Im Angesicht des Regelsatzes

Freitag, 21. November 2008

Jahrelang gab es kaum kritische Berichterstattung, gab es, ganz im Gegenteil, lediglich Propagandajournalismus in Sachen Arbeitslosengeld II. Allerlei Zumutungen mußte man darüber lesen: angefangen bei der platten Agitation von Seiten jener bekannten Tageszeitung, bis hin zu Sticheleien - auch in bürgerlicheren Medien - über die angeblich fürstliche Höhe des Regelsatzes. Und gerade der Streit um den vermeintlich ausreichenden Regelsatz diktierte immer wieder den öffentlichen Diskurs - nicht-repräsentative Umfragen, initiert von Spiegel, Stern, Focus und wie sie alle heißen, haben immer wieder ergeben, dass die Mehrzahl der Menschen der Ansicht seien, dass er vollkommen ausreichend sei, von 351 Euro im Monat zu leben; eine kleine, besonders weltfremde Minderheit meinte gar, dieser Betrag wäre zu hoch. Nun aber, dank der Aussicht, vielleicht selbst bald einem gigantischen Heer von Arbeitslosen anzugehören, zeigen solche Umfragen ganz andere Resultate auf.

Immerhin, da darf man nicht abwinken und es lächelnd abtun, könnte man bald selbst dazu verdammt sein, ein Leben zu fristen, welches von einem solchen Regelsatz vorgegeben wird. Eingedenk dieser Drohung wird man zu einem barmherzigen Samariter und will der Erkenntnis Ausdruck verleihen, dass die Höhe des Regelsatzes eigentlich genau besehen, die Tiefe desselbigen ist. Dass man mehr Feingefühl an den Tag legen muß, weil der derzeitige Leser womöglich bald selbst zu denen gehört, über die man noch vor kurzem so arrogant und abgehoben berichtete, merken - so scheint es - auch die Printmedien. Freilich ist "der Arbeitslose" oder genauer: "der Hartz-IV-Empfänger" immer noch der Liebling der Hetzschrift, ein verdammungswürdiger Exot, den keiner kennen will, den aber scheinbar jeder kennt, aber über zu niedrige Regelsätze wird, trotz der finanziell angespannten Situation, kaum mehr berichtet. Milde wird man bei den Magazinen und Tageszeitungen, leise wird es um deren einstiges Lieblingsthema und kritisch hinterfragt man es, wenn doch mal ein Verirrter meint, weniger wäre mehr - von den Tönespuckern verkorkster Reformpolitik sei hier die nicht Rede, denn die plärren noch immer die gleichen Formeln wie vor Jahren, haben nichts gelernt. Im Angesicht des Regelsatzes will man eben keine Geister heraufbeschwören, die man später nicht mehr los wird.

Das waren noch Zeiten, als man die, die "ganz unten" waren, "nach oben" schrieb, sie mit üppigen Regelsätzen ausstattete und mit einem fürstlichen Lebensstil. Da hatte man noch ein klares Feindbild, etwas wogegen man anschreiben konnte, ein fein herausgearbeitetes und genau umrissenes Untermenschentum, auf welches keine Rücksichten zu nehmen war. Seinerzeit war Wichtigtuerei gefragt, wenn es darum ging, den Arbeitslosen ihr Leben mit dem begrenzten Finanzmitteln zu erklären - da haben diejenigen, die meinten, sie würden nie in die Freude eines pauschalisierten Regelsatzes kommen, am lautesten gebrüllt. Nun aber, da sich herausstellt, dass es vielleicht doch den einen oder anderen treffen könnte, ist von der vielpostulierten Freude des Arbeitslosendaseins nicht mehr viel übriggeblieben. Jetzt braucht es Feingefühl, zaghaftes Daraufzugehen, denn man will denen, die bisher die Hetzereien gelesen haben, vielleicht sogar eingestimmt haben in den Chor, den Gang ins gesellschaftliche Abseits nicht zu schwer machen - sie gehörten ja einmal zu den Unsrigen!

