De dicto

Montag, 1. März 2010

"Weil Frauen cooler sind.
[...]
Weil Frauen niemals aufgeben.
[...]
Liebe Männer, probiert doch mal wieder, so gut zu werden wie wir ...
Nicht nur bei Olympia!"
- Claudia Schwedler, BILD-Zeitung vom 26. Februar 2010 -
Zum Gesagten sei angemerkt: Die gute Frau - die aufrechte, unbescholtene Frau! Charakterfest, erfolgreich, stark, tüchtig - einfach gut. Sie ist die Rivalin des Mannes, dieses verschlagenen, arglistigen, wankelmütigen Geschlechtsfeindes, der letztlich stets nur seinen zu leerenden Hoden in Gedanken nachhängt, während er derart flausenverloren an seinem Penis nestelt. Der Mann, der noch lange nicht so gut ist, wie das Objekt seiner arterhaltenden Begierde - nicht nur im Sport! Nicht nur bei Olympia! Nein, immer und überall, permanent und ohne Unterlaß. Ach, würde er nur so gut, wie es die Frauen schon lange sind, schon immer waren - ach, würde er auch im profanen Alltag ein Musterexemplar von Mensch!

Sicher, ein dämlicher Text, für den sich Schwedler nicht mal schämt - nicht mal schämen muß in diesen Zeiten. Möglicherweise glaubt sie gar noch, er würde den auf keine Kuhhaut gehenden Klamauk der Barths und Appelts, in ernstere, weil quasi-journalistische Bahnen lenken. Für solche Elaborate ist Schamgefühl nicht programmiert - der tonangebende gender mainstream macht solcherart wesenlose Aussagen zur Norm, zum Allgemeinplatz, zur beinahe schon wissenschaftlichen Einsicht, für die man sogar noch Zuspruch erntet. Oh, hätte nur jemand geschrieben - egal ob Mann, ob Frau! -, dass Frauen mal so gut werden sollten, wie es Männer jederzeit schon waren. Da wären Köpfe gerollt, da hätte man den Häretiker ausgeweidet! Denn jedes Mädchen weiß: Männer sind zu erziehende Kotzbrocken, die nur zu Menschen gedeihen, wenn sie sich am Weibe orientieren, den braven weiblichen Idealismus in sich aufsaugen. Jeder Göre ist klar: Männer sind schlecht - auf alle Fälle schlechter als Frauen. Nicht nur bei Olympia! Und nicht nur das: Würfe man im Falle der olypmischen Spiele mit Argumenten um sich, dass beispielsweise der Wettkampf zwischen Frau und Frau, nicht vergleichbar ist, mit ebensolchem zwischen Männern, dass man also Äpfel mit Birnen gegenüberstellt - ein emotionalisierter, keifender Aufschrei wäre gesichert. Will man dann noch entgegegenhalten, dass sich ein Wettkampf sicherlich anders anläßt, wenn man anstatt einer Muskelschlange (oder Blindschleiche?) im Schritt einige Fettpolster auf der Brust hat, dass also Körperlichkeit das Wesen der Wettkampfgestaltung bestimmt, womit es unsinnig würde, von schlechter oder besser, von kraftvoller oder kraftloser zu sprechen, so erhielte man das zweifelhafte Renommee eines Sexisten.

Frauen sind also schlechter als Männer? Quatsch! Sie sind dieselben Schweine, nur taufen sie sich nicht Eber - sie nennen sich Säue. Sie sind durchtrieben wie Männer, arglistig wie Männer, fehlerbehaftet wie Männer - ganz einfach schlecht wie Männer. Und sie sind liebevoll wie Männer, verantwortungsbewußt wie Männer, humorvoll wie Männer - schlicht so gut wie Männer. Sie sind Menschen mit unzähligen Facetten zwischen beschissen und großartig. Als Individuen zwischen dem Schlechten und dem Guten lavierend, fehlbar und mit einigen knappen Attributen nicht erfaßbar. Davon will der herrschende gender mainstream nichts wissen - er verknappt, sucht sich ein Feindbild, verstümmelt die Realität, erhöht das eigene Geschlecht zum Gottesebenbild, läßt die Geschlechter in den Kampf ziehen. Es ist ein einfältiger Feminismus, der keinen emanzipatorischen Impetus mehr besitzt, der sich hinter ungeprüften, realitätsfernen Thesen versteckt, der nicht versöhnlich und gleichberechtigt sein will, sondern gehässig, feindselig, elitär und selbstverständlich im Besitz der einzigen Wahrheit. Die Wahrheit - sie ist weiblich.

Wie erläutert, es waren nur einige dümmliche Zeilen, die Schwedler da ans springerische Volk richtete. Aber darin läßt sich die gesamte Misere der gespaltenen Gesellschaft ablesen. Sie ist nicht nur in Klassen zerrissen, konstruiert sich nicht nur rassische Kontraste - sie treibt auch Geschlechter auseinander. Und letzteres geschieht zumeist stillschweigend - noch stillschweigender als Standesdünkel und Rassismus. Es ist zum Allgemeingut, zum unhinterfragten Brauchtum geworden, gut mit Frau und schlecht mit Mann zu assoziieren. Die Frau: der Fortschritt - der Mann: Grüße aus Neandertal! Ausgebeutete und Ausbeuter! Zofe und Herr! Und all das, während Frauen hohe Ämter einnehmen auf dieser Welt; während Großbritannien sich unter einer Premierministerin nicht gewandelt hat, so wie sich Deutschland unter einer Bundeskanzlerin treu geblieben, wahrscheinlich sogar noch schlechter geworden ist - oder die USA Kriegspolitik mit Segen einer Außenministerin fabrizierte. Nichts hat sich bis heute auf Erden verändert - trotz Frauen in Amt und Würden. Die Welt ist so schlecht wie eh und je - aber daran sind womöglich die Männer schuld, die sich den weiblichen Führerinnen nicht unterordnen wollen.

