Wollen Sie die EU wirklich beenden? Sind Sie sicher?

Montag, 22. Januar 2018

Juncker bietet den Briten den Brentrance (entrance, engl. für Eingang) an – also das Gegenteil des Brexits. Just fordern Pro-Europäer ein zweites Referendum. So falsch ist ein solcher Schritt vielleicht gar nicht. Man sollte ihn institutionalisieren.

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Dschungelcamp: Die andere Seite der Bundesliga

Freitag, 19. Januar 2018

Ansgar Brinkmann ist … fast hätte ich geschrieben: Tot. Ein bisschen stimmts ja auch. Er wird ausgeschafft nach Australien. Ins Dschungelcamp. Nach Hartwig, Immel, Ailton, Legat und Häßler ist er der nächste Fußballer mit Straußenhodenappetit. Wie kommt das, wo doch die Bundesliga so eine traumhafte Welt ist?

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Show mer mal

Mittwoch, 17. Januar 2018

Nach den Golden Globes drehte sich das Personalkarussell emsig. Es ging nicht etwa darum, welcher Schauspieler den neuesten Tarantino bereichern darf. Da gibt es eh keine Wahl, dort hat Samuel L. Jackson eine Anstellung auf Lebenszeit. Nein, gemeint war der Posten des US-Präsidenten. Denn der, der den Job im Augenblick macht, der soll bitte nicht auf Lebenszeit verweilen. Nachdem dann Oprah Winfrey eine Rede zum Sexismus und ein bisschen auch gegen den Ungeist Donald Trumps hielt, war sich die eine Hälfte der Vereinigten Staaten sicher: Diese Frau muss dem jetzigen Präsidenten im Amt nachfolgen. Sie wäre die richtige Person. Die andere Hälfte behält indes lieber Trump. Die Nation ist halt tief zerrissen.

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… und dann wollte er mir an die Eier!

Montag, 15. Januar 2018

#metoo! Jetzt hat es mich auch erwischt. Ein Sexist wurde mit gegenüber übergriffig. Zum Glück nur verbal – es geschah via Facebook. Weiß der Deibel, was geschehen wäre, wenn da kein Glasfaserkabel zwischen uns gelegen hätte.

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Die Präsidenten der Anderen

Freitag, 12. Januar 2018

Majestäten sind in Deutschland Geschichte? Nee – nur ausländische Majestäten darf man angeblich seit Neujahr als Arschlöcher bezeichnen. Der Bundespräsident bleibt aber majestätisch. Ein deutscher Präsident ist eben immer ein bisschen höherwertig als ein ausländischer. Nichtsdestotrotz bleibt das Beleidigen des letzteren durchaus strafrelevant.

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Billigheimer Republik Deutschland: Das wird noch teuer

Mittwoch, 10. Januar 2018

Neulich las ich einen interessanten Bericht in der »Süddeutsche Zeitung«. Es ging um Hochgeschwindigkeitszüge in Japan und darum, dass die Japaner in Weltuntergangsstimmung seien, weil die Bahn immer später käme. 54 Sekunden sei sie nämlich zuletzt im Schnitt zu spät gewesen – Tsunamis und Erdbeben herausgerechnet. Bis vor kurzem lag die Verspätungsfrequenz noch bei 36 Sekunden. Man sieht schon: Alles im Niedergang. Jedenfalls für Japaner – wir wären hier ja froh, wenn man nur eine Minute Verspätung hinnehmen müsste.

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Die Moral von der Geschicht‘ – es gibt sie nicht

Dienstag, 9. Januar 2018

Kinderhände schufen Ihre Jeans: Welche Konsequenzen ziehen Sie? Eben – keine. Die 30 Liter Benzin in Ihrem Tank verunreinigten das Grundwasser ungezählter nigerianischer Familien: Boykottieren Sie die Erdölkonzerne und fahren E-Bus? Nein? Schade eigentlich. Aber sagen wir es doch mal deutlich: Moral ist eine ganz schlechte Währung.

