Spare in die Not …

Freitag, 17. August 2018

Sparen, sparen, sparen. An allen Ecken und Enden. Jedenfalls sprechen alle an allen Ecken und Enden von der Sparsamkeit. Einmal quer mit der Bahn durch Frankfurt und man weiß ziemlich gut, was die Menschen beschäftigt – unzufrieden macht: Der Sparzwang.

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Ein kritischer Parteilinker

Mittwoch, 15. August 2018

Die beiden letzten Wochen waren hart für Ralf Stegner. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten gilt als einer der größten Kritiker im Lande. Und in letzter Zeit war die Auftragslage gut für ihn. So kritisierte er die linke Sammlungsbewegung und Sahra Wagenknecht, Seehofer und die CSU und das Rückführungsabkommen mit Spanien. Er wandte sich auch gegen Merkel, die Haltung der Union zur AfD und die Abschiebung eines tunesischen Gefährders. Man darf freilich festhalten, dass viele seine kritischen Einwürfe auch Berechtigung haben – wer viel kritisiert, der kritisiert zwangsläufig natürlich hin und wieder Personen, Themen oder Ereignisse, die es verdienen. Aber man fragt sich ja schon, was politische Arbeit eines Abgeordneten dieser Tage wirklich bedeutet.
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Wirtschaftsredakteurin wider Wissen

Montag, 13. August 2018

Es ist ja nun nicht der große Rollback angebrochen. Dennoch steht momentan immer wieder mal auf dem Prüfstand, was in den Hochjahren neoliberaler Reformen als probates Patentrezept an den Wähler gebracht wurde. Und aus der »Frankfurter Allgemeinen« quakt derweil eine verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, die sichtlich zurück in die neoliberale Radikalität möchte.

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Aufgestanden in Ruinen!

Donnerstag, 9. August 2018

#aufstehen kann eine Chance sein. Wenn es sich auf die richtigen Themen besinnt. Die Themen nämlich, die sich der moralische Liberalismus oder der liberale Moralismus als Hauptaugenmerk auf die Fahnen geschrieben hat, haben schon politische Plattformen. Linker Realismus braucht jetzt auch eine Sammelstation.

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Der Sozialstaat ist unbezahlbar!

Mittwoch, 8. August 2018

Letzte Woche ließ die Bildzeitung die Öffentlichkeit wissen, dass wir 2017 so sozial waren wie nie zuvor. Immerhin hätten wir ja auch so viel Geld in den Sozialsektor gesteckt wie nie. 36,5 Milliarden mehr als noch 2016. Fast eine Billion Euro war uns das Soziale folglich wert. Arbeitgeber und FDP kritisierten das natürlich umgehend. So eine Debatte wollte die Bildzeitung freilich auch entfesseln, die Zahlenspiele sollten abschrecken und Angst machen, dass sich Leistung am Ende also doch nicht mehr lohne. Dass sich die Aussagekraft dieser Zahl am Bruttoinlandsprodukt (BIP) orientieren müsste, darüber ließ man sich dann nicht weiter aus. 29,6 Prozent des BIP waren es nämlich, die ins Soziale flossen. Wenig mehr als 2016, mehr oder weniger so viel, wie in den letzten 25 Jahren auch. Dass Deutschland also zum Hypersozialstaat geworden wäre, kann man rechnerisch nicht nachvollziehen.

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Ein einziges Sommerloch

Montag, 6. August 2018

Achtung, Achtung, wir funken heute aus dem Sommerloch. Der Begriff ist aber doch eigentlich veraltet. Sommerloch ist eigentlich immer. Möglicherweise hat das auch was mit der Klimaerwärmung zu tun. Als weiterer Beleg für den Klimawandel könnte man aufführen, dass das Sommerloch nicht mehr auf den Sommer festgelegt ist.

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… wahre Profis ignorieren den Klimawandel

Freitag, 3. August 2018

Während die Leugnung des Klimawandels bloß dumm ist, stellt das Ignorieren desselbigen eine Gefahr dar. Denn die klimatischen Verhältnisse und unser Lebens- und Arbeitsstil passen nicht mehr zueinander. Dies zu ignorieren bedeutet, dass man einfach darauf hofft, es bleibe alles so, wie wir es immer schon kennen.