29 Kommentare:

Tim 1. März 2010 um 02:51  

Ist doch nur konsequent von der BLÖD, ihrem immerwährenden Kampf aller gegen alle noch ein weiteres Schlachtfeld hinzuzufügen: Nach jung gegen alt, einheimisch gegen ausländisch, arbeitend gegen arbeitslos, usw. werden jetzt also Mann und Frau gegeneinander aufgehetzt. (Das hat die BLÖD natürlich nicht erfunden, und neu ist es auch nicht. Aber mal sehen, wie die weitere Agenda Springers dazu aussieht...)

Anonym 1. März 2010 um 08:18  

Vielen Dank! So ein Text am Morgen läßt doch hoffen: Nicht nur mir geht es so. Mein bedauern gilt den jungen Männern von heute, ich bin glücklicherweise schon im sechsten Lebensjahrzehnt...

epikur 1. März 2010 um 08:26  

Mein Reden!

Meine These ist schon lange, dass der Feminismus mehr gespalten als vereint hat. Möge er noch so gute Intentionen mal gehabt haben. De Faktisch hat er die Geschlechter auseinander getrieben, für viel Verunsicherung gesorgt und Männerhass geschaffen.

Und wenn man dann noch laut sagt, dass es auch viele Bereiche gibt (Sorgerecht, Eherecht, Erziehung in der Schule, Krebsvorsorge usw.) wo Männer benachteiligt werden, dann ist die emotionalisierende Debatte komplett. Und ich, als Mann, bin dann der Chauvinist und Frauenfeind schlechthin.

Kassandra 1. März 2010 um 09:31  

Es gibt Frauen und eben Frauen.

Ein Teil davon sind Frauen, die die berufliche und monetäre Gleichberechtigung mit dem Mann plus minus geschafft haben und in Amt und Würden sind. Der Weg dahin war mit Sicherheit nicht leicht, wurde von den HERREN meist auch nicht leicht gemacht. Frau musste im Beruf oft besser sein als Mann. Der Preis dafür war, dass viele dieser Frauen sich männliche Attitüden annahmen oder annehmen mussten, um im Herren-Rudel mitspielen und bleiben zu dürfen. So manche verzichtete dafür auch auf Kinder, um mitziehen zu können.
Aus ihnen sind oft vermännlichte Frauen geworden (Stockholm-Syndrom). Viele davon nehmen wir heute in der Öffentlichkeit wahr.

Und dann gibt es noch die weiblichen Frauen, die sich ihre Weiblichkeit bewahrt haben, sich z. B. im Beruf auch weiblich kleiden, authentisch sind. Viele von denen kommen allerdings nicht hoch, weil echte Weiblichkeit (mit oder ohne gutem Aussehen), Kompetenz und Humor in Personalunion immer noch ängstigend auf viele Herren und inzwischen auch auf manche der verHERRlichten Frauen wirken.
Manche von diesen weiblichen Frauen haben sich nicht in die verHERRlichte Welt getraut, haben lieber das "Heimchen am Herd" gegeben (beschreibend, nicht wertend gemeint!)und wurden von so manchen HERREN (nach neuer Partnerwahl, persönlicher Weiterentwicklung, nach zuviel Nörgelei von der doch einseitig ausgefüllten Gattin, usw.) Jahre später in den Popo getreten und um Unterhaltszahlungen (für die Gattin und/ oder die Kids) geprellt.

So manche von diesen o.g. weiblichen Frauen hatten sich ihre Berufe im sozialen Feld gesucht. Das wird seit ca. 20 Jahren von Männern erobert, die hofften, dort (gegenüber Männern!)nicht mehr immer den harten Mann geben zu müssen und die dann dort wiederum doch ihre Dominanz auslebten und die soziale Welt total und häufig widersinnig ökonomisierten (z. B. Privatisierungen, Qualitätsmanagement/ Zertifizierung/ überstiegenes Controlling mit der Folge von enervierender Rebürokratisierung. oft doch schlechterer Qualität und Stellenabbau). Und auch daran haben sich Frauen angepasst.

Und es gibt Männer, die immer mehr die weiche, weibliche? Seite in sich zulassen. (Manche davon spielen auch nur Theater.)
Viele davon geben dafür ihre Männlichkeit auf oder verwandeln sie in Schwatzhaftigkeit, ohne etwas zu sagen zu haben. Oder sie geben sich weich, agieren ihr Dominanzgehabe aber von hinten durch die Schulter ins Herz aus, in aller Unschuld, in aller Unbewusstheit, dafür um so hinterfotziger. (Die vermännlichten Frauen können das übrigens auch.)