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Facebook: Freiheitsgarant und Verfassungsorgan?

Montag, 8. Januar 2018

Nachdem man Storch und Weidel in den Netzwerken gelöscht und gesperrt und überdies sogar angezeigt hat, ging die Debatte um Meinungsfreiheit und Zensur wieder los. Dabei ist das Themenverfehlung. Man mag sich überdies zwar ins Fäustchen lachen, weil da sogar eine Anzeige im Raum steht, ob das aber nicht zu früh gelacht ist, warten wir wie immer ab.

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Zumutbare Arbeit? Arbeit als Zumutung!

Freitag, 5. Januar 2018

Das Stellenangebot über das Portal des Jobcenters klang wenig verlockend. Spargelstechen im Umland. Stundenlohn so niedrig, dass man nicht mal ein Drittel Bund Spargel dafür bekam. Dazu Plackerei, krummer Rücken und man sollte einen eigenen PKW haben, um an die Felder zu gelangen. Der ganz große Hauptgewinn. Ich klickte auf das Kreuzchen oben rechts und flüchtete so vom digitalen Sklavenmarkt. Drei Tage später hatte ich ein Jobangebot im Briefkasten: Es handelte sich exakt um diese Stelle. Das Angebot war natürlich eine Aufforderung, ein verbindlicher Marschbefehl. Die Sprachregelung der Behörde ist die Tünche, die die Erpressung kaschiert. Weil ich musste, rief ich dort an. Man sagte mir, ich sollte morgen ins hiesige Büro kommen.

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Die Querfront der Querfrontschreier und Neoliberalen

Mittwoch, 3. Januar 2018

Man kann es ja nicht mehr hören. Linker Zeitgeist scheint sich dieser Tage an einer Frage aufzuhängen: Gibt es eine Querfront oder ist dieser Vorwurf nur eine Kampagne innerhalb der Linken? Spielt man links den Adapter für Themen, die Rechte einem angeblich diktieren, oder fingiert man diese angeblichen Gemeinsamkeiten bloß? Vorab muss man schon mal bekennen: Wenn dies linke Lebensart ist zu einer Zeit, da wir es mit fatalen Verwerfungen in der demokratischen und ökonomischen Struktur zu tun haben, dann haben wir ein richtig dickes Problem.

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▢ Ja! ▢ Nein! ▢ Vielleicht!

Dienstag, 2. Januar 2018

Willst du mit mir schlafen? ▢ Ja! ▢ Nein! ▢ Vielleicht! So in etwa soll ab Juli in Schweden kopuliert werden. Wer will, der muss fragen. Und manchmal muss man sich fragen: Wann war der Moment erreicht, an dem feministische Ansätze anfingen, über den Boden der Wirklichkeit zu schweben?

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Jahresabschlussanalyse: Wir ehrlichen Makler

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Herzlich willkommen zur Pressekonferenz der neulandrebellen zum Jahresabschluss. Zunächst wird die Geschäftsführung über Zahlen und Erreichtes informieren. Danach haben Sie die Chance, Ihre Fragen an die beiden CEOs zu stellen.

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»Es wird immer schwieriger auf der Straße!«

Freitag, 22. Dezember 2017

Die europäische Freizügigkeit, offene Grenzen: Da treffen sich Neoliberale wie Linke gleichermaßen. Das ist doch was! Beide Seiten ignorieren dabei leider allzu häufig, dass ein regelrechter Armutswettbewerb entstanden ist. Ein Bericht von der Straße.

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Diätenerhöhung? Setzt die Lobbyisten auf Diät!

