Das Musterexemplar des konservativen Niedergangs

Mittwoch, 14. November 2018

Der potenzielle CDU-Vorsitzende, der vom BlackRock heruntersteigt, um seine Partei und unser Land zu retten, reiht sich ein in die Galerie des deutschen Konservatismus: So fragte das »Manager-Magazin« neulich, ob »der Konservative, die richtige Wahl für die CDU« sei. Im »Deutschlandfunk« nannte man ihn einen »konservativen Hoffnungsträger«, der »Stern« hieß ihn hingegen einen »konservativen Manager« und in der »Badischen Zeitung« gilt er als »Mann fürs Konservative«. Für die »FAZ« ist er »konservativ, marktwirtschaftlich, höflich« und »Spiegel Online« behauptet indes, dass dieser »Konservative unter den gehandelten Kandidaten am besten« abschneide.

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Vorschlag zur Güte: AfD-Wähler wegsperren!

Montag, 12. November 2018

Jetzt wird es aber mal Zeit, dass wir der neuesten linksliberalen Lebenslüge des Augenblicks auf den Zahn fühlen: Wenn der Rechtsruck keine soziale Erdung hat, nur gewissermaßen eine kollektive Charakterfrage ist – was machen wir denn dann mit den Unbelehrbaren? Einsperren? Ausweisen? Oder noch schlimmer? Diese antideutsche Vorstellung ist nicht nur traurig und unreflektiert – sie steckt voller Fatalismus und zeichnet ein Menschenbild, wie man es links nicht pflegen sollte.

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Wir brauchen mehr Leute aus der Wirtschaft im Bundestag!

Donnerstag, 8. November 2018

Die Deutschen sind dumm, denn sie sind misstrauisch, wenn Politiker mal in der Wirtschaft Geld verdient haben. Grundsätzlich stimmt das: Wir brauchen mehr Leute in der Politik, die ihr Geld in der Wirtschaft verdienen. V-e-r-d-i-e-n-e-n wohlgemerkt.

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Stell dir vor, es ist Wahlkampf und keiner merkt‘s

Mittwoch, 7. November 2018

Als dann klar war, dass die Sozis in Bayern und Hessen jeweils ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten abgeliefert haben, gab es unter den Wahlkämpfern zunächst Ernüchterung, die dann von Trotz abgelöst wurde: Denn eigentlich, so sagten sie, hätten sie einen guten Wahlkampf abgeliefert, die richtigen Themen angesprochen und überhaupt hätten sie viel positives Feedback erhalten. In dieser Beziehung hätten sie sich nun wirklich nichts vorzuwerfen. Man darf den Wahlkämpfern beider Landesverbände durchaus beipflichten. Die Themen stimmten schon, der ursprüngliche Markenkern der Sozialdemokratie wurde auf Plakate gedruckt und in Reden gestanzt. Nach Wahlkampfaspekten war das genau richtig. Das Ding ist nur: Wahlkampf – das ist leider eine altmodische Sache, ein alle Jahre auftretender Atavismus aus Zeiten, da Bürgerinnen und Bürger noch aus dem öffentlichen Raum heraus mobilisiert werden mussten.

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Merzensonne – kurze Wonne

Montag, 5. November 2018

Friedrich Merz möchte CDU-Vorsitzender werden. SPON schreibt ihn hierzu hoch. Er war schon einst ein Reform-Liebling des Leitmediums. Aber Bundeskanzler ist er deswegen noch lange nicht – auch wenn viele seine Kanzlerschaft schon beklagen. Erstmal abwarten und den Fatalismus einmotten.

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Bloß von Außen Minister

Freitag, 2. November 2018

Er beteuert, erbaut, bekennt, animiert und belehrt: Der amtierende Außenminister scheint der wichtigste Gesinnungsgenosse im Land zu sein. Ist das seine ministerielle Aufgabe? Heiko Maas ist letztlich nur von Außen Minister.

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Linkssein bedeutet mehr, als sich nach rechts abzugrenzen

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Es ist keine zwei Wochen her, da gab der Vorstand des FC Bayern München eine Pressekonferenz. Es ging um Respekt, die Herren Rummenigge und Hoeneß forderten ihn für ihre Spieler und ihren Verein. Gemeinhin wurde das als anmaßend wahrgenommen, die Medien zickten rum, wie kommen die beiden eigentlich auf den Trichter, dass ihre Berichterstattung kritisiert werden müsste. Es herrsche doch Meinungsfreiheit.