Wie sehe unsere Land mit echten Frauen und echten Männern aus, die keine Angst voreinander haben und einander (privat und im Beruf)zulassen wie sie naturgewachsen sind, und die ganze Sache nicht die Kinder ausbaden lassen (und diese in den Kindergarten abschieben (müssen))?

lila luder 1. März 2010 um 09:57  

Das lieber Roberto war wohl eher ein Griff ins Klo. Die soziale Geschlechterdifferenz zu negieren und die sexuelle dabei auszublenden ist bei dem aktuell laufenden, feministischen backlash keine Kunst mehr, ist doch der Beifall der Geschlechtsgenossen gewiss. Nur ein paar Fakten: Frauen verdienen bei gleicher Qualifikation immer noch bis zu 23 % weniger, als Männer. Und wo sind die vielen "Männerhäuser" für geprügelte Kerle?, Wo die Männerbordelle für notgeile Karriereweiber? Geht sexuelle Gewalt gegen Kinder überwiegend von Frauen aus? Hat der Erziehungsurlaub bei Vätern in D nicht nach wie vor Alibifunktion (3 %)? Höhere Tarife für Frauen in der privaten Krankenversicherung - gibts nicht?

Vielleicht wirfst Du ja auch mal einen Blick über die Grenzen von D hinaus und nimmst Ereignisse wie Geschlechterverstümmelung und Witwenverbrennung zur Kenntnis.

Da BILD doch eigentlich immer wieder gerne mal eine populistische Sau durchs Dorf hetzt, werte ich Deinen Text zu Deinen Gunsten diesmal als Satire und grüße mit dem Vorwort eines feministischen Textes: "Frauen drücken schon lange ein Auge zu, aber am Ende nur, um zu zielen!".

Auch ich halte nichts von einem "emma"-feminismus für mittelständische Karrierefrauen. Der Geschlechter-Differenz-Diskurs wird m. Erachtens konsequenter und intellektueller durch Magazine wie das österreichische "Anschläge" geführt.

Gefährlich wird es, wenn aus dem unterschiedlichen Hormonstatus, dem angeblich genetisch bedingten, männlichen Aggressionspotential und anderen Biologismen soziale Machtverhältnisse als unabänderlich konstruiert werden. Feminismus und Rassismus sind immer noch die beiden "nichtehelichen" Kinder des Kapitalismus.

Bezüglich Thatcher und Merkel hast Du Recht. Frausein allein ist kein Programm.

Roberto J. De Lapuente 1. März 2010 um 10:34  

Nein, keine Satire. Dass genug im Argen liegt, zumal bei finanziellen Fragen, steht hier nicht im Text - das ist mir bewußt. Der emanzipatorische Impetus wird von mir nicht verworfen - ganz im Gegenteil. Hier wird kritisiert, dass Emanzipation schon lange keine Thema mehr ist. Es geht um die Überhöhung des einen Geschlechts, um das andere Geschlecht verächtlich zu machen. Gleichberechtigung ist notwendig - nicht Dominanz oder Verteufelung.

Und wie sagte ein Vorredner: Es gibt solche und solche Frauen. Stimmt, so wie es solche und solche Männer gibt. In der Lohnfrage muß gelten: Solche Frauen und solche Männer müssen zusammenstehen, um den ausbeuterischen Frauen und ausbeuterischen Männer Paroli bieten zu können...

epikur 1. März 2010 um 11:20  

@lilaluder

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen in Deutschland liegt bei 82,1 Jahre und bei Männern nur 76,6 Jahre (Statis. Bundesamt). Männer schuften sich in der Arbeitswelt kaputt. Umso körperlich anstrengender der Beruf, umso mehr Männer arbeiten dort! (Bau, Montage usw.)

Nach geltendem Sorgerecht werden uneheliche Väter bei der Geburt des gemeinsames Kindes NICHT nach dem Sorgerecht gefragt, allein die Mutter darf entscheiden ob sie es teilen will oder nicht.

Frauen prügeln sehr wohl auch Männer, die häusliche Gewalt sowie die sexuelle Gewalt von Frauen an Kindern ist nicht geringer als die von Männern! Das sagen Dir alle seriösen Studien! Es ist jedoch ein Tabuthema! Und es gibt keine Männerhäuser weil sich 1. kein Ministerium je für sowetwas einsetzen würde und weil sich 2. Männer dafür schämen, von Frauen geschlagen worden zu sein. Es wird verheimlicht, da gesellschaftiches Tabu. Männer die zugeben, dass sie von Frauen geschlagen worden sind, werden ausgelacht, als unmännlich beschimpft. Also schweigen sie.

Ständig wird nur auf der oberen Ende der Karriereleiter geschaut. Was ist mit ganz unten? Über 85% aller Obdachlosen und Suchtkranken sind Männer. Geholfen wird denen wenig.

Mit geltendem Sorge-, Unterhalts- und Scheidungsrecht fang ich gar nicht erst an.

Typische feministische Antwort: Männer sind an allem selbst schuld. So wird nie eine Debatte möglich sein.

Männer und Frauen werden gleichermaßen, aber in verschiedenen Bereichen benachteiligt. Es muss um vereinen, und nicht um spalten gehen!

antiferengi 1. März 2010 um 11:31  

Na ja. Ein Grabenkampf jagt den anderen. Jahrzehntelanges Rumeiern am Thema vorbei. Interessant das im Zeitalter des "alles Bewertens" aber auch wirklich jeder der Frage ausweicht, ob Gleichberechtigung identisch mit Gleichwertigkeit ist. Ich kann mich durchaus an Zeiten erinnern, wo das mal Thema war. Gleichwertigkeit ist ein schlimmes Thema, denn wenn es das gäbe, gäb's ja keinen mehr den man mit Dreck bewerfen kann, und an dessen angenommener Niederwertigkeit man sich stolzen Hauptes messen könnte.

