Ich nehm den Bus, kost‘ ja nix

Montag, 19. Februar 2018

Janine Wissler wirbt seit vielen Wochen als OB-Kandidatin in Frankfurt mit kostenlosem öffentlichen Nahverkehr. Jetzt wird sie von den Plänen der Bundesregierung überholt. Wisslers Nulltarif auf den Wahlplakaten war – auf Nachfrage – nicht mehr als ein Eyecatcher. Doch die Linke war da weiter, als es die Bundesregierung jetzt zu sein scheint.

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Was die Gesellschaft zusammenhält: Diese Leute im Publikum sicher nicht

Freitag, 16. Februar 2018

Die bürgerliche Mittelschicht sorgt sich. Das bundesrepublikanische Selbstverständnis ist dahin; die politische Ordnung, wie wir sie im Lande kannten, gerät zum Chaos. Noch ein Besuch einer Veranstaltung, die ähnlich verlief wie letztens, als ich Cohn-Bendit zusah. Das scheint ein Lebenslügenmuster zu sein.

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Sind CDU, CSU und SPD das Gesetz?

Mittwoch, 14. Februar 2018

Kürzlich unterhielten sich zwei ältere Herrschaften in der Frankfurter U-Bahn über die Verhandlungen zur Großen Koalition. Was die jetzt alles mache, die Befristungen heben sie auf und 8.000 neue Pflegekräfte bestellen sie ein. Ob sie es gut oder schlecht fanden, vermochte man nicht einzuschätzen. Dass sie aber offenbar glaubten, dass der potenzielle Koalitionsvertrag quasi schon Resultate just in dem Moment zeitigt, da man ihn unterschrieben hat oder sogar nur über ihn berät, konnte man dem Dialog entnehmen.

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Schockschwerenot!

Montag, 12. Februar 2018

Etwas über ein Jahr ist Donald Trump nun Präsident der Vereinigten Staaten. Provokationen, Staatsrückzug und Eskalationen wechselten sich ab. Geht es nun immer so weiter, bis er aus dem Amt scheidet? Nein! Er ist eine Katastrophen-Maschine, darauf programmiert, die Grundlagen für Schockstrategien zur totalen Deregulierung zu eskalieren.

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Kabinett der postdemokratischen Apokalypse

Donnerstag, 8. Februar 2018

Die GroKo kommt. Das Projekt »Weiter so: Jetzt erst recht!« läuft. Der kleine Sozi hat es nun in der Hand. Bejaht er, so übernimmt ein Kabinett des Grauens die Regierungsarbeit. Sie waltet als Treuhand des moralisch-geistigen Abschwungs.

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Jetzt wäre ein ökonomischer Antifaschismus gefragt

Mittwoch, 7. Februar 2018

Anfang des Jahres wird in der Bundesrepublik den Opfern des Faschismus gedacht. Im Fernsehen spricht man dann über Rassismus oder Antisemitismus – und Zeitungen erinnern an damals und lassen letzte Zeitzeugen berichten oder mahnen. Selbst der Bundestag hält eine Gedenkstunde ab, bei der die AfD dieses Jahr übrigens natürlich keinen warmen Applaus absonderte. Bei Anne Will diskutierte neulich zum Beispiel Esther Bejarano, die Auschwitz überlebte, und im »Spiegel« richtete eine andere Überlebende, Gertrude Pressburger, einen ernsten Appell an die Leser. Die Erinnerung wachhalten, gerade jetzt, wo das Land nach rechts rückt und die Zeitzeugen langsam aber sicher aussterben: Das ist zweifellos ein wichtiges Anliegen.

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Halten Sie Abstand, ich bin Doktor!

Montag, 5. Februar 2018

Identitätsthemen prägen Wahlkämpfe, zwei Yuppies leiten jetzt die Grünzeug-Abteilung der Agendapolitik und eine grüne Oberbürgermeisterin in Lauerstellung wirbt in Frankfurt mit ihrem Doktor-Titel: Nie waren die strukturellen Linken so um Distinktion bemüht.

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Dieter Wedel ist unschuldig!

Freitag, 2. Februar 2018

Alle wissen was über Dieter Wedel. Ja, der große alte Staubwedel des deutschen Kinokitsches habe es getan: #hetoo! Wie es aussieht, wird die ganze Sache aber nicht justiziabel: Wo keine Klägerin, da gibt es schließlich keine Richterin. Braucht es auch gar nicht, ein Urteilsspruch ohne Beweisaufnahme dürfte schon ausreichen.

