Die Rotte wird wieder gesellschaftsfähig

Montag, 9. März 2009

Ergreift man hierzulande Partei für eine Person, die durch widerlichste Verbrechen ihrerseits diskreditiert ist, die aber gleichermaßen an untragbaren Zuständen leiden muß, so wird man gerne in die Rolle des unmenschlichen Vasallen des Teuflischen gedrängt. Nichtsdestotrotz muß man aber auch zum moralischen Anwalt desjenigen werden, der gemordet, vergewaltigt, verletzt hat, wenn an ihm offensichtliches Unrecht begangen wird. Es entspricht nicht einem unmenschlichen Antrieb, sich für jemanden auszusprechen, der sich einst wie ein Unmensch benahm - auch in demjenigen, der unmenschlich an sein Werk heranging, doch noch einen Menschen mit Rechten zu erblicken, ist humanistische Gesinnung und nebenbei (oder deshalb?) Prinzip des Rechtsstaates.

In dieser Weise hat man sich wohl als moralischer Advokat zu verstehen, wenn man dieser Tage lesen muß, dass eine solche Gestalt in Unrecht geworfen wird. Dabei handelt es sich um einen verurteilten Vergewaltiger, der zwei Mädchen sexuell mißbraucht hatte und deshalb vierzehn Jahre im Gefängnis zubrachte. Bereits vormals, in den Achtzigerjahren, vergewaltigte er schon einmal ein Mädchen, was ihm sechs Jahre Haft einbrachte. Nun, 57 Jahre alt, wurde er nach Verbüßen der Höchststrafe aus der Haft entlassen, ist nach Aussage des Gerichts keine potenzielle Gefahr mehr, was er auch selbst von sich behauptet. Ein zweite, vielleicht auch dritte oder vierte Chance zu erhalten: das ist das Prinzip der Resozialisierung - der Ex-Häftling zog in das Dorf Randerath im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Bis hierhin ist es eine jener schwer verdaulichen Geschichten, die es einem Menschen schwer machen, dennoch Mitmensch bleiben zu wollen. Dennoch muß man das Recht auf Resozialisierung respektieren, muß es sogar unbedingt gesichert wissen. Anders sah es wohl der Heinsberger Landrat, ein Mann namens Stephan Pusch, der um die Hysterie zu vermeiden, Hysterie erzeugte; der kurz und knapp die Öffentlichkeit informierte. Und prompt war sie da, die Pogromstimmung, Menschen lauern dem Ex-Häftling auf, stehen demonstrierend vor seinem Haus, Kinder halten "Raus, Du Sau!"-Schilder hoch, Bilder mit seinem Gesicht werden plakatiert, von der Todesstrafe wird auch wieder gesprochen, zumal sich die dortige NPD als Sprachrohr der Randerather hervortut und gröbste Schutzmaßnahmen postuliert. Dies alles geht so weit, dass sich die örtliche Polizei dazu entschließen mußte, dem Gejagten Polizeischutz zu gewähren.

Kurzum: Der dumpfe, undemokratisch gesittete Mob hat Besitz von der Heinsberger Öffentlichkeit genommen, tut alles, um des ehemaligen Straftäters Resozialisierung zu verunmöglichen. Und der brave Landrat, vorauseilender Schutzherr seines illustren Völkchens, hat sich die demokratische und rechtsstaatliche Maske heruntergerissen, damit man auch erkennen kann, wess Geistes Kind er ist, nämlich ein ausgeborener Undemokrat, Auswurf anti-rechtsstaatlicher Gesittung. Überhaupt scheint es in diesen Tagen wieder möglich zu sein, straffrei Volksverhetzung zu begehen. Die einen machen das im zynischen Zusammenspiel mit den Medien, wie dieser unheilvolle Mißfelder; andere lassen ihre tumben Rotten aufmarschieren, in dem sie einen sachdienlichen Hinweis weiterleiten und Ängste schüren. In Italien dürfen neuerdings Bürgerwehren gegen Asoziale vorgehen, haben des Duces Erlaubnis dazu erhalten - hierzulande scheint man auf dem besten Wege, die traditionellen Sturmabteilungen zu reanimieren.

Nicht erst die Wirtschaftskrise und ihre Folgen führen zu einer Verrohung der Sitten, denn schon davor wurde peu a peu der Ton verschärft, die praktischen Maßnahmen perverser. Aber die Krise beflügelt - und sie beflügelt nicht nur jene Bereiche des alltäglichen Lebens, die direkt davon betroffen sind. Die Verrohung wird zur Konstanten, betrifft auch Bereiche, die zunächst keinerlei Krisenrelevanz haben. Man hört und liest allerorten, wie mit Menschen, die nicht hundertprozentig dem Leitbild eines braven Bürgersmannes entsprechen, umgegangen wird - das wird salonfähig und trifft dann natürlich gerade auch Menschen wie jenen Ex-Häftling.

Wenn man hierzulande Menschen nachstellen, wenn man beleidigen, wenn man unverblümt Todesstrafen fordern darf - was man auch noch als Meinungsfreiheit zu deuten versucht -, sich dabei nicht um den Resozialisierungsgedanken scheren muß, sondern Rechtssprechung als ein möglichst repressives Instrument zur Ausmerzung des Verbrechers - nicht des Verbrechens - deutet, dann ist es schon wieder weit gekommen in diesem Lande; dann ist es nurmehr eine Frage der Zeit, bis solche wildgewordenen Rotten das Straßenbild mehr und mehr dominieren. Lapidar abzuwinken, weil ein solcher Vergewaltiger keine Lobby hat und er die Hatz verdiene, widerspricht dem rechtsstaatlichen Empfinden drastisch und verweist auf eine dunkle Zukunft. Denn zunächst rottet man sich gegen solche Gestalten zusammen, die es vermeintlich ja verdienen, hat das dann Schule gemacht, kann jeder Unliebsame mittels bürgerlicher Rotten zur Strecke gebracht werden. Wehe, wenn sie losgelassen...

40 Kommentare:

Potemkin 9. März 2009 um 14:07  

Schon vor ein paar Wochen hätte die Springerpresse gerne dem gesunden Volksempfinden auf die Srünge geholfen, als Photos von Christian Klar auf dem Weg zur Arbeit veröffentlicht wurden (So eine darf nicht ariten, höchstens im Steinbruch...). Und man denkt an das Attentat auf Dutschke. Die kochende Volksseele wird sich nicht auf die Ackermänner dieser Republik stürzen, weil man sie dazu nicht animiert...

Jan Perlak 9. März 2009 um 14:10  

Es handelt sich bei den Leuten, die Tag für Tag vor dem Haus des Sexualstraftäters stehen, keineswegs um Demonstranten. Es ist wichtig, das zu begreifen. Denn sollten diese Leute tatsächlich demonstrieren, dann demonstrieren sie gegen das Leben dieses Menschens. "Raus du Sau" und "Wir wollen keine Kinderschänderschweine!": Diese Rufe würden den Mann an jeden Ort begleiten, an den der Mann zieht – es sei denn bei dem Ort handelt es sich um eine verlassene Insel oder ähnliches.

