Informationszeitalter? Informationszeit, Alter!

Freitag, 21. September 2018

Gab es jetzt Menschenjagden in Chemnitz oder nicht? Den Fall Skripal musste ich mir einst erklären lassen von Kollegen. Ich klinke mich immer öfter aus aus den aktuell geführten Debatten. Eigentlich eine fatale Haltung für einen, der sich einen Teil seines Lebensunterhaltes im Medienbetrieb verdient.

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Die postmaterialistische Studie, von der alle sprechen

Mittwoch, 19. September 2018

Nicht erst seit Chemnitz fragt man sich, woher diese Wut kommt. Nicht erst seit Chemnitz verweist ein Teil der Linken auf den Sozialabbau, den viele Menschen im Lande als persönliche Beleidigung aufgefasst haben und der sie zu Abstiegsverängstigten machte, während der andere Teil der Linken meint, dass das alles kaum etwas damit zu tun habe, ob denn jemand abgehängt ist oder sich wenigstens vor einem Abstieg fürchtet. Und zuletzt nicht erst seit Chemnitz weist die letztgenannte Gruppe von Linken die anderen ihrer Art auf eine Studie hin, die angeblich ihre These konkretisiert, erklärt und verifiziert. »Kennst du etwa die DIW-Studie nicht?«, fragen sie dann ungläubig - und prompt soll mit diesem Hinweis die Gegenthese vom Sozialabbau kassiert sein.

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Immer diese Lokführer

Montag, 17. September 2018

Die Bahn, ein renditeorientiertes Unternehmen, cancelt im hohen Norden Verbindungen. Jetzt kommen Sie bloß nicht auf falsche Ideen! Das hat doch nun wirklich nichts mit Renditezwang oder Kosten-Nutzen-Erwägungen zu tun: Nein, die Lokführer sind schuld! Das sind sie ja immer …

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Die Körperfresser kommen!

Freitag, 14. September 2018

Kaum hat SPON dem Gesundheitsminister einen Imagewandel attestiert, belehrt er das Qualitätsmedium eines Schlechteren: Jetzt will er an die körperliche Substanz. An die Organe. Per Widerspruchsverfahren. Die Leibeigenschaft soll hier rehabilitiert werden: Und das, obgleich es sich hier eigentlich nur um ein Nischenthema handelt.

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Die Pfleger von heute sind die Pflegebedürftigen von morgen

Mittwoch, 12. September 2018

In Krankenhäusern und Pflegeheimen gibt es ziemlich viel zu tun; der Pflegebedarf ist immens. Eigentlich wird jede helfende Hand gebraucht. Aus dieser Einsicht resultieren Vorschläge wie jener, Langzeitarbeitslose oder Flüchtlinge in einer generalstabsmäßig geplanten Aktion als Pflegehelfer zu verpflichten. Umbetten, Saubermachen, Löffeln und auf Klingelzeichen in Zimmer eilen – das kann ja jeder machen. Qualifikation steht bei solchen Planungen hintan, ebenso die Basics des Berufs: Werte wie Empathie oder Nächstenliebe, werden dabei nicht beachtet.

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Tanke für meine Arbeitsstelle

Montag, 10. September 2018

Dumping ist aus der Mode. Prekarisierung von gestern. Im Unterbietungswettbewerb ist das Dumpingdumping die ganz neue Schiene. Wir sorgen uns um prekäre Beschäftigungsverhältnisse und nennen das dann »Sorge um Arbeitsplätze«. Was für eine Misswirtschaft!

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»Ich bin für Flüchtlinge!«

Freitag, 7. September 2018

Der größte Vorwurf an Wagenknecht und #aufstehen lautet: Sie agierten nicht internationalistisch. Aber was soll die Absicht, Fluchtursachen vor Ort abzustellen, sonst sein, als ein Bekenntnis zum Internationalismus? Innerhalb des linken Diskurses läuft mächtig was schief.