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Grüße aus der Wohlstandssphäre

Donnerstag, 1. Februar 2018

»Drecksloch« sagt man nicht, Mister President! Man fabriziert zwar welche in Entwicklungsländern, gibt ihnen dann aber neutrale Namen: »Globalisierung« zum Beispiel. Oder »Freihandel«.

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Robert, Roberto, Katja und Sahra

Mittwoch, 31. Januar 2018

Neulich nach der Veröffentlichung eines Textes im »Heppenheimer Hiob« habe ich mich mit Robert Meyer unterhalten. Robert ist »nd«-Onlineredakteur. Wenn ich Fragen zum Hiob habe: Er ist der Mann. Wenn nicht gerade Katja Herzberg für mich da ist. Nun jedenfalls entwickelte sich eine kleine Diskussion. Ganz modern via Facebook-Messenger. Diese Parteigründungspläne, die von Lafontaine und Wagenknecht kämen, so teilte ich ihm mit, die halte ich für Nonsens. Klar gäbe es Realos und Fundis in der Linkspartei, aber diesen Umstand als Motiv einer Trennung zu nutzen: Nee, das ist ein Holzweg. Robert fand, dass in der Darstellung der Wagenknechtianer Kipping immer fälschlicherweise als Fundi hingestellt würde. Ich erwiderte, dass sie sich zumindest von der Fundi-Basis antreiben ließe.

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Halts Maul, du Opfaaa!

Dienstag, 30. Januar 2018

Wie es die AfD so genießt, sich in die Rolle des Opfers zu begeben. Die AfD? Natürlich, die auch. Ansonsten gilt aber: Sich als Opfer zu fühlen ist mittlerweile Zeitgeist. Man findet dieses Verhalten ständig und überall. Auch in Gefilden weitab der AfD.

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Steuerfahndersterben: So sieht die konservative Revolution aus!

Freitag, 26. Januar 2018

Nach dem Schuster und dem Sattler jetzt auch noch der Steuerfahnder. Das Berufesterben geht weiter. Modernisierung? Aber sicher! Hier tickt die konservative Revolution schon lange: Sie schafft Schlupflöcher und Ausweichmöglichkeiten. Der Steuerfahnder ist doch bloß ein Modernisierungsverweigerer.

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Mitmachen für den Sozialabbau

Mittwoch, 24. Januar 2018

Die »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« (INSM) hat mal wieder ein Projekt zum Mitmachen. Auf ihrer Website kann man jetzt sein Selfie hochladen, sein »Gesicht zeigen - Steuern senken!« Das auf den Server abgelegte Foto wird dann mit dem Schriftzug »I love Steuern senken« veredelt. »Nur eine Minute« und schon bist auch du dabei! Höhepunkt des Aktes: Alle Bilder werden zu einer großen Fotowand vereinigt. »Steuern senken – Wir sind dafür« wird dann wohl in großen Lettern über der Gesichtergalerie prangen.

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Schulz schlimmer als Schröder

Dienstag, 23. Januar 2018

Geschenkt, natürlich hat Schulz einen parteipolitischen Kadaver geerbt. Gar keine Frage. Aber keiner vor ihm hat der sozialdemokratischen Partei einen solchen Schaden zugefügt, wie dieser Ex-Messias. Nicht mal Schröder.

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Wollen Sie die EU wirklich beenden? Sind Sie sicher?

Montag, 22. Januar 2018

Juncker bietet den Briten den Brentrance (entrance, engl. für Eingang) an – also das Gegenteil des Brexits. Just fordern Pro-Europäer ein zweites Referendum. So falsch ist ein solcher Schritt vielleicht gar nicht. Man sollte ihn institutionalisieren.

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Dschungelcamp: Die andere Seite der Bundesliga

Freitag, 19. Januar 2018

Ansgar Brinkmann ist … fast hätte ich geschrieben: Tot. Ein bisschen stimmts ja auch. Er wird ausgeschafft nach Australien. Ins Dschungelcamp. Nach Hartwig, Immel, Ailton, Legat und Häßler ist er der nächste Fußballer mit Straußenhodenappetit. Wie kommt das, wo doch die Bundesliga so eine traumhafte Welt ist?

