Nomen non est omen

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Heute: "Faulheit"
"Die Arbeit ist etwas Unnatürliches. Die Faulheit allein ist göttlich."
- Anatole France -
Faulheit bezeichnet im Sinne von faul und Fäulnis, dass Verderben und das Verwesen von Obst und von Tieren. Im Zeitalter von Arbeitsfetischismus, Sklavenmoral, Arbeitssucht und vorauseilendem Arbeitsgehorsam ist der Vorwurf der Faulheit eine schlimme Sünde. Wer als faul bezeichnet wird, sei träge, arbeitsscheu, unnütz, wertlos und letztlich gar überflüssig. Der Begriff ist im Kapitalismus negativ konnotiert und wird als Waffe gegen all jene verwendet, die sich nicht dem Hamsterrad der ewigen Selbstverwertung unterwerfen können oder wollen.

In der Antike galt Faulheit im Sinne von Müßiggang als wichtige Charaktereigenschaft. Heute muss sich das Recht auf Faulheit erkauft und quasi erarbeitet werden. Nur wer hart und viel schuftet, der darf auch langsam gehen. Nur wer einen vermeintlich anstrengenden Arbeitstag hatte, darf die Beine hochlegen und faul sein. Nur wer das ganze Jahr über in der Lohnarbeit geackert hat, darf in den Urlaub fahren. Faulheit als Gut, dass es zu erwerben gilt. Motivation, Fleiß, Leistung und Produktivität sind die großen Gegenspieler der Faulheit. Wobei Faulheit auch ein Wirtschaftsfaktor ist. Der Taschenrechner, die Fernbedienung, Rolltreppen und viele andere Wirtschaftsgüter wurden erfunden, weil Menschen faul waren.

Indes ist Faulheit weder für den Klimawandel, für Kriege noch für die Unzufriedenheit der Menschen verantwortlich. Von Faulheit wird die Welt nicht untergehen. Das kann man getrost der grenzenlosen Produktion und dem kapitalistischen Irrsinn zuschreiben. Oder wie der französische Sozialist Paul Lafargue schreibt:
"Arbeitet, arbeitet, Proletarier, vermehrt den Nationalreichtum und damit euer persönliches Elend. Arbeitet, arbeitet, um, immer ärmer geworden, noch mehr Ursache zu haben, zu arbeiten und elend zu sein. Das ist das unerbittliche Gesetz der kapitalistischen Produktion."
Ein Mensch der respektiert werden will, muss ehrgeizig, fleißig, arbeitssüchtig und leistungsorientiert sein. Dieses Menschenbild ist in den Köpfen der Menschen tief verankert. So auch in Politik und Wirtschaft. So entstehen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Bewerbungstrainingskurse und Umschulungen, damit die Arbeitslosen auf eine Lohnarbeit vorbereitet werden, die es für sie nicht gibt. Aber Hauptsache sie sind nicht faul. Arbeit als Selbstzweck. Denn wer nicht arbeitet, ist ein Sozialschmarotzer, ein Parasit, ein fauler Sack, wertloser Ballast. Erwerbslose haben kein Recht auf Faulheit und demnach auch kein Recht auf gesellschaftliche Anerkennung.

In Zukunft werden immer mehr Tätigkeiten auf Maschinen und Technologien übertragen werden. Die Automatisierung bringt es mit sich, dass immer weniger Lohnarbeiter gebraucht werden. Massenarbeitslosigkeit wird demnach weiterhin ein fester Bestandteil der Arbeitswelt sein. Erwerbslose werden so zum Nicht-Lohnarbeiten gebracht. Statt sie als faule Säcke zu diffamieren, sollte man die Faulheit des Denkens ablegen und begreifen, dass die Befreiung von Sklavenmoral, Arbeitssucht, Mobbing, Abhängigkeit und Schufterei ein Segen ist.

Dies ist ein Gastbeitrag von Markus Vollack aka Epikur.

