Talkin´ ´bout my G-G-Generation

Montag, 24. Juli 2017

Generationengerechtigkeit: Darüber sollte man wieder mal reden. Sie scheint dieser Tage kein demographisches, wohl aber ein nachrichtendienstliches Problem zu sein.

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Acht Jahre sind genug

Donnerstag, 20. Juli 2017

Eines muss man den Sozialdemokraten ja lassen: Sie haben das Wahlprogramm der Union mit etwas mehr Laune und Verve als das Original an die Leute gebracht. Inhaltlich ist das Ding ja nicht der Rede wert, es ist ein elitaristisches Steuerkonzept mit einigen Versprechungen ohne Gewähr. Die Union selbst hat ja dasselbe Wahlprogramm ganz anders vorgestellt. Ein müder alter Mann aus Bayern nuschelte etwas von Innovation und seine abgekämpfte ältere Richtlinienkompetenz stierte mit ausdruckslosen Augen in die Menge der Journalisten. Auch sie kam zu Wort, formulierte ohne viel Energie nette Binsen. So sagte sie, sie habe »Lust auf Zukunft«, was ein bisschen so klang, wie wenn andere Leute ihre Lust auf einen lustigen Grillabend zum Ausdruck bringen.

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Warum Sahra Wagenknecht schlafende Hunde weckt

Mittwoch, 19. Juli 2017

Trotz Sozialabbau, Privatisierung und Entstandardisierung: Linke Vorschläge sind weiterhin nicht unbedingt Mainstream. Woran das unter anderem liegt ist an der falschen Framing-Politik der Linken zu beobachten. Denn vorherrschende Frames zu negieren, bedeutet zugleich, sie neuronal zu stabilisieren.

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Aufruf zum unkontrollierten Hass

Montag, 17. Juli 2017

Ein Gesetz, das Sie davor bewahrt, den von Ihnen abgerissenen Spiegel eines parkenden Autos zu ersetzen und das stattdessen den Autohersteller dazu verpflichtet, schnell anzurücken, um den Defekt zu ersetzen – so ein Gesetz gibt es nicht? Aber sicher doch. Verursacherprinzip ist out, im digitalen Zeitalter muss es schneller gehen.

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Die Bundesverfassungseinrichter

Donnerstag, 13. Juli 2017

Von Anfang an kritisierten Juristen das Tarifeinheitsgesetz (TEG) als verfassungswidrigen Eingriff der Regierung in die gewerkschaftliche Freiheit. Gebilligt haben es die Karlsruher Richter dann dennoch. Mit Abstrichen, denn es muss an mancher Stelle nachgebessert werden. So dürfen die Mehrheitsgewerkschaften in einem Betrieb keine Vorzugsbehandlung erhalten, wenn deren Abschlüsse Schlechterstellungen im Verhältnis zu Abschlüssen der Minderheitsgewerkschaft darstellen. Der Verfassungsbruch blieb aber aus, allen fachlichen Einschätzungen im Vorfeld zum Trotz.
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Wir brauchen trotz Hamburg mehr Polizisten

Dienstag, 11. Juli 2017

Die Linkspartei muss sich für Hamburg rechtfertigen. Die Polizei auch. Beides ist eine tragische Entwicklung – denn beides wird dringend benötigt: Ein Linksschwenk ebenso wie mehr Polizisten. Eigentlich bedingt sich beides.

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Toleranz vs. Verteilung oder Wie Martin Schulz das Versagen linker Politik auf den Punkt brachte

Montag, 10. Juli 2017

Am Tage des Endsieges der Toleranz, der Homosexuelle im Ehekrach gleichstellt, verabschiedete der Bundestag mit einem Aufwisch ein Gesetz zur Unterbindung virtuellen Hasses. Sind wir etwa am Ende doch keine ganz so tolerante Gesellschaft? Wie passt denn das zusammen?