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Die deutsche Ideologie

Dienstag, 4. September 2018

Ich landete vergangene Woche in einer Gesprächsrunde des Deutschlandradios. Es ging um Chemnitz. Titel: Ist der Geist aus der Flasche? Mit dabei: Historiker Norbert Frei, Publizistin Liane Bednarz und »FAZ«-Journalist Peter Carstens. Stephan Detjen leitete die Runde und kam prompt auf Carstens’ an diesem Tag erschienen Artikel zu sprechen. In dem ging es um die sächsische Grundverstimmung, die 200 Jahre zurückliege. Als Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem Preußentum quasi habe man das bis heute bewahrt. Eine Viertelstunde, just ein Drittel der Gesprächszeit, rang die Runde dann um die Sachsen, die man jetzt am besten per Bundeszwang und mit der fortwährenden Vermittlung westlicher Werte in den Griff bekommen sollte. Ich merkte an, dass der Rechtsruck nicht nur in Sachsen bestehe - und dass hier der Besserwessi einen Bundesmoralismus pflege: Keiner in unserer netten Runde kam nämlich aus dem Osten.

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Harsch in concert

Chemnitz rockt. Nach dem Konzert spricht alle Welt viel von Zeichen. Und über Symbolik. Ist es das gewesen? Mensch, das Leben ist weder ein Ponyhof noch ein Rockkonzert!

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Warme Worte gegen Hitze

Montag, 3. September 2018

Gottlob haben deutsche Städte erkannt, dass man gegen die durch den Klimawandel bedingte Hitze etwas machen muss. So auch Frankfurt. Ein vom dortigen Umweltamt aufgelegtes Programm zeigt aber eigentlich nur auf, wie hilflos man vor der Entwicklung steht. Hilflos, ohne Allgemeinkonzept und überdies ein klein wenig elitaristisch.

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Der Zeitgenosse, ein Wahnsinnstyp

Freitag, 31. August 2018

Weltverschwörung, Tatsachenleugnung, Fake-News und zuletzt QAnon: Die Menschheit scheint täglich ein wenig mehr durchzudrehen. Vielleicht ist die Aufklärung an unserer Ernüchterung schuld. Vielleicht hat sie falsche Erwartungen genährt, obwohl der moderne Mensch nur als jemand denkbar ist, der erst im Wahnsinn die nächste Evolutionsstufe erlangt.

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Wann verschlägt es denen mal die Werbesprache?

Donnerstag, 30. August 2018

Als ich letzte Woche mal im Teletext der ARD nach Nachrichten forschte, lauschte ich dem hintergründigen Programm. Da ging es in einem Feature um eine dieser Aufreger, die man in deutschen Sendeformaten so oft einbaut und die als »Irrsinn der Woche« präsentiert werden. Es sind Geschichten von architektonischen Fehlleistungen oder vom Versagen der Städteplanung. Keine großen Sachen meist, nur mehr so Ausdruck dafür, in welcher Alltagsdeppenrepublik wir mittlerweile zu hausen scheinen. Man plant beispielsweise Brücken zu niedrig oder stellt Brunnen auf, die Passanten einnässen. Jedenfalls ging es in dem besagten Feature um was Wahnwitziges in Paderborn. Dort hat man in der Innenstadt eine Bank aufgestellt. Weil die was für das Auge sein sollte, hat man als Material viel Messing und ein bisschen Holz verwendet, was dazu führt, dass sich das Ding bei Sonneneinstrahlung wie ein Ofen aufheizt.

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Ideologischer Beirat, muss es heißen! Ideologischer Beirat!

Montag, 27. August 2018

Der Wissenschaftliche Beirat hat der Bundesregierungen warme Ratschläge erteilt: Die Deinstallation der Mietpreisbremse und die Beendigung des sozialen Wohnungsbaus sollten nun geschehen. Wissenschaftlicher Beirat? Das ist ein euphemistischer Name für eine höchst ideologische Professorenrunde.

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Menschenskinder!

Freitag, 24. August 2018

Was da draußen manche mit linker Grundhaltung verwechseln, zeugt von Engstirnigkeit und Zelotentum ohne Prioritätskompetenz. Oder von zweifelhaften Umgangsvorstellungen. Neulich erst empörte sich der linke Salon über ein Lokal auf Rügen.