20 Kommentare:

Seismograph 8. Dezember 2010 um 09:46  

Dem ist nichts hinzuzufügen!
Pasha Strelnikov

persiana 8. Dezember 2010 um 10:36  

"In der Antike galt die Faulheit als wichtige Charactereigenschaft" galt das denn wirklich auch für alle Menschen, oder nur für die Kaste der Eliten? Nehmen wir mal eine zeitgenössischeren Vertreter des Adels:Es gibt ein Buch von Lord Bertrand Russel: "Lob des Müßiggangs". Ich habe zwar das Buch nicht gelesen, dafür kenne ich aberein anderes Buch: "Das naturwissenschaftliche Zeitalter" in dem er eine zukünftige streng in Kasten aufgeteilte Gesellschaft beschreibt, die Schicht der 'Gewöhnlichen' zum Arbeiten, mit strenger Geburtenkontrolle und einer Elite-Kaste die die Geschicke der Gesellschaft leitet und im Besitz allen Wissens ist. Da drängt sich mir der Verdacht auf, dass er den Müßiggang nur für die Vertreter seiner eigenen Gesellschaftsschicht befürwortet...

Anonym 8. Dezember 2010 um 11:24  

@Seismograph, all

Vielleicht doch:

Es ist doch pervers, dass gerade in dem Land, dass die "Vernichtung durch Arbeit", und die "Selektion" der abgeblich Nichtarbeitsfähigen (keineswegs nur Juden) an der Rampe eines Lagers, dessen zynische Losung hieß "ARBEIT MACHT FREI", heute - trotz dieses Menschheitsverbrechens - wieder praktizert als wäre von 1933 - 1945nichts gewesen, und man kann weitermachen wie gehabt!

Oder wird genau deswegen die Mär gestreut, dass Nazis keine kapitalistischen, sondern sozialistische, Profiteure gewesen wären?

Gruß
Bernie

Anonym 8. Dezember 2010 um 11:44  

Brauchen wir denn tatsächlich ein "Lob der Faulheit", nur weil der Kapitalismus einerseits massenhaft besitzlose Menschen zu Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung, andererseits massenhaft besitzlose Menschen zu MEHRARBEIT und übelster Ausbeutung plus Selbstausbeutung von kleinen Selbstständigen nötigt?
Übrigens war "Müßiggang" immer ein erstrebenswertes Ziel, zu allen Zeiten: Für die jeweils herrschenden Eliten!

MfG Bakunin

Daniel Limberger 8. Dezember 2010 um 11:53  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
PeWi 8. Dezember 2010 um 12:34  

Faulheit ist eigentlich ein Normalzustand. Wir sind ein System wie jedes andere und alle Systeme streben den niedrigsten Energieaufwand an.

Inglorious Basterd 8. Dezember 2010 um 13:18  

Seit ich mit über 55 aus dem Erwerbsleben ausgeschieden bin, weiss ich den Luxus arbeitsfreier Lebenszeit zu schätzen. Bis dahin hiess es immer: "Das Leben beginnt mit der Vollendung der Geburt".Heute weiss ich: "Das Leben beginnt mit der Zustellung des Rentenbescheides"!(sofern natürlich die Rente zum Leben reicht).

Von dem Wahlslogan der "Linken" in letzten Wahlkampf "Arbeit für alle" habe ich mich als Rentner bedroht gefühlt. Ziel radikaler gesellschaftlicher Veränderungen darf es nicht sein, möglichst viele wieder in die abhängige Beschäftigung (Vollbeschäftigung)zu drängen, sondern solche Strukturen und finanzielle Bedingungen zu schaffen, dass der Widerspruch zwischen Arbeit und Vergnügen aufgehoben ist. Vorbilder dafür sind ja bereits Schauspieler, Profisportler, Berufspolitiker, Forscher, freischaffende Künstler, Schriftsteller und andere Freiberufler.

Einen Ansatz in diese Richtung gab es in den 90er Jahren mit der Berliner Initiative die "Glücklichen Arbeitslosen". Sehr schön zu lesen sind auch die auf 250 Buchseiten zusammengefassten 11 Attacken gegen die Arbeit, unter dem Titel "Feierabend" der Gruppe Krisis (konkret-Literatur-Verlag)zusammengefasst.

Fleur 8. Dezember 2010 um 13:26  

Ohne den antiken "Müßiggang", der ja mit Unproduktivität nicht zwangsläufig etwas zu tun hatte, müssten wir heute auf so manches verzichten (z.B. auf sämtliche Mathematik).