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Sektiererische Partei Deutschlands

Donnerstag, 6. Juli 2017

100 Prozent haben die Sozialdemokraten dem neuen Mann an der Spitze verpasst. Trotzdem krebst dieser 100-Prozent-Kanzlerkandidat in den Prognosen bei 23 oder 24 Prozent rum. Bei einer Wahlbeteiligung von - sagen wir mal - optimistisch geschätzten 75 Prozent, ergibt das am Ende, dass nicht mal ein Fünftel aller Wahlberechtigten für Martin Schulz und seine Partei gestimmt haben werden. Wir haben es hier mit einer Volkspartei ohne Volk zu tun. Dürfen wir bei dem, was aus den sozialdemokratischen Kanälen sickert, eigentlich noch von einer Partei sprechen? Sind die nicht schon in ganz anderen Sphären unterwegs?

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Das evolutionäre Muster deutscher Integration

Mittwoch, 5. Juli 2017

Menschen mit arabischen und türkischen Namen haben es schwer bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche. Das dokumentiert erneut eine Studie. Sie sind die Nachfolgegeneration derer, die zum Beispiel De Lapuente hießen.

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Echt klasse!

Dienstag, 4. Juli 2017

Auf die klassenlose Gesellschaft zielte die neoliberale Agenda von Anfang an ab. Auch wenn diese Vorstellung auf Sprache und Sozialabbau abgefärbt hat: Wer in der Hierarchie unten steht, der weiß trotzdem wie klasse er ist.

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Die Folgen von Grenfell Tower

Freitag, 30. Juni 2017

Nach dem tragischen Hochhausbrand im Londoner Stadtteil North Kensington, bei dem knapp 80 Mieter eines Sozialbaus ums Leben kamen, waren die Entscheidungsträger alarmiert. Schnelle Hilfe sei jetzt selbstverständlich Ehrensache. Man wolle nicht bürokratisch sein. Die Leute nicht alleine lassen. Das ist natürlich im ersten Augenblick Labsal für alle sparpolitischen Sozialromantiker. Wenn es hart auf hart kommt, so können sie wieder mal behaupten, dann rücken Gemeinwesen eben doch zusammen. Sozialabbau hin, Entbürokratisierung her. Not macht verbinderisch, sagt schließlich schon der Volksmund so oder so ähnlich.

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Ooommm… Politik!

Donnerstag, 29. Juni 2017

Nach der Entscheidung der Linkspartei in Bundesrat in Sachen Autobahnprivatisierung sollte ein Teil der (potenziellen) linken Wählerschaft gelassen bleiben. Denn Regierungsverantwortung erzeugt Unreinheit. So ist Politik. Was mancher Linke hingegen da draußen meint, das ist – Spiritualität.

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Asymmetrische Debilisierung

Mittwoch, 28. Juni 2017

Die Spitze der SPD hat nun einen neuen Begriff in die Runde geworfen, mit dem man der Kanzlerin Demokratieverachtung nachsagen kann: Asymmetrische Demobilisierung. Das bedeutet: Durch Sachthemenverweigerung die Wähler von der Urne fernhalten. Dazu gibt es einiges anzumerken. Als erstes mal: Warum zum Henker muss man der SPD denn Bällchen zuwerfen?

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Wir Opfer

Montag, 26. Juni 2017

Der IS hat nun auch Ziele im Iran angegriffen. Viele Berichte dazu gab es nicht. Das ist nachvollziehbar, denn eine Auseinandersetzung mit der Sache würde das Narrativ der Stunde in Frage stellen.

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Gern ein bisschen Spießigkeit

Freitag, 23. Juni 2017

Alltagsliberalismus heißt: Jeder kann machen was er will. So interpretieren wir Freiheit mittlerweile. Aber wie war das noch gleich mit den Grenzen des Nächsten, die man nicht überschreiten soll? Wie der Wirtschaftsliberalismus gehört auch der Toleranzliberalismus reguliert.