Der Mann kann den Leuten den Gefallen, zu verschwinden, ja nur machen, indem er sich umbringt. "Raus du Sau", aber wohin? "Wir wollen keine Kinderschänderschweine" - wer will sie dann? Der Ruf dieses Mobs ist geradezu naiv. Denn wer keine "Kinderschänderschweine" will, der darf auch nicht zulassen, dass sie überhaupt entstehen, der Gesellschaft entwachsen.

Man kann ob der Dummheit dieser vermeintlich demonstrierenden Leute nur staunen. Vielleicht ist es ja auch so, dass man die vernünftigen Leute nur deshalb nicht zur Kenntnis nimmt, weil sie eben nicht demonstrieren gehen. Dem Sexualstraftäter würde ich derweil empfehlen, sich unter Polizeischutz vor die Demonstranten zu stellen und selbst zu demonstrieren: "Ich habe ein Recht auf Frieden".

Anonym 9. März 2009 um 14:34  

Traurig finde ich, dass "Die Rotte" sich auch innerhalb der eigenen Familie wieder für gesellschaftsfähig befindet.

Als "Schwarzes Schaf" der Familie, und Mitglied einer relativ zerstrittenen Erbengemeinschaft, die nur von der Witwe des Verstorbenen (noch) zusammengehalten wird, weiß ich von was ich rede.

Mein Vater gab mir die Chance HartzIV zu umgehen, und ihm im Unternehmen mitzuhelfen - auf geringstfügiger Basis. Seit seinem plötzlichen Tod, vor 3 Jahren, ist diese Situation eine psychische Belastung für mich, die ich am Liebsten heute als Morgen beenden würde....

Einzig die Angst nach einem Jahr in HartzIV abzurutschen hält mich noch von einer Kündigung ab.

D.h. selbst kündigen werde ich eh tunlichst unterlassen, da man da ja doppelt verliert - erstens keine Leistungen des Arbeitsamtes und zweitens ohne Perspektive für eine Zukunft in diesen Zeiten, die nur durch ein paar Zocker verursacht worden sind, die mal Schnell ohne Arbeit reich werden wollten, und die Weltwirtschaft um 20 Billionen Dollar geschädigt haben.

Das hier sich keine "Rotte" zusammenrottet, das wundert mich immer noch.

Ich bin mittlerweile so pessimistisch, dass ich nicht einmal glaube, dass der Massenprotest in Frankfurt und Berlin zustande kommt - einfach aufgrund dessen, dass vielen die Tatsachen noch nicht bewußt sind, die jedem drohen:

1. arbeitslos zu werden.

2. nie wieder einen Job zu erhalten.

Bewerbungsratgeber warnen übrigens derzeit sogar vor Kündigungen, da oben geschriebene Befürchtung sehr real ist.

Die ist aber eben bei meiner Familien"rotte" so noch nicht durchgedrungen.

Tja, ist halt so....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 9. März 2009 um 15:08  

Mit einer Toten auf dem Gewissen (ob jetzt vorsätzlich oder als Unfallfolge) kann man in Deutschland sogar Ministerpräsident werden, wenn man Mitglied der CDU ist.
Ein linker Politiker wäre nach landläufiger Medienmeinung selbstverständlich ein Mörder gewesen. Denn in Deutschland sind ja schon weibliche Wortbrecher kriminell.

Null 9. März 2009 um 15:48  

Anscheinend gehen jegliche Schamgrenzen verloren: http://www.ftd.de/asset/Image/dpa-infoline-images/jpe/jpeg-2it93536-20090306-img_20586578.onlineBild.jpg. Ich frage mich ernsthaft, ob so etwas vor drei Jahrzehnten schon möglich gewesen wäre.

Anonym 9. März 2009 um 19:49  

Nun, auch ein älterer Sexualstraftäter ist noch potentiell gefährlich!!! Auch eine chemische Kastration kann sie nicht mehr von ihrem Trieb abhalten.
In unserer Nachbarschaft ist ein Altenheim. Vor vielen Jahren - ich war noch ein kleines Kind - wurde dort ein netter Opi von der Polizei abgeholt. Er hatte seine Töchter sexuell missbraucht! Wie gesagt: ich war ein Kind und in der Nachbarschaft gab es noch andere Kinder. Der Mann war deutlich über 70, aber es ging immer noch Gefahr von ihm aus!
Und so recht du mit deiner Argumentation hast: auch dort gibt es kleine Kinder. Stell dir vor in deiner Nachbarschaft zieht ein Sexualstraftäter ein und du hast kleine Töchter. Und eines Tages fragt er deine Töchter, ob sie seine kleinen Hasen/Katzen/Hunde sehen will... frei nach der "wo ist Klaus?" Werbung (s. youtube). Bleibst du dann immer noch ruhig? Bist du immer noch dafür, dass er unbehelligt da weiter wohnen sollte?? Viele Vergewaltiger waren schon einmal inhaftiert, wurden als "geheilt" und "gefahrlos" entlassen und ein paar Jahre ging es vielleicht gut. Aber Pädophilie ist nicht heilbar. Und irgendwann sehen sie wieder Kinder beim Spielen...

Anonym 9. März 2009 um 21:57  

eines samstag nachmittages lief ich um die üblichen einkäufe zu tätigen einem grade mal 19 jährigen mädchen in die arme die mich fragte ob ich meine unterschrift leisten möchte, damit "kinderschänder" härter bestraft werden können.
einen moment lang wusste ich nichts zu sagen, sowohl situation wie auch frage kamen zu abrupt, und bei diesem thema kochen die gemüter manchmal plötzlich über.
zum teil auch zurecht, denn jeder mensch der solche oder ähnliche erfahrungen machen musste, ist für sein leben gebranntmarkt, wovon ich in anderer hinsicht das ein oder andere lied singen könnte.

ich sagte am ende salopp nein!
nein, ich bin nicht bereit menschen die eine pädophile neigung haben, sie vielleicht sogar ausgelebt haben, lediglich "hart" bestrafen zu lassen.
lieber würde ich meine unterschrift für eine petition leisten, (mehr) geld bereit zu stellen damit pedophil veranlagte die möglickeit haben, sich an vertrauenspersonen wenden zu können bevor sie möglicherweise ihre gedanken und wünsche in die tat umsetzen.
dies solte eine institution sein, die vertrauensvoll mit ihnen umgeht und definitiv nicht diskriminierend ist, die geschulte psychologen bereitstellt und hilfe anbietet damit diese menschen mit sich und ihrer umwelt besser umgehen können, damit es am ende nicht zu unnötigen leid kommt.

nachdem ich diese sätze von mir gelassen hatte, wendete sie sich von mir ab und lief auf den nächsten passanten zu.
schade eigentlich, so scheine ich mit meiner meinung doch recht alleine zu stehen.

verstehen sie mich bitte nicht falsch, ich empfinde heftiges mitleid mit jedem opfer, speziell wenn es sich um kinder oder anderen eher schwächeren mitgliedern unserer gesellschaft handelt, aber auch mit den menschen die in sich eine saat tragen die ihnen selber, wie auch ihren mitmenschen schadet, und sie keinen ansprechpartner haben, wissen das sie verachtet werden, und sollten sie sich offenbaren mit sanktionen welcher art auch immer rechnen müssen, selbst wenn sie sich noch nichts zu schulden haben kommen lassen.