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Noch drei Jahre zuwarten? – Nein, Neuwahlen jetzt!

Sonntag, 28. Oktober 2018

Die Volksparteien sind nicht mehr. Sozial- und Christdemokraten verlieren auch in Hessen massiv Anteile. Es kann darauf nur eine Antwort geben: Neuwahlen im Bund! Und zwar so schnell als möglich. Und das trotz AfD, trotz ungeklärter Mehrheitsverhältnisse!

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Auch AfD-Wähler gehören unteilbar zu diesem Land, ihr Superdemokraten!

Freitag, 26. Oktober 2018

Es steht schlimm um die demokratische Kultur. Antidemokraten setzen sie fürwahr aufs Spiel. Allerdings auch Demokraten: Viele von ihnen interpretieren Demokratie als ethische Gesinnungsschnüffelei. Das ist nicht minder gefährlich!

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Freiwillige vor?

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Zu hohe Anteile von Salz, Zucker und Fett machen modernes Industrieessen ungesund. Man muss kein Ernährungsexperte sein, um das wissen zu können. Man müsste jedoch eine Ernährungsministerin sein, um daran etwas ändern zu können. Julia Klöckner (CDU) leitet dieses Ressort und hat neulich damit kokettiert, dass sie etwas dagegen machen möchte, denn eine Reduzierung sei unbedingt notwendig. Daher ihr Vorschlag: Die Genüsse aus dem Tiefkühlfach, Pizza zum Beispiel, sollten in kleineren Portionen gefertigt werden. Wenn der Fladen um 40 Prozent kleiner ist, so die kühne Rechnung, dann reduziert man damit auch die genannten Komponenten um 40 Prozent. Und schon leben alle zufriedener und gesünder bis an ihr Lebensende.

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Zickenpresse, Zickenpresse!

Montag, 22. Oktober 2018

Nein, ich schätze Uli Hoeneß nicht. Aber was er letzten Freitag auf der Pressekonferenz der Bayern zum Zustand der Berichterstattung in Deutschland sagte, kann man nicht einfach als persönliches Beleidigtsein abtun. In weiten Teilen hat er nämlich recht. Wie der Medienbetrieb auf seine Ansprache reagierte, unterstreicht das. Die journalistische Arroganz der Leitmedien ist frappierend.

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Cristiano Ronaldo ist ein Missbrauchsopfer!

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Kavanaugh und Ronaldo: Das Geschäft mit der Vorverurteilung floriert. Die westlichen Gesellschaften sind keine demokratischen mehr. Es sind vorverurteilende Empörungsmaschinerien, die auf Glöckchenklang anspringen, nicht aber auf die kühle Distanz, die die Rechtspflege im (idealen) Rechtsstaat als ihre Praxis betrachtet.

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Bescheuerte Verkehrspolitik

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Letzte Woche gab es das Neueste vom Streit der Koalitionäre. Diesmal standen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und die Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Mittelpunkt. Schulze habe »halbherzig verhandelt«, warf Scheuer in die Runde. Der EU-Kompromiss zur Senkung des CO2-Ausstoßes hätte anders ausfallen können. Nämlich besser – also schlechter für uns alle, jedoch besser für die Automobilindustrie. Die drohte ja auch prompt mit dem Abbau von 100.000 Stellen, mit der Urkatastrophe der deutschen Wohlstandsphäre gewissermaßen: Und statt dass sich der Verkehrsminister hinstellt und klarmacht, dass wir als Gesellschaft nun Wege finden müssen, Mobilität sauberer zu gestalten, und dies eben auch an die Automobilbranche gerichtet, jammert er über die vermeintliche Unfähigkeit der Umweltministerin.

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Letzte Chance – vorbei!

Montag, 15. Oktober 2018

Merkels Macht schwindet. Die Republik befindet sich in Agonie. GroKo-Frust zwischen Stillstand und Klientelpolitik. Das alles hätten wir uns sparen können! Und zwar bereits seit morgen vor fünf Jahren. Damals gab es die vielleicht letzte greifbare Mehrheit einer normativen Linken im Bundestag. Bis sie die Sozialdemokraten zerschlugen.