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Warum schweigt ihr bei Schäuble, liebe Rollifahrer?

Donnerstag, 22. Juni 2017

Die Muslime und ihre Verbände haben sich also letzte Woche mal wieder nicht ausreichend vom Islamismus distanziert. Der Innenminister zeigte sich enttäuscht. Der Justizminister forderte indes eine klare Haltung. Die Leitmedien skandalisierten eifrig hinterher: Ja warum distanzieren sie sich denn nicht? Deutsche Christen haben sich nach der NSU-Geschichte doch auch distanziert. Gut, sie marschierten nicht auf Demos mit und hielten als Parole »Je ne suis pas Nazi!« in die Luft. Niemand ist schließlich ein Nazi, bis das Gegenteil bewiesen ist. Man muss sich außerdem nicht für Dinge rechtfertigen, die andere getan haben. Verursacherprinzip und so. Nein, sie zeigten schlicht Betroffenheit – so nennt man die Distanzierung in Fällen wie jenen. Viele blieben damals daheim, aber kein Minister verurteilte diese Stubenhocker.

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Ein fast schon sozialistischer Kanzler

Dienstag, 20. Juni 2017

Nachdem man nun weiß, wie Schulz sich Steuergerechtigkeit vorstellt, muss man wohl ernüchternd festhalten: Kohls Regierung war ja fast schon eine sozialistische – was dieses Thema anbelangt.

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Lohn und Brot von der bayerischen Wirtschaft

Montag, 19. Juni 2017

Na also, Problem behoben. Von wegen Deutschlands Exportfixiertheit, »der Erfolg der deutschen Wirtschaft« wie dieses Phänomen in den Medien gemeinhin genannt wird, schade dem restlichen Kontinent! Das Gegenteil soll nämlich der Fall sein.

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Sozialarbeit ist Security

Donnerstag, 15. Juni 2017

Sondierte man an jenem Freitagabend, an dem Rock am Ring kurzzeitig unterbrochen war, ein bisschen die Netzwerke, so konnte man sich ein Bild der allgemeinen Gemütslage machen. Die lautete ungefähr so: Wir lassen uns von denen die Party nicht verderben. Oder aber: Wir müssen denen zeigen, dass sie uns nicht in die Knie zwingen können. Natürlich ist das demokratischer, ja gesunder Trotz. Aber in ihm schwingt etwas mit, wann das Dilemma in all den Debatten ist, die man jetzt zum Thema Terrorismus führt. Denn die Spezifikation in »Wir und die anderen« erzeugt die Ansicht, als seien Radikalisierung und der in einzelnen Fällen daraus entstehende Terrorismus etwas, was von außerhalb der Gesellschaft aufgehalst wird.

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Postfaktische Grüße, Mister Trump!

Mittwoch, 14. Juni 2017

Dieser Mann und seine Regierung machen postfaktische Politik. Das ist es, was man in Deutschland aus guten Gründen über Trump weiß. Und unsere Regierung und ihre Meinungsmacher?

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Agenda 2025 - jetzt!

Montag, 12. Juni 2017

Die Agenda 2010 ist aus linker Perspektive gescheitert. Dabei war der Ansatz, einen Weg nach vorne für Europas Sozialdemokraten und Linke zu finden, nicht verkehrt. Ganz im Gegenteil. Dieser Aufgabe muss sich Europas Linke nun dringend stellen.

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Elf Renditen müsst ihr sein

Freitag, 9. Juni 2017

Die Debatte nach den Pfiffen zur Halbzeit gegen Helene Fischer haben nur eines belegt: Dieser angebliche Widerstand gegen die Vermarktlichung des Fußballs ist durch und durch verlogen. Die Fans holen sich »ihren Sport« nicht zurück – sie schmieren vielmehr Tag für Tag genau die Kommerzmaschinerie, die sie in Momenten kurzer Hellsichtigkeit kritisieren.