das dies so ist, liegt in erster linie am offensichtlichem fehlverhalten unserer gesellschaft, und daher hat auch niemand das recht einer einseitigen verurteilung, insofern diese person sich nicht auch um die "anderen" betroffenen kümmert, entweder in finanzieller hinsicht, in gesetzlicher oder durch eigene initiative.



das phenomen der nutzniesser solcher probleme ist ja nicht neu, und manch einer kann damit leider bei seinen mitmenschen punkte sammeln, insofern diese dumpfen parolen folgen weil sie schlich und einfach nicht ausreichend nachgedacht haben, oder weil sie nicht wissen wie sie sich "schützen" können, oder da sie einfach auf hexenverbrennungen stehen ?
vielleicht lässt sich auch mangelndes selbstwertgefühl oder gruppendynamik als auslöser hinzuziehen, genauso wie überforderung, angst oder hass auf unverständliches.
wer weiss.



ich persönlich denke manchmal; menschen neigen dazu es sich zu einfach zu machen, und wegsperren oder hinrichten passt in ein einfaches gedankenbild perfekt hinein.
doch das dies keine lösung ist, sollte auf der hand liegen.
manchmal ertappe ich mich bei dem gedanken, das grade das kürzen von sozialleistungen, das kürzen von geldern für rechts-aussteiger-helfern gewollt ist.
gewollt scheint es mir einfache lösungen anzubieten, damit die nicht direkt betroffene bevölkerung sich eben nicht mit den schwierigen oder sogar den kernproblemen unserer gesellschaft auseinanderseztz, denn sollte sie es tun würde sich vermutlich einiges gewaltig ändern.



eines zu guter letzt:
versuchen sie dies mal einem menschen zu erklären, der so viel leid erleben musste das er oder sie auch jahrzehnte später kaum normal leben kann, und dem oder den peinigern zurecht die pest an den hals wünscht.
ich sage ihnen; das ist je nach vorfall ein sehr schwieriger prozess der mit sehr viel (erneutem) leid verbunden ist.

allerdings auch mit einem geschenk;
verständniss in vielerlei hinsicht!



lg,
e

Anonym 9. März 2009 um 22:16  

Danke! Was Sie hier in Worte gefasst haben ging mir durch den Kopf als ich den Mob bei "Spiegel TV" sah. Da wurde mir als ALG-II-Bezieher mulmig. Wann darf ich mich nicht vor die Tür trauen?

Margitta 9. März 2009 um 23:19  

Lieber Roberto,

ein sehr vielschichtiges Thema, das Sie heute aufgreifen.

An der Anzahl der Kommentare kann man schon sehen, dass die Leser sich lieber zurückhalten ihre Meinung zu äußern, aus welchen Gründen auch immer.

Es ist aber auch nicht einfach sich als Fürsprecher dieser Menschen erkennen zu geben. Sehr schnell kommt man in den Verruf mit dem Verständnis für den Täter die begangene Tat zu tolerieren und die Opfer zu verhöhnen.

Leider bin ich nicht in der Lage, meine Gefühlen hierzu in klare Worte zu fassen. Ich bin jedoch der Meinung, dass jede Gesellschaft sich ihre Straftäter selbst heranzieht und jeder in dieser Gesellschaft die Verpflichtung hat, alle Anstrengungen zu unternehmen diese wieder auf den rechten Weg zu bringen.

Mit dem Ruf nach der Todesstrafe verändert sich gar nichts, ganz im Gegenteil. Verbrechen mit Verbrechen bestrafen, wie soll das Rechtens sein? Ich persönlich sprechen jedem das Recht ab zu Töten, denn dieser Wunsch entspringt nur der Rache.

Nachdenkliche Grüße
Margitta Lamers

Margitta 10. März 2009 um 00:06  

Nachtrag

Bei sekret.tv habe ich mir eine Talkshow angesehen. Geladen waren Rechtsanwältin Heidi Riediger, welche sich für Missbrauchsopfer einsetzt und Siegfried Bauyer, er betreut die Täter nach ihrer Haftentlassung. Sehr sehenswert, leider kostenpflichtig. Allerdings kann sich jeder der möchte die Vorschau dazu ansehen.

Ich erfuhr, dass nach Angaben von Opferschutz-Initiativen Experten davon ausgehen, dass jährlich circa 80.000 bis 300.000 Kinder allein in Deutschland sexuell missbraucht werden.


@ Anonym 9. März 2009 21:57

Danke, dass Sie diese Worte fanden, und somit auch meine Gefühle lesbar machen

Liebe Grüße
Margitta Lamers

Anonym 10. März 2009 um 00:13  

Hallo Roberto,
es ist wirklich verrückt - ich hatte nur die ersten 3 Sätze gelesen und ich wusste, worauf Du Dich beziehst! Ich wohne nicht weit von Randerath, ca. 55km und werde in naher Zukunft nur gute 30 km von dort leben. Ich war genauso betroffen wie Du und alles was Du schreibst trifft mich immer wieder tief, besonders aber dieser Fall, weil ich ja fast ein Nachbar dieser Leute bin!
Ich hoffe, dass Du weiter machst und nie verzagst, den Finger genau auf den wunden Punkt zu legen!
Ich wünschte, Dich mal persönlich kennen zu lernen wenn mich meine Radfahrerbeine in die Ingolstädter Gegend führen.

Liebe Grüße von Martin

chriwi 10. März 2009 um 07:26  

Die Angst der Menschen wurde schon viel zu oft Missbraucht. Sie vergessen bei dem vermeintlichen Schutz ihrer Kinder, dass sie sich in ähnliche Monster verwandeln. Das merken sie natürlich nicht, denn sie sind ja in der Gruppe und stark.

Anonym 10. März 2009 um 11:41  

Ich persönlich würde auch nicht mit meinen Kindern neben einem vorbestraften Sexualstraftäter oder Kinderschänder wohnen wollen.

Nichtdestotrotz müssen Ex-Knackis irgendwie wieder in die Gesellschaft integriert werden, seien es nun Sexualstraftäter oder Diebe oder Schläger oder sonstwas.

Oder was stellt sich der Mob vor, was für "Lösungen" man für Ex-Knackis finden soll? Gulag?

Dass vorbestrafte Kinderschänder nach Möglichkeit nicht in der Nähe von Schulen, Spielplätzen etc. wohnen sollen, sehe ich noch ein. Ein abgeschiedener Wohnort ein wenig außerhalb der Stadt ist ja auch eine Möglichkeit.
Aber irgendwo müssen auch diese Leute wohnen.

Es scheint insgesamt wieder dahin zu gehen, bestimmten Gruppen die Menschenrechte und die Grundrechte zu beschneiden.
Kinderschänder sollen dann wohl - ja was? Lebenslang eingesperrt werden? Elektrischer Stuhl? Saharah?

Kassiererinnen werden für Centbeträge gekündigt, Bäckerfachverkäufer für das Entwenden eines Löffels Brotaufstrich ...

Aber Leute wie Zumwinkel, mehr Steuerhinterziehung als all die hunderte von Schwarzarbeitern begehen, laufen immernoch frei rum wegen einer angeblich versehentlich zu spät geleisteten Unterschrift.