Über eine solche Form der Einsicht - wenn es denn eine solche sein soll -, kann man sich nur bedingt freuen. Es ist die übliche erzwungene Einsicht, die erst entsteht, nachdem Angst entstanden ist - Mitgefühl aus freien Stücken, fern von Angst und der eigenen drohenden Not, ist ein Fremdwort. Erst als begreiflich wurde, dass man selbst zum Opfer sozialpolitischer Sauereien werden könnte, und dies sogar ganz unverschuldet - nicht wie es immer hieß, weil die Arbeitslosen an irgendeinem Makel litten, der sie zu dem machte, was sie sind -, da wollte man nicht mehr so derb und unachtsam sein, nicht mehr gegen die Geschädigten wettern. Es ist die klein- und spießbürgerliche Einsicht, die in diesem Fall heraufbeschworen wurde; eine Einsicht, die nur zustandekommt, wenn die eigene Existenz fraglich wird; eine Einsicht, die keine Objektivität kennt, sondern nur das subjektive Empfinden von Angst. Was sich aufdrängt ist der Gedanke, dass so eine Einsicht, auch wenn sie nun letztendlich vielleicht sogar eine wirkliche und wahre Einsicht ist - das darf noch immer bezweifelt werden -, nur Anzeichen von mitmenschlicher Eiseskälte, von Egozentrik und Selbstliebe ist. Am Nächsten hat man das Unrecht nicht erkannt, erst an sich selbst wurde es faßbar, wurde es zum untragbaren Zustand, zum erdrückenden Elend, zum Mißstand, dem man keinen Menschen aussetzen sollte. Hunderttausend wegfallende Arbeitsplätze in der Autoindustrie, die vielleicht Wegbereiter für weitere wegfallenden Arbeitsplätze in vielen anderen Industrien sein können, machen aus den einstigen Draufschläger aus Zeiten des "Aufschwungs" einen Einsichtigen - nicht aus freien Stücken, nicht weil er den Mut hatte, sich seines Verstandes zu bedienen, sondern weil er Angst hat, den selbigen zu verlieren, wenn ihm erstmal der Regelsatz droht.

Wer aber Unrecht und untragbare, unmenschliche Zustände erst durch sich selbst, durch die Wahrnehmung am eigenen Körper, an der eigenen Existenz erkennt, der erkennt auch nur sich selbst, dient nur sich selbst; der erkennt aber nicht das Untragbare, welches am Nächsten geschieht. Es ist nur barmherzig daherkommende Egozentrik...

17 Kommentare:

MG 21. November 2008 um 12:13  

Könnte es sein, dass die behutsam eingeläutete "Einsicht" eher von der Selbsterhaltungstrieb gesteuerten Einsicht der Medien zeugt, eine Neupositionierung vornehmen zu müssen, von der Draufhau-im-Sinne-der-Macht-Taktik hin zur Wir-wurden-leider-getäuscht-Rolle?

Anonym 21. November 2008 um 12:43  

Auslöser der von Dir beschriebenen Medienschweigsamkeit ist mit Sicherheit die Finanz- und jetzt aufkommende Wirtschaftskrise.

Die Erkenntnis der Medien, dass deren Leser, Zuschauer etc. eventuell selbst demnächst
von Hartz 4 betroffen sein könnten, ist meines Erachtens aber nicht der Grund, warum hopplahopp auf einmal nicht mehr über die Höhe des Regelsatzes diskutiert wird.

Vielmehr liegt es daran, dass die Mächtigen und Profiteure des Systems, die bis vor kurzem nach
weniger Staat geschrien haben, nun selbst Staatskohle (=Stütze) beziehen. Aber nicht ein paar 50 Euro Scheine wie die "Ein-Euro Schnarcher" (Bild-Zeitung),
sondern ganz fluffig im Milliardenbereich.

Und das möchte man wohl so
DEZENT und DISKRET wie möglich halten.

Darum ruft dann der Horst auch bei Friede an und bittet um etwas Ruhe im Blätterwald.

