Weil. Ich. Es. Kann.

Mittwoch, 23. Januar 2019

Ich bekenne. Ich habe in der Nacht von Silvester auf Neujahr eine kleine Tüte mit Raketen besessen und deren Inhalt in den Himmel gejagt. Zwölf Raketen waren es – und einige Knaller. Wir standen zusammen in der Dunkelheit und haben es getan. Keine Ahnung warum, es machte nicht mal sonderlich Spaß.

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Das Volk und die da oben: 30 Jahre später

Montag, 21. Januar 2019

Mancher behauptet, dass die politischen Akteure der Stunde in etwa so auftreten, wie jene am Ende der DDR. Aber eigentlich ist es schlimmer, denn zwischen dem ZK und den Menschen war der Abstand wohl doch nicht so groß wie im Deutschland von 2019.

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Scholz als Kanzler: Ein bisschen wie Sex in Gummistiefeln

Freitag, 18. Januar 2019

Was diskutieren und debattieren wir eigentlich für phantastische Sachen im öffentlichen Raum! Ob nun Olaf Scholz Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten wird oder nicht zum Beispiel: Der Mensch ist ein phantasiebegabtes Wesen – aber manchmal soll man dann doch über Dinge reden, die einen Realitätsbezug haben .

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Den Öffentlich-Rechtlichen geht es wohl zu gut

Mittwoch, 16. Januar 2019

Im letzten Sommer lud mich das Deutschlandradio zu einem Gesprächskreis ein. Neben mir waren drei weitere Teilnehmer und natürlich der Moderator mit von der Partie. Es ging, dies allerdings nur am Rande, um die Ausschreitungen in Chemnitz – eine Sau, die im schnelllebigen Medienbetrieb schon lange aus dem Dorf gescheucht wurde.

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Straffällige Asylbewerber ausweisen?

Montag, 14. Januar 2019

In den letzten Tagen kam wieder ein altes Thema aus dem Komplex »Flüchtlingsdebatte« auf den Tisch: Kann, ja soll man straffällige Asylbewerber ausweisen können? Muss man als Linker automatisch gegen eine solche Option sein? Nicht zwangsläufig!

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Was ich schon für Bullshit geschrieben habe!

Freitag, 11. Januar 2019

Klar, ich habe mich in den letzte elf Jahren, seitdem ich anfing zu schreiben, schon sehr verändert. Heute sehe ich Sachen anders, neige weniger zum Idealismus, ja bin aus manchem linken Dogma ausgebrochen. Vorwürfe nehme ich zur Kenntnis.

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Zumutbarkeitslimbo mit der Bahn

Mittwoch, 9. Januar 2019

Seit nunmehr 24 Jahren ist in Bad Orb kein Zug mehr verspätet angekommen – und ebenso wenig verspätet abgefahren. Nun ja, wenn man ganz genau sein will, muss man schon konkretisieren: Denn seit 24 Jahren ist kein Personen- oder Güterzug mehr in Bad Orb gesichtet worden. 1995 wurde die Bahnstrecke aufgegeben. Seit 2001 fährt dort nur noch eine touristische Schmalspurbahn, der Bahnhof der fast 10.000 Einwohner umfassenden hessischen Stadt, beherbergt heute ein Restaurant. Vielen Orten in Deutschland erging es ähnlich. Seit 1994 hat die Deutsche Bahn 5.400 Kilometer Gleise, das sind an die 16 Prozent des gesamten Streckennetzes, stillgelegt oder abgebaut.

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Das Menschenrecht gilt zuerst mal für die Frau …

Montag, 7. Januar 2019

Die Debatte um die etwaige Reform beim Schwangerschaftsabbruch kann keine nach Mann-Frau-Schema sein. Wer den Diskurs dergestalt führt, unterstreicht letztlich nur seine fehlende geistige Reife. Denn hier liegt eine ethische Frage vor, die bis zu einer gewissen Grenze offen behandelt werden muss. Wer anderer Meinung als die Reformer ist, muss sich noch lange nicht als Reaktionär verunglimpfen lassen.

