Es ist wieder Spargelzeit!

Freitag, 15. Juni 2018

So unterscheiden sich die Wahrnehmungen: Während viele innerhalb der Linken Wagenknechts Positionen für schwierig halten, hörte ich den Spargel wachsen, als Kipping von selbigen sprach. Was jetzt konsequent wäre: Ihr Rücktritt!

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... dann klappts auch mit dem Nachwuchs

Mittwoch, 13. Juni 2018

Als Jens Spahn vor Wochen großkotzig verkündete, er gehe jetzt den Pflegenotstand an, indem er 8000 neue Stellen schaffe, erntete er – wie immer, wenn er den Mund aufmacht – rege Kritik. 8000 neue Pfleger und Pflegerinnen seien viel zu wenig. Ebenso sollten die neuen Stellen mit ausländischen Arbeitnehmer_innen besetzt werden. Dies gefiel nicht allen. Schließlich tut sich mancher betagte Patient schwer mit kostengünstigen Krankenschwestern, die nicht richtig Deutsch können. Das ist nicht mal aus der Luft gegriffen, fehlende Ansprache ist besonders in der Altenpflege ein häufiges Problem.

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Wie werde ich die Wähler los – in drei Tagen?

Montag, 11. Juni 2018

Parteitag der Linken: Während ein Teil der Delegierten Sahra Wagenknecht ausbuhte, arbeiteten Tausende Minijobber hart für wenig Lohn und Anerkennung und bekamen nichts mit von dem Elfenbeinturm, in den sich die Linkspartei zurückgezogen hatte.

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Arbeitsrecht – eine wahre Revolution!

Freitag, 8. Juni 2018

Ist das eigentlich normal, dass man sich als Aufwiegler fühlen muss, nur weil man das anspricht, was jemanden zusteht? Auf die rechtliche Lage verweisen: Das scheint revolutionär zu sein in dieser Demokratie der vorauseilenden Anbiederung. Linker Geist hat heutzutage viel Konservatives an sich.

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Wir haben doch nur uns

Mittwoch, 6. Juni 2018

Großprojekte darben, Infrastruktur undurchdacht - Deutschland verliert den Anschluss und nennt diesen Zustand großspurig: Aufschwung. Wo steckt der Innovations- und Erfindergeist? Der Mensch war doch mal die Ressource des Landes.

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Das Konzept Stadtguerilla in Zeiten der Schwarzen Null

Montag, 4. Juni 2018

Eine neue Stadtguerilla wäre nun wirklich mal wieder wünschenswert. Die Aktionen des VCD letzte Woche können nur ein zögerlicher Anfang dazu sein. Natürlich darf verkratzt und geschlagen werden! Ein eingeschlagener Blinker ist eine Sachbeschädigung, viele eingeschlagene Blinker ein Zeichen.

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Nachbarn mit viel Freizeit und solche, die weniger haben

Freitag, 1. Juni 2018

Wer gegen eine Flüchtlingsunterkunft in seiner Nachbarschaft ist, kann nur ein Neonazi oder Rassist sein? Wenn das mal so einfach wäre – Unterkünfte dieser Art sind viel zu oft keine gute Nachbarschaft. Und das muss man thematisieren dürfen, ohne gleich in die rechte Ecke gedrängt zu werden.

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Der Triggerstaat und die Privatisierung der Gesetzgebung

Mittwoch, 30. Mai 2018

Was waren das zuletzt für Wochen für all jene, die sich eine kleine oder große Internetexistenz aufgebaut haben. Man musste lesen, was die DSGVO vorsieht, holte sich Ratschläge ein, durchforstete hierzu Foren und Seiten von Fachanwälten und war häufig nicht sonderlich schlauer. Denn selbst Rechtsanwälte kratzen sich momentan noch am Hinterkopf und geben konsterniert zu, dass auch sie nicht so genau wissen, wie die Datenschutzgrundverordnung in der Praxis umgesetzt wird. Daher ist sicher sicher, man sollte bitte alle Eventualitäten bedenken und nach allen Regeln der Kunst rechtssicher machen. Lieber zu viele Datenschutzhinweise, Cookie-Warnungen und Zugriffsabfragen als zu wenige.