Da bin ich ganz auf Robertos Seite. Da hilft nur noch mitten ins Fettnäpfchen hinein, und versuchen wenigstens diesem niveaulosen Gender-Mainstreaming etwas Würze zu geben, und den Unterschied zwischen "gleich" und "gleichwertig" neu zu orten.

Die Logik ist ganz einfach. Wer behaupten darf, das er besser ist wie jemand anderes, muss damit rechnen, das solches genauso zurückkommt. Die zaghaften Versuche zu erwähnen, das es kein Geschlecht gibt, was menschlich wertvoller, oder wertloser ist wie das andere, - was Roberto hier macht, sind der vernünftigere, und ehrlichere Weg. Werden heutzutage aber auch direkt als political incorrect von weiblicher Seite empfunden. Resultat des Gender Mainstreamings.

Anonym 1. März 2010 um 12:16  

Eine FRAU schägt einen MANN. Der MANN schlägt nach langer Zeit irgendwann zurück. Man sagt, der MANN hat seine FRAU verprügelt.

Eine MUTTER schlägt ihren SOHN. Die seelischen Schäden bei dem SOHN sind bleibend.

Noch jeder Scheißkerl auf diesem Planeten findet eine Frau. Hitler, Stalin, Heidemörder, betrügerische Bänker, ausbeuterische Kapitalisten, Säufer, Kinderschänder, korrupte Politiker,...

Würden Frauen um solche einen Bogen machen, könnten sich die negativen Eigenschaften nicht so leicht ganz oben halten. Hat ein Mann Macht und oder Geld ist seine Fortpflanzung gesichert. Hat er es nicht, und ist dazu noch ein richtig netter Kerl mit ganz tollen Eigenschaften wird es schon schwieriger.

Passt einer Frau nach 20 Jahren Partnerschaft und 2 Kindern der Kerl nicht mehr, sucht Sie sich genauso einen neuen Kerl.

Männer sind wie Frauen, Frauen sind wie Männer. Bei beiden gibt es Anständige die es im Leben irgendwie immer schwerer haben, egal ob Mann oder Frau. Bei beiden gibt es Arschlöcher, die gut durchs Leben kommen, egal ob Mann oder Frau.

Wieder einmal wird die Diskussion über äußerliche Merkmale geführt.

Mann, Frau, Geld, Macht, Aussehen...

Teile und Herrsche, das bestimmt die Gesellschaft. Und dabei machen alle mit, Männer und Frauen.

Ein Mann

Ajax 1. März 2010 um 12:24  

Ich will das hier mal in einen größeren Zusammenhang stellen.

Bitte das Folgende in aller Ruhe erst ganz lesen und nicht zwischendurch schon lauthals protestieren. Ich würde es ja nicht schreiben, wenn ich mir nicht ernsthaft seit Jahrzehnten dazu Gedanken gemacht hätte.

Es wäre es mal interessant, es theoretisch auf den Begriff zu bringen warum es den Frauen gelungen ist über die berechtigte Gleichberechtigung hinaus Dinge erreicht zu haben, die Ihnen nicht zustehen. Wieso z. B. vom Mainstream unwidersprochen Claudia Schwedler ihren Schmarren verbreiten kann. Wieso z. B, Protestgeschrei laut wird, wenn man feststellt, daß Männer in Mathematik (noch) mehr leisten, während die Frauen im selben Atemzug für sich ohne Bedenken in Anspruch nehmen können, sprachlich begabter zu sein ... und Änliches.

Ausländische Mitbürger hatten und haben es in dieser Hinsicht nie so einfach gehabt wie Frauen. Trotzdem ist ein gewisser Vergleich möglich. Ausländer wurden und werden auch immer diskriminiert, insbesondere von bestimmten Gruppen der Bevölkerung. Von mir übrigens nie. Ich kann leider nicht für Anstand von Allen gegen Alle sorgen. Für ausländische Mitbürger überwiegen also oft massiv die Schwierigkeiten.

Jedoch hatten und haben auch Ausländer teilweise einen Unantastbarkeitsstatus in Folgenden Sinne erreicht:

Man darf auch hier nicht immer kritisieren wenn Kritik angebracht ist.

Damit meine ich z. B. das auf der ersten Seite steht: Messerstecherei auf Hochzeit. Und erst im Inneren erfährt man die Nationalität, die man natürlich bereits erahnen konnte. Es ist fast immer so. Auch las ich mal von einer Gewalttat eines Ausländers gegen einen Deutschen, der dauerhaft dadurch behindert war, die nie wirklich geahndet wurde. Insgesamt gilt bei der Ausländerbevorzugung aber eine gewisse Scheinheiligkeit. In dem Sinne "Mein Freund ist Ausländer und nach mir die Sintflut". Ich bitte um Entschuldigung, es ist nicht leicht es auf den Begriff zu bringen

Was für Frauen nahezu uneingeschränkt gilt, wird für Ausländer von der offiziellen Gesellschaft mehr als Monstranz vor sich hergetragen und macht in der breiten Bevölkerung teilweise auch undifferenzierten Vorurteilen Platz.

Aber wie bei den Frauen auch undifferenziertem In Schutz Nehmen gegen Kritik.

