Journalismus: Ein Dilemma

Freitag, 21. April 2017

Den Medien kann man gar nicht mehr trauen. Überhaupt nicht. Jede Meldung aus dem Äther ist Lüge und Betrug. Was sie auch bringen: Da stecken Absichten dahinter. Das ist alles gesteuert. Ausnahmslos.

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»Fake-News« und die Verfestigung der Alternativlosigkeit

Donnerstag, 20. April 2017

Die Elite der europäischen Fußballvereine traf sich neulich, um die Champions League zu reformieren. In erster Linie ging es um die Verteilungsfrage der Gelder. Natürlich hat die nicht nur Befürworter, gerade auch kleinere Klubs sorgen sich um die Entwicklung, weil sie sich noch weiter ins Hintertreffen geraten sehen. Die Münchner Bayern waren natürlich auch vertreten. In der Person von Karl-Heinz Rummenigge, der nebenbei auch noch Vorsitzender der »European Club Association« ist, dem Verband der europäischen Topvereine. Und was sagt der Mann zu den Sorgen, die manche ausbrüten, wenn es um die Reform der Königsklasse geht? Das seien nur »Fake-News«, für ihn sähe es nämlich so aus, als würden die Pläne alle zufriedenstellen.

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Der Kindesmissbrauch der Klickpimps

Dienstag, 18. April 2017

Niedersachsens Justizministerin verteidigte die Kinderehe. Ach ja, wirklich? So jedenfalls schätzt man es medial ein, obgleich man den Inhalt ihrer Kritik an der Gesetzesverschärfung zum Thema kennt. Kein Wunder, mit einem solchen Sujet generiert man Klickrates.

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Der Russe als solcher

Donnerstag, 13. April 2017

Lange Zeit wechselten sich die Bilder, die man sich im westlichen Europa und ganz speziell auf deutschen Boden von Rußland machte, in schöner Regelmäßigkeit ab. Zu Zeiten des Deutschen Ordens waren die Russen noch als wüste Tartaren verschrien. Der Philosoph Johannes von Glogau betonte erstmals Ende des 15. Jahrhunderts die vermeintlich asiatische Herkunft der Russen und glaubte dort ihren unchristlichen Geist begründet. Ende des 17. Jahrhunderts blickte man dann bewundernd nach Osten. Zar Peter, den sie den Großen nannten und der ja tatsächlich mindestens 2,01 Meter in die Höhe geragt haben soll, richtete sein Land europäisch aus und ließ reformbestrebt den Russen sogar ihre traditionellen Vollbärte abschneiden.
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Endlich US-Präsident!

Dienstag, 11. April 2017

Endlich besinnt sich Donald Trump auf die Qualitäten eines US-Präsidenten: Er lässt Bomben regnen und setzt auf Militärparaden zur Abschreckung. Neocon-Deutschland ist erleichtert: So ein Präsident ist berechenbar.

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Ausgebrannt

Montag, 10. April 2017

Es ist mal wieder interessant festzustellen, dass man unter der vorherigen Arbeitsministerin der Union in manchen Bereichen schon weiter dachte als jetzt, da eine Sozialdemokratin dem Laden vorsitzt.

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Widerstand der kleinen Hausherren

Freitag, 7. April 2017

Die Putzfrau, die man schwarz bei sich arbeiten lässt, müsse man als Versuch der kleinen Leute betrachten, Steuern zu sparen. So jedenfalls das IW zum Thema haushaltsnahe Dienstleistungen. Als kleiner Mann, der ich bin, bemitleide ich mich jetzt mal selbst.

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Mal am Puls Europas fühlen

Donnerstag, 6. April 2017

Einige Wochen ist es her, es war ein Sonntag und es hatte etwas vom Frühling, da flanierten wir über die Mainpromenade stadteinwärts, als plötzlich von Frankfurter Willy-Brandt-Platz aus kommend ein gut gelauntes Menschenheer mit blauen EU-Fähnchen Richtung Fluss zog. Da las ich es erstmals: »Pulse of Europe«. Irgendwo dudelte Lennon, »… you may say I’m a dreamer …«, der Lindwurm trennte sich und lief über zwei Brücken über das Wasser, hintendran noch die obligatorischen Trommler, die immer dabei sind, wenn es gilt dabei zu sein. Danach trennten sich unsere Wege und ich fragte mich: Was war denn das?