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#metwo: Vorurteile sind typisch biodeutsch

Mittwoch, 1. August 2018

»D-e-L-a-p-u-e-n-t-e! Oh, Sie haben aber einen hübschen Namen. Ist das spanisch?« Das fragt man mich in meinem bürgerlichen Leben mittlerweile fast täglich. Anfangs bejahte ich oft, dann bekam ich manchmal zu hören: »Sie können aber gut Deutsch.«. Das kann ich ja nun wirklich – also gut Deutsch. Sogar besser als es diese hessischen Fragesteller zuweilen praktizieren. »Wie ist denn das Wetter in Spanien?«, wollte eine andere wissen, nachdem ich ihr per Nicken meine Herkunft bestätigte. »Ähm, ich wohne in Frankfurt …«, antwortete ich.

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Bloß das glatte Gegenteil ist auch keine Lösung

Montag, 30. Juli 2018

Selbstverständlich muss man sich dringend von seinen politischen Kontrahenten abheben. Das gebietet die Demokratie – ohne Pluralismus stuft sie sich zur wahlbefreiten Alternativlosigkeit herab. Die Frage ist aber: Reicht es aus, wenn man das glatte Gegenteil von dem will, was der politische Kontrahent fordert? Nein! Damit macht man sich unglaubwürdig.

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Kontext bitte, Kontext!

Freitag, 27. Juli 2018

Die Bundeskanzlerin stellt die Demokatie in Frage und Gauland verniedlicht das Dritte Reich: Stimmt das alles so? Die schlimmste Waffe im Zeitalter sozialer Medien: Entkontextualisierung. Sie macht Sentenzen zu Selbstläufern und macht – Politik.

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Keine Frage der Identität

Montag, 23. Juli 2018

Um über das fußballerische Moment zu sprechen, dafür hat es bei der Mannschaft des DFB dieses Jahr nicht gereicht. So rankt die aktuelle Nationalelf-Debatte um die Rahmenbedingungen. Wäre die Mannschaft bis ins Halbfinale vorgedrungen, spräche wahrscheinlich keiner mehr von jenen türkischstämmigen Deutschen, die den Präsidenten der Türkei in dessen Hotelzimmer trafen. So rasch wie das DFB-Team ausgeschieden war, blieb der Öffentlichkeit aber viel Zeit, die anfangs noch zögerlich geäußerte Kritik an Mesut Özil und Ilkay Gündoğan zu vertiefen. Dass die Debatte sich inhaltlich jedoch nur um Identität strickt, das ist wie ein vergebener Elfmeter.

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Die wirklich wahrste Angst vor der AfD

Ja doch, von der AfD muss man aus linker Perspektive wirklich Angst haben – aber eher nicht weil sie die Nazis Reloaded geben. Die liberalen Vorstellungen des Zusammenlebens sind tief genug in unserer Gesellschaft verankert: Gegen sie etabliert sich keine breite Mehrheit. Vom von der AfD geplanten sozialen Kahlschlag spricht hingegen kaum jemand.

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Wir linkes Pendant zu Compact

Freitag, 20. Juli 2018

Nun gut, dann sind die neulandrebellen eben wie das Gegenteil der Hauspostille der AfD, wie Compact. Wenn das ein Vorwurf gedacht war, der uns treffen sollte, dann muss an dieser Stelle festgestellt werden: Is nich! Eigentlich steckt da sogar ein bisschen Lob drin.

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Der Knigge der alten Haudegen

Mittwoch, 18. Juli 2018

Noch bevor Jean-Claude Juncker die Treppe vom NATO-Gipfel herabsteigen konnte, traf er mit dem österreichischen Jungkanzler Sebastian Kurz zusammen. Im Rahmen ihres Gespräches soll der Luxemburger dem Österreicher Nachhilfe im Knigge gegeben haben, meldeten einige Medien. Er habe Kurz zurechtgewiesen, dieser solle doch bitteschön nicht so großspurig auftreten. Stunden zuvor las man in deutschen Qualitätsmedien, dass es Neues aus Bellevue gäbe: Der Bundespräsident lasse wissen, dass ihm die Sprachverrohung im politischen Diskurs ängstige. Wie sein europäischer Kollege aus dem kleinen Großherzogtum begreift sich Frank-Walter Steinmeier als Stimme der Vernunft in Zeiten, in der der Vernunftbegriff eher was aus der Mottenkiste zu sein scheint.
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DFB-Krise: Oh, ihr journalistischen Rumpelfüßler!