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Show mer mal

Mittwoch, 17. Januar 2018

Nach den Golden Globes drehte sich das Personalkarussell emsig. Es ging nicht etwa darum, welcher Schauspieler den neuesten Tarantino bereichern darf. Da gibt es eh keine Wahl, dort hat Samuel L. Jackson eine Anstellung auf Lebenszeit. Nein, gemeint war der Posten des US-Präsidenten. Denn der, der den Job im Augenblick macht, der soll bitte nicht auf Lebenszeit verweilen. Nachdem dann Oprah Winfrey eine Rede zum Sexismus und ein bisschen auch gegen den Ungeist Donald Trumps hielt, war sich die eine Hälfte der Vereinigten Staaten sicher: Diese Frau muss dem jetzigen Präsidenten im Amt nachfolgen. Sie wäre die richtige Person. Die andere Hälfte behält indes lieber Trump. Die Nation ist halt tief zerrissen.

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… und dann wollte er mir an die Eier!

Montag, 15. Januar 2018

#metoo! Jetzt hat es mich auch erwischt. Ein Sexist wurde mit gegenüber übergriffig. Zum Glück nur verbal – es geschah via Facebook. Weiß der Deibel, was geschehen wäre, wenn da kein Glasfaserkabel zwischen uns gelegen hätte.

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Die Präsidenten der Anderen

Freitag, 12. Januar 2018

Majestäten sind in Deutschland Geschichte? Nee – nur ausländische Majestäten darf man angeblich seit Neujahr als Arschlöcher bezeichnen. Der Bundespräsident bleibt aber majestätisch. Ein deutscher Präsident ist eben immer ein bisschen höherwertig als ein ausländischer. Nichtsdestotrotz bleibt das Beleidigen des letzteren durchaus strafrelevant.

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Billigheimer Republik Deutschland: Das wird noch teuer

Mittwoch, 10. Januar 2018

Neulich las ich einen interessanten Bericht in der »Süddeutsche Zeitung«. Es ging um Hochgeschwindigkeitszüge in Japan und darum, dass die Japaner in Weltuntergangsstimmung seien, weil die Bahn immer später käme. 54 Sekunden sei sie nämlich zuletzt im Schnitt zu spät gewesen – Tsunamis und Erdbeben herausgerechnet. Bis vor kurzem lag die Verspätungsfrequenz noch bei 36 Sekunden. Man sieht schon: Alles im Niedergang. Jedenfalls für Japaner – wir wären hier ja froh, wenn man nur eine Minute Verspätung hinnehmen müsste.

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Die Moral von der Geschicht‘ – es gibt sie nicht

Dienstag, 9. Januar 2018

Kinderhände schufen Ihre Jeans: Welche Konsequenzen ziehen Sie? Eben – keine. Die 30 Liter Benzin in Ihrem Tank verunreinigten das Grundwasser ungezählter nigerianischer Familien: Boykottieren Sie die Erdölkonzerne und fahren E-Bus? Nein? Schade eigentlich. Aber sagen wir es doch mal deutlich: Moral ist eine ganz schlechte Währung.

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Facebook: Freiheitsgarant und Verfassungsorgan?

Montag, 8. Januar 2018

Nachdem man Storch und Weidel in den Netzwerken gelöscht und gesperrt und überdies sogar angezeigt hat, ging die Debatte um Meinungsfreiheit und Zensur wieder los. Dabei ist das Themenverfehlung. Man mag sich überdies zwar ins Fäustchen lachen, weil da sogar eine Anzeige im Raum steht, ob das aber nicht zu früh gelacht ist, warten wir wie immer ab.

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Zumutbare Arbeit? Arbeit als Zumutung!

Freitag, 5. Januar 2018

Das Stellenangebot über das Portal des Jobcenters klang wenig verlockend. Spargelstechen im Umland. Stundenlohn so niedrig, dass man nicht mal ein Drittel Bund Spargel dafür bekam. Dazu Plackerei, krummer Rücken und man sollte einen eigenen PKW haben, um an die Felder zu gelangen. Der ganz große Hauptgewinn. Ich klickte auf das Kreuzchen oben rechts und flüchtete so vom digitalen Sklavenmarkt. Drei Tage später hatte ich ein Jobangebot im Briefkasten: Es handelte sich exakt um diese Stelle. Das Angebot war natürlich eine Aufforderung, ein verbindlicher Marschbefehl. Die Sprachregelung der Behörde ist die Tünche, die die Erpressung kaschiert. Weil ich musste, rief ich dort an. Man sagte mir, ich sollte morgen ins hiesige Büro kommen.