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Empfundener Antisemitismus: Ein Bärendienst

Montag, 28. Mai 2018

Hanitzsch’ Karikatur war nicht sonderlich originell, aber sie war das, was Kollegahs geschmacklose Textpassage auch war: Nicht antisemitisch. Dennoch gibt es eine klare Linie: Antisemitisch Empfundenes obliegt der Ächtung. Mit Wehrhaftigkeit hat das nichts zu tun. Es ist eher ein krampfhafter Ausdruck, der den Antisemitismus in die Hände spielt.

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New Conservatism: Ein Plan zur Selbstvernichtung

Freitag, 25. Mai 2018

Der Konservatismus hat die Gesellschaft fest im Griff. Er bestimmt die Diskurse und deutet die Lage. Aber keine Angst, er wird auch bei uns hier in Deutschland in sich zusammenfallen. Man muss nur lange genug warten – und das Beste für danach hoffen.

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Hipster-Naturalismus oder Wandervogel reloaded

Mittwoch, 23. Mai 2018

Die Bestsellerautorin Charlotte Roche ist aufs Land gezogen. Grund genug für sie, in der »Süddeutschen Zeitung« zum allgemeinen Verlassen der Städte aufzurufen. Dort grassiert nämlich der Wahnsinn, diagnostiziert sie. Hundehaufen, Kotzehaufen und Menschenhaufen seien die Verursacher. Im Dorf sei das alles anders, friedlicher und freundlicher. Der regionale Bereich kenne keinen Krieg auf asphaltierten Straßen, keine Blechlawinen. Den Wald vergleicht sie mit »Sex mit jemandem, der das super kann und den man liebt und dem man vertraut«. Fazit: »Die Stadt ist einfach keine artgerechte Haltung für Menschen!« Vielleicht sollten wir Städter jetzt alle aufbrechen, raus aufs Land. Da liegt das Paradies so nahe und keiner hats gemerkt.

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Lieber Tübinger, achten Sie besser auf sich!

Dienstag, 22. Mai 2018

Boris Palmer leistete einen wertvollen Beitrag in der öffentlichen Debatte. Nein, nicht weil er ständig die tatsächlichen Probleme im Umgang mit Flüchtlingen populistisch ausschlachtet. Sein Beitrag war eher so linguistischer, ja philologischer Art.

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Unsere Werte – unauffindbar

Mittwoch, 16. Mai 2018

Da ist den Fraktionsspitzen der Union ja mal was ganz Originelles eingefallen: Werteunterricht für Kinder. Besser gesagt: Für Migrantenkinder. Die könnten es nämlich gebrauchen. Wenn wir in Deutschland wohl eines besonders gut können, dann den anderen mit ein bisschen Ethik auf die Sprünge helfen – das dachten sie sich wahrscheinlich in CDU und CSU, als ihnen dieser Gedanke eingefallen ist. Deutsche Kinder haben ja schon Werte verinnerlicht, denen muss man da nichts mehr beibringen. Klassenmobbing, Schulhofjagden und gelegentliche Amokläufe autochthoner Kinderlein geflissentlich ignoriert: Fehlt es uns denn nicht fast an allen Ecken und Enden an Werten? Und wieso um Himmels willen glaubt ausgerechnet die Union, sie müsse Wertefragen klären?

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Die CSU-Arroganz, die eine starke Polizei braucht

Montag, 14. Mai 2018

In Bayern demonstrierten letzte Woche 30.000 Menschen gegen das Vorhaben der CSU, die Polizei mit überzogenen Kompetenzen auszustatten. Der bayerische Innenminister fragt sich indes, wieso so viele Menschen zu Opfern von Lügenpropaganda werden können. Die Gefahr von rechts hat drei Buchstaben: Und die buchstabieren sich nicht mit A-f-D.

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Bei der schwarzen Null beginnt der Kampf gegen die AfD

Freitag, 11. Mai 2018

ie neue Parteivorsitzende der Sozialdemokraten hat quasi als erste Amtshandlung klargestellt: Schwarze Null – auch wir Sozis stehen zu ihr. Was ist eigentlich aus dem Wahlkampfthema geworden, wonach man den Populisten politisch den Kampf ansagen wollte? Mit der schwarzen Null geht dieser Fight los, ihr roten Nullen!

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Kruzifix, der Söder!