Montag, 16. Juli 2018

Die WM ist seit gestern vorbei. Seit dem Ausscheiden der DFB-Elf lieferte der deutsche Journalismus viele Befindlichkeitsanalysen: Es ging um das verlorene Wir, das fehlende Herz und um nicht vorhandene Führungsspieler. Dabei ist die Krise taktischer Natur. Und davon ist nicht nur der DFB betroffen.

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NSU? Steht uns zu!

Freitag, 13. Juli 2018

120 Jahre sollen die Akten zum NSU-Prozess weggesperrt werden. Wegen der nationalen Sicherheit und so. Nur für das Protokoll: Dieser Nationalstaat hat einen Souverän – nämlich mich! Und Sie, liebe Leserinnen und Leser. Und wir sollten nicht um Transparenz bitten – sie steht uns in diesem Falle souverän zu! Sie ist keine Verhandlungssache!
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Der Mindestlohn ist kein Hotspot

Mittwoch, 11. Juli 2018

Kürzlich war es wieder so weit: Der Mindestlohn wurde erhöht. Mathematisch kann man tatsächlich von einer Erhöhung sprechen: Um 35 Cent soll er 2019 steigen und um weitere 16 Cent 2020. Dann liegt er bei 9,35 Euro in der Stunde. Gefühlt stellt das freilich keine Erhöhung dar, wenn man bedenkt, dass er im Januar 2015 mit 8,50 Euro an den Start ging. Damals wurde er schon als zu niedrig beziffert und in fünf Jahren wird er gerade mal 85 Cent, also exakt zehn Prozent, zugelegt haben. Das Leben ist seither nicht günstiger geworden, wie es im Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes nachzulesen ist.

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Bratwürste für 2,99? Bin ich Krösus, oder was?

Dienstag, 10. Juli 2018

Deutsche Handelsketten bieten Lebensmittel so günstig an, wie man sie sonst fast nirgends in Europa bekommt. Dieses vermeintliche deutsche Wirtschaftswunder ist ein Raubbau an anderen Volkswirtschaften und an unseren eigenen Ressourcen.

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… wer ist die Alternativloseste im ganzen Land?

Mittwoch, 27. Juni 2018

So viele Jahre hat man sich unter Linken ein Ende von Merkels Kanzlerschaft erhofft. Nun, da ihre letzten Tage anbrechen, hofft selbst sie, sie möge noch bis zur nächsten Wahl ausharren. Ein letztes Mal ist sie die Alternativlose.

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Ohhh SPD, du Opfer!

Dienstag, 26. Juni 2018

Sigmar Gabriel hat die Sozialdemokratie an die Wand gefahren. So sagt es eine Analyse. Er ganz alleine? Nein, die Analyse vertuscht den wahren Umstand des Versagens: Die SPD ist eine feige Partei – ohne einen Hauch von Courage.

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Sure, Mr. President, natürlich stimmen die Kriminalitätszahlen nicht!

Sonntag, 24. Juni 2018

Hat die Bundesregierung nun tatsächlich kein so großes Interesse daran, die Kriminalität im Lande zu erfassen, wie Donald Trump ihr unterstellt? Fast läge der US-Präsident mit seiner vorlauten Einschätzung richtig.

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Ganz wichtig: Nur das Wichtige ist wichtig!

Freitag, 22. Juni 2018

Lieber Leser, liebe Leserin, es gibt Wichtigeres als diesen Text. Falls Sie nur für Wichtiges zu haben sind, klicken Sie gleich weiter, denn hier wird Ihnen nicht geholfen.

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Sind unsere Kinder noch sicher?