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… fahr’n fahr’n fahr’n auf der Autobahn

Freitag, 4. Januar 2019

Den Deutschen gehen bekanntlich die Gewissheiten flöten. Dass nicht immer alles so bleibt, wie es mal war, setzt ihnen ganz schön zu. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zum Beispiel, sie möchte ein Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen. Auf Deutschlands Autobahnen! So ein Frevel. Dabei ist das schon lange fällig.

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Unsere Art zu leben und der Terror

Mittwoch, 2. Januar 2019

Kurz vor Weihnachten gab es einen Doppelangriff auf unsere Freiheit. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte auf zweierlei Ebenen etwas angeregt: Zunächst sprach sie sich für ein Tempolimit von 120 Stundenkilometer auf Deutschlands Autobahnen aus, um dann mit einer von Behörden kontrollierten Silvesterböllerei nachzulegen. Beide Maßnahmen dienten der Umwelt und der Gesundheit. In den sozialen Netzwerken tobte danach die blanke Wut. Die DUH erntete einen Shitstorm. Selbst in meiner eher linken Filterblase formierte sich dort der Empörungsmob, der der Ansicht war, dass hier auf gefährliche Art und Weise an der freiheitlichen Grundordnung gerüttelt würde. Ja, das sei viel schlimmer noch, ein weiterer Angriff auf unsere Art zu leben.

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Weihnachtsgrüße aus dem Safe Space

Montag, 24. Dezember 2018

Wo ist eigentlich die Triggerwarnung vor Erzählen der Weihnachtsgeschichte? Die ist mindestens so grausam wie Ovids Metamorphosen. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Soziale Deprivation genießt man ja zuweilen mit der ganzen voyeuristischen Härte des Schicksals. Na dann frohe Festtage auch …

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Die Tyrannei der Verweichlichung

Freitag, 21. Dezember 2018

Die Geschichte der Alten, die auf die Jugend oder aber auf die sich verändernde Welt herabsehen, ist eine Geschichte voller Verweichlichungsvorwürfe. Wahrscheinlich war allerdings keine Gesellschaft je so zartbesaitet, ales es die hiesige ist. Daher gleich eine Triggerwarnung: Weiterlesen kann Tränen verursachen, ihr Weicheier!

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Das Jahr, in dem die Sozis ihre letzte Chance verschenkten

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Vor elf, zwölf Monaten schielten die Sozialdemokraten im Lande noch traurig auf die damaligen Hochrechnungen. Sie lagen, je nach Umfrage, bei 20 oder 21 Prozent. Und das, obwohl ihnen mit Martin Schulz wenig zuvor der Mann der Stunde beschert war - und kurzfristig Hoffnung auf 30 plus X Prozent gab.

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Klimaschutz ist eine soziale Frage

Montag, 17. Dezember 2018

Die Empfehlung Essgewohnheiten umzustellen, um Menschheit und Erde zu retten, gehört mittlerweile natürlich zum progressiven Repertoire. Es gehört aber mehr dazu als dieser warmer Ratschlag. Eine zentrale Frage dahinter ist der Wert der Arbeit.

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Die nächste Revolution wird mit einem freundlichen Wort beginnen

Freitag, 14. Dezember 2018

»S6?«, brummte er mit Handy am Ohr und sah mich mit doofen Augen an. Mindestens so doof wie er kann ich auch, dachte ich und machte auf stumpf und ausdruckslos. Dann ging er weg, telefonierte weiter, »Weiß nicht, ob das die S6 ist, ey«, grunzte er in seinen mobilen Smartbegleiter. Bin ich etwa empfindlich geworden oder ist mein Anspruch auf Höflichkeit nicht Grundlage für eine bessere Gesellschaft?

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Gelbwesten: Potenzial Ultralinker ist besorgniserregend

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Nachdem es letzte Woche so aussah, als würde die Linkspartei offiziell Distanz zu den Protesten in Frankreich halten, sich mit der Skepsis zieren, es vielleicht ja doch eher mit einer Bewegung von »ultrarechtem Potenzial« zu tun zu haben, konnte man sich dann am Wochenende doch noch darauf besinnen, sich solidarisch zu den Zielen der Männer und Frauen in gelben Westen zu bekennen. Schließlich konnte man sich darauf einigen, eine »Ermutigung für Deutschland« in den Ereignissen jenseits des Rheins zu vermuten. Zum Glück, denn eine Linke, die es ernst meint, kann sich keine Unnahbarkeit leisten in dieser Angelegenheit. Die meisten Ziele der französischen Bewegung könnten ja auch aus einem Wahlprogramm der Linken stammen – wenn auch nicht alle.