Mittwoch, 9. Mai 2018

Schon als Stoibers General wollte Markus Söder »Kruzifixe und keine Kopftücher« sehen - und auch das Morgengebet sollte Pflichtveranstaltung sein. Kardinal Ratzinger lobte ihn zwar für seinen christlichen Eifer, aber ansonsten waren schon damals Stimmen aus der katholischen Kirche vernehmbar, die Söders Forderungen als unerträgliche Provokation kritisierten. Söder und die katholische Kirche: ein schwieriges Thema. Noch vor zwei Monaten erneuerte der damals noch in Wartestellung lauernde bayerische Ministerpräsident, dass die Kirche sich nicht in politische Diskussionen einmischen sollte. Sie dürfe nämlich keine »Ersatzpartei« sein, müsse sich »eine geistliche Ausrichtung« verpassen – Politik sei nicht ihr Metier. Kaum ist der Mann Ministerpräsident erklärt er aber der Kirche, dass das Kruzifix kein religiöses Symbol ist, sondern bayerische Tradition. Wie der Leberkäs‘ etwa oder dass man seine Weißwurst nur bis Glockenschlag um Zwölf isst.

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Spahn-Kritik – richtig gemacht

Montag, 7. Mai 2018

Jens Spahn ist ein Monster, ein Putin der sozialen Kälte, ein Teufel aus der Unterhölle. Mindestens. Nicht mal seine Eltern würde er im Alter pflegen, wissen wir seit seinem Auftritt bei Maischberger. Flugs bastelten die Empörten im Lande Memes und shitstormten los. Dabei ist es legitim, was Spahn da für sich in Anspruch nimmt.

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Als ich noch fauler Arbeitsloser war

Freitag, 4. Mai 2018

Langzeitarbeitslose sind faul? Irrtum: Das sieht oft nur so aus. Dahinter steckt aber etwas völlig anderes. Ich sah auch auf diese spezielle Weise ziemlich faul aus, als ich noch langzeitarbeitslos war. Über Lähmung, Sozialphobie und spätbiedermeierliche Harmoniedekadenz.

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Zum Glück nur eine Amokfahrt!

Mittwoch, 2. Mai 2018

Für einen Augenblick hielten wir vergangene Woche mal wieder die Luft an. Nachdem eine Person mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge raste, schauten wir wie gebannt auf die Ereignisse, die sich auf der anderen Seite des Atlantiks zutrugen. Doch zum Glück gab es Entwarnung. Obgleich zehn Tote und 15 Verletzte zu notieren waren, wurde schnell deutlich: So schlimm wie gedacht, war die ganze Angelegenheit gar nicht - denn es war kein Terroranschlag. Gottlob handelte es sich bloß um eine Amokfahrt! Sicher, auch der ist tragisch. Aber halt eine Nummer unbedeutender als die Tat eines fanatisch Gläubigen.

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Glauben Sie mir!

Montag, 30. April 2018

Ist Donald Trump verrückt? Nach der Lektüre seines Buches »Great Again!« von 2015 würde ich sagen: Nein! Er ist nur das Produkt ideologischer Verblendung. Glauben Sie mir, wenn wir uns endlich gesellschaftlich dazu durchringen könnten, diese Markt-Ideologie für verrückt zu erklären, dann könnten wir am Ende auch unumwunden bestätigen: Ja, Mister Trump hat einen Schaden.

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Oh my God!

Freitag, 27. April 2018

Klar, der Islamismus ist eine Gefahr. Wie könnte man das leugnen? Aber es gibt auch andere Gottesstaaten. Viel gefährlichere als die, die im Nahen und Mittleren Osten fuhrwerken. Nehmen wir mal die Vereinigten Staaten: Das Saudi-Arabien des Westens.

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Kollegah und Kollegen

Mittwoch, 25. April 2018

Deutschland wird zu einem Land ohne Echo-Gewinner. Man könnte auch sagen: Der Echo, er gehört nicht mehr zu Deutschland. Nach diesem widerlichen Auftritt von den Rappern Kollegah und Farid Bang wurde der Musikpreis zu einer toxischen Auszeichnung. Was vom Echo blieb ist nichts als der Widerhall empörter Preisträger von heute wie gestern, der da hallte: Ich gebe meinen Echo zurück … zurück … rück … ück. An sich ist es ja löblich, wenn da Preisträger Haltung zeigen, insbesondere gegen pietätlose Geschmacklosigkeiten wie jenen, die die beiden Rapper da fabrizierten. Alleine gibt es da ein Missverständnis: Der Echo wurde nicht als ästhetischer Preis ersonnen – von einem moralischen Grundton mal völlig abgesehen. Denn der Preis folgt nämlich einer ganz anderen Moral als jener, die wir aus der Philosophiestunde als Ethik kennen.