Die Ruhe in den Medien dauert aber natürlich nur solange an, bis sich der Staub gelegt hat. Da bin ich ganz pessimistisch, von den Medien erwarte ich keine Wunder.

Anonym 21. November 2008 um 12:50  

@MG:

eher nicht. Nächstes Jahr sind Wahlen. Und die Medien spielen das alte Lied. Wer bezahlt bestimmt die Musik.

epikur 21. November 2008 um 14:53  

Ich denke auch, dass dies kein wirklicher "Lernprozess" der Medien ist, sondern eiskalte Berechnung. Wir dürfen eben nie vergessen, wem die Medien gehören und dass diese Eigentümer immer eigene profitgesteuerte Interessen haben.

"Gut" ist vor allem diese Offensichtlichkeit die jetzt zum tragen kommt. Während vor einigen Monaten die linke Community oftmals als Populisten, Spinner, Verschwörungstheoretiker oder Sozialstaatsträumer diffamiert wurden - sieht jetzt wirklich jeder was passiert: "Schutzschirm" für Banken, Milliardenbeträge werden herbeigezaubert wo immer nur von "leeren Kassen" die Rede war usw. usf.

Die jahrelange polit. Propaganda offenbart ihre hässliche Botschaft für jedermann: Wir sind nur für die Reichen da! Der Rest darf - nein - soll verotten.

Anonym 21. November 2008 um 15:32  

Ich habe auch meine Zweifel, ob der freie Raubtierkapitalismus amerikanischer Prägung schon im Niedergang begriffen ist.
Wenn man sich die Entwicklung der Finanzkrise anguckt, ist festzustellen, dass zwar überall Rettungspakete geschnürt werden, aber kaum Neuregelungen des Finanzmarktes diskutiert werden.
Ackermann hat ja auch nur eine Scheinwende hingelegt á la "Regelungen ja aber nicht zuviel" oder so ähnlich. Merkel kommt mir mittlerweile vollkommen inkompetent und/oder vollkommen handlungsunfähig vor. Wer regiert eigentlich dieses Land, das Volk oder Bertelsmann-Springer-Deutsche-Bank-ThinkTanks-USA?

Ich wünsche mir auch mehr Solidarität, aber das wird wohl nix mit den Eliten, die wir an der Spitze haben.

Guter Beitrag, Herr De Lapuente! Macht immer Spaß, hier vorbeizuschauen!

persiana 21. November 2008 um 15:38  

Gestern wurde ich etwas unfreiwillig wieder einmal Zeuge der unmenschlichen Schikane gegenüber Hartz IV -Beziehern, und zwar bei der Fernsehsendung "Die ZDF -Reporter".

Wie schäbig ist dass doch alles, da denunzieren (zumindest angeblich) Leute ihre Nachbarn, weil sie wissen, dass diese Hartz IV beziehen und nebenbei noch arbeiten.

Da wird nachgesehen, ob die Hartz IV Bezieher auch wirklich arm genug sind, warum bei einem Betroffenen über mehrere Monate kein Wasserverbrauch angefallen war ( der Betroffene hatte Regenwasser verwendet, um Geld zu sparen).

Einer anderen Betroffenen wurde der Regelsatz um 30 % gekürzt, weil sie ihr Recht auf Datenschutz in Bezug auf Atteste geltend gemacht hatte, später hatte sie eine Klage diesbezüglich gewonnen. In der Sendung wurde sie trotzdem indirekt als Sozialbetrügerin bezeichnet.

Man durfte beobachten, wie mit aller Härte gegen die Betroffenen vorgegangen wurde, im Tonfall, in der Vorgehensweise, wie das Recht auf Privatsphäre massiv verletzt wurde.

Da die wirklichen Sozialbetrüger ganz offensichtlich Mangelware sind, muss man wohl massiv Stimmung machen gegen diejenigen, die tatsächlich von dem Geld leben müssen, und das dürften wohl an die Hundert Prozent sein.

Diese Hartz IV Propaganda-Sendung spielt angsichts des angekündigten Anstiegs von Arbeitslosigkeit hoffentlich mit dem Feuer.