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Deutschland hat momentan keine Regierung. Es hat eine Geschäftsführung. Aber auch ohne amtliche Regierung gehen die Geschäfte voran. Vor vier Jahren, als sich die Sondierungsgespräche zwischen Union und Sozialdemokraten hinzogen, konnte man an dieser Stelle noch daran erinnern, dass Stillstand ja auch Fortschritt sein könne. Eine Gnadenfrist sozusagen. Auf diese Weise kann man heute nicht mehr ganz so gut argumentieren. Denn auch ohne Regierung gibt es kaum ein Durchatmen. Die Verschlimmbesserung des Alltags geht einfach weiter. Ob nun Glyphosat genehmigen oder Diäten ausbauen: Postdemokratie rules! Besonders die Diätenerhöhung während des hiesigen Interregnums erzeugte Wut. Da seien sich die Politiker natürlich einig, da fänden sie Mehrheiten, wo sie sonst keine sähen. Das sei halt wieder mal typisch.

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No future!

Dienstag, 19. Dezember 2017

Zukunft ist für uns Zeitgenossen des jungen 21. Jahrhunderts offenbar nur noch als Katastrophe denkbar. Das war für die Menschen am Beginn des 20. Jahrhunderts noch ganz anders: Zukunft galt damals als Chance.

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Guacamole und wie sie die Welt verstümmelt

Montag, 18. Dezember 2017

Klimawandel oder Atomschlag? Altersarmut oder Pflegebedürftigkeit? Ach was, die wirkliche Gefahr ist ein Lorbeergewächs – die Avocado nämlich. Die vollumfängliche Betriebssicherheit im Alltag: Sie schafft völlig unmündige Bürger.

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Betteln: Eine zumutbare Arbeit

Freitag, 15. Dezember 2017

Der ALG II-Leistungsberechtigte, der sich zu seinem Regelsatz noch einige Groschen dazubettelte, kam in den letzten Wochen zu einer kleinen Öffentlichkeit. Der Druck durch die Medien zeigte Wirkung: Er darf den Notgroschen behalten. Ist das ein Erfolg?

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Mr. Trump aus Würselen

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Martin Schulz ist kein Hundertprozentiger mehr. Jetzt, da er mitten in den Scherben seines Wahlkampfes steht, hält er sich aber immer noch hundertprozentig für eines: Für einen Europapolitiker aus echtem Schrot und Korn. Und so trat er als 81,9-prozentiger die Flucht nach vorne an und beantragte gewissermaßen thematisches Asyl in Europa. Und das während er sich mit jener Bundeskanzlerin bekatert, die er noch vor zwölf Wochen für unbedingt abkömmlich für Deutschland hielt. Mit der Macronaise am »Pulse of Europe«, dem Herauskehren als Retter Europas, ohne zu tief in ein wirkliches europäisches Change einzudringen, erhofft er sich nun neben seiner wohl baldigen Koalitionspartnerin im Hosenanzug profilieren zu können.

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Grundeinkommen: Reden wir mal über Zwänge

Dienstag, 12. Dezember 2017

Eine Welt, in der jeder tun und lassen kann ist denkbar? Mit dem Grundeinkommen! Mit dem Grundeinkommen? Wir sollten mal über Zwänge reden – und über Zwanglosigkeiten, die in eine Diktatur der Unterlassung münden können. Unter Linken ein wahrlich unbeliebtes Thema.

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»Es gibt keinen Grund für die AfD!«

Freitag, 8. Dezember 2017

»AfD – wie rechts ist Deutschland?«, fragte eine Frankfurter Podiumsdiskussion um Moderator Dany Cohn-Bendit. Alles kam auf den Tisch – nur keine wesentlichen Fakten. Cohn-Bendits These ließ nur eine Reaktion zu: Gehen! Ein Bericht über die falsche Schwerpunkte beim Umgang mit der AfD.