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Söder muss weg!

Freitag, 12. Oktober 2018

Er wollte nur Ministerpräsident werden – das war sein lange geplantes Karriereziel. Im März dieses Jahres wurde er es dann. Und am Sonntag droht bereits das Ende seiner Präsidentschaft. Wenn die Wirtschaft kein Plätzchen frei hat, wird er halt doch Bundespolitiker werden müssen – was er nie wollte. Man kann sicher sein: Söders Anschlussverwendung unterstreicht nochmal die Weltabgewandtheit der deutschen Politik und ist mal wieder Werbung für die Destabilisierung der Demokratie.

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Linke Politik für lau

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Die sozialen Themen kamen besonders gut beim Publikum an. Beim Sozialgipfel der Linkspartei in Hessen sprachen der Reihe nach Jan Schalauske, Janine Wissler, Katja Kipping und Sahra Wagenknecht. Ob nun Solidarität mit Streikenden, Vorschläge gegen Mietwucher oder die Klarstellung, dass in Deutschland - und speziell in Hessen - eben nicht alles gut auf dem Arbeitsmarkt läuft: Immer dann gab es leidenschaftlichen Applaus für die jeweiligen Redner. Die soziale Frage: Sie ist und bleibt ein Dauerbrenner – und sie ist der Markenkern der Linken. Deshalb kommen die Leute auf sie zurück.

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… und jetzt kommst du, junge weiße Frau!

Montag, 8. Oktober 2018

Der alte weiße Mann: Er ist grimmig – und er ist schuld an dieser schlechten Welt. Weil er an ihr nicht weiterbasteln darf ohne gestört zu werden, gilt er als Rückschritt und Fortschrittsverhinderer. Er will Krieg, Ausbeutung und sexuelle Macht. Dabei hat er auch was geleistet, was der ideologische Diskurs gerne ausklammert.

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Die Shishaisierung der Stadtteile

Freitag, 5. Oktober 2018

Draußen sitzen, an der Wasserpfeife schlecken, was trinken und das inmitten der Auflösung von klar deklarierten Gewerbe- und Wohnzonen. Wie sich die Shisha-»Kultur« in manchen Stadtteilen durchsetzt, zeigt viel über unseren urbanen Liberalismus – und wie der wiederum gut in die Austerität passt.

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Migrationspolitik: Das hat nicht das Thema der AfD zu sein!

Freitag, 28. September 2018

Die Linke soll die Themen Migration und Flüchtlinge endlich ad acta legen, sich von der AfD nicht die Themen vorgeben lassen? Aber Fragen zu den Fehlern und Problemen der Migrationspolitik müssen ergebnisoffen und unideologisch links diskutiert werden. Nicht Ignoranz hilft – den Rechten ihr Thema mit Kenntnis und ohne Schaum vorm Mund wegnehmen ist die Option.

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Zermürbt statt informiert

Mittwoch, 26. September 2018

Mit dem 25. Mai 2018 hat sich unser aller (Arbeits-)Leben verändert. Der Datenschutz, schon vorher ein wichtiges Thema bei Geschäften jeglicher Art, wurde nochmals verschärft. Das heißt, eigentlich änderte sich in Deutschland nur relativ wenig, die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) orientierte sich ja am deutschen Datenschutzgesetz. Ein Hype ist seinerzeit trotzdem entstanden. Plötzlich war von der absoluten Datenschutzrechtssicherheit die Rede. Das hat bis überallhin ausgestrahlt. Theater schreiben mir nun etliche Jahre nach dem letzten Theaterbesuch, fragen an, ob sie die Kundendaten in der Datenbank belassen dürfen. Selbstverständlich hat auch im gesundheitssystemischen Komplex der Datenschutz nochmals zugelegt – wobei er dort vorher schon ein großes Thema war.

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Worauf wollen wir eigentlich hinaus?

Montag, 24. September 2018

Schaffe, schaffe – und s’Häusle baue? Das war die Sinnstiftung der alten Bundesrepublik. Ja, selbst die DDR hatte einen Plan und animinierte seine Bürger, aus den Ruinen aufzuerstehen und was zu schaffen. Und heute? Was ist unser Plan? Durchhalten? Aber wofür?

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Informationszeitalter? Informationszeit, Alter!