Vielleicht werden bald diejenigen, die es sich gestern noch so selbstgefällig und mit ihren Amtslaptops (geschätzte Bildschirmdiagonale 17 Zoll, braucht man unbedingt bei Hartz IV Kontrollen!)auf einem der wenigen verbliebenen Stühlen der Armsten der Armen in Deutschland bequem gemacht hatten, in der Gunst der Zuschauer rapide sinken.

Frank 21. November 2008 um 17:24  

Dazu ein Link zu einem Online-Magazin, bei dem ich auch mitarbeite:
http://www.seemoz.de/9ecb94ffc047f56280d71b62a52936dd/deutsch/bodensee/newsseite.html?nid=905

Könnte sehr hilfreich für Hartz IV Betroffene sein.

Gruß
Frank

Anonym 21. November 2008 um 20:22  

Sozialgesetze, die nach einem "VW-Nuttenbaron" benannt sind, verdeutlichen immer wieder, wie verrottet die Eliten unserer Republik sind.

Die kleinen Fische, die "Mietmäuler", "Meinungsstricher", sie alle schwammen auf der Hetzwelle mit, solange sie sich auf der sicheren, auf der richtigen Seite wähnten.

Jedoch sind diese sicheren Zeiten abrupt vorbei, alles ist offen, und da möchte man doch nun etwas vorsichtiger sein. Es könnte ja sein, dass man morgen zur anderen Seite gehören möchte/muss.

Es ist alles nur Kalkül, nur ein Spiel, keine wahre menschliche Erkenntnis, die zum Umdenken bewegt.

Anonym 21. November 2008 um 21:35  

Ich lese hier öfter mal mit und finde die Artikel alle sehr gut und völlig auf den Punkt gebracht. Was mich wirklich zur Verzeiflung bringen lässt ist, warum nicht schon hunderttausende auf den Straßen sind. Ich verstehe es einfach nicht und ehrlich gesagt, ich habe die Hoffnung aufgegeben. Ich denke bald, jeder Hartz4 Empfänger verdient genau den Regelsatz, mit dem er abgespeist wird und jede üble Hetzkampagne, die in den Medien verbreitet wird. Es ist, als ob man jeden Tag einen Schlag in die Fresse bekommt und, in Erwartung auf den nächsten Schlag, demütig in die Knie geht, statt sich zu wehren.

Anonym 21. November 2008 um 22:19  

"Was mich wirklich zur Verzeiflung bringen lässt ist, warum nicht schon hunderttausende auf den Straßen sind."
Ich habe mal irgendwo (sinngemäß) gelesen, dass die Deutschen erst anfangen zu kämpfen, wenn nichts mehr da ist, für das es sich zu kämpfen lohnt - das trifft es vielleicht am ehesten.
Ansonsten: Lob an den Autor. Obwohl ich Ihre Ansichten nicht immer in jedem Punkt teile, tut es immer wieder gut, Ihre Beiträge zu lesen und sich neue Denkanstöße zu holen. Vielen Dank!

Anonym 22. November 2008 um 01:33  

"Ich denke bald, jeder Hartz4 Empfänger verdient genau den Regelsatz, mit dem er abgespeist wird und jede üble Hetzkampagne, die in den Medien verbreitet wird. Es ist, als ob man jeden Tag einen Schlag in die Fresse bekommt und, in Erwartung auf den nächsten Schlag, demütig in die Knie geht, statt sich zu wehren."


Deine Verzweiflung (?) und Verbitterung (?) kann ich verstehen, nicht aber, wie du nicht verstehen kannst, wieso sich so viele nicht wehren, sondern sich still der Verzweiflung ergeben:
Der Gegner ist einfach zu groß, zu mächtig und zu fintenreich. Ein HartzIVler wird ja nicht nur von der ARGE und dem Sozialamt fertiggemacht, sondern jeden Tag auch in den Medien, von den Nachbarn und allen anderen, die nicht durchschauen, was vor sich geht.
Ich kann mir vorstellen, dass allein schon die Drohung, einen HartzIVler mal bei der Bild "zu melden", diesen zum Kuschen bringen könnte. Wer möchte sein Leben schon in diesem Blatt zerfleddert sehen, dem einfach auch zu viele Menschen glauben?