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Monolithe der Blutleere

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Eine scharfe Rüge nannte die Presse das, was die Bundeskanzlerin zum Glyphosat-Alleingang ihres Agrarministers ins Protokoll diktierte: Das darf nicht nochmal vorkommen - »Du du du!«, tadelte sie ihn und machte dabei große Augen. Lassen wir mal beiseite, ob der Minister den Schmidtchen Schleicher gab oder die Union sehr wohl eingeweiht war. Dass etwas an dieser Kontrollkanzlerin vorbeigeschmuggelt wird: wirklich schwer vorstellbar. Aber wenn die Presse einem diese saftlose »Schelte« als einen impulsiven Akt, als Abkanzelei von Format verkaufen möchte, dann fragt man sich tatsächlich: Wie viel Leben steckt da noch in diesem demokratischen Schauspiel? Was da Rüge sein soll, gilt bei anderen als klassisches Laissez-faire. Was dort als Schärfe feilgeboten wurde, ist für andere Zeitgenossen fast schon Zeichen von Liebkosung.

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Mehrheitlich in der Minderheit

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Frau Merkel will keine Minderheitsregierung? Unverständlich, woher kommt bloß dieser Sinneswandel? Bis eben hat sie doch ständig Politik für eine Minderheit gemacht. Und plötzlich tut sie so, als brauche sie Mehrheiten.

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Die da oben oder Beinahe Bundesminister

Montag, 4. Dezember 2017

Seehofer wäre Bundesminister geworden. Anschlussverwendung nach seinem kalkuliertem Ende als Ministerpräsident. Das war nur eine Meldung, die mehr so nebenher lief. Dabei wäre das ein dicker Fisch. Denn das Sujet erklärt viel vom Klima in diesem Land.

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Wir lassen uns unseren Spendenaufruf nicht wegnehmen!

Sonntag, 3. Dezember 2017

Nein, wir lassen uns unser Weihnachtsfest nicht wegnehmen von denen da oben. Wir schätzen doch die abendländische, die christliche Kultur: Glühwein, Stress, Familienhader und natürlichnatürlich Bares.

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Bourdieu in der Tram oder Nach unten treten

Freitag, 1. Dezember 2017

»Selbst ich hab Hunger. Tschuldigung, dass ich auch amol was essen will.«, brüllte da einer. Hoppla, was war denn in dieser fast menschenleeren Straßenbahn los? Armut – und Armutshierarchien!

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An jedem verdammten Sonntag

Donnerstag, 30. November 2017

Obgleich das hessische Ladenöffnunggesetz vorsieht, dass Geschäfte wochentags bis zu 24 Stunden geöffnet haben dürfen, fordern die hessischen Liberalen Nachbesserung. Ihnen ist es ein Dorn im Auge, dass die bis zu vier verkaufsoffenen Sonntage, die in eben jenem Gesetz zugesprochen werden, anlassbezogen sein müssen. Bei Festlichkeiten oder Messen könne man so einen verkaufsoffenen siebten Tag der Woche beantragen. Sonst nicht. Die FDP sähe es jetzt gerne, wenn man auch ohne Anlass öffnen dürfe. Und nicht nur die Händler unterstützen diese Forderung.

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Arbeitskraftverkäufer, ihr habt nichts zu verlieren – fast nichts!

Montag, 27. November 2017

Die Arbeiterklasse soll es machen? Die gibt es doch so wie vor hundert Jahren gar nicht mehr. Mit klassischem Marx kategorisiert man die Welt von heute mit gestrigen Einschätzungen. Arbeiter aller Länder – wer seid ihr eigentlich?
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Den Merkelismus in seinem Lauf …

Freitag, 24. November 2017

Angela Merkel ist durch? Der Merkelismus am Ende? So behaupteten es jetzt eigentlich fast alle politischen Beobachter. Nur einer zeigte auf, dass das eine Fehleinschätzung ist: Andreas Frege, genannt Campino.