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Karl Marx, Opfer der Opferverbände kommunistischen Terrors

Montag, 23. April 2018

Nach 30 Jahren haben wir in Deutschland, näher gesagt in Trier, wieder ein steinernes Abbild von Karl Marx. Die Opferverbände der kommunistischen Gewaltherrschaft lehnen das naturgemäß ab – ihre Begründung zeugt von stalinistisch eingefärbter großer Säuberung. Dabei ist eine Karl-Marx-Statue vor allem eines: Eine Karl-Marx-Statue.

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Liberalisierung oder Die große Arschlochaufzucht

Freitag, 20. April 2018

Was genau hindert mich eigentlich daran, mich wie ein absolutes Arschloch zu benehmen? Ich meine, es änderte ja nichts. Nur weil ich auf nichts mehr Rücksicht nehme und meine Mitmenschen wie Scheiße behandle, entstehen ja heute keine Nachteile mehr. Wir sind ja ach so liberal und schauen weg und ärgern uns dann über all die Arschlöcher, die uns das Leben vergällen.

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Deutschland ist kein Tendenzbetrieb

Mittwoch, 18. April 2018

Da hat Christian Wulff im Oktober 2010 aber etwas losgetreten. Seinerzeit wollte er den Debatten um Thilo Sarrazin etwas entgegenhalten und formulierte konsequent, dass der Islam durchaus zu Deutschland gehöre. Daraufhin ging es mit ihm als Bundespräsident bergab. Sein Nachfolger Joachim Gauck hatte neben der Freiheit noch etwas auf der Agenda, nämlich die Revision dieses Satzes. Jetzt stellte Bellevue also fest: »Der Islam gehört nicht zu Deutschland.« Horst Seehofer, Heimatminister des Inneren, hat das bestätigt und seine Bundeskanzlerin hat ihm über die Presse mitteilen lassen, dass er irrt. Natürlich gehöre er dazu.

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Hartz IV für Spahn? Bloß nicht!

Montag, 16. April 2018

Knapp 200.000 Menschen sähen Jens Spahn gerne mal für einen Monat im Hartz IV-Bezug - deshalb unterschrieben sie eine Petition, die genau das fordert. Diese Feldstudie soll ihm nämlich die Augen öffnen. Doch dieses Drängen zur Empirie am eigenen Leib könnte nach hinten losgehen.
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Vom Job- zum blauen Wunder: Die große Sozialgeschichtsklitterung

Montag, 9. April 2018

Bin Ladin hat mit dem Anschlag auf das WTC nicht nur Terror verübt, sondern auch »den Grundstein« für ein architektonisches Neubaukonzept gelegt? Ohne Holocaust kein Israel? Das kann man so nicht formulieren? Echt jetzt? Bei Hartz IV zäumt man das Pferd doch auch dauernd von hinten auf.

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Spahn: Ein Fall für die Notaufnahme?

Freitag, 6. April 2018

Wenn Jens Spahn etwas kundtut, dann sind Reaktionen in den sozialen Netzwerken sicher. Man sollte aber trotzdem aufpassen, die berechtigte Wut auf diesen Minister nicht zu generalisieren. Wenn er doch mal recht hat, sollte man es so stehenlassen – um nicht die zu verprellen, für die man eigentlich ist.

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Der Heil ist ein Unheil

Mittwoch, 4. April 2018

Hartz IV hat einen Trend gesetzt: Menschen nachhaltig in Arbeitslosigkeit zu versetzen. Es gibt wohl Leistungsberechtigte, die noch nie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen. Gemeinhin wittert man in diesem Umstand einen persönlichen Makel der Betroffenen. Aber dieser Fakt muss gar nicht selbst verschuldet sein, sondern nur die Folge systemischer Bedingungen. Durch die Stigmatisierung von Langzeitarbeitslosen erwirkt man nämlich auch, dass potenzielle Arbeitgeber Langzeitarbeitslose lieber nicht einstellen. Und wenn man erst einmal lange im Bezug steckt, erkennt, dass Bewerbungen umsonst verschickt werden, man feststeckt in seiner Misere, dann ist es ganz normal, dass man resigniert und sich in seiner Situation einrichtet. Das kann man keinem Menschen zum Vorwurf machen.