Eine Mob-Stimmung in den Medien zu erzeugen, kann gefährlich werden, und zwar dann, wenn sich der Mob entschließt, einem neuen Herrn zu folgen und sich gegen seine alten Herren zu wenden. Als das das letzte Mal passiert ist, baumelten die Aristokraten von den Bäumen und Laternen in Frankreich, Männer, Frauen und vielfach auch Kinder, ohne dass groß die Schuldfrage gestellt wurde.

Christian 10. März 2009 um 14:22  

http://narragonien.de/images/stories/mob.gif

Anonym 10. März 2009 um 16:30  

"[...]Kassiererinnen werden für Centbeträge gekündigt, Bäckerfachverkäufer für das Entwenden eines Löffels Brotaufstrich ...[...]"

Du hast die Arbeitslosen, und HartzIV-EmpfängerInnen, vergessen.

Vor Jahren las ich mal, dass man "Arbeitslose einfach, wie damals in Auschwitz, vergasen sollte" - in einem Arbeitslosenforum der, damals noch nicht privaten Arbeitsverwaltung.

Auf vielfältigen Protest - auch von Nichtbetroffenen, wurde dieser Provo-Beitrag, sowie die zustimmenden Beiträge, von der Arbeitsvermittlung gelöscht.

Damals....vor 20 Jahren....

Ich will nicht wissen, wie es heute aussehen würde, wenn ein Provo-Troll so einen Beitrag schreiben würde.....

Frei nach dem Fazit:

Alle Kriminellen (Nazisprache dafür war "asoziale Elemente", die aber auch für Bettler, Obdachlose, Langzeitarbeitslose) weg vom Fenster, am besten für immer und völlig kostenlos - die Haare kann man ja noch verwerten....

Sind wir wieder soweit? Haben wir nichts aus dem damaligen Schurkenstaat NS-Deutschland gelernt?

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

PS: "Kinderschänder" sind zu verurteilen, aber wenn einer sich gebessert hat, dann hat der doch wohl wieder eine Chance im Leben verdient? Oder?

Bei Unbelehrbaren - nicht allein bei Kinderschändern - wäre ich übrigens auch für ein lebenslanges wegsperren. Man müßte aber vorher genau wissen, ob diese wirklich "unbelehrbar" sind. Da gibt es bestimmt Experten, die so etwas feststellen können. Oder?

Anonym 10. März 2009 um 16:33  

Übrigens, mit "Unbelehrbare" meine ich natürlich wirklich schwerkriminelle Elemente, und nicht die "asozialen Elemente", die die Nazis meinten.

Ergo wirklich Massenmörder und sonstige Serienkiller, Kinderschänder und -töter usw. usf.

Übrigens, egal wie reich bzw. arm die sind -auch ein z.B. Mörder steht nicht über dem Gesetz und gehört lebenslänglich weggesperrt, wenn er nicht resozialisierbar ist.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 10. März 2009 um 20:03  

Sehr schwieriges Thema.
Wer als Betroffener vor Ort wohnt und Kinder hat, wird zu diesem Thema eine andere Meinung haben als jemand, der weit entfernt wohnt und/oder keine Kinder hat.

Ich kann nicht beurteilen, ob die Resozialisation solcher Täter überhaupt möglich ist, aber was ich bisher in den letzten Jahren gelesen habe lässt für mich nur den Schluss zu, dass die Rückfallquote in diesem Bereich sehr hoch ist und das man diese Menschen nicht mehr allein auf die Straße gehen lassen sollte.
Jetzt macht der Staat nach verbüßter Strafe die Tür zu und Täter und betroffene Anwohner stehen mit dem Problem alleine da. Die Leute haben einfach nur Angst, dass jetzt in Ihrem Umfeld etwas passiert.
Welche Mittel zu reagieren stehen ihnen denn zur Verfügung, außer auf die Straße zu gehen oder abzuwarten, bis etwas passiert.

Ich weiß jedenfalls nicht, wie ich in so einem Fall als Betroffener reagieren würde, wenn meine Familie latent bedroht ist.
Nazi-Mob-Photos helfen auch nicht weiter, die Angst der Menschen zu bekämpfen und eine ohne Emotionen besetzte intellektuelle Debatte auch nicht.

Wer an die Resozialisierung solcher Täter glaubt, kann sie gerne mal testweise für ein Jahr aufnehmen.....

Roberto J. De Lapuente 10. März 2009 um 22:48  

Es geht hier nicht darum, ob jemand resozialisierbar ist - das bewerten andere. Aber es geht darum, dass man es ermöglicht, dass der Mob mit Feuerfackeln, wie jener Mob, der einst durch dunkle Straßen marschierte, für Angst und Schrecken sorgen, womöglich Lynchjustiz betreiben darf, ohne scharfer Kritik an dieser Pogromstimmung ausgesetzt zu werden.

Was der betroffene Täter getan hat, steht gar nicht zur Debatte - es ist verwerflich, aber auch er hat Anrecht auf eine Chance, die übrigens nach der Menschenrechtscharta immer wieder gewährleistet werden muß, sofern keine berechtigten Zweifel an der Resozialisierungsfähigkeit besteht.

epikur 10. März 2009 um 23:46  

Obwohl ich mich nicht als ein Freund der vermeintlichen "Eliten" bezeichnen würde, so bin ich ausnahmsweise in dem Punkt der Todesstrafe ganz auf deren Seite. Würden wir morgen eine Volksbefragung zum Thema "Wiedereinführung der Todesstrafe" haben, so hätten wir sie übermorgen, dank BILD und co, garantiert wieder.

Das beste nicht-normative Argument GEGEN die Todesstrafe ist vor allem ihre völlige Wirkungslosigkeit. Das Beispiel USA zeigt es ganz deutlich. Bundesstaaten mit Todesstrafe haben eine gleichbleibend hohe Kriminalitäts- und Verbrechensrate. Dass sie abschreckend wirke, ist ein Mythos konservativer Volldeppen.

Anonym 11. März 2009 um 08:53  

Ich bin sicher auch kein Freund von Todesstrafe. Und jeder sollte nach der Haftentlassung möglichst wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden

Dass sich hier aber einige nur auf die Seite des Täters schlagen und die Demonstranten als dumm bezeichnen finde ich verachtenswert.

Die Leute dort haben schlichtweg Angst um ihre Kinder. Und dass ist angesichts der Vorgeschichte des Täters ja auch absolut verständlich.

Sie denken natürlich nicht daran wo der Typ dann hinsollte wenn er wirklich verschwindet weil es ihnen in erster Linie um ihre Kinder geht die sie schützen wollen. Wenn er also gehen würde wären ihre Kinder erstmal sicher. Und weiter wird dort nicht gedacht weil es eben um ihre Kinder geht um die sie Angst haben.

Und deswegen nervt es einfach wenn der Täter hier als armes Opfer dargestellt wird wie die Gutmenschen es ja immer tun mit Verbrechern und auf die Opfer solcher Taten und Kinderschutz scheissen. Ich wette auch einige "Linksintelektuelle" hier wohnen in gutbürgerlichen Gegenden in denen kein entlassener Sexualstraftäter jemals ziehen würde. Daher kann man ja aus guter Position über den achso verachtenswerten Mob herziehen.