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Morgen kommt kein Weihnachtsmann

Donnerstag, 23. November 2017

Ende November kam man in Deutschland stets in Stimmung. Man kaufte sich Lebkuchen, die schon seit Anfang September in den Verkaufsregalen standen, kramte die Wham-CD hervor, entschied abermals, die Geschenke für Familie und Freunde frühestens am 23. Dezember zu besorgen und beantwortete etwaige Straßenumfragen, ob man denn den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes noch kenne, mit zotigen Antworten wie: Da feiern wir den Todestag des Weihnachtsmannes - und außerdem gedenken wir der vielen gefallenen Schneeflocken bei ihrem Kampfeinsatz um ein weißes Fest. Weihnachtsstimmung halt. Alle Jahre wieder.

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Die Regierung sitzt doch fest im Sattel

Mittwoch, 22. November 2017

Instabile Zeiten? Politische Verwerfungen? Alles Unfug! Ob nun AfD-Bundestagseinzug oder gescheiterte Regierungsverhandlungen: Die Börse ist stabil, die Märkte lassen sich nicht beirren. Weit und breit kein Linksruck in Sicht.

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Das Kamel, das Nadelöhr und die falsche Moral

Montag, 20. November 2017

Die Reichen sind so gierig. Dabei muss man ihnen das gar nicht vorhalten. Dass die Politik diese Gier nicht eindämmt: Das wäre eine Vorhaltung mit Format. Weniger moralischer Zeigefinger, mehr politisches Einfordern: Gebot der Stunde.

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Trump, bayerisch buchstabiert: S-ö-d-e-r

Samstag, 18. November 2017

Die Lage ist mehr als ernst: Exakt so lautete unlängst der O-Ton von Markus Söder zur Situation in der CSU. Der Mann hat völlig recht. Die Lage ist sogar noch viel mehr als nur mehr als ernst. Denn Söder ist die nächste Stufe christsozialer Eskalation.

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… dann würde ich die AfD wieder wählen

Donnerstag, 16. November 2017

»Weidel (AfD/«Nazischlampe») hat mich wegen eines kritischen Kommentars blockiert.« Diese Sentenz ist nicht von mir! Das möchte ich gleich mal klarstellen. Diese Meldung empfing mich neulich auf der Startseite meines Facebook-Zugangs. Eine Nutzerin mit Linkspartei-Logo im Konterfei ereiferte sich: Sie sah darin die »Meinungsfreiheit nach Art der AfD« am Werk. Manchmal macht man große Augen – wie vermessen, ja wie selbstgerecht im linken Milieu mit dem Phänomen der AfD umgegangen wird. Diese Statusmeldung ist mehr als überheblicher Schwachsinn. Sie ist ein Alarmsignal! Wenn die Linken im Lande mit dieser Attitüde auftreten, verlieren sie den Kampf gegen den Rechtsruck.

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Dieser Mann möchte Sie krank machen!

Dienstag, 14. November 2017

Das Arbeitszeitgesetz lockern, damit man wettbewerbsfähig bleibt? Der Arbeitstag endet nicht mehr am Feierabend? Wer solche Pläne hegt, hat keinen Schimmer. Das sind Pläne zum kollektiven Erkranken.

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Keiner von 80 Millionen

Montag, 13. November 2017

Wagenknecht und Lafontaine unterscheiden zwischen deutschen und ausländischen Arbeitskräften? Das ist nicht richtig. Was bei der ganzen Debatte immer wieder unterm Tisch landet, ist das komische Verhältnis der Deutschen zur Staatsbürgerschaft.

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Der Kunde ist König – der König ist tot

Freitag, 10. November 2017

Netflix flötet in den Netzwerken gerne mal keck zurück und würgt so Cybergemotze ab. Ist das die neue Geschäftskultur, der neue Umgang mit dem Kunden, der mal König war? Eigentlich eine ausgezeichnete Entwicklung: Monarchie ist nämlich kein Geschäftsmodell.