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Ein kleiner Beitrag zur Linksverdrossenheit

Donnerstag, 8. Juni 2017

Ganz plötzlich entrollten die jungen Leute ein Plakat: »Luther, du mieses Stück Scheiße! Antisemitismus, Sexismus, Despotismus – kein Grund zum Feiern!« Stimmt ja auch. Wenigstens der zweite Teil davon. Der Luther war da nun wahrlich nicht ohne. Es gibt halt nur einen Haken an den Vorwürfen: Der Mann lebte vor 500 Jahren, wurde in eine Zeit hineingeboren, in der solche Haltungen Standard waren. Es ist schon sonderbar, jemanden Sexismus zum Vorwurf zu machen, der in einer Epoche lebte, in der Sexismus begrifflich noch nicht mal vorstellbar war.

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Immer wieder sonntags

Dienstag, 6. Juni 2017

Deutschlands Warenhäuser wollen es haben wie ihre Konkurrenz aus dem Internet: Sie möchten auch am Sonntag die Tore öffnen. Gute Idee, solange nach dem Aufsperren nicht die Belegschaft zur Arbeit erscheinen muss.

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Ökonomischer Harnverhalt oder Pisse zu Gold

Freitag, 2. Juni 2017

Bei einem Berlin-Trip sollte man als Tourist die Latrinenabgaben nicht vergessen. Die gehen ins Geld. Das ist das »Modell Deutschland«: Alles hat einen Preis. Selbst Pisse kann gülden sein. Europa lernt das auch noch.

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Weil die SPD keine AfD sein wollte

Donnerstag, 1. Juni 2017

Was war das doch für eine Aufbruchsstimmung, die Martin Schulz da in seine Rede im Willy-Brandt-Haus legte, als er Ende Januar vor ausgesuchten Genossinnen und Genossen sprach. Die Sozialdemokratie sollte wieder Kanzlerpartei werden. Auch um gegen die Rechtspopulisten ein Zeichen zu setzen. Und um sie, die er eine »Schande für Deutschland« nannte, wegzuhalten von etwaigen Machtoptionen. Dass man »diese Typen […] bekämpfen« müsse, hatte er schon ein Jahr vor seiner Kandidatur der Presse gallig ins Notizbüchlein diktiert. Jetzt sollte das angepackt werden. Mit ihm als SPD-Kanzler.

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Neues vom Jobwunder

Mittwoch, 31. Mai 2017

Eigentlich schade, dass der Italiener um die Ecke nicht liefert, oder? Tut er aber nun doch. Nicht er selbst, er hat den Service outgesourct. Ein Fahrradkurier macht das jetzt für ihn. Auch diese Radler sind Teil des Jobwunders und des vermeintlichen Stellenüberflusses in Deutschland.

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Schön ist es auf der Welt zu sein

Montag, 29. Mai 2017

Den US-Präsidenten und falsche Nachrichten, Hackerangriffe und die AfD: Russland finanziert offenbar jeden miesen Vorgang in der Welt. Selbst für unkritische Musik scheint der Kreml laut Spiegel noch ein Budget zu haben. Dieser letzte Vorwurf ist ziemlich gewagt für ein Land, in dem Helene Fischers entpolitisierte Gute-Laune-Songs die Charts anführen. Ist die gebürtige Russin vielleicht auch vom Kreml bestellt?

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Die analytischen Qualitäten des Mister Trump

Freitag, 26. Mai 2017

Langsam wäre es an der Zeit, nach den Ursachen des Terrorismus zu forschen. Seine Zunahme auf westlichen Boden kann man doch nicht als Zufall abtun. Einen analytischen Beitrag gab es im Getöse der Betroffenheitspresse dann doch: Ausgerechnet von the @realDonaldTrump.

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Die Partei, die Partei, die war immer rechts?