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Die Querfront der Querfrontschreier und Neoliberalen

Mittwoch, 3. Januar 2018

Man kann es ja nicht mehr hören. Linker Zeitgeist scheint sich dieser Tage an einer Frage aufzuhängen: Gibt es eine Querfront oder ist dieser Vorwurf nur eine Kampagne innerhalb der Linken? Spielt man links den Adapter für Themen, die Rechte einem angeblich diktieren, oder fingiert man diese angeblichen Gemeinsamkeiten bloß? Vorab muss man schon mal bekennen: Wenn dies linke Lebensart ist zu einer Zeit, da wir es mit fatalen Verwerfungen in der demokratischen und ökonomischen Struktur zu tun haben, dann haben wir ein richtig dickes Problem.

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▢ Ja! ▢ Nein! ▢ Vielleicht!

Dienstag, 2. Januar 2018

Willst du mit mir schlafen? ▢ Ja! ▢ Nein! ▢ Vielleicht! So in etwa soll ab Juli in Schweden kopuliert werden. Wer will, der muss fragen. Und manchmal muss man sich fragen: Wann war der Moment erreicht, an dem feministische Ansätze anfingen, über den Boden der Wirklichkeit zu schweben?

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Jahresabschlussanalyse: Wir ehrlichen Makler

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Herzlich willkommen zur Pressekonferenz der neulandrebellen zum Jahresabschluss. Zunächst wird die Geschäftsführung über Zahlen und Erreichtes informieren. Danach haben Sie die Chance, Ihre Fragen an die beiden CEOs zu stellen.

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»Es wird immer schwieriger auf der Straße!«

Freitag, 22. Dezember 2017

Die europäische Freizügigkeit, offene Grenzen: Da treffen sich Neoliberale wie Linke gleichermaßen. Das ist doch was! Beide Seiten ignorieren dabei leider allzu häufig, dass ein regelrechter Armutswettbewerb entstanden ist. Ein Bericht von der Straße.

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Diätenerhöhung? Setzt die Lobbyisten auf Diät!

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Deutschland hat momentan keine Regierung. Es hat eine Geschäftsführung. Aber auch ohne amtliche Regierung gehen die Geschäfte voran. Vor vier Jahren, als sich die Sondierungsgespräche zwischen Union und Sozialdemokraten hinzogen, konnte man an dieser Stelle noch daran erinnern, dass Stillstand ja auch Fortschritt sein könne. Eine Gnadenfrist sozusagen. Auf diese Weise kann man heute nicht mehr ganz so gut argumentieren. Denn auch ohne Regierung gibt es kaum ein Durchatmen. Die Verschlimmbesserung des Alltags geht einfach weiter. Ob nun Glyphosat genehmigen oder Diäten ausbauen: Postdemokratie rules! Besonders die Diätenerhöhung während des hiesigen Interregnums erzeugte Wut. Da seien sich die Politiker natürlich einig, da fänden sie Mehrheiten, wo sie sonst keine sähen. Das sei halt wieder mal typisch.

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No future!

Dienstag, 19. Dezember 2017

Zukunft ist für uns Zeitgenossen des jungen 21. Jahrhunderts offenbar nur noch als Katastrophe denkbar. Das war für die Menschen am Beginn des 20. Jahrhunderts noch ganz anders: Zukunft galt damals als Chance.

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Guacamole und wie sie die Welt verstümmelt

Montag, 18. Dezember 2017

Klimawandel oder Atomschlag? Altersarmut oder Pflegebedürftigkeit? Ach was, die wirkliche Gefahr ist ein Lorbeergewächs – die Avocado nämlich. Die vollumfängliche Betriebssicherheit im Alltag: Sie schafft völlig unmündige Bürger.

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Betteln: Eine zumutbare Arbeit

Freitag, 15. Dezember 2017

Der ALG II-Leistungsberechtigte, der sich zu seinem Regelsatz noch einige Groschen dazubettelte, kam in den letzten Wochen zu einer kleinen Öffentlichkeit. Der Druck durch die Medien zeigte Wirkung: Er darf den Notgroschen behalten. Ist das ein Erfolg?

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Mr. Trump aus Würselen

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Martin Schulz ist kein Hundertprozentiger mehr. Jetzt, da er mitten in den Scherben seines Wahlkampfes steht, hält er sich aber immer noch hundertprozentig für eines: Für einen Europapolitiker aus echtem Schrot und Korn. Und so trat er als 81,9-prozentiger die Flucht nach vorne an und beantragte gewissermaßen thematisches Asyl in Europa. Und das während er sich mit jener Bundeskanzlerin bekatert, die er noch vor zwölf Wochen für unbedingt abkömmlich für Deutschland hielt. Mit der Macronaise am »Pulse of Europe«, dem Herauskehren als Retter Europas, ohne zu tief in ein wirkliches europäisches Change einzudringen, erhofft er sich nun neben seiner wohl baldigen Koalitionspartnerin im Hosenanzug profilieren zu können.