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Von Genosse Gabriel ins offene Messer getrieben

Donnerstag, 9. November 2017

Ach, was waren das für goldene Zeiten der Sozialdemokratie, als Sigmar Gabriel ihr noch vorstand. Zwischen 23 und 25 Prozent riss man sich bei den Sonntagsfragen unter den Nagel. Dann kam der Absturz, dann kam Martin Schulz, faselte die »soziale Gerechtigkeit« auf die Agenda – nur sozialdemokratisch-original mit den Anführungszeichen! – und flugs legte man bei der Bundestagswahl Ende September eine Bauchlandung hin: 20,5 Prozent. Alles was Gabriel nach Schröder so mühselig aufgebaut hatte, war für die Katz'. So liest sich jedenfalls die Einschätzung des Ex-Chefs der Sozis von letzter Woche. Fast konnte man meinen, er habe seinem Nachfolger eine intakte, eine vor Kraft und Gesundheit strotzende Partei hinterlassen.

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Stubenmenschen dürfen jetzt auch vorne rein

Montag, 6. November 2017

Pakete von Amazon können künftig direkt im Wohnzimmer des Bestellers abgestellt werden. Das sei eine reine Vertrauensfrage heißt es in der medialen Darstellung dazu. Die eigentliche Frage lautet jedoch: Ist die Dekadenz unsichtbaren Gesindes nicht eigentlich längst Geschichte?

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Besserwessi bis in den Rechtsruck

Freitag, 3. November 2017

Was haben der ostdeutsche und der muslimische Mann gemeinsam? Richtig – sie sind Opfer von Verallgemeinerung. Der Muslim ist schon seit Jahren Synonym für – »Terrorist«. Der männliche Ostdeutsche muss sich an diese deduktive Methode erst noch gewöhnen. Er ist nur ein anderes Wort für »AfD-Wähler«.

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Die AfD macht sich nützlich

Donnerstag, 2. November 2017

Vergangene Woche hat sich das Hohe Haus aber mal sowas von seiner moralischen Integrität bewahrt: Albrecht Glaser, AfD-Kandidat für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten, erhielt eine dreifache Abfuhr. Neben ein bisschen Spott strickte man die Darstellung in den Medien zu diesen Vorgang in etwa so: Man attestierte dem Bundestag eine Gewissensentscheidung, ja moralische Standhaftigkeit – und dann ging man dazu über, Wolfgang Schäuble (CDU) zu seiner Wahl zu gratulieren und wies nochmal darauf hin, dass der Mann »einer der populärsten Minister im Kabinett unter Kanzlerin Merkel« gewesen sei – so merkte jedenfalls »Spiegel Online« an.

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Wir Sexismusopfer

Mittwoch, 1. November 2017

Sexismus ist eines der ganz großen Probleme unserer Zeit? Na, wenn das mal stimmt. Offenbar muss immer wieder an ihn erinnert werden, um ihn dann mal wieder auf der Agenda ganz oben zu platzieren.

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Rabotten gehen: Mensch von Beruf

Montag, 30. Oktober 2017

Der Robo-Cop war ein feuchter Fortschrittstraum aus den Achtzigern. Die Robo-Whore und die Robo-Nurse stehen als künftige Realität hoch im Kurs der allgemeinen Panikkultur. Sie machen Pflegerinnen und Pfleger und sie machen Prostituierte arbeitslos. Ob das so stimmt?

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Das waren die Grünen - das und noch viel mehr

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Dieser Tage scheint für viele Beobachter eines ganz deutlich zu werden: Das linke Projekt der Grünen ist jetzt endgültig im Eimer. Man hat das ja schon lange vermutet, ja auch an politischen Entscheidungen oder Unterlassungen erkennen können, aber nun, da man mit der Union und der FDP auf Bundesebene über eine Koalition plaudere, ist eine Sache wirklich kein Bauchgefühl mehr: Die Grünen sind nicht mehr links. Ach ja? Man darf den Grünen jetzt bitte nur nicht unterstellen, wie es so viele Verärgerte tun, sie hätten einen gravierenden Selbstverrat begangen.