Donnerstag, 25. Mai 2017

Das Göttinger Institut für Demokratieforschung ging für die Ostbeauftragte der Bundesregierung der Frage nach, woher ausgerechnet im Osten der Republik diese Affinität für rechtsradikale Ansätze kommt. Das Team um den Politikwissenschaftler Franz Walter hat im wesentlichen einen Faktor gefunden, der die Ostdeutschen tendenziell offen für AfD und Pegida macht: Die DDR. Sie präge die Denk- und Handlungsmuster der Ossis noch immer. Mal mehr, mal weniger. Grundsätzlich sei der Ostdeutsche aber ein verlorener Geselle, denn der SED-Staat habe ihm alles abgenommen, jetzt ist er in eine eigenverantwortliche Welt geworfen. Die DDR wirkt also nach.

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Kriminalität: Ein Spar- kein Einwanderungssymptom

Mittwoch, 24. Mai 2017

Die Kriminalität hat offenbar momentan den Terrorismus als Hauptsorge der Deutschen abgelöst. Das lockt selbstverständlich die Hinterbänkler in die Talkrunden. Die Polizei kann indes nichts dagegen tun, sie hat keine Zeit einzuschreiten.

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Jetzt erst rechts

Montag, 22. Mai 2017

Die Sozialdemokraten müssten nun endgültig umdenken, liest man zuweilen. Sie müssen wieder sozialdemokratisch werden, wollen sie die Bundestagswahl noch gewinnen. Kommt jetzt der Linksruck? Nein, das Gegenteil wird geschehen.

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Von der Alternativlosigkeit zur Alternative

Freitag, 19. Mai 2017

Schon vor sechs Jahren sprach Colin Crouch vom »befremdlichen Überleben des Neoliberalismus«. Und zwar nach der Krise des Finanzkapitalismus. Dass nun ausgerechnet Macron gegen Le Pen ins Stechen ging macht deutlich, dass die einstige Alternativlosigkeit sich als Alternative in Stellung gebracht hat.

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PPP oder Von der Salonfähigkeit der Unterwelt

Donnerstag, 18. Mai 2017

Durch bewusst überhöhte Kalkulationen sollen Mitarbeiter bei Toll Collect mehrere Millionen Euro abgeführt haben. So lautete jedenfalls der Verdacht, der letzte Woche zur Durchsuchung der Unternehmenszentrale führte. Wirtschaftskriminalität liegt in Deutschland ja voll im Trend. Auf der Liste des Schattenfinanzindex hat man sich nicht umsonst an prominenter Stelle eingetragen. Dazu muss man die Steuerhinterziehung, das Abführen öffentlicher Gelder auf schwarze Konten und allerlei andere Mauscheleien schon zu einem Wachstumsmarkt machen. Sonst gelingt es einem Land nicht, zu einem Thema für solche Indizes aufzusteigen.

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Die Kriminalitätsstatistik in Zeiten des Wahlkampfs

Viele Medien reagierten geschockt auf den Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2016, die Bundesinnenminister de Maizière am 24. April 2017 vorlegte. Die Zahl tatverdächtiger Zuwanderer stieg um 50 Prozent an, sie sind überrepräsentiert in der Verbrechensstatistik, besonders bei Delikten wie Taschendiebstahl oder Gewaltkriminalität auffällig. Die Warnungen populistischer Gruppen, dass die Zuwanderung eine Welle von Kriminalität über Deutschland bringen würde, schienen sich zu erfüllen. Doch man sollte bedenken, dass Wahlkampf ist, und der Bundesinnenminister sich gegen den politischen Feind auf der Linken in Position bringen muss. Doch wenn man sich die Zahlen genauer ansieht, bleibt von der Welle krimineller Zuwanderer nicht viel übrig. Im Einzelnen:

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Sozialdemokratische Prokrastination Deutschlands

Mittwoch, 17. Mai 2017

Nicht die Trennung der Sozialdemokratie von progressiver Sozialpolitik verbaut den Genossen also etwaige Machtoptionen, sondern die Trennung eines Ministerpräsidenten von seiner Gattin. Wo diese Partei mal ein progressives Element war, steht sie sich heute nur noch prokrastinativ im Weg.