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Kaeser vs. AfD: Ein weltanschauliches Ringen zwischen Neoliberalen

Mittwoch, 22. August 2018

Joe Kaeser hat es geschafft. Der Vorstandsvorsitzende von Siemens hat sich im Anti-AfD-Mainstream etabliert. Schon vor längerer Zeit hat er Frau Weidel die Leviten nicht nur gelesen – er hat sie ihr, ganz dem staatsmännischen Gebaren unserer Zeit, auch gleich noch getwittert. Und was fast noch wichtiger ist: Er hat seine Ablehnung später noch bestätigt und erneuert. Und so wurde aus dem Manager und Arbeitsplatzrationalisierer ein grundanständiger Mann – einer mit dem man rechnen kann im weltanschaulichen Kampf gegen die AfD. Während mancher bei Siemens um seinen Arbeitsplatz bangt, ganze Standorte auf dem Prüfstand müssen, erntet Kaeser in der Öffentlichkeit Lob für sein Engagement gegen die Rechtsaußenpartei.

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Vorsicht Falle!

Montag, 20. August 2018

Eduard Zimmermann warnte uns schon vor mehr als dreißig Jahren vor der Arbeitsmarktentwicklung. Er ordnete die Veränderungen aber nicht Geschäftsleuten zu – sondern Neppern, Schleppern und Bauernfängern.

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Spare in die Not …

Freitag, 17. August 2018

Sparen, sparen, sparen. An allen Ecken und Enden. Jedenfalls sprechen alle an allen Ecken und Enden von der Sparsamkeit. Einmal quer mit der Bahn durch Frankfurt und man weiß ziemlich gut, was die Menschen beschäftigt – unzufrieden macht: Der Sparzwang.

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Ein kritischer Parteilinker

Mittwoch, 15. August 2018

Die beiden letzten Wochen waren hart für Ralf Stegner. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten gilt als einer der größten Kritiker im Lande. Und in letzter Zeit war die Auftragslage gut für ihn. So kritisierte er die linke Sammlungsbewegung und Sahra Wagenknecht, Seehofer und die CSU und das Rückführungsabkommen mit Spanien. Er wandte sich auch gegen Merkel, die Haltung der Union zur AfD und die Abschiebung eines tunesischen Gefährders. Man darf freilich festhalten, dass viele seine kritischen Einwürfe auch Berechtigung haben – wer viel kritisiert, der kritisiert zwangsläufig natürlich hin und wieder Personen, Themen oder Ereignisse, die es verdienen. Aber man fragt sich ja schon, was politische Arbeit eines Abgeordneten dieser Tage wirklich bedeutet.
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Wirtschaftsredakteurin wider Wissen

Montag, 13. August 2018

Es ist ja nun nicht der große Rollback angebrochen. Dennoch steht momentan immer wieder mal auf dem Prüfstand, was in den Hochjahren neoliberaler Reformen als probates Patentrezept an den Wähler gebracht wurde. Und aus der »Frankfurter Allgemeinen« quakt derweil eine verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, die sichtlich zurück in die neoliberale Radikalität möchte.

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Aufgestanden in Ruinen!

Donnerstag, 9. August 2018

#aufstehen kann eine Chance sein. Wenn es sich auf die richtigen Themen besinnt. Die Themen nämlich, die sich der moralische Liberalismus oder der liberale Moralismus als Hauptaugenmerk auf die Fahnen geschrieben hat, haben schon politische Plattformen. Linker Realismus braucht jetzt auch eine Sammelstation.

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Der Sozialstaat ist unbezahlbar!