Freitag, 21. September 2018

Gab es jetzt Menschenjagden in Chemnitz oder nicht? Den Fall Skripal musste ich mir einst erklären lassen von Kollegen. Ich klinke mich immer öfter aus aus den aktuell geführten Debatten. Eigentlich eine fatale Haltung für einen, der sich einen Teil seines Lebensunterhaltes im Medienbetrieb verdient.

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Die postmaterialistische Studie, von der alle sprechen

Mittwoch, 19. September 2018

Nicht erst seit Chemnitz fragt man sich, woher diese Wut kommt. Nicht erst seit Chemnitz verweist ein Teil der Linken auf den Sozialabbau, den viele Menschen im Lande als persönliche Beleidigung aufgefasst haben und der sie zu Abstiegsverängstigten machte, während der andere Teil der Linken meint, dass das alles kaum etwas damit zu tun habe, ob denn jemand abgehängt ist oder sich wenigstens vor einem Abstieg fürchtet. Und zuletzt nicht erst seit Chemnitz weist die letztgenannte Gruppe von Linken die anderen ihrer Art auf eine Studie hin, die angeblich ihre These konkretisiert, erklärt und verifiziert. »Kennst du etwa die DIW-Studie nicht?«, fragen sie dann ungläubig - und prompt soll mit diesem Hinweis die Gegenthese vom Sozialabbau kassiert sein.

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Immer diese Lokführer

Montag, 17. September 2018

Die Bahn, ein renditeorientiertes Unternehmen, cancelt im hohen Norden Verbindungen. Jetzt kommen Sie bloß nicht auf falsche Ideen! Das hat doch nun wirklich nichts mit Renditezwang oder Kosten-Nutzen-Erwägungen zu tun: Nein, die Lokführer sind schuld! Das sind sie ja immer …

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Die Körperfresser kommen!

Freitag, 14. September 2018

Kaum hat SPON dem Gesundheitsminister einen Imagewandel attestiert, belehrt er das Qualitätsmedium eines Schlechteren: Jetzt will er an die körperliche Substanz. An die Organe. Per Widerspruchsverfahren. Die Leibeigenschaft soll hier rehabilitiert werden: Und das, obgleich es sich hier eigentlich nur um ein Nischenthema handelt.

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Die Pfleger von heute sind die Pflegebedürftigen von morgen

Mittwoch, 12. September 2018

In Krankenhäusern und Pflegeheimen gibt es ziemlich viel zu tun; der Pflegebedarf ist immens. Eigentlich wird jede helfende Hand gebraucht. Aus dieser Einsicht resultieren Vorschläge wie jener, Langzeitarbeitslose oder Flüchtlinge in einer generalstabsmäßig geplanten Aktion als Pflegehelfer zu verpflichten. Umbetten, Saubermachen, Löffeln und auf Klingelzeichen in Zimmer eilen – das kann ja jeder machen. Qualifikation steht bei solchen Planungen hintan, ebenso die Basics des Berufs: Werte wie Empathie oder Nächstenliebe, werden dabei nicht beachtet.

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Tanke für meine Arbeitsstelle

Montag, 10. September 2018

Dumping ist aus der Mode. Prekarisierung von gestern. Im Unterbietungswettbewerb ist das Dumpingdumping die ganz neue Schiene. Wir sorgen uns um prekäre Beschäftigungsverhältnisse und nennen das dann »Sorge um Arbeitsplätze«. Was für eine Misswirtschaft!

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»Ich bin für Flüchtlinge!«

Freitag, 7. September 2018

Der größte Vorwurf an Wagenknecht und #aufstehen lautet: Sie agierten nicht internationalistisch. Aber was soll die Absicht, Fluchtursachen vor Ort abzustellen, sonst sein, als ein Bekenntnis zum Internationalismus? Innerhalb des linken Diskurses läuft mächtig was schief.