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Populismus? Na logo!

Mittwoch, 5. April 2017

Das bürgerliche Lager glaubt schon wieder an einen Betriebsunfall. Jetzt hat es wie aus dem Nichts mit Populisten zu tun. Wie aus dem Nichts? Immer dasselbe: Die haben doch nichts gewusst!

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Für einen Presseprioritätsverbesserungsleitantrag

Montag, 3. April 2017

Der Terror des Jahres 2016 hatte Konsequenzen für Deutschland. Seit einigen Wochen darf gefilmt werden. Darüber berichtet werden dürfte jedoch auch. Das tut nur kaum jemand. Die Leitmedien schweigen.

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Wenn wir alle Bangladescher wären ...

Freitag, 31. März 2017

Wenn selbst intellektueller Sachverstand als Ansatz nur »Umdenken. Wir müssen umdenken, Leute!« parolieren kann, dann steht es schlimm um uns. Wahrscheinlich stimmt es: Die Menschheit schafft sich ab.

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Ohne Sozialdemokratie gibt es keinen Wechsel

Donnerstag, 30. März 2017

Nachdem jeder, wirklich jeder wahlberechtigte Sozialdemokrat für Martin Schulz gestimmt hat und er mit hundertprozentiger Bestätigung zum Parteivorsitzenden ernannt wurde, gab es wieder viel Spott und Häme. Das kann die SPD ganz besonders gut: Steilvorlagen liefern. Außerdem kann man sich noch ganz gut über sie ärgern, wenn mal wieder deutlich wird, wie sehr Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen. Dann verdammt man wieder mal diese Partei, die man für entbehrlich erklärt und gibt sie auf. Mir fällt es schwer diese Zeilen zu tippen, denn ich muss es mit einer Hand tun – mit der anderen fasse ich mich an die eigene Nase.

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Schock: Die wahren Gründe für die Rechtschreibreform

Mittwoch, 29. März 2017

Vor Jahren erhitzte die Rechtschreibreform die Gemüter. Widerstand machte sich breit und manche Zeitung verkündete stolz, sie würde nach wie vor traditionell Deutsch drucken. Was keiner wusste: Die Rechtschreibreform wurde von den Verlagen gefordert.

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Das kleine Dunkle

Montag, 27. März 2017

Dass die Mieten teuer sind, liest man regelmäßig. Dass am Wohnungsmarkt nicht alles schlecht läuft, liest man seltener. Dass Wohnungsbau sozialverträglich sein muss, liest man nie. Von einem neuen Spleen wird man hingegen derzeit recht häufig informiert: Vom kleinen Dunklen.

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Alles Nazis außer Thomas

Freitag, 24. März 2017

Julian Assange, Noam Chomsky, Jeremy Corbyn, Diether Dehm, Heiner Flassbeck, Stephan Hebel, Ken Jebsen, Oskar Lafontaine, Jean-Luc Mélenchon, Albrecht Müller, die NachDenkSeiten insgesamt, Podemos, Paul Schreyer, Syriza, Yannis Varoufakis, Sahra Wagenknecht, Slavoj Žižek. Das ist in alphabetischer Reihenfolge die Liste derer, die Thomas Ebermann in der aktuellen »konkret« als Rechte verortet.

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Die Internationale der Übertölpelten

Donnerstag, 23. März 2017

Weil sich die Sozialistische Internationale im März 2011 nicht schnell genug von zwei autoritären Mitgliedsparteien aus Ägypten und Tunesien distanzierte, fühlte sich der damalige Parteivorsitzende der deutschen Sozialdemokratie – Sigmar Gabriel – berufen, sein eigenes Netzwerk zu gründen. Heraus kam die »Progressive Allianz«, eine Art Protestinternationale gegen jenes traditionelle Netzwerk, dem einst Willy Brandt als Vorsitzender diente. Aber nicht nur Protest steckte in Sigmar Gabriels Baby: Hier formierte sich die europäische Sozialdemokratie in ihrem Bewusstsein als Neue Mitte, um sich gegen Parteien des eher sozialistischen Spektrums abzuschotten.