Goldener Reiter 22. November 2008 um 05:07  

Das noch nicht laengst hunderttausende auf den Strassen sind hat, glaube ich, andere Gruende:
Der HartzIV-Empfaenger und der Zeitarbeiter (=Mietsklave) haben einfach dringendere Probleme, als sich um die (ohnehin sehr uneffektive) Einflussnahme auf unsere Fuehrungselite zu kuemmern.
Die sind vollauf damit beschaeftigt, sich um ihr eigenes Ueberleben und das ihrer Familien zu sorgen.

Jules Papillon 22. November 2008 um 10:42  

Ich glaube nicht an die beschworene Einsicht. Nachrichten und Ereignisse von denen man mittelfristig selbst betroffen sein könnte wiegen immer schwerer als Probleme die einen selbst nicht treffen oder bestenfalls tangieren. Der eigene Jobverlust durch Finanzkrise und Rezession ist einfach bedrohlicher als die eingetrichterte Vermutung dass irgend welche Untermenschen ein paar Euro zuviel Transferleistung bekommen könnten. Man selbst ist ja arbeitswillig und findet garantiert auch wieder Arbeit. Schließlich rasiert man sich ja auch täglich.

Die Leute waren doch auf der Straße. 2004 waren ca. 200.000 Menschen auf den so genanten Montagsdemos. Gebracht hat's nichts! Die Reaktionen fielen bestenfalls so aus, dass den Menschen unterstellt wurde sie wollen mehr Geld fürs Nichtstun.

Wer von den Sätzen leben will wird geradezu genötigt zum "Sozialbetrüger" zu werden. Den theoretische müsste man sogar 5€ Geldgeschenke von Tante oder Oma an die eigenen Kinder bei der Behörde melden. Fraglich warum noch nicht darüber diskutiert wurde Essen aus der Suppenküche oder von den Tafeln als zweckgleiche Leistungen auf das ALG II anzurechnen.

Roberto J. De Lapuente 22. November 2008 um 10:50  

"Fraglich warum noch nicht darüber diskutiert wurde Essen aus der Suppenküche oder von den Tafeln als zweckgleiche Leistungen auf das ALG II anzurechnen."

Um den Schuldenberg zu bändigen, den die Banken uns beschert haben, wird man sicherlich nach der Bundestagswahl 2009 dazu übergehen, solche und ähnliche Gedanken in ein Gesetz zu gießen.

epikur 22. November 2008 um 14:24  

Warum die Menschen nicht auf die Strasse gehen?

Darüber hab ich mir auch schon oft den Kopf zerbrochen. Mögliche Antworten darauf findet ihr hier und hier.

Anonym 22. November 2008 um 18:32  

Warum die Menschen in Deutschland nicht auf die Straße gehen? Liegt es an der uralten Allianz - insbesondere in der deutschen Politik - zwischen Thron und Altar?
Hier ein Hinweis auf einen hochaktuellen Vorgang dazu:
http://fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/?em_cnt=1632716&

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Anonym 24. November 2008 um 22:08  

Hallo A. S.,

Du hast natürlich recht. Hartz 4 und die Medienberichterstattung sind indiskutabel. Ich möchte mit diesem Kommentar allerd. auch nicht auf die momentane Zurückhaltung (?) der Medien eingehen, sondern: Du bedauerst, dass die Menschen lediglich Mitgefühl empfinden, wenn sie selbst betroffen sind. Aber: Vielleicht lernen viele Menschen auf diesem Weg - vielleicht lernt die Seele auf diesem Weg. Irgendwann werden die Menschen fähig sein, ihr Empfinden auch auf Bereiche auszuweiten, in denen sie nicht selbst betroffen sind. Sicherlich ist das von Dir Beanstandete bedauerlich, doch vielleicht liegt genau darin die große Chance. Mitgefühl wird erlernt werden, ich bin zuversichtlich.

Herzlich,

Anak.

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