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… leise Servus

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Knapp zehn Jahre ist es her, da bin ich erstmalig aus der Linkspartei ausgetreten. Nach späteren Wiedereintritt überlege ich nun erneut, das Parteibuch abzugeben. Damals war mir die Partei noch zu realpolitisch – heute finde ich, haben zu viele Hipsterfundis zu viele Hipsterwörtchen mitzureden.

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Faktenlos durch die Nacht

Montag, 23. Oktober 2017

Die Mechanismen des Tag-Nacht-Rhythmus wurden jetzt sogar mit einem Nobelpreis geadelt. Schicht- und Nachtarbeit weitet sich trotzdem weiter aus. Auch im prekären Bereich. Wir kennen die Krankmacher und ignorieren sie.

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Egomanentraining, Du Bildungsweltmeister!

Freitag, 20. Oktober 2017

Die jungen Leute taugen einfach nichts. Kaum aus der Schule, schon fallen sie durch bei den Ausbildern. Daher alle Jahre wieder: Bildungsgipfel, Bildungsoffensive, Bildungsweltmeisterschaft. Vielleicht wäre ein Erziehungsgipfel sinnvoller.

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Mütchen ohne Sachinhalte gegen den Rechtsruck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Fast vier Wochen nach der Bundestagswahl ist – trotz noch immer ungewisser Regierungskoalition – Normalität eingekehrt. Was so viel heißt wie: Man ist wieder dazu übergegangen, die AfD als isoliertes Phänomen auf dem politischen Parkett zu betrachten. Keiner scheint mehr zu wissen, woher sie kommt, aus welchen Motiven sie ihre Prozentstärke bezog. Dieser Kniff erlaubt es freilich wiederum, dass man die AfD-Wählerinnen und -Wähler ganz alleine für den Rechtsruck verantwortlich machen kann. Ganz so, als hätten die etablierten Parteien so gar nichts damit zu tun. Huch, was fühlen sie sich jetzt von dieser Entwicklung überrumpelt! In diesem Geiste steht fest: Die Teufel des Augenblicks ist die AfD-Wählerschaft.

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Deutschland deine Täler – heute: Das verschlafene Digi-Tal

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Jetzt aber – gleich hinter Banya, da war doch kurz der Empfang weg. Oder nein, doch nicht, ich habe mich getäuscht: Nur zwei Balken weniger zeigte mein Handy hier im Balkangebirge an, aber online war ich immer noch. Ob Berg oder Tal: Überall digital. In Deutschland gibt es das bloß als verschlafenes Digi-Tal.

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Das deutsche Wesen: Durch die Gegend pesen?

Montag, 16. Oktober 2017

Im Zuge des Abgasbetruges hörte man oft, dass sich Deutschland wieder als innovatives Autoland begreifen muss. Ganz wie damals, als von hier aus die Welt verändert wurde. Ganz falsch ist die geschichtliche Einordnung zwar nicht, aber sie birgt auch Narrative.

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Die Lüge von der Wahrheit

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Der »Spiegel« plakatiert derzeit, dass er die Wahrheit nicht gepachtet habe – aber er suche nach ihr. Klingt sympathisch, ein bisschen demütig. Allwissende hat nämlich keiner lieb. Gleichzeitig muss man dieses Werbeplakat als Gegenoffensive begreifen. Wie so vieles, was sich derzeit in den Medien so ereignet. Überall Faktenchecks und Wahrheitssuche. Nachdem in den letzten Jahren die Medienkritik lauter und lauter wurde und mit »Lügenpresse, Lügenpresse!«-Rufen ins rechte Lager hinüberglitt, musste man ja wohl oder übel auch die journalistische Arbeit ein bisschen transparenter machen oder wenigstens Charmeoffensiven einleiten. Ganz nach dem Motto: Wir lügen doch nicht – unser Geschäft ist die Wahrheit. Das aber ist ganz schön dick aufgetragen.

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