Mittwoch, 8. August 2018

Letzte Woche ließ die Bildzeitung die Öffentlichkeit wissen, dass wir 2017 so sozial waren wie nie zuvor. Immerhin hätten wir ja auch so viel Geld in den Sozialsektor gesteckt wie nie. 36,5 Milliarden mehr als noch 2016. Fast eine Billion Euro war uns das Soziale folglich wert. Arbeitgeber und FDP kritisierten das natürlich umgehend. So eine Debatte wollte die Bildzeitung freilich auch entfesseln, die Zahlenspiele sollten abschrecken und Angst machen, dass sich Leistung am Ende also doch nicht mehr lohne. Dass sich die Aussagekraft dieser Zahl am Bruttoinlandsprodukt (BIP) orientieren müsste, darüber ließ man sich dann nicht weiter aus. 29,6 Prozent des BIP waren es nämlich, die ins Soziale flossen. Wenig mehr als 2016, mehr oder weniger so viel, wie in den letzten 25 Jahren auch. Dass Deutschland also zum Hypersozialstaat geworden wäre, kann man rechnerisch nicht nachvollziehen.

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Ein einziges Sommerloch

Montag, 6. August 2018

Achtung, Achtung, wir funken heute aus dem Sommerloch. Der Begriff ist aber doch eigentlich veraltet. Sommerloch ist eigentlich immer. Möglicherweise hat das auch was mit der Klimaerwärmung zu tun. Als weiterer Beleg für den Klimawandel könnte man aufführen, dass das Sommerloch nicht mehr auf den Sommer festgelegt ist.

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… wahre Profis ignorieren den Klimawandel

Freitag, 3. August 2018

Während die Leugnung des Klimawandels bloß dumm ist, stellt das Ignorieren desselbigen eine Gefahr dar. Denn die klimatischen Verhältnisse und unser Lebens- und Arbeitsstil passen nicht mehr zueinander. Dies zu ignorieren bedeutet, dass man einfach darauf hofft, es bleibe alles so, wie wir es immer schon kennen.

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#metwo: Vorurteile sind typisch biodeutsch

Mittwoch, 1. August 2018

»D-e-L-a-p-u-e-n-t-e! Oh, Sie haben aber einen hübschen Namen. Ist das spanisch?« Das fragt man mich in meinem bürgerlichen Leben mittlerweile fast täglich. Anfangs bejahte ich oft, dann bekam ich manchmal zu hören: »Sie können aber gut Deutsch.«. Das kann ich ja nun wirklich – also gut Deutsch. Sogar besser als es diese hessischen Fragesteller zuweilen praktizieren. »Wie ist denn das Wetter in Spanien?«, wollte eine andere wissen, nachdem ich ihr per Nicken meine Herkunft bestätigte. »Ähm, ich wohne in Frankfurt …«, antwortete ich.

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Bloß das glatte Gegenteil ist auch keine Lösung

Montag, 30. Juli 2018

Selbstverständlich muss man sich dringend von seinen politischen Kontrahenten abheben. Das gebietet die Demokratie – ohne Pluralismus stuft sie sich zur wahlbefreiten Alternativlosigkeit herab. Die Frage ist aber: Reicht es aus, wenn man das glatte Gegenteil von dem will, was der politische Kontrahent fordert? Nein! Damit macht man sich unglaubwürdig.

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Kontext bitte, Kontext!

Freitag, 27. Juli 2018

Die Bundeskanzlerin stellt die Demokatie in Frage und Gauland verniedlicht das Dritte Reich: Stimmt das alles so? Die schlimmste Waffe im Zeitalter sozialer Medien: Entkontextualisierung. Sie macht Sentenzen zu Selbstläufern und macht – Politik.

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Keine Frage der Identität

Montag, 23. Juli 2018

Um über das fußballerische Moment zu sprechen, dafür hat es bei der Mannschaft des DFB dieses Jahr nicht gereicht. So rankt die aktuelle Nationalelf-Debatte um die Rahmenbedingungen. Wäre die Mannschaft bis ins Halbfinale vorgedrungen, spräche wahrscheinlich keiner mehr von jenen türkischstämmigen Deutschen, die den Präsidenten der Türkei in dessen Hotelzimmer trafen. So rasch wie das DFB-Team ausgeschieden war, blieb der Öffentlichkeit aber viel Zeit, die anfangs noch zögerlich geäußerte Kritik an Mesut Özil und Ilkay Gündoğan zu vertiefen. Dass die Debatte sich inhaltlich jedoch nur um Identität strickt, das ist wie ein vergebener Elfmeter.