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Nach der Tat von London: Es darf nichts mit uns zu tun haben

Ich muss jetzt sehr vorsichtig sein. Denn nach einem Anschlag wie dem in London sind die Gemüter erregt, zu Recht. In London sind am 22.3.2017 mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, rund 30 wurden verletzt. „Vieles ist noch unklar“, schreibt die Tagesschau einen Tag später, doch das ist kein Grund, das Spekulieren zu unterlassen. Die britische Polizei geht von einem Einzeltäter aus, der „vom internationalen Terrorismus inspiriert“ wurde. Eine sehr merkwürdigen Formulierung, die unterschiedliche Schlüsse zulässt, aber auf einen Terrorakt hinweist. Auch die Aussage von Scotland Yard klingt nebulös: „Wir behandeln dies als einen terroristischen Vorfall, bis wir etwas anderes wissen.“ Es scheint, als sei ein Terrorakt die einzige Erklärung, die zulässig ist. Doch wenn man den Medienberichten glauben darf, ist das lediglich eine Vermutung.

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SPD: Augen zu(halten) und durch – mit 100 Sachen in den Nebel!

100 Prozent für Martin Schulz. Nicht 80, nicht 90, nein, 100 Prozent! Der Mann kann Kanzler, er muss es einfach können. Schließlich kann sich doch nicht gleich eine ganze Partei von einem Blender über den Tisch ziehen lassen.
Oder etwa doch?

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Der geizige kleine Bruder der Blockwarte

Mittwoch, 22. März 2017

Die »Junge Freiheit« gilt gemeinhin als das Parteiblatt der Alternative für Deutschland. Das Weltbild lässt sich mancher – unter anderen Vorzeichen – aber auch bei einem konservativen Frankfurter Leitmedium beglaubigen.

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Von einem Linken, der auszog, die Sozialdemokratie zu lernen …

Dienstag, 21. März 2017

Frustriert aus der SPD auszutreten, um sich der Partei „Die Linke“ zu nähern und gleich noch ein Parteibuch zu bestellen, war eigentlich bisher keine große Sache. Aber dann kam Martin Schulz, der vermeintliche Retter der Sozialdemokratie. So scheint es zumindest derzeit zu ein. Fast wie die Lemminge rennen die Menschen der Richtung hinterher, die die SPD unter Martin Schulz vorgibt.

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Psychische Ausnahmesituationen

Montag, 20. März 2017

Entwarnung: Der Mann mit der Axt, der am Düsseldorfer Bahnhof um sich schlug, war einfach nur psychisch angekratzt. Sein Terror war gar keiner. So wie die Objektivität der Leitmedien auch gar keine ist. Auch sie sind im psychologischen Ausnahmezustand.

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Sexueller Missbrauch: Was stimmt nicht mit unseren Werten?

Sonntag, 19. März 2017

Etwa jeder siebte Deutsche wurde in seiner Kindheit sexuell missbraucht. Das förderte eine neue Studie zutage. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Zahl sogar untertrieben ist, denn die Dunkelziffer bei solchen Taten liegt naturgemäß höher.

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Hübenpresse! Drübenpresse!

Freitag, 17. März 2017

Dass sich der Journalismus in diesem Lande gerne mit ausländischen Journalisten solidarisiert, die in ihrer Heimat unter Repression leiden, ist positiv. Dass man solche Momente aber nicht zum Anlass nimmt, das eigene schlechte Standing in der Öffentlichkeit hierzulande zu überdenken, zeigt auch, dass man sich selbst nichts vorwirft.

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Minutiös sozialdemokratisch

Donnerstag, 16. März 2017

Alle acht Minuten verliebt sich ein Mensch in die Sozialdemokratie und beantragt ein Parteibüchlein. Ein kurzer Querschnitt der SPD in Minuten und Sekunden.

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Wir Unübertrefflichen

Mittwoch, 15. März 2017

Erdoğan steht es nicht zu, die deutsche Regierung mit der Nazikeule zu traktieren. Der deutschen Regierung steht es jedoch auch nicht zu, Deutschlands rechtsstaatliche Unübertrefflichheit zu betonen, während ein Teil von ihr Guantánamo importieren möchte.