Zur Abgrenzung sei die Gruppe der
Erwerbslosen angeführt. Diese haben keinerlei Lobby und werden nur diskriminiert.

Warum ist das alles so? Noch bekomme ich es nur unzureichend auf den Begriff. Ich meine Frauen ist es in besonderem Maße

(weil sie so Viele sind, vielleicht auch weil ihre Rolle so extrem eingeengt war und man Ihnen daher besonders positiv gesonnen sein mußte)

Ausländern teilweise (wenn auch sehr unzureichend) gelungen, das durch Gruppendruck erzeugte Gutmenschenhafte im Mainstream für sich nutzbar zu machen. Man kann das Thema nicht sachlich betrachten, man gilt sofort als Chauvi oder Rassist.

Letztlich also ist das Hochjubeln der Frauen und das Ausnehmen von Ausländern von Kritik, pathologisch.

Erwerbslose dagegen können weder in der Sache punkten, noch das offizielle Gutmenschentum wirklich für sich nutzen.

Jutta Rydzewski 1. März 2010 um 12:28  

In der Tat, lieber Herr De Lapuente, ein dämlicher Text, über den man(n) sich eigentlich nicht sonderlich aufregen sollte. Schließlich "kann" die BILD doch gar nichts anderes, als überaus dümmliche Texte auszuspeien, ganz egal ob nun von weiblichen oder männlichen Autoren. Nein, dass sollte frau/man nun wirklich nicht auch noch mitmachen, sich spalten und gegeneinander in Stellung bringen lassen. Es reicht vollkommen aus, dass es schon zum guten gesellschaftlichen Ton gehört (wohlbemerkt nicht nur zum BILD-Ton), dass Alt gegen Jung, Arm gegen Reich, Arbeitslos gegen Arbeitsplatz"besitzer", Christ gegen Moslem, Migranten gegen "echte" Deutsche, Bösmenschen gegen Gutmenschen, Kriegsverherrlicher gegen Friedensbewegte, mittlerweile aber auch Krank gegen Gesund, Arm gegen ganz Arm usw. usw. ausgespielt werden. Es reicht, dass in dieser Republik zunehmend das Grundgesetz außer Kraft gehetzt (kein Schreibfehler, ich meine wirklich gehetzt und nicht gesetzt) wird, (unglaublich was sich jetzt sogar der Noch-BVerfG-Präsident Papier, sozusagen als Nachtrag zum Hartz IV-Urteil erlaubt, nein, sogar erdreistet hat). Aber lassen wir das, zumal ich mich nicht auch noch aufregen möchte, lieber Herr De Lapuente. NEIN, und noch einmal NEIN, den Gefallen tun wir den zeitgeistlichen Lautsprechern, den versammelten Kultur- und Sozialrassisten sicher nicht, dass wir uns auch noch gegeneinander hetzen lassen. Allerdings gibt es eine Eigenschaft, bei denen die Frauen den Männern in der Tat haushoch überlegen sind ... sie (die Frauen) sind erheblich leidensfähiger. Warum das so ist, darüber sollte man(n) vielleicht mal einen kleinen Moment nachdenken.;-)

mfg
Jutta Rydzewski

Ajax 1. März 2010 um 12:31  

Mir fällt ein kurzer griffiger Nachtrag ein:

Es ist die Parteinahme für den tatsächlich oder vermeintlich Benachteiligten bzw. Unterdrückten, die zu einem gutmenschenhaft undifferenzierten Verhalten gegenüber der Frauen-Emanzipation und problematischen Ausländergruppen führt.

Anonym 1. März 2010 um 13:27  

Hey, so what? Wir reden hier von der BILD-Zeitung.

Als Kerl bin ich ansonsten gefestigt genug, um den Mädels, oder wer´s auch immer braucht, gelassen beim emanzipieren zuzusehen. Unbestreitbar strengt sich unsere weibliche Fußballnationalelf mehr an als die Jungs, Frauen haben allgemein eher die Doppelbelastung von Familie und Beruf zu stemmen, und verdienen dabei noch weniger als die Kerle. Bis zu einer echten Gleichstellung kann man Ihnen das wenn auch z.T. übertriebene Männerbashing nicht vorwerfen.

Und so lange mir beim Frühstück auch in Zukunft das eine oder andere Marmeladenglas rüber gereicht wird, weil sie´s nicht aufbekommt, fühle ich mich noch hinreichend gebraucht ;-)

Anonym 1. März 2010 um 13:48  

Wir leben in einer von Macht bestimmten Welt. Diese Macht ist das Abbild der Macht, die die Frau im Manne sucht und das Streben vieler Feministinnen ist es, sich diese Macht anzueignen, sie den Männern zu entreißen.

Die Wahrheit nach der sie auch im Kommentar suchen ist eben jene, das der Mensch sich selbst machen kann und wenn er in Machtdimensionen / Habendimensionen denkt, fühlt und handelt, dann kann er nichts anderes begreifen. Diese Menschen sind das Problem. Denn sie teilen die Welt in Feindbilder ein, manipulieren, konstruieren, intrigieren und gieren letztlich nach dem Besitz der Macht, der niemals gesättigt sein kann und diesen Kampf endlos weiter führt.