Mittwoch, 20. Juni 2018

Es ist eine hoffnungsvolle Entwicklung, dass der öffentliche Diskurs jetzt endlich mal die innere Sicherheit zum Thema macht. Ja, die Kriminalität hat zugenommen - und zwar spürbar. Es hat sich was in unserem Land verändert – und das nicht zum Besten. All die Beteuerungen der Kanzlerin, wenn sie alle vier Jahre meinte, sie würde Schaden vom deutschen Volke abwenden: nur so »dahinbeeidet«. Trotzdem lässt man es weiter zu, hat den Kriminellen Tür und Tor geöffnet. Das Bundeskriminalamt (BKA) nannte über 74.000 Fälle, was ein Wachstum von 28 Prozent zum Vorjahr bedeute. Die Zahlen sprechen für sich: Unsere Kinder sind nicht mehr sicher. Wir übrigens auch nicht. Wirtschaftskriminelle verjuxen den erarbeiteten Wohlstand.

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Der Fall Roseanne: Ein Beispiel für linksliberale Arroganz

Montag, 18. Juni 2018

Ich mag Roseanne Connor – Roseanne Barr hingegen kann ich weniger leiden. Nach ihrem rassistischen Tweet, für den sie – und leider die ganze Crew der neuaufgelegten Staffel von »Roseanne« – bitter bezahlt hat, machten der Schauspielerin viele folgenden Vorwurf: Sie dürfe sich nicht mit dem White Trash, den sie in der Serie spiele, gemein machen. Mit Verlaub: Das ist elitäre Liberalarroganz, so kämpft man nicht gegen Trump, AfD und Konsorten. So stärkt man sie.

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Es ist wieder Spargelzeit!

Freitag, 15. Juni 2018

So unterscheiden sich die Wahrnehmungen: Während viele innerhalb der Linken Wagenknechts Positionen für schwierig halten, hörte ich den Spargel wachsen, als Kipping von selbigen sprach. Was jetzt konsequent wäre: Ihr Rücktritt!

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... dann klappts auch mit dem Nachwuchs

Mittwoch, 13. Juni 2018

Als Jens Spahn vor Wochen großkotzig verkündete, er gehe jetzt den Pflegenotstand an, indem er 8000 neue Stellen schaffe, erntete er – wie immer, wenn er den Mund aufmacht – rege Kritik. 8000 neue Pfleger und Pflegerinnen seien viel zu wenig. Ebenso sollten die neuen Stellen mit ausländischen Arbeitnehmer_innen besetzt werden. Dies gefiel nicht allen. Schließlich tut sich mancher betagte Patient schwer mit kostengünstigen Krankenschwestern, die nicht richtig Deutsch können. Das ist nicht mal aus der Luft gegriffen, fehlende Ansprache ist besonders in der Altenpflege ein häufiges Problem.

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Wie werde ich die Wähler los – in drei Tagen?

Montag, 11. Juni 2018

Parteitag der Linken: Während ein Teil der Delegierten Sahra Wagenknecht ausbuhte, arbeiteten Tausende Minijobber hart für wenig Lohn und Anerkennung und bekamen nichts mit von dem Elfenbeinturm, in den sich die Linkspartei zurückgezogen hatte.

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Arbeitsrecht – eine wahre Revolution!

Freitag, 8. Juni 2018

Ist das eigentlich normal, dass man sich als Aufwiegler fühlen muss, nur weil man das anspricht, was jemanden zusteht? Auf die rechtliche Lage verweisen: Das scheint revolutionär zu sein in dieser Demokratie der vorauseilenden Anbiederung. Linker Geist hat heutzutage viel Konservatives an sich.

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Wir haben doch nur uns

Mittwoch, 6. Juni 2018

Großprojekte darben, Infrastruktur undurchdacht - Deutschland verliert den Anschluss und nennt diesen Zustand großspurig: Aufschwung. Wo steckt der Innovations- und Erfindergeist? Der Mensch war doch mal die Ressource des Landes.

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Das Konzept Stadtguerilla in Zeiten der Schwarzen Null

Montag, 4. Juni 2018

Eine neue Stadtguerilla wäre nun wirklich mal wieder wünschenswert. Die Aktionen des VCD letzte Woche können nur ein zögerlicher Anfang dazu sein. Natürlich darf verkratzt und geschlagen werden! Ein eingeschlagener Blinker ist eine Sachbeschädigung, viele eingeschlagene Blinker ein Zeichen.