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Republikanisch sinnvoll

Montag, 10. Dezember 2018

Sinnleere, Resignation, alles läuft auf Verschleiß: Was uns fehlt ist eine Erzählung, wofür es sich zu leben, lieben, arbeiten lohnt. Ein New Deal muss her. Es wird Zeit, dass wir wieder Republikaner werden.

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Schweigen ums Baukindergeld

Freitag, 7. Dezember 2018

Wenn es der gehobenen Mittelschicht in puncto Wohnraum gut geht, würde das am Ende das Klima am gesamten Wohnungsmarkt entspannen. Das ist fast klassische Pferdeäpfel-Theorie. Grober Unfug, aber leider viel zu selten und viel zu leise öffentlich thematisiert.

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Das Geheimnis der Wiederbegrünung

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Neulich in der Ortsbeiratssitzung hier in Frankfurt: Die Grünen gaben eine Erklärung ab. In der letzten Sitzung habe die Fraktion Bürger für Frankfurt (BFF) einen Antrag zur Errichtung eines Heidi-Denkmals eingereicht. SPD, CDU und FDP hätten diesen völlig sinnbefreiten Antrag abgenickt und damit gemeinsame Sache mit den Rechtsextremen gemacht. Denn die BFF, so führte der Erklärende aus, stehe der AfD nahe. Der Fraktionschef der BFF sei nämlich bei der Landtagswahl in Hessen für die AfD angetreten. Danach gab es ein bisschen Tumult, der FDP-Mann wies das energisch zurück, der Ortsvorsteher stellte klar, dass eine solche Erklärung in schriftlicher Form nachzureichen sei. Die beiden Grünen, insbesondere der, der sein Namensschild durch eines eigener Machart ersetzt hatte, auf dem sein Name doppelt so groß angebracht war, als auf den Aufstellern, die üblicherweise vor den Ortsbereitsmitgliedern drapiert werden, schien sehr zufrieden mit der Aktion zu sein.

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Edel sei der Mensch, verdammt nochmal!

Montag, 3. Dezember 2018

Braucht der Mensch Anreize oder nicht? Sanktionen bei Hartz IV: Ja oder nein? Ist er ein fauler Hund oder grundsätzlich Beschäftigungstherapeut? Von einem Extrem des Menschenbildes taumeln die Macher der Agenda 2010, Sozis und Grüne, ins andere Extrem hinüber.

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Vom Verwalten des Prekären

Mittwoch, 28. November 2018

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hätte gerne eine moderate Anpassung bei den Minijobs gesehen. Statt 450 Euro monatlich sollten es fortan 487 Euro sein, die man sich so abgaben- und steuerfrei verdienen kann. Der Bundesrat hat am letzten Freitag einstweilen den Antrag hierzu abgelehnt. Einen Tag später meldete sich die Minijob-Zentrale zu Wort. Auch sie sei für eine Anpassung. Sie müsse aber nach eigenem Verständnis gar nicht so kleinlich ausfallen, denn mit jeder Erhöhung des Mindestlohnes würde die »zur Verfügung stehende Arbeitszeit« gesenkt. Als der Mindestlohn noch bei 8,50 Euro in der Stunde lag, konnte ein Minijobber noch 53 Stunden im Monat arbeiten – ab 2019 werden es nur noch 49 Monatsstunden sein können. Die Arbeitgeber schlossen sich indes der Forderung an.

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Parteien ohne Volk? Nein: Parteien komischer Völkchen!

Montag, 26. November 2018

Politische Beobachter sind sich sicher: Das Modell der Volkspartei ist tot. Gründe gibt es viele, gemeinhin erklärt man das Phänomen mit der schönen neuen Welt. Sie sei so komplex, eine Partei könne nicht mehr alles unter einen Hut kriegen. Vielleicht ist es jedoch viel banaler: Denn Parteien, die keine Ahnung vom Leben des Volkes haben, können keine Volksparteien sein.