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Hartz IV oder Es gibt noch viele Baustellen, Herr Schulz!

Montag, 13. März 2017

Nachdem wir an dieser Stelle geklärt hatten, dass Martin Schulz eben nicht die Agenda 2010 reformieren will, sondern damit eigentlich Hartz IV meine – und das auch nur in einem engen Rahmen -, könnte man ja mal nachfragen, ob es bei der Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I bleiben kann, will man tatsächlich ein Mindestmaß an Gerechtigkeit herstellen.

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Die Ausschreitungen wird Berlin zu verantworten haben

Sonntag, 12. März 2017

Den G20-Gipfel in das Hamburger Schanzenviertel zu legen, ist nicht weniger als der Gang ins Chaos – sehenden Auges, wohlgemerkt. Denn dass bei diesem Austragungsort heftige Auseinandersetzungen vorprogrammiert sind, ist klar. Und wäre vermeidbar. 

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Das amerikanische Jahrhundert ist vorbei

Freitag, 10. März 2017

Mit noch was hatte Mister Trump recht: Er hat eine schlechte Ausgangslage geerbt. Vielleicht nicht ganz das Chaos, von dem er sprach, aber trotzdem: Er ist einer der Sachwalter einer ausgehenden Epoche.

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Bob Woodward, Carl Bernstein - und Hans Meiser?

Donnerstag, 9. März 2017

Watergate ist das Synonym für handfesten, richtig guten Journalismus. Wer sich unter dem Label vereinigt, muss was auf dem Kasten haben. Die Website watergate.tv firmiert da unter großem Namen – und ist das Gegenteil davon.

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Barbaren und andere Menschenfresser

Mittwoch, 8. März 2017

Die Beiträge in den konservativen Blättern haben was von Tacitus. Nur andersherum. Sie sind Antitacitusse, die ihr Germania zwar auch loben, aber damit andere Absichten hegen als der alte Römer.

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Die Griechen sollten besser fauler werden … besonders beim Sex

Dienstag, 7. März 2017

Na? Ist das mal eine Überschrift? Über die kann man sich aufregen, hüben wie drüben. Skandalös, oder? Den Griechen vorschreiben zu wollen, wie viel Sex sie haben. Geht‘s noch? Da diese Reaktion nachvollziehbar und gerechtfertigt ist, ist wohl eine Erklärung nötig. Und die macht die Sache auch nicht besser, im Gegenteil. Denn es geht um die Säuglingssterblichkeitsrate in Griechenland. Und die ist furchtbar hoch. Womit wir bei der nächsten zynischen Bemerkung wären.

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Agenda 2010 oder Schulz‘ Stellschräubchen ist nicht das große Ganze

Montag, 6. März 2017

Einige Tage ist es her, da hat Martin Schulz die Agenda 2010 für sich entdeckt. Er möchte nun die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I verlängert wissen. Wenn er das für die Reform der Agenda 2010 hält, dann begibt er sich auf Vertuschungstour.

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Sollen wir besser nachts streiken?

Freitag, 3. März 2017

Claus Weselsky von der GDL für ein Interview zu erwischen, gehört sicher nicht zu den einfachsten Unternehmungen. Willig war er, keine Frage. Aber Termine, ein Flughafenaufenthalt mit unzähligen Nebengeräuschen, Verhandlungen und Schlichtungen führten zu einigen Terminverschiebungen. Weselsky aber – das kann ich voller Überzeugung sagen – möchte Zusagen einhalten, und so kam das Gespräch mit ihm am 28. Februar 2017 doch noch zustande. Vom Hotelzimmer aus, und zwischen einer kurzen Nacht und der nächsten Schlichtungsrunde.

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Trostloser als vor 150 Jahren

Donnerstag, 2. März 2017

Der durchschnittliche Jahresverdienst stieg zwischen 1871 und 1913 hübsch an. Fast könnte man sagen: Er tat es beständig und ohne Unterbrechung. Arbeitnehmer in Handel und Verkehr verdoppelten in dieser Zeit ihren nominalen Durchschnittslohn sogar. Die Wertschöpfung in Millionen Reichsmark wuchs in allen Wirtschaftsbereichen. In allen Einkommensstufen außer der untersten (bis zu 900 Reichsmark Jahreseinkommen) konnten zwischen 1896 und 1912 Zunahmen verzeichnet werden.