In einem Rechtsstaat haben auch Kinder Recht auf Schutz und nicht nur Straftäter was die Gutmenschen immer gerne vergessen.

Roberto J. De Lapuente 11. März 2009 um 09:17  

Keiner hat den Täter als Opfer dargestellt - wer das unterstellt, hat womöglich nicht gelesen, oder versucht einfach nur die emotionale Komponente in rechtsstaatliche Prinzipien zu transportieren.

Anonym 11. März 2009 um 12:15  

"[...]Das beste nicht-normative Argument GEGEN die Todesstrafe ist vor allem ihre völlige Wirkungslosigkeit. Das Beispiel USA zeigt es ganz deutlich. Bundesstaaten mit Todesstrafe haben eine gleichbleibend hohe Kriminalitäts- und Verbrechensrate. Dass sie abschreckend wirke, ist ein Mythos konservativer Volldeppen.[...]"

@epikur, all

Da bin ich mit dir, und Roberto J. De Lapuente sowie anderen Mitdiskutanten (die deswegen in die "linke" Ecke gedrängt werden sollen - von Rechten), wohl einer Meinung.

Der, der Diskussionsgegner übrigens als "Gutmenschen" (Neonazi-Sprache) darstellen will disqualifziert sich mit dem Wort selbst. Es gibt keine "Gutmenschen" ebensowenig wie es "Bösmenschen" gibt, die existieren nur in den Hirnen rechtslastiger Menschen, die immer noch nicht gelernt haben, dass der GRÖFAZ aller Zeiten 1945 selbstgemordet hat.

Sprache kann ja so verräterisch sein....

Zurück zum Thema:

Ich denke jeder hat ein Recht auf Re-Sozialisierung, und sollte dies eben nicht gehen, da muß dann aber wirklich ein Fachmann darüber entscheiden, soll der Kriminelle weggesperrt werden - wirklich lebenlang, aber auch nur in ganz schweren, unbelehrbaren Fällen.

Was die Todesstrafe angeht, die ist in Deutschland, dank dem Freund aller Rechten, dem GRÖFAZ, zu Recht geächtet. Nach den ganzen Massenmorden, dem Holocaust und den anderen Kriegsverbrechen von SS, Wehrmacht & Co. kann wohl keiner in .de ernsthaft für die Todesstrafe sein - es wurden damals genug UNSCHULDIGE hingerichtet. Eine solche Zeit will ich nicht erleben, die meine Großeltern noch durchleiden mußten.

Was die USA angeht, es gibt noch einen Punkt gegen die Todesstrafe, die Geschworenengerichte. In den USA sitzt nämlich derzeit so mancher tatsächlich Unschuldige in Haft, weil Geschworenengerichte, trotz anders lautender Gerüchte, stark fehleranfällig sind.

Hierzu kann man im Netz einmal den Fall Mumia Abu-Jamal eingeben, der schon seit Jahren verhandelt wird, und wo es sogar einen - mittlerweile verstorbenen? - Hauptzeugen gibt/gab, der zugab, dass er den Polizisten ermordet hat, und Mumia Abu-Jamal nur zur falschen Zeit am falschen Ort war.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Roberto J. De Lapuente 11. März 2009 um 12:23  

Zitat:
"... weil Geschworenengerichte, trotz anders lautender Gerüchte, stark fehleranfällig sind."

Dazu passend Eric Frey, Autor des "Schwarzbuch USA":

"Ein Schuldspruch darf nur dann gefällt werden, wenn alle Geschworenen von der Schuld des Angeklagten zweifelsfrei überzeugt sind – ein hoher Maßstab, der eigentlich dafür sorgen sollte, dass Unschuldige nicht verurteilt werden. Hat die Jury allerdings ihr Urteil gefällt, gibt es kaum noch Berufungsmöglichkeiten: Ein Freispruch ist endgültig, ein Schuldspruch kann höchstens aufgrund von gravierenden Verfahrensfehlern aufgehoben werden. Wer einmal von Geschworenen für schuldig gesprochen wurde, bekommt die volle Härte des Gesetzes zu spüren.
Das amerikanische Gerichtssystem wurde einst für kleine, homogene Gemeinden gleich gesinnter Bürger konzipiert und würde in einer solchen Umgebung möglicherweise auch funktionieren. In einer Nation mit großen sozialen, ideologischen und ökonomischen Gegensätzen ist ein fairer Wettkampf mit Argumenten und Beweisen, wie er den Gründervätern vorgeschwebt hat, hingegen eine Utopie. Hautfarbe, sozialer Status und Einkommen entscheiden weit mehr über Schuld und Strafausmaß als alle Indizien und Beweise. [...]"

Anonym 11. März 2009 um 12:59  

Hallo Roberto J. De Lapuente,

danke für den aufschlußreichen Hinweis.

Zum Fall "Mumia Abu-Jamal" - als Beispiel habe ich hier was recherchiert:

http://www.mumia.de/doc/background/mumia/index.html

Sein Fall ist eben nur ein Beispiel von vielen, was die US-Justiz, in den US-Bundesstaaten mit Todesstrafe, angeht.

Es muß auch einmal geschrieben werden - es gibt auch in den USA Bundesstaaten die die Todesstrafe abgeschafft haben - wohl eben aus den Erfahrungen, die du hier - mit dem Hinweis auf das "Schwarzbuch USA" schilderst.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Hans Wurst 11. März 2009 um 15:34  

Ich hab auch noch einen zum Thema:

http://www.br-online.de/br-alpha/geist-und-gehirn/geist-und-gehirn-manfred-spitzer-gehirnforschung-ID1217344371715.xml

Anonym 11. März 2009 um 17:40  

@Hans Wurst

Du meinst wohl es liegt an der medialen Verdummung?

Tja, kann auch sein ;-)

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 11. März 2009 um 18:47  

Mir fehlen immer noch Hinweise, was die Bürger in dieser Stadt für Möglichkeiten haben, gegen den Zuzug eines latent gefährlichen Kinderschänders zu protestieren.
Der Ex-Täter darf nicht gebrandmarkt sein, da man an das Gute im Menschen glaubt. aber Leute, die um ihre Familie Angst haben, schon.

Hier geht es um Angst und Emotionen, die allein mit einer rechtsstaatlichen Diskussion über Recht oder Unrecht nicht zu lösen sind, weil mit dem Gang über Behörden und Gerichte ein paar Jahre vergehen, die für einen Rückfall eines solchen Täters meistens reichen.

Hier ist eine schnelle Lösung gefordert und die betroffenen Leute jetzt nur an den Pranger zu stellen, ist schon sehr vermessen, wenn man als Schreibtischtäter weit entfernt im Warmen sitzt und ohne betroffen zu sein Buchstaben zu Papier bringt.

Statt hier über den Mob zu diskutieren sollte eigentlich eine Diskussion stattfinden, wie mit solchen Tätern nach der Haft verfahren werden soll.
Der Glaube an das Gute im Menschen ist einfach schon zu oft enttäuscht worden, dass die betroffenen Menschen daran glauben könnten, dass sie vielleicht mal Glück haben werden.

Ich stimme meistens mit den hier geposteten Beiträgen überein, aber diese Diskussion ist mir zu einseitig, da sie die Lage der Bürger überhaupt nicht beleuchtet, sondern auch nur einseitig verurteilt.