Dass Arbeit zum Selbstzweck geworden ist, ist deutlich spürbar. Das Wörtchen Beschäftigung greift daher etwas besser.

Man wird beschäftigt, damit nicht...

potemkin 8. Dezember 2010 um 14:07  

In den 50er und 60er Jahren gab es einen noch größeren Glauben an den 'Fortschritt' als heute. Damals wurde allenthalben prophezeit, dass 'die Menschen' in 50 Jahren nur noch 5 Stunden täglich arbeiten müssen, da Maschinen dann die meiste Arbeit erledigen. Nun ist es soweit: Tatsächlich hat der gewaltige Produktionsfortschritt dafür gesorgt, dass die Arbeit von einem Bruchteil der damals nötigen Kräfte erledigt werden kann. Nur das mit den 5 Stunden hat nicht ganz geklappt. Statt dessen arbeiten jene, die noch arbeiten dürfen, 10 und mehr Stunden täglich, z.T. unbezahlt. Den übriggebliebenen 'Müßiggängern' wird dagegen Faulheit unterstellt und die kargen Hilfen gekürzt. Wem ist da wo ein Fehler unterlaufen?

landbewohner 8. Dezember 2010 um 14:39  

die sklaven der antike, für die der müssiggang nun leider nicht alltag war, sind oder können heute durch automaten ersetzt werden und für alle menschen könnte ein leben mit mehr muße und weniger arbeit möglich sein. und als älterer mensch kann ich mich noch an zeiten mii weniger arbeit(sdruck) und mehr (real)einkommen erinnern.
und die ersten lohnarbeiter sind keineswegs aus freien stücken unter das lohnarbeitsjoch geschlüpft, sondern unter zwang und gewalt. es hat schon eine gewaltige anstrengung der schmarotzerklasse bedurft, um der masse einzubläuen, daß (lohn)arbeit für sie vorteilhaft sei. literatur zum thema schwachsinn arbeitsmoral gibts genügend.

Anonym 8. Dezember 2010 um 15:02  

Und nicht zu vergessen...
Arbeit ist selbst in der Bibel ein Fluch: "Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verdienen". Und dieser Fluch wird von der "Elite" gerne weitergeführt, natürlich für das Fußvolk...

Anonym 8. Dezember 2010 um 16:09  

Am fleißigsten sind die derart Gläubigen darin, ihren eigenen sicher auch notwendigen Müßiggang/ ihre Faulheit/ aber auch ihr durchaus berechtigtes Langsamsein durch z. B. Ehrenamt/ Über-andere-reden, usw. zu übertünchen und/ oder durch (un)echtes Kranksein überhaupt erstzu ermöglichen (Vorruhestand/ Altersteilzeit/ Berufsunfähigkeit, usw. - natürlich nicht alle, jedoch mehr als wir uns bewusst machen). Notwendige Meinungsverschiedenheiten oder Konflikte werden nicht geführt, stattdessen die Flucht in die stets legitime Krankheit angetreten.

Aber grundsätzlich zu Herrn dLP Artikel:
Ich denke, alle Menschen würden gerne arbeiten, wenn die Arbeit sinnvoll, anregend wäre und die Arbeitsbedingungen auf Dauer dem Menschsein gerecht würden.Wenn die Arbeit der eigenen Berufung und Bestimmung dienlich wäre.

@ landbewohner:

zu: "und die ersten lohnarbeiter sind keineswegs aus freien stücken unter das lohnarbeitsjoch geschlüpft, sondern unter zwang und gewalt. es hat schon eine gewaltige anstrengung der schmarotzerklasse bedurft, um der masse einzubläuen, daß (lohn)arbeit für sie vorteilhaft sei. ...":

Hm, und durch Verführung mittels der Bismarchschen Sozialversicherung.

Anonym 8. Dezember 2010 um 16:37  

@ potemkin
>>Wem ist da wo ein Fehler unterlaufen?<<

Uns allen als wir die vermehrte Automation nicht zum Anlass nahmen die Gewerkschaften zu unterstützen als sie weitere Arbeitszeitverkürzung forderte.