Es darf gar nicht eine Frauenbeauftragte oder einen Männerbeauftragten geben. Es müsste an JEDER Universität Menschen[rechts]beauftragte und Grundrechtsbeauftragte geben, die fernab jeglicher Parteinahme sich für die Sache des Rechts einsetzen. Aber genau das ist in einer Gesellschaft, deren Eckpfeiler Besitz und Macht ist, nicht möglich. Denn Recht wird zum Besitz selbst und zur Grundlage von Macht. Darum alleine drehen sich viele Auseinandersetzungen im Kreis, weil keiner der Betroffenen diese Zusammenhänge zugibt, oft nicht mal davon weiß (also sich dessen nicht bewußt ist) aber sie völlig verinnerlicht hat.
Somit hat die Feministin wenn sie um IHR “Recht” kämpft nichts anderes im Sinn als eine Macht über den Mann zu erlangen, während der (Macht)Mann sich zusehends seinem eigenen Spiegelbild gegenüber wiederfindet. Resultat in dieser Liebesfernen auseinandersetzung ist die Zersplitterung und damit die Entmachtung aller.

Bedauerlicher Zustand.

MFG

Anonym 1. März 2010 um 14:00  

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/scotland/glasgow_and_west/5092100.stm

"Of the 200 women, 60% said it was acceptable for women to hit their husbands while 35% admitted assaulting their partner.

A total of 8% admitted injuring them - the highest rate in the study. "

Ajax 1. März 2010 um 14:37  

Heute Morgen habe ich ja mal versucht die Sache theoretisch zu begreifen und dabei versucht, sie in einen umfassenderen Zusammenhang zu stellen. Jetzt nochmal was ganz Konkretes, das vielleicht singulär sein mag, aber zeigt zu welchen Blüten es die Frauen"emanzipation" bringt und gebracht hat.

Es gibt ein Buch: "Die Quellen der Philosophie sind weiblich". Ich kaufte mir das damals zusammen mit einem Buch über weibliche Philosophinnen. Ich kannte ja keine Einzige und auch keine die im Buch erwähnt wurde. Aber ich zolle jeder den nötigen Respekt, auch wenn sie alle weiter unbekannt sind.

Es ist mir allerdings unerfindlich geblieben, wieso die Quellen der Philosophie weiblich sind.

Ich meine, ich würde es ja verstehen, wenn die Frauen als realitätsorientiertere Menschen, bei denen das Kind ja in jedem Fall hängenbleibt (weshalb sie ja auch so wählerisch sein müssen), sich über das was die Männer da so alles in der Philosophie verzapft haben (es gibt auch viel Interesantes und Hochwertiges) lustig (auch Bertrand Russell tat das in der "Philosophie des Abendlandes) machen würden. Dem armen Mann fehlt halt der eine Haken am y, und deshalb muß er ständig anderweitig versuchen sich zu vervollständigen.

Aber die Frauen müssen sich doch nicht auch noch auf die oben erwähnte Art mit seinen Federn schmücken? Aber so ist das, wenn man das Gutmenschenhafte vollständig für sich instrumentalisieren kann.

Anonym 1. März 2010 um 15:01  

Die Würde des Menschen steht allen Menschen gleichermaßen zu. Sie sind im Naturzustand frei und gleich.

Unser Wirtschaftssystem ist utilaristisch, dh es spaltet die gesamte Natur in Kategorien unterschiedlichen Nutzens auf und bewertet entsprechend auch die Menschen. Und es postuliert, daß der Stärkere den Schwächeren erledigen darf.

Gleichwertigkeit ist in diesem System eine Illusion und Gleichberechtigung in Form des Abbaus aller Diskriminierungen ebenfalls nicht möglich, schon weil die Herrschenden die Spaltung als Mittel zum Beherrschen benötigen.

Gruß
Bernd

landbewohner 1. März 2010 um 16:23  

BIN ECHT ÜBERRASCHT; DASS DEIN BEITRAG HIER ZUM ALLERGRÖSSTEN TEIL ZUSTIMMUNG FINDET - AUCH MEINE: DENN GERADE BEI LINKEN IST GENDER UND DAMIT DAS BESSERSEIN IN ALLEM BESONDERS AUCH CHARAKTERLICH FAST SCHON SAKROSANKT UND NICHT DIDKUTIERBAR:

Anonym 1. März 2010 um 16:43  

unbequemer:

Mist, ich konnte mir nicht vorstellen das der Text so in der Zeitung steht und habe den Link benutzt und bin erstmals auf der Bild-Seitegelandet um dort etwas zu lesen. Asche auf mein Haupt.

Mach das NIE wieder. Wehe ich bekomme nun Alpträume, dass Frauen so seien wie sie dort beschrieben werden.

Bisher kannte ich solche Wesen nicht, nun ahne ich, es muss sie geben. Hilft dagegen Weihwasser? Ein Kruzifix? Knoblauch?

Hm, Knoblauch - Mundgeruch - könnte klappen.

Wie sagte schon Wilhelm Tell - Die Milch der frommen Denkungsart hast DU mit vergiftet, (nicht Landvogt) Roberto!

(grins)

ein Mann 1. März 2010 um 17:46  

@ Kassandra:

Was viele Frauen bei ihrem ewigen Klagen über das harte Geschäft in der Arbeitswelt vergessen ist, dass es die Männer eben auch nicht einfacher haben.
Es ist ein Trugschluss, dass Frauen es im Berufsleben schwerer als Männer hätten. Nein, sie haben es genau so schwer. Glaubst du einem Mann wird, sollte er den Wunsch haben Karriere zu machen, der rote Teppich ausgerollt? Von den Männern kann doch auch nicht jeder Führungskraft werden. Er muss sich im Kampf mit all seinen anderen männlichen und weiblichen Mitstreitern behaupten.