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Wissen ist Ohnmacht

Freitag, 23. November 2018

Durch Wissen zu verändern: Das war stets die wunderbare Verheißung der Aufklärung. Dieses Prinzip funktioniert heute weniger denn je. Wir wissen heute viel, verändern aber nicht unser Verhalten, verändern nicht die Strukturen. Ohne Gedanken des Gemeinsinns scheinen aufklärerische Ansätze nur zu verpuffen.

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Jeder Tag ein schwarzer Freitag

Mittwoch, 21. November 2018

Der kommenden Black Friday läutet für den Handel das Weihnachtsgeschäft ein. Ein schwarzer Freitag ist das auch für die Lieferanten diverser Zustelldienste: Ihr Aufgabenfeld wächst beständig, jährlich steigt die Zahl ausgelieferter Pakete, bewältigter Treppenhäuser, eingesammelter Retouren und gerammelt voller Lieferfahrzeuge. Speziell in der Vorweihnachtszeit wird das ohnehin üppige Arbeitsaufkommen nochmal forciert. Sie ist der Ausnahmezustand in einem Beruf, der ohnehin dauernd in einem Ausnahmezustand ausgeübt wird.

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Sitzen bleiben, lächeln, nicht bewegen

Montag, 19. November 2018

Momentan liegt es wohl im Trend, der Bundeskanzlerin auf ihren letzten Metern nochmal Lob auszusprechen. An dieser Stelle werden wir nun nicht behaupten, dass wir sie vermissen werden. Für den südeuropäischen Flair, den sie ins Land brachte, danken wir aber recht herzlich.

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Ich bin ja so verdrossen …

Freitag, 16. November 2018

Sowas wie Gesellschaft gibt es nicht – Thatcher hatte letztlich dann doch recht. Sie hat freilich munter mitgewirkt, sodass sie Recht behalten konnte. Kein Wunder, wenn man allerorten Resignation spürt. Wieso sollte es einem Blogger und Autoren anders gehen?

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Das Musterexemplar des konservativen Niedergangs

Mittwoch, 14. November 2018

Der potenzielle CDU-Vorsitzende, der vom BlackRock heruntersteigt, um seine Partei und unser Land zu retten, reiht sich ein in die Galerie des deutschen Konservatismus: So fragte das »Manager-Magazin« neulich, ob »der Konservative, die richtige Wahl für die CDU« sei. Im »Deutschlandfunk« nannte man ihn einen »konservativen Hoffnungsträger«, der »Stern« hieß ihn hingegen einen »konservativen Manager« und in der »Badischen Zeitung« gilt er als »Mann fürs Konservative«. Für die »FAZ« ist er »konservativ, marktwirtschaftlich, höflich« und »Spiegel Online« behauptet indes, dass dieser »Konservative unter den gehandelten Kandidaten am besten« abschneide.

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Vorschlag zur Güte: AfD-Wähler wegsperren!

Montag, 12. November 2018

Jetzt wird es aber mal Zeit, dass wir der neuesten linksliberalen Lebenslüge des Augenblicks auf den Zahn fühlen: Wenn der Rechtsruck keine soziale Erdung hat, nur gewissermaßen eine kollektive Charakterfrage ist – was machen wir denn dann mit den Unbelehrbaren? Einsperren? Ausweisen? Oder noch schlimmer? Diese antideutsche Vorstellung ist nicht nur traurig und unreflektiert – sie steckt voller Fatalismus und zeichnet ein Menschenbild, wie man es links nicht pflegen sollte.

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Wir brauchen mehr Leute aus der Wirtschaft im Bundestag!

Donnerstag, 8. November 2018

Die Deutschen sind dumm, denn sie sind misstrauisch, wenn Politiker mal in der Wirtschaft Geld verdient haben. Grundsätzlich stimmt das: Wir brauchen mehr Leute in der Politik, die ihr Geld in der Wirtschaft verdienen. V-e-r-d-i-e-n-e-n wohlgemerkt.