Dass sich damals die Gewerkschaften selbst unmöglich machte, Neue heimat, coop, kommt noch dazu.

Aber wir haben einfach nicht aufgepasst, und den Produktionszuwachs kampflos den Superreichen überlassen.

Nodles 8. Dezember 2010 um 17:20  

Und genau hier liegt das Problem: Wo Arbeit sich profitabel ausbeuten läßt, gehen die Leute mit nach 8..10 h erschöpft nach Hause und sind noch froh, einen Job zu haben, qauf der anderen Seite finanzieren deren Steuern die Aussortierten mit.
(Es ist, wie wir gesehen, Gesetz des Kapitals Mehrarbeit ... zu schaffen; es kann dies nur, indem es notwendige Arbeit in Bewegung setzt – d. h. Tausch mit dem Arbeiter eingeht. Es ist daher ... Tendenz des Kapitals möglichst viel Arbeit zu schaffen; wie es ebenso sehr seine Tendenz ist, die notwendige Arbeit auf ein Minimum zu reduzieren. Es ist daher ebenso sehr Tendenz des Kapitals die arbeitende Bevölkerung zu vermehren, wie einen Teil derselben beständig als Überschuss-bevölkerung – Bevölkerung, die zunächst nutzlos ist, bis das Kapital sie verwerten kann – zu setzen. ... Es ist ebenso sehr Tendenz des Kapitals, menschliche Arbeit überflüssig zu machen (relativ), als menschliche Arbeit ins Maßlose zu treiben.“ K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 302f.)
Der (technische) Fortschritt dient eben nicht den Menschen, sonderm dem Kapital:
"Ach! Die Zeit der Muße ist nicht gekommen; die blinde, perverse und mörderische Arbeitssucht hat die Maschine aus einem Befreiungsinstrument in ein Instrument zur Knechtung freier Menschen umgewandelt: die Produktionskraft der Maschine verarmt die meisten Menschen...und bereichert wenige!"
Lafargue

...
Grau stickt Büroluft alle Lungen.

Hier hockt die Jugend; hier sitzen die Jungen.

Rabatte gellen durchs Telefon –

es klappert Underwood und Cohn:

Noch mehr Tender! Noch mehr Automobile!

Noch mehr Zangen! Noch mehr Spatenstiele!

Noch mehr Aktien! Noch mehr Industrie!

Und alles made in Germany!
Waren! An Waren profitieren!

Waren sinnlos produzieren!

Will einer sie haben? Kann einer kaufen?

Unser Land soll in Waren versaufen!

Klopfen, hämmern, schneiden und weben –

eine Kleinigkeit fehlt: das Leben.

Kleben, kochen, färben und braten –

Kinder, macht Kinder! der Staat braucht Soldaten!
...

Das ist Wirtschaftspolitik.
...

Tucholsky

Anonym 8. Dezember 2010 um 17:22  

Richtig!
Und statt dessen:
Ein Geschrei geht um die Welt: Wir wollen Arbeit, wir wollen Arbeit! Brave ArbeiterInnen und Angestellte werden unversehens radikal. Sie stürmen Konzernzentralen, besetzen Banken, blockieren Autobahnen, zertrümmern Mannschaftswagen und werfen mit Steinen nach PolizistInnen, als sei ihnen plötzlich die untertänige Biederkeit abhanden gekommen.
Für die schaffenskräftigen Bürger alleinige Existenzberechtigung und Daseinsform schlechthin, ist Arbeit für das betende Volk darüber hinaus göttliche Bestimmung.

siehe auch [url=http://www.krisis.org/1997/arbeit-und-wahn-1]hier[/url] und
[url=http://www.krisis.org/1999/manifest-gegen-die-arbeit]hier[/url]

ars sutorius 8. Dezember 2010 um 19:37  

Wie man mit Faulheit, Müßiggang und ungenierte Bettelei reich werden kann, macht z.B. die Kirche seit 2000 Jahren vor. Ich persönlich habe noch keinen, absolut keinen, Pfaffen gesehen, der sich totgearbeitet hätte.

Trojanerin 8. Dezember 2010 um 20:23  

Mühsiggang?