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Was Merkel braucht, ist der Feind von außen

Dienstag, 3. April 2018

Putin braucht einen Feind – um seine Innenpolitik zu kaschieren. Das hat jedenfalls die Kriegsministerin analysiert. Sie muss es wissen, sie gehört einer Bundesregierung an, die seit Jahren nach außen schielt, um die Situation im Inneren aufzuhübschen.

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Bahnchef sein lohnt sich oft mehr als Arbeit

Freitag, 30. März 2018

Och, schon wieder so ein alter Hut! Gibt es denn nichts Neues? Jetzt quatschen wir schon wieder über Themen in einer Art, wie wir vor zehn Jahren schon über sie redeten. Dieselbe antiquierte Rabulistik wird bedient. Mit welcher Not muss man denn die Zahlenspiele des »Bundes der Steuerzahler« überhaupt auch nur zitieren? 

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Die Renaissance der Hetze

Mittwoch, 28. März 2018

Hartz IV-Betroffenen ging es in den vergangenen Jahren nicht gut. Es wollten sich ihnen keine Perspektiven eröffneten. Der Regelsatz sorgte für eine schrittweise und nachhaltige Verarmung. Stigmatisiert war man ohnehin. Eines war aber anders als in den Anfangsjahren, da das Arbeitslosengeld II zum größten Reformwurf aller Zeiten stilisiert wurde: Die Hetze von einst, sie war ziemlich verklungen. Nicht dass plötzlich das große Verständnis ausgebrochen wäre, Langzeitarbeitslose hatten freilich keine Lobby. Aber die von der Politik angefachte und vom breiten Journalismus angereicherte Kampagne, die man kannte, war vorbei. Thilo Sarrazins (SPD) Speisepläne und Pullover-Empfehlungen waren just in dem Augenblick vergessen, als die Deutschen merkten, dass Armut vielleicht gar kein persönliches Versagen sein müsse, sondern eine systemische Schieflage darstelle.

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Die CSU: Der Islam Bayerns

Montag, 26. März 2018

Ich weiß doch, wie es in Deutschland läuft. Sippenhaft oder Kontaktschuld: Ohne geht es nicht. Ja gut, es stimmt ja, Menschen mit bayerischen Akzent sind gerade am Werk einen reaktionären Rollback anzukurbeln. Aba liabe Leit, des hot mit mir doch nix z’doa.

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Gegen Burnout hilft ein Sabbatical, liebe Krankenschwester!

Freitag, 23. März 2018

Nicht die Arbeitswelt hat sich durch die Millennials verwandelt – nur ein Teil der Arbeitswelt hat das. Dass das bei »Spiegel Online« pars pro toto genommen wird, dokumentiert die Spaltung des Arbeitsmarktes. Und wie das etablierte Bürgertum den eigenen Mikrokosmos zur allgemeinen Situation klittert.

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Antiamerikanismus: Das Buch zum Bauchgefühl

Mittwoch, 21. März 2018

Was haben wir Debatten geführt in den letzten Jahren. Über Abgehängte zum Beispiel. Oder Prekarisierung. Darüber, dass die Mittelschicht verarmt und fast alle unter Abstiegsängsten leiden. Dazu kommen Symptome, die man randständig auch hin und wieder thematisiert. Aber nicht ganz so passioniert. Zum Beispiel, dass die politische Kaste abgehoben ist, nichts vom Leben ganz normaler Bürger ahnt. Dazu Gewinnsucht allerorten – nur noch das Geld zähle. Ganz gleich, wohin man auch komme, ob ins Krankenhaus oder in die Schlange, die beim Elektrohandel für Garantieleistungen ansteht: Überall nur Geschäftemacherei und Obsoleszenz. Stadtteile verwildern und blühen dann unbezahlbar gentrifiziert auf. Die Infrastruktur wirkt schäbiger, ja alt und abgenutzt. Innovationen sind aus, Erneuerungen beschränken sich auf das Notwendige und überall scheint der Service schlechter.

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Zu viele Schutzzölle? Zu wenige sind es!

Montag, 19. März 2018

Und schon wieder hat Donald Trump etwas getan, was wir uns alle nicht hätten vorstellen können: Schutzzölle festgesetzt. Dabei macht das die EU nicht anders. Überhaupt haben wir gar nicht zu viele Schutzzölle in der Welt – wir haben, auch im Hinblick auf die Fluchtursachenkrise, reichlich wenig davon.