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Stell dir vor, es ist Wahlkampf und keiner merkt‘s

Mittwoch, 7. November 2018

Als dann klar war, dass die Sozis in Bayern und Hessen jeweils ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten abgeliefert haben, gab es unter den Wahlkämpfern zunächst Ernüchterung, die dann von Trotz abgelöst wurde: Denn eigentlich, so sagten sie, hätten sie einen guten Wahlkampf abgeliefert, die richtigen Themen angesprochen und überhaupt hätten sie viel positives Feedback erhalten. In dieser Beziehung hätten sie sich nun wirklich nichts vorzuwerfen. Man darf den Wahlkämpfern beider Landesverbände durchaus beipflichten. Die Themen stimmten schon, der ursprüngliche Markenkern der Sozialdemokratie wurde auf Plakate gedruckt und in Reden gestanzt. Nach Wahlkampfaspekten war das genau richtig. Das Ding ist nur: Wahlkampf – das ist leider eine altmodische Sache, ein alle Jahre auftretender Atavismus aus Zeiten, da Bürgerinnen und Bürger noch aus dem öffentlichen Raum heraus mobilisiert werden mussten.

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Merzensonne – kurze Wonne

Montag, 5. November 2018

Friedrich Merz möchte CDU-Vorsitzender werden. SPON schreibt ihn hierzu hoch. Er war schon einst ein Reform-Liebling des Leitmediums. Aber Bundeskanzler ist er deswegen noch lange nicht – auch wenn viele seine Kanzlerschaft schon beklagen. Erstmal abwarten und den Fatalismus einmotten.

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Bloß von Außen Minister

Freitag, 2. November 2018

Er beteuert, erbaut, bekennt, animiert und belehrt: Der amtierende Außenminister scheint der wichtigste Gesinnungsgenosse im Land zu sein. Ist das seine ministerielle Aufgabe? Heiko Maas ist letztlich nur von Außen Minister.

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Linkssein bedeutet mehr, als sich nach rechts abzugrenzen

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Es ist keine zwei Wochen her, da gab der Vorstand des FC Bayern München eine Pressekonferenz. Es ging um Respekt, die Herren Rummenigge und Hoeneß forderten ihn für ihre Spieler und ihren Verein. Gemeinhin wurde das als anmaßend wahrgenommen, die Medien zickten rum, wie kommen die beiden eigentlich auf den Trichter, dass ihre Berichterstattung kritisiert werden müsste. Es herrsche doch Meinungsfreiheit.

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Noch drei Jahre zuwarten? – Nein, Neuwahlen jetzt!

Sonntag, 28. Oktober 2018

Die Volksparteien sind nicht mehr. Sozial- und Christdemokraten verlieren auch in Hessen massiv Anteile. Es kann darauf nur eine Antwort geben: Neuwahlen im Bund! Und zwar so schnell als möglich. Und das trotz AfD, trotz ungeklärter Mehrheitsverhältnisse!

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Auch AfD-Wähler gehören unteilbar zu diesem Land, ihr Superdemokraten!

Freitag, 26. Oktober 2018

Es steht schlimm um die demokratische Kultur. Antidemokraten setzen sie fürwahr aufs Spiel. Allerdings auch Demokraten: Viele von ihnen interpretieren Demokratie als ethische Gesinnungsschnüffelei. Das ist nicht minder gefährlich!

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Freiwillige vor?

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Zu hohe Anteile von Salz, Zucker und Fett machen modernes Industrieessen ungesund. Man muss kein Ernährungsexperte sein, um das wissen zu können. Man müsste jedoch eine Ernährungsministerin sein, um daran etwas ändern zu können. Julia Klöckner (CDU) leitet dieses Ressort und hat neulich damit kokettiert, dass sie etwas dagegen machen möchte, denn eine Reduzierung sei unbedingt notwendig. Daher ihr Vorschlag: Die Genüsse aus dem Tiefkühlfach, Pizza zum Beispiel, sollten in kleineren Portionen gefertigt werden. Wenn der Fladen um 40 Prozent kleiner ist, so die kühne Rechnung, dann reduziert man damit auch die genannten Komponenten um 40 Prozent. Und schon leben alle zufriedener und gesünder bis an ihr Lebensende.

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Zickenpresse, Zickenpresse!