Der Text verdeutlicht mir einmal mehr, dass diejenigen, die den sozialen Frieden stören, nicht die unzähligen bedürftigen Menschen sind, sondern die neoliberale, politische Klasse und ihre Helfershelfer aus Wirtschaft, Medien und ähnlichen gesellschaftlichen Gruppen.
Welche sinnstiftenden Tätigkeiten erfahren denn gesellschaftliche Anerkennung?
Vor nicht allzu langer Zeit bin ich im Rahmen meiner Diplomarbeit über eine Zahl gestolpert: 90 Prozent aller pflegenden Angehörigen (überwiegend Frauen) sind rund um die Uhr mit der Pflege und Betreuung ihrer pflegebedürftigen Angehörigen beschäftigt. Eine rund um die Uhr bestehende Pflegebedürftigkeit liegt laut Pflegeversicherungsgesetz in Pflegestufe 3 oder bei Härtefällen vor. 10 Prozent der Pflegebedürftigen sind in Pflegestufe 3 oder als Härtefall eingestuft. (Diese Zahlen beziehen sich nur auf die Pflegebedürftigen, die von Angehörigen zu Hause gepflegt werden.)
Wenn laut gesetzlicher Definition 10 Prozent der zu Hause gepflegten Personen rund um die Uhr gepflegt werden müssen, tatsächlich aber 90 Prozent der pflegenden Angehörigen rund um die Uhr Hilfe leisten, dann liegt eine Diskrepanz vor.
Dieses Engagement müsste viel höher bewertet werden. Die Reichen? Die kaufen sich die Pflege einfach ein. Wir haben ja dank der neoliberalen Politik auch in diesem Bereich den Wettbewerb.
Es gibt viele sinnstiftende, gesellschaftlich enorm bedeutende Tätigkeiten, die keine oder wenig Wertschätzung erfahren. Ich habe es so satt, immer wieder von faulen Arbeitslosen zu hören. Das hat mit der Lebenswirklichkeit der betroffenen Menschen nichts zu tun.
Ich glaube allerdings, dass wir von der Befreiung von Abhängigkeit, Mobbing und Schufterei weit entfernt sind.

Anonym 8. Dezember 2010 um 21:35  

Anonym Inglorious Basterd hat gesagt...

"Seit ich mit über 55 aus dem Erwerbsleben ausgeschieden bin, weiss ich den Luxus arbeitsfreier Lebenszeit zu schätzen."

D a s kann ich mir in den heutigen Arbeitnehmer-lausigen Zeiten sehr gut vorstellen!
Andererseits, unter anderen Bedingungen gingen/gehen(ich weiss, wovon ich Rede!) Rentner oft sehr gerne mal wieder in den alten Betrieb um mal für ein paar Tage, ein paar Wochen auszuhelfen, nicht immer nur wegen des Geldes, nein, auch der Kollegen, Auffrischung von Sozialkontakten, Spaß, mal wieder ein gemeinsames Bierchen...
Es kommt immer ganz auf die Umstände an.

MfG Bakunin

klaus Baum 8. Dezember 2010 um 22:20  

da ich fast alle arten von arbeit kennengelernt habe, vom klooputzen über löcher in felsboden mit der spitzhacke hacken, vom foto vergrößern in der dunkelkammer bis schreiben von essays und unterrichten in der schule und an der uni, lehne ich die polarisierung von arbeit und müßiggang ab. wichtig ist vor allem anderen die unterscheidung zwischen entfremdeter und erfüllender arbeit.
man kann auch vom interesselosen müßiggang blöd und depressiv werden.

Inglorious Basterd 9. Dezember 2010 um 08:21  

Bakunin!: Mach ich doch. Im Sommer hin und wieder in der alten Behörde bei einem Abstecher mit dem Mountainbike und schönem Wetter die netten Kollegen "ärgern" ;-)und hinterher Tschüss sagen.
Darunter ist keiner, der mir nicht bestätigt, wie mies die gegenwärtigen Arbeitsbedingungen sind.

Übrigens: Als ich aus dem "Dienst" ausschied, hat man in der Personalverwalung die Sektkorken knallen lassen. (Autonome Antifa und Kommunalverwaltung passten irgendwie nicht zusammen.)

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