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Grundeinkommen: Reden wir mal über Zwänge

Dienstag, 12. Dezember 2017

Eine Welt, in der jeder tun und lassen kann ist denkbar? Mit dem Grundeinkommen! Mit dem Grundeinkommen? Wir sollten mal über Zwänge reden – und über Zwanglosigkeiten, die in eine Diktatur der Unterlassung münden können. Unter Linken ein wahrlich unbeliebtes Thema.

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»Es gibt keinen Grund für die AfD!«

Freitag, 8. Dezember 2017

»AfD – wie rechts ist Deutschland?«, fragte eine Frankfurter Podiumsdiskussion um Moderator Dany Cohn-Bendit. Alles kam auf den Tisch – nur keine wesentlichen Fakten. Cohn-Bendits These ließ nur eine Reaktion zu: Gehen! Ein Bericht über die falsche Schwerpunkte beim Umgang mit der AfD.

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Monolithe der Blutleere

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Eine scharfe Rüge nannte die Presse das, was die Bundeskanzlerin zum Glyphosat-Alleingang ihres Agrarministers ins Protokoll diktierte: Das darf nicht nochmal vorkommen - »Du du du!«, tadelte sie ihn und machte dabei große Augen. Lassen wir mal beiseite, ob der Minister den Schmidtchen Schleicher gab oder die Union sehr wohl eingeweiht war. Dass etwas an dieser Kontrollkanzlerin vorbeigeschmuggelt wird: wirklich schwer vorstellbar. Aber wenn die Presse einem diese saftlose »Schelte« als einen impulsiven Akt, als Abkanzelei von Format verkaufen möchte, dann fragt man sich tatsächlich: Wie viel Leben steckt da noch in diesem demokratischen Schauspiel? Was da Rüge sein soll, gilt bei anderen als klassisches Laissez-faire. Was dort als Schärfe feilgeboten wurde, ist für andere Zeitgenossen fast schon Zeichen von Liebkosung.

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Mehrheitlich in der Minderheit

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Frau Merkel will keine Minderheitsregierung? Unverständlich, woher kommt bloß dieser Sinneswandel? Bis eben hat sie doch ständig Politik für eine Minderheit gemacht. Und plötzlich tut sie so, als brauche sie Mehrheiten.

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Die da oben oder Beinahe Bundesminister

Montag, 4. Dezember 2017

Seehofer wäre Bundesminister geworden. Anschlussverwendung nach seinem kalkuliertem Ende als Ministerpräsident. Das war nur eine Meldung, die mehr so nebenher lief. Dabei wäre das ein dicker Fisch. Denn das Sujet erklärt viel vom Klima in diesem Land.

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Wir lassen uns unseren Spendenaufruf nicht wegnehmen!

Sonntag, 3. Dezember 2017

Nein, wir lassen uns unser Weihnachtsfest nicht wegnehmen von denen da oben. Wir schätzen doch die abendländische, die christliche Kultur: Glühwein, Stress, Familienhader und natürlichnatürlich Bares.

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Bourdieu in der Tram oder Nach unten treten

Freitag, 1. Dezember 2017

»Selbst ich hab Hunger. Tschuldigung, dass ich auch amol was essen will.«, brüllte da einer. Hoppla, was war denn in dieser fast menschenleeren Straßenbahn los? Armut – und Armutshierarchien!

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An jedem verdammten Sonntag

Donnerstag, 30. November 2017

Obgleich das hessische Ladenöffnunggesetz vorsieht, dass Geschäfte wochentags bis zu 24 Stunden geöffnet haben dürfen, fordern die hessischen Liberalen Nachbesserung. Ihnen ist es ein Dorn im Auge, dass die bis zu vier verkaufsoffenen Sonntage, die in eben jenem Gesetz zugesprochen werden, anlassbezogen sein müssen. Bei Festlichkeiten oder Messen könne man so einen verkaufsoffenen siebten Tag der Woche beantragen. Sonst nicht. Die FDP sähe es jetzt gerne, wenn man auch ohne Anlass öffnen dürfe. Und nicht nur die Händler unterstützen diese Forderung.

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Arbeitskraftverkäufer, ihr habt nichts zu verlieren – fast nichts!