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Die Bedeutung eines Wortes: Sein Gebrauch in der Sprache

Freitag, 16. März 2018

Die Frankfurter »Mohren-Apotheke« soll ihren Namen ändern. Netflix-Abonnenten ärgern sich über die Neunziger-Serie »Friends« – sie sei rassistisch und homophob. Und der geplante Passus für die Nationalhymne »… couragiert mit Herz und Hand« – echt jetzt? Lieber lügen als einen Text mit Maskulinüberschuss ertragen? So hat man sich den linguistic turn sicher nicht vorgestellt.

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Dreieinhalb Wochen im Herbst

Mittwoch, 14. März 2018

Erst am späten Abend des 22. September 2013 zeichnete sich langsam aber sicher ab, dass dieser als kolossal empfundene Bundestagswahlsieg der Angela Merkel, vielleicht doch noch in Gefahr geraten könnte. Den ganzen Abend über, eigentlich seitdem die Wahllokale um 18:00 Uhr geschlossen hatten und die ersten Prognosen über den Ticker sprudelten, gab es nur ein Thema: Die Union und ihr bestes Wahlabschneiden seit 1990 – Angela Merkel und der Kanzlerinnenwahlverein würden wohl zwischen sechs und acht Prozentpunkte zulegen. Ab jetzt würde durchregiert! Doch im Verlauf der Hochrechnungen zeigte sich, dass Gefahr von links drohen könnte. Spätabends war bereits zu erahnen: Eine linke Mehrheit im Bundestag könnte klappen. Mit der Errechnung des letzten Überhangmandats wurde daraus Gewissheit: Rot-Rot-Grün könnte – wenn es wollte.

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Postfucking Zeitalter

Freitag, 9. März 2018

Mit Donald Trump sind die US ins Postfaktische abgeglitten? Das kann man nur bedingt so stehenlassen. Der postfaktische Ansatz ist dort systemisch und wird im dortigen Rechtssystem kenntlich. Über die Chewbacca-Verteidigung, das Nachsorgeprinzip, Gottvertrauen und ein System der Faktenfeindlichkeit.

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Identität als Inhalt: Eine Verschleierungstaktik

Mittwoch, 7. März 2018

Schon als es noch ein Schattenkabinett war, regte sich der Widerwillen zur geplanten Kabinettsbildung. Da sei ja gar kein Minister dabei, der aus den neuen Bundesländern käme. Nur die Bundeskanzlerin selbst sei aus dem Osten. Sonst nur Westdeutsche. Der Osten wäre unterrepräsentiert. Das sei ein fatales Zeichen für die Bürgerinnen und Bürger, die dort leben. So ein Schattenkabinett habe vor allem eines: einen Schatten. Denn wer so fahrlässig einen Teil des Landes ohne landsmännischen Vertreter darben lasse, der müsse ja was am Sträußchen haben – denn der fördere ja genau jene Verdrossenheit, deren Auswirkungen man ohnehin schon seit Jahren spüre.

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Leiharbeit: Risikomanagement statt mauer Reförmchen

Montag, 5. März 2018

Die Zahl der Leiharbeiter nimmt zu. 1,13 Millionen Leiharbeitsverträge gab es in den letzten anderthalb Jahren. Es wird endlich Zeit, dass man diese Gruppe arbeitsmarktpolitisch so behandelt, wie es sich gebührt: Als Risikogruppe.

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Integriert euch: Steht bei der Tafel an!

Freitag, 2. März 2018

Erst wenn alle Bedürftigen ein Plätzchen an den Tafeln finden, ist in Deutschland Gerechtigkeit eingezogen? Die Aufregung um die Essener Tafel entstammt mal wieder dem bürgerlichen Suppenküchen- und Charitylager.

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Wenn Trump recht hätte, würde er erschossen

Mittwoch, 28. Februar 2018

Gleich nach dem Amoklauf an einer Schule in Florida behaupteten viele Menschen: Das hat Donald Trump verbockt. Er habe schließlich jenes Gesetz aufgehoben, das noch Barack Obama in die Wege leitete. Nach dieser Regelung durften psychisch Erkrankte keine Waffen erstehen und besitzen. Nun kann man ja Trump alles nachsagen, aber die Rücknahme dieses Passus war sicher kein Aspekt des Massakers. Denn nach jedem dieser traurigen Ereignisse befragt man die Bekannten und Nachbarn des Amokläufers. Und meist hört man folgende Sätze so oder ähnlich: »Der war eigentlich ganz normal, ein netter Kerl – wenn wir das geahnt hätten!« Selten hat einer einem Reporter gesteckt, dass der doch psychisch krank gewesen sei - alle haben es doch gewusst, »he was an insane prick«.