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Die Internationale der Globalisierungsverlierer

Montag, 15. Mai 2017

Die Globalisierungsverlierer des Westens wählen Neorassisten, die der muslimischen Welt jubeln Neofanatikern zu. Aber die Würdelosigkeit der kannibalistischen Weltordnung (Ziegler) ist weiter unantastbar.

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Die Mad Men und der Mad Man

Freitag, 12. Mai 2017

Netflix hat jetzt eine Serie über Donald Trumps Sozialisierung im Angebot. Gemeint ist die Serie »Mad Men«, die von 2007 bis 2015 beim US-amerikanischen Fernsehsender AMC lief. Die dort gezeigten Sixties geben Auskunft über Trumpland.

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Sehr geehrter AfD-Wähler, ich blockiere Sie nicht!

Donnerstag, 11. Mai 2017

Kürzlich erreichte mich mal wieder ein Aufruf bei Facebook. Besser gesagt: Eine Aufforderung. Irgendeiner meiner »Freunde« sei suspekt, teilte jemand seiner gesamten Freundesliste mit. Der Beschuldigte teile seltsame Postings, die gemeinhin auch von AfD-Ortsverbänden im Netz geteilt oder sogar erstellt würden. Wenn man dessen Chronik durchstöbert, erkenne man, dass es sich hierbei um einen AfD-Wähler handeln müsse. Deshalb sollte man ihm doch bitte die »Freundschaft« kündigen. Falls das nicht geschehe, sehe sich der Auffordernde leider dazu gezwungen, jeden von seiner Freundesliste zu streichen, der weiterhin diesem AfDler die Stange hält.

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AfD: Arbeitnehmer- und familienfeindlichste Partei Deutschlands

Die AfD ist nicht populistischer als andere Parteien. Im Gegenteil. „Populismus“ bedeutet, ein populäres Thema für sich zu nutzen (was fast alle Parteien tun). Das Programm der AfD ist jedoch für Arbeitnehmer und Familien dermaßen schädlich, dass es auch als eines der unpopulärsten erkennbar ist – sofern man genauer hinschaut.

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Pazifismus [lat.], von pax, »Frieden«, und facere, »machen, schaffen«

Mittwoch, 10. Mai 2017

Der Nachfolger von Kapitän Schwandt hat vor einigen Wochen Position bezogen: Für das Fake-Motiv, dafür mit Trump Bomben auf Assad zu werfen. Und gegen linken Pazifismus, den er für ein Arschloch hält. Mit fast nichts liegt er richtig in dieser speziellen Einschätzung. Grundsätzlich stimmt es aber: Pazifismus ist mehr als Friedfertigkeit.

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Schau'n mer mal

Montag, 8. Mai 2017

Die Kommentarspalten wissen: Der Wahlkampf ist spannend wie schon lange nicht mehr. Ach, ist er das wirklich? Gäbe es mehr Bekenntnisfreude, so könnte er es werden. Man sollte diese Schau’n-mer-mal-Haltung nicht mit Spannung verwechseln: Sie ist ein Casino der Beliebigkeit.

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Integration als Spießrutenlauf

Donnerstag, 4. Mai 2017

Mein Kollege Serkan ist Türke und lebt seit Jahrzehnten in Deutschland. Nun, eigentlich müsste ich an dieser Stelle den heutigen Hiob abwürgen, denn er fängt schon mit demselben Missverständnis an, mit dem auch Serkan hin und wieder in seinem Alltag zu tun hat. Er ist nämlich gar kein Türke. Serkan hat den deutschen Pass, seinen türkischen hat er irgendwann nicht mehr verlängert – der bürokratische Aufriss hat ihn genervt. In den Wochen des Referendums fragte ihn jemand am Arbeitsplatz: »Du, sag mal, was ist denn da in deinem Land los?« Bevor er antwortete, fiel ich ihnen unfreundlicherweise ins Wort: »Was in seinem Land los ist? Im September wird die Kanzlerin wiedergewählt, das ist in seinem Land los!«

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Steckt die Leitkultur doch in die Burka

Mittwoch, 3. Mai 2017

Die Burka ist kein Dirndl und damit kein Kleidungsstück deutscher Anleitung. Da hat der Bundesinnenminister schon ein bisschen recht. Wir sind eben nicht Burka. Wir sind unerträglich. Das ist die deutsche Leitkultur schlechthin.