Montag, 27. November 2017

Die Arbeiterklasse soll es machen? Die gibt es doch so wie vor hundert Jahren gar nicht mehr. Mit klassischem Marx kategorisiert man die Welt von heute mit gestrigen Einschätzungen. Arbeiter aller Länder – wer seid ihr eigentlich?
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Den Merkelismus in seinem Lauf …

Freitag, 24. November 2017

Angela Merkel ist durch? Der Merkelismus am Ende? So behaupteten es jetzt eigentlich fast alle politischen Beobachter. Nur einer zeigte auf, dass das eine Fehleinschätzung ist: Andreas Frege, genannt Campino.

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Morgen kommt kein Weihnachtsmann

Donnerstag, 23. November 2017

Ende November kam man in Deutschland stets in Stimmung. Man kaufte sich Lebkuchen, die schon seit Anfang September in den Verkaufsregalen standen, kramte die Wham-CD hervor, entschied abermals, die Geschenke für Familie und Freunde frühestens am 23. Dezember zu besorgen und beantwortete etwaige Straßenumfragen, ob man denn den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes noch kenne, mit zotigen Antworten wie: Da feiern wir den Todestag des Weihnachtsmannes - und außerdem gedenken wir der vielen gefallenen Schneeflocken bei ihrem Kampfeinsatz um ein weißes Fest. Weihnachtsstimmung halt. Alle Jahre wieder.

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Die Regierung sitzt doch fest im Sattel

Mittwoch, 22. November 2017

Instabile Zeiten? Politische Verwerfungen? Alles Unfug! Ob nun AfD-Bundestagseinzug oder gescheiterte Regierungsverhandlungen: Die Börse ist stabil, die Märkte lassen sich nicht beirren. Weit und breit kein Linksruck in Sicht.

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Das Kamel, das Nadelöhr und die falsche Moral

Montag, 20. November 2017

Die Reichen sind so gierig. Dabei muss man ihnen das gar nicht vorhalten. Dass die Politik diese Gier nicht eindämmt: Das wäre eine Vorhaltung mit Format. Weniger moralischer Zeigefinger, mehr politisches Einfordern: Gebot der Stunde.

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Trump, bayerisch buchstabiert: S-ö-d-e-r

Samstag, 18. November 2017

Die Lage ist mehr als ernst: Exakt so lautete unlängst der O-Ton von Markus Söder zur Situation in der CSU. Der Mann hat völlig recht. Die Lage ist sogar noch viel mehr als nur mehr als ernst. Denn Söder ist die nächste Stufe christsozialer Eskalation.

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… dann würde ich die AfD wieder wählen

Donnerstag, 16. November 2017

»Weidel (AfD/«Nazischlampe») hat mich wegen eines kritischen Kommentars blockiert.« Diese Sentenz ist nicht von mir! Das möchte ich gleich mal klarstellen. Diese Meldung empfing mich neulich auf der Startseite meines Facebook-Zugangs. Eine Nutzerin mit Linkspartei-Logo im Konterfei ereiferte sich: Sie sah darin die »Meinungsfreiheit nach Art der AfD« am Werk. Manchmal macht man große Augen – wie vermessen, ja wie selbstgerecht im linken Milieu mit dem Phänomen der AfD umgegangen wird. Diese Statusmeldung ist mehr als überheblicher Schwachsinn. Sie ist ein Alarmsignal! Wenn die Linken im Lande mit dieser Attitüde auftreten, verlieren sie den Kampf gegen den Rechtsruck.

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Dieser Mann möchte Sie krank machen!

Dienstag, 14. November 2017

Das Arbeitszeitgesetz lockern, damit man wettbewerbsfähig bleibt? Der Arbeitstag endet nicht mehr am Feierabend? Wer solche Pläne hegt, hat keinen Schimmer. Das sind Pläne zum kollektiven Erkranken.

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Keiner von 80 Millionen

Montag, 13. November 2017

Wagenknecht und Lafontaine unterscheiden zwischen deutschen und ausländischen Arbeitskräften? Das ist nicht richtig. Was bei der ganzen Debatte immer wieder unterm Tisch landet, ist das komische Verhältnis der Deutschen zur Staatsbürgerschaft.

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Der Kunde ist König – der König ist tot

Freitag, 10. November 2017

Netflix flötet in den Netzwerken gerne mal keck zurück und würgt so Cybergemotze ab. Ist das die neue Geschäftskultur, der neue Umgang mit dem Kunden, der mal König war? Eigentlich eine ausgezeichnete Entwicklung: Monarchie ist nämlich kein Geschäftsmodell.

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