Armut ist Ausgrenzerin mit vielen Facetten

Donnerstag, 14. März 2013

Vor einigen Tagen musste sich die Bundesregierung mit der Kritik auseinandersetzen, dass ihr Armutsbericht geschönt sei. So die eine Lesart, der andere Teil des Journalismus kommentierte abfällig, dass in diesem Land niemand hungern müsse. Ist Armut in Deutschland vergleichbar mit Reichtum light - einem Luxusleben auf etwas niedrigerem Level?

Mir ist nicht ganz klar, an welchen Kriterien sich die Armut bemisst. Orientieren wir uns an den schlimmsten aller Knappheiten? Muss man mindestens Magenknurren, vergilbtes Weiß oder einen abgewetzten Kragen tragen, um sich arm zu nennen? Oder wäre das dann wiederum nur übertrieben, eine Zurschaustellung von Faulheit und Schlamperei?
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5 Kommentare:

baum 14. März 2013 um 14:55  

das schlimmste an der armut durch arbeitslosigkeit ist neben dem permanenten geldmangel das sinkende selbstvertrauen, das so tief sinken kann, dass man sich nichts mehr zutraut. ich hatte eine zeit, in der ich mich noch nicht mal in die räume einer leiharbeitsfirma getraut habe.

Hartmut 14. März 2013 um 20:15  

Dieser Artikel hat mich sehr berührt - Danke Roberto.

In den 80ern war ich auch eine ganze Zeit auf das ALG angewiesen - mein Selbstwertgefühl war damals nahe dem Nullpunkt. - Mit heute wohl kaum zu vergleichen. - Aber, dass die Psyche einen dauerhaften Schaden erleidet, wurde und wird vom Gesetzgeber und von den Exekutoren billigend in Kauf genommen.

Zusammenfassend möchte ich hierzu sagen: alle Betroffenen von Hartz IV werden durch dieses unmenschlichste Gesetz, seit Bestehen der BRD, in den sozialen Tod getrieben.

Und im gerade geschilderten Fall, auf Klaus Blog, auch in den körperlichen.

Anonym 15. März 2013 um 13:25  


Ich möchte aber anmerken das es durch aus Hunger gibt in unserem Land.Und zwar nicht zu knapp.Oder aber man glaubt das 1,5 Millionen Menschen die zur "Tafel" gehen das aus reinem spass machen.

Und die Zahl dieser hungernden Menschen die solche Einrichtungen wie die "Tafel" in unserem Land brauchen wächst augenscheinlich seit 2008 jedes Kahr um 200.000 Menschen an.

Roberto De Lapuente 15. März 2013 um 16:31  

Der Text erschien beim ND in überarbeiteter, gestraffter Form. Ursprünglich habe ich zumindest anklingen lassen, dass auch hier Hunger herrscht zuweilen. Vielleicht bringe ich das Orginal in einiger Zeit.

Anonym 15. März 2013 um 23:25  


Roberto das sollte definitiv keine Kritik an Dir sein,Du machst eine fantastische Arbeit.Es war Kritik an der ND.

Ganz ehrlich.Ich empfinde die ND als Organ für die "Arbeiter und Bauern-Kaste" als sehr schwach auf der Brust.Anstatt sich auf die Spielchen der System-Medien einzulassen und über Sinn und Zweck von Stuttgart 21 zu diskutieren (was für mich nur "Ablenk-Arbeit" ist) sollte es die ND sein Die es ganz klar ausspricht welches echtes Elend sich auch bei uns eingeschlichen hat.

Also "echter Hunger" und nicht nur Seelenpein weil man als Hartz4er Status-mässig ausgegrenzt wird.

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