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Partieller Skeptizismus oder Was ist Lügenpresse und was nicht?

Dienstag, 2. Mai 2017

Nachdem man Assad präfaktisch ein Giftgas-Massaker in die Schuhe schob, mahnten kritische Stimmen Skepsis an. Sie lagen damit richtig. Einige Tage später behauptete der russische Präsident, dass die ganze Sache unter false flag lief – und dieselben Skeptiker riefen laut: Da habt ihr es! Hier ist der Beweis!

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Journalismus: Ein Dilemma

Freitag, 21. April 2017

Den Medien kann man gar nicht mehr trauen. Überhaupt nicht. Jede Meldung aus dem Äther ist Lüge und Betrug. Was sie auch bringen: Da stecken Absichten dahinter. Das ist alles gesteuert. Ausnahmslos.

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»Fake-News« und die Verfestigung der Alternativlosigkeit

Donnerstag, 20. April 2017

Die Elite der europäischen Fußballvereine traf sich neulich, um die Champions League zu reformieren. In erster Linie ging es um die Verteilungsfrage der Gelder. Natürlich hat die nicht nur Befürworter, gerade auch kleinere Klubs sorgen sich um die Entwicklung, weil sie sich noch weiter ins Hintertreffen geraten sehen. Die Münchner Bayern waren natürlich auch vertreten. In der Person von Karl-Heinz Rummenigge, der nebenbei auch noch Vorsitzender der »European Club Association« ist, dem Verband der europäischen Topvereine. Und was sagt der Mann zu den Sorgen, die manche ausbrüten, wenn es um die Reform der Königsklasse geht? Das seien nur »Fake-News«, für ihn sähe es nämlich so aus, als würden die Pläne alle zufriedenstellen.

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Der Kindesmissbrauch der Klickpimps

Dienstag, 18. April 2017

Niedersachsens Justizministerin verteidigte die Kinderehe. Ach ja, wirklich? So jedenfalls schätzt man es medial ein, obgleich man den Inhalt ihrer Kritik an der Gesetzesverschärfung zum Thema kennt. Kein Wunder, mit einem solchen Sujet generiert man Klickrates.

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Der Russe als solcher

Donnerstag, 13. April 2017

Lange Zeit wechselten sich die Bilder, die man sich im westlichen Europa und ganz speziell auf deutschen Boden von Rußland machte, in schöner Regelmäßigkeit ab. Zu Zeiten des Deutschen Ordens waren die Russen noch als wüste Tartaren verschrien. Der Philosoph Johannes von Glogau betonte erstmals Ende des 15. Jahrhunderts die vermeintlich asiatische Herkunft der Russen und glaubte dort ihren unchristlichen Geist begründet. Ende des 17. Jahrhunderts blickte man dann bewundernd nach Osten. Zar Peter, den sie den Großen nannten und der ja tatsächlich mindestens 2,01 Meter in die Höhe geragt haben soll, richtete sein Land europäisch aus und ließ reformbestrebt den Russen sogar ihre traditionellen Vollbärte abschneiden.
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Endlich US-Präsident!

Dienstag, 11. April 2017

Endlich besinnt sich Donald Trump auf die Qualitäten eines US-Präsidenten: Er lässt Bomben regnen und setzt auf Militärparaden zur Abschreckung. Neocon-Deutschland ist erleichtert: So ein Präsident ist berechenbar.

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