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Die wirklich wahrste Angst vor der AfD

Ja doch, von der AfD muss man aus linker Perspektive wirklich Angst haben – aber eher nicht weil sie die Nazis Reloaded geben. Die liberalen Vorstellungen des Zusammenlebens sind tief genug in unserer Gesellschaft verankert: Gegen sie etabliert sich keine breite Mehrheit. Vom von der AfD geplanten sozialen Kahlschlag spricht hingegen kaum jemand.

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Wir linkes Pendant zu Compact

Freitag, 20. Juli 2018

Nun gut, dann sind die neulandrebellen eben wie das Gegenteil der Hauspostille der AfD, wie Compact. Wenn das ein Vorwurf gedacht war, der uns treffen sollte, dann muss an dieser Stelle festgestellt werden: Is nich! Eigentlich steckt da sogar ein bisschen Lob drin.

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Der Knigge der alten Haudegen

Mittwoch, 18. Juli 2018

Noch bevor Jean-Claude Juncker die Treppe vom NATO-Gipfel herabsteigen konnte, traf er mit dem österreichischen Jungkanzler Sebastian Kurz zusammen. Im Rahmen ihres Gespräches soll der Luxemburger dem Österreicher Nachhilfe im Knigge gegeben haben, meldeten einige Medien. Er habe Kurz zurechtgewiesen, dieser solle doch bitteschön nicht so großspurig auftreten. Stunden zuvor las man in deutschen Qualitätsmedien, dass es Neues aus Bellevue gäbe: Der Bundespräsident lasse wissen, dass ihm die Sprachverrohung im politischen Diskurs ängstige. Wie sein europäischer Kollege aus dem kleinen Großherzogtum begreift sich Frank-Walter Steinmeier als Stimme der Vernunft in Zeiten, in der der Vernunftbegriff eher was aus der Mottenkiste zu sein scheint.
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DFB-Krise: Oh, ihr journalistischen Rumpelfüßler!

Montag, 16. Juli 2018

Die WM ist seit gestern vorbei. Seit dem Ausscheiden der DFB-Elf lieferte der deutsche Journalismus viele Befindlichkeitsanalysen: Es ging um das verlorene Wir, das fehlende Herz und um nicht vorhandene Führungsspieler. Dabei ist die Krise taktischer Natur. Und davon ist nicht nur der DFB betroffen.

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NSU? Steht uns zu!

Freitag, 13. Juli 2018

120 Jahre sollen die Akten zum NSU-Prozess weggesperrt werden. Wegen der nationalen Sicherheit und so. Nur für das Protokoll: Dieser Nationalstaat hat einen Souverän – nämlich mich! Und Sie, liebe Leserinnen und Leser. Und wir sollten nicht um Transparenz bitten – sie steht uns in diesem Falle souverän zu! Sie ist keine Verhandlungssache!
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Der Mindestlohn ist kein Hotspot

Mittwoch, 11. Juli 2018

Kürzlich war es wieder so weit: Der Mindestlohn wurde erhöht. Mathematisch kann man tatsächlich von einer Erhöhung sprechen: Um 35 Cent soll er 2019 steigen und um weitere 16 Cent 2020. Dann liegt er bei 9,35 Euro in der Stunde. Gefühlt stellt das freilich keine Erhöhung dar, wenn man bedenkt, dass er im Januar 2015 mit 8,50 Euro an den Start ging. Damals wurde er schon als zu niedrig beziffert und in fünf Jahren wird er gerade mal 85 Cent, also exakt zehn Prozent, zugelegt haben. Das Leben ist seither nicht günstiger geworden, wie es im Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes nachzulesen ist.

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Bratwürste für 2,99? Bin ich Krösus, oder was?

Dienstag, 10. Juli 2018

Deutsche Handelsketten bieten Lebensmittel so günstig an, wie man sie sonst fast nirgends in Europa bekommt. Dieses vermeintliche deutsche Wirtschaftswunder ist ein Raubbau an anderen Volkswirtschaften und an unseren eigenen Ressourcen.

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… wer ist die Alternativloseste im ganzen Land?