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Das ist deren Ernst

Mittwoch, 1. März 2017

Sollte künftig in der Bildzeitung »eine Debatte falsch oder verzerrt dargestellt« werden, kann man Abhilfe schaffen: Mit einem Ombudsmann. Anders gesagt: Jetzt gibt es wohl nie wieder einseitige Berichterstattung. Oder?

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Geringfügige Schattenwirtschaft

Dienstag, 28. Februar 2017

Millionen geringfügige Beschäftigte seien vom Mindestlohn ausgeschlossen. Das kann stimmen – muss es aber nicht. Minijobber berichten zuweilen von einer anderen Taktik. Aber es fehlt wie überall in der Personalmangelwirtschaft an Zollfahndern.

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Der Tisch, der Krieg und die Medien

Berichten die Medien objektiv? Können oder müssen sie das überhaupt? Nicht erst, seitdem Begriffe wie „Lügenpresse“ oder „Lückenpresse“ die Runde machen, steht die Berichterstattung in der Kritik. Die Erfindung der sozialen Medien macht die Sache auch nicht einfacher.

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Empört euch - weniger!

Freitag, 24. Februar 2017

Stéphane Hessels Imperativ kam zur rechten Zeit. Er meinte aber sicher etwas völlig anderes als das, was wir seit geraumer Zeit zu ertragen haben. Wütende Empörung ersetzt nicht den Verstand. Sie sollte aus ihm abgeleitet werden.

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Die wirkliche Schande für die Bundesrepublik

Donnerstag, 23. Februar 2017

134.390 Sanktionen sprachen die Jobcenter 2016 monatlich aus. Das ergab eine Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der LINKEN. Im Vergleich zu 2015 stellt die Zahl einen Anstieg dar. Den Höchststand hatte man allerdings 2012 notiert. Damals waren es monatlich 149.708 Sanktionen. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr und verglichen mit etwa 4,3 Millionen Leistungsberechtigten im Jahresdurchschnitt, ergäbe das eine frappierende Quote. Die wäre nur nicht ganz belastbar, weil manche Leistungsberechtigte ja mehrfach sanktioniert werden. Eine Tendenz lässt sich damit dennoch ablesen: Die Behörden verfolgungsbetreuen weiterhin im großen Stil.

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IS Total

Mittwoch, 22. Februar 2017

Bei einer Tasse Kaffee die Kanäle sondieren, sich durch das Programm zappen, um etwas Verwertbares zu finden: Ob beim IS wohl all die Leute sitzen, die vormals Raab zuarbeiteten?

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Der Retter der Exportlastigkeit

Montag, 20. Februar 2017

Jeder sagt mal was Richtiges. Selbst Donald Trump. Deswegen gab es anfangs hierzulande auch linke Sympathien für ihn. Als er Deutschlands Exportwirtschaft angriff, war das jener Nagelkopf, der ihm mal nicht unter dem Hammer wegrutschte. Dass der Mann das ansprach, das freut die Presse, die für die Angebotspolitik wirbt, jetzt höllisch.

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Donald Trump und Europa: Wer führt hier eigentlich wen?

Sonntag, 19. Februar 2017

Europa ist in Sorge. Trump sei gefährlich, für die europäischen Werte, für den Frieden, für irgendwie alles, was so schiefläuft in der Welt und bereits vor Trumps Amtsantritt schiefgelaufen ist. Doch Europa hat scheinbar einen Plan. In dem kommt auch Trump vor. Aber ohne seine scheinbare Dominanz.

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Scherze werden auf Facebook nicht geduldet

Da müssen Sie jetzt durch! Ich nehme Bezug auf das Lied „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen“, und ich gehe davon aus, dass Sie diesen Ohrwurm jetzt erst einmal nicht mehr aus Ihren Hirn kriegen. Gut so! Voll verdient! Pech gehabt, selber schuld! 

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Ich beginne Fleischhauer zu verstehen

Freitag, 17. Februar 2017

Ich lebe in einer Blase. Tun wir ja alle. In meiner tummeln sich aus nachvollziehbaren Gründen viele Linke. Und zwar Linke aller Spielarten. Zu Lafontaines Äußerungen zum Thema Abschiebung meldeten sich dann viele dieser Leute zu Wort. Sie fühlten sich in ihrer linken Identität verletzt.