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Nachbarn mit viel Freizeit und solche, die weniger haben

Freitag, 1. Juni 2018

Wer gegen eine Flüchtlingsunterkunft in seiner Nachbarschaft ist, kann nur ein Neonazi oder Rassist sein? Wenn das mal so einfach wäre – Unterkünfte dieser Art sind viel zu oft keine gute Nachbarschaft. Und das muss man thematisieren dürfen, ohne gleich in die rechte Ecke gedrängt zu werden.

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Der Triggerstaat und die Privatisierung der Gesetzgebung

Mittwoch, 30. Mai 2018

Was waren das zuletzt für Wochen für all jene, die sich eine kleine oder große Internetexistenz aufgebaut haben. Man musste lesen, was die DSGVO vorsieht, holte sich Ratschläge ein, durchforstete hierzu Foren und Seiten von Fachanwälten und war häufig nicht sonderlich schlauer. Denn selbst Rechtsanwälte kratzen sich momentan noch am Hinterkopf und geben konsterniert zu, dass auch sie nicht so genau wissen, wie die Datenschutzgrundverordnung in der Praxis umgesetzt wird. Daher ist sicher sicher, man sollte bitte alle Eventualitäten bedenken und nach allen Regeln der Kunst rechtssicher machen. Lieber zu viele Datenschutzhinweise, Cookie-Warnungen und Zugriffsabfragen als zu wenige.

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Empfundener Antisemitismus: Ein Bärendienst

Montag, 28. Mai 2018

Hanitzsch’ Karikatur war nicht sonderlich originell, aber sie war das, was Kollegahs geschmacklose Textpassage auch war: Nicht antisemitisch. Dennoch gibt es eine klare Linie: Antisemitisch Empfundenes obliegt der Ächtung. Mit Wehrhaftigkeit hat das nichts zu tun. Es ist eher ein krampfhafter Ausdruck, der den Antisemitismus in die Hände spielt.

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New Conservatism: Ein Plan zur Selbstvernichtung

Freitag, 25. Mai 2018

Der Konservatismus hat die Gesellschaft fest im Griff. Er bestimmt die Diskurse und deutet die Lage. Aber keine Angst, er wird auch bei uns hier in Deutschland in sich zusammenfallen. Man muss nur lange genug warten – und das Beste für danach hoffen.

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Hipster-Naturalismus oder Wandervogel reloaded

Mittwoch, 23. Mai 2018

Die Bestsellerautorin Charlotte Roche ist aufs Land gezogen. Grund genug für sie, in der »Süddeutschen Zeitung« zum allgemeinen Verlassen der Städte aufzurufen. Dort grassiert nämlich der Wahnsinn, diagnostiziert sie. Hundehaufen, Kotzehaufen und Menschenhaufen seien die Verursacher. Im Dorf sei das alles anders, friedlicher und freundlicher. Der regionale Bereich kenne keinen Krieg auf asphaltierten Straßen, keine Blechlawinen. Den Wald vergleicht sie mit »Sex mit jemandem, der das super kann und den man liebt und dem man vertraut«. Fazit: »Die Stadt ist einfach keine artgerechte Haltung für Menschen!« Vielleicht sollten wir Städter jetzt alle aufbrechen, raus aufs Land. Da liegt das Paradies so nahe und keiner hats gemerkt.

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Lieber Tübinger, achten Sie besser auf sich!

Dienstag, 22. Mai 2018

Boris Palmer leistete einen wertvollen Beitrag in der öffentlichen Debatte. Nein, nicht weil er ständig die tatsächlichen Probleme im Umgang mit Flüchtlingen populistisch ausschlachtet. Sein Beitrag war eher so linguistischer, ja philologischer Art.

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Unsere Werte – unauffindbar

Mittwoch, 16. Mai 2018

Da ist den Fraktionsspitzen der Union ja mal was ganz Originelles eingefallen: Werteunterricht für Kinder. Besser gesagt: Für Migrantenkinder. Die könnten es nämlich gebrauchen. Wenn wir in Deutschland wohl eines besonders gut können, dann den anderen mit ein bisschen Ethik auf die Sprünge helfen – das dachten sie sich wahrscheinlich in CDU und CSU, als ihnen dieser Gedanke eingefallen ist. Deutsche Kinder haben ja schon Werte verinnerlicht, denen muss man da nichts mehr beibringen. Klassenmobbing, Schulhofjagden und gelegentliche Amokläufe autochthoner Kinderlein geflissentlich ignoriert: Fehlt es uns denn nicht fast an allen Ecken und Enden an Werten? Und wieso um Himmels willen glaubt ausgerechnet die Union, sie müsse Wertefragen klären?