Montag, 22. Oktober 2018

Nein, ich schätze Uli Hoeneß nicht. Aber was er letzten Freitag auf der Pressekonferenz der Bayern zum Zustand der Berichterstattung in Deutschland sagte, kann man nicht einfach als persönliches Beleidigtsein abtun. In weiten Teilen hat er nämlich recht. Wie der Medienbetrieb auf seine Ansprache reagierte, unterstreicht das. Die journalistische Arroganz der Leitmedien ist frappierend.

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Cristiano Ronaldo ist ein Missbrauchsopfer!

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Kavanaugh und Ronaldo: Das Geschäft mit der Vorverurteilung floriert. Die westlichen Gesellschaften sind keine demokratischen mehr. Es sind vorverurteilende Empörungsmaschinerien, die auf Glöckchenklang anspringen, nicht aber auf die kühle Distanz, die die Rechtspflege im (idealen) Rechtsstaat als ihre Praxis betrachtet.

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Bescheuerte Verkehrspolitik

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Letzte Woche gab es das Neueste vom Streit der Koalitionäre. Diesmal standen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und die Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Mittelpunkt. Schulze habe »halbherzig verhandelt«, warf Scheuer in die Runde. Der EU-Kompromiss zur Senkung des CO2-Ausstoßes hätte anders ausfallen können. Nämlich besser – also schlechter für uns alle, jedoch besser für die Automobilindustrie. Die drohte ja auch prompt mit dem Abbau von 100.000 Stellen, mit der Urkatastrophe der deutschen Wohlstandsphäre gewissermaßen: Und statt dass sich der Verkehrsminister hinstellt und klarmacht, dass wir als Gesellschaft nun Wege finden müssen, Mobilität sauberer zu gestalten, und dies eben auch an die Automobilbranche gerichtet, jammert er über die vermeintliche Unfähigkeit der Umweltministerin.

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Letzte Chance – vorbei!

Montag, 15. Oktober 2018

Merkels Macht schwindet. Die Republik befindet sich in Agonie. GroKo-Frust zwischen Stillstand und Klientelpolitik. Das alles hätten wir uns sparen können! Und zwar bereits seit morgen vor fünf Jahren. Damals gab es die vielleicht letzte greifbare Mehrheit einer normativen Linken im Bundestag. Bis sie die Sozialdemokraten zerschlugen.

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Söder muss weg!

Freitag, 12. Oktober 2018

Er wollte nur Ministerpräsident werden – das war sein lange geplantes Karriereziel. Im März dieses Jahres wurde er es dann. Und am Sonntag droht bereits das Ende seiner Präsidentschaft. Wenn die Wirtschaft kein Plätzchen frei hat, wird er halt doch Bundespolitiker werden müssen – was er nie wollte. Man kann sicher sein: Söders Anschlussverwendung unterstreicht nochmal die Weltabgewandtheit der deutschen Politik und ist mal wieder Werbung für die Destabilisierung der Demokratie.

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Linke Politik für lau

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Die sozialen Themen kamen besonders gut beim Publikum an. Beim Sozialgipfel der Linkspartei in Hessen sprachen der Reihe nach Jan Schalauske, Janine Wissler, Katja Kipping und Sahra Wagenknecht. Ob nun Solidarität mit Streikenden, Vorschläge gegen Mietwucher oder die Klarstellung, dass in Deutschland - und speziell in Hessen - eben nicht alles gut auf dem Arbeitsmarkt läuft: Immer dann gab es leidenschaftlichen Applaus für die jeweiligen Redner. Die soziale Frage: Sie ist und bleibt ein Dauerbrenner – und sie ist der Markenkern der Linken. Deshalb kommen die Leute auf sie zurück.

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… und jetzt kommst du, junge weiße Frau!

Montag, 8. Oktober 2018

Der alte weiße Mann: Er ist grimmig – und er ist schuld an dieser schlechten Welt. Weil er an ihr nicht weiterbasteln darf ohne gestört zu werden, gilt er als Rückschritt und Fortschrittsverhinderer. Er will Krieg, Ausbeutung und sexuelle Macht. Dabei hat er auch was geleistet, was der ideologische Diskurs gerne ausklammert.