Anonym 11. März 2009 um 21:53  

hallo nochmal ...

ich habe hier zwar bereits ein statement von mir gegeben, doch möchte ich noch einen nachtrag hinterherschieben.

zum einen störe ich mich an dem bereits öfter gefallenen begriff "re-sozialisierung", denn dies impliziert das sich eine person für eine gewisse zeit ausserhalb unserer gesellschaftlichen normen bewegt hat, und aufgrund von staatlich verordneter strafe oder anderen methoden und hilfestellungen seine verfehlung nicht nur einsieht sondern seine persönlichkeit und seine bedürftnisse und wünsche dementsprechend ändert, sodas er wieder der "norm" entspricht.
ich denke auch das es viele situationen bzw ereignisse gibt bei denen dies auch funktioniert bzw funktionieren kann, doch habe ich trotzdem bedenken das es immer klappt.
zum anderen ist es ja eine frage des standpunktes in bezug zur "norm".

einfaches beispiel:
jemand stiehlt da er keine ausreichenden finanziellen mittel hat um sich ein halbwegs akzeptabeles leben zu sichern, und einen job sucht er schon lange ...
... hier ist glaube ich leicht ersichtlich woher die motivation kommt, sich ausserhalb der "norm" zu bewegen.

einfaches gegenbeispiel:
als homosexueller ist man in vielen kreisen nachwievor nicht als ebenwertiges menschliches wesen angesehen, auch wenn es inzwischen nicht mehr so schlimm ist wie noch vor einigen jahren als dies noch unter strafe stand.
ich habe durch diverse gespräche heraushören können, das fast jeder betroffene sich oft gewünscht hatte nicht mit diesen bedürftnissen leben zu müssen.
viele haben auch versucht, sich "umzuerziehen" (re-sozialisieren?), um endlich ein "besseres" leben führen zu können, sich nicht verstecken zu müssen aus angst vor diskriminierung.
dabei handelt es sich wohl um einen ( für den betroffenen ) furchtbaren zwiespalt nach dem motto; verrate ich mich indem ich mich anpasse aber vielleicht leer bleibe, möglicherweise sogar aus "therapeutischen gründen" eine familie gründe, oder verrate ich mich wenn ich meinen gefühlen nachgebe, so lebe wie es mit gut tut, dabei aber probleme mit meiner umwelt bekomme ?

letztenendes bin ich froh, das sich viele betroffene sich ihrem innersten gegenüber öffnen, und sich ausleben, denn dies ist für sie gesünder.
die these das homosexualität "heilbar" ist, halte ich übrigens für mehr als nur fragwürdig.

das gleiche denke ich allerdings auch in bezug auf manche masochisten, manche sadisten, und manche pedophiele usw. etc. pp.



damit will ich auf gar keinen fall sagen, das der kleine dieb nicht doch wieder klaut, nur weil er jetzt einen job bekommen hat ( welche übrigens rar sind ), damit will ich aber auch nicht sagen das jemand der pedophiel veranlagt ist diesen seinen gedanken auch umbedingt nachgehen muss, und wird.



die sorge um seine eigenen kinder oder die nachbarskinder etc. kann ich wirklich nachvollziehen, habe ich doch auch eine patentochter, doch ist es halt für eine "humane" gesellschaft notwendig, differenziert und eben nicht nach der einfachsten und brutalsten strickmethode vorzugehen.

es ist für mich daher notwendig sich um jeden einzelnen gefährdeten menschen zu kümmern, und immer im hinterkopf zu haben, das dies eine ganz individuelle persönlichkeit ist, die eine ganz individuelle "betreuung" benötigt um zu existieren.
wie diese aussieht, ist auch wieder individuell; manch ein mensch muss vielleicht den rest seines lebens von der normalen aussenwelt getrennt bleiben, andere kann man vielleicht sogar bedenkenlos in unserer gesellschaft belassen, und ist am ende bestenfalls sogar eine bereicherung für alle.

dies entscheiden zu können, und alle maßnahmen bereit zu stellen benötigt aber engagement, willen und die nötigen finanziellen mittel.
solange wir diese nicht zur verfügung stellen, wird unsere welt nur dürftig funktionieren, davon mal abgesehen, eine hundert prozentige absicherung ist rein illusiorisch.
wir aber sind noch immer noch weit davon entfernt, behaupten zu können; wir haben ja schon alles ausprobiert.



daher:
wer ohne sünde (oder verantwortung) ist, werfe den ersten stein ...



lg,
e

Roberto J. De Lapuente 11. März 2009 um 21:53  

Wenn mit Fackeln aufmarschiert wird, wenn "Raus Du Sau" auf Plakaten steht, wenn öffentlich gesagt wird, dass etwas geschehen müsse, sonst passiere was, dann muß man die Motive der Aufgehetzten nicht beleuchten, denn zunächst verstossen sie eklatant gegen geltendes Recht. Was ausgedrückt werden sollte, war: Das Zusammenrotten, das SA-Marschieren, das Todesstrafen beschwören ist wieder machbar in Deutschland, ist Anzeichen von Verrohung.

Der Schreibtischtäter, selbst Vater zweier Kinder, hat leider Erfahrung mit männlichen Subjekten, die Hand an Kinder legen - dies nur nebenbei. Seine subjektive Erfahrung darf nicht Maßstab sein, der Täter hat Rechte, die ihm - dem Schreibtischtäter - vielleicht auch nicht immer schmecken mögen, in seiner beschränkten Art des Menschseins, die aber dennoch bindend sind und ein hohes Gut. Im übrigen bedankt er sich für seinen neu verliehenen Status als Schreibtischtäter.

Anonym 11. März 2009 um 23:03  

gut, ok ...
... so widme ich mich einfach mal dem "bürgerlichem" lager:

1. ist hier eine oder ein direkt oder indirekt betroffener, so möge sie oder er sich bitte äussern.
könnte für alle beteiligten aufschlussreich sein, welche gedanken sich bei der betroffenen person so sammeln.



2. ich selber habe in meinem bekanntenkreis gleich zwei frauen die in ihrer jugend missbraucht wurden, und dadurch schlimmen schaden genommen haben.

in beiden fällen hat die direkte umgebung nicht die täter verurteilt, sondern die opfer verunglimpft, da in beiden fällen u.a. die aufsicht versagt hat, nein, viel schlimmer noch; in beiden fällen war das direkte umfeld involviert.

wenn ich jemals einem dieser täter, oder der "umgebung" gegenüberstehen würde, wüsste ich nicht wie ich handeln würde.
vielleicht würde ich sie nur beschimpfen, vielleicht körperlich angreifen, erneut anzeigen leide ohne beweise, ich weiss es nicht.
nur eines weiss ich; das ich wütend bin, das dieses leid möglich und geduldet wurde.
und das hat mit gesellschaftlichem fehlverhalten zu tun.