Mittwoch, 27. Juni 2018

So viele Jahre hat man sich unter Linken ein Ende von Merkels Kanzlerschaft erhofft. Nun, da ihre letzten Tage anbrechen, hofft selbst sie, sie möge noch bis zur nächsten Wahl ausharren. Ein letztes Mal ist sie die Alternativlose.

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Ohhh SPD, du Opfer!

Dienstag, 26. Juni 2018

Sigmar Gabriel hat die Sozialdemokratie an die Wand gefahren. So sagt es eine Analyse. Er ganz alleine? Nein, die Analyse vertuscht den wahren Umstand des Versagens: Die SPD ist eine feige Partei – ohne einen Hauch von Courage.

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Sure, Mr. President, natürlich stimmen die Kriminalitätszahlen nicht!

Sonntag, 24. Juni 2018

Hat die Bundesregierung nun tatsächlich kein so großes Interesse daran, die Kriminalität im Lande zu erfassen, wie Donald Trump ihr unterstellt? Fast läge der US-Präsident mit seiner vorlauten Einschätzung richtig.

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Ganz wichtig: Nur das Wichtige ist wichtig!

Freitag, 22. Juni 2018

Lieber Leser, liebe Leserin, es gibt Wichtigeres als diesen Text. Falls Sie nur für Wichtiges zu haben sind, klicken Sie gleich weiter, denn hier wird Ihnen nicht geholfen.

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Sind unsere Kinder noch sicher?

Mittwoch, 20. Juni 2018

Es ist eine hoffnungsvolle Entwicklung, dass der öffentliche Diskurs jetzt endlich mal die innere Sicherheit zum Thema macht. Ja, die Kriminalität hat zugenommen - und zwar spürbar. Es hat sich was in unserem Land verändert – und das nicht zum Besten. All die Beteuerungen der Kanzlerin, wenn sie alle vier Jahre meinte, sie würde Schaden vom deutschen Volke abwenden: nur so »dahinbeeidet«. Trotzdem lässt man es weiter zu, hat den Kriminellen Tür und Tor geöffnet. Das Bundeskriminalamt (BKA) nannte über 74.000 Fälle, was ein Wachstum von 28 Prozent zum Vorjahr bedeute. Die Zahlen sprechen für sich: Unsere Kinder sind nicht mehr sicher. Wir übrigens auch nicht. Wirtschaftskriminelle verjuxen den erarbeiteten Wohlstand.

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Der Fall Roseanne: Ein Beispiel für linksliberale Arroganz

Montag, 18. Juni 2018

Ich mag Roseanne Connor – Roseanne Barr hingegen kann ich weniger leiden. Nach ihrem rassistischen Tweet, für den sie – und leider die ganze Crew der neuaufgelegten Staffel von »Roseanne« – bitter bezahlt hat, machten der Schauspielerin viele folgenden Vorwurf: Sie dürfe sich nicht mit dem White Trash, den sie in der Serie spiele, gemein machen. Mit Verlaub: Das ist elitäre Liberalarroganz, so kämpft man nicht gegen Trump, AfD und Konsorten. So stärkt man sie.

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Es ist wieder Spargelzeit!

Freitag, 15. Juni 2018

So unterscheiden sich die Wahrnehmungen: Während viele innerhalb der Linken Wagenknechts Positionen für schwierig halten, hörte ich den Spargel wachsen, als Kipping von selbigen sprach. Was jetzt konsequent wäre: Ihr Rücktritt!

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... dann klappts auch mit dem Nachwuchs

Mittwoch, 13. Juni 2018

Als Jens Spahn vor Wochen großkotzig verkündete, er gehe jetzt den Pflegenotstand an, indem er 8000 neue Stellen schaffe, erntete er – wie immer, wenn er den Mund aufmacht – rege Kritik. 8000 neue Pfleger und Pflegerinnen seien viel zu wenig. Ebenso sollten die neuen Stellen mit ausländischen Arbeitnehmer_innen besetzt werden. Dies gefiel nicht allen. Schließlich tut sich mancher betagte Patient schwer mit kostengünstigen Krankenschwestern, die nicht richtig Deutsch können. Das ist nicht mal aus der Luft gegriffen, fehlende Ansprache ist besonders in der Altenpflege ein häufiges Problem.