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Die Shishaisierung der Stadtteile

Freitag, 5. Oktober 2018

Draußen sitzen, an der Wasserpfeife schlecken, was trinken und das inmitten der Auflösung von klar deklarierten Gewerbe- und Wohnzonen. Wie sich die Shisha-»Kultur« in manchen Stadtteilen durchsetzt, zeigt viel über unseren urbanen Liberalismus – und wie der wiederum gut in die Austerität passt.

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Migrationspolitik: Das hat nicht das Thema der AfD zu sein!

Freitag, 28. September 2018

Die Linke soll die Themen Migration und Flüchtlinge endlich ad acta legen, sich von der AfD nicht die Themen vorgeben lassen? Aber Fragen zu den Fehlern und Problemen der Migrationspolitik müssen ergebnisoffen und unideologisch links diskutiert werden. Nicht Ignoranz hilft – den Rechten ihr Thema mit Kenntnis und ohne Schaum vorm Mund wegnehmen ist die Option.

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Zermürbt statt informiert

Mittwoch, 26. September 2018

Mit dem 25. Mai 2018 hat sich unser aller (Arbeits-)Leben verändert. Der Datenschutz, schon vorher ein wichtiges Thema bei Geschäften jeglicher Art, wurde nochmals verschärft. Das heißt, eigentlich änderte sich in Deutschland nur relativ wenig, die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) orientierte sich ja am deutschen Datenschutzgesetz. Ein Hype ist seinerzeit trotzdem entstanden. Plötzlich war von der absoluten Datenschutzrechtssicherheit die Rede. Das hat bis überallhin ausgestrahlt. Theater schreiben mir nun etliche Jahre nach dem letzten Theaterbesuch, fragen an, ob sie die Kundendaten in der Datenbank belassen dürfen. Selbstverständlich hat auch im gesundheitssystemischen Komplex der Datenschutz nochmals zugelegt – wobei er dort vorher schon ein großes Thema war.

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Worauf wollen wir eigentlich hinaus?

Montag, 24. September 2018

Schaffe, schaffe – und s’Häusle baue? Das war die Sinnstiftung der alten Bundesrepublik. Ja, selbst die DDR hatte einen Plan und animinierte seine Bürger, aus den Ruinen aufzuerstehen und was zu schaffen. Und heute? Was ist unser Plan? Durchhalten? Aber wofür?

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Informationszeitalter? Informationszeit, Alter!

Freitag, 21. September 2018

Gab es jetzt Menschenjagden in Chemnitz oder nicht? Den Fall Skripal musste ich mir einst erklären lassen von Kollegen. Ich klinke mich immer öfter aus aus den aktuell geführten Debatten. Eigentlich eine fatale Haltung für einen, der sich einen Teil seines Lebensunterhaltes im Medienbetrieb verdient.

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Die postmaterialistische Studie, von der alle sprechen

Mittwoch, 19. September 2018

Nicht erst seit Chemnitz fragt man sich, woher diese Wut kommt. Nicht erst seit Chemnitz verweist ein Teil der Linken auf den Sozialabbau, den viele Menschen im Lande als persönliche Beleidigung aufgefasst haben und der sie zu Abstiegsverängstigten machte, während der andere Teil der Linken meint, dass das alles kaum etwas damit zu tun habe, ob denn jemand abgehängt ist oder sich wenigstens vor einem Abstieg fürchtet. Und zuletzt nicht erst seit Chemnitz weist die letztgenannte Gruppe von Linken die anderen ihrer Art auf eine Studie hin, die angeblich ihre These konkretisiert, erklärt und verifiziert. »Kennst du etwa die DIW-Studie nicht?«, fragen sie dann ungläubig - und prompt soll mit diesem Hinweis die Gegenthese vom Sozialabbau kassiert sein.

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Immer diese Lokführer

Montag, 17. September 2018

Die Bahn, ein renditeorientiertes Unternehmen, cancelt im hohen Norden Verbindungen. Jetzt kommen Sie bloß nicht auf falsche Ideen! Das hat doch nun wirklich nichts mit Renditezwang oder Kosten-Nutzen-Erwägungen zu tun: Nein, die Lokführer sind schuld! Das sind sie ja immer …

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