wenn ich an meine eigene vergangenheit zurück denke, die leider nicht wesentlich netter war, ( zumindest sexueller missbrauch fand nicht statt ) kriege ich die krise, und wünsche meinen peinigern oftmals die pest an den hals, denn die leiden nicht unter ihren taten, ich leide ...
mein gott, was habe ich mir nicht schon selber für vorwürfe gemacht, mir selber die schuld gegeben für das was mir andere angetan haben.
ich kann solche diskussionen kaum ertragen, und erst recht nicht wenn "besorgte" sich zu wort melden ...
welch eine heuchelei, auch wenn sie berechtigt sein mag.
(emotionsfreie intellektuelle diskussion)



... da ich aber ein (gut)mensch bin der wissen/ergründen will, verstehen möchte wie es zu solche leid kommt, muss ich mich notgedrungen auch mit den tätern auseinandersetzen.

wenn ich verhindern will das es so weiterläuft, das andere menschen missbraucht werden, muss ich mich mit allen faktoren auseinandersetzen und die vorrausetzungen erbringen und die konsequenzen tragen.



was bleibt auch sonst übrig ?
wilder westen hier, exekution dort ?


lg,
e

Roberto J. De Lapuente 11. März 2009 um 23:09  

Kurzum, ich will nicht zu persönlich werden. Daher kurz und knapp: Der "Schreibtischtäter" ist als Vater betroffen, damit indirekt Betroffener... mehr wird an dieser Stelle nicht erläutert, mit Bitte um Verständnis.

G. G. Lalles 12. März 2009 um 09:13  

hier tun einige so, als gibt es keine anderen möglichkeiten als diese schweinischen auftritte des mobs. die eltern könnten dienste einrichten, bei dem die ihre kinder betreuen. das sollte eigentlich soweiso natürlich sein. kinder zur schule begleiten. dazu müßte sich natürlich jemand der eltern zeit nehmen. die haben sie aber, weil sie ja auch stundenlang vor dem haus des straftäters stehen. man könnte auch eine zweimann-delegation der eltern zum straftäter schicken und ihm erklären, daß man wachdienste für die kinder usw umsetzt. man könnte ihm erklären, daß man angst hat und daher die kinder nicht mehr aus den augen läßt, und daher auch auf ihn schaut, damit keiner zu schaden kommt. die kinder und eltern nicht und er auch nicht. mit ruhe und gelassenheit könnte man was erreichen. so hetzt man nur auf und pflanzt hass in die herzen.

Anonym 12. März 2009 um 20:26  

Ruhe und Gelassenheit - das ich nicht lache.
Wer direkt betroffen ist, ist eben nicht ruhig und gelassen, weil er emotional bis in die Tiefe getroffen ist.

Nicht die Kinder benötigen einen Aufpasser, sondern dieTriebtäter, deren Rückfallquote immens hoch ist.
Mit diesem Vorschlag dreht man den Vorgang doch ins Absurde.

Wenn der Rechtsstaat versagt und seine Bürger mit Problemen alleine lässt, die der Bürger allein nicht lösen kann, muss es zwangsläufig Probleme gebe.
Das hat in diesem Fall aus meiner Sicht nichts mit der Erkenntnis zu tun, an der man eine Verrohung der Gesellschaft erkennen kann. Dafür ist man in Deutschland viel zu obrigkeitshörig und wann und wo gehen hier die Bürger auf die Straße? Gerade dann, wenn er mal auf die Straße geht, muss wohl etwas entscheidendes passiert sein.

Nimm den Schreibtischtäter nicht persönlich, es sollte nur eine Spitze sein, die die Entfernung zum Geschehenen ausdrücken sollte.
Es ehrt Dich, dass Du rechtsstaatliche Prinzipien als Maßstab nimmst, aber hier versagt der Rechtsstaat.
Und in der Natur, zu der auch der Mensch gehört, werden die eigenen Kinder mit Zähnen und Klauen verteidigt, wenn man sie als bedroht ansieht. Und der Aufmarsch und die Plakate der Menschen in dieser Stadt ist nicht mehr, aber auch nicht weniger, weil sie sich durch die potentielle Bedrohung in die Enge getrieben fühlen.

Roberto J. De Lapuente 12. März 2009 um 23:26  

Man nehme es mir nicht übel, aber immer dann, wenn man die niedersten Instinkte des Menschen zur Ausgeburt einer Naturverbundeheit erklärt, wurde das meiste Schindluder getrieben. Von Natur aus wurde auch schon gemordet, und folgten wir dieser vereinfachenden Dialektik, müßten wir dem Straftäter attestieren, dass er nur seiner Natur gefolgt sei. Wir sprechen aber von sozialisierten Zuständen, von Menschen innerhalb sozialer Strukturen, in der die Natur nicht Maßstab ist, auch nicht sein kann.

Ob der Rechtsstaat versagt, kann so einfach nicht beantwortet werden. Unser Rechtssystem fixiert das Recht auf Resozialisierung, es baut damit auch auf die allgemeine Menschenrechtserklärung. Es gibt nur Prognosen, die eine Gefährlichkeit nachweisen können oder nicht, Gewißheiten gibt es nicht - im Zweifelsfall eingesperrt lassen? Wer so argumentiert, der reaktiviert, auch wenn er es vielleicht nicht glaubt, nicht will, Kerkerzustände, der spricht sich wohl oder übel auch für die Todesstrafe aus, denn nichts wäre dann humaner, als einen ewig Eingesperrten zu liquidieren.

Ich schließe mich meinem Vorredner an, nur mit Ausgeglichenheit, mit Ruhe und Gelassenheit, erreicht man Konsens. Es ist ja nicht so, dass der Freigelassene wie eine Bestie an der Straßenecke lauert. Wer so tut, als wären die Emotionen in dieser Weise, in dieser widerlichen Form des Aussprechens für Todesstrafe und Lynchjustiz, rechtens, der offenbart sich letztendlich als Sprachrohr dieser emotionalisierten SA-Horden. Was, wenn die Aufgehetzten den Freigelassenen verprügelt haben? Was wenn sie ihn lynchen? Ist das verständlich, weil der Rechtsstaat es nicht aus freien Stücken selbst tat?

Anonym 14. März 2009 um 09:54  

Hallo Roberto,

aber wie soll das deiner Meinung nach praktisch aussehen. Ich stelle mir da mehrere Varianten vor:
1. er hat seine Strafe abgesessen, beginnt ein neues Leben in einer neuen Stadt. Da er nicht in einem Seniorenheim lebt, werden irgendwo in seiner Nähe auch Kinder sein. Und dann? Wie gesagt, Pädophilie ist nicht heilbar und auch mit chemischen Mitteln nur bedingt in den Griff zu bekommen, wenn der Täter "mitzieht".
2. Er zieht in Abgeschiedenheit aufs Land. Dort ist er allein mit sich und seinen Gedanken. Seine Wünsche und Sehnsüchte werden sich jedoch verstärken, bis er wieder einmal einen Fuß in die Stadt setzt...
3. Er wohnt normal mit Betreuer. Doch der Betreuer kann auch nicht immer "die Hand dazwischen halten", wenn es ernst werden sollte...
4. Es ist sehr aussichtslos, wenn man weiß, dass das Leben praktisch gelebt ist. Die Wünsche und Sehnsüchte können nie kompensiert werden --> "ohnehin alles sinnlos"-Stimmung und die Bereitschaft noch einmal zum äußersten zu gehen steigt...