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Wie werde ich die Wähler los – in drei Tagen?

Montag, 11. Juni 2018

Parteitag der Linken: Während ein Teil der Delegierten Sahra Wagenknecht ausbuhte, arbeiteten Tausende Minijobber hart für wenig Lohn und Anerkennung und bekamen nichts mit von dem Elfenbeinturm, in den sich die Linkspartei zurückgezogen hatte.

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Arbeitsrecht – eine wahre Revolution!

Freitag, 8. Juni 2018

Ist das eigentlich normal, dass man sich als Aufwiegler fühlen muss, nur weil man das anspricht, was jemanden zusteht? Auf die rechtliche Lage verweisen: Das scheint revolutionär zu sein in dieser Demokratie der vorauseilenden Anbiederung. Linker Geist hat heutzutage viel Konservatives an sich.

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Wir haben doch nur uns

Mittwoch, 6. Juni 2018

Großprojekte darben, Infrastruktur undurchdacht - Deutschland verliert den Anschluss und nennt diesen Zustand großspurig: Aufschwung. Wo steckt der Innovations- und Erfindergeist? Der Mensch war doch mal die Ressource des Landes.

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Das Konzept Stadtguerilla in Zeiten der Schwarzen Null

Montag, 4. Juni 2018

Eine neue Stadtguerilla wäre nun wirklich mal wieder wünschenswert. Die Aktionen des VCD letzte Woche können nur ein zögerlicher Anfang dazu sein. Natürlich darf verkratzt und geschlagen werden! Ein eingeschlagener Blinker ist eine Sachbeschädigung, viele eingeschlagene Blinker ein Zeichen.

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Nachbarn mit viel Freizeit und solche, die weniger haben

Freitag, 1. Juni 2018

Wer gegen eine Flüchtlingsunterkunft in seiner Nachbarschaft ist, kann nur ein Neonazi oder Rassist sein? Wenn das mal so einfach wäre – Unterkünfte dieser Art sind viel zu oft keine gute Nachbarschaft. Und das muss man thematisieren dürfen, ohne gleich in die rechte Ecke gedrängt zu werden.

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Der Triggerstaat und die Privatisierung der Gesetzgebung

Mittwoch, 30. Mai 2018

Was waren das zuletzt für Wochen für all jene, die sich eine kleine oder große Internetexistenz aufgebaut haben. Man musste lesen, was die DSGVO vorsieht, holte sich Ratschläge ein, durchforstete hierzu Foren und Seiten von Fachanwälten und war häufig nicht sonderlich schlauer. Denn selbst Rechtsanwälte kratzen sich momentan noch am Hinterkopf und geben konsterniert zu, dass auch sie nicht so genau wissen, wie die Datenschutzgrundverordnung in der Praxis umgesetzt wird. Daher ist sicher sicher, man sollte bitte alle Eventualitäten bedenken und nach allen Regeln der Kunst rechtssicher machen. Lieber zu viele Datenschutzhinweise, Cookie-Warnungen und Zugriffsabfragen als zu wenige.

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Empfundener Antisemitismus: Ein Bärendienst

Montag, 28. Mai 2018

Hanitzsch’ Karikatur war nicht sonderlich originell, aber sie war das, was Kollegahs geschmacklose Textpassage auch war: Nicht antisemitisch. Dennoch gibt es eine klare Linie: Antisemitisch Empfundenes obliegt der Ächtung. Mit Wehrhaftigkeit hat das nichts zu tun. Es ist eher ein krampfhafter Ausdruck, der den Antisemitismus in die Hände spielt.

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New Conservatism: Ein Plan zur Selbstvernichtung

Freitag, 25. Mai 2018

Der Konservatismus hat die Gesellschaft fest im Griff. Er bestimmt die Diskurse und deutet die Lage. Aber keine Angst, er wird auch bei uns hier in Deutschland in sich zusammenfallen. Man muss nur lange genug warten – und das Beste für danach hoffen.

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