonders gefallen:

@EO 13:35

Hierzu möchte ich noch den tieferen Sinn, wie ich ihn verstehe , von "divide et impera" ergänzen:

Stifte Unruhe unter denen, die du beherrschen willst.

Ich denke genau das passt zu diesem Teil des "Sommertheaters".

MfG
Hartmut

Berggeist1963 22. Juli 2011 um 06:43  

Auch ich halte diese ganze Geschichte für eine Art "PR"-Aktion. Ein "aufrechter deutscher Held" soll weiterhin systematisch aufgebaut werden - möglichwerweise um zu einem geeigneten Zeitpunkt mit einer eigenen neu gegründeten Partei als "Retter des Vaterlandes" anzutreten.

Wenn ich z.B. meinen Nachbarn mehrmals öffentlich als "minderwertige Kreatur" bezeichnen, aber trotzdem uneingeladen auf seinem Geburtstag erscheinen würde, dürfte sich dessen Begeisterung darüber wohl ebenfalls mit Sicherheit in Grenzen halten. Das jedenfalls wüsste ich bestimmt vorher.

Vielleicht wurde ja sogar mit einem möglichen tätlichen Angriff insgeheim geliebäugelt, wodurch das "Märtyrerimage" dieses Herrn noch einen zusätzlichen Schub erhalten hätte. Natürlich dürfte ausreichend Personenschutz in der Nähe vorhanden gewesen sein, um Schlimmeres zu verhindern.

Aber die Bilder, die einen schützend die Arme und Hände vor das Gesicht oder sonstwohin haltenden T.S. zeigen, dazu evtl. noch das wutverzerrte Gesicht des Angreifers...Ich mag mir gar nicht weiter ausmalen, was dann erst in den Medien los gewesen wäre. Etwas Besseres hätte doch gar nicht passieren können, um T.S. endgültig zum Liebling der dumpfen Masse zu machen...

Stefan R. 22. Juli 2011 um 07:59  

Bravo, ich finde keinen Edding, der dick genug ist zum unterschreiben.

klaus baum 22. Juli 2011 um 13:03  

Wenn sich der Hinauswurf Sarrazins zu dessen Gunsten auswirken soll, dann bedeutet das nichts anderes als die Erwartung: Wer durch den Kakao gezogen wird, sollte diesen dann auch noch trinken.
Die Herrenmenschenlogik ist die Logik der Unangreifbarkeit. Was immer man gegen sie vorbringt, man ist im Unrecht.

Anonym 22. Juli 2011 um 15:29  

Ob das Ganze eine abgekartete Verschwörung ist oder hier nicht doch einfach die Dummheit Vieler kumuliert?

Sarrazin kauf ich mittlerweile fast ab, dass er einfach nur Panne in der Birne ist.

Dem Großteil der Deutschen eh.

Die Medien? Tjo, bei denen könnte man eigentlich höhere Ansprüche stellen.

Und so fügt sich ein Zahnrad in das Andere - am Ende will´s wieder keiner gewesen sein.

jakebaby 22. Juli 2011 um 22:17  

"Hier muß niemand schreien: Nazis raus! Warum? Weil erst gar keine reingelassen werden!"

Thanks Rob,
Gut, wenn mal jemand dezent und demokratisch ruecksichtsvoll den Braunbacken keine Plattform stellt.

Gruss
Jake

Anonym 23. Juli 2011 um 08:43  

Gestern gegen 23:30 hab ich mir den Auftritt mal in Aspekte im ZDF angesehen:

1. Ich wußte nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.

2. Ich kann mich nicht erinnern jemals so einen geistigen Dünnsch...,
wie ihn TS von sich gegeben hat, gehört zu haben.

3. Eindeutig: Der Auftritt war eine einzige Lachnummer, obwohl eine offene, direkte Provokation.

Mein Fazit hierzu: armer, aber trotzdem gefährlicher Irrer.

Meine Bewunderung gilt denen, die dieser, m.E. nicht mehr Zurechnungsfähige, provoziert hat.

Gruß
Hartmut

Anonym 23. Juli 2011 um 15:51  

Was er sät, das er erntet.
Oder
Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

Siehe Rupert Murdoch oder das Blutbad in Norwegen mit vermutlich rechtem Hintergrund.

Wer Herrenmenschentum und Hass propagiert, der wird selbst darin früher oder später umkommen.

Anton Chigurh 23. Juli 2011 um 18:32  

und ganz aktuell:
So etwas wie in Oslo passiert, wenn man Hobbybiologen wie Dohnanyi oder Sarrazin ungestraft schwadronieren lässt und sich dann andere Kreaturen, die im Prinzip aus dem selben Mülleimer gekrochen sind (wie offensichtlich Anders B.) nicht mehr mit Schwadronieren aufhalten, sondern dem Elitegesabber sogleich Herrenmenschentaten folgen lassen !

Anonym 23. Juli 2011 um 20:50  

"Als Deutscher in Deutschland" ergänzt sich vortrefflich mit Carl Bernsteins "The Idiot Culture".
http://carlbernstein.com/home.php

Electric Eye 24. Juli 2011 um 05:39  

Aspekte ist doch mit diesem Wolfgang Herles.
Der ist mir schon öfters negativ aufgefallen. Sarrazin hat er schon mal verbal hofiert und in einer anderen Sendung "die Ökofaschisten" mit dem Nazi-Regime (!) verglichen.

Islamophobie ist jetzt auch als Krankheit endlich anerkannt:

http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzwissen/forschung/?em_cnt=23600&em_cnt_page=2

Und wie man inzwischen leider erfahren musste, kann diese Krankheit sehr gefährlich werden.

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