Es ist ein Trugschluss zu glauben, Frauen hätten es per se schwerer als Männer. Wer es mit den Kämpfen im Berufsleben aufnimmt, steht schlicht vor den gleichen Herausforderungen.

Tut mir leid, aber auch deine restlichen Ansichten, dein Frauen- und Männerbild, sind sehr klischeehaft und stereotyp. Es gibt nicht "den Mann" und "die Frau"... Es existiert einfach eine unendliche Bandbreite an verschiedenen Typen von Mann und Frau. Ich persönlich halte sowieso nichts davon, bestimmte Persönlichkeitsattribute als "weiblich" oder "männlich" zu kategorisieren. Aber jeder Mann, jede Frau setzt sich nun mal aus verschiedenen Anteilen zusammen.

"Wie sehe unsere Land mit echten Frauen und echten Männern aus..."

Dein Ruf nach den "echten" Männern und Frauen, wie du so schön sagst, wird nach meiner Einschätzung wohl ewig ein vergeblicher bleiben. Denn es gibt diese echten Frauen und Männer, wie sie dir so vorschweben, einfach nicht.

Mir geht dieses dümmliche Gerede schon immer auf den Sack. Und hört bitte auf von vermeintlich vermännlichten, zu harten oder verweiblichten und verweichlichten Männern zu reden. Nochmal: Es gibt sie schlicht nicht, den harten Mann und die weiche Frau.

Anonym 1. März 2010 um 17:51  

@Lila luder

Dein Kommenar war wohl eher ein Griff ins Klo.

Nur ein paar Fakten: Frauen verdienen bei angeblich gleicherWERTIGER Qualifikation immer noch bis zu 23 % weniger als Männer, weil Frauen andere Berufe wählen, ohne Risiko und nahe bei der Kaffeemaschine, und wegen Teilzeit.

Geht Gewalt gegen Kinder überwiegend von Frauen aus? JA, Mütter bringen sehr häufig ihre Kinder um, hörst du keine Nachrichten?

Höhere Tarife für Frauen in der privaten Krankenversicherung - gibts LEIDER NUR DORT, in der gesetzlichen KV gelten gleiche Tarife, obwohl Frauen kaum einzahlen, dafür aber 2/3 der Kosten verursachen.

Geschlechterverstümmelung von Jungen wird völlig ignoriert, auch wenn hunderte Buben daran jämmerlich sterben pro Jahr.

Feminismus und Geschlechter-Rassismus sind Ursache des Männer-Bashing-Mainstreams heute!

Weg damit!

Die Katze aus dem Sack 1. März 2010 um 19:59  

Der letzte Satz aus der Bild-Zeitung kann für mich auch bedeuten: Liebe Patriarchaten, "probiert doch mal wieder, so gut zu werden wie wir ..." (die Matriarchaten).

Die Unterdrückung der Schwächeren, Bedarf aus meiner Sicht, nicht die Trennung nach Geschlechtern sowie deren zugewiesene Rollen. Es genügt dazu völlig, ein Missbrauch der jeweiligen Verantwortung, innerhalb einer konstruierten Macht-Position (Kultur?).

Anonym 1. März 2010 um 20:26  

Meine liebe "lila luder",
du bist es, die es offensichtlich nicht schafft, über den Tellerand zu schauen... Was du von dir gibst, ist für mich ein typisches Beispiel für fehlgeleitete Emanzipation, die unter dem Begriff Emanzipation nur noch die Befreiung und die Belange der Frauen versteht und den Blick für alle anderen Diskriminierungen verloren hat. Ich als junger Mann bin auch nicht länger bereit, meine Meinung vor solchen Radikalfeministinnen zurückzuhalten...

Wie Roberto schon sagte, es geht um Gleichberechtigung, nicht um die Überhöhung des einen Geschlechts und die Verteufelung des anderen!

River Tam 2. März 2010 um 06:03  

@Kassandra:
"Vermännlichte Frauen vs. weibliche Frauen?" -
Du hängst aber ganz schön an alten Rollenmustern!

"Frauen" ist eine unzulässige Verallgemeinerung, genauso, wie "Männer". Wir sind individuell verschieden. Nichts anderes sagt dieser Text.

River Tam 2. März 2010 um 06:26  

@Jutta; @Anonym 13:27

Mit der oben gemachten Einschränkung -
Danke!

Anonym 2. März 2010 um 20:41  

Es wir Zeit die Stelle eines Bundes-Männerbeauftragten einzurichten - der mich vor derartigen Diskriminierungen schützt.

Andy I 6. März 2010 um 15:13  

Missverständnis?

Schwedlers Aussage ist missverständlich. Denn natürlich ist es Blödsinn, Männer und Frauen in sportlichen Wettkämpfen gegeneinander antreten zu lassen.
Und es ist auch Blödsinn, Medaillen in von beiden Geschlechtern betriebenen Sportarten gegeneinander aufzurechnen. Wenn die deutschen Olympia-Frauen also mehr Medaillen haben als die deutschen Olympia-Männer, dann ist dies trotzdem nicht vergleichbar.
Warum?
Weil in der Sportförderung in den letzten Jahren viel dafür getan wurde, Frauensport zu unterstützten. Finanzielle Unterstützung zeigt halt irgendwann Folgen.
Dabei schreibe ich aber nicht, dass die Männer zu wenig finanziell unterstützt wurden. Vielleicht ist bei denen einfach ein zu fest eingefahrenes System mit wenig Flexibilität und wenig Verbesserungsmöglichkeiten vorhanden, dazu Postengeschacher, Pfründensicherung (wie oft war Loddar Nationalspieler?), Korruption usw.