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Die CSU-Arroganz, die eine starke Polizei braucht

Montag, 14. Mai 2018

In Bayern demonstrierten letzte Woche 30.000 Menschen gegen das Vorhaben der CSU, die Polizei mit überzogenen Kompetenzen auszustatten. Der bayerische Innenminister fragt sich indes, wieso so viele Menschen zu Opfern von Lügenpropaganda werden können. Die Gefahr von rechts hat drei Buchstaben: Und die buchstabieren sich nicht mit A-f-D.

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Bei der schwarzen Null beginnt der Kampf gegen die AfD

Freitag, 11. Mai 2018

ie neue Parteivorsitzende der Sozialdemokraten hat quasi als erste Amtshandlung klargestellt: Schwarze Null – auch wir Sozis stehen zu ihr. Was ist eigentlich aus dem Wahlkampfthema geworden, wonach man den Populisten politisch den Kampf ansagen wollte? Mit der schwarzen Null geht dieser Fight los, ihr roten Nullen!

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Kruzifix, der Söder!

Mittwoch, 9. Mai 2018

Schon als Stoibers General wollte Markus Söder »Kruzifixe und keine Kopftücher« sehen - und auch das Morgengebet sollte Pflichtveranstaltung sein. Kardinal Ratzinger lobte ihn zwar für seinen christlichen Eifer, aber ansonsten waren schon damals Stimmen aus der katholischen Kirche vernehmbar, die Söders Forderungen als unerträgliche Provokation kritisierten. Söder und die katholische Kirche: ein schwieriges Thema. Noch vor zwei Monaten erneuerte der damals noch in Wartestellung lauernde bayerische Ministerpräsident, dass die Kirche sich nicht in politische Diskussionen einmischen sollte. Sie dürfe nämlich keine »Ersatzpartei« sein, müsse sich »eine geistliche Ausrichtung« verpassen – Politik sei nicht ihr Metier. Kaum ist der Mann Ministerpräsident erklärt er aber der Kirche, dass das Kruzifix kein religiöses Symbol ist, sondern bayerische Tradition. Wie der Leberkäs‘ etwa oder dass man seine Weißwurst nur bis Glockenschlag um Zwölf isst.

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Spahn-Kritik – richtig gemacht

Montag, 7. Mai 2018

Jens Spahn ist ein Monster, ein Putin der sozialen Kälte, ein Teufel aus der Unterhölle. Mindestens. Nicht mal seine Eltern würde er im Alter pflegen, wissen wir seit seinem Auftritt bei Maischberger. Flugs bastelten die Empörten im Lande Memes und shitstormten los. Dabei ist es legitim, was Spahn da für sich in Anspruch nimmt.

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Als ich noch fauler Arbeitsloser war

Freitag, 4. Mai 2018

Langzeitarbeitslose sind faul? Irrtum: Das sieht oft nur so aus. Dahinter steckt aber etwas völlig anderes. Ich sah auch auf diese spezielle Weise ziemlich faul aus, als ich noch langzeitarbeitslos war. Über Lähmung, Sozialphobie und spätbiedermeierliche Harmoniedekadenz.

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Zum Glück nur eine Amokfahrt!

Mittwoch, 2. Mai 2018

Für einen Augenblick hielten wir vergangene Woche mal wieder die Luft an. Nachdem eine Person mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge raste, schauten wir wie gebannt auf die Ereignisse, die sich auf der anderen Seite des Atlantiks zutrugen. Doch zum Glück gab es Entwarnung. Obgleich zehn Tote und 15 Verletzte zu notieren waren, wurde schnell deutlich: So schlimm wie gedacht, war die ganze Angelegenheit gar nicht - denn es war kein Terroranschlag. Gottlob handelte es sich bloß um eine Amokfahrt! Sicher, auch der ist tragisch. Aber halt eine Nummer unbedeutender als die Tat eines fanatisch Gläubigen.

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Glauben Sie mir!