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Die deutsche Ideologie

Dienstag, 4. September 2018

Ich landete vergangene Woche in einer Gesprächsrunde des Deutschlandradios. Es ging um Chemnitz. Titel: Ist der Geist aus der Flasche? Mit dabei: Historiker Norbert Frei, Publizistin Liane Bednarz und »FAZ«-Journalist Peter Carstens. Stephan Detjen leitete die Runde und kam prompt auf Carstens’ an diesem Tag erschienen Artikel zu sprechen. In dem ging es um die sächsische Grundverstimmung, die 200 Jahre zurückliege. Als Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem Preußentum quasi habe man das bis heute bewahrt. Eine Viertelstunde, just ein Drittel der Gesprächszeit, rang die Runde dann um die Sachsen, die man jetzt am besten per Bundeszwang und mit der fortwährenden Vermittlung westlicher Werte in den Griff bekommen sollte. Ich merkte an, dass der Rechtsruck nicht nur in Sachsen bestehe - und dass hier der Besserwessi einen Bundesmoralismus pflege: Keiner in unserer netten Runde kam nämlich aus dem Osten.

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Harsch in concert

Chemnitz rockt. Nach dem Konzert spricht alle Welt viel von Zeichen. Und über Symbolik. Ist es das gewesen? Mensch, das Leben ist weder ein Ponyhof noch ein Rockkonzert!

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Warme Worte gegen Hitze

Montag, 3. September 2018

Gottlob haben deutsche Städte erkannt, dass man gegen die durch den Klimawandel bedingte Hitze etwas machen muss. So auch Frankfurt. Ein vom dortigen Umweltamt aufgelegtes Programm zeigt aber eigentlich nur auf, wie hilflos man vor der Entwicklung steht. Hilflos, ohne Allgemeinkonzept und überdies ein klein wenig elitaristisch.

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Der Zeitgenosse, ein Wahnsinnstyp

Freitag, 31. August 2018

Weltverschwörung, Tatsachenleugnung, Fake-News und zuletzt QAnon: Die Menschheit scheint täglich ein wenig mehr durchzudrehen. Vielleicht ist die Aufklärung an unserer Ernüchterung schuld. Vielleicht hat sie falsche Erwartungen genährt, obwohl der moderne Mensch nur als jemand denkbar ist, der erst im Wahnsinn die nächste Evolutionsstufe erlangt.

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Wann verschlägt es denen mal die Werbesprache?

Donnerstag, 30. August 2018

Als ich letzte Woche mal im Teletext der ARD nach Nachrichten forschte, lauschte ich dem hintergründigen Programm. Da ging es in einem Feature um eine dieser Aufreger, die man in deutschen Sendeformaten so oft einbaut und die als »Irrsinn der Woche« präsentiert werden. Es sind Geschichten von architektonischen Fehlleistungen oder vom Versagen der Städteplanung. Keine großen Sachen meist, nur mehr so Ausdruck dafür, in welcher Alltagsdeppenrepublik wir mittlerweile zu hausen scheinen. Man plant beispielsweise Brücken zu niedrig oder stellt Brunnen auf, die Passanten einnässen. Jedenfalls ging es in dem besagten Feature um was Wahnwitziges in Paderborn. Dort hat man in der Innenstadt eine Bank aufgestellt. Weil die was für das Auge sein sollte, hat man als Material viel Messing und ein bisschen Holz verwendet, was dazu führt, dass sich das Ding bei Sonneneinstrahlung wie ein Ofen aufheizt.

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Ideologischer Beirat, muss es heißen! Ideologischer Beirat!

Montag, 27. August 2018

Der Wissenschaftliche Beirat hat der Bundesregierungen warme Ratschläge erteilt: Die Deinstallation der Mietpreisbremse und die Beendigung des sozialen Wohnungsbaus sollten nun geschehen. Wissenschaftlicher Beirat? Das ist ein euphemistischer Name für eine höchst ideologische Professorenrunde.

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Menschenskinder!

Freitag, 24. August 2018

Was da draußen manche mit linker Grundhaltung verwechseln, zeugt von Engstirnigkeit und Zelotentum ohne Prioritätskompetenz. Oder von zweifelhaften Umgangsvorstellungen. Neulich erst empörte sich der linke Salon über ein Lokal auf Rügen.