Egal wie du es drehst und wendest, es kann nie gut gehen!

http://www.youtube.com/watch?v=d7k--AqosDE hier nochmal die "Wo ist Klaus?" - Werbung

Roberto J. De Lapuente 14. März 2009 um 10:28  

"Egal wie du es drehst und wendest, es kann nie gut gehen!"

Darum geht es auch nicht, ich frage mal ganz provokativ: Aber das, was der Mob tut, das geht gut? Insofern, dass er sogar mit dem Tod droht, geht es gut?

Natürlich hat man ein Auge auf ihn zu werfen, aber nicht in Rotten, die Fackelzüge veranstalten und die niedersten Instinkte der Menschen hervorkehren. Wenn wir das an einem Menschen dulden, der potenzielle Gefahr sein kann, welchen Anspruch haben wir dann noch im Hinblick auf eine Zivilisation der Zukunft. Wenn wir diese Barriere fallenlassen, dann haben wir jeden Anspruch und jede Legitmität verloren.

Es wurde hier schon erwähnt, wie in etwa man vorgehen könnte. Man sollte sicherstellen, dass er nicht direkt an einer Schule oder Kindergarten wohnt, Elterninitiativen sollten Kinder begleiten, ein "Elternwachdienst" die Spielplätze "sichern", Polizei etwas aufmerksamer sein, Kinder aufklären - damit wäre das Fundament gelegt. Was nämlich gerne verschwiegen wird bei solchen Debatten ist: Pädophile sind meist nicht gewaltbereit, kaum steht ein Erwachsener in der Nähe, ziehen sie sich zurück. Eine am Spielplatz stehende Mutter ist die beste Gewährleistung, damit ein solcher Mensch, sofern er überhaupt noch das Bedürfnis hat (das kann man hier nicht beurteilen), nicht zum Zuge kommt.

Anonym 14. März 2009 um 18:39  

Man kann hier weiter an die Re-Sozialisierung glauben, ich kann es nicht.
Wenn der Staat mich nicht vor solchen Menschen schützt, muss ich es selbst tun und zwar mit den Mitteln, die mir in diesem Staat noch bleiben, um mir Gehör zu verschaffen. Ob Du es als Mob, Rotte oder wie auch immer bezeichnest, ist mir dabei ziemlich egal.

Und wenn Du wie Du schreibst solche Täter die Gegenwart von Erwachsenen abschreckt, dann stellt bei solchen Leuten sicher, dass sie nie wieder alleine auf die Straße gehen dürfen.
Es ist doch ein Trauerspiel, dass Eltern das komplette Umfeld überwachen sollen, damit solche Triebtäter nicht rückfällig werden können.

Du versteigst Dich bei Deiner Beurteilung, in dem Du die emotionale Komponente komplett ausklammern willst.

Es hat gar nichts mit einer niederen Komponente der Naturverbundenheit zu tun. Es ist einfach so, egal ob Mensch oder Tier, welches sich in die Ecke gedrängt fühlt, plötzlich zu Taten fähig ist, an die im Vorfeld niemand gedacht hat.
Und wenn man potentiell gefährliche Triebtäter auf die Allgemeinheit loslässt, kommt es zu solchen Ausbrüchen.
Das mit Nazi-Aufmärschen zu vergleichen, halte ich nicht nur für überzogen, sondern für eine rechtsstaatliche Betriebsblindheit.

Okocha 14. März 2009 um 22:34  

das sind keien ausbrüche, das sind menschen, die nicht denken und sich aufführen wie nazifiziertes deutschvolk.

Anonym 16. März 2009 um 08:30  

Man muss nicht gleich alles mit dem Begriff Nazi in Verbindung bringen, was auf den ersten Blick so aussieht. Das ist die allgemein übliche Totschlagargument-Vorgehensweise, die nicht unbedingt die Dinge korrekt beleuchten muss.
Hier wird nur theorisiert, aber wo sind die Lösungsansätze im hier und jetzt?

Anonym 18. März 2009 um 19:15  

Hallo Roberto,

nochmal: stell dir mal vor, du hättest 2 kleine Töchter falls du keine hast. Und in dein Nachbarhaus zieht ein Pädophiler ein.
Fall 1: Du weißt von nichts, du beobachtest nichtsahnend von deinem Küchenfenster aus, wie deine Kinder vor dem Haus des netten Nachbarn spielen. Du schöpfst auch keinen Verdacht, wenn deine Kinder dir freudenstrahlend bei Tisch erzählen, dass der Nachbar ihnen erlaubt hat, seine kleinen Katzen/Hunde/Hasen/etc. zu sehen. Du wirst keinen Verdacht schöpfen, weil es in der Realität keine unheilvolle Musik im Hintergrund gibt wie im TV. Du wirst so lange keinen Verdacht schöpfen, bis es zu spät ist. So wie 1000e Eltern keinen Verdacht schöpften. Denk nur an die Mädchen und Jungs, die in den letzten Jahren mit Bild in der Tagesschau gezeigt wurden. Jedes tote Kind ist ein Kind zu viel! Ganz zu schweigen von den vielen 1000 die mit ihren inneren und seelischen Verletzungen weiterleben müssen!!!!
Fall 2: Du weißt über die Vergangenheit deines Nachbarn. Aber als kultivierter Mensch, bist du der Überzeugung, dass auch ein Pädophiler ein Recht auf Wiedereingliederung hat und hältst dein Wissen geheim (damit sich kein Mob bildet). Dafür stehst du die ganze Zeit, wenn deine Kinder vor seinem Haus spielen am Fenster. Du erlaubst ihnen unter fadenscheinigen Vorwänden nicht, sein Haus zu betreten und wenn du ein progressiver Erzieher bist, redest du offen mit deinen 3 und 5 Jahre alten Kindern darüber, dass der Herr XY krank ist, und dass sie deshalb nicht mehr vor seinem Haus spielen können.

Du kannst es drehen und wenden wie du willst. Es KANN NICHT GUT GEHEN!!!! Es geht nie gut. Dein Sinn für Kultiviertheit und dein Geschichtsbewusstsein ehrt dich, aber in diesem Fall ist es NICHT PRAKTIKABEL. Selbst du wirst uns nicht erklären können, wie das konkret funktionieren soll... es sei denn du bist Pharmazeut im täglichen Leben und hast ein Wundermedikament entwickelt... das glaube ich aber nicht.
Mein Vorschlag sieht so aus: Sicherungsverwahrung lebenslänglich! Anders geht es nicht. Sonst bringst du nur Kinder in Gefahr, allein deswegen, weil du es politisch korrekt handhaben willst. Das ist es nicht wert. Die Männer, die an sich den Hang zur Pädophilie entdecken und die Hilfe suchen BEVOR etwas schlimmes passiert tun mir leid und sie haben mein Verständnis. Aber außer in Berlin ist mir keine solche Stelle bekannt. Und was ist mit den vielen, unzählig vielen, die sich an Kindern vergreifen?

Falls du Zeit hast, empfehle ich das Buch: "In meinem Himmel" von Alice Sebold. Das gibt einen Eindruck davon, wie pervers es sein kann, wenn der Vergewaltiger und Mörder der Tochter in der Nachbarschaft wohnt, ohne dass die Eltern wissen, dass er der Täter war...

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