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Weltspitze beim Suggerieren von Weltspitze

Dienstag, 27. Februar 2018

Der ICE gilt als das Premiumprodukt der Deutschen Bahn. Wie es um Zukunft und Fortschritt in einer Gesellschaft bestellt ist, die Sparen für das oberste Gebot des öffentlichen Sektors hält, kann man an eben diesem ICE bestens beobachten. Ein Erfahrungsbericht – einer von vielen, die jeden Tag da draußen gesammelt werden.

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Maasarbeit: Pyromanen als Löschzug

Samstag, 24. Februar 2018

@HeikoMaas twittert löblich über die #GroKo. Stimmungsmache für ein Ja, denn nur ein Ja verbessere die Lebenssituation der Menschen im Lande. Dass er bei seiner ganzen Maasarbeit einfach mal ausblendet, dass es eben jene SPD war, die die angesprochene Lebenssituation zunächst verschlechterte, zeigt eines an: Die Sozis bauen auf Vergesslichkeit – und das vergessen die Wähler ihnen nicht.

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Progressive Heimatgefühle

Mittwoch, 21. Februar 2018

Da haben uns Linken die Konservativen aber was vor die Nase gesetzt: ein Heimatministerium. Einen Heimatminister außerdem, der tief aus dem kleinbürgerlichen Milieu der süddeutschen Provinz stammt. Dort, wo die Schwarzen, also die Christsozialen, noch Heimat mit tiefen Schlucken aus dem Maßkrug schlürfen. Bislang haben diese Leute nur von Leitkultur salbadert, meist in irgendeinem Dialekt, der nicht angedacht war, als man im Zuge der Reichsgründung festhielt, dass das hannoveranerische Hochdeutsch zur Leithochsprache standardisiert werden sollte. Nun haben sie allerdings ein Hochamt über die Deutungshoheit der Heimat. Und das kommt nicht von ungefähr.

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Ich nehm den Bus, kost‘ ja nix

Montag, 19. Februar 2018

Janine Wissler wirbt seit vielen Wochen als OB-Kandidatin in Frankfurt mit kostenlosem öffentlichen Nahverkehr. Jetzt wird sie von den Plänen der Bundesregierung überholt. Wisslers Nulltarif auf den Wahlplakaten war – auf Nachfrage – nicht mehr als ein Eyecatcher. Doch die Linke war da weiter, als es die Bundesregierung jetzt zu sein scheint.

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Was die Gesellschaft zusammenhält: Diese Leute im Publikum sicher nicht

Freitag, 16. Februar 2018

Die bürgerliche Mittelschicht sorgt sich. Das bundesrepublikanische Selbstverständnis ist dahin; die politische Ordnung, wie wir sie im Lande kannten, gerät zum Chaos. Noch ein Besuch einer Veranstaltung, die ähnlich verlief wie letztens, als ich Cohn-Bendit zusah. Das scheint ein Lebenslügenmuster zu sein.

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Sind CDU, CSU und SPD das Gesetz?

Mittwoch, 14. Februar 2018

Kürzlich unterhielten sich zwei ältere Herrschaften in der Frankfurter U-Bahn über die Verhandlungen zur Großen Koalition. Was die jetzt alles mache, die Befristungen heben sie auf und 8.000 neue Pflegekräfte bestellen sie ein. Ob sie es gut oder schlecht fanden, vermochte man nicht einzuschätzen. Dass sie aber offenbar glaubten, dass der potenzielle Koalitionsvertrag quasi schon Resultate just in dem Moment zeitigt, da man ihn unterschrieben hat oder sogar nur über ihn berät, konnte man dem Dialog entnehmen.

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Schockschwerenot!

Montag, 12. Februar 2018

Etwas über ein Jahr ist Donald Trump nun Präsident der Vereinigten Staaten. Provokationen, Staatsrückzug und Eskalationen wechselten sich ab. Geht es nun immer so weiter, bis er aus dem Amt scheidet? Nein! Er ist eine Katastrophen-Maschine, darauf programmiert, die Grundlagen für Schockstrategien zur totalen Deregulierung zu eskalieren.

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