Montag, 30. April 2018

Ist Donald Trump verrückt? Nach der Lektüre seines Buches »Great Again!« von 2015 würde ich sagen: Nein! Er ist nur das Produkt ideologischer Verblendung. Glauben Sie mir, wenn wir uns endlich gesellschaftlich dazu durchringen könnten, diese Markt-Ideologie für verrückt zu erklären, dann könnten wir am Ende auch unumwunden bestätigen: Ja, Mister Trump hat einen Schaden.

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Oh my God!

Freitag, 27. April 2018

Klar, der Islamismus ist eine Gefahr. Wie könnte man das leugnen? Aber es gibt auch andere Gottesstaaten. Viel gefährlichere als die, die im Nahen und Mittleren Osten fuhrwerken. Nehmen wir mal die Vereinigten Staaten: Das Saudi-Arabien des Westens.

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Kollegah und Kollegen

Mittwoch, 25. April 2018

Deutschland wird zu einem Land ohne Echo-Gewinner. Man könnte auch sagen: Der Echo, er gehört nicht mehr zu Deutschland. Nach diesem widerlichen Auftritt von den Rappern Kollegah und Farid Bang wurde der Musikpreis zu einer toxischen Auszeichnung. Was vom Echo blieb ist nichts als der Widerhall empörter Preisträger von heute wie gestern, der da hallte: Ich gebe meinen Echo zurück … zurück … rück … ück. An sich ist es ja löblich, wenn da Preisträger Haltung zeigen, insbesondere gegen pietätlose Geschmacklosigkeiten wie jenen, die die beiden Rapper da fabrizierten. Alleine gibt es da ein Missverständnis: Der Echo wurde nicht als ästhetischer Preis ersonnen – von einem moralischen Grundton mal völlig abgesehen. Denn der Preis folgt nämlich einer ganz anderen Moral als jener, die wir aus der Philosophiestunde als Ethik kennen.

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Karl Marx, Opfer der Opferverbände kommunistischen Terrors

Montag, 23. April 2018

Nach 30 Jahren haben wir in Deutschland, näher gesagt in Trier, wieder ein steinernes Abbild von Karl Marx. Die Opferverbände der kommunistischen Gewaltherrschaft lehnen das naturgemäß ab – ihre Begründung zeugt von stalinistisch eingefärbter großer Säuberung. Dabei ist eine Karl-Marx-Statue vor allem eines: Eine Karl-Marx-Statue.

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Liberalisierung oder Die große Arschlochaufzucht

Freitag, 20. April 2018

Was genau hindert mich eigentlich daran, mich wie ein absolutes Arschloch zu benehmen? Ich meine, es änderte ja nichts. Nur weil ich auf nichts mehr Rücksicht nehme und meine Mitmenschen wie Scheiße behandle, entstehen ja heute keine Nachteile mehr. Wir sind ja ach so liberal und schauen weg und ärgern uns dann über all die Arschlöcher, die uns das Leben vergällen.

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Deutschland ist kein Tendenzbetrieb

Mittwoch, 18. April 2018

Da hat Christian Wulff im Oktober 2010 aber etwas losgetreten. Seinerzeit wollte er den Debatten um Thilo Sarrazin etwas entgegenhalten und formulierte konsequent, dass der Islam durchaus zu Deutschland gehöre. Daraufhin ging es mit ihm als Bundespräsident bergab. Sein Nachfolger Joachim Gauck hatte neben der Freiheit noch etwas auf der Agenda, nämlich die Revision dieses Satzes. Jetzt stellte Bellevue also fest: »Der Islam gehört nicht zu Deutschland.« Horst Seehofer, Heimatminister des Inneren, hat das bestätigt und seine Bundeskanzlerin hat ihm über die Presse mitteilen lassen, dass er irrt. Natürlich gehöre er dazu.

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Hartz IV für Spahn? Bloß nicht!

Montag, 16. April 2018

Knapp 200.000 Menschen sähen Jens Spahn gerne mal für einen Monat im Hartz IV-Bezug - deshalb unterschrieben sie eine Petition, die genau das fordert. Diese Feldstudie soll ihm nämlich die Augen öffnen. Doch dieses Drängen zur Empirie am eigenen Leib könnte nach hinten losgehen.
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