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INSA und die Jubelsozis

Donnerstag, 16. Februar 2017

Der Rausch, in dem sich die deutsche Sozialdemokratie seit einigen Tagen befindet, kam aus Erfurt über das Land. Dort hat das Institut für neue soziale Antworten (INSA) seinen Sitz. Jenes Institut, das die Sonntagsfrage neulich so beantwortete: Die SPD überrundet die Union. Geleitet wird dieses Institut übrigens von einem gewissen Hermann Binkert, dem man ein Faible für die AfD, insbesondere für deren thüringischen Landesverband mit Herrn Höcke, nachsagt. Laut »Spiegel« erbrachte ein Binkert-Unternehmen Leistungen für den genannten AfD-Landesverband – natürlich gegen Kasse. Außerdem trat Binkert bei der »Huffington Post« wohl mehrfach als Autor von Texten in Erscheinung, die die AfD lobenswert thematisierten.

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Harter Arbeitsalltag

Mittwoch, 15. Februar 2017

Die hart arbeitenden Menschen im Lande sind Herrn Schulz ein Anliegen. Glaubt man den Memes, die kursieren. Sie sollen am Ende mehr in der Tasche haben. Schöner Ansatz. Aber das reicht noch lange nicht.

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Klittern nicht klotzen

Montag, 13. Februar 2017

Der sozialdemokratische Architekt der Agenda 2010 zieht in Bellevue ein. Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten lobt Schröder und lobtadelt die Agenda 2010. Sozialdemokratische Wochen in Deutschland: Keine realistische Machtoption zwar, aber wenigstens Deutungshoheit.

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Das war der Präsident

Freitag, 10. Februar 2017

Übermorgen hat Gauck seine erste und einzige Amtszeit hinter sich gebracht. Eine Betrachtung.

Sein Amtsantritt war verbunden mit dem Lob fast aller Medien. Hier komme ein Bürgerpräsident, erklärten sie den Menschen. Einer, der Finger in Wunden lege, die Sorgen der Leute kenne und frisch und unverbraucht sei, weil er dem Politbetrieb nicht sehr nahe stehe. Nichts davon hat sich dann verwirklicht. Die Erwartungen verpufften wenig überraschend. Kritiker haben vorher schon darauf hingewiesen, wie der Mann funktioniert. Und so redete er an vielem vorbei und schwätzte meist nur die politische Agenda der Regierungsparteien nach. Sprachlich hat er das Amt auf einen Höhepunkt geführt. Inhaltlich war dieser Präsident fast immer ein Tiefpunkt.

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Nur Mut, Genossen!

Donnerstag, 9. Februar 2017

Es stimmt ja: Mit der SPD, wie sie sich aufstellt und wie sie sich jetzt mit Schulz zwischen zögerlicher Kritik an neoliberalen Rezepten und Lobhudelei für Gerhard Schröder und dessen Agenda 2010 einnistet, ist es ein Trauerspiel. Wenn überhaupt, dann wird in der SPD geklittert – nicht geklotzt. Auch wenn man dort momentan so tut, als gäbe es ein dickes Change in der politischen Landschaft der Republik. Man lobt nun unter anderem am Kanzlerkandidaten, dass er der AfD in seiner Rede im Willy-Brandt-Haus den Kampf angesagt hat – dass die SPD über Jahre keine Alternative für Deutschland mehr sein wollte und somit auch den Aufstieg dieser Rechtspartei förderte, hat er lieber mal nicht erwähnt. Mit diesen euphorischen und geschichtsvergessenen Sozis regieren? Schlimmstenfalls sogar noch mit den Grünen im Schlepptau, deren einziger roter Faden ist, keine Textilie in diesem Farbton zu besitzen?

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... über alles in der Welt

Mittwoch, 8. Februar 2017

Die Italiener: Staatschaoten. Die Griechen: Schattengewächse. Ach, wenn diese Südeuropäer nur von Deutschland lernen würden. Oder anders gesagt: Wenn diese Deutschen endlich mal von ihrem Ross steigen würden.

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