Im übrigen halte ich diesen Beitrag von Herrn deLapuenteauch für einen Griff ins Klo. Die deutschen Frauen waren gut, dafür sollte man Anerkennung zollen. Dass Schwedler den Männern einen reinwürgt, kann ich leider bei dem oft demonstrierten Macho-Männergehabe gut verstehen, wenn auch nicht gutheißen.

Im Gegenzug möchte ich aber doch mal fragen, ob die deutschen Herren denn den deutschen Damen zu ihren Medaillen gratuliert haben?

Ja, leider betreiben solche Aussagen die Diffamierung eines ganzen Geschlechtes und leider führen sie auch zu Spaltungen.

Zu anderen Männerverteidigern sei mal angeführt:

- Ob Männer früher sterben, weil sie sich tot arbeiten oder eher tot saufen, tot rauchen und auf Tod komm raus wenig auf ihre Gesundheit achten sondern ein recht risikofreudiges Verhalten an den Tag legen, ist bisher noch garnicht klar.

- Auch für Männer, die verprügelt werden, gibt es die Möglichkeit, die Polizei zu rufen, auszuziehen und hartzIV zu beantragen, bei Freunden unterzukommen usw.

- Was das Sorgerecht für uneheliche Kinder angeht: soll den ein Vergewaltiger demnächst Elternrechte am eigenen, durch Vergewaltigung gezeugten Kind einfordern dürfen?
Gut, das war jetzt ein Extrembeispiel.
Wer geteiltes Sorgerecht für uneheliche Kinder fordert, sollte sich darüber im klaren sein, dass dadurch Eltern- und Partnerschaft als grundsätzlich voneinander getrennt betrachtet werden. Wenn zwei Partner sich nicht (mehr) verstehen, eröffnet das dann ganz real die Möglichkeit, das Kind gegen den oder die Ex auszuspielen.

Und halte mich für altmodisch, aber ein Partner, der es weder für nötig hielt, zu heiraten, noch sich in einer eheähnlichen Erziehungsgemeinschaft für Partner und Kind zu engagieren, hat meiner Ansicht nach nur sehr wenig Rechte aufs eigene Kind.
Bitte beachten: "eheähnliche Erziehungsgemeinschaft" verstehe ich hier als ausdrücklich sehr weit gefassten Begriff, der mindestens zwei Menschen beinhaltet, die sich zwecks Erziehung des Nachwuchses wenigstens minimal aufeinander abstimmen können.
Und ohne einer Partei die Schuld zuzuschieben, zeigen leider viele Scheidungsverfahren, dass nicht mal minimal aufeinander abgestimmtes Erziehungsverhalten zwecks Kindeswohls halbwegs klappt.

Andy II 6. März 2010 um 15:13  

- Was die angebliche Mehrheit von obdachlosen Männern und Alkoholikern angeht:
--- Wettsaufereien unter Männern oder auch die Weigerung, über Gefühle oder Probleme zu sprechen, führen oft in den Alkoholismus.
--- Trotz allen Bashings leben wir immernoch in einem Sozialstaat und das heißt: Notunterkünfte, Sozialhilfe, Caritas und Obdachlosenverbände usw. Warum diese anscheinend von Männern nicht angenommen werden, ist auch eine interessante Frage.

- Feminismus bietet durchaus auch eine Menge für Männer, denn gerade Feministinnen setzen sich durchaus gegen Machogehabe, Dominanz- und Drohverhalten ein, eben weil dies bisher oft Frauen zu Opfern gemacht hat.
Dass leider einige Feministinnen selber dieses Verhalten an den Tag legen, halte ich nicht für eine ausreichende Begründung, den Feminismus oder Gleichberechtigungsbestrebungen generell zu verteufeln.

- Gleichberechtigung geht eigentlich beide Geschlechter etwas an. Früher und teilweise auch heute noch waren bzw. sind Rechte, Pflichten und Privilegien ungerecht verteilt. Um dies gerechter zu gestalten, müssen also den übermäßig Priviligierten die Privilegien und Rechte beschnitten werden, den Unterprivilegierten mehr Privilegien und Rechte zugestanden werden.
Selbstverständlich ist dabei Protest der Privilegierten zu erwarten. Wer lässt sich schon gerne seine Pfründen wegnehmen?

Bei dieser Neuverteilung und Umgestaltung haben sich leider die meisten Männer fein herausgehalten.
Und jetzt begehen manche Männer denselben Fehler wie einige Feministinnen, indem sie den Kampf für Männerrechte missbrauchen, um das andere Geschlecht niederzumachen.

Anonym 11. März 2010 um 15:15  

@ Andi I & II

...wirklich selten so einen Mist gelesen. Deine Argumentation schürt nur weiter den Wettbewerb und die Spaltung der Geschlechter. Wir erleben heute mit den Männern gerade nicht den Aufstand der Privilegierten, sondern den der Benachteiligten. Die Privilegien sind in vielen Bereichen längst zugunsten der Frauen umgekippt. Weiter möchte ich auf deine Beiträge aber auch nicht eingehen.

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