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Kaeser vs. AfD: Ein weltanschauliches Ringen zwischen Neoliberalen

Mittwoch, 22. August 2018

Joe Kaeser hat es geschafft. Der Vorstandsvorsitzende von Siemens hat sich im Anti-AfD-Mainstream etabliert. Schon vor längerer Zeit hat er Frau Weidel die Leviten nicht nur gelesen – er hat sie ihr, ganz dem staatsmännischen Gebaren unserer Zeit, auch gleich noch getwittert. Und was fast noch wichtiger ist: Er hat seine Ablehnung später noch bestätigt und erneuert. Und so wurde aus dem Manager und Arbeitsplatzrationalisierer ein grundanständiger Mann – einer mit dem man rechnen kann im weltanschaulichen Kampf gegen die AfD. Während mancher bei Siemens um seinen Arbeitsplatz bangt, ganze Standorte auf dem Prüfstand müssen, erntet Kaeser in der Öffentlichkeit Lob für sein Engagement gegen die Rechtsaußenpartei.

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Vorsicht Falle!

Montag, 20. August 2018

Eduard Zimmermann warnte uns schon vor mehr als dreißig Jahren vor der Arbeitsmarktentwicklung. Er ordnete die Veränderungen aber nicht Geschäftsleuten zu – sondern Neppern, Schleppern und Bauernfängern.

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Spare in die Not …

Freitag, 17. August 2018

Sparen, sparen, sparen. An allen Ecken und Enden. Jedenfalls sprechen alle an allen Ecken und Enden von der Sparsamkeit. Einmal quer mit der Bahn durch Frankfurt und man weiß ziemlich gut, was die Menschen beschäftigt – unzufrieden macht: Der Sparzwang.

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Ein kritischer Parteilinker

Mittwoch, 15. August 2018

Die beiden letzten Wochen waren hart für Ralf Stegner. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten gilt als einer der größten Kritiker im Lande. Und in letzter Zeit war die Auftragslage gut für ihn. So kritisierte er die linke Sammlungsbewegung und Sahra Wagenknecht, Seehofer und die CSU und das Rückführungsabkommen mit Spanien. Er wandte sich auch gegen Merkel, die Haltung der Union zur AfD und die Abschiebung eines tunesischen Gefährders. Man darf freilich festhalten, dass viele seine kritischen Einwürfe auch Berechtigung haben – wer viel kritisiert, der kritisiert zwangsläufig natürlich hin und wieder Personen, Themen oder Ereignisse, die es verdienen. Aber man fragt sich ja schon, was politische Arbeit eines Abgeordneten dieser Tage wirklich bedeutet.
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Wirtschaftsredakteurin wider Wissen

Montag, 13. August 2018

Es ist ja nun nicht der große Rollback angebrochen. Dennoch steht momentan immer wieder mal auf dem Prüfstand, was in den Hochjahren neoliberaler Reformen als probates Patentrezept an den Wähler gebracht wurde. Und aus der »Frankfurter Allgemeinen« quakt derweil eine verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, die sichtlich zurück in die neoliberale Radikalität möchte.

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Aufgestanden in Ruinen!

Donnerstag, 9. August 2018

#aufstehen kann eine Chance sein. Wenn es sich auf die richtigen Themen besinnt. Die Themen nämlich, die sich der moralische Liberalismus oder der liberale Moralismus als Hauptaugenmerk auf die Fahnen geschrieben hat, haben schon politische Plattformen. Linker Realismus braucht jetzt auch eine Sammelstation.

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Der Sozialstaat ist unbezahlbar!

Mittwoch, 8. August 2018

Letzte Woche ließ die Bildzeitung die Öffentlichkeit wissen, dass wir 2017 so sozial waren wie nie zuvor. Immerhin hätten wir ja auch so viel Geld in den Sozialsektor gesteckt wie nie. 36,5 Milliarden mehr als noch 2016. Fast eine Billion Euro war uns das Soziale folglich wert. Arbeitgeber und FDP kritisierten das natürlich umgehend. So eine Debatte wollte die Bildzeitung freilich auch entfesseln, die Zahlenspiele sollten abschrecken und Angst machen, dass sich Leistung am Ende also doch nicht mehr lohne. Dass sich die Aussagekraft dieser Zahl am Bruttoinlandsprodukt (BIP) orientieren müsste, darüber ließ man sich dann nicht weiter aus. 29,6 Prozent des BIP waren es nämlich, die ins Soziale flossen. Wenig mehr als 2016, mehr oder weniger so viel, wie in den letzten 25 Jahren auch. Dass Deutschland also zum Hypersozialstaat geworden wäre, kann man rechnerisch nicht nachvollziehen.

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Ein einziges Sommerloch

Montag, 6. August 2018

Achtung, Achtung, wir funken heute aus dem Sommerloch. Der Begriff ist aber doch eigentlich veraltet. Sommerloch ist eigentlich immer. Möglicherweise hat das auch was mit der Klimaerwärmung zu tun. Als weiterer Beleg für den Klimawandel könnte man aufführen, dass das Sommerloch nicht mehr auf den Sommer festgelegt ist.

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… wahre Profis ignorieren den Klimawandel

Freitag, 3. August 2018

Während die Leugnung des Klimawandels bloß dumm ist, stellt das Ignorieren desselbigen eine Gefahr dar. Denn die klimatischen Verhältnisse und unser Lebens- und Arbeitsstil passen nicht mehr zueinander. Dies zu ignorieren bedeutet, dass man einfach darauf hofft, es bleibe alles so, wie wir es immer schon kennen.

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#metwo: Vorurteile sind typisch biodeutsch

Mittwoch, 1. August 2018

»D-e-L-a-p-u-e-n-t-e! Oh, Sie haben aber einen hübschen Namen. Ist das spanisch?« Das fragt man mich in meinem bürgerlichen Leben mittlerweile fast täglich. Anfangs bejahte ich oft, dann bekam ich manchmal zu hören: »Sie können aber gut Deutsch.«. Das kann ich ja nun wirklich – also gut Deutsch. Sogar besser als es diese hessischen Fragesteller zuweilen praktizieren. »Wie ist denn das Wetter in Spanien?«, wollte eine andere wissen, nachdem ich ihr per Nicken meine Herkunft bestätigte. »Ähm, ich wohne in Frankfurt …«, antwortete ich.

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Bloß das glatte Gegenteil ist auch keine Lösung

Montag, 30. Juli 2018

Selbstverständlich muss man sich dringend von seinen politischen Kontrahenten abheben. Das gebietet die Demokratie – ohne Pluralismus stuft sie sich zur wahlbefreiten Alternativlosigkeit herab. Die Frage ist aber: Reicht es aus, wenn man das glatte Gegenteil von dem will, was der politische Kontrahent fordert? Nein! Damit macht man sich unglaubwürdig.

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Kontext bitte, Kontext!

Freitag, 27. Juli 2018

Die Bundeskanzlerin stellt die Demokatie in Frage und Gauland verniedlicht das Dritte Reich: Stimmt das alles so? Die schlimmste Waffe im Zeitalter sozialer Medien: Entkontextualisierung. Sie macht Sentenzen zu Selbstläufern und macht – Politik.

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Keine Frage der Identität

Montag, 23. Juli 2018

Um über das fußballerische Moment zu sprechen, dafür hat es bei der Mannschaft des DFB dieses Jahr nicht gereicht. So rankt die aktuelle Nationalelf-Debatte um die Rahmenbedingungen. Wäre die Mannschaft bis ins Halbfinale vorgedrungen, spräche wahrscheinlich keiner mehr von jenen türkischstämmigen Deutschen, die den Präsidenten der Türkei in dessen Hotelzimmer trafen. So rasch wie das DFB-Team ausgeschieden war, blieb der Öffentlichkeit aber viel Zeit, die anfangs noch zögerlich geäußerte Kritik an Mesut Özil und Ilkay Gündoğan zu vertiefen. Dass die Debatte sich inhaltlich jedoch nur um Identität strickt, das ist wie ein vergebener Elfmeter.

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Die wirklich wahrste Angst vor der AfD

Ja doch, von der AfD muss man aus linker Perspektive wirklich Angst haben – aber eher nicht weil sie die Nazis Reloaded geben. Die liberalen Vorstellungen des Zusammenlebens sind tief genug in unserer Gesellschaft verankert: Gegen sie etabliert sich keine breite Mehrheit. Vom von der AfD geplanten sozialen Kahlschlag spricht hingegen kaum jemand.

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Wir linkes Pendant zu Compact

Freitag, 20. Juli 2018

Nun gut, dann sind die neulandrebellen eben wie das Gegenteil der Hauspostille der AfD, wie Compact. Wenn das ein Vorwurf gedacht war, der uns treffen sollte, dann muss an dieser Stelle festgestellt werden: Is nich! Eigentlich steckt da sogar ein